DE19700445A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung unterschiedlichfarbiger Flocke auf Dichtungsprofile - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung unterschiedlichfarbiger Flocke auf DichtungsprofileInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen verschiedenfarbiger
Flocke und/oder Flockarten auf eine Profiloberfläche eines, insbesondere als Karosserie
dichtungsprofil dienenden Profils, in das nach dem Extrudieren die Flocke eingeschos
sen und außerdem Bohrungen und Trennschnitte eingebracht werden. Die Erfindung
betrifft außerdem eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einer an den
Extruder anschließenden und über eine Transport- und Führungseinrichtung für das
Profil miteinander verbundenen Beschichtungs-, Ablenk- und Bohr- sowie Trock
nungs- und Reinigungsstationen, wobei die Beschichtungsstation über Speicher
für die Flocke sowie eine Flockkabine verfügt.
Derartige Profile, insbesondere Dichtungsprofile bestehen in der Regel aus
Gummi oder Kunststoff, wobei insbesondere die Teile des Profils, die der Abdichtungs- oder
sonstigen Aufgabe nicht dienen, mit Flocks einer Farbe beschichtet werden, die
beispielsweise der Wagenfarbe angepaßt ist bzw. dieser entspricht. Dies ist insbesonde
re bei Gummiprofilen, die in der Regel eine schwarze Farbe aufweisen, vorteilhaft,
weil sie nämlich diese schwarzen Dichtungsprofile deutlich von der Wagenfarbe bzw.
der Farbe des Innenraums eines Fahrzeuges abheben. Die Flock werden in einer Be
schichtungsstation auf das Profil aufgebracht, woraufhin der Profilstrang eine Trock
nungsstation durchläuft und dann abgelängt und mit den notwendigen Bohrungen verse
hen wird. Nachteilig ist, daß bei den bisherigen Verfahren und den dafür vorgesehenen
Vorrichtungen immer nur mit einer Flockenart bzw. einer Farbe beschichtet werden
kann, wobei der Wechsel von einer Flockart auf eine andere bzw. eine entsprechende
Farbänderung erhebliche Umrüstarbeiten erfordert. Das Beschichten erfolgt dabei auf
den laufenden Profilstrang, der dann in der Abläng- und Bohrstation kurz angehalten
werden muß, um die Trennschnitte bzw. die Bohrungen einbringen zu können. Es ist
somit nicht möglich, abschnittsweise oder auf andere Art und Weise unterteilt unter
schiedliche Beschichtungen derartiger Profile vorzunehmen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vor
richtung zu schaffen, mit denen Profile in genau definierten Bereichen mit einer unter
schiedlichfarbigen und/oder ausgebildeten Flockbeschichtung zu versehen sind.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Flocke gleich
zeitig mit dem Herstellen der Bohrungen und Trennschnitte in das dann stillstehende
Profil eingeschossen werden und zwar in vorher eingestellte und voneinander getrennt
gehaltene Beschichtungsbereiche unterteilt.
Mit einem derartigen Verfahren ist es zunächst einmal möglich, unterschiedlich
farbige bzw. -artige Flocke gleichzeitig auf verschiedene Beschichtungsbereiche des
Profils aufzubringen und zwar genau voneinander getrennt, weil die Beschichtung ge
nau in dem Moment erfolgt, in dem das Profil wegen der notwendigen Einbringung der
Bohrungen und Trennschnitte angehalten werden muß. Aufgrund der damit genau ein
zuhaltenden definierten Bereiche ist die Möglichkeit gegeben, beispielsweise rote oder
blaue oder grüne oder sonstfarbige Flocks auf einen bestimmten Teilbereich eines Pro
filabschnittes aufzubringen, während der anschließende Bereich mit einer ganz anders
farbigen Beschichtung von Flocks versehen wird. Die auch wegen der Verhinderung
der Klebfähigkeit aufgebrachten Flocks können so beispielsweise im Abdichtungsbe
reich eines Karosseriedichtungsprofils senkrecht zur Längsachse oder auch in Richtung
der Längsachse unterschiedlichfarbig aufgebracht werden, um so den Notwendigkeiten
oder auch dem Geschmack entsprechend zu wirken. Nähere Einzelheiten hierzu werden
noch ergänzend erläutert, wobei es entscheidend ist, daß die jeweiligen Beschichtungs
bereiche genau voneinander getrennt gehalten werden können.
Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das
Einschießen der Flocke in das noch feuchte Kleberbett des Profils vorgenommen wird.
Die Beschichtungsstation ist von daher möglichst dicht hinter der Extrusionsstation
anzuordnen, wobei das Kleberbett durch das Aufbringen der Flocke gleichzeitig und
schnell normalisiert wird, so daß unter Umständen eine anschließende Trocknungs- und
Reinigungsstation nicht erforderlich wird.
Weiter vorne ist bereits erwähnt worden, daß die entsprechenden Beschich
tungsbereiche Trennlinien aufweichen können, wie sie dem jeweiligen Bedarfsfall ent
sprechen. Die Erfindung sieht daher vor, daß die Flocke bezüglich Farbe und/oder Art
quer und/oder längs zum Profil getrennt auf das Profil aufgebracht werden. Ergänzend
sieht die Erfindung vor, daß die Beschichtungsbereiche mit verschiedenfarbigem bzw.
verschiedenartigem Flockbeschuß in Längsrichtung des Profils und/oder quer zum Pro
fil gegeneinander abgeschottet werden. Durch eine entsprechende Abschottung, d. h.
insbesondere Absenkung der Trennwände bis dicht auf das Profil wird erreicht, daß
die jeweiligen Grenzbereiche klar voneinander getrennt bleiben, auch wenn beispiels
weise rote und grüne Flocke in den entsprechend benachbarten Beschichtungsbereichen
aufgebracht werden sollen. Es kommt nicht zu einer Mischbeschichtung, es sei denn,
eine solche wird gesondert vom jeweiligen Abnehmer gewünscht. Die Möglichkeit, hier
klare Grenzen vorzugeben und einzuhalten, erbringt erhebliche Vorteile.
Bei relativ dünner Beschichtung von Profilen, aber auch bei hochwertigen Profi
len ist es von Vorteil, wenn das endlosgeführte Profil nach dem Beschichten mit unter
schiedlichen Flocks in einer Abtrocken- und Reinigungsstation weiter aufbereitet wird.
Anschließend erfolgt dann das Ablängen bzw. Anbringen von Bohrungen, um die ein
zelnen Abschnitte des Profils für den jeweiligen Einsatz zweckabschließend vorzuberei
ten. Einmal um klare und saubere Grenzbereiche erzeugen zu können und zum anderen
um eine vollständige Verwertung der Flocks absichern zu können, ist vorgesehen, daß
die überschüssige Flocke getrennt nach Farbe und/oder Art abgesaugt und jeweils ei
nem ausgewählten Speicher zugeführt werden. In der Regel wird es sich dabei um den
gleichen Speicher handeln, der dem jeweiligen Beschichtungsabschnitt zugeordnet ist.
Die überflüssigen bzw. überschüssigen Flocke werden somit im Kreislauf geführt und
beim nächsten Beschuß ggf. auf das Profil aufgebracht.
Zur Durchführung des Verfahrens dient eine Vorrichtung, bei der die Flock
kabine in mehrere, voneinander durch bis auf das Profil absenkbare Trennwände abge
trennte Teilkabinen unterteilt ist, die jeweils der Länge des mit unterschiedlichen
Flocks zu beschichtenden Abschnitten des Profils entsprechend lang bemessen und die
Transporteinrichtung mit Profil umfassend ausgebildet sind, daß jeder Teilkabine ein
Speicher zugeordnet ist und daß die Transporteinrichtung und die Flockauswürfe der
Flockkabine wechselweise schaltend ausgebildet sind. Durch Wählen des Begriffes
Flockkabine für den wesentlichen Teil der Vorrichtung ist bereits klargestellt, daß es
sich um eine geschlossene und quasi abgeschottete Einheit handelt, in der die Beschich
tung abläuft. Diese Flockkabine ist oder kann in verschiedene Teilkabinen unterteilt
werden, um so senkrecht zu Längsachse des Profils oder wie weiter hinten erläutert
auch in Längsrichtung unterschiedliche Beschichtungsabschnitte vorzugeben, in denen
das Profil unterschiedlichfarbig oder -artig beschichtet wird. Das zu beschichtende
Profil läuft in die Flockkabine bzw. deren Teilkabinen ein, woraufhin dann gleichzeitig
das Beschichten der unterschiedlichen Abschnitte vorgenommen wird und zwar mit den
jeweils dafür vorgesehenen Flocks. Mit Anhalten des Profils, d. h. also mit Anhalten
der Transporteinrichtung werden Flockauswürfe der Flockkabine bzw. der Teilkabinen
aktiviert, die in dem gleichen Moment das noch feuchte Kleberbett des Profils mit
Flocks beschießen. Sind die Bohr- und Ablängarbeiten abgeschlossen, ist auch die
Beschichtung beendet und mit wieder Anspringen der Transporteinrichtung werden die
Flockauswürfe der Flockkabine gestoppt. Da die Größe der Teilkabinen vorher vor
gegeben ist, kann auf diese Art und Weise eine genaue Einhaltung der Trennschnitte
für die unterschiedlichen Flockarten bzw. Flockfarben eingehalten werden.
Nach einer weiteren zweckmäßigen Ausbildung ist vorgesehen, daß die Trenn
wände der Teilkabinen einzeln und/oder gruppenweise in Längsrichtung des Profils
verschiebbar ausgebildet sind. Dadurch können die Abmessungen der Teilkabinen prak
tisch beliebig verändert und damit auch die Beschichtungsabschnitte in ihren Längen
verändert werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Beschichtungsstation ins
gesamt in ihrer Position den Notwendigkeiten anzupassen. Es versteht sich, daß eine
Veränderung der Beschichtungsabschnitte nicht nur in Längsrichtung des Profils son
dern auch quer dazu möglich ist.
Um zu verhindern, daß beim Beschießen des Profils mit Flocks einige davon in
die Umgebung gelangen, sieht die Erfindung vor, daß die Teilkabinen das Profil und
das Profilfixierteil der Transporteinrichtung einschließend ausgebildet sind. Die Teil
kabinen bzw. die Flockkabinen insgesamt stellt also eine geschlossene Einheit dar, die
wie beschrieben in ihrer Position und ihren Teillängen verändert werden kann, die aber
immer dafür sorgt, daß der Beschichtungsvorgang als kompletter Arbeitsschritt abläuft.
Um auch in Längsrichtung des Profils Beschichtungsabschnitte einhalten zu
können, ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Teilkabinen mit parallel zur
Längsachse des Profils verlaufenden Achstrennwände ausgerüstet sind. Diese Achs
trennwände, die in der Ausbildung den Trennwänden entsprechen, sorgen dafür, daß
vom Umfang des Profils her gesehen ebenfalls unterschiedlichfarbige bzw. -artige Be
schichtungsabschnitte eingehalten werden können. Dabei ist es von Vorteil, wenn die
Achstrennwände zusätzlich zu den Trennwänden vorgesehen sind, wobei sie getrennt in
Richtung auf das Profil verschiebbar bzw. von diesem wegzuziehen sind, so daß dem
Bedarf entsprechend jeweils unterschiedliche Beschichtungsabschnitte erreicht und ein
gehalten werden können, ohne daß dazu eine aufwendige Umrüstung der gesamten
Flockkabine erforderlich würde.
Eine weitere Optimierung der Anpaßfähigkeit der erfindungsgemäßen Vorrich
tung wird dadurch erreicht, daß das mehrere Flockkabinen hintereinander oder im
Abstand zueinander, einen Abschnitt des Profils umfassend vorgesehen sind. Durch
Abschalten oder Zuschalten entsprechender voneinander getrennter Flockkabinen ist
eine weitere Variationsmöglichkeit beim Beschichten von Profilen erreichbar.
Weiter vorne ist bereits darauf hingewiesen worden, daß es aus mehreren Grün
den zweckmäßig ist, die überschüssigen Flocke nicht in die Umwelt zu entlassen, son
dern sie für einen erneuten Beschuß zur Verfügung zu stellen. Dies wird gemäß einer
Ausbildung der Erfindung erreicht, indem unterhalb der waagerechten Trennwand der
Teilkabinen Sammelräume für die überschüssigen Flocks angeordnet und mit den zu
geordneten Speichern verbunden sind. Entweder kann in den Sammelräumen zunächst
einmal eine entsprechende Menge von überschüssigen Flocks angesammelt und dann in
den Speicher weitergeleitet werden oder es besteht auch die Möglichkeit, die überschüs
sigen Flocks über den Sammelraum kontinuierlich in den jeweiligen Speicher einzubla
sen.
Eine besonders innige Verbindung der Flocke mit dem Profil wird erreicht,
wenn der Beschuß auf das noch feuchte Kleberbett erfolgt. Dies kann gewährleistet
werden, wenn wie erfindungsgemäß vorgesehen, daß das Profilfixierteil der Transport
einrichtung das Profil mit dem noch feuchten Kleberbett den Flockauswürfen zuge
wandt haltend ausgebildet ist. Auch bei anlaufendem oder abstoppendem Profil ist so
ein Verrutschen und damit ein Verdrehen des noch feuchten Kleberbettes vermieden.
Das Profilfixierteil richtet den entsprechenden Bereich des Profils immer genau so, daß
die Oberfläche des Profils und die Flockauswürfe einen genauen Beschuß sicherstellen.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß sowohl ein Verfah
ren wie auch Vorrichtung geschaffen sind, mit deren Profile in genau definierten Be
schichtungsbereichen mit unterschiedlichfarbigen oder unterschiedlichartigen Flocks
beschichtet werden können. Dabei macht sich die Erfindung zunutze, daß aufgrund der
notwendigen Ablängung und der Anbringung von Bohrungen das Profil sowieso wäh
rend seines Aufbereitungsprozesses kurzzeitig angehalten werden muß. Genau in die
sem Moment erfolgt in der Beschichtungsstation das Beschießen des Profils mit Flocks
und damit eine optimale Ausbildung entsprechender, insbesondere als Karosseriedich
tung verwendbarer Profile. Die Beschichtungsstation ist in die Extrusionsanlage inte
griert bzw. bildet mit dieser und den weiteren Stationen eine Einheit, so daß der ge
samte Aufbereitungsprozeß genau in präzise durchgeführt werden kann. Das zu be
schichtende Profil wird mittels einer Transporteinrichtung in die entsprechende Station
geführt, wobei die Transporteinrichtung bei Erreichen einer definierten Position kurz
anhält. Dabei wird die Taktzeit zum Bohren und Schneiden der Profile ausgenutzt. In
dieser Warteposition werden die verschiedenfarbigen oder verschiedenartige Flocke auf
vorher eingestellte Bereiche eingeschossen. Nach diesem Vorgang wird die Transport
einrichtung wieder in Gang gesetzt und der nächste zu beschichtende Bereich fährt in
die Station ein. Der bereits beschichtete Teil des Profils durchläuft die weiteren Statio
nen, so daß anschließend ein genau vorgegebener Abschnitt eines Profils für den Ein
satz zur Verfügung steht. Die Flockanlage ist so konzipiert, daß eine unendliche Länge
unendlich viele Farben beinhalten kann, z. B. ist es möglich, bei einer Karosseriedich
tung genau definierte Bereiche der Wagen- bzw. Ausstattungsfarbe anzupassen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt
ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematisch wiedergegebene Flockanlage,
Fig. 2 eine Flockkabine im Schnitt,
Fig. 3 eine Flockkabine im Querschnitt,
Fig. 4 eine weitere Ausbildung der Flockkabine mit Achstrennwänden
und
Fig. 5 einen Schnitt durch die Flockkabine, ähnlich der Ausführung nach
Fig. 4.
Fig. 1 zeigt eine schematische Wiedergabe der Flockanlage 1 mit der Extru
sionsstation 2, aus der das jeweilige Profil 11 über die Transport- und Führungsein
richtung 12 abgezogen und weitergeführt wird, um in den nachfolgenden Stationen
weiter aufgearbeitet zu werden. Bei diesen Stationen handelt es sich zunächst um die
Beschichtungsstation 3 sowie die Trocknungs- und Reinigungsstation 5 und die Abläng- und
Bohrstation 4 bzw. 4'. Je nach dem, ob eine Trocknungs- und Reinigungsstation 5
notwendig ist, wird die Abläng- und Bohrstation 4 dieser nach- oder unmittelbar der
Beschichtungsstation 3 zugeordnet.
Das jeweilige Profil 11 durchläuft gemäß Fig. 1 und Fig. 2 eine Flockkabine
10, die aus mehreren Teilkabinen 15, 17, 19 besteht. Dabei werden die aus einem
Speicher 7 bzw. weiteren Speichern 24, 25 abgezogenen Flocks 8, 9 in den jeweiligen
Teilkabinen 15, 17, 19 auf das Profil 11 geschossen, um so die notwendige und gewoll
te Beschichtung zu erreichen.
In Fig. 1 ist angedeutet, daß die aus dem Speicher 7 abgezogenen Flocks 8, 9
im Kreislauf geführt werden, d. h. die beim Beschichten nicht miterfaßten Flocks wer
den in den Speicher 7 zurückgeführt.
Die einzelnen Teilkabinen 15, 17, 19 sind durch Trennwände 16, 18 gegenein
ander und durch die Außenwände 20, 21 auch gegen die Umgebung abgeschottet. Da
durch ist die Möglichkeit gegeben, in jeder der Teilkabinen 15, 17, 19 unterschiedlich
farbige oder unterschiedlichartige Flocks 8, 9 auf das Profil 11 aufzubringen bzw.
aufzuschießen. Ein entsprechender Abschnitt 23 des Profils 11 kann somit beispiels
weise einen roten, einen blauen und einen grünen Beschichtungsbereich 35, 36, 37
aufweisen. Entsprechendes zeigt Fig. 2.
Anhand der Fig. 2 bis 5 wird deutlich, daß die aus den Speichern 7, 24, 25
abgezogenen Flocks 8, 9 gezielt auf das Profil 11 aufgeschossen werden können und
zwar getrennt nach den Beschichtungsbereichen 35, 36, 37. Hierzu verfügt jede Teil
kabine 15, 17, 19 über eine Vielzahl von Flockauswürfen 26, 27, die vorzugsweise
kreisförmig oder teilkreisförmig das Profil 11 umgeben.
Über das Profilfixierteil 28, das insbesondere auch den Fig. 3 und 4 ent
nommen werden kann, wird das Profil 11 mit dem noch feuchten Kleberbett 33 zu den
Flockauswürfen 26, 27 weisend in die jeweilige Teilkabine 15, 17, 19 eingeführt und
dann gezielt mit Flocks 8, 9 beschossen.
Nach Fig. 4 und 5 sind auch sogenannte Achstrennwände 29, 30 vorgesehen,
die parallel zur Längsrichtung des Profils 11 verlaufen, während die Trennwände 16,
18 senkrecht zur Längsachse des Profils 11 verlaufend angeordnet sind. Dadurch er
geben sich auch wiederum in Umfangsrichtung des Profils 11 gesehen, unterschiedliche
Beschichtungsbereiche 35', 36', 37'.
Fig. 3 und Fig. 4 verdeutlichen, daß Profile 11, 11' unterschiedlicher Aus
bildung mit der Flockanlage 1 verarbeitet werden können. Dazu ist es lediglich erford
erlich ein entsprechend angepaßtes Profilfixierteil 28 der Transport- und Führungsein
richtung 12 zuzuordnen. Gerade Fig. 4 zeigt auch sehr schön, daß in Umfangsrichtung
des Profils 11 gesehen, unterschiedlichfarbige Flocks 8, 9 aufgebracht werden, die
insbesondere bei Karosseriedichtungsprofilen eine Anpassung an die jeweiligen Gege
benheiten ermöglichen.
Die Flockanlage 1 besteht wie erwähnt aus verschiedenen, gegeneinander abge
trennten Teilkabinen 15, 17, 19. Die Größe (Länge) der Teilkabinen 15, 17, 19 ent
spricht der Länge des jeweils zu beschichtenden Profils 11 bzw. Abschnittes 23. Der zu
beschichtende Abschnitt 23 (insbesondere Gummiprofil) läuft mit dem noch feuchten
Kleberbett 33 in die Flockanlage 1 bzw. in die Beschichtungsstation 3 ein. Die Trans
porteinrichtung 12 wird für die Dauer des Beflockungsvorganges angehalten. Je nach
Größe und Geometrie des zu beflockenden Abschnittes 23 kann das Oberteil der Be
schichtungsstation 3 in Teilen oder komplett beweglich ausgeführt werden, damit die
Bereich der einzelnen bunten Flocke bzw. unterschiedlichen Flocke profilgenau abge
trennt werden können.
Im Anschluß an den Beschichtungsvorgang bzw. gleichzeitig mit ihm werden die
überschüssigen Flocke über den Sammelraum 31 abgesaugt und dem jeweiligen Spei
cher 7, 24, 25 wieder zugeführt. Der Sammelraum 31 ist unterhalb der waagerechten
Trennwand 32 nach Fig. 3 beispielsweise angeordnet, und gibt die Möglichkeit, zu
nächst einmal in diesem Bereich die Flocke zu speichern, bevor sie dann schubweise
dem jeweiligen Speicher 7, 24, 25 zugeführt werden. Die Transporteinrichtung 12 setzt
sich nach dem Beflockungsvorgang in gang und transportiert die nächste, genau de
finierte Profillänge bzw. den genau definierten Abschnitt 23 in die Beschichtungsstation
3 und der Beschichtungsvorgang wird wiederholt.
Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden,
werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.
Claims (14)
1. Verfahren zum Aufbringen verschiedenfarbiger Flocke und/oder
Flockarten auf eine Profiloberfläche eines, insbesondere als Karosseriedichtungsprofil
dienenden Profils, in das nach dem Extrudieren die Flocke eingeschossen und außerdem
Bohrungen und Trennschnitte eingebracht werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flocke gleichzeitig mit dem Herstellen der Bohrungen und Trennschnitte in das
dann stillstehende Profil eingeschossen werden und zwar in vorher eingestellte und
voneinander getrennt gehaltene Beschichtungsbereiche unterteilt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einschießen der Flocke in das noch feuchte Kleberbett des Profils vorgenom
men wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtungsbereiche mit verschiedenfarbigem bzw. verschiedenartigem
Flockbeschuß in Längsrichtung des Profils und/oder quer zum Profil gegeneinander
abgeschottet werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das endlosgeführte Profil nach dem Beschichten mit unterschiedlichen Flocks in
einer Abtrocken- und Reinigungsstation weiter aufbereitet wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flocke bezüglich Farbe und/oder Art quer und/oder längs zum Profil getrennt
auf das Profil aufgebracht werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die überschüssige Flocke getrennt nach Farbe und/oder Art abgesaugt und jeweils
einem ausgewählten Speicher zugeführt werden.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis
Anspruch 6 mit einer an den Extruder anschließenden und über eine Transport- und
Führungseinrichtung (12) für das Profil (11) miteinander verbundenen Beschichtungs- (3),
Abläng- und Bohr- (4) sowie Trocknungs- und Reinigungsstationen (5), wobei die
Beschichtungsstation (3) über Speicher (7) für die Flocke (8, 9) sowie eine Flockkabine
(10) verfügt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flockkabine (10) in mehrere, voneinander durch bis auf das Profil (11) ab
senkbare Trennwände (16, 18) abgetrennte Teilkabinen (15, 17, 19) unterteilt ist, die
jeweils der Länge des mit unterschiedlichen Flocks (8, 9) zu beschichtenden Abschnit
ten (23) des Profils (11) entsprechend lang bemessen und die Transporteinrichtung (12)
mit Profil (11) umfassend ausgebildet sind, daß jeder Teilkabine (15, 17, 19) ein Spei
cher (7, 24, 25) zugeordnet ist und daß die Transporteinrichtung (12) und die Flock
auswürfe (26, 27) der Flockkabine (10) wechselweise schaltend ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trennwände (16, 18) der Teilkabinen (15, 17, 19) einzeln und/oder gruppen
weise in Längsrichtung des Profils (11) verschiebbar ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Teilkabinen (15, 17, 19) das Profil (11) und das Profilfixierteil (28) der Trans
porteinrichtung (12) einschließend ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Teilkabinen (15, 17, 19) mit parallel zur Längsachse des Profils (11) verlau
fenden Achstrennwände (29, 30) ausgerüstet sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achstrennwände (29, 30) zusätzlich zu den Trennwänden (16, 18) vorgesehen
sind.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mehrere Flockkabinen (10) hintereinander oder im Abstand zueinander, einen
Abschnitt (23) des Profils (11) umfassend vorgesehen sind.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb der waagerechten Trennwand (32) der Teilkabinen (15, 17, 19) Sammel
räume (31) für die überschüssigen Flocks (8, 9) angeordnet und mit den zugeordneten
Speichern (10, 24, 25) verbunden sind.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Profilfixierteil (28) der Transporteinrichtung (12) das Profil (11) mit dem noch
feuchten Kleberbett (33) den Flockauswürfen (26, 27) zugewandt haltend ausgebildet
ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19700445A DE19700445B4 (de) | 1997-01-09 | 1997-01-09 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung unterschiedlichfarbiger Flocke auf Dichtungsprofile |
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| DE19700445A DE19700445B4 (de) | 1997-01-09 | 1997-01-09 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung unterschiedlichfarbiger Flocke auf Dichtungsprofile |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19700445A1 true DE19700445A1 (de) | 1998-07-16 |
| DE19700445B4 DE19700445B4 (de) | 2005-09-08 |
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