DE19644524C2 - Geschützturm für Panzerfahrzeuge - Google Patents
Geschützturm für PanzerfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Geschützturm für Panzerfahrzeuge mit
einer Rohrwaffe, einem Turmkorb und einer Ladeeinrichtung für den
Transport der in dem Geschützturm magazinierten Munition zu der
Rohrwaffe.
Zur Magazinierung großkalibriger Munition in einem Panzer ist es
beispielsweise aus der DE 34 37 588 A1 bekannt, die Munition im
Heckbereich des Turmes zu lagern und bei Bedarf mittels einer
entsprechenden Ladeeinrichtung in das Waffenrohr zu laden. Nach
teilig ist bei einer derartigen Magazinierung unter anderem der
große heckseitige Platzbedarf sowie die relativ große Verwundbar
keit des Panzers aufgrund der exponierten Lage der Munition.
Die vorstehenden Nachteile weisen auch Panzer auf, bei denen die
Munitionsmagazine seitlich von dem Waffenrohr angeordnet sind, wie
dieses etwa in der DE 25 01 426 C2 und der DE-PS 933 135 vorgeschla
gen wird.
Aus der DE-PS 13 01 742 ist es bereits bekannt, die Munition
teilweise in dem unteren Bereich des Waffenturmes (Turmkorb)
anzuordnen, so daß die in diesem Bereich befindliche Munition
besser geschützt ist als die im oberen Bereich des Turmes be
findliche Munition. Nachteilig ist bei diesem Panzer aber u. a.,
daß der Turmkorb sehr platzaufwendig ausgebildet sein muß, weil
die Munition durch einen entsprechenden Lader von einer unteren
Entnahmeposition bis hinter das Bodenstück der Waffe geschwenkt
wird.
Schließlich ist aus der DE 39 13 174 A1 ein Geschützturm für Pan
zerfahrzeuge mit einer Rohrwaffe bekannt, wobei im Turmkorb des
Geschützturmes ein erstes Trommelmagazin für die Munition angeord
net ist, welches eine Ausnehmung aufweist, in die das Bodenstück
mit dem hinteren Rohrteil der Waffe ganz oder teilweise eintauchen
kann. Das Trommelmagazin ist in dem Turmkorb geneigt angeordnet,
derart, daß seine Drehachse zur Seelenachse der horizontal ausge
richteten Waffe einen spitzen zur Mündung der Waffe hin sich öff
nenden Winkel besitzt. Dem ersten Trommelmagazin ist mindestens
ein zwischen der zugehörigen Entnahmeposition und der Ansetzposi
tion befindliches zweites Trommelmagazin zugeordnet. Dieses ist
hinter dem Bodenstück angeordnet und ist um eine senkrecht zur
Seelenachse des Waffenrohres befindliche Drehachse schwenkbar.
Zum Laden der Waffe wird zunächst die entsprechende Munition in
der Entnahmeposition aus dem ersten Trommelmagazin heraus in das
zweite Trommelmagazin geschoben. Anschließend wird das zweite
Trommelmagazin verschwenkt und dann so lange gedreht, bis die
Munition die Ansetzposition erreicht hat und in den Ladungsraum
der Waffe geschoben werden kann.
Nachteilig ist bei diesem Geschützturm unter anderem, daß der im
Turmkorb für die Munition zur Verfügung stehende Platz nicht op
timal genutzt wird. Außerdem ist der Ladevorgang mittels des zwi
schen dem ersten Trommelmagazin und der Waffe angeordneten
schwenkbaren zweiten Trommelmagazins relativ aufwendig.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Geschützturm anzugeben, in dessen Turmkorb großkalibrige Munition
optimal bevorratbar ist, ohne daß dieses zu einer negativen Be
einflussung der Feuergeschwindigkeit führt und bei dem die je
weilige Munition auf einfache und zeitsparende Weise von der
Entnahmeposition aus dem Munitionsmagazin in die entsprechende
Ansetzposition an der Waffe übertragbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils
des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung offenbaren die Unteransprüche.
Im wesentlichen liegt der Erfindung der Gedanke zugrunde, als
Munitionsmagazin ein geschwungenes Turmkorb-Bandmagazin zu ver
wenden, bei dem die Munition waagerecht in entsprechenden Con
tainerrohren angeordnet ist. Dabei werden die an einem Laderband
befestigten Containerrohre bis in eine Entnahmeposition transpor
tiert, die sich etwa in Höhe der Waffe und seitlich von dieser
befindet. In der Entnahmeposition wird der jeweilige Munitions
körper mit Hilfe einer ersten Ladevorrichtung in ein Laderohr
geschoben und anschließend hinter das Bodenstück der Waffe ge
schwenkt, wo mittels einer zweiten Ladevorrichtung dann der
Munitionskörper in den Ladungsraum der Waffe geschoben wird.
Mit einem derartigen Geschützturm läßt sich nicht nur eine relativ
hohe Schußzahl großkalibriger Munition (z. B. Kaliber 140 mm, Länge
1,5 m) bei verhältnismäßig geringen Abmessungen des Turmkorbes
(Innendurchmesser z. B. des ≦ 180 mm) magazinieren, sondern auf
grund des einfachen Bewegungsablaufes
ist auch eine relativ hohe Feuergeschwindigkeit (z. B. 5-10
Schuß pro Minute) möglich. Außerdem ist die Munition durch
die Unterbringung in dem Turmkorb gegen äußere Einflüsse
(feindlicher Beschuß des entsprechenden Panzers) geschützt.
Mit dem erfindungsgemäßen Geschützturm kann insbesondere
neuartige, besonders große Munition, wie beispielsweise die
Munition für eine 140 mm Panzer-Hauptbewaffnung, magaziniert
und automatisch geladen werden.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform können zur Verminde
rung der Abmessungen des heckseitigen Turmbereiches die Con
tainerrohre der Bandmagazine in der Entnahmeposition und die
sich anschließenden Laderohre einen sich zur Seelenachse des
Waffenrohres hin verjüngenden Verlauf aufweisen, so daß das
jeweilige Laderohr bei dem Ladevorgang der Waffe einer kegel
stumpfförmigen Fläche folgend hinter das Waffenrohr ge
schwenkt wird. Durch eine derartige Anordnung der Bandmagazi
ne und der Ladeeinrichtung kann auch die Unterseite des Turm
hecks angehoben werden, so daß mehr Freiraum, z. B. für den
Kühleraustritt des Fahrzeuges, zur Verfügung steht.
Aus der Rohrwaffe des erfindungsgemäßen Geschützturmes kann
einteilige und zweiteilige Munition verschossen werden.
Bei der Magazinierung zweiteiliger Munition können auch zwei
axial hintereinander angeordnete Bandmagazine vorgesehen
werden. Eine derartige Magazinanordnung empfiehlt sich vor
allem bei besonders langer großkalibriger Munition. Dabei
wird in dem in Schußrichtung vorderen Bandmagazin das das
Geschoß enthaltende Munitionsteil und in dem hinteren Band
magazin das nur die Treibladung enthaltende Munitionsteil
magaziniert. Die Anordnung der beiden Bandmagazine muß al
lerdings derart sein, daß die entsprechenden
Containerrohre in der oberen Entnahmeposition fluchtend hin
tereinander liegen, so daß durch die vordere Ladevorrichtung
beide Munitionsteile in das jeweilige Laderohr einschiebbar
sind.
Eine fluchtende Anordnung der Containerrohre der beiden
Bandmagazine ist innerhalb des Turmkorbes allerdings nicht
erforderlich. Vielmehr hat es sich aus Gründen einer opti
malen Unterbringung der Munitionsteile als vorteilhaft er
wiesen, daß die Containerrohre für die längeren Munitions
teile (in der Regel die das Geschoß enthaltenden Munitions
teile) im Inneren des Turmkorbes eine seitlich geneigte Lage
aufweisen, so daß das jeweilige Laderband einen nach oben hin
gedrillten Verlauf besitzt.
Zur Erhöhung des Freiraumes des Bodenstückes der Waffe hat es
sich ferner als vorteilhaft erwiesen, das Band des hinteren
Bandmagazines axial verschiebbar auszugestalten.
Schließlich hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen,
das Laderohr teleskopartig zusammenschiebbar auszubilden, so
daß es bei Abfeuerung des Schusses hinter dem Bodenstück des
Waffenrohres verbleiben kann und durch dieses beschädigungs
los zusammengedrückt wird. Läuft die Waffe in ihre Ausgangs
lage zurück, so entfaltet sich das Laderohr wieder und wird
in die vordere Entnahmeposition transportiert.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus den folgenden anhand von Figuren erläuterten Ausführungs
beispielen. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Geschützturmes;
Fig. 2 eine Vorderansicht des in Fig. 1 dargestellten
Geschützturmes;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des in Fig. 1 und 2 dar
gestellten Geschützturmes bei abgenommener Panzerung
mit einteiligen axialverschobenen Bandmagazinen;
Fig. 4 eine Fig. 3 entsprechende perspektivische Ansicht eines
zweiten Ausführungsbeispieles der Erfindung mit eintei
ligen, nicht axialverschobenen Bandmagazinen;
Fig. 5 eine weitere perspektivische Ansicht eines dritten
Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Geschütz
turmes, bei dem Bandmagazine zum Laden zweiteiliger
Munition vorgesehen sind;
Fig. 6 eine schematische Anordnung der in Fig. 5 dargestellten
Bandmagazine in Draufsicht;
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines vierten Ausführungs
beispieles des erfindungsgemäßen Geschützturmes zum
Laden zweiteiliger Munition;
Fig. 8 eine schematische Anordnung der in Fig. 7 dargestellten
Bandmagazine in Draufsicht und
Fig. 9 den Längsschnitt durch ein teleskopartig zusammen
schiebbares Laderohr mit einer darin befindlichen zwei
teiligen Munition
In den Fig. 1-3 ist mit 1 ein Geschützturm eines Panzerfahr
zeuges bezeichnet, welcher mit einer Rohrwaffe 2, einem Turm
korb 3 und einer Ladeeinrichtung 4 für die Zuführung von
Munition 5 in die Waffe 2 versehen ist. In dem Geschützturm 1
sind zwei Bandmagazine 6, 7 vorgesehen (Fig. 2), die jeweils
aus einem Endlosband (Laderband) 8 und daran befestigten Con
tainerrohren 9 zur Aufnahme von Munitionskörpern 5 bestehen.
Das jeweilige Laderband 8 wird geschwungen, aber im wesent
lichen parallel zur Turmachse 10 durch den Turmkorb 3 ge
führt, so daß der größte Teil der Containerrohre 9 - und damit
auch der in den Containerrohren untergebrachten Munition 5 -
in dem Turmkorb 3 angeordnet ist. Oberhalb des Turmkranzes 11
des Geschützturmes 1 ist eine vordere Entnahmeposition 12
vorgesehen, bei der die entsprechende Munition 5 von einer
ersten (vorderen), aus Übersichtlichkeitsgründen nicht darge
stellten, Ladevorrichtung aus dem Containerrohr 9 in ein La
derohr 13 hineinbewegt wird.
Das Laderohr 13 ist um eine Drehachse 14 schwenkbar gelagert
(Fig. 3), derart, daß es bei der vorgegebenen Indexposition
der Waffe 2 derart verschwenkbar ist, daß seine Längsachse 15
mit der Seelenachse 16 der Waffe 2 fluchtet und die Munition
5 durch die Ladeöffnung 17 des Bodenstückes 18 in den La
dungsraum der Waffe 2 mittels einer zweiten (hinteren) Lade
vorrichtung 19 (Fig. 1) gedrückt werden kann.
Das Laden der Waffe 2 kann wechselseitig von beiden Seiten
erfolgen, da entsprechende Bandmagazine 6, 7, vordere Lade
vorrichtungen und Laderohre 13 auf beiden Seiten der Waffe 2
angeordnet sind. Als Laderohre 2 haben sich vor allem solche
als vorteilhaft erwiesen, die sich teleskopartig zusammen
schieben lassen, so daß es beim Abfeuern des Schusses hinter
dem Bodenstück 18 der Waffe 2 verbleiben kann und durch
dieses beschädigungslos zusammengedrückt wird. Läuft das
Waffenrohr in seine Ausgangslage zurück, so entfaltet sich
das Laderohr 13 wieder und kann in die vordere Entnahme
position geschwenkt werden.
Wie Fig. 4 entnommen werden kann, können zur Verminderung des
heckseitigen Turmbereiches die Containerrohre 9 der Bandmaga
zine 6, 7 in der Entnahmeposition und die sich anschließenden
Laderohre 13 einen sich zur Seelenachse 16 hin verjüngenden
Verlauf aufweisen, so daß das jeweilige Laderohr bei dem La
devorgang der Waffe auf einer kegelstumpfförmigen Fläche hin
ter das Waffenrohr geschwenkt wird.
Die Rohrwaffe 2 kann grundsätzlich für ein- und zweiteilige
Munition verwendet werden, wobei im letzteren Fall beide
Munitionsteile in das entsprechende Containerrohr 9 geladen
und mittels der vorderen Ladevorrichtung anschließend in das
Laderohr 13 verschoben werden.
Die Fig. 5 und 6 zeigen einen Geschützturm mit seitlich je
weils zwei hintereinander angeordneten Bandmagazinen zum
Laden zweiteiliger Munition. Dabei wird in dem in Schußrich
tung vorderen Bandmagazin das Geschoß und in dem hinteren
Bandmagazin das nur die Treibladung enthaltende Munitionsteil
magaziniert.
In Fig. 5 ist mit 2 wiederum eine Rohrwaffe bezeichnet, in die
eine nur schematisch dargestellte zweiteilige Munition 21
geladen werden soll. Die Munition 21 besteht aus einem heck
seitigen, im wesentlichen nur Treibladungspulver enthaltenden
Munitionsteil 22 und einen vorderseitigen, das Geschoß ent
haltenden Munitionsteil 23, der u. U. ebenfalls zusätzlich
auch Treibladungspulver enthält.
Seitlich von der Rohrwaffe 2 sind jeweils zwei hintereinander
angeordnete Bandmagazine 24, 25 vorgesehen, die sich ge
schwungen in das Innere des Turmkorbes erstrecken. Das vor
dere Bandmagazin 24 dient dabei zur Aufnahme des das Geschoß
enthaltenden Munitionsteiles 23, während das hintere Bandmagazin
25 zur Aufnahme des die Treibladung enthaltenden Mu
nitionsteiles 22 dient.
Aus Gründen einer optimalen Unterbringung der Munitionsteile
besitzt das jeweilige die Geschosse aufnehmende Bandmagazin
24 im Inneren des Turmkorbes eine seitlich geneigte Lage
(vgl. Fig. 6, in der die Lage der Containerrohre im Inneren
des Turmkorbes schraffiert dargestellt sind), da diese Muni
tionsteile besonders bei großkalibriger Munition relativ lang
sind.
Die Anordnung der Laderbänder der beiden Bandmagazine 24, 25
muß allerdings derart ausgebildet sein, daß die entsprechen
den Containerrohre in der oberen Entnahmeposition fluchtend
hintereinander liegen (in Fig. 6 ist die entsprechende Lage
der Containerrohre in der Entnahmeposition gestrichelt dar
gestellt), so daß durch die erste Ladevorrichtung beide
Munitionsteile 22, 23 in das entsprechende Laderohr 13 ein
schiebbar sind (in Fig. 5 ist aus Übersichtlichkeitsgründen
nur ein Laderohr dargestellt).
Zur Erhöhung des Freiraumes des Bodenstückes der Waffe 2 bei
deren Erhöhung hat es sich ferner als vorteilhaft erwiesen,
das Ladeband des jeweiligen, die Treibladung aufnehmenden
Bandmagazines axial verschiebbar auszugestalten. Dieses ist
in den Fig. 7 und 8 angedeutet. Dabei ist in Fig. 8 mit 26 die
Lage der Munition im Bereich des Turmkorbbodens, mit 27 die
darüber befindliche Lage der Munition, die sich aber noch im
Bereich unterhalb der Waffe befindet, und mit 28 die Lage der
Munition in der Entnahmeposition angedeutet. Wie Fig. 8 ent
nommen werden kann, ist die Munition im Bereich 27 in Schuß
richtung verschoben angeordnet, so daß das Bodenstück der
Waffe bei einer entsprechend höhengerichteten Waffe nicht
gegen die unterhalb der Waffe befindliche Munition stoßen
kann.
Fig. 9 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines teleskopartig zu
sammenschiebbaren Laderohres 13 mit einer darin befindlichen
zweiteiligen Munition 21. Das Laderohr 13 besteht im wesent
lichen aus einem feststehenden Rohrteil 29 und einem in die
sem Rohrteil teleskopierbaren Rohrteil 30, welches von einer
Rückstellfeder 31 beaufschlagt ist. Die maximale Teleskop
bewegung, die an den Rücklauf der jeweiligen Waffe angepaßt
ist, ist in Fig. 9 mit dem Bezugszeichen 32 versehen.
1
Geschützturm
2
Rohrwaffe, Waffe
3
Turmkorb
4
Ladeeinrichtung
5
Munition, Munitionskörper
6
,
7
Bandmagazine
8
Endlosband, Laderband
9
Containerrohr
10
Turmachse
11
Turmkranz
12
vordere Entnahmeposition
13
Laderohr
14
Drehachse
15
Längsachse (Laderohr)
16
Seelenachse
17
Ladeöffnung
18
Bodenstück
19
zweite (hintere) Ladevorrichtung
21
zweiteilige Munition, Munitionskörper
22
TL-Pulver enthaltendes Munitionsteil
23
Geschoß enthaltendes Munitionsteil
24
vordere (erste) Bandmagazin
25
hintere (zweite) Bandmagazin
26-28
Munitionslagen, Bereiche
29
feststehendes Rohrteil (Laderohr)
30
teleskopierbares Rohrteil (Laderohr)
31
Rückstellfeder
32
maximale Teleskopbewegung
Claims (7)
1. Geschützturm für Panzerfahrzeuge mit einer Rohrwaffe
(2), einem Turmkorb (3) und einer Ladeeinrichtung für
den Transport der in dem Geschützturm (1) magazinierten
Munition (5; 21) zu der Rohrwaffe (2), wobei
- a) die einzelnen Munitionskörper (5; 21) in waagerecht angeordneten Containerrohren (9) mindestens eines Bandmagazines (6, 7; 24, 25) magaziniert sind;
- b) das Bandmagazin (6, 7; 24, 25) sich in den Turmkorb (3) hinein erstreckt und oberhalb des Turmkorbes (3) seitlich von der Rohrwaffe (2) eine vordere Entnahmeposition (12) aufweist;
- c) eine erste Ladevorrichtung vorgesehen ist, die den jeweiligen Munitionskörper (5; 21) bei Erreichen der vorderen Entnahmeposition (12) aus dem entsprechen den Containerrohr (9) in ein hinter die Rohrwaffe (2) verschwenkbares Laderohr (13) schiebt und
- d) eine zweite Ladevorrichtung (19) vorgesehen ist, die den Munitionskörper (5; 21) in einer hinteren Entnahmeposition aus dem Laderohr (13) in den Ladungsraum der Rohrwaffe (2) schiebt.
2. Geschützturm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bandmagazin (6, 7) einen zur vorderen Entnahme
position (12) hin verdrillten Verlauf aufweist, derart,
daß das entsprechende Containerrohr (9) bei Erreichen
der Entnahmeposition (12) sowie das hinter dem Contai
nerrohr (9) angeordnete Laderohr (13) jeweils einen zum
(Turmheck) hin sich verjüngenden Verlauf aufweisen, so
daß das jeweilige Laderohr (13) bei dem Ladevorgang der
Waffe (2) auf einer kegelstumpfförmigen Fläche hinter
das Waffenrohr geschwenkt wird.
3. Geschützturm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Geschützturm (1) zum Verschießen zweiteiliger
Munition (21) zwei hintereinander angeordnete Bandmaga
zine (24, 25) aufweist, wobei in dem in Schußrichtung
vorderen (ersten) Bandmagazin (24) das Geschoß enthal
tende Munitionsteil (23) und in dem zweiten Bandmagazin
(25) das nur die Treibladung enthaltende Munitionsteil
(22) magaziniert sind, und daß die Führung der beiden
Laderbänder der Bandmagazine (24, 25) derart gewählt ist,
daß sie in der vorderen Entnahmeposition fluchtend hin
tereinander liegen, so daß durch die erste Ladevorrich
tung beide Munitionsteile (22, 23) in das jeweilige Lade
rohr (13) einschiebbar sind.
4. Geschützturm nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Containerrohre (9) für die jeweils längeren
Munitionsteile (23) im Turmkorb (3) eine seitlich ge
neigte Lage aufweisen, so daß das entsprechende Lader
band einen zur vorderen Entnahmeposition (12) hin ge
drillten Verlauf besitzt.
5. Geschützturm nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das jeweils zweite Bandmagazin (25) axial
zur Rohrmündung hin verschiebbar angeordnet ist.
6. Geschützturm nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Laderohr (13) teleskopartig
zusammenschiebbar ist, so daß es bei Abfeuerung des
Schusses hinter dem Bodenstück (18) der Rohrwaffe (2)
verbleiben kann und durch dieses beschädigungslos
zusammendrückbar ist.
7. Geschützturm nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß auf beiden Seiten der Rohrwaffe (2)
Bandmagazine (6, 7; 24, 25) angeordnet sind, die sich in
den Turmkorb (3) hinein erstrecken.
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