DE19646945A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Aufarbeitung oder Regenerierung von Ätzbädern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Aufarbeitung oder Regenerierung von ÄtzbädernInfo
- Publication number
- DE19646945A1 DE19646945A1 DE1996146945 DE19646945A DE19646945A1 DE 19646945 A1 DE19646945 A1 DE 19646945A1 DE 1996146945 DE1996146945 DE 1996146945 DE 19646945 A DE19646945 A DE 19646945A DE 19646945 A1 DE19646945 A1 DE 19646945A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- compartment
- anode
- etching
- cathode
- cathode compartment
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23F—NON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
- C23F1/00—Etching metallic material by chemical means
- C23F1/46—Regeneration of etching compositions
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D61/00—Processes of separation using semi-permeable membranes, e.g. dialysis, osmosis or ultrafiltration; Apparatus, accessories or auxiliary operations specially adapted therefor
- B01D61/42—Electrodialysis; Electro-osmosis ; Electro-ultrafiltration; Membrane capacitive deionization
- B01D61/44—Ion-selective electrodialysis
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Urology & Nephrology (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Water Treatment By Electricity Or Magnetism (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufarbeiten oder
Regenerieren von wäßrigen Ätzbädern zur Ätzung von Metallen mittels eines Oxi
dationsmittels, wobei das zu regenerierende bzw. aufzuarbeitende Ätzbad Metall
ionen, verbrauchtes und gegebenenfalls unverbrauchtes Oxidationsmittel sowie
gegebenenfalls weitere Bestandteile enthält. Das erfindungsgemäße Verfahren
und die erfindungsgemäße Vorrichtung können z. B. zur Aufarbeitung oder zur Re
generierung von Beizbädern aus der Leiterplattentechnik eingesetzt werden.
In der Leiterplattentechnik werden u. a. kupferkaschierte Basismaterialien, d. h. ein-
oder beidseitig mit metallischem Kupfer belegte Kunstharzplatten verwendet, aus
denen bei der sog. Subtraktivtechnik überflüssiges Kupfer mittels chemischer Rea
genzien dort entfernt wird, wo es, ungeschützt durch Resistschichten, chemisch
angreifbar bleibt. Als chemische Reagenzien werden dabei starke Oxidationsmit
tel oder Gemische davon verwendet. Eines der am meisten verbreiteten Systeme
hierfür ist ein Gemisch aus Salzsäure und Eisen-III-chlorid. In Kupferbeizbädern er
möglicht es durch seine oxidierende Wirkung den Übergang von metallischem
Kupfer zu wäßrig gelösten Cu⁺- oder Cu2+-Ionen.
Die mit der Metallabtragung simultan verlaufende Reduktion der Fe3+-Ionen zu
Fe2+-Ionen bedingt neben einer Nachschärfung von Fe3+-Salzen zur Aufrechter
haltung der oxidativen Wirkung der Beizlösung eine stöchiometrisch äquivalente
Entfernung von Cu⁺- bzw. Cu2+-Ionen aus dem Beizbad. Deshalb wird durch den
ständig wachsenden Anteil an reduziertem Oxidationsmittel die Standzeit des
Beizbades deutlich beeinflußt, d. h. verkürzt.
Abb. 1 zeigt für ein Kupferbeizbad die qualitative Darstellung des Konzentra
tionsverlaufes der wichtigsten Bestandteile und verdeutlicht, daß der ständig
wachsende Anteil an reduzierendem Oxidationsmittel bzw. oxidierten Kupferio
nen im wesentlichen für dessen verringerte Standzeit verantwortlich ist.
Aus dem Stand der Technik sind Verfahren bekannt, die sich einer elektrochemi
schen Regenerierung des Oxidationsmittels bedienen. So beschreibt z. B. die DE 26 41 905
ein Verfahren zur Regenerierung von verbrauchten Ätzlösungen, enthal
tend Chlorionenquellen darstellende Stoffe, durch elektrochemische Oxidation
an den Anoden der reduzierten Form des Oxidationsmittels unter gleichzeitiger
Abscheidung von Chlor und Reduktion von Kupfer an der Kathode.
Auch die DE-OS 26 50 912 offenbart ein derartiges elektrolytisches Regenerations
verfahren eines Ätzmittels.
Dreikammer-Elektrodialysezellen sind auch aus der DE 39 06 791 bekannt. Es han
delt sich dabei um ein Verfahren zur Aufbereitung von metallhaltigen, salpeter
sauren, Flußsäure enthaltenden Abfallbeizen. Die in den Beizlösungen enthalten
den Metalle werden dadurch zurückgewonnen, daß die Abfallbeize in eine von
permselektiven Membranen begrenzte und zwischen einem Elektrodenpaar, in
dessen Anoden- und Kathodenraum Schwefelsäure enthalten ist, angeordnete
Dialysierzelle eingeleitet wird.
Diese elektrolytischen Methoden sind aber nicht nur verfahrenstechnisch sehr
aufwendig, sondern zugleich auch in der Regenerierung wenig wirkungsvoll. Zu
dem muß das sich an der Anode gebildete Chlor durch eine Waschstufe entfernt
werden. Ein weiterer Nachteil dieser Verfahren ist, daß nur das Oxidationsmittel
regeneriert wird, die ebenfalls vorhandenen Störionen dagegen werden nicht
entfernt.
Aus der DE 36 18 769 C2 ist eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Regenerieren ei
ner zumindest teilweise verbrauchten, zum Ätzen von Metallen eingesetzten sau
ren Eisen-III-chlorid-Lösung bekannt. Das zu regenerierende Ätzbad wird dem
Anodenraum einer Elektrodialyse-Zelle zugeführt und dort werden Fe2+-Ionen zu
Fe3+-Ionen anodisch oxidiert. Der Anodenraum ist zwar vom Kathodenraum durch
eine Anionenaustauschermembran getrennt, jedoch handelt es sich hier nur um
eine teilfunktionalisierte Ionenaustauschermembranen, denn sie bestehen aus
einer Trägerfolie aus Polyester, Polyethylen oder Polyvinylchlorid mit aufgebrach
tem Austauscherharz aus Vinylpyridiniumhalogenid. Um eine Abtrennung der
Störkomponente Kupfer zu ermöglichen wird deshalb gezielt eine mangelnde
Permselektivität ausgenutzt, die nicht nur Verluste in der Stromausbeute mit sich
bringt, sondern auch Eisen-Ionen aus dem System entfernt. Damit arbeitet dieses
Verfahren sehr unwirtschaftlich. Ferner ist wegen des Einsatzes eines Alkalichlorid-
Elektrolyten als Katholyt-Lösung einem Hydroxid-Überhang, der mit einer Wasser
stoffproduktion an der Kathode einhergeht, durch ständige Salzsäure-Dosierung
zu begegnen.
Aus der DE 43 10 365 C1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur elektrodialyti
schen Aufarbeitung von Ätzbädern bekannt. Die dort beschriebene Elektrodialy
se-Zelle besteht aus mindestens drei Kammern, nämlich einer mittleren Kammer,
die von Membranen begrenzt ist, sowie aus einem Anoden- und einen Katho
denraum. Die aufzuarbeitende Ätzlösung wird der mittleren Kammer zugeführt.
Von dort aus wandern unter dem Einfluß eines elektrischen Feldes die Kationen
über die Kationenaustauschermembranen in den Kathodenraum und werden
dort gemäß ihrer Stellung in der Spannungsreihe reduziert. Dann wird der Inhalt
des Kathodenraums in den Anodenraum geleitet und dort werden die verbliebe
nen Kationen oxidiert. Nachteil dieses Verfahrens ist eine Überlagerung der Eisen-
III-Reduktion an der Kathode schon bei niedrigen Regenerationsgraden des auf
zuarbeitenden Bades. Eine Bad-Regeneration läßt sich nach diesem Verfahren,
ausgehend von einem 100-%-beladenen Ätzbad, nur bis zu einer ca. 50%-igen
Beladung durchführen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren bereit zu stellen, mit dem Ätzbäder,
wie sie bei der Ätzung von Metallen anfallen, aufgearbeitet oder regeneriert wer
den können. Es soll sowohl eine Regenerierung des Oxidationsmittels als auch
eine Entfernung von Störionen möglich sein, so daß eine gegenüber dem Stand
der Technik wesentlich verlängerte Standzeit des Bades erreicht wird. Das Verfah
ren soll wirtschaftlich arbeiten und es soll so universell sein, daß es für eine Reihe
von Ätzbädern einsetzbar ist. Ferner soll das Verfahren ohne den Einsatz von
Fremdionen durchführbar sein, der zu einer Aufsalzung des Abwassers führen
würde. Es soll damit eine Abwasser sparende, chemikalienfreie, abfallarme Tech
nologie zur Metallätzung bereitgestellt werden.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren, bei dem eine oder mehrere Elek
trodialysezellen eingesetzt werden, an die eine Potentialdifferenz anlegbar ist und
deren Anodenraum vom Kathodenraum durch eine Anionenaustauschermem
bran getrennt ist. Das aufzuarbeitende Ätzbad wird in den Kathodenraum geleitet
und dort werden die Metallionen zum Metall reduziert. Gegebenenfalls noch un
verbrauchtes Oxidationsmittel wird im Kathodenraum ebenfalls reduziert. Unter
dem Einfluß des elektrischen Feldes wandern die im Ätzbad vorhandenen Anio
nen vom Kathodenraum durch die Anionenaustauschermembran in den Ano
denraum. Nach der Reduktion reduzierbarer Bestandteile wird der Inhalt des Ka
thodenraums in den Anodenraum geleitet, und dort wird das verbrauchte Oxida
tionsmittel durch anodische Oxidation regeneriert.
Durch die Kombination eines Ionenaustauscher-Membranprozesses mit den Elek
trodenreaktionen der Elektrolyse wird eine selektive Abtrennung der unerwünsch
ten Komponenten möglich, d. h. durch kathodische Reduktion werden die stö
renden Metallionen, z. B. Cu⁺- und Cu2+-Ionen, aus dem Ätzbad entfernt. Die
Verlängerung der Badstandzeit wird also dadurch erreicht, daß die Störkompo
nenten, im Falle von Kupferbeizbädern Cu⁺- und Cu2+-Ionen, abgetrennt werden
und es durch gezielte Maßnahmen möglich wird, verbrauchtes Oxidationsmittel
wieder zu oxidieren, z. B. Fe2+-Ionen zu Fe3+-Ionen.
Erfindungsgemäß wird also mit einer einzigen Vorrichtung eine Abtrennung von
störenden Fremdionen sowie eine Regenerierung des Oxidationsmittels erreicht.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht nur zur Regenerierung bzw. Aufarbei
tung von Kupferbeizbädern geeignet, es funktioniert ebenfalls bei anderen Metal
len bzw. Metallionen. Ohne Einschränkung der Allgemeinheit sind bevorzugte
Beispiele hierfür Kupfer-, Zinn-, Blei-, Nickel-, Silber-, Gold- oder Cadmium-Ionen.
Ganz besonders bevorzugt ist die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
für Kupferbeizbäder mit Salzsäure und Eisen-III-chlorid als Oxidationsmittel.
In weiteren bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemaßen Verfahrens
werden Ätzbäder aufgearbeitet, deren Oxidationsmittel sowohl in oxidierter als
auch in reduzierter Form als Kation vorliegt. Ein Beispiel hierfür ist das System
Fe2+/Fe3+.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind 3 Varianten möglich:
Das zu regenerierende Ätzbad wird kontinuierlich durch die Elektrodialyse-Zelle
geleitet, regeneriert und der Verwendung zugeführt.
Jeweils 5 bis 50% des Badvolumens werden abgetrennt, durch die Elektrodialyse-
Zelle geleitet, regeneriert und der Verwendung zugeführt.
Das Badvolumen wird nach einer gewissen Standzeit zunächst vollständig rege
neriert und dann der Verwendung zugeführt.
Geeignete Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
weisen eine oder mehrere elektrodialytische Zellen auf, an die eine Potentialdiffe
renz anlegbar ist und deren Kathodenraum vom Anodenraum jeweils durch eine
Anionenaustauschermembran getrennt ist. Der Zulauf zur Elektrodialysezelle be
findet sich am Kathodenraum und der Ablauf am Anodenraum. Ferner weist die
erfindungsgemäße Vorrichtung eine oder mehrere Überführungen vom Katho
denraum in den Anodenraum auf.
In bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die
Elektrodialysezellen zu einer Reihe in Form eines Stapels mit monopolaren oder
mit bipolaren Elektroden angeordnet. Dadurch wird es nun möglich, große Vo
lumina von Ätzbädern gleichzeitig durch mehrere in Reihe geschaltete Elektrodia
lysezellen zu behandeln. Abb. 3 zeigt schematisch den Aufbau einer derar
tigen Vorrichtung. Dabei steht AEM für Anionenaustauschermembran.
In weiteren bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
weist der Kathoden- und/oder der Anodenraum elektrisch leitfähige und/oder
elektrisch inerte Partikel auf. Diese Partikelschüttung bewirkt, daß die Turbulenz im
Kathoden- bzw. Anodenraum entscheidend vergrößert ist, so daß ein größerer
Durchsatz pro Dialysezelle erreicht wird. Zusätzlich wird eine größere Effizienz der
Oxidation bzw. Reduktion realisiert. Weiterhin läßt sich das Reaktionsgleichgewicht
zwischen Oxidations- und Reduktionsreaktionen beeinflussen. Als elektrisch leitfä
hige Schüttungen kommen bevorzugt Kohle oder Ionenaustauscherharze und als
nichtleitfähige Partikel Inertharze zum Einsatz.
Das Kathodenmaterial besteht bevorzugt aus Kupfer oder aus Edelstahl und das
Anodenmaterial aus platiniertem Titan oder aus Mischoxiden, wie z. B. DSA®.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Beispiels und der Abb. 2 nä
her erläutert. Das Beispiel betrifft einen Anwendungsfall aus der Leiterplatten
technik, in der kupferkaschierte Basismaterialien, d. h. ein- oder beidseitig mit me
tallischem Kupfer belegte Kunstharzplatten verwendet werden, aus denen bei
der sog. Subtraktivtechnik überflüssiges Kupfer mittels eines Gemisches aus Salz
säure und Eisen-III-chlorid entfernt wird.
In Tabelle 1 sind die für dieses System zugehörigen Reaktionsgleichgewichte und
die entsprechenden Redoxpotentiale aufgeführt.
Reaktionsgleichgewichte und Redoxpotentiale im System Salzsäure/
Eisen-III-chlorid von Kupferbeizbädern
Reaktionsgleichgewichte und Redoxpotentiale im System Salzsäure/
Eisen-III-chlorid von Kupferbeizbädern
Je positiver das Redox-Potential der betreffenden Reaktanten, desto höher ist die
oxidierende Wirkung des links des Gleichgewichtszeichens stehenden Oxidati
onsmittels. In Tabelle 1 wurden außer den Reaktionsgleichgewichten für das Sy
stem Eisen-III-chlorid/ Kupferbeize noch diejenigen der elektrochemischen Wasser
zersetzung aufgenommen.
In Abb. 2 ist das erfindungsgemäße Verfahren schematisch dargestellt, wo
bei AEM für Anionenaustauschermembran steht. Am Beispiel Eisen-III-chlo
rid/Kupferbeize ist der Verfahrensablauf in einer Elektrodialysezelle gezeigt. Das
aufzuarbeitende Kupferbad, welches Cu⁺-, Cu2+-, Fe2+-, Cl⁻- und gegebenenfalls
Fe3+-Ionen enthält, wird in den Kathodenraum der Elektrodialysezelle
(Pfeilrichtung) geführt. Der Kathodenraum ist vom Anodenraum durch eine Anio
nenaustauschermembran getrennt. An die Elektrodialysezelle ist eine Potentialdif
ferenz anlegbar. Unter dem Einfluß eines elektrischen Feldes treten Anionen durch
die Austauschermembran vom Kathodenraum in den Anodenraum. Im Katho
denraum werden Cu⁺- und Cu2+-Ionen zu elementarem Kupfer reduziert, welches
ausfällt. Gegebenenfalls vorhandene Fe3+-Ionen werden im Kathodenraum zu
Fe2+-Ionen reduziert. Der nun an Cu⁺- und Cu2+-Ionen abgereicherte Inhalt des
Kathodenraums wird in den Anodenraum überführt. Dort werden Fe2+-Ionen zu
Fe3+-Ionen oxidiert. Der Inhalt des Anodenraums wird der weiteren Verwendung
zugeführt.
Claims (11)
1. Verfahren zum Regenerieren von wäßrigen Ätzbädern zur Ätzung von Metal
len mittels eines Oxidationsmittels, wobei das zu regenerierende Ätzbad Metallio
nen, verbrauchtes und gegebenenfalls unverbrauchtes Oxidationsmittel sowie
gegebenenfalls weitere Bestandteile enthält, mit folgenden Merkmalen:
- - das Ätzbad wird in den Kathodenraum einer oder mehrerer Elektrodialyse- Zellen geleitet, an die eine Potentialdifferenz anlegbar ist und deren Anoden raum vom Kathodenraum durch eine Anionenaustauschermembran ge trennt ist;
- - im Kathodenraum werden unverbrauchtes Oxidationsmittel und Metallionen kathodisch reduziert;
- - durch Elektrodialyse werden Anionen aus dem Kathodenraum über die Anio nenaustauschermembran in den Anodenraum überführt;
- - der an Metallionen abgereicherte Inhalt des Kathodenraumes wird in den Anodenraum überführt;
- - im Anodenraum wird verbrauchtes Oxidationsmittel anodisch oxidiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Ätzbad kon
tinuierlich durch die Elektrodialyse-Zellen geleitet und der Verwendung zugeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß jeweils 5 bis 50%
des Ätzbades regeneriert und der Verwendung zubeführt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Badvolumen
vollständig regeneriert und dann der Verwendung zugeführt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet daß man Ätzbäder regeneriert, die als Metallionen Kupfer-, Zinn-,
Blei-, Nickel-, Silber-, Gold- oder Cadmium-Ionen enthalten.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet daß man Ätzbäder regeneriert, deren Oxidationsmittel in oxidierter
und in reduzierter Form jeweils als Kation vorliegt.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 6 mit folgenden Merkmalen:
- - sie weist eine oder mehrere elektrodialytische Zellen auf, an die eine Poten tialdifferenz anlegbar ist;
- - der Kathodenraum und der Anodenraum sind voneinander durch eine Anio nenaustauschermembran getrennt;
- - der Zulauf befindet sich am Kathodenraum;
- - der Ablauf befindet sich am Anodenraum;
- - sie weist eine Überführung vom Kathodenraum in den Anodenraum auf.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet daß die elektrodi
alytischen Zellen zu einer Reihe in Form eines Stapels mit monopolaren oder mit
bipolaren Elektroden angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet daß der
Anoden- und/oder der Kathodenraum elektrisch leitfähige und/oder elektrisch
inerte Partikel aufweist.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet daß das Kathodenmaterial aus Kupfer oder Edelstahl besteht.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 10, dadurch
gekennzeichnet daß das Anodenmaterial aus platiniertem Titan oder aus
Mischoxiden besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996146945 DE19646945A1 (de) | 1996-11-13 | 1996-11-13 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufarbeitung oder Regenerierung von Ätzbädern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996146945 DE19646945A1 (de) | 1996-11-13 | 1996-11-13 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufarbeitung oder Regenerierung von Ätzbädern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19646945A1 true DE19646945A1 (de) | 1998-05-14 |
Family
ID=7811574
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996146945 Ceased DE19646945A1 (de) | 1996-11-13 | 1996-11-13 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufarbeitung oder Regenerierung von Ätzbädern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19646945A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2180693C2 (ru) * | 2000-01-25 | 2002-03-20 | Моисеева Таисия Федоровна | Электролитический способ регенерации травильных растворов на основе хлоридов железа |
| EP1089799A4 (de) * | 1998-05-19 | 2002-11-13 | Phoenankh Corp | Vorrichtung und verfahren zur wiedergewinnung von photoresistenten entwicklern und strippern |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8615046U1 (de) * | 1986-06-04 | 1987-01-22 | Bringmann, Markus, Dr.-Ing., 4010 Hilden | Vorrichtung zum kontinuierlichen elektrolytischen Regenerieren einer zumindest teilweise verbrauchten, zum Ätzen von Metallen eingesetzten sauren Eisen (III)-chlorid-Lösung |
| DE4310365C1 (de) * | 1993-03-30 | 1994-04-21 | Fraunhofer Ges Forschung | Verfahren und Vorrichtung zur Aufarbeitung von Ätzbädern |
-
1996
- 1996-11-13 DE DE1996146945 patent/DE19646945A1/de not_active Ceased
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8615046U1 (de) * | 1986-06-04 | 1987-01-22 | Bringmann, Markus, Dr.-Ing., 4010 Hilden | Vorrichtung zum kontinuierlichen elektrolytischen Regenerieren einer zumindest teilweise verbrauchten, zum Ätzen von Metallen eingesetzten sauren Eisen (III)-chlorid-Lösung |
| DE4310365C1 (de) * | 1993-03-30 | 1994-04-21 | Fraunhofer Ges Forschung | Verfahren und Vorrichtung zur Aufarbeitung von Ätzbädern |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Metalloberfläche 48(1994)7, S. 471-475 * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1089799A4 (de) * | 1998-05-19 | 2002-11-13 | Phoenankh Corp | Vorrichtung und verfahren zur wiedergewinnung von photoresistenten entwicklern und strippern |
| RU2180693C2 (ru) * | 2000-01-25 | 2002-03-20 | Моисеева Таисия Федоровна | Электролитический способ регенерации травильных растворов на основе хлоридов железа |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2537757C3 (de) | Verfahren zum Wiederverwenden einer Ätzlösung | |
| DE69115458T2 (de) | Elektrolysezelle und Verfahren zu ihrem Betrieb | |
| EP0878561B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren von Verzinnungslösungen | |
| DE69200595T2 (de) | Methode zur kombinierten Entfernung und Zerstörung von Nitrationen. | |
| DE2850564C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren einer Kupfer(II)-Chlorid und/oder Eisen(III)-Chlorid enthaltenden Ätzlösung in einer Elektrolysezelle | |
| DE4326854A1 (de) | Verfahren zur Regenerierung einer Metallionen und Schwefelsäure enthaltenden wässrigen Lösung sowie Vorrchtung | |
| DE2850542C2 (de) | Verfahren zum Ätzen von Oberflächen aus Kupfer oder Kupferlegierungen | |
| DE10025551A1 (de) | Kathode für die elektrochemische Regenerierung von Permanganat-Ätzlösungen, Verfahren zu deren Herstellung sowie elektrochemische Regeneriervorrichtung | |
| DE602004009572T2 (de) | Verfahren zur regeneration von eisenhaltigen ätzlösungen zur verwendung beim ätzen oder beizen von kupfer oder kupferlegierungen und vorrichtung zur durchführung des verfahrens | |
| DE4310366C1 (de) | Verfahren zum Regenerieren von wässrigen, außenstromlos arbeitenden Beschichtungsbädern | |
| DE69303266T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Regenerierung eines Reduktionsmittel | |
| DE4310365C1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Aufarbeitung von Ätzbädern | |
| DE102007010408A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur elektrochemischen Gewinnung von reinen Kupfersulfatlösungen aus verunreinigten Kupferlösungen | |
| US5225054A (en) | Method for the recovery of cyanide from solutions | |
| DE69010271T2 (de) | Regenerierung von verbrauchten Ferrichlorid-Ätzmitteln. | |
| DE19646945A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Aufarbeitung oder Regenerierung von Ätzbädern | |
| WO2007115530A1 (de) | Elektroentionisierungsverfahren zur aufbereitung von bei der chemischen und/oder elektrochemischen oberflächenbehandlung von metallen entstehenden spülwässern | |
| US6984300B2 (en) | Method for recovering useful components from electrolytic phosphate chemical treatment bath | |
| DE19506242C2 (de) | Verfahren zur direkten elektrochemischen Oxidation von sulfithaltigen Lösungen, insbesondere Abwässern aus Gasreinigungsanlagen | |
| WO2022229175A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zum beschichten eines bauteils oder halbzeugs mit einer chromschicht | |
| WO2010078866A2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum regenerieren von peroxodisulfat-beizlösungen | |
| DE102004038693B4 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Entfernung von Fremdstoffen aus Prozesslösungen und Verfahren zur Regenerierung eines Kationenaustauschers | |
| RU2696380C1 (ru) | Реагентно-электролизный метод регенерации медно-аммиачного раствора травления меди | |
| DE19962672A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung oder Regenerierung von Peroxodisulfaten | |
| EP1051541B1 (de) | Verfahren zur elektrolytischen regeneration verunreinigter rhodiumlösungen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |