DE19651941A1 - Vorrichtung zum Lehren der Betätigung von Tastaturen - Google Patents
Vorrichtung zum Lehren der Betätigung von TastaturenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Lehren der Betäti
gung von Tastaturen mit einer Lehrtastatur, einer Informa
tionswiedergabeeinrichtung, einem Impulsgeber, einem Verteiler
und einer Steuereinrichtung, die den Impulsgeber, den Ver
teiler und die Informationswiedergabeeinrichtung derart steu
ert, daß auf eine mittels der Informationswiedergabeeinrich
tung vorgegebene Information ein Signal auf den der Informa
tion entsprechenden Finger gegeben wird.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der EP-A-0 020 118
bekannt. Jede Taste der Lehrtastatur gemäß der EP-A-0 020 118
ist in Form eines Elektromagneten mit einem beweglichen, mit
Fingerspitzen eines Auszubildenden wechselwirkenden Kern
ausgeführt. Die Informationswiedergabeeinrichtung ist in
dieser Vorrichtung ein Display. Allerdings ist die Lehrta
statur der Vorrichtung gemäß der EP-A-0 020 118 relativ kom
pliziert konstruiert. Insbesondere der Einsatz einer Vielzahl
auf elektromechanische Weise angetriebener Bauelemente zur
Einwirkung auf die Finger hat eine hohe Störanfälligkeit
dieser Vorrichtung zur Folge. Die pädagogisch-psychologische
Effektivität der Ausbildung mit Hilfe der aus der EP-A-0 020
118 bekannten Vorrichtung ist gering.
Die WO 91/08559 offenbart eine Vorrichtung zum Lehren der
Betätigung von Tastaturen mit einer Lehrtastatur, einem Ver
teiler, einer Informationswiedergabeeinrichtung, Handschuhen
mit elektrischen Kontakten auf den Fingerspitzen entsprechen
den Flächen der Handschuhe, einer Überwachungseinrichtung und
einer Stromquelle auf. Die Vorrichtung gemäß der WO 91/08559
gestattet es festzustellen, ob während des Übens ein Finger
zum Schlag auf eine Taste richtig ausgewählt wurde. Ferner
gestattet es diese Vorrichtung, einen falschen Anschlag zu
korrigieren.
Aus der US-A-4 465 477 ist eine weitere Vorrichtung zum
Lehren der Betätigung von Tastaturen bekannt, die eine Lehrta
statur, bei der jede Taste mit einer Wicklung eines über einen
Verteiler mit einer Stromquelle verbundenen Elektromagneten
versehen ist, eine Steuereinrichtung und eine Informations
wiedergabeeinrichtung in Form eines Computers und eines Moni
tors aufweist. Außerdem weist diese Vorrichtung Permanentma
gneten auf, die mechanisch an den Seiten der Finger des Auszu
bildenden befestigt werden. Während des Übens mit der Vor
richtung gemäß der US-A-4 465 477 werden richtige Anschläge
mittels des Heranziehens eines Fingers mit dem auf ihm befe
stigten Permanentmagneten an eine Taste ermöglicht, und ent
sprechend werden falsche Anschläge in bestimmtem Maße von der
Tastatur abgehalten. Als nachteilig erweist sich bei der
Vorrichtung gemäß der US-A-4 465 477, daß nicht überprüft und
sichergestellt werden kann, ob bzw. daß ein Anschlag mit dem
richtigen Finger ausgeführt wird. Ferner ist das Tempo des
Lehrens des Schreibens mit zehn Fingern bei Benutzung der
Vorrichtung gemäß der US-A-4 465 477 gering und außerdem vom
Fertigkeitsgrad des Auszubildenden abhängig.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin,
eine Vorrichtung zum Lehren der Betätigung von Tastaturen
bereitzustellen, die durch einprägsame und intensive Empfin
dungen hervorrufende elektrische Einwirkung auf das Nerven-
Muskel-System der Finger eines Auszubildenden die Effektivität
der Bildung eines Verteilungsbildes der Finger über den Ta
staturbereichen im Bewußtsein des Auszubildenden erhöht und
eine verbesserte Funktionszuverlässigkeit der Lehrtastatur
gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine
Vorrichtung zum Lehren der Betätigung von Tastaturen, mit
einer Lehrtastatur, einer Informationswiedergabeeinrichtung
einem Impulsgeber, einem Verteiler und einer Steuereinrich
tung, die den Impulsgeber, den Verteiler und die Informations
wiedergabeeinrichtung derart steuert, daß auf eine mittels der
Informationswiedergabeeinrichtung vorgegebene Information ein
Signal auf den der Information entsprechenden Finger gegeben
wird, wobei die Lehrtastatur mindestens eine erste Elektrode
zur elektrischen Kontaktierung eines Körperteils eines auszu
bildenden und zweite Elektroden zur elektrischen Kontaktierung
von Fingern des Auszubildenden aufweist und die Elektroden mit
dem Verteiler verbunden sind.
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sind die zweiten Elektroden Tasten der Lehrta
statur.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung sind die zweiten Elektroden auf
Fingerflanken des Auszubildenden zu befestigende Elektroden.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung gehören zu den zweiten Elektroden
sowohl solche Elektroden, die Tasten der Lehrtastatur sind,
als auch solche Elektroden, die auf Fingerflanken des Auszu
bildenden zu befestigen sind.
Bevorzugterweise ist die Lehrtastatur über eine Einrichtung
zum Erkennen eines anschlagenden Fingers und/oder zum Erkennen
einer angeschlagenen Taste mit der Steuereinrichtung verbun
den.
Außerdem ist bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung die erste Elektrode als am
Handgelenk der auszubildenden Person anzubringende Manschette
ausgebildet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend
anhand von Figuren erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrich
tung,
Fig. 2 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 3 einen Querschnitt einer Elektrode und
Fig. 4 eine Lehrtastatur gemäß einer weiteren Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Im folgenden wird auf Fig. 1 Bezug genommen. Eine erfin
dungsgemäße Vorrichtung zum Lehren der Betätigung von Tastatu
ren dient zum Lehren des Maschinenschreibens und weist eine
Lehrtastatur 1, eine Steuereinrichtung 2, einen Verteiler 3,
eine Informationswiedergabeeinrichtung 4 und eine Stromquelle
5 auf. Zum Betrieb in einem dynamischen Modus weist die erfin
dungsgemäße Vorrichtung auch einen Umformer 6 auf.
Bei der Ausführungsform der Fig. 2 bestehen die Steuer
einrichtung und die Informationswiedergabeeinrichtung aus
einem Multimediacomputer 7 mit einem Monitor 8 und mit Laut
sprechern 9. Die Stromquelle 5 ist ein Impulsstromgenerator
und mit dem Verteiler 3 zu einem Impulsstromverteiler 10
zusammengefaßt. Tasten der Lehrtastatur 1 sind Elektroden 11
zum Herstellen eines elektrischen Kontakts mit Fingerspitzen
der Hände eines Auszubildenden. Die Lehrtastatur 1 ist ferner
mit zwei ringartigen Elektroden 12, 13 zum Befestigen an den
Handgelenken des Auszubildenden versehen.
Damit die erfindungsgemäße Vorrichtung in einem dynamischen
Modus arbeiten kann, ist, wie in Fig. 3 gezeigt, unter jeder
Elektrode 11 ein Piezoelement 14 angeordnet, das über einen
Umformer 6 mit der Steuereinrichtung 2, im Ausführungsbeispiel
von Fig. 2 also mit dem Computer 7, verbunden ist. Die Piezo
elemente samt den Umformern 6 dienen der Registrierung eines
Anschlages eines Fingers 15 an die Elektrode 11.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird auf die im folgenden
beschriebene Weise angewendet. Der Auszubildende sitzt vor dem
Monitor 8 und schaut auf einen Bildschirm 16 des Monitors 8.
Die Fingerspitzen der Hände des Auszubildenden liegen auf den
Elektroden 11 der Lehrtastatur 1, die mit dem Impulsstromver
teiler 10 verbunden ist. Die ringartigen Elektroden 12, 13
sind an den Handgelenken des Auszubildenden befestigt. Ein
Steuerprogramm erzeugt auf dem Bildschirm 16 des Monitors 8
eine Darstellung eines konkreten Zeichens, z. B. des Buchstaben
"C". Gleichzeitig damit gibt das Steuerprogramm über ein
Interface 17 des Computers 7 dem Generator-Kommutator 10 einen
Befehl, einen elektrischen Stromimpuls an die Elektrode 11,
die unter dem diesem Buchstaben entsprechenden Finger liegt,
zu liefern. Für den Buchstaben "C" z. B. ist das der Mittel
finger der linken Hand. Der elektrische Impuls erregt das
Nerven-Muskel-System dieses Fingers. Danach erzeugt das Steu
erprogramm auf dem Bildschirm 16 des Monitors 8 eine Darstel
lung eines nächsten Zeichens und gibt dem Impulsstromverteiler
10 den Befehl, einen Stromimpuls an die diesem neuen Zeichen
entsprechende Elektrode zu senden usw. Im Ergebnis einer mehr
fachen Wiederholung dieser Übung bildet sich im Bewußtsein des
Auszubildenden ein Verteilungsbild der Finger über den Ta
staturzeichen heraus.
Information in Form von Buchstaben oder Wörtern kann dem
Auszubildenden sowohl visuell als auch akustisch vermittelt
werden.
Die Parameter der an die Elektroden 11 der Lehrtastatur 1
angelegten elektrischen Impulse wählt jeder Auszubildende in
Abhängigkeit von seiner individuellen Empfindlichkeit und der
Wahrnehmung einer behaglichen Einwirkung. Die Stromparameter
können mittels des Computers 7 gesteuert werden. Die Erzielung
eines Lehreffekts ist sowohl mit Einwirkungen, deren Stärke im
Bereich oberhalb der Wahrnehmungsschwelle liegt, als auch mit
Einwirkungen, deren Stärke im Bereich unterhalb der Wahrneh
mungsschwelle liegt, möglich. Der oben beschriebene Arbeits
modus der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann statischer Modus
genannt werden.
Zur Entwicklung motorischer Reflexe der Finger auf die
ihnen entsprechenden Zeichen wird ein dynamischer Betriebs
modus der erfindungsgemäßen Vorrichtung benutzt. In diesem
Modus soll der Auszubildende, nachdem ihm eine gewisse Zei
chenfolge übermittelt wurde, mit entsprechenden Fingern in
einer geforderten Reihenfolge Anschläge auf die Elektroden 11
der Tastatur 1 ausführen. Dabei analysiert ein Programm die
Richtigkeit der Ausführung der Lehraufgabe.
Experimente haben gezeigt, daß die Benutzung der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung eine Verringerung der psychischen und
physischen Ermüdung der Auszubildenden bewirkt, die Lehrzeit
verkürzt und beim Blindschreiben mit zehn Fingern sowohl die
Geschwindigkeit erhöht als auch die Fehlerquote senkt.
Unter Bezugnahme auf Fig. 4 wird ein weiteres Ausführungs
beispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert. Die
Lehrtastatur 1 besteht aus zwei Teilen, nämlich einem statio
nären Teil 18 und zwei Elektrodenhalterhandschuhen 19. In Fig.
4 ist nur ein Elektrodenhalterhandschuh 19 dargestellt. Der
stationäre Teil 18 ist eine Standardtastatur, deren Tasten zur
Gewährleistung eines elektrischen Kontakts mit den Finger
spitzen des Auszubildenden als stromleitende Elektroden gefer
tigt sind. Jeder der beiden Elektrodenhalterhandschuhe weist
eine ringartige Elektrode 12, 13, die jeweils am entsprechen
den Handgelenk des Auszubildenden befestigt ist, und fünf
weitere ringartige Elektroden 20, von denen jede eineindeutig
einem Finger des Auszubildenden zugeordnet und an Flanken
dieses Fingers angeordnet ist, auf.
Ein als Anschlagsensor fungierendes Piezoelement ist in
dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht
vorhanden.
Die in den Fig. 2 und 3 mit Bezug auf das weiter oben
beschriebene erste Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung als Block mit dem Bezugszeichen 6 dargestellte
Einrichtung hat im zweiten Ausführungsbeispiel eine gegenüber
dem ersten Ausführungsbeispiel veränderte Funktion. Sie stellt
im zweiten Ausführungsbeispiel über das Fließen des Stromes in
Stromkreisen mit den zweiten ringartigen Elektroden 20 und den
auf dem stationären Teil 5 der Tastatur 1 befindlichen Elek
troden 11 fest, welcher Finger bei einem Anschlag benutzt
wurde.
In der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vor
richtung ist es wie in der ersten Ausführungsform möglich, auf
die Hand mittels der auf dem stationären Teil 18 der Tastatur
1 befindlichen Elektroden 11 einzuwirken. Außerdem ist eine
Einwirkung auf das Nerven-Muskel-System der Hand über die
zweiten Elektroden 20 möglich. Man kann auch beide Einwir
kungsmöglichkeiten kombinieren und sie gleichzeitig oder
abwechselnd verwenden.
Auch bei der Anwendung der zweiten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung kann der Auszubildende mit Hilfe
eines Stromstoßes eine Information darüber erhalten, welcher
Finger bei der nächsten Bewegung eingesetzt werden soll. Das
Nerven-Muskel-System der Finger kann angeregt werden, um sehr
einprägsame und intensive Empfindungen zur Schaffung eines
Verteilungsbildes der Finger über den Tastaturbereichen im
Bewußtsein des Auszubildenden hervorzurufen. Mittels der
Herausbildung motorischer Reflexe bestimmter Finger in Reak
tion auf Erkennung bestimmter Zeichen und einer Erhöhung der
entsprechenden Geschwindigkeit im Verlaufe des Lernprozesses
lassen sich motorischer Fertigkeiten zum Blindschreiben mit
zehn Fingern entwickeln.
Die Lehrtastatur 1 kann in beiden Ausführungsformen eine
Tastatur mit standardmäßiger Anordnung der Tasten oder eine
Tastatur mit einer von der standardmäßigen Tastenanordnung,
Tastenanzahl und Tastengröße mehr oder weniger stark abwei
chenden Tastenanordnung, Tastenanzahl bzw. Tastengröße sein.
Auch die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vor
richtung gestattet es, in verschiedenen Modi zu arbeiten.
Ein erster Betriebsmodus soll "Dynamischer Modus ohne elek
trische Einwirkung" genannt werden. Hierbei steht eine Kon
trolle der Korrektheit ausgeführter Bewegungen im Mittelpunkt
der Anwendung. Dem Auszubildenden wird dabei eine bestimmte
Information vorgegeben. Dies kann visuell über den Bildschirm
16, akustisch über die Lautsprecher 9 oder taktil mittels
elektrischer Einwirkung auf die Fingerspitzen oder die Flanken
der Finger des Auszubildenden geschehen. Die ebengenannten
Möglichkeiten können auch in vielfältigen Variationen gleich
zeitig oder abwechselnd eingesetzt werden. Z.B. wird auf dem
Bildschirm 16 irgendein Text oder eine Folge von Zeichen
erzeugt. Der Auszubildende schaut auf den Bildschirm 16 und
wiederholt auf der Tastatur die ihm angezeigte Zeichenfolge.
Dabei analysiert der Computer 7 die Richtigkeit der ausgeführ
ten Anschläge, und zwar im Hinblick sowohl auf die Auswahl der
angeschlagenen Taste als auch auf die Auswahl des anschlagen
den Fingers. Macht der Auszubildende einen Fehler, wird dies
vom Computer erkannt und dem Auszubildenden auf irgendeine
Weise, z. B. visuell über den Bildschirm 16 oder akustisch über
die Lautsprecher 9, mitgeteilt, wobei gleichzeitig eine Mit
teilung über die Art des Fehlers erfolgt. Ein Fehler kann
dabei ein Fehler in der Auswahl des Fingers oder in der Aus
wahl der Taste oder ein entsprechender Doppelfehler sein.
Weiterhin lassen sich mit der zweiten Ausführungsform der
Erfindung mehrere dynamische Betriebsmodi mit elektrischer
Einwirkung realisieren. Im Mittelpunkt der Anwendung steht
dabei als Ziel die Entwicklung motorischer Reflexe und die
Entwicklung eines Verteilungsbildes der Finger über den Ta
staturbereichen.
Als erster dynamischer Modus mit elektrischer Einwirkung
soll ein Modus mit vorauseilender Elektrostimulation be
schrieben werden. Hierbei führt der Auszubildende eine Übung
aus, und der Computer 7 analysiert wie im oben beschriebenen
Modus ohne dynamische Einwirkung die Bewegungen. Im Falle
einer richtig ausgeführten Bewegung, d. h., wenn der richtige
Finger die richtige Taste angeschlagen hat, wird dann der dem
nächsten Zeichen entsprechende Finger elektrisch stimuliert.
Bei der Anwendung dieses Modus' ist ein Arbeiten mit einer
Standardtastatur möglich.
Ein zweiter dynamischer Modus mit elektrischer Einwirkung
ist ein Modus mit aufeinanderfolgender Elektrostimulation.
Hierbei erfolgt zunächst, wie oben beschrieben, die voraus
eilende Elektrostimulation. Dann jedoch, im Augenblick des
Kontakts des Fingers mit einer Tastenoberfläche, erfolgt eine
elektrische Einwirkung auf den Finger über die entsprechende
Elektrode 11 der Tastatur mit dem Ziel, die Richtigkeit der
ausgeführten Bewegung zu bestätigen.
Außer den oben beschriebenen Betriebsmodi ist ferner noch
ein statischer Modus mit elektrischer Einwirkung möglich.
Dabei soll ein Verteilungsbild der Finger über den Tastaturbe
reichen entwickelt werden. Der Auszubildende bringt hierbei
zunächst die Finger in eine Grundstellung über der Tastatur.
Er legt also z. B. die Finger auf die Tasten ASDF JKLÖ oder auf
eine andere, dem in der Übung gewählten Zeichensatz entspre
chende Grundstellung. Ein Programm gibt aufeinanderfolgend
visuell oder akustisch Zeichen vor. Gleichzeitig damit wird
eine Stimulation der entsprechenden Finger über die zweiten
Elektroden 20 oder eine Einwirkung mittels elektrischer Impul
se auf die Fingerspitzen über die auf dem stationären Teil 18
der Tastatur 1 angeordneten Elektroden 11 vollzogen. Beide
Einwirkungsarten können auch gleichzeitig ausgeführt werden,
um die Intensität und Einprägsamkeit der Empfindung noch
weiter zu erhöhen. Dabei ist es auch möglich, die elektrische
Einwirkung zeitlich vor oder nach der Vorgabe des Zeichens zu
erzeugen. Eine Verzögerung hat den Sinn einer Bestätigung der
Richtigkeit von in der Vorstellung des Auszubildenden ausge
führten Fingerbewegungen bei Vorgabe eines Zeichens. Ein
Vorauseilen der elektrischen Einwirkung gestattet es, mit dem
Vorhersehen eines im folgenden vorgegebenen Zeichens verbunde
ne Denkoperationen zu aktivieren.
In einer vereinfachten Variante kann der letztgenannte
Betriebsmodus auch ohne Lehrtastatur ausgeführt werden.
Auch bei der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist es möglich, Stromparameter wie Stromstärke,
Frequenz, Impulsdauer und Impulsform für jeden Finger einzeln
oder für Fingergruppen zu steuern, da Streuungen in der Emp
findlichkeit unterschiedlicher Finger und in der Wahrnehmung
elektrischer Einwirkungen durch unterschiedliche Personen
existieren.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Lehren der Betätigung von Tastaturen, mit
- - einer Lehrtastatur (1),
- - einer Informationswiedergabeeinrichtung (4; Monitor 8, Lautsprecher 9),
- - einem Impulsgeber (Stromquelle 5),
- - einem Verteiler (3) und
- - einer Steuereinrichtung (2), die den Impulsgeber (5), den
Verteiler (3) und die Informationswiedergabeeinrichtung
(4; 8, 9) derart steuert, daß auf eine mittels der Infor
mationswiedergabeeinrichtung (4; 8, 9) vorgegebene Infor
mation ein Signal auf den der Information entsprechenden
Finger gegeben wird,
dadurch gekennzeichnet daß - - die Lehrtastatur (1)
- - mindestens eine erste Elektrode (12, 13) zur elektri schen Kontaktierung eines Körperteils eines Auszubil denden und
- - zweite Elektroden (11, 20) zur elektrischen Kontaktie rung von Fingern des Auszubildenden aufweist und
- - die Elektroden mit dem Verteiler verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die zweiten Elektroden Tasten (11) der Lehrtastatur (1)
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die zweiten Elektroden auf Fingerflanken des Auszubildenden
zu befestigende Elektroden (20) sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu
den zweiten Elektroden sowohl solche Elektroden gehören,
die Tasten (11) der Lehrtastatur (1) sind, als auch solche
Elektroden (20), die auf Fingerflanken des Auszubildenden
zu befestigen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lehrtastatur (1) über eine Einrichtung (6) zum
Erkennen eines anschlagenden Fingers und/oder zum Erkennen
einer angeschlagenen Taste mit der Steuereinrichtung (2)
verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Elektrode (12, 13) als am
Handgelenk der auszubildenden Person anzubringende Man
schette ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| RU96121297 | 1996-10-24 |
Publications (1)
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| DE19651941A1 true DE19651941A1 (de) | 1998-04-30 |
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| DE1996151941 Withdrawn DE19651941A1 (de) | 1996-10-24 | 1996-12-15 | Vorrichtung zum Lehren der Betätigung von Tastaturen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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