DE19651305A1 - Endlospapier für die Fertigung von Papiererzeugnissen, Verfahren zur Herstellung des Endlospapiers und Vorrichtung für das Verfahren - Google Patents
Endlospapier für die Fertigung von Papiererzeugnissen, Verfahren zur Herstellung des Endlospapiers und Vorrichtung für das VerfahrenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Endlospapier für die
Fertigung von Papiererzeugnissen, mit Perforationslinien quer
zur Längsrichtung des Endlospapiers, entlang denen das Endlos
papier faltbar ist, wobei die Perforationslinien ein Teilungs
maß aufweisen, welches sich aus der Summe der Breite eines
Steges und eines Schnittes, quer zur Längsrichtung des Endlos
papieres gesehen, ergibt. Ferner betrifft die Erfindung ein
Verfahren zur Herstellung von Endlospapier und eine Vorrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens.
Endlospapier wird in vielfältiger Weise für die Fertigung von
verschiedensten Papiererzeugnissen, wie beispielsweise vorge
fertigten Formularen, Massendrucksachen o. ä., verwendet. Die
Vorteile liegen in der einfachen Handhabbarkeit bei Verwendung
üblicherweise im Büro benutzter Drucker bzw. Printer ebenso wie
bei der industriellen Herstellung von Druckerzeugnissen in
Druckmaschinen und der Möglichkeit, extrem große Mengen von
Druckerzeugnissen ohne die bei Verwendung von einfachen Einzel-
Papieren auftretenden Nachteile wie der dabei erforderlichen
Justierung des Papiereinzugs zu fertigen.
Endlospapier weist, beispielsweise im Kopf- und Fußbereich
eines jeden daraus zu fertigenden Papiererzeugnisses, Perfora
tionslinien quer zur Längsrichtung des Endlospapiers auf, ent
lang denen das Endlospapier faltbar und trennbar ist. Es wird
mittels Z-Faltung zu Stapeln gefaltet, wobei unter Z-Faltung
die abwechselnde Faltung der durch die Perforationslinien be
stimmten zu fertigenden Papiererzeugnisse nach vorne und hinten
bedeutet. Durch diese Z-Faltung können extrem große Stapel von
Endlospapier hergestellt werden. Weiterhin ist auf diese Weise
ein einfacher Einzug des Endlospapieres in einen Drucker bzw.
Printer gewährleistet, ebenso die Ablage oder Zwischenablage
des bedruckten oder (teil-)verarbeiteten Papiers.
Die Perforationslinien werden üblicherweise durch Messerleisten
erzeugt, deren Schneiden Zähne und Lücken aufweisen. In aller
Regel beginnt/endet die Perforationslinie, welche durch eine
solche Messerleiste erzeugt wurde, mit einem mehr oder weniger
breiten Papiersteg. Die Breite des Papiersteges und die
Schnittlänge ist hierbei von den verwendeten Papierqualitäten
sowie von den Drucker- bzw. Printer- und Papiernachbearbei
tungsspezifikationen abhängig. Üblicherweise beginnen/enden die
Perforationslinien am Papierbahnrand mit einem Schnitt oder
Papiersteg. Durch Einfeilen oder Abschleifen der Messerleiste
kann der Schnitt in einen Steg umgewandelt werden. Dieses Ver
fahren ist allerdings ungenau, und bei ungünstigen Papierbahn
breiten und vorgegebenem Teilungsmaß (zur Erzielung spezifi
zierter Reißkräfte) ist eine bestimmte Breite des ersten Stegs
am Anfang/Ende der Perforationslinie auch theoretisch oft
nicht erzielbar.
In der Großproduktion wurde festgestellt, daß bei einer Breite
des Papiersteges am Anfang/Ende einer Perforationslinie von we
niger als ca. 0,3 mm das Papier reißen und dadurch bis zu dem
auf den ersten Steg folgenden nächsten Steg der Perforation
einknicken kann. Hierdurch bilden sich, hervorgerufen durch das
Einknicken des Papiers, Verdickungen im Bereich der Ecken eines
Stapels aus solchem Endlospapier, wodurch die Führung und Ab
lage dieses Endlospapiers erheblich erschwert wird. Eine auto
matische Postnachbearbeitung, d. h. ein anschließendes Falzen,
Schneiden oder Kuvertieren der gefertigten Papiererzeugnisse,
ist oft nicht mehr möglich.
Ein Einknicken des Papiers ist auch dann nicht zu vermeiden,
wenn die durch die Messerleiste erzeugte Perforationslinie
knapp neben oder genau durch ein Führungsloch des Endlospapiers
geht. Dies ist in Abhängigkeit von den gewünschten Papierspezi
fikationen unvermeidlich, da die zum Transport des Endlospa
piers verwendeten zapfentragenden Führungsrollen normiert sind.
Auch in diesem Fall ist eine automatische Postnachbearbeitung
nicht mehr möglich.
Ist hingegen der Papiersteg oder Schnitt am Anfang/Ende der
Perforationslinie breiter als ca. 1,4 mm, oder ist die Perfo
ration durch die Messerleiste nicht sauber erzeugt worden, kann
das Endlospapier seine für die Z-Faltung erforderliche ideale
Faltlinie nicht finden. Der Falz kann so außerhalb der theo
retischen Faltlinie entstehen. Spannungen im Papierstapel sind
die Folge, welche zu Schrägstapeln führen.
Weisen schließlich die Papierstege am Anfang/Ende einer oder
bei aufeinanderfolgenden Perforationslinien eine ungleiche
Breite auf, und differiert diese Breite zueinander um mehr als
25%, so führt auch dies zur Bildung von Schrägstapeln. Es ent
steht ein labiler, schwammiger Stapel, der bei geringster
Krafteinwirkung seitlich wegkippt. Die differierenden Breiten
der Papierstege am Anfang/Ende der Perforationslinien führen
dazu, daß es bei der Faltung des Endlospapiers an diesen Stel
len zu unterschiedlichen Spannungen im Papier kommt. Im Extrem
fall führt dies zu einer Faltung des Endlospapiers nicht ent
lang der Perforationslinie, sondern streckenweise knapp dane
ben. Hierdurch bilden sich die oben erwähnten Schrägstapel.
Weiterhin führen auch Papierbahnbreiten-Schwankungen in der
Rohpapierrolle, welche nicht sauber nach beiden Seiten des
Endlospapiers ausgemittelt werden, sowie eine ungenaue oder
träger arbeitende Bahnkantensteuerung zur Bildung von Schräg
stapeln, da dadurch die Stegbreiten schwanken. Ist die Pa
pierfeuchte bei der Herstellung des Endlospapiers aus einer
Rohpapierrolle zu niedrig, so wächst die Papierbreite durch
nachfolgende Feuchtigkeitsaufnahme nachträglich an. Schließlich
können auch schwankende Zugspannungen in der Druck- bzw. Print
maschine selbst zu einem seitlich versetzten Papierbahnverlauf
führen. Eine rationelle Postnachbearbeitung ist dann nicht mehr
möglich.
Die Bildung der oben erwähnten Schrägstapel bei Endlospapier
wird weiterhin durch die Temperatureinwirkung im Drucker bzw.
Printer auf derartige Endlospapierbahnen begünstigt.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein
Endlospapier zur Verfügung zu stellen, bei welchem die Neigung
zur Bildung von Schrägstapeln verringert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das eingangs erwähnte
Endlospapier dadurch gelöst, daß das Teilungsmaß im Bereich der
Seitenränder des Endlospapiers gegenüber dem übrigen Papierbe
reich des Endlospapiers vermindert ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Endlospapier beginnt/endet eine jede
Perforationslinie quer zur Längsrichtung des Endlospapiers mit
einem Papiersteg, der selbst wiederum perforiert, insbesondere
mikroperforiert, ist. Mit diesem erfindungsgemäßen Endlospapier
können ohne die Gefahr der Bildung von Schrägstapeln auch
Stapel großer Höhe, insbesondere auch Hochstapel mit einer Höhe
von 1 m oder mehr, hergestellt werden.
Des weiteren kann vorteilhafterweise auf Grund des exakten
Faltgedächtnisses des erfindungsgemäßen Endlospapiers, hervor
gerufen durch die Mikroperforation, auch Papier minderer Quali
tät verarbeitet werden, wodurch die Herstellungskosten erheb
lich gesenkt werden.
Auch treten bei Zuführung des erfindungsgemäßen Endlospapiers
zu den heutzutage häufig verwendeten Laserprintern keine
Schwierigkeiten bezüglich der Temperatureinwirkung auf. Eine
hierdurch verstärkte Neigung zur Bildung von Schrägstapeln wird
vermieden.
Außerdem wird durch das erfindungsgemäße Endlospapier verhin
dert, daß in dem Fall, in welchem eine Perforationslinie knapp
neben oder genau durch ein Führungsloch des Endlospapiers geht,
das Papier an dieser Stelle einknickt, wodurch die Neigung zur
Bildung von Schrägstapeln weiter herabgesetzt wird.
Oftmals ist es, je nach Eignungszweck des Endlospapiers, nicht
nur erwünscht, einbahniges Endlospapier zu verwenden, sondern
ein zwei- bzw. mehrbahniges. Solches Endlospapier besteht aus
zwei bzw. mehreren parallel zueinander verlaufenden Bahnen aus
Endlospapier, wobei diese durch eine bzw. mehrere Trennperfora
tionen in Längsrichtung zum Endlospapier voneinander getrennt
sind. Entlang dieser Trennperforationen können die Endlospa
pierbahnen getrennt werden.
Besonders bevorzugt ist bei einem solchen Endlospapier, welches
in Längsrichtung eine oder mehrere Trennperforationen aufweist,
daß das Teilungsmaß der Perforationslinien quer zur Längsrich
tung des Endlospapiers im Bereich der Trennperforationslinien
vermindert ist und insbesondere demjenigen im Bereich der Sei
tenränder des Endlospapiers entspricht.
Weiterhin weist das erfindungsgemäße Endlospapier ein Teilungs
maß auf, welches sich im Bereich der Seitenränder des Endlospa
piers über eine Länge der Perforationslinie von ca. 1,5 mm bis
ca. 20 mm erstreckt. Dadurch ist vorteilhafterweise gewährlei
stet, daß die über die gesamte Länge der Perforationslinie bei
Faltung wirkenden Kräfte annähernd gleich sind. Das verminderte
Teilungsmaß entspricht bevorzugt dem Teilungsmaß einer Mikro
perforation.
Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstel
lung von Endlospapier, wobei in einem Schnitt mit einer Messer
leiste Perforationslinien quer zur Längsrichtung des Endlospa
piers erzeugt werden, bei welchem das Teilungsmaß der Messer
leiste im Bereich der Seitenränder des Endlospapiers gegenüber
dem Teilungsmaß im übrigen Papierbereich des Endlospapiers ver
mindert wird.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Stapel
aus Endlospapier sind exakt entlang den Perforationslinien aus
gerichtet und federn bei einer seitlichen Krafteinwirkung zu
rück. Eine Bildung von Schrägstapeln wird somit vermieden und
eine besondere Stabilität auch bei Hochstapeln erhalten.
Schließlich betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durch
führung des Verfahrens zur Herstellung von Endlospapier mit
einer Messerleiste zum Erzeugen von Perforationslinien quer zur
Längsrichtung des Endlospapiers, wobei die Messerleiste Zähne
und zwischen diesen angeordnete Lücken und ein Teilungsmaß
aufweist, welches sich aus der Summe der Breite eines Zahns und
einer Lücke in Längsrichtung der Messerleiste ergibt, bei wel
cher das Teilungsmaß der Messerleiste im Bereich der Seitenrän
der des Endlospapiers gegenüber dem Teilungsmaß im übrigen Pa
pierbereich des Endlospapiers vermindert ist.
Die mit einer solchen Vorrichtung erzeugten Perforationslinien
weisen an ihrem Anfang/Ende einen Papiersteg mit einer Perfora
tion, insbesondere Mikroperforation, auf. Bei einem Riß des er
sten, sehr schmalen Steges einer solchen Mikroperforation kann
lediglich ein minimales Einknicken bis zum darauffolgenden
nächsten schmalen Steg des Papiers auftreten. Hierdurch weisen
die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erzeugten Perforati
onslinien vorteilhafterweise eine überwiegend gleiche Länge
auf. Papierstapel mit durch die erfindungsgemäße Vorrichtung
erzeugten Perforationslinien weisen keine meßbare Verdickung an
den Stapelecken auf.
Weiterhin wirken sich vorteilhaft Änderungen in der Papier
breite oder im Bahnverlauf der Rohpapierrolle nicht negativ
aus, da auf Grund des verminderten Teilungsmaßes im Bereich der
Seitenränder des Endlospapiers kein sich nachteilig auswirken
der überbreiter Steg oder Schnitt entstehen kann, der die be
reits beschriebenen Qualitätseinbußen hervorruft. Entlang einer
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erzeugten Perforations
linie faltet sich das Endlospapier vorteilhaft bis zum Papier
bahnrand exakt in der theoretischen Faltlinie.
Bevorzugt weist bei Verwendung von Endlospapier mit einer oder
mehreren Trennperforationslinien in Längsrichtung des Endlos
papiers die Messerleiste der erfindungsgemäßen Vorrichtung im
Bereich dieser Trennperforationslinien ein vermindertes Tei
lungsmaß auf, welches insbesondere demjenigen im Bereich der
Seitenränder entspricht. Hierdurch ist es insbesondere möglich,
das beschriebene Endlospapier sowohl im ganzen als auch nach
Trennung entlang der in Längsrichtung des Endlospapiers verlau
fenden Trennperforationen getrennt abzulegen, zu bedrucken bzw.
in die Postnachbearbeitung zu geben.
Insbesondere weist die Messerleiste der Vorrichtung im Bereich
der Seitenränder des Endlospapiers ein Teilungsmaß von ca.
0,2 mm bis ca. 2,5 mm auf. Hierbei weisen bevorzugt die Zähne
der Messerleiste eine Breite von ca. 0,1 mm bis ca. 1,5 mm,
bevorzugt von ca. 0,45 mm bis ca. 1 mm, auf. Dementsprechend
weisen die Lücken der Messerleiste eine Breite von ca. 0,1 mm
bis ca. 1 mm, bevorzugt von ca. 0,25 mm bis ca. 1 mm, auf. Das
Teilungsmaß im übrigen Papierbereich des Endlospapiers weist
einen an sich bekannten und üblicherweise verwendeten Wert auf,
der vorgegebenen Spezifikationen entspricht. Allerdings kann es
für schlecht faltbare Papierqualitäten von Vorteil sein, die
Stege der Perforationslinien nicht nur im Bereich der Seiten
ränder, sondern in regelmäßigen Abständen entlang der gesamten
Perforationslinie durch das Anbringen von Mikroperforationen zu
schwächen und so das Faltgedächtnis des Endlospapiers weiter zu
verbessern. Das verminderte Teilungsmaß der Messerleiste der
Vorrichtung entspricht bevorzugt demjenigen einer Mikroperfora
tion.
Weiterhin weist die Messerleiste der Vorrichtung bevorzugt eine
Länge größer als die Breite des verwendeten Endlospapiers auf,
wobei das Teilungsmaß in dem Bereich der Messerleiste, welcher
außerhalb des verwendeten Endlospapiers liegt, dem verminderten
Teilungsmaß im Bereich der Seitenränder des Endlospapiers ent
spricht. Hierdurch werden die schädlichen Auswirkungen even
tuell auftretender Ungleichmäßigkeiten im Bahnverlauf bzw. auf
Grund einer unterschiedlichen Breite der Rohpapierrolle vor
teilhafterweise weiter minimiert.
Diese und weitere Vorteile der Erfindung werden anhand der
nachfolgenden Zeichnungen näher erläutert. Diese zeigen im ein
zelnen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Messerleiste;
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Messerleiste;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Randbereich eines erfindungs
gemäßen Endlospapiers.
Fig. 1 zeigt eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnete
erfindungsgemäße Messerleiste, welche Zähne 12 und zwischen
diesen angeordnete Lücken 14 aufweist. Ein Teilungsmaß 16 er
gibt sich aus der Summe der Breite eines Zahns 12 und der
Breite einer Lücke 14 der Messerleiste 10, jeweils in deren
Längsrichtung gesehen. Das Teilungsmaß 16 der Messerleiste 10
im Bereich der Seitenränder des Endlospapiers ist hierbei ge
genüber einem Teilungsmaß 18 im übrigen Papierbereich des End
lospapiers vermindert.
Das Teilungsmaß 16 der Messerleiste 10 in der beispielhaften
Ausführungsform beträgt 0,7 mm, wobei die Zähne 12 eine Breite
von 0,45 mm und die Lücken 14 eine Breite von 0,25 mm in Längs
richtung der Messerleiste 10 haben. Das Teilungsmaß 18 im übri
gen Papierbereich des Endlospapiers beträgt 5 mm, wobei hier
die Breite eines Zahns 4 mm und die Breite einer Lücke 1 mm je
weils in Längsrichtung der Messerleiste 10 gesehen, ist. Eine
Höhe 20 der Zähne 12 beträgt 0,6 mm.
Bei Verwendung einer Rohpapierrolle mit einer Papierbreite von
240 mm beträgt die Gesamtlänge der Messerleiste 10 vorzugsweise
250 mm. Das an sich bekannte und üblicherweise verwendete Tei
lungsmaß 18 erstreckt sich in diesem Fall über einen Bereich
von 231 mm der Messerleiste 10. Das gegenüber diesem Teilungs
maß verminderte Teilungsmaß 16 erstreckt sich dabei im Bereich
der Seitenränder des Endlospapiers über eine Länge von jeweils
ungefähr 9,5 mm. Die Bereiche der Messerleiste 10 mit dem Tei
lungsmaß 16, welche sich über die verwendete Breite der Rohpa
pierrolle hinaus erstrecken, vermindern die nachteiligen Ef
fekte, welche bei Schwankungen in der Papierbahnbreite der Roh
papierrolle oder durch ungenaue oder träge arbeitende Bahnkan
tensteuerungen auftreten. Die Höhe der Zähne wirkt sich eben
falls auf die Stapelbildung aus.
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung in Form
einer Messerleiste 30, welche ein dem Bereich der Seitenränder
des Endlospapiers entsprechendes vermindertes Teilungsmaß 36
zusätzlich mittig auf der Messerleiste 30 angeordnet aufweist.
Eine solche Messerleiste wird für die Erzeugung von Perforati
onslinien von Endlospapier mit einer Trennperforation in Längs
richtung zu diesem verwendet, wobei in einem Bereich entspre
chend dieser Trennperforation des Endlospapiers das Teilungsmaß
36 der Messerleiste 30 gegenüber einem Teilungsmaß 38 im übri
gen Papierbereich des Endlospapiers vermindert ist.
Bei Verwendung einer Rohpapierrolle mit einer Breite von 750 mm
erstreckt sich das Teilungsmaß 36 der Messerleiste 30 im Be
reich der Seitenränder und im Bereich der Trennperforation des
Endlospapiers über eine Länge von jeweils ungefähr 15 mm, das
Teilungsmaß 38 im übrigen Papierbereich des Endlospapiers er
streckt sich über eine Länge der Messerleiste 30 von jeweils
360 mm.
Das Teilungsmaß 36 im Bereich der Seitenränder des Endlospa
piers und im Bereich der Trennperforation beträgt 2 mm, wobei
Zähne 32 eine Breite von 1 mm und Lücken 34 eine Breite von
ebenfalls 1 mm in Längsrichtung der Messerleiste aufweisen. Das
Teilungsmaß 38 im übrigen Papierbereich des Endlospapiers be
trägt 4 mm, wobei die Zähne 32 eine Breite von 3 mm und die
Lücken 34 eine Breite von 1 mm in Längsrichtung der Messerlei
ste haben. Eine Höhe 40 der Zähne 32 beträgt 2 mm.
Die Messerleisten 10 in Fig. 1 bzw. 30 in Fig. 2 tragen an
ihrem Anfang/Ende einen Zahn 22 bzw. 32, jedoch kann anstatt
des Zahns 22 bzw. 42 ebenfalls eine Lücke 24 bzw. 44 am An
fang/Ende der Messerleiste 10 stehen.
Die Messerleisten 10 bzw. 30 können aus einer Vielzahl von
Werkstoffen hergestellt werden, bevorzugt ist hierbei jedoch
gehärteter Werkzeugstahl, geschliffen und poliert.
Mit den Messerleisten 10 bzw. 30 ist es möglich, Papier und
andere Bedruckstoffe mit unterschiedlichen Flächengewichten zu
perforieren, wobei eine solche Perforation sehr leicht abzu
reißen ist. Die mit den erfindungsgemäßen Messerleisten 10 bzw.
30 hergestellten Stapel bzw. Hochstapel von Endlospapier mit Z-
Faltung sind exakt und stabil und federn bei seitlicher Kraft
einwirkung zurück. Mit den erfindungsgemäßen Messerleisten 10
bzw. 30 kann auch Endlospapier von der Rolle erst perforiert
und anschließend wieder aufgerollt werden. Die Faltung entlang
den Perforationslinien von der Rolle in den Stapel erfolgt dann
nachträglich. Das Endlospapier findet mit einer solchen Perfo
ration entsprechend seinem Faltgedächtnis genau seinen Wende
punkt. Labile und schwammige Stapel werden vermieden, wobei
sich als Folge ein extrem gutes Ablageverhalten ergibt. Beim
Trennvorgang reißt bedingt durch das verminderte Teilungsmaß im
Bereich der Seitenränder des Endlospapiers die Perforation
exakt. Unkontrollierte Trennvorgänge werden vermieden.
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf den Randbereich eines erfin
dungsgemäßen Endlospapiers 50 mitsamt Perforationslinien 52, 53
und Führungslöchern 54, 55, wobei das Endlospapier 50 eine
beispielhafte Papierspezifikation aufweist. Während die Perfo
rationslinien 52 mittig zwischen den Führungslöchern 54 liegen,
verlaufen die Perforationslinien 53 knapp neben den Führungs
löchern 55 des Endlospapiers 50. Dies ist durch die Normierung
der zapfentragenden Führungsrollen für das Endlospapier 50 bei
bestimmten gegebenen Papierspezifikationen unvermeidlich.
Durch ein vermindertes Teilungsmaß 56 kann ein ungünstiges An
schneiden oder Aufreißen des Endlospapiers 50 entlang den Per
forationslinien 53, welche knapp neben den Führungslöchern 55
verlaufen, vermieden werden, wodurch die Neigung zur Bildung
von Schrägstapeln weiter vermindert wird. Dies gilt auch in dem
Fall, in welchem die Perforationslinien genau durch ein Füh
rungsloch des Endlospapiers verlaufen.
Claims (11)
1. Endlospapier für die Fertigung von Papiererzeugnissen mit
Perforationslinien quer zur Längsrichtung des Endlospa
piers, entlang denen das Endlospapier faltbar ist, wobei
die Perforationslinien ein Teilungsmaß aufweisen, welches
sich aus der Summe der Breite eines Steges und eines
Schnittes, quer zur Längsrichtung des Endlospapieres ge
sehen, ergibt, dadurch gekennzeichnet, daß das Teilungsmaß
im Bereich der Seitenränder des Endlospapiers gegenüber
dem übrigen Papierbereich des Endlospapiers vermindert
ist.
2. Endlospapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
dieses in Längsrichtung eine oder mehrere Trennperforati
onslinien aufweist, wobei das Teilungsmaß der Perforati
onslinien im Bereich der Trennperforationen ebenfalls ver
mindert ist.
3. Endlospapier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß sich das verminderte Teilungsmaß des Endlospa
piers über eine Länge der Perforationslinie von ca. 1,5 mm
bis ca. 20 mm erstreckt.
4. Endlospapier nach einem der voranstehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das verminderte Teilungsmaß dem
Teilungsmaß einer Mikroperforation entspricht.
5. Verfahren zur Herstellung von Endlospapier nach einem der
Ansprüche 1-4, wobei in einem Schnitt mit einer Messer
leiste Perforationslinien quer zur Längsrichtung des End
lospapiers erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das
Teilungsmaß der Perforationslinien im Bereich der Seiten
ränder des Endlospapiers gegenüber dem Teilungsmaß im üb
rigen Papierbereich des Endlospapiers vermindert wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
5 mit einer Messerleiste zum Erzeugen von Perforationsli
nien quer zur Längsrichtung des Endlospapiers, wobei die
Messerleiste Zähne und zwischen diesen angeordnete Lücken
und ein Teilungsmaß aufweist, welches sich aus der Breite
eines Zahns und einer Lücke in Längsrichtung der Messer
leiste ergibt, dadurch gekennzeichnet, daß das Teilungsmaß
der Messerleiste im Bereich der Seitenränder des Endlospa
piers gegenüber dem Teilungsmaß im übrigen Papierbereich
des Endlospapiers vermindert ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
bei Verwendung von Endlospapier mit einer oder mehreren
Trennperforationslinien in Längsrichtung des Endlospapiers
die Messerleiste im Bereich dieser Trennperforationslinien
ein vermindertes Teilungsmaß aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeich
net, daß das verminderte Teilungsmaß der Messerleiste ca.
0,2 mm bis ca. 2,5 mm beträgt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Zähne der Messerleiste eine Breite
von ca. 0,1 mm bis ca. 1,5 mm aufweisen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-9, dadurch ge
kennzeichnet, daß das verminderte Teilungsmaß der Messer
leiste dem Teilungsmaß einer Mikroperforation entspricht.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Messerleiste eine Länge größer als
die Breite des verwendeten Endlospapiers aufweist und daß
das Teilungsmaß im Bereich der Messerleiste, welcher außer
halb des verwendeten Endlospapiers liegt, dem vermin
derten Teilungsmaß im Bereich der Seitenränder des Endlos
papiers entspricht.
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