DE19700757A1 - Sonnenschutzanlage - Google Patents
SonnenschutzanlageInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sonnenschutzanlage, insbesondere für Win
tergärten mit oberen waagrecht oder schräg geneigt verlaufenden Dachvergla
sungen und anstoßenden senkrechten Wandverglasungen, mit einer oberen
Tuchwelle, einer am vorderen Ende der Tuchbahn befestigten, in seitlichen, an
der Übergangskante der Verglasungen abgewinkelten Führungs-Längsschienen
geführten Ausfallstange, sowie mit einer Spannvorrichtung mit Zug- oder Druckfe
dern parallel zu den Längschienen, die mittels Seilzügen, die über Umlenkrollen
geführt sind, die Ausfallstange in Ausfallrichtung spannen.
Bei allen derartigen Sonnenschutzanlagen, man vergleiche hierzu beispielsweise
die EP 0 545 062 B1, ist vorgesehen, daß jeweils eine Umlenkrolle an dem der
Tuchwelle am weitesten abgelegenen Ende der Führungs-Längsschienen ange
ordnet ist, wodurch die Führungseinrichtungen sehr kompliziert und störanfällig
werden. Es ergeben sich meterlange Seilzüge, bei denen die Gefahr eines Ver
klemmens einer funktionsbeeinträchtigenden Längung im Betrieb und bei unter
schiedlichen Temperaturen sowie die Gefahr des Auftretens unerwünschter Ge
räusche an den Umlenkstellen und Umlenkrollen besonders störend sind.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Sonnenschutzanlage der
eingangs genannten Art so auszugestalten, daß bei vereinfachtem Aufbau ein
sicheres und sauberes Ausfahren der Tuchbahn mit der Ausfallstange möglich ist,
ohne daß Umlenkseilzüge über die gesamte Länge der Führungs-Längsschienen
eingesetzt werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Zug- oder
Druckfedern in Spann-Längsschienen entlang der waagrechten oder schrägen
oberen Abdeckflächen angeordnet sind, wobei die Seilzüge mit einer zur Ausfall
stange parallelen, in den Spann-Längsschienen geführten Spannstange verbun
den sind, die die Ausfallstange hintergreift, um diese in den Führungs-
Längsschienen bis in den Kniebereich im Übergang zur im wesentlichen vertikalen
Wandverglasung zu verschieben.
Die Spannstange kann - bei getrennter Ausbildung der Führungs-Längsschienen
und der Spann-Längsschienen - zumindest am einen Ende mit einem die Ausfall
stange hintergreifenden Koppelfinger versehen sein, damit die in den beiden
Längsschienen übereinander gleitenden Stangen miteinander gekoppelt sein kön
nen.
Der Erfindung liegt dabei die Erkenntnis zugrunde, daß eine Federunterstützung
für die Ausfallbewegung der Ausfallstange nur im schrägen oder horizontalen obe
ren Bereich der Verglasung erforderlich ist, daß aber im Bereich der vertikalen
Wandverglasung die dann senkrecht nach unten fallende Ausfallstange allein
durch ihr entsprechend vorgebbares Gewicht sowohl ausreicht, um das Markisen
tuch beim Abwickeln der Tuchwelle gespannt nachzuziehen, als auch ggf. Wind
druck od. dgl. federnd abzufangen. Demzufolge werden nur im horizontalen oder
schräg geneigten Bereich der Dachverglasung mit Hilfe der federunterstützten
Spannvorrichtung Ausfallkräfte auf die Ausfallstange ausgeübt. Sobald die Aus
fallstange aber in den Kniebereich gelangt, in dem sie in den im wesentlichen
senkrecht nach unten gerichteten Führungs-Längsschienen frei herunterhängt und
somit ihr gesamtes Gewicht auf das Tuch wirkt, ist diese Unterstützungskraft nicht
mehr erforderlich. Die Spannstange hat in diesem Kniebereich ihre Endposition
erreicht und kann der Bewegung der Ausfallstange nicht mehr folgen, die frei un
ter Nachziehen der Tuchbahn bis zum unteren Ende der Längs-Führungsschienen
der Wandverglasung herunterfallen kann. Beim Wiederaufwickeln der Tuchwelle
wird die Ausfallstange frei hochgezogen, bis sie wiederum an den Koppelfingern
der Spannstange anstößt und dann diese entgegen der Kraft der Zug- oder
Druckfedern mitnimmt und so diese Zug- oder Druckfedern wieder spannt, so daß
sie beim Wiederabwickeln der Tuchbahn in der vorstehend beschriebenen Weise
wirksam werden können.
Die Spann-Längsschienen können dabei auf die entsprechenden oberen Schen
kel der Führungs-Längsschienen aufgesteckt oder ggf. auch einstückig an diesen
angeformt sein.
Schließlich liegt es auch noch im Rahmen der Erfindung, daß die Führungs-
Längsschienen im Kniebereich mit Seitenwangen für eine zur Verbindungsachse
parallel versetzte Tuchumlenkschiene versehen sind.
Die Versetzung der Tuchumlenkschiene gegenüber der Verbindungsachse der
Kniescheitel beruht darauf, daß ja die Ausfallstange an dieser Stelle passieren
muß und demzufolge die Tuchumlenkstange entsprechend zurückgesetzt sein
muß.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgese
hen sein, daß die Spannstange in den Führungs-Längsschienen unmittelbar hinter
der Ausfallstange geführt ist und gleichzeitig die Tuchumlenkschiene im Kniebe
reich bildet. Bei dieser Ausführung verzichtet man also auf getrennte übereinander
angeordnete Führungs-Längsschienen und Spann-Längsschienen. Dies macht
die Anlage baulich einfacher und wegen der fehlenden Doppelführungen zierlicher
und eleganter und man spart insbesondere auch die gesonderte Tuchumlenk
schiene. Die hinter der Ausfallstange in den Führungs-Längsschienen über die
Gasfedern nach vorne gedrückte Spannstange nimmt die Ausfallstange bis in den
Kniebereich mit, in dem sie dann aufgrund ihres Gewichts frei nach unten fällt und
bleibt ihrerseits - dies ergibt sich automatisch durch die entsprechende Auslegung
der Gasfedern - im Kniebereich stehen, so daß sie dann in dieser ausgefahrenen
Position die Funktion der Tuchumlenkschiene gleich mit übernehmen kann.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels sowie anhand der
Zeichnung. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Son
nenschutzanlage für Innenbeschattung längs der Linie I-I in Fig. 3,
Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Sonnenschutzanlage nach Fig. 1 und 2, und
Fig. 4 und 5 dem vertikalen Längsschnitt der Fig. 1 entsprechende stark schema
tisierte Längsschnitte durch eine zweite Ausführungsform, bei der
gesondere Spann-Längsschienen nicht vorgesehen sind und die
Spannstange unmittelbar hinter der Ausfallstange in den Führungs-
Längsschienen verschoben wird.
Die erfindungsgemäße Sonnenschutzanlage umfaßt beim Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 1 bis 3 abgewinkelte Führungs-Längsschienen 1 mit einem
schrägen, ggf. auch horizontalen oberen Schenkel 1a im Bereich der Dachvergla
sung und einen im wesentlichen vertikalen Schenkel 1b im Bereich der Wandver
glasung. Zwei solche Führungs-Längsschienen 1 sind im Abstand der Breite einer
Tuchbahn beabstandet mit Hilfe der Abstandhalter 2 und 3 unter dem Dach bzw.
an der Wand innen befestigt. Sie sind mit C-förmig hinterschnittenen Nuten 4 (vgl.
insbesondere Fig. 2) versehen, die zur Aufnahme von Führungsrollen 5 auf den
Achsen 6 einer Ausfallstange 7 dienen. An der Ausfallstange 7 ist das vordere
freie Ende einer als Sonnenschutzabschattung dienenden Tuchbahn 8 befestigt,
die von einer Tuchwelle 8a abwickelbar ist. Die beiden parallel beabstandeten
Führungsschienen für jeweils eine Tuchbahn 8 - wobei Zwischenschienen beid
seits mit Führungen für zwei aneinanderstoßende Tuchbahnen ausgestattet sein
können - sind im Bereich des Knies 9, also der Abwinklung zwischen dem schrä
gen Schenkel 1a und dem vertikalen Schenkel 1b, mit Seitenwangen 10 zum Be
festigen einer zur Verbindungsachse der Scheitel 9 parallel versetzten Tuchum
lenkschiene 11 versehen. Über dieser liegt die in der Fig. 1 nicht gezeigte Tuch
bahn 8, wenn die Ausfallstange sich irgendwo im Bereich des vertikalen Schen
kels 1b befindet, auf.
Erfindungsgemäß sind auf den schrägen Schenkel 1a jeder Führungs-
Längsschiene 1 - ggf. reicht auch eine solche Unterstützungseinrichtung auf nur
einer Seite aus - Spann-Längsschienen 12 aufgesetzt, die eine als Gasfeder aus
gebildete Druckfeder 13 enthalten. Das Ende 14 dieser Druckfeder 13 ist starr in
der Spann-Längsschiene 12 befestigt, und zwar im Bereich einer festen Um
lenkrolle 15, über die ein Spannseil 16 geführt und in nicht gezeigter Weise mit
einer zur Ausfallstange 7 parallelen Spannstange 17 verbunden ist. Diese ist in
ähnlicher Weise wie die Ausfallstange mit Hilfe von Führungsrollen 18 in
C-förmigen Führungsnuten 19 der Spann-Längsschienen 12 geführt. An den
Spannstangen 17 sind vorzugsweise beidseits Koppelfinger 20 befestigt, welche
die Ausfallstange 7 lose hintergreifen, um bei einer Ausfallbewegung der Spann
stange 17 die Ausfallstange 7 mit nach vorne zu verschieben.
Der über die Umlenkrolle 15 zur Spannstange 17 geführte Seilzug 16 ist über eine
zweite innere Umlenkrolle 21 umgelenkt, die am beweglichen inneren Ende der
Gasfeder, im dargestellten Ausführungsbeispiel dem freien Ende des Kolbens 22,
befestigt ist. Dabei ist der Seilzug 16 vorzugsweise mehrfach flaschenzugartig
umgelenkt, da ja die Hublänge der Gasfeder 13 niemals der Gesamtlänge der
Spann-Längsschiene 12 entsprechen kann. Bei der Ausfallbewegung des Marki
sentuchs 8 wird im oberen schrägen Bereich die Ausfallbewegung der Ausfall
stange 7 und damit das Abwickeln der Tuchwelle 8a durch die Druckfedern 13 in
den Spann-Längsschienen 12 unterstützt, indem diese Druckfedern 13 über die
Seilzüge 16 die Spannstange 17 nach außen drücken, die dabei die Ausfallstange
7 - deren Gewicht in der flachen Neigung der Schenkel 1a der Führungs-
Längsschienen 1 möglicherweise gar nicht ausreichen würde, um die Tuchwelle
nachzuziehen - nach vorne drückt. Sobald die Ausfallstange 7 durch die Spann
stange 17 bis in den Kniebereich 9 verschoben worden ist, gelangt die Ausfall
stange 7 in die Führungen der vertikalen Schenkel 1b der Führungs-
Längsschienen 1, so daß ihr volles Gewicht zum Tragen kommt und sie allein
aufgrund ihres Gewichts die Tuchbahn 8 nachziehen und auch gegen Winddruck
stabilisierend spannen kann. Für die weitere Abwärtsbewegung entlang der
Wandverglasung bedarf es also keinerlei Unterstützung der Ausfahrbewegung der
Ausfallstange 7 und es erübrigen sich alle Umlenkführungen und Seilzüge im Be
reich dieser Abschnitte 1b.
Beim Wiederaufwickeln der Tuchwelle 8a wird die Tuchbahn 8 und die daran
hängende Ausfallstange 7 nachgezogen, bis sie wieder in den Kniebereich der
Schenkel 1a und 1b gelangt. Dort stößt die Ausfallstange 7 an die Koppelfinger 20
an und bewegt die Spannstange 17 gegen die Wirkung der Druckfeder 13 längs
des schrägen Schenkels 1a, also entlang der Dachverglasung, bis in die oberste
Position im Bereich der Tuchwelle 8.
Bei der in den Fig. 4 und 5 in zwei unterschiedlichen Ausfahrpositionen ge
zeigten zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Sonnenschutzanlage
ist lediglich die Führungs-Längsschiene 1 vorhanden. Die Spannstange 17 wird
von den im übrigen ähnlich wie bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3
ausgebildeten Spannfeder im gleichen Führungsprofil verschoben, in dem auch
die Ausfallstange 7 läuft. Die Spannstange 17 drückt also unmittelbar von hinten
auf die Ausfallstange 7 und verschiebt sie bis in den Bereich des Knies 9. An die
ser Stelle endet der Verschiebeweg der Spannstange 17, der durch die Auslegung
der Federn und die Anordnung der Umlenkrollen festgelegt ist. Die Ausfallstange
7 fällt in der weiter oben beschriebenen Weise im senkrechten Abschnitt Ib der
Führungs-Längsschiene 1 nach unten und zieht dabei die Tuchbahn 8 hinter sich
her. Die Spannschiene 17, die nur für die Verschiebung der Ausfallstange 7 im
Bereich des leicht geneigten oder waagrechten oberen Abschnitts 1a der Füh
rungs-Längsschienen notwendig war, dient in ihrer Endstellung gemäß Fig. 5 als
Tuchumlenkschiene für die Tuchbahn 8. Die Ausführungsform nach den Fig. 4
und 5 ist also vom Bauaufwand her erheblich einfacher als diejenige nach den
Fig. 1 bis 3, wobei die Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 den Vorteil
hat, daß man bestehende Anlagen umrüsten kann, indem man die Spann-
Längsschienen 12 mit den darin angeordneten Gasfedern einfach oben auf die
leicht schrägen oder waagrechten Abschnitte 1a der Führungs-Längsschienen
bestehender Anlagen aufsetzt, um das Ausfallverhalten der Ausfallstange 7 in
diesem flachen Bereich zu verbessern.
Claims (6)
1. Sonnenschutzanlage, insbesondere für Wintergärten mit oberen waagrecht
oder schräg geneigt verlaufenden Dachverglasungen und anstoßenden
senkrechten Wandverglasungen, mit einer oberen Tuchwelle, einer am
vorderen Ende der Tuchbahn befestigten, in seitlichen, an der Übergangs
kante der Verglasungen abgewinkelten Führungs-Längsschienen geführten
Ausfallstange, sowie mit einer Spannvorrichtung mit Zug- oder Druckfedern
parallel zu den Längsschienen, die mittels Seilzügen, die über Umlenkrollen
geführt sind, die Ausfallstange in Ausfallrichtung spannen, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Zug- oder Druckfedern (13) in Spann-Längsschienen
(12) entlang der waagrechten oder schrägen oberen Abdeckflächen ange
ordnet sind, wobei die Seilzüge (16) mit einer zur Ausfallstange (7) paralle
len, in den Spann-Längsschienen (12) geführten Spannstange (17) verbun
den sind, die die Ausfallstange hintergreift, um diese in den waagrechten
oder schrägen Schenkeln (1a) der Führungs-Längsschienen (1) bis in den
Bereich des Knies (9) im Übergang zur im wesentlichen vertikalen Wand
verglasung zu verschieben.
2. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spannstange zumindest am einen Ende mit einem die Ausfallstange (7)
hintergreifenden Koppelfinger (20) versehen ist.
3. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spann-Längsschienen (12) auf die Führungs-Längsschienen (1)
aufgesetzt sind.
4. Sonnenschutzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Spann-Längsschienen (12) einstückig an den waagrech
ten oder schrägen Schenkeln (1a) der Führungs-Längsschiene (12) ange
formt sind.
5. Sonnenschutzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Führungs-Längsschienen (1) im Kniebereich mit Seiten
wangen (10) für eine zur Verbindungsachse parallel versetzte Tuchumlenk
schiene (11) versehen sind.
6. Sonnenschutzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Spannstange in den Führungs-Längsschienen unmittelbar hinter der Aus
fallstange geführt ist und gleichzeitig die Tuchumlenkschiene im Kniebe
reich bildet.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: "WEINOR" DIETER WEIERMANN GMBH & CO, 50829 KOELN, |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |