DE19701969A1 - Sauger - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Sauger (Schnuller) für Kinder,
insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder, vorzugsweise bestehend
aus gummielastischem Material, wie Latex, in einer dem Mundraum
des Kindes angepaßten geometrischen Form, welcher Sauger einen
Saugkopf mit einem daran angeformten hohlzylindrischen Hals auf
weist, welcher mit einem Ringwulst an seinem freien Ende versehen
ist und ein Gegenstück aufnimmt.
Es ist allgemein bekannt, zur Beruhigung von Kindern, insbe
sondere von Säuglingen und Kleinkindern, als Schnuller bezeichnete
Sauger zu verwenden, welche von den Kindern im Mund gehalten wer
den und an welchen sie saugen. Hierdurch werden die Kinder von den
störenden Ereignissen oder von möglichen körperlichen Beschwernis
sen abgelenkt und beruhigen sich.
Die umgangssprachlich allgemein als Schnuller bezeichneten
Sauger sind aus hygienisch unbedenklichem Material gefertigt, das
problemlos keimfrei zu halten ist, und besitzen einen Saugkopf,
der nach Form und Größe dem Mundraum eines Kindes angepaßt ist.
Hierdurch wird ein Kontakt der Saugeroberfläche mit dem Mundinne
ren erreicht, der den Speichelfluß beim Kind anregt beziehungswei
se fördert. Dies führt zu der bekannten beruhigenden Wirkung für
das Kind.
Allerdings kann während der Zahnbildungsphase des Kindes, das
heißt, wenn die Zähne in den Kiefer einschießen und sich durch die
Mundschleimhaut hindurch drücken, der herkömmliche Sauger nicht
immer das Kind nicht von den mit der Zahnbildung einhergehenden
Beschwerden freihalten beziehungsweise davon ablenken. Die Verab
reichung von schmerzstillenden Mitteln, wie zum Beispiel von ent
sprechenden Medikamenten, ist hierbei nur selten erwünscht und vor
allem im Hinblick auf die Dauer der Zahnbildung nicht ohne Risiko.
Der herkömmliche Sauger kann zwar auch während dieser Phase
zum Einsatz kommen, jedoch ist seine beruhigende Wirkung während
dieser Phase gemindert, da das Kind instinktiv bemüht ist, die
sich durch die Mundschleimhaut durchdrückenden Zahnspitzen hierbei
zu unterstützen, indem sie durch Zusammenpressen der Kiefer gegen
den Sauger einen gewissen Gegendruck erzeugen, der vom Sauger aus
auf die betreffenden Stellen im Mundraum wirkt. Wegen der Nachgie
bigkeit des weichen Saugermaterials ist allerdings der resultie
rende Gegendruck nicht sehr groß, so daß das Kind ersatzweise sei
nen Daumen oder in erreichbarer Nähe befindliche Gegenstände er
greift und in den Mund steckt. Insbesondere während des Schlafes
können derartige Fremdgegenstände das Kind gefährden, indem es
diese verschluckt oder sich daran verletzt.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Er
findung einen Sauger der eingangs genannten Art anzugeben, der bei
möglichst einfacher Gestaltung die Möglichkeit bietet, auch wäh
rend der Zahnungsphase dem Kind Erleichterung von den mit der
Zahnbildung verbundenen Beschwernissen zu bieten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merk
male des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den Unteransprüchen angegeben.
Entsprechend der Erfindung ist die Lösung dieser Aufgabe
dadurch gekennzeichnet, daß der Hals auf seinem gesamten Umfang
mit einer genoppten Oberfläche versehen ist.
Hierbei wird berücksichtigt, daß der Halsbereich des Sau
gers üblicherweise an den Stellen im Mundraum anliegt, an wel
chen sich die Zähne bei der Zahnbildung durch die Mundschleim
haut hindurchdrücken.
Die herkömmlichen Sauger weisen einen als Hohlröhre aus
gebildeten Halsbereich auf, welcher nur wenig Druckwiderstand
beim Zusammendrücken der Kiefer bietet. Die erfindungsgemäß
vorgesehene Noppung der Oberfläche des Saugers in seinem Hals
bereich hat eine doppelte Wirkung, welche dem angestrebten Er
folg zugute kommt.
Einerseits wird durch die Noppung der Oberfläche die
Durchblutung der Mundschleimhaut quasi mechanisch angeregt und
gefördert, so daß hierdurch der Zahnungsvorgang unterstützt und
möglicherweise sogar beschleunigt wird.
Andererseits bewirkt die umfassende Noppung der Oberflä
che des Saugerhalses eine mechanisch bedingte Versteifung des
Saugerhalses, so daß beim Zusammendrücken der die Zähne aufneh
menden Kiefer, diese einen merklichen, aber ungefährlichen Wi
derstand verspüren, der sich schmerzlindernd auswirkt. Hier
durch wird ebenfalls die Durchblutung der betreffenden Mundpar
tien begünstigt, was sich günstig auf den angestrebten Beruhi
gungseffekt des Saugers, insbesondere während der Zahnungsphase
auswirkt.
Dieser Beruhigungseffekt wirkt sich insbesondere während
des Schlafes des Kindes günstig aus, indem das Kind hierdurch
verursacht einen überwiegend schmerzfreien und somit ungestör
ten Schlaf genießt. Ferner läuft die Zahnungsphase nicht zu
letzt wegen der erwähnten Durchblutungsförderung in den zahn
bildenden Bereichen im Kiefer rascher ab, so daß die hieraus
resultierende Einschränkung des Wohlbefindens des Kindes eben
falls nur kurzzeitig andauert im Vergleich zu herkömmlichen
Saugern.
Entsprechend einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfin
dung ist die genoppte Oberfläche von einem ringförmigen, mit
gleichmäßig im Abstand zueinander angeordneten Noppen versehe
nen Noppenband gebildet, welches auf den Saugerhals aufgescho
ben ist. Diese Ausführungsvariante ermöglicht die wahlweise
Nutzung eines herkömmlichen Saugers in der allgemein üblichen
Form und für die Dauer der Zahnbildungsphase in der speziell
verstärkten Form.
Hierbei weist das Noppenband vorteilhafterweise eine
Bandbreite von 5 bis 20 mm, vorzugsweise von 12 mm auf. Die
Breite des tatsächlich zu Einsatz kommenden Noppenstreifens
richtet sich einerseits nach der maximal möglichen Länge des
Halsbereiches des Saugers und kann vorzugsweise auf die indivi
duellen Erfordernisse beim betreffenden Kind eingestellt wer
den.
Gemäß einer bevorzugten alternativen Ausführungsform der
Erfindung ist die noppenartige Oberfläche einstückig am Hals
angeformt, so daß die Herstellung der Noppen gleichzeitig Ferti
gung des Saugers erfolgt. Dies läßt zwar nicht die zuvor er
wähnte vielseitige Verwendung des Saugers zu, führt aber zu ei
nem verringerten Fertigungsaufwand.
Bei dieser Ausführungsvariante sind die am Hals des Sau
gers angeordneten Noppen als nach außen gerichtete Auswölbungen
vorgesehen, die quasi hutförmig von der Halsoberfläche radial
wegstehen und an ihrem freien Ende konvex, das heißt kuppig
oder ballig, ausgebildet sind.
Vorteilhafterweise haben die Noppen eine Dicke von wenig
stens 1 mm und eine Höhe von wenigstens 0,8 mm. Hierdurch ist
die erwünschte Massagewirkung der Mundschleimhaut am besten ge
währleistet. Größere Noppen erhöhen hierbei die Steifigkeit.
Allerdings sollte im Hinblick auf die Breite des die Zähne tra
genden Kieferbereiches sowie der Größe der Mundöffnung eines
saugenden Kindes der Noppendurchmesser höchstens 5 mm betragen
und eine Höhe von 2 mm nicht überschreiten.
Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Er
findung sind die Noppen an ihrem freien Ende flach beziehungs
weise gegebenenfalls konkav, das heißt muldenförmig, ausgebil
det, wodurch jede Noppe intensiv die zugeordnete Anlagestelle
im Mundraum des Kindes beaufschlagt und beispielsweise durch
einen gewissen Saugeffekt eine Gegenwirkung zu dem von den Zäh
nen herrührenden Druck erzeugt.
Auch der erfindungsgemäße, als Zahnungssauger bezeichnete
Sauger mit den zuvor erörterten Merkmalen wird in einer den
herkömmlichen Saugern vergleichbaren Weise eingesetzt und ist
zu diesem Zweck in gleicher Weise ausgebildet. Demgemäß ist das
Gegenstück mit einer daran angeformten Druckplatte sowie mit
einer Halteöse versehen, an welcher ein Haltering befestigt
sein kann, welcher die einfache Handhabung des Saugers erlaubt.
Statt dessen kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Aus
führungsform des Saugers das Gegenstück auch von einem Fla
schenhals einer Trinkflasche gebildet sein, auf welche der Sau
ger aufgesetzt ist.
Unabhängig von dem jeweiligen Einsatzort ist der erfin
dungsgemäße Sauger mit den am Kieferbereich anliegenden und
sich einprägenden Noppen versehen, die das in der Zahnungsphase
befindliche Kind den von den Zähnen herrührenden Schmerz leicht
vergessen lassen und so zu dessen Beruhigung beitragen.
Diese und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserun
gen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Anhand eines in der schematischen Zeichnung dargestellten Aus
führungsbeispiels der Erfindung sollen die Erfindung, vorteil
hafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung sowie
besondere Vorteile der Erfindung näher erläutert und beschrie
ben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen
Saugers;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Sauger gemäß Fig. 1
und
Fig. 3 ein ringförmiges Noppenband zur Anbringung an
einem Hals eines Saugers.
In Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Sau
gers 10 mit einem Saugerkopf 12, einem daran anschließenden
Halsbereich 14, welcher hohlzylindrisch ausgebildet ist und an
seinem freien Ende mit einem Ringwulst 16 versehen ist, der ein
Gegenstück 18 umgreift, welches in den Halsbereich 14 des Sau
gers 10 eingreift.
In Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den in Fig. 1 gezeigten er
findungsgemäßen Sauger 10 dargestellt.
Das in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel besitzt
ein Gegenstück 18, welches von einem stopfenähnlichen Körper
mit angeformter Öse 20 gebildet ist, die einen Haltering 22
aufnimmt. Das Gegenstück 18 ist in bekannter Weise in den Hals
14 des Saugers 10 eingeführt, der seinerseits von einer ausrei
chend großen Druckplatte 24 umfaßt ist, welche dem am Sauger 10
saugenden Kind als natürliches Hemmnis gegen Verschlucken des
Saugers 10 dient.
Gemäß der Erfindung ist der Halsbereich des insbesondere wäh
rend der Zahnungsphase von Säuglingen zum Einsatz vorgesehenen
Saugers 10 mit gleichmäßig angeordneten Noppen 26, das heißt
örtlichen Auswölbungen, versehen, welche auf das den Halsbe
reich 14 beim Saugen umschließende Zahnfleisch einen mechani
schen Reiz ausüben.
Dieser mechanische Reiz begünstigt die Beruhigungswirkung des
erfindungsgemäßen Saugers 10 insbesondere dadurch, daß die Nop
pen 26 dem von innen her wirkenden Druck der durchstoßenden
Zähne entgegenwirken und hierdurch dem Kind die hiervon ausge
henden Beschwernisse abmildern.
Während entsprechend der üblichen Handhabung des bekannten Sau
gers der Saugerkopf 12 sich im hinteren Teil des hier nicht nä
her dargestellten Mundraums des Kindes befindet, befindet sich
der mit den Noppen 26 versehene Halsbereich 14 im vorderen, den
Lippen zugewandten Bereich des Mundraums, der von den Kiefern
begrenzt wird, das heißt genauer gesagt zwischen dem Oberkiefer
und dem Unterkiefer.
In Fig. 3 ist ein ringförmiges Noppenband 25 mit daran ange
formten, radial nach außen wegstehenden Noppen in Schrägansicht
gezeigt. Aus dieser Darstellung ist ersichtlich, daß das Nop
penband 25 hohlzylindrisch mit annähernd kreisrundem Quer
schnitt ausgebildet ist.
Die Noppen 26 sind, wie auch bei dem in den Fig. 1 und 2 ge
zeigten Ausführungsbeispiel ringsum auf der gesamten Oberfläche
angeordnet, so daß unabhängig von der jeweiligen Stellung des
Saugers 10 im Mund des Kindes, das heißt auch bei Abweichungen
von der formbedingten Vorzugsstellung des Saugers 10, in wel
cher die Flachseite des Saugerkopfes 12 nach unten weist, die
Noppen 26 ihre Wirkung entfalten.
10
Sauger (Schnuller)
12
Saugerkopf
14
Saugerhals
16
Ringwulst
18
Gegenstück
20
Halteöse
22
Haltering
24
Druckplatte
25
Noppenband
26
Noppen
Claims (10)
1. Sauger (10) für Kinder, insbesondere für Säuglinge und
Kleinkinder, vorzugsweise bestehend aus gummielastischem Mate
rial, wie Latex, in einer dem Mundraum des Kindes angepaßten
geometrischen Form, welcher Sauger (10) einen Saugerkopf (12)
mit einem daran angeformten hohlzylindrischen Saugerhals (14)
aufweist, welcher an seinem freien Ende mit einem Ringwulst
(16) versehen ist und ein Gegenstück (18) aufnimmt, dadurch ge
kennzeichnet, daß
der Saugerhals auf seiner gesamten Umfangsfläche mit Nop
pen (26) versehen ist.
2. Sauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Noppen (26) auf seiner Oberfläche von einem ringförmigen
mit gleichförmig im Abstand zueinander angeordneten Noppen (26)
versehenen Noppenband (25) gebildet ist.
3. Sauger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Noppenband (25) eine Bandbreite von 5 bis 20 mm, vor
zugsweise von 12 mm aufweist.
4. Sauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Noppen auf seiner Oberfläche einstückig am Saugerhals (14)
angeformt sind.
5. Sauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die am Saugerhals (14) des Saugers (10) angeordneten Noppen
(26) als nach außen gerichtete Auswölbungen vorgesehen sind.
6. Sauger nach Anspruch einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Noppen (26) eine Dicke von wenig
stens 1 mm und eine Höhe von wenigstens 0,8 mm aufweisen.
7. Sauger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Noppen (26) radial nach außen abstehen
und an ihrem freien Ende kuppig ausgebildet sind.
8. Sauger nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Noppen (26) an ihrem freien Ende flach
ausgebildet sind.
9. Sauger nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gegenstück mit einer Halteöse versehen
ist, und daß auf das Gegenstück unter Zwischenfügung eines un
genoppten Halsteils eine Druckplatte (24) auf das Gegenstück
(18) aufgespannt ist.
10. Sauger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Sauger auf eine Trinkflasche aufgestülpt
ist und daß das Gegenstück von dem Flaschenhals der Trinkfla
sche gebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19701969A DE19701969A1 (de) | 1997-01-22 | 1997-01-22 | Sauger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19701969A DE19701969A1 (de) | 1997-01-22 | 1997-01-22 | Sauger |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19701969A1 true DE19701969A1 (de) | 1998-07-23 |
Family
ID=7817921
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19701969A Withdrawn DE19701969A1 (de) | 1997-01-22 | 1997-01-22 | Sauger |
Country Status (1)
| Country | Link |
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