DE19644485A1 - Verriegelungsvorrichtung für eine Schiebetür - Google Patents
Verriegelungsvorrichtung für eine SchiebetürInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B65/00—Locks or fastenings for special use
- E05B65/08—Locks or fastenings for special use for sliding wings
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B15/00—Other details of locks; Parts for engagement by bolts of fastening devices
- E05B15/0093—Weight arrangements in locks; gravity activated lock parts
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05C—BOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
- E05C7/00—Fastening devices specially adapted for two wings
- E05C7/04—Fastening devices specially adapted for two wings for wings which abut when closed
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- Power-Operated Mechanisms For Wings (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung für eine Tür, ein Fenster oder
dergleichen mit einem vorzugsweise automatisch angetriebenen Flügel und einem
am Flügel angeordneten Riegel, zur Verriegelung des Flügels in dessen Schließ
lage
und eine Verriegelungsvorrichtung für eine Tür, ein Fenster oder dergleichen mit
zwei vorzugsweise automatisch angetriebenen Flügeln und einem am ersten Flü
gel angeordneten Riegel, zur Verriegelung der beiden Flügel in deren Schließla
ge.
Es ist bekannt, z. B. aus DE-OS 38 42 569, eine Schiebetür über einen horizontal
verschiebbaren Riegelbolzen zu verriegeln, indem in der Sperrstellung der Rie
gelbolzen eine vertikale Kante eines am Schiebeflügel angebrachten Schließ
blechs hintergreift. Der in der DE-OS 38 42 569 vorgesehene Riegelbolzen ist
über einen Elektromotor zum Ver- und Entriegeln verschiebbar. In der Praxis wer
den derartige Verriegelungsvorrichtungen bei automatisch angetriebenen ein- und
zweiflügeligen Schiebetüranlagen eingesetzt.
Bei zweiflügeligen Schiebetüranlagen sind die Schiebeflügel in der Regel gegen
läufig angetrieben, wie z. B in DE-OS 36 02 567 beschrieben. Hierbei sind die
Schiebeflügel über einen angetriebenen Treibriemen miteinander verbunden. Zur
Verriegelung wirkt der Schiebebolzen in der Sperrstellung mit nur einem Schiebe
flügel zusammen. Der andere Schiebeflügel wird aufgrund der Verbindung über
den Treibriemen dabei mittelbar in Sperrstellung gehalten.
Ein Schiebetürbeschlag mit einer andersartigen Verriegelungsvorrichtung ist aus
der DE-OS 40 32 677 bekannt. Dort ist ein vertikal verschiebbarer Riegel vorge
sehen, der zum Sperren der Tür in ein am oberen Rand des Schiebeflügels ange
ordnetes Schließblech von oben her vertikal einfährt. Die Betätigung des Riegels
erfolgt ebenfalls über einen Elektromotor. Für zweiflügelige Schiebetüranlagen ist
ein Riegel mit zwei Schließbolzen vorgesehen, die zum Verriegeln simultan in
Schließbleche in beiden Schiebeflügeln ebenfalls vertikal eingreifen.
In der DE-OS 42 34 899 wird ein Schiebetürbeschlag mit einem horizontal ver
schiebbaren, durch einen Elektromotor angetriebenen Riegelbolzen für eine zwei
flügelige Schiebetüranlage beschrieben. An den Schiebeflügeln sind einander
zugewandte Sperrklinken vorgesehen, die um eine horizontale, zur Bewegungs
richtung des Riegelbolzens parallele Achse schwenkbar gelagert und über eine
Feder in Sperrstellung beaufschlagt sind. Die Sperrklinken wirken hintergreifend
mit dem Riegelbolzen zusammen, wenn die Schiebeflügel geschlossen sind und
der Riegelbolzen in Sperrstellung steht.
Alle zuvor beschriebenen Vorrichtungen weisen einen oberhalb der Schiebeflügel
befestigten Verriegelungsantrieb auf und verriegeln die Schiebeflügel lediglich an
der oberen Flügelkante. Eine Verriegelungsvorrichtung, welche die Schiebeflügel
sowohl über obere, als auch über untere Verriegelungselemente verriegelt ist in
der EP 0 685 621 beschrieben. Die Verriegelungsvorrichtung umfaßt ein Antrieb
saggregat, eine Kupplung, sowie einen exzentrisch an einer Abgangswelle ange
ordneten Mitnehmer.
Dieser wirkt auf einen zweiarmigen Kopplungshebel und bildet mit letzterem zu
sammen einen Kurbeltrieb, dessen Totpunktlagen die verriegelte und entriegelte
Stellung bilden. Das dem Mitnehmer abgewandte, hoch- und niederschwenkbare
Ende des Kopplungshebels ist mit oberen Verriegelungselementen beider Schie
beflügel wirkverbunden, um diese zu Ver- und Entriegeln. Zusätzlich besteht eine
Wirkverbindung über jeweils eine im vertikalen Schiebetürbeschlag gelagerte
vertikale Kopplungsstange auch zu den unteren Verriegelungselementen, welche
die Schiebeflügel zusätzlich gegen den Boden verriegeln. Die Verriegelung erfolgt
von einer Steuerung der Schiebetür automatisch.
Allen bisher genannten Ausführungsformen ist gemeinsam, daß die Verriege
lungsvorrichtung jeweils über eine separate Antriebseinheit betätigt wird, welche
über die Türsteuerung ansteuerbar ist.
Die DE-OS 44 28 718 beschreibt eine Vorrichtung zum zwangsweisen Betätigen
einer Verriegelungsvorrichtung für Ganzglaselemente, welche mechanisch beim
Zusammenschieben der Ganzglaselemente ausgelöst wird und diese gegen den
Boden verriegelt. Dazu ist an dem einen Ende des unteren Metallrahmens jedes
Ganzglaselements ein keilförmiges Auflaufteil befestigt. Am gegenüberliegenden
Ende des Metallrahmens ist ein zweiarmiger Betätigungshebel der Verriegelungs
vorrichtung schwenkbar gehaltert, auf dessen in den Metallrahmen weisenden
Arm eine Feder wirkt, wodurch der vertikale Verriegelungsbolzen in Anlage gehal
ten ist. Der andere über den Metallrahmen vorstehende Arm läuft beim Aufeinan
derschieben zweier Ganzglaselemente an dem keilförmigen Auflaufteil hoch und
bewegt dabei mit dem anderen Hebelarm den Verriegelungsbolzen zwangsweise
in eine bodenseitige Hülle, wodurch das erste Ganzglaselement durch das auflau
fende zweite Ganzglaselement verriegelt wird.
Diese Ausführungsform ist jedoch ungeeignet für einflügelige Schiebetüren, da die
Verriegelungsvorrichtung des zu verriegelnden Ganzglaselements durch ein
zweites auflaufendes Ganzglaselements betätigt werden muß. Zudem ist es erfor
derlich, das zu verriegelnde Element zuvor ruhend über der Aufnahmehülse zu
positionieren.
Aufgabe der Erfindung ist es eine Verriegelungsvorrichtung zu entwickeln, die
sowohl bei einflügeligen als auch bei zweiflügeligen Schiebetüranlagen eingesetzt
werden kann und welche sich optisch unauffällig in die Schiebetür oder den
Schiebetürbeschlag integrieren läßt. Bevorzugte Ausführungen sollen unabhängig
von einem elektrischen Verriegelungsantrieb arbeiten.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zumindest in einem Teil
bereich derjenigen Wegstrecke, welche der Flügel bei einem Öffnungs- und/oder
Schließvorgang zurücklegt die Riegelbewegung beim Entriegelungs- und/oder
Verriegelungsvorgang, unter Nutzung der Bewegung des den Riegel tragenden
Flügels erfolgt, vorzugsweise mit der Flügelbewegung mechanisch gekoppelt ist.
Der in Abhängigkeit von der Flügelbewegung und/oder Flügelstellung zwangswei
se steuerbare Riegel ist im Flügel oder in einem Beschlag des Flügels aufgenom
men, wobei er vorzugsweise nahe der Hauptschließkante angeordnet ist. Der
Riegel liegt horizontal oder vertikal in der Flügelebene und sichert in seiner Ver
riegelungsstellung den Flügel gegen ein Aufdrücken senkrecht zur Verriege
lungsebene. Dabei greift er in seiner Verriegelungsstellung in eine an einem
zweiten Flügel oder an anderer Stelle ortsfest angeordnete Riegelaufnahme ein.
Es ist eine den Riegel zwangsweise bewegende Betätigungseinrichtung vorgese
hen ist, wobei die Betätigungseinrichtung am Flügel angeordnet ist und mit einem
ortsfest angeordneten Bauteil zusammenwirkt. Durch die Betätigungseinrichtung
wird der Riegel beim Öffnungsvorgang des Flügels aus seiner verriegelnden Stel
lung in die entriegelte Stellung und beim Schließvorgang des Flügels aus seiner
entriegelten Stellung in die verriegelnde Stellung bewegt.
In einer ersten Ausführungsform wird der Riegel über ein Reibrad angetrieben,
welches mit einer ortsfest angeordneten Reibfläche zusammenwirkt, wobei es bei
einer Bewegung des Flügel auf der Reibfläche abrollt und die Abrollbewegung auf
den Riegel überträgt.
In einer anderen Ausführungsform wird der Riegel durch eine Spannvorrichtung
beim Öffnen des Flügels gegen die Kraft einer Rückstellfeder in seine entriegelte
Stellung bewegt und dort arretiert. Beim Schließvorgang des Flügels wird durch
den Kontakt mit einem ortsfesten Auslöser die Arretierung gelöst und der Riegel
wird unter Entladung des Energiespeichers in die verriegelnde Stellung bewegt.
In einer weiteren Ausführungsform weist die Verriegelungsvorrichtung einen Aus
lösebolzen und ein zwischen den Auslösebolzen und den Riegel geschaltetes
Getriebe auf, wobei eine Eindrückbewegung des Auslösebolzens durch das Ge
triebe in eine Verriegelungsbewegung des Riegels umgesetzt wird. Der Auslöse
bolzen wird in der Schließstellung des Flügels durch die Hauptschließkante eines
zweiten Flügels beaufschlagt.
Eine andere Variante der Verriegelungsvorrichtung weist einen Bowdenzug auf,
welcher den Riegel und eine bodenseitig ortsfest angeordnete Halterung mitein
ander koppelt, wobei der Riegel beim Öffnen des Flügels über den Bowdenzug in
seine entriegelte Stellung bewegt wird und beim Schließen des Flügels durch die
Kraft einer Rückstellfeder in die verriegelnde Stellung bewegt wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 27 aufgeführt.
Die Erfindung wird in den Figuren näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 die Vorderansicht einer zweiflügeligen Schiebetüranlage mit einer Ver
riegelungsvorrichtung im unteren Beschlag der Flügel, wobei die Flügel
gegen ein Aufdrücken senkrecht zur Verriegelungsachse gesichert sind;
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel der Verriegelungsvorrichtung in Fig. 1, bei
dem der Riegelbolzen kraftschlüssig über ein Reibrad angetrieben wird;
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Verriegelungsvorrichtung in Fig.
1, wobei der Riegelbolzen durch einen Mitnehmer gegen die Kraft einer
Rückstellfeder gespannt wird und die Verriegelung mechanisch über ei
nen Auslösehebel an einem ortsfesten Anschlag ausgelöst wird.
Fig. 4 eine Variante des Ausführungsbeispiels in Fig. 3, wobei die Auslösung
des Riegelbolzens mechanisch durch einen ortsfesten Anschlag ober
halb des Flügels erfolgt
Fig. 5 eine weitere Variante des Ausführungsbeispiels in Fig. 3, wobei die
Auslösung der Verriegelung durch einen Elektromagneten erfolgt
Fig. 6 ein Ausführungsbeispiels der Verriegelungsvorrichtung in Fig. 1, bei
dem der Riegelbolzen über einen Bowdenzug betätigt wird;
Fig. 7 ein alternatives Ausführungsbeispiel der Verriegelungsvorrichtung in
Fig. 1, bei dem die Verriegelungseinheit im vertikalen Beschlag des
Flügels untergebracht ist und ein Getriebe zwischen den Riegelbolzen
und einen Auslösebolzen geschaltet ist;
Fig. 1 zeigt die schematische Frontansicht einer automatischen Schiebetüranla
ge 1 mit zwei Schiebetürflügeln 1a und 1b, die motorisch gegenläufig angetrieben
sind. Die Schiebetürflügel 1a, 1b sind über jeweils ein Paar Rollenwagen 42 in
einer horizontalen ortsfesten Laufschiene 41 verschiebbar geführt. Die Laufschie
ne 41 ist Teil des Trägerelements 4, welches oberhalb der Türöffnung zur Auf
nahme der einzelnen Komponenten oder Module der Schiebetüranlage 1 ebenfalls
ortsfest angeordnet ist.
Der Antrieb weist einen Elektromotor 3 auf, der mit einer elektronischen Steuer
einrichtung 2 verbunden ist. Der Motor 3 treibt über ein nicht dargestelltes Getrie
be und eine erste Umlenkrolle 31a einen Zahnriemen 32 an, der über eine zweite
freilaufende Umlenkrolle 31b umlaufend geführt ist.
Die Schiebetürflügel 1a, 1b sind über Mitnehmer 33a, 33b mit dem Zahnriemen
gekoppelt. Hierzu ist das untere Trum 32a des Zahnriemens 32 über einen Mit
nehmer 33a mit dem Schiebeflügel 1a verbunden und das obere Trum 32b über
einen Mitnehmer 33b mit dem Schiebeflügel 1b, so daß sich die Flügel 1a, 1b nur
in jeweils entgegengesetzten Richtungen bewegen können.
Die Ansteuerung des Motors 3 erfolgt über eine Steuer- und Regeleinrichtung 2,
die beispielsweise in dem Trägerelement 4 angeordnet ist. Auf das Signal eines
nicht dargestellten Sensors oder eines externen Schalters werden bei Annäherung
einer Person die Schiebeflügel 1a, 1b über den Motor 3 automatisch geöffnet und
nachfolgend wieder geschlossen.
Im unteren horizontalen Beschlag 13 der Schiebeflügel 1a, 1b ist eine Verriege
lungsvorrichtung 5 angeordnet, welche die Flügel 1a, 1b gegen ein Aufdrücken
senkrecht zur Flügelebene sichert. Dabei weist der eine Flügel 1a einen Riegel
bolzen 51 auf, welche im Verriegelungszustand in eine Riegelaufnahme 5b des
gegenüberliegenden Flügels 1b eingreift. Die Anordnung der Verriegelungsvor
richtung 5 kann alternativ oder zusätzlich auch im oberen Beschlag 12 oder den
seitlichen vertikalen Beschlägen 11 der Schiebeflügel 1a, 1b erfolgen. Die Anbrin
gung im unteren Bereich der Hauptschließkante ist jedoch insofern zweckmäßig,
da von dort aus die nächstliegende Befestigung, bzw. Bodenführung des Flügels
am weitesten entfernt liegt. Die zusätzliche in den Figuren nicht dargestellte Ver
riegelung kann als eine zwangsweise rein mechanisch betätigte Verriegelung,
aber auch als eine über einen Riegelmotor oder Elektromagneten angetriebene
Verriegelung ausgebildet sein.
In allen nachfolgenden Ausführungsbeispielen erfolgt die Verriegelung durch
einen horizontal liegenden Riegelbolzen 51, der die beiden Flügel 1a, 1b gegen
einander verriegelt. Alternativ ist jedoch ebenso die Verriegelung beider Flügel 1a,
1b gegen den Boden möglich, oder speziell bei einflügeligen Türen eine Verriege
lung gegen einen ortsfesten Pfosten, eine Mauer oder den Boden.
In Fig. 2 ist schematisch ein Ausführungsbeispiel der Verriegelungsvorrichtung 5
dargestellt. Die Figur zeigt einen Ausschnitt der beiden Schiebeflügel 1a, 1b im
nahezu vollständig geschlossenen und verriegelten Zustand. Der in einer Füh
rungsvorrichtung 54 im unteren Beschlag 13 horizontal gelagerte Riegelbolzen 51
wird durch ein Führungselement 54a gegen ein Reibrad 52 gepreßt und kraft
schlüssig von diesem angetrieben. Das ebenfalls im Beschlag 13 drehbar gelager
te Reibrad 52 wirkt mit einer ortsfesten Reibfläche 53 zusammen. Die Reibfläche
53 kann vorzugsweise in die bodenseitige Führung des Schiebeflügels integriert
sein. Die nachfolgend beschriebene Betätigung des Riegels 51 erfolgt dabei unter
Nutzung der Bewegung und der Bewegungsenergie des Flügels 1a.
Die Reibfläche 53 ist längs neben dem Flügel 1a im Boden verankert, so daß bei
einer Schiebebewegung des Flügels 1a das Reibrad 52 zwangsgeführt auf der
Reibfläche 53 abrollt. Dadurch wird über das Reibrad 52 der Riegelbolzen 51 beim
Schließen des Flügel 1b in seine Verriegelungsposition bewegt, in der er seitlich
über die Hauptschließkante des Flügels 1a hinausragt und mit der Riegelaufnah
me 5b im gegenüberliegenden Flügel 1b in Eingriff kommt. Die Bewegung des
Flügels 1a wird somit unmittelbar in eine Bewegung des Riegelbolzens 51 umge
setzt. Ein Aufdrücken der Flügel 1a, 1b senkrecht zur Verriegelungsachse wird im
Verriegelungszustand verhindert. In umgekehrter Weise wird beim Öffnen des
Flügels 1a der Riegelbolzen 51 in seine entriegelte Stellung verfahren, wobei er
vollständig in den unteren Beschlag 13 eingefahren wird. Dabei ist nicht erforder
lich, daß sich das Reibrad 52 über den gesamten Türweg in Wirkkontakt mit der
Reibfläche 53 befindet. Es ist lediglich eine ausreichende Wegstrecke erforder
lich, um den Riegelbolzen 51 zwischen der Verriegelungs- und der Öffnungsposi
tion zu verfahren. Um die Herstellung des Wirkkontaktes zwischen Reibrad 52 und
Reibfläche 53 zu erleichtern, weist die Reibfläche 53 auf ihrer von der Haupt
schließkante abgewandten Seite eine Anlaufschräge 53a auf.
In einer alternativen Anordnung kann auch das Reibrad 52 in der Bodenführung
des Flügels 1a gelagert sein. Dadurch verringert sich die bewegte Masse des
Flügels 1a, was insbesondere für Ausführungen in Leichtbauweise von Vorteil ist.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Verriegelungsvorrichtung 5 ist in Fig. 3
abgebildet. Der Riegelbolzen 51 ist auch in dieser Ausführung im unteren Be
schlag 13 horizontal in der Flügelebene liegend angeordnet und zusätzlich gegen
die Kraft einer Rückstellfeder 57 gespannt. Die Rückstellfeder 57 stützt sich dabei
zwischen Teilen der Führungsvorrichtung 54a und einer Verdickung 51b des Rie
gelbolzens 51 ab. Der Spannmechanismus 6, welcher einen Teil der Verriege
lungsvorrichtung 5 darstellt, ist in der Fig. 3 im linken Teil des Beschlags 13
angeordnet und besteht aus einem Gleitkörper 61, der von einem ortsfest im Bo
den verankerten Mitnehmer 62 in einer Führungsbahn 63 innerhalb des Beschlags
13 bewegt werden kann. Die Führungsbahn 63 stellt für den Gleitkörper 61 eine
schiefe Ebene dar mit einer tieferliegenden Ausgangsposition 63a und einer hö
herliegenden Endposition 63b, wobei die Endposition 63b zur Hauptschließkante
hin orientiert ist. Der Gleitkörper 61 ist durch einen über eine Umlenkrolle 64 ge
führten Seilzug 65 mit dem arretierbaren Ende 51a des Riegelbolzens 51 gekop
pelt. In der Ausgangsposition 63a am unteren Ende der Führungsbahn 63 liegt der
Gleitkörper 61 auf der Höhe des Mitnehmers 62, während er in der Endposition
63b am oberen Ende der Führungsbahn 63 höher als dieser liegt und der Mitneh
mer 62 somit unterhalb des Gleitkörpers 61 passieren kann.
Der Riegelbolzen 51 befindet sich in der Darstellung in Arretierungsposition inner
halb des Beschlags 13. Dabei verhindert ein Arretier- und Auslösehebel 56, wel
cher unterhalb des Riegelbolzens kipp- oder drehbar angeordnet ist, wobei er mit
einer Arretiernase 56a in dessen Bewegungsbahn ragt, daß der Riegelbolzens 51
durch die Kraft der vorgespannten Rückstellfeder 57 in die Verriegelungsposition
gelangt. Dabei hält eine nicht dargestellte Feder den Arretier- und Auslösehebel
56 in der dargestellten Arretierposition. Beim Schließen des Flügels 1a, also einer
rechtsgerichteten Bewegung, kommt der Arretier- und Auslösehebel 56 mit seinem
vertikal nach unten gerichteten auslösenden Hebelarm 56b in Anschlag mit einem
am Boden ortsfest angeordneten Anschlag 55. Dadurch schwenkt der Arretierhe
bel 56 um seine Drehachse und gibt den Riegelbolzen 51 frei. Dieser wird durch
die Kraft der Rückstellfeder 57 in die Verriegelungsposition bewegt, wobei über
den Seilzug 65 verbunden, auch der Gleitkörper 61 in seine Ausgansposition
innerhalb der Führungsbahn 63 zurückbewegt wird.
Beim Öffnen des Flügels 1a, also einer linksgerichteten Bewegung läuft der Gleit
körper 61 auf den bodenfest angeordneten Mitnehmer 62 auf und wird von diesem
festgehalten, während sich der Flügel weiter in Öffnungsrichtung bewegt. Dadurch
wird der Gleitkörper 61 in der Führungsbahn 62 nach links und auf der schiefen
Ebene nach oben verschoben, bis er bei Erreichen der höhergelegenen Endposi
tion den Mitnehmer 62 passieren kann. Beim Verschieben des Gleitkörpers 61
wird über den Seilzug 65 zugleich der Riegelbolzen 51 gegen die Kraft der Rück
stellfeder 57 in den Beschlag 13 eingezogen und in der entriegelten Stellung
durch den Arretierhebel 56 festgestellt. Zugleich wird die Rückstellfeder 57 für den
nächsten Verriegelungsvorgang vorgespannt. Die Feder 57 dient somit als Ener
giespeicher, welcher unter Nutzung der Bewegungsenergie bei der Öffnungsbe
wegung des Flügels 1a geladen wird, um beim Schließvorgang diese Energie zur
Betätigung des Riegels 51 zur Verfügung zu stellen.
Die Fig. 4 und 5 zeigen zwei Varianten des obigen Ausführungsbeispiels,
welche sich im Auslösemechanismus unterscheiden. Der besseren Übersichtlich
keit halber wird die weiterhin vorhandene Spannvorrichtung 6 in den Fig. 4
und 5 nicht dargestellt.
Fig. 4 zeigt eine mechanische Auslösung der Arretierung über ein im Flügel 1a
aufgenommenes Gestänge 59. Eine vertikal angeordnete Betätigungsstange 59 ist
dazu innerhalb des Flügels 1a vertikal verschieblich gelagert, wobei das untere
Ende 59a der Betätigungsstange 59 das arretierbare Ende 51a des Riegelbolzens
51 in der vorgespannten Öffnungsstellung blockiert. Das obere Ende 59b der
Betätigungsstange 59 ragt über die Flügeloberkante hinaus und trägt eine horizon
tale schlitzförmige Aussparung 59c, welche dem Anschlag 55 zugewandt ist. Der
Anschlag 55 zur Auslösung der Verriegelung ist in diesem Fall oberhalb des Flü
gels 1a angeordnet und trägt einen schräg nach unten ragenden Vorsprung 55a,
welcher mit der Aussparung 59c der Betätigungsstange 59 zusammenwirkt. Indem
der Flügel 1a unmittelbar vor Erreichen der Schließlage mit der Betätigungsstange
59 auf den ortsfesten Anschlag 55 aufläuft, greift der schräg nach unten stehende
Vorsprung 55a in die Aussparung 59c ein. Auf Grund der Schräge des Vorsprungs
55a wird die Betätigungsstange 59 in ihrer Führung in vertikaler Richtung angeho
ben und gibt das arretierte Ende 51a des Riegelbolzens 51 frei. Unter der Kraft
der Rückstellfeder 57 gelangt der Riegelbolzen 51 daraufhin in die Verriege
lungsstellung. Die Verriegelung erfolgt ebenso wie das Zurückführen und Arretie
ren des Riegelbolzens 51 wie bereits unter Fig. 3 beschrieben.
Der Anschlag 55 kann auch mit einer oberhalb der Schiebeflügel angeordneten
ortsfesten Schiebetürverriegelung gekoppelt sein, so daß der Riegelbolzen 51 nur
dann ausgelöst wird, wenn auch die obere ortsfeste Schiebetürverriegelung betä
tigt wird.
An Stelle einer mechanischen Auslösung der Verriegelung zeigt Fig. 5 alternativ
eine elektromagnetische Auslösung durch einen oberhalb des Arretierhebels 56
angeordneten Elektromagneten 58. Im arretierten Zustand liegt der Arretierhebel
56 in horizontaler Ausrichtung oberhalb des Riegelbolzens 51 und hintergreift mit
der Arretiernase 56a das arretierbare Ende 51a des Riegelbolzens 51, welcher
somit gegen die Kraft der Rückstellfeder 57 im entriegelten Zustand gehalten wird.
Bei Erreichen der Schließlage wird ein oberhalb des Arretierhebels angeordneter
Elektromagnet 58 bestromt, wodurch der Arretierhebel 56 vom Elektromagneten
58 angezogen nach oben schwenkt und den Riegelbolzen 51 freigibt. Wie zuvor
beschrieben wird der Riegelbolzen 51 daraufhin von der Rückstellfeder 57 in die
Verriegelungsposition bewegt und greift in eine Ausnehmung 5b des nicht darge
stellten zweiten Flügels 1b ein.
Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem der Riegelbolzen 51 über einen
Bowdenzug 7 betätigt wird. Der Bowdenzug 7, welcher im unteren Beschlag 13
angeordnet ist, weist eine zwischen zwei Abstützpunkten 7a, 7b gelagerte kürzere
Hülle 71 und eine an beiden Enden aus der Hülle 71 herausragende längere
Seele 72a, 72b auf. Das eine Ende der Hülle 71 ist unmittelbar hinter dem rück
wärtigen Ende 51a des Riegelbolzens 51 flügelfest abgestützt, wobei die aus der
Hülle 71 herausragende Seele 72a durch die Abstützung 7a hindurchgeführt und
mit dem Riegelbolzen 51 verbunden ist, z. B. durch Klemmverbindung. Die zweite
Abstützung 7b für die Hülle 71, die das andere freie Ende der Hülle 71 abstützt,
befindet sich nahe der unteren Flügelkante und in größerem Abstand zur Haupt
schließkante. Zwischen beiden Abstützpunkten 7a, 7b wird die Hülle 71 um 180
Grad umgelenkt. Das aus der zweiten Abstützung 7b herausragende Ende der
Seele 72b ist ebenfalls durch die Abstützung 7b hindurchgeführt und nicht mit
einem ortsfest angeordneten Anschlag 73 zusammen fixiert. Der Anschlag 73
bildet einen Anschlag für die axiale Bewegung der Seele, wenn der Flügel ge
schlossen wird. Mit dem Erreichen der Anschlaglage beginnt die axiale Heraus
bewegung des Riegelbolzens 51.
Der Bodenzug 7 stellt ein mechanisches Übertragungselement dar, durch wel
ches die Stellung des Riegelbolzens 51 mit der Flügelbewegung gekoppelt wird.
Bei einer Öffnungsbewegung des Flügels 1a vergrößert sich die Distanz zwischen
unterem Abstützpunkt 7b und bodenseitiger Halterung 73 und die in der Halterung
73 fixierte Seele 72b wird durch die Türbewegung am unteren Abstützpunkt 7b
aus der Hülle 71 herausgezogen. Demzufolge wird am riegelseitigen Abstützpunkt
7a die Seele 72a in die Hülle 71 eingezogen und der mit der Seele 72a verbunde
ne Riegelbolzen 51 gegen die Kraft der Rückstellfeder 57 vollständig in den Be
schlag 13 eingezogen. Beim Schließvorgang des Flügels 1a wird der Riegelbolzen
51 durch die Rückstellfeder 57 aus seiner entriegelten Stellung in die verriegelnde
Stellung bewegt, wobei die mit dem Riegel 51 gekoppelte Seele 72a am riegelsei
tigen Abstützpunkt 7a, ermöglicht durch die abnehmende Distanz zwischen unte
rem Abstützpunkt 7b und Halterung 73, aus der Hülle 71 gedrückt wird.
Ein alternatives Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 7 schematisch
dargestellt. Die Verriegelungsvorrichtung 5 ist im vertikalen Beschlag 11 der
Hauptschließkante des Flügels 1a angeordnet und weist einen horizontal ver
schieblichen Riegelbolzen 51 und einen ebenfalls horizontal verschieblichen
Auslösebolzen 81 auf. Im entriegelten Zustand ragt der Auslösebolzen 81 über die
Hauptschließkante des Flügels 1a hinaus und der Riegelbolzen 51 ist vollständig
im Beschlag 11 aufgenommen. In der Schließstellung des Flügels 1a wird der
Auslösebolzen durch den Kontakt mit der Hauptschließkante des gegenüberlie
genden Flügels 1b in den Beschlag 11 eingedrückt, wobei er ein nachgeschaltetes
Getriebe 8 betätigt. Über das Getriebe 8 wird die Eindrückbewegung des Auslöse
bolzens 81 in eine Verriegelungsbewegung des Riegelbolzens 51 umsetzt. Durch
die Verwendung des Getriebes 8 wird für einen kleinen Betätigungsweg beim
Eindrücken des Auslösebolzens 81 ein größerer Verriegelungsweg für den Rie
gelbolzen 51 erzielt, welcher im Verriegelungszustand in bekannter Weise in eine
Riegelaufnahme 5b im gegenüberliegenden Flügel 1b eingreift. Die Rückführung
des Riegelbolzens 51 in den Beschlage 11 beim Öffnungsvorgang der Tür kann
sowohl über eine Spannvorrichtung 6 der eingangs beschriebenen Art erfolgen,
als auch über eine den Riegelbolzen 51 beaufschlagende Rückstellfeder.
1
Schiebetüranlage
1
a,
1
b Schiebetürflügel
11
seitliche Beschläge
12
oberer Beschlag
13
unterer Beschlag
2
Steuer- und Regeleinrichtung
3
Motor
31
a,
31
b Umlenkrolle
32
Zahnriemen
32
a unteres Trum
32
b oberes Trum
33
a,
33
b Mitnehmer
4
Trägerelement
41
Laufschiene
42
Rollenwagen
5
Verriegelungsvorrichtung
5
b Riegelaufnahme
51
Riegelbolzen
51
a arretierbares Ende
51
b Verdickung
52
Reibrad
53
Reibfläche
53
b Anlaufschräge
54
,
54
a Führungsvorrichtung
54
a Führungselement
55
Anschlag
56
Arretier- und Auslösehebel
56
a Arretiernase
56
b Auslösearm
57
Rückstellfeder
58
Elektromagnet
6
Spannvorrichtung
61
Gleitkörper
62
Mitnehmer
63
Führungsbahn
63
a Ausgangsposition
63
b Endposition
64
Umlenkrolle
65
Seilzug
7
Bowdenzug
7
a,
7
b Abstützpunkte
71
Hülle
72
a,
72
b Seele
73
Halterung
8
Getriebe
81
Auslösebolzen
9
Boden
Claims (28)
1. Verriegelungsvorrichtung für eine Tür, ein Fenster oder dergleichen mit einem
vorzugsweise automatisch angetriebenen Flügel und einem am Flügel ange
ordneten Riegel, zur Verriegelung des Flügels in dessen Schließlage,
dadurch gekennzeichnet
daß zumindest in einem Teilbereich derjenigen Wegstrecke, welche der Flügel
(1a) bei einem Öffnungs- und/oder Schließvorgang zurücklegt, die Riegelbe
wegung beim Entriegelungs- und/oder Verriegelungsvorgang, unter Nutzung
der Bewegung des den Riegel (51) tragenden Flügels (1a) erfolgt, vorzugs
weise mit der Flügelbewegung mechanisch gekoppelt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riegel (51) in Abhängigkeit von der Flügelbewegung und/oder Flü
gelstellung zwangsweise steuerbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Riegel (51) im Flügel (1a) oder in einem Beschlag (11, 13)
des Flügels (1a) aufgenommen ist, wobei er vorzugsweise nahe der Haupt
schließkante angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Riegel (51) horizontal oder vertikal in der
Flügelebene liegend angeordnet ist und in Riegellängsrichtung verschieblich
gelagert ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Riegel (51) in seiner Verriegelungsstel
lung den Flügel (1a) gegen ein Aufdrücken senkrecht zur Verriegelungsebene
sichert.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Riegel (51) in seiner Verriegelungsstel
lung in eine ortsfest angeordnete Riegelaufnahme (5b) eingreift.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Riegel (51) eines ersten Flügels (1a) in
seiner Verriegelungsstellung in eine an einem zweiten Flügel (1b) angeordne
te Riegelaufnahme (5b) eingreift.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine den Riegel (51) zwangsweise bewe
gende Betätigungseinrichtung (52, 6, 7) vorgesehen ist, wobei die Betäti
gungseinrichtung (52, 6, 7) am Flügel (1a) angeordnet ist und mit einem
ortsfest angeordneten Bauteil (53, 62, 73) zusammenwirkt oder umgekehrt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riegel (51) beim Öffnungsvorgang des Flügels (1a) aus seiner ver
riegelnden Stellung in die entriegelte Stellung und beim Schließvorgang des
Flügels (1a) aus seiner entriegelten Stellung in die verriegelnde Stellung be
wegt wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei der zwangsweisen Bewegung des Riegels (51) aus
seiner verriegelnden Stellung in die entriegelte Stellung oder aus seiner ent
riegelten Stellung in die verriegelnde Stellung ein Energiespeicher (57) gela
den wird.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß es sich bei dem Energiespeicher (57) um eine Rückstellfeder (57) han
delt, welche den Riegel (51) in Verriegelungsrichtung oder Entriegelungsrich
tung beaufschlagt.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit
Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Betäti
gungseinrichtung ein den Riegel (51) unmittelbar oder mittelbar betätigendes
Betätigungselement, welches mit Kraftschluß und/oder Formschluß arbeitet,
z. B. Reibrad (52), Zahnrad oder dergleichen aufweist, welches mit einem
ortsfest angeordneten Gegenelement, z. B. einer Reibfläche (53) zusam
menwirkt, wobei es bei einer Bewegung des Flügel (1a) auf der Reibfläche
(53) abrollt und die Abrollbewegung auf den Riegel (51) überträgt.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit
Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Betäti
gungseinrichtung einen Seilzug (65) aufweist, welcher den Riegel (51) und
einen Gleitkörper (61) miteinander koppelt, wobei der Gleitkörper (61) durch
einen ortsfest angeordneten Mitnehmer (62) beim Öffnen des Flügels (1a) in
einer Führungsbahn (63) zwangsgeführt wird und der über den Seilzug (65)
gekoppelte Riegel (51) dabei in seine entriegelte Stellung bewegt wird.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, daß die Führungsbahn (63) eine schiefe Ebene mit einer tiefergele
genen Ausgangsposition (63a) und einer höhergelegenen Endposition (63b)
aufweist, wobei der in der Führungsbahn (63) geführte Gleitkörper (61) bei
Erreichen der Endposition (63b) den Mitnehmer (62) passieren kann.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit
Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Betäti
gungseinrichtung einen Bowdenzug (7) aufweist, welcher den Riegel (51) und
eine vorzugsweise bodenseitig ortsfest angeordnete Halterung (73) miteinan
der koppelt, wobei der Riegel (51) beim Öffnen des Flügels (1a) über den
Bowdenzug (7) unter Laden oder Entladen eines Energiespeicher (57) in sei
ne entriegelte Stellung bewegt wird und beim Schließen des Flügels (1a)
durch Entladen bzw. Laden des Energiespeichers (57) in die verriegelnde
Stellung bewegt wird.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit
Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Betäti
gungseinrichtung einen Auslösebolzen (81) und ein zwischen den Auslöse
bolzen (81) und den Riegel (51) geschaltetes Getriebe (8) aufweist, wobei ei
ne Eindrückbewegung des Auslösebolzens (81) durch das Getriebe (8) in ei
ne Verriegelungsbewegung des Riegels (51) umgesetzt wird.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeich
net, daß der Auslösebolzen (81) durch die Hauptschließkante eines
zweiten Flügels (1b) beaufschlagt wird.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Riegel (51) durch ein Arretierelement
(56, 59) in der entriegelten Stellung zur Blockierung einer Bewegung in Ver
riegelungsrichtung festgestellt wird.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18 in Verbindung mit Anspruch 10, da
durch gekennzeichnet, daß beim Schließvorgang des Flü
gels (1a) oder unmittelbar bei Erreichen der Schließlage der Riegel (51)
durch das Lösen der Arretierung unter Entladung des Energiespeichers (57)
aus seiner entriegelten Stellung in die verriegelnde Stellung bewegt wird.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Arretierelement (56, 59) am Flügel (1b) an
geordnet ist und zum Lösen der Arretierung mit einem zweiten Flügel (1b)
oder einem ortsfesten Auslöser (55) zusammenwirkt.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Arretierelement (56, 59) vorzugsweise
durch eine Feder in Arretierstellung beaufschlagt ist.
22. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit
Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei
dem Arretierelement um einen zweiarmigen dreh- oder kippbaren Hebel (56)
handelt, welcher mit einer am ersten Hebelarm angeordneten Nase (56a) in
der Bewegungsbahn des Riegels (51), oder eines mit dem Riegel (51) ver
bundenen Teiles, und mit seinem zweiten Hebelarm (56b) in die Bewegungs
bahn des Auslösers (55) ragt.
23. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit
Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei
dem Arretierelement um eine innerhalb des Flügels (1a) in vertikaler Richtung
verschiebliche Stange (59) handelt, welche mit ihrem einen Ende (59a) in die
Bewegungsbahn des Riegels (51), oder eines mit dem Riegel (51) verbunde
nen Teiles, und mit ihrem anderen Ende in die Bewegungsbahn des Auslö
sers (55) ragt, wobei die Stange beim Zusammentreffen mit dem Auslöser in
vertikaler Richtung verschoben wird.
24. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit
Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöser
(55) bodenseitig neben oder unterhalb des Flügels (1a) ortsfest angeordnet
ist.
25. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit
Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöser
(55) oberhalb des Flügels (1a) ortsfest angeordnet ist.
26. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit
Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei
dem Arretierelement um einen dreh- oder kippbaren Hebel (56) handelt, wel
cher mit einer am Hebelarm angeordneten Nase (56a) in die Bewegungsbahn
des Riegels (51) ragt und der durch einen gegenüber dem Hebelarm (56a)
angeordneten Elektromagneten betätigbar ist.
27. Verriegelungsvorrichtung für eine Tür, ein Fenster oder dergleichen mit zwei
vorzugsweise automatisch angetriebenen Flügeln und einem am ersten Flü
gel angeordneten Riegel, zur Verriegelung der beiden Flügel in deren
Schließlage, dadurch gekennzeichnet
daß zumindest in einem Teilbereich derjenigen Wegstrecke, welche der Flügel
(1a, 1b) bei einem Öffnungs- und/oder Schließvorgang zurücklegt, die Rie
gelbetätigung unter Nutzung der Flügelbewegung beim Entriegelungs-
und/oder Verriegelungsvorgang zwangsweise derart erfolgt, daß der Riegel
(51) in den zweiten Flügel (1b) eingreift.
28. Verriegelungsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (51) nicht in den Bo
den eingreift, sondern vorzugsweise horizontal geführt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996144485 DE19644485B4 (de) | 1996-10-25 | 1996-10-25 | Verriegelungsvorrichtung für eine Schiebetür |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996144485 DE19644485B4 (de) | 1996-10-25 | 1996-10-25 | Verriegelungsvorrichtung für eine Schiebetür |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19644485A1 true DE19644485A1 (de) | 1998-04-30 |
| DE19644485B4 DE19644485B4 (de) | 2008-07-24 |
Family
ID=7810035
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1996144485 Expired - Lifetime DE19644485B4 (de) | 1996-10-25 | 1996-10-25 | Verriegelungsvorrichtung für eine Schiebetür |
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| DE19644485B4 (de) | 2008-07-24 |
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