DE19651120C1 - Kontaktelemente und Steckverbinder, insbesondere für Kabelbäume - Google Patents
Kontaktelemente und Steckverbinder, insbesondere für KabelbäumeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Kontaktelemente und mit diesen aus
gerüstete Steckverbinder zum Bestücken von Kabelbäumen und
zum Konfektionieren von vieladrigen Kabeln.
Aus der US-A-4 834 681 sind Kontaktbuchsen bekannt, die mit
einem vorderen Kastenabschnitt in eine Kammer eines Steck
verbinderkörpers eingesetzt werden und an deren hinterem
Anschlußabschnitt eine elektrische Leitung z. B. durch Crim
pen befestigt wird. Ein fensterförmiger Ausschnitt im stei
fen Kastenabschnitt stellt ein erstes Rastelement dar, in
das ein an einer flexiblen Zunge ausgebildeter Dorn ein
schnappt, wobei die Zunge einteilig mit dem Isolatorkörper
des Steckverbinders ausgebildet ist. Durch diese Rastver
bindung wird die Kontaktbuchse unverschiebbar im Steckver
binderkörper gehalten. Zum Anschluß eines mehradrigen Ka
bels werden zunächst die Enden der einzelnen Adern mit Kon
taktbuchsen bestückt, die dann anschließend von der Ka
belabgangsseite her in den Isolatorkörper eingesteckt wer
den.
Aus der EP-A-0 700 124 ist ein anderes buchsenförmiges Kon
taktelement bekannt, das in einem vorderen Kontaktabschnitt
eingebogene Federzungen und in einem mittleren Kastenab
schnitt eine seitlich vorstehende Zunge aufweist, die ein
erstes Rastelement bildet und sich beim Einstecken in einen
Ausschnitt des entsprechenden Steckverbinderkörpers ela
stisch verbiegt, bis sie in einen ein zweites Rastelement
bildenden Ausschnitt durch elastische Rückformung ein
schnappt.
Zum Anschluß eines mehradrigen Kabels werden zuerst die En
den der einzelnen Kabeladern mit Kontaktelementen bestückt,
die anschließend von der Kabelabgangsseite her in den Iso
latorkörper eingeführt und verrastet werden.
Eine solche Vorgehensweise ist praktikabel und effizient,
solange die Anzahl der zu bestückenden Adern pro Kabel ge
ring ist und durch eine farbige Codierung der Adern die Ge
fahr gering gehalten werden kann, daß ein Kontaktelement
versehentlich in die falsche Kammer des Isolatorkörpers
eingesetzt wird.
Insbesondere im Automobilbau hat aber in letzter Zeit die
Komplexität der Verkabelung erheblich zugenommen. Es müssen
daher in verstärktem Umfang Kabel mit einer hohen Zahl von
Adern oder Kabelbäume mit komplexem Verzweigungsmuster mit
Steckverbindern bestückt werden. Tritt hierbei nur ein ein
ziger Fehler auf, so ist häufig das gesamte Kabel bzw. der
Kabelbaum unbrauchbar, denn selbst wenn man den Fehler lo
kalisieren kann, ist es oft nicht möglich, ihn zu beheben.
Nach dem Einstecken des Kontaktelements in den Isolatorkör
per sind die Rastelemente nicht mehr zugänglich und können
nicht mehr voneinander getrennt werden, so daß es kaum mög
lich ist, die fehlerhaft eingesetzten Kontaktelemente wie
der aus dem Isolatorkörper zu lösen. Gelingt dies trotzdem
einmal, so nur um den Preis einer Beschädigung oder Zerstö
rung der Rastelemente. Dabei sind der Dorn und die Zunge
besonders gefährdet, da sie wie der Isolatorkörper aus
Kunststoff bestehen und daher wesentlich weicher sind als
das Metall der Buchse.
Wenn die Länge der Kabel nur geringen Toleranzen unter
liegt, ist es auch oft nicht möglich, einen falsch bestück
ten Steckverbinder einfach abzuschneiden und einen neuen an
seine Stelle zu setzen.
Wenn bei einem Kabelbaum mit z. B. 100 Anschlüssen die Wahr
scheinlichkeit der falschen Bestückung eines Anschlusses
nur 1‰ beträgt, können bis zu 10% aller fertigen Kabel
bäume fehlerhaft sein. Ferner ist bei vieladrigen Anschlüs
sen die Effektivität der Fehlerverhütung durch farbliche
oder anderweitige Codierung der Adern um so geringer, je
größer ihre Zahl ist.
Schließlich ist aus der US-A-4 010 993 eine elektrische
Steckverbindung bekannt, bei welcher eine Kontaktbuchse ei
nen vorderen rohrartigen Abschnitt aufweist, an den sich
ein mittlerer, von zwei einwärts gebogenen Federbügeln ge
bildeter Kontaktabschnitt und daran ein Anschlußabschnitt
zur Befestigung eines elektrischen Leiters anschließen. Am
ersten Rohrabschnitt ist eine nach rückwärts gerichtete und
seitlich vorstehende Federzunge angeformt und am Rand des
hinteren Anschlußabschnittes ist ein nach außen gebogener
Anschlag ausgebildet. Zur Fixierung des Isolatorkörpers auf
diesem Kontaktelement wird der Isolatorkörper von vorne
über die Buchse geschoben, bis ein nach radial innen vor
stehender Ringbund sich zwischen der Endkante der Zunge und
dem Anschlagelement befindet. Zum Lösen dieser Arretierung
kann ein gabelförmiges Spezialwerkzeug in Axialkanäle im
Isolatorkörper eingeschoben werden, wodurch die Federzunge
so weit nach radial einwärts gedrückt wird, daß der Isola
torkörper abgezogen werden kann. Das Lösen dieser Rastver
bindung ermöglicht somit die nachträgliche Korrektur von
Fehlschaltungen, was jedoch technisch aufwendig nur mit
Hilfe eines Spezialwerkzeuges möglich ist. Darüber hinaus
hat der für jeweils eine Kontaktbuchse erforderliche Kam
merabschnitt im Isolatorkörper eine erhebliche Breite, was
seine Aufnahmekapazität begrenzt.
Aufgabe der Erfindung ist es, Kontaktelemente und zugehöri
ge Steckverbinder zu schaffen, die eine problemlose Korrek
tur von Fehlern nach der Bestückung durch technisch einfa
ches Lösen der Rastverbindung ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebe
nen Merkmale gelöst. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung
der Zunge kann die Rastverbindung auf einfache Weise da
durch gelöst werden, daß auf den vorderen Endteil der Zunge
eine nach radial innen gerichtete Kraft ausgeübt wird, um
die elastisch verformbare Metallzunge nach innen zu drücken
und aus dem zweiten Rastelement außer Eingriff zu bringen.
Die Zunge ist vorzugsweise um eine zu ihrer Längsrichtung
parallele Achse gewölbt, so daß sie bei guter Flexibilität
gleichzeitig steif genug ist, um ein unbeabsichtigtes Lösen
der Rastverbindung auszuschließen.
Die Zunge kann zweckmäßigerweise an ihrem freien Ende mit
einer nach vorn und nach innen verlaufenden Schrägfläche
versehen sein, die einen Sitz für ein von der Kontaktseite
her einführbares Werkzeug, mit dem die Zunge nach innen ge
drückt werden kann, um die Rastverbindung zu lösen.
Der Kastenabschnitt des Kontaktelements kann in eine steife
Hülse eingesteckt sein, die mehreren Zwecken gleichzeitig
dienen kann. Zum einen trägt sie zur Versteifung des gesam
ten Kastenabschnitts bei, zum anderen verhütet sie, daß die
Zunge, z. B. beim Einstecken des Kontaktelements in seine
Kammer, plastisch verformt und dadurch unbrauchbar wird.
Eine weitere Funktion der Hülse kann sein, den Steckverbin
der selbst vor Beschädigung beim Einführen des Kontaktele
ments zu schützen. Insbesondere wenn an der Kabelabgangs
seite eine Dichtung vorgesehen ist, durch die das Kontakte
lement hindurchgeschoben werden muß, so ist es sinnvoll,
die Hülse mit abgerundeten Ecken zu versehen. Damit trotz
der Anwesenheit der Hülse die Zunge dennoch bewegt werden
und ihre Verrastungsfunktion ausüben kann, ist in dem der
Zunge gegenüberliegenden Bereich der Hülse eine Aussparung
vorgesehen, durch die die Rastelemente hindurchgreifen kön
nen. Diese sollte jedoch schmaler als die Zunge selber
sein, damit deren Flanken wirksam geschützt bleiben.
Das erfindungsgemäße Kontaktelement kann sowohl als Kon
taktbuchse als auch als Stecker ausgeführt sein. Im Fall
einer Kontaktbuchse ist es aus Stabilitätsgründen bevor
zugt, die Zunge und Kontaktfedern zum Einklemmen eines in
die Buchse eingeführten Stifts an verschiedenen Wänden des
Kastenabschnitts, insbesondere an einer oberen Wand und
zwei Seitenwänden auszubilden. Dabei ist es zweckmäßig,
wenn die Kontaktfedern in üblicher Weise durch eine im we
sentlichen U-förmige Stanzung erzeugt sind, wobei aber ein
sich zwischen Seitenwand und einer oberen Wand erstrecken
der Schenkel des U bis zum Vorderende des Kastenabschnitts
verlängert ist, da auf diese Weise die Zunge gewissermaßen
als Nebenprodukt beim Stanzen der Kontaktfedern entsteht.
Der erfindungsgemäße Steckverbinder umfaßt einen Körper, in
dem wenigstens ein erfindungsgemäßes Kontaktelement in ei
ner Kammer aufgenommen ist und das einen Kanal aufweist,
durch den ein Werkzeug auf die Zunge gedrückt werden kann,
um die Rastverbindung zu lösen. Bei dem Kanal kann es sich
um eine Führungsaussparung handeln, die unter einen Winkel
auf die flexible Zunge mündet. Vorzugsweise, insbesondere
wenn mehrere Reihen von Kammern vorgesehen sind, verläuft
der Kanal allerdings parallel zur Steckrichtung und führt
das Werkzeug auf die Schrägfläche, die sich unter dessen
Druck einwärts bewegt und die Rastverbindung freigibt.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung mit Bezug auf die Figu
ren. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Kontaktbuchse und, von dieser
getrennt, eine zugehörige Hülse,
Fig. 2 die Kontaktbuchse und die Hülse aus Fig. 1 in zusam
mengestecktem Zustand,
Fig. 3 und 4 die Kontaktbuchse mit Hülse aus Fig. 2 in ver
tikalem bzw. horizontalem Längsschnitt,
Fig. 5 einen erfindungsgemäßen Stecker und
Fig. 6 eine komplette Steckverbindung gemäß der Erfindung.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer erfin
dungsgemäßen Kontaktbuchse 1 mit einer zugehörigen Hülse
20. Die Kontaktbuchse 1 umfaßt einen Kasten 2 und einen An
schlußabschnitt 15 mit zwei Paaren von Crimpflügeln 16, 17
zum Einklemmen eines Leiters bzw. von dessen Isolierung.
Der Kasten 2 umfaßt eine konvex gewölbte obere Wand 3, zwei
Seitenwände 4 und 5 und einen Boden 6, die zusammen einen
Kasten mit einem Querschnitt ähnlich dem eines Tunnels oder
eines Eisenbahnwagons bilden. Im vorderen Bereich der Sei
tenwände 4, 5 ist jeweils eine Kontaktfeder 7 ausgestanzt,
die sich von einem Anbindungsbereich 8 in der Nähe des Vor
derendes bzw. der Einstecköffnung 9 des Kastens bis zu ei
nem freien Ende erstreckt, das etwa auf der halben Länge
des Kastens liegt. Die obere Wand 3 ist von den Kontaktfe
dern 7 und ihrem Anbindungsbereich 8 auf beiden Seiten
durch einen Spalt 10 getrennt und bildet so eine Zunge 11,
die flexibel abwärts gedrückt werden kann, bis ihre Flanken
auf die Kanten der Anbindungsbereiche 8 oder der Kontaktfe
dern 7 stoßen. Die Breite der Spalte 10 ist daher so bemes
sen, daß eine plastische Verformung der Zunge 11 ausge
schlossen ist. Die Zunge 11 weist in der Nähe ihres freien
Endes ein erstes Rastelement in Form eines Fensters 12 auf,
das vorgesehen ist, um einen Dorn eines Steckverbinderkör
pers aufzunehmen und so das Kontaktelement 1 in dem Körper
unverschiebbar zu halten. Die Zunge 11 trägt ferner an ih
rem freien Ende eine nach unten geneigte Schrägfläche 13,
auf deren Funktion später noch genauer eingegangen wird.
Die Hülse 20 ist genauso wie die Kontaktbuchse 1 einstückig
aus einem Blech geformt und besitzt eine obere Wand, zwei
Seitenwände und einen Boden. In den Seitenwänden der Hülse
sind Hilfsfedern 21 ausgestanzt, deren nach innen gekrümmte
Spitzen jeweils in einen konkaven Abschnitt 14 der Kontakt
federn eingreifen und auf diese Weise die Kontaktfedern 7
unterstützen, wenn sie durch einen eingeführten Kontakt
stift auseinandergespreizt werden. Die Längskanten der Hül
se sind abgerundet. Die Seitenwände und der Boden tragen an
ihrem vorderen Ende jeweils außen gerundete gekrümmte Fin
ger 22 bzw. 23, die in die Einstecköffnung 9 des Kastens 2
eingreifen und die Stanzkanten am Vorderende des Kastens
verdecken. Die Kontaktbuchse mit aufgesteckter Hülse weist
daher keine scharfen Kanten auf und kann ohne Gefahr durch
eine eventuell am Steckverbinder vorgesehene Dichtung hin
durchgeschoben werden.
Fig. 2 zeigt die Kontaktbuchse und die Hülse in zusammenge
stecktem Zustand. Durch einen Ausschnitt 24 in der oberen
Wand der Hülse 20 ist das Fenster 12 der flexiblen Zunge 11
frei zugänglich. Die Breite des Ausschnitts 24 entspricht
in etwa der des Fensters 12. Die an die Spalte 10 angren
zenden Flanken der Zunge 11 sind durch die obere Wand der
Hülse abgedeckt, um zu verhindern daß die Zunge beim Ein
stecken in eine Kammer eines Steckverbinderkörpers verhakt
und beschädigt wird oder beim Hindurchschieben durch eine
Dichtung diese beschädigt. Um letzteres zu vermeiden, sind
auch die Ecken der Aussparung 24 abgerundet.
Fig. 3 zeigt die Kontaktbuchse aus Fig. 2 in einem Verti
kalschnitt entlang ihrer Längsachse. Da der Kasten 2 durch
Biegen eines flachen Zuschnitts in eine geschlossene Form
gebildet ist, stoßen in der Seitenwand 4 an der Linie 4'
zwei Ränder des Zuschnitts zusammen. Eine Aufspreizung des
Kastens an dieser Stelle ist durch die Hülse 20 ausge
schlossen, die den Kasten eng umschließt und deren Seiten
wände einteilig sind. Zwar ist auch die Hülse 20 durch Bie
gen eines flachen Zuschnitts hergestellt, doch stoßen bei
ihr die Ränder des Zuschnitts an einer Linie 25 zusammen
(s. Fig. 1) die zwischen den zwei Fingern 23 und am Boden
der Hülse entlang verläuft. An jedem Rand der Hülse entlang
der Linie 25 ist durch zwei Einschnitte ein Befestigungs
füßchen 26 gebildet, das bei der Montage der Hülse 20 am
Kasten 2 in eine Öffnung 18 im Boden 6 hineingebogen wird.
Die Länge der Füßchen ist nicht wesentlich größer als die
Stärke des Bodens 6, so daß die Füßchen nicht störend ins
Innere des Kastens 2 eingreifen. Die Breite der Füßchen 26
entspricht der Länge der Öffnung 18 (siehe auch Fig. 4).
Durch die Füßchen 26 wird die Hülse 20 in Einsteckrichtung
unverschiebbar auf dem Kasten 2 gehalten. Außerdem verhin
dern sie zusammen mit den Fingern 23 ein Aufspreizen der
Hülse 20. Es ergibt sich so eine sehr stabile und belastba
re Kastenkonstruktion, ohne daß die aneinanderstoßenden
Ränder des Kastens 2 fest miteinander verbunden werden müß
ten.
Fig. 4 zeigt die Kontaktbuchse aus Fig. 2 in einem Horizon
talschnitt. Die gekrümmten Finger 22 an den Seitenwänden
der Hülse 20 umgreifen eng und im wesentlichen spielfrei
die Anbindungsabschnitt 8 der Kontaktfedern 7. Dadurch ver
hindern sie, daß die Anbindungsabschnitte 8 beim Einstecken
eines Kontaktstifts seitlich ausweichen und tragen so ef
fektiv zur Steife der Kontaktfedern bei.
Fig. 5 zeigt in perspektivischer Darstellung ein erfin
dungsgemäßen Stecker mit übergestülpter Hülse 20'. Er um
faßt wie die Kontaktbuchse 1 einen Anschlußabschnitt 3 und
einen Kastenabschnitt, der genau wie der Kastenabschnitt 2
der Kontaktbuchse eine obere Wand mit einer flexiblen Zunge
11, zwei Seitenwände und einen Boden aufweist. Die Seiten
wände sind genauso wie die der Hülse 20' geschlossen. Nach
vorn sind sie durch konvergente Abschnitte 30 und daran an
schließende nadelförmige Fortsätze 31 verlängert, die ein
ander berühren und miteinander zu einem Kontaktstift ver
bunden sind.
Die Gestaltung der flexiblen Zunge 11 mit Fenster 12 und
Schrägfläche 13 sowie der Aussparung 24 ist dieselbe wie
mit Bezug auf Fig. 1 und 2 für die Kontaktbuchse beschrie
ben.
Fig. 6 zeigt im Schnitt eine komplette Steckverbindung mit
zwei identischen Steckverbinderkörpern 40, 41 mit einer
Vielzahl von Kammern 42, von denen jeweils drei im Schnitt
sichtbar sind, und wobei nur in den obersten Kammern je
weils ein erfindungsgemäßes Kontaktelement, links ein Stec
ker und rechts eine Buchse, dargestellt sind. Bei der Mon
tage werden die Kontaktelemente von der Kabelabgangsseite
her in die Kammern 42 eingeschoben, bis ihre Schrägfläche
13 auf einen Dorn 43 stößt, der starr an einer Wand der
Kammer angeordnet ist. Der Querschnitt der Kammern ist pas
send zum Querschnitt der Kontaktelemente tunnelförmig, so
daß diese nur in einer Orientierung eingeschoben werden
können, in der sichergestellt ist, daß die Schrägfläche 13
tatsächlich auf einen Dorn trifft. Wenn das Kontaktelement
weiter eingeschoben wird, wird die Zunge vom Dorn 43 ab
wärts gedrückt und gleitet unter ihm entlang, bis der Dorn
dem Fenster 12 gegenüberliegt. In diesem Moment schnappt
die Zunge hoch und Dorn und Fenster bilden eine Rastverbin
dung, so daß das Kontaktelement nicht mehr ohne weiteres
aus dem Verbinderkörper herausgezogen werden kann. Um es
zusätzlich zu sichern, können in bekannter Weise quer zur
Steckrichtung verschiebbare Riegel 44 im Steckverbinderkör
per 40, 41 vorgesehen sein, die in eine Verjüngung des Kon
taktelements zwischen dessen Kasten und dem Anschlußab
schnitt eingreifen können, um es so zusätzlich zu sichern.
Zu jeder Kammer 42 ist in den Steckverbinderkörpern ein Ka
nal 45 in Form einer parallelen Aussparung neben jeder Kon
taktstift-Durchgangsöffnung 46 vorgesehen, die auf die Kon
taktseite des Steckverbinderkörpers mündet. Durch diesen
Kanal ist es problemlos möglich, mit einem einfachen Werk
zeug wie etwa einem Schraubenzieher auf die Schrägfläche 13
eines Kontaktelements zu drücken und auf diese Weise die
Rastverbindung zu lösen. Es kann dann bequem und ohne Ge
fahr einer Beschädigung aus der Kammer herausgezogen und an
anderer Stelle neu verankert werden. Da der Kanal 45 als
von der Kammer 42 und der Öffnung 46 getrennte Aussparung
ausgeführt ist, wird das Werkzeug zuverlässig auf die
Schrägfläche 13 geführt, und es ist ausgeschlossen, daß es
abgleitet und z. B. im Innern einer Buchse die Kontaktfedern
beschädigt. Da die Schrägfläche aus Metall ist, kann sie
ohne Gefahr einer Beschädigung viele Male betätigt werden,
so daß ein komplizierter Fehler im Laufe von mehreren Ver
suchen behoben werden kann. Auf diese Weise lassen sich
Fehler bei der Bestückung in kürzester Zeit und mit minima
lem Aufwand beheben.
Claims (18)
1. Kontaktelement mit einem vorderen Kastenabschnitt (2,
20) zum Einsetzen in eine Kammer eines Steckverbinder-Körpers
(40) und mit einem hinteren Anschlußabschnitt
(3) zur Befestigung einer elektrischen Leitung, wobei
der Kastenabschnitt eine in Steckrichtung verlaufende
flexible Zunge (11) als ein erstes Rastelement aufweist,
das mit einem komplementären zweiten Rastelement (43)
des Steckverbinder-Körpers eine Rastverbindung eingeht
und zum Lösen der Rastverbindung senkrecht zur Steck
richtung bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das freie Ende der Zunge (11) etwa in Höhe des vor
deren Endes (9) des Kastenabschnitts (2, 20) liegt.
2. Kontaktelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (11) um ei
ne zu ihrer Längsrichtung parallele Achse gewölbt ist.
3. Kontaktelement nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (11) an ih
rem freien Ende eine nach vorn und nach innen verlau
fende Schrägfläche (13) trägt.
4. Kontaktelement nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Rastelement
ein zum Aufnehmen eines Dorns (43) ausgebildetes Fen
ster (12) ist.
5. Kontaktelement nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Kastenabschnitt
(2) einen mit dem Anschlußabschnitt einteiligen Kasten
(2) und eine auf den Kasten (2) aufgesteckte steife
Hülse (20) umfaßt, wobei die Zunge (11) am Kasten (2)
angeordnet ist und die Hülse (20) in ihrem der Zunge
gegenüberliegenden Bereich eine Aussparung (24) auf
weist, durch die die Rastelemente hindurchgreifen kön
nen.
6. Kontaktelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Aussparung (24) schmaler als die Zunge
(11) ist.
7. Kontaktelement nach einem der Ansprüche 5 oder 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Ecken der Hülse (20) ab
gerundet sind.
8. Kontaktelement nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Kontaktbuchse
ist.
9. Kontaktelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß die Zunge (11) an einer oberen Wand des Ka
stenabschnitts (2, 20) und Kontaktfedern (7) zum Ein
klemmen eines in die Buchse eingeführten Stifts an
zwei Seitenwänden (4, 5) des Kastenabschnitts ausge
bildet sind.
10. Kontaktelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß die Kontaktfedern (7) durch eine im wesentli
chen U-förmige Stanzung erzeugt sind, wobei ein sich
zwischen Seitenwand und einer oberen Wand erstrecken
der Teil (10) des U bis zum Vorderende (9) des Kasten
abschnitts (2) verlängert ist, um die Zunge (11) frei
zuschneiden.
11. Kontaktelement nach einem der Ansprüche 5 bis 7 und
nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß an den Seitenwänden der Hülse (20)
Hilfsfedern (21) gebildet sind, die die Kontaktfedern
(7) unterstützen.
12. Kontaktelement nach einem der Ansprüche 5 bis 7 und
nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Hülse (20) gekrümmte Finger (22, 23)
aufweist, die in die Einstecköffnung (9) der Kontakt
buchse eingreifen.
13. Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß es ein Stecker ist.
14. Kontaktelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, daß die Zunge (11) an einer oberen Wand (3) des
Kastenabschnitts ausgebildet ist und zwei Seitenwände
(4, 5) des Kastenabschnitts über dessen vorderes Ende
(9) hinaus verlängert sind, um einen Kontaktstift zu
bilden.
15. Steckverbinder mit einem Körper (40, 41), in dem we
nigstens ein Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1
bis 13 in einer Kammer (42) aufgenommen ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Körper (40, 41) einen Kanal
(45) aufweist, durch den ein Werkzeug auf die Zunge
(11) gedrückt werden kann, um die Rastverbindung zu
lösen.
16. Steckverbinder nach Anspruch 3 und Anspruch 15, da
durch gekennzeichnet, daß der Kanal (45) das Werkzeug
auf die Schrägfläche (13) führt.
17. Steckverbinder nach Anspruch 16, dadurch gekennzeich
net, daß der Kanal (45) an der Kontaktseite des Kör
pers neben einer Durchgangsöffnung (46) für einen Kon
taktstift und von dieser getrennt mündet.
18. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 15 bis 17, da
durch gekennzeichnet, daß das zweite Rastelement (43)
starr mit dem Körper verbunden ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19651120A DE19651120C1 (de) | 1996-12-09 | 1996-12-09 | Kontaktelemente und Steckverbinder, insbesondere für Kabelbäume |
| EP97120555A EP0848453B1 (de) | 1996-12-09 | 1997-11-24 | Kontaktelemente und Einschub-Steckverbinder, insbesondere für Kabelbäume |
| AT97120555T ATE238616T1 (de) | 1996-12-09 | 1997-11-24 | Kontaktelemente und einschub-steckverbinder, insbesondere für kabelbäume |
| US08/986,414 US5954548A (en) | 1996-12-09 | 1997-12-08 | Contact elements and plug-in connectors, in particular for cable harnesses |
Applications Claiming Priority (1)
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