DE19643325A1 - Vorrichtung zum Steuern eines elektromotorischen Antriebs von Dachkomponenten zum Öffnen und Schließen einer Dachöffnung in einem Fahrzeugdach - Google Patents
Vorrichtung zum Steuern eines elektromotorischen Antriebs von Dachkomponenten zum Öffnen und Schließen einer Dachöffnung in einem FahrzeugdachInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern eines elektromotorischen Antriebs
von Dachkomponenten zum Öffnen und Schließen einer Dachöffnung in einem Fahr
zeugdach mit einer Schalteinrichtung zum Bestimmen der Antriebsrichtung des elektro
motorischen Antriebs in Abhängigkeit von an die Schalteinrichtung gelieferten Rich
tungssignalen.
Dachkomponenten, beispielsweise Glasdeckel und Schiebehimmel zum
Öffnen und Schließen einer Dachöffnung in einem Fahrzeugdach besitzen verschiedene
Funktionen. Beispielsweise wird durch den Schiebehimmel bei einem Sonnendach mit
einem Deckel aus durchsichtigem Material, beispielsweise Glas, der Lichteinfall beein
flußt. Ferner kann die Frischluftzufuhr in Abhängigkeit von den Deckelstellungen in Ver
bindung mit entsprechenden Stellungen des Schiebehimmels reguliert werden. Für die
Bewegungen des Deckels und des Schiebehimmels sind elektromotorische Antriebe
bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei welcher Funktionen, die die Dachkomponenten (Deckel, insbesondere Glasdeckel
und Schiebehimmel) beim Öffnen und Schließen der Dachöffnung in einem Fahrzeug
dach haben, synergetisch mit anderen Funktionsgruppen des Fahrzeugs, insbesondere
Funktionsgruppen, die für den Fahrkomfort und die Fahrsicherheit am Fahrzeug vorge
sehen sind, zu vernetzen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an die Schalteinrichtung,
welche die Antriebsrichtung des elektromotorischen Antriebs für die Dachkomponenten
bestimmt, ein Signalgeber angeschlossen ist, der in Abhängigkeit von Sensorsignalen,
die von am Fahrzeug vorgesehenen Fahrzeugsensoren abgegeben werden, und/oder
von durch die Sensorsignale ausgelöste Funktionssignalen ein jeweiliges Richtungs
signal für eine bestimmte Einschaltzeit des Antriebs erzeugt.
Das vom Signalgeber jeweils erzeugte Richtungssignal für die Bewegung eines
oder mehrerer der Dachkomponenten bewirkt eine Optimierung der jeweiligen von dem
Fahrzeugsensor bzw. den Fahrzeugsensoren ausgelösten Sicherheits- und/oder Kom
fortfunktion. Hierzu wird der elektromotorische Antrieb für die Dachkomponenten, welche
insbesondere einen Deckel und Schwebehimmel aufweisen, ausgenützt. Dabei können
für den Deckel und den Schwebehimmel, d. h. für die jeweilige Dachkomponente, eine
getrennte Steuerelektronik vorgesehen sein.
Das vom Signalgeber für eine bestimmte Zeitdauer erzeugte Richtungssignal ist ferner
abhängig vom Istzustand bzw. der Istposition der jeweiligen anzutreibenden Dachkom
ponente. Diese Erfassung kann durch Positionsmelder erfolgen. Durch die jeweilige
bestimmte Zeitdauer des Richtungssignals kann die Einschaltzeit des Elektroantriebs
gesteuert werden.
Bei einem Schiebehebedach können diese Positionsmelder feststellen, welchen Aus
stellwinkel und/oder welche horizontale Verschiebeposition der Deckel aufweist. Ferner
kann durch geeignete Positionsmelder die jeweilige Öffnungsstellung des Schwebehim
mels erfaßt werden. Wenn eine elektronische und/oder elektromechanische Zwangs
kopplung zwischen Deckel und Schwebehimmel besteht, genügt es vorzugsweise, den
Ist-Zustand des Deckels festzustellen.
Für die Erfassung der unterschiedlichen Sensorsignale bzw. der von den Sensorsigna
len ausgelösten Funktionssignale, welche fahrzeugspezifische Funktionen, wie Sicher
heits-, Komfort- und Optikfunktionen bewirken, sind geeignete Schnittstellen zur Fahr
zeugelektronik vorhanden, die eine vollständige Integration in die Fahrzeugsensorik ge
währleistet. In bevorzugter Weise kann hierzu der Signalgeber den jeweiligen Schnittstel
len zugeordnete Logikschaltungen aufweisen, die ferner Signale empfangen, welche den
jeweiligen Zustand bzw. die jeweilige Position der Dachkomponenten (Deckel und
Schwebehimmel) empfangen. Falls die Sensorsignale und die von den Sensorsignalen
ausgelösten Funktionssignale in einem Datenbus geführt werden, können die Schnittstel
len (Eingangsstufen), welche den jeweiligen Logikschaltungen zugeordnet sind, an die
sen Datenbus angeschlossen sein, um die zugeordneten Sensorsignale und/oder die
von den Sensorsignalen ausgelösten Funktionssignale zu empfangen.
Auf diese Weise läßt sich, wie im folgenden im einzelnen noch erläutert wird, der Kom
fort, die Sicherheit und gegebenenfalls auch die Optik am Fahrzeug verbessern.
Beispielsweise kann eine Vernetzung mit einem oder mehreren Regensensoren vorge
sehen sein. Diese Vernetzung ist dergestalt, daß der Deckel der bevorzugt als Schiebe
hebedach ausgebildeten Dachkonstruktion bei geöffneter und/oder angehobener Dec
kelstellung beim Einsetzen von Regen schließt. Wenn der Regen aufhört, kann der Dec
kel automatisch wieder geöffnet werden. Diese Funktion kann insbesondere zwangsge
steuert innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters ausgeführt werden. Dies ist aber
nicht zwingend erforderlich.
Ferner kann eine Zeitsteuerung vorgesehen sein, die ein Zeitfenster vorgibt. Bei Über
schreiten dieses Zeitfensters schließt das Schiebedach bzw. Schiebehebedach automa
tisch.
Eine Erhöhung der Sicherheitsfunktionen wird durch die Vernetzung mit einem
Crashsensor erzielt. Beim Auslösen des Crashsensors werden verschiedene Sicher
heitsfunktionen in Gang gesetzt und, falls der Deckel und/oder Schwebehimmel eine
geöffnete Position aufweisen, geschlossen werden.
Ferner kann eine Vernetzung mit einem oder mehreren Temperatursensoren vorgese
hen sein. Diese Temperatursensoren können die Fahrzeuginnentemperatur und die Au
ßentemperatur melden. In Abhängigkeit von den erfaßten Temperaturen können dann
der Schwebehimmel und/oder der Deckel geschlossen oder in unterschiedliche Öff
nungspositionen gebracht werden.
Ferner kann die Steuerelektronik für die Bewegung der Dachkomponenten mit dem
Fahrzeugschließsystem, dem Funk-Innenraum-Schutzsystem (FIS), einem Schiebe
dach(Schiebehebedach)-Einklemmschutz, mit einer Panic Close-Funktion und einer
Diagnoseeinrichtung, welche verschiedene Betriebszustände am Fahrzeug überwacht
und Fehlermeldungen ausgibt, und gegebenenfalls mit einem Solarmodul vernetzt sein.
Anhand der Figur wird an einem Ausführungsbeispiel die Erfindung näher erläutert. In
der Figur ist ein Blockschaltbild für die Vernetzung des elektromotorischen Antriebs der
Dachkomponenten, insbesondere Schiebehebedachkomponenten, wie Deckel und
Schwebehimmel mit der Fahrzeugelektronik dargestellt.
Zum Steuern des elektromotorischen Antriebs der Dachkomponenten (Deckel und/oder
Schwebehimmel) ist eine Schalteinrichtung 12 vorgesehen, welche Richtungssignale für
den elektromotorischen Antrieb für einen bestimmten Zeitraum liefert. Diese Richtungs
signale geben die Antriebsrichtung, insbesondere Drehrichtung des elektromotorischen
Antriebs (Elektromotors) an. Ferner beinhalten sie den Zeitraum, während welchem der
Antrieb eingeschaltet bleibt. Die Richtungssignale beinhalten somit den Einschaltzeit
punkt und den Ausschaltzeitpunkt für den elektromotorischen Antrieb. Zur Vernetzung
der elektromotorischen Antriebssteuerung mit der Fahrzeugelektronik, insbesondere der
Fahrzeugsensorik sowie den von der Fahrzeugsensorik ausgelösten Funktionen, z. B.
Komfortfunktionen, Sicherheitsfunktionen und dergl., sind Vernetzungslogiken 2 bis 7 in
der Figur dargestellt. Diese Vernetzungslogiken sind über zugeordnete Schnittstellen 13
bis 18 mit einem Datenbus 1, in welchem die von den verschiedenen Sensoren abgege
benen Sensorsignale und/oder von den Sensorsignalen ausgelösten Funktionssignale
geführt sind, verbunden. Ferner besitzen die Vernetzungslogiken Eingänge für Signale,
welche von nicht näher dargestellten Positionsmeldern abgegeben werden und in Lei
tungen 8 und 9 geführt sind. Beispielsweise werden in der Leitung 8 die Positionssignale
(Zustandssignale) für den Schwebehimmel und in der Leitung 9 die Positionssignale
(Zustandssignale) für den Deckel geführt.
Die Leitungen 8 und 9 bilden Eingangsleitungen eines Signalgebers 19, der die Verknüp
fungslogiken 2 bis 7 beinhaltet. Aus dem Signalgeber 19 sind zwei Ausgangsleitungen
10 und 11 geführt, welche die im Signalgeber erzeugten Richtungssignale führen. Die
eine Ausgangsleitung 10 führt Richtungssignale in der einen Antriebsrichtung
(Drehrichtung) und die Richtungssignale in der anderen Antriebsrichtung (Drehrichtung).
Der Signalgeber 19 ist über die beiden Ausgangsleitungen 10 und 11 mit der Schaltein
richtung 12 zur Ansteuerung des elektromotorischen Antriebs der Dachkomponenten
verbunden.
Im folgenden wird die Arbeitsweise der als Ausführungsbeispiel dargestellten Verknüp
fungslogik erläutert.
Zur Verknüpfung der Steuerelektronik für den elektromotorischen Antrieb der Dachkom
ponenten mit einem Regensensor oder mehreren Regensensoren ist eine Verknüpfungs
logik 2 vorgesehen, die über eine zugeordnete Schnittstelle 13 mit dem Datenbus 1 ver
bunden ist. Über die Schnittstelle 13 werden die vom Regensensor bzw. der Regensen
sorik abgegebenen Signale dem Datenbus 1 entnommen und in der Verknüpfungslogik
2 ausgewertet. Unter Berücksichtigung der über die Leitungen 8 und 9 gelieferten Zu
standssignale für den Deckel und den Schwebehimmel erzeugt die Vernetzungslogik 2
beim Ansprechen des Regensensors ein entsprechendes Richtungssignal, mit welchem
der Deckel aus seiner geöffneten und/oder angehobenen Deckelstellung in die Schließ
stellung bewegt wird. Das Ansprechen auf die Regensensorsignale kann während der
Fahrt und auch bei abgestelltem Fahrzeug bei ein- oder ausgeschalteter Zündung erfol
gen. Beispielsweise wird das Signal zum Schließen des Deckels über die Ausgangslei
tung 10 an die Schalteinrichtung 12 und die Ansteuerung des elektromotorischen An
triebs geliefert.
Wenn von der Regensensorik trockene Zustände gemeldet werden, wird dies ebenfalls
über die Schnittstelle 13 der Verknüpfungslogik 2 gemeldet. Die Verknüpfungslogik 2
erzeugt ein entsprechendes Richtungssignal zum Öffnen des Schiebedaches bzw.
Schiebehebedaches und erzeugt hierzu beispielsweise über die Leitung 11 ein entspre
chendes Richtungssignal. Die Richtungssignale werden in Abhängigkeit von den jeweili
gen Signalen, die die Positionsmelder liefern, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes
erzeugt, so daß die gewünschte an die Umstände angepaßte Position von Deckel und
Schwebehimmel erreicht wird. Diese Funktionen können zwangsgesteuert innerhalb
eines von der Verknüpfungslogik 2 vorgegebenen Zeitfensters ausgeführt werden. Dies
ist aber nicht zwingend erforderlich.
Der Signalgeber 19 kann eine weitere Verknüpfungslogik 3 aufweisen, welche über die
zugeordnete Schnittstelle 14 die von der Crashsensorik erzeugten Signale und/oder die
von diesen Signalen bewirkten Funktionssignale, beispielsweise zur Betätigung von
Gurtstraffern, Airbags und dergl. aus dem Datenbus 1 erfaßt. Wenn derartige Signale im
Datenbus 1 vorhanden sind, veranlaßt die Verknüpfungslogik 3 unter Berücksichtigung
der von den Leitungen 8 und 9 gelieferten Zustandssignalen für den Deckel und Schwe
behimmel ein Schließen dieser Dachkomponenten. Hierzu wird über die Ausgangslei
tung 10 ein entsprechendes Richtungssignal an die Schalteinrichtung 12 und die Steue
rung des elektromotorischen Antriebs der Dachkomponenten geliefert. Dieses Schließsi
gnal kann ebenfalls innerhalb eines von der Verknüpfungslogik 3 vorgegebenen Zeit
fensters abgegeben werden, so daß der Schließvorgang innerhalb dieses Zeitfensters
erfolgt. Das Ansprechverhalten kann durch entsprechende Sensor- bzw. ausgelöste
Funktionssignale so vorbestimmt sein, daß bei jeder Art von Primärcrash zur Vorsorge
zu einem möglicherweise folgenden Überschlag das zum Schließen der Dachkomponen
ten angegebene Richtungssignal erzeugt wird. Ferner kann dieses Signal ausgelöst
werden bei Überschreiten einer vorgegebenen Schräglage und/oder beim Überschlag
des Kraftfahrzeugs.
Eine Vernetzungslogik 4 dient zur Vernetzung der Antriebssteuerung mit einer am Fahr
zeug vorgesehenen Temperatursensorik, welche die Fahrzeuginnentemperatur und/oder
Außentemperatur meldet. Diese Temperatursignale werden über die zugeordnete
Schnittstelle 15 dem Datenbus 1 entnommen und können unter Berücksichtigung der
von den Leitungen 8 und 9 gelieferten Zustandssignale für den Schwebehimmel und den
Deckel wie folgt für die Vernetzung ausgewertet werden. Der Schwebehimmel und/oder
der Deckel schließen sich aus einer geöffneten Zwischenposition oder aus der vollstän
digen Öffnungsposition, wenn von der Temperatursensorik eine niedrigere Außentempe
ratur als sie im Fahrzeuginnenraum durch die vom Fahrzeuginsassen gewünschte Tem
peraturvorwahl eingestellt ist, gemeldet wird. Wie schon erläutert, kann das entspre
chende Richtungssignal über die Ausgangsleitung 10 des Signalgebers 19 ausgegeben
werden. Falls die im Fahrzeuginnenraum gemessene Temperatur höher ist als die Au
ßentemperatur, kann über die Ausgangsleitung 11 ein entsprechendes Richtungssignal
zum Öffnen der vorher geschlossenen Dachkomponenten ausgegeben werden. Hierbei
kann die Öffnung der Dachkomponenten unterstützend wirken zu dem gegebenenfalls
eingeschalteten Fahrzeuggebläse.
Ferner kann eine Vernetzung mit dem Fahrzeugschließsystem über die Vernetzungslo
gik 5 erfolgen. Unter Berücksichtigung der von den Leitungen 8 und 9 gelieferten Zu
standssignale für den Deckel und den Schwebehimmel veranlaßt die Vernetzungslogik 5
bei Funkauslösung und/oder anderer Betätigung des Fahrzeugschließsystems zum
Schließen des Fahrzeugs ein Richtungssignal, welches über die Leitung 10 zum Schlie
ßen der Dachkomponenten (Deckel, Schwebehimmel) an die Antriebssteuerung abge
geben wird. Beim Öffnen des Fahrzeugs mit Hilfe von Funkauslösung und/oder ander
weitiger Betätigung des Fahrzeugschließsystems kann durch die Verknüpfungslogik 5
ein Öffnen der Dachkomponenten aus der geschlossenen Stellung veranlaßt werden.
Hierzu kann zur Erzielung einer Schockentlüftung bei heißem Innenraum die Funktion
der Vernetzungslogik 4, welche die Signale der Temperatursensorik ausnützt, mit ver
wertet werden. Die Signale des Schließsystems werden dem Datenbus über die zuge
ordnete Schnittstelle 16 entnommen.
Für die Vernetzung mit einem Funk-Innenraum-Schutzsystem (FIS) ist die Verknüp
fungslogik 6 mit der zugeordneten Schnittstelle 17 vorgesehen. Die Verknüpfungslogik 6
veranlaßt Richtungssignale in den Ausgangsleitungen 10 und 11 wie folgt: Beim Anspre
chen des Funk-Innenraum-Schutzsystems werden der Deckel und/oder Schwebehimmel
aus einer beliebigen Öffnungsposition (Zwischenpositionen oder maximaler Öffnungs
position) geschlossen. Die Verknüpfungslogik veranlaßt hierzu, wie schon im Zusam
menhang mit den anderen Logiken erläutert, ein Richtungssignal, welches in der Aus
gangsleitung 10 geführt wird. Es ist jedoch auch möglich, den Schwebehimmel so an
zusteuern, daß er aus einer Lüfterzwischenposition oder maximalen Öffnungsposition
auf eine einbruchsichere Lüfterposition geschlossen wird und dort mit geeigneter Kraft
bei Ansprechen des FIS gehalten wird. Der Schwebehimmel, der vorzugsweise aus ei
nem festen Material besteht, läßt dann beispielsweise eine Öffnung von 100 mm frei.
Durch die Vernetzungslogik 7 kann beispielsweise eine Vernetzung mit einer Panic
Close-Funktion über die zugeordnete Schnittstelle 18 erfolgen. Beim Auslösen dieser
Fahrzeugfunktion veranlaßt die Vernetzungslogik 7 ein in der Ausgangsleitung 10 ge
führtes Richtungssignal, welches das Schließen der Dachkomponenten veranlaßt. Die
Panic Close-Funktion kann beispielsweise aktiviert werden durch Betätigen eines Center
Lock-Schalters, durch Schlüsselaktivierung, Türverriegelung, beispielsweise Drücken
der Verriegelungsknöpfchen, durch einen separaten Schalter oder durch einen stimmlich
(Voice Control) gesteuerten Schalter.
Es können noch weitere Fahrzeugfunktionen mit dem Antrieb der Dachkomponenten
verknüpft sein. Beispielsweise kann die Verknüpfung mit einer Zeitsteuerung, die ein
Zeitfenster vorsieht, vorgesehen sein. Das Zeitfenster ist so bemessen, daß es einen
Regen-, Staub- und/oder Einbrechschutz vorsieht. Nach Überschreiten des vorgegebe
nen Zeitfensters wird das Schließen der geöffneten Dachkomponenten veranlaßt. Diese
Zeitsteuerung kann auch an die Verknüpfungslogik 5 für das Fahrzeugschließsystem
(Komfortschließsystem) geknüpft sein oder aktiviert sein, wenn das Fahrzeug abgestellt
und/oder die Motorzündung abgeschaltet ist.
Ferner kann eine Verknüpfung mit einem Diagnosesystem des Fahrzeugs vorhanden
sein, wobei bestimmte Betriebszustände und Fehlermeldungen, welche vom Diagnose
system erfaßt und veranlaßt werden, zum vernetzten Öffnen und Schließen der Dach
komponenten ausgenützt werden.
Die angesprochenen Funktionen gelten auch für Fahrzeuge, bei denen ein oder mehrere
Solarmodule an den Dachkomponenten oder anderen geeigneten Stellen des Fahrzeugs
für eine Zusatzstromversorgung und/oder Aufladung der Fahrzeugbatterie vorgesehen
sind.
Ferner kann der Signalgeber 19 einen zentralen Signalgenerator 20 aufweisen, der die
Richtungssignale erzeugt. Die Richtungssignale werden dann in den beiden Leitungen
10 und 11 durch die entsprechenden Ausgangssignale der Verknüpfungslogiken 2 bis 7
für die Ausgabe an die Steuerung des elektromotorischen Antriebs der Dachkomponen
ten, beispielsweise mit Hilfe von geeigneten von den Ausgangssignalen der Verknüp
fungslogiken angesteuerten Torschaltungen, freigegeben.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Steuern eines elektromotorischen Antriebs von Dachkomponen
ten (Deckel, Schwebehimmel) zum Öffnen und Schließen einer Dachöffnung in
einem Fahrzeugdach mit einer Schalteinrichtung zur Bestimmung der Antriebs
richtung und Einschaltzeit des elektromotorischen Antriebs in Abhängigkeit von
an die Schalteinrichtung gelieferten Richtungssignalen,
dadurch gekennzeichnet,
daß an die Schalteinrichtung (12) ein Signalgeber (19) angeschlossen ist, der in
Abhängigkeit von Sensorsignalen die von am Fahrzeug vorgesehenen Fahr
zeugsensoren abgegeben werden, und/oder von durch die Sensorsignale ausge
lösten Funktionssignalen ein jeweiliges Richtungssignal für eine bestimmte Ein
schaltzeit des Antriebs erzeugt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Signalge
ber (19) erzeugte Richtungssignal eine von einem oder mehreren der Fahr
zeugsensoren ausgelöste Sicherheits- und/oder Komfortfunktion bzw. -funktionen
am Fahrzeug optimiert.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Si
gnalgeber erzeugte Richtungssignal und die Einschaltzeit des Antriebs ferner ab
hängig sind von dem erfaßten jeweiligen Istzustand der jeweiligen anzutreiben
den Dachkomponenten.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einschaltzeit des Antriebs gesteuert ist durch die Zeitdauer des jeweiligen Rich
tungssignals.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Signalgeber (19) jeweilige Schnittstellen (13-18) für die unterschiedlichen Sen
sorsignale bzw. die von den Sensorsignalen ausgelösten Funktionssignale aus
wertende Verknüpfungslogiken (2-7) aufweist, wobei die jeweiligen Verknüp
fungslogiken Zustandssignale der Dachkomponenten empfangen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnittstellen
(13-18) an einem Datenbus (1) angeschlossen sind, welcher die Steuersignale
und/oder die von den Sensorsignalen ausgelösten Funktionssignale führt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19643325A DE19643325A1 (de) | 1996-10-21 | 1996-10-21 | Vorrichtung zum Steuern eines elektromotorischen Antriebs von Dachkomponenten zum Öffnen und Schließen einer Dachöffnung in einem Fahrzeugdach |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19643325A DE19643325A1 (de) | 1996-10-21 | 1996-10-21 | Vorrichtung zum Steuern eines elektromotorischen Antriebs von Dachkomponenten zum Öffnen und Schließen einer Dachöffnung in einem Fahrzeugdach |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19643325A1 true DE19643325A1 (de) | 1998-04-23 |
Family
ID=7809293
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19643325A Ceased DE19643325A1 (de) | 1996-10-21 | 1996-10-21 | Vorrichtung zum Steuern eines elektromotorischen Antriebs von Dachkomponenten zum Öffnen und Schließen einer Dachöffnung in einem Fahrzeugdach |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19643325A1 (de) |
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-
1996
- 1996-10-21 DE DE19643325A patent/DE19643325A1/de not_active Ceased
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