DE19639692C1 - Abzugseinrichtung mit Rückstecher - Google Patents
Abzugseinrichtung mit RückstecherInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abzugseinrichtung mit Rück
stecher, insbesondere für Jagdgewehre, gemäß dem Ober
begriff des Patentanspruches 1.
Um bei Jagdwaffen eine exakte Schußabgabe zu ermöglichen,
sind diese häufig mit sog. Stecherabzügen ausgestattet.
Bei einem Stecher wird die zur Überwindung der Schußaus
lösung nötige Kraft auf ein Minimum reduziert. Dies wird
erreicht, indem die eigentlich nötige Auslösekraft in
einer Feder gespeichert wird (der Stecher wird gestochen)
Befindet sich der Abzugshebel in der eingestochenen Stel
lung, muß bei der Schußabgabe nur noch ein geringer Wider
stand überwunden werden, wodurch die zur Schußauslösung
führende Federkraft freigegeben wird.
Stecherabzüge können in Rückstecher und Doppelzüngelste
cher unterschieden werden. Bei Rückstechern erfolgt der
Stechvorgang durch Vordrücken des Abzuges entgegen der
Auslöserichtung. Bei Doppelzüngelstechern dient ein zwei
ter Abzug (Züngel) lediglich dazu, die Stecherfeder zu
spannen. Abzugseinrichtungen ohne Stecher werden als Flin
tenabzüge bzw. als Druckpunktabzüge bezeichnet. Während
Flintenabzüge unkompliziert und einfach in der Herstellung
sind, sind gute Druckpunktabzüge aufwendig zu fertigen.
Aus der DE 29 33 107 C2 ist eine Abzugseinrichtung mit
Rückstecher gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 be
kannt. Eine derartige Abzugseinrichtung kommt ohne separa
te Stecherfeder aus, da die Stecherkraft zusätzlich in der
Schlagfeder gespeichert wird. Ein Vorteil liegt bei dieser
bekannten Abzugseinrichtung darin, daß sie sich selbstän
dig entstechen kann, sobald der Druck der Schlagfeder
weggenommen wird. Das ist in der Regel beim Öffnen des
Verschlusses der Fall. Hierdurch können Unfälle vermieden
werden, wie sie bei bekannten Stechereinrichtungen vor
kommen können, welche sich nicht selbsttätig entstechen.
Nachteilig ist bei dieser bekannten Abzugseinrichtung
jedoch, daß sie relativ kompliziert aufgebaut und eine
Einstellung der Abzugseinrichtung auf einen geringen Ab
zugswiderstand nicht unkritisch ist, da sie empfindlich
auf Erschütterungen reagiert.
Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, eine
Abzugseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1
zu schaffen, die einfach und langlebig aufgebaut ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der
Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
Erfindungsgemäß weist der Abzugshebel ein die Schwenkachse
aufnehmendes und ein Verschieben des Abzugshebels zwischen
seiner Flintenabzugsstellung und seiner eingestochenen
Stellung ermöglichendes Langloch auf. Weiterhin weist
diejenige Gleitfläche des Langloches, die aufgrund einer
über das Zwischenstück auf den Abzugshebel ausgeübten
Vorspannkraft mit der Schwenkachse in Druckkontakt ist,
unterschiedlich geneigte Gleitflächenabschnitte mit einer
Übergangsstelle auf, bis zu der der eingestochene Abzugs
hebel in seiner eingestochenen Stellung verbleibt. Ein Zu
rückziehen des eingestochenen Abzugshebels über die Über
gangsstelle hinaus bewirkt ein selbständiges Weiterver
schieben und Weiterschwenken des Abzugshebels in eine
Stellung, in welcher er außer Eingriff mit dem Zwischen
stück gelangt.
Bei der erfindungsgemäßen Abzugseinrichtung erfolgt somit
im Unterschied zu bekannten Abzugseinrichtungen zunächst
eine Relativverschiebung des Abzugshebels relativ zu des
sen Schwenkachse, wenn das Züngel aus der eingestochenen
Stellung nach hinten gezogen wird. Hierbei bestimmt der
Verlauf der Gleitfläche des Langloches innerhalb des Ab
zugshebels den Abzugsweg und -widerstand. Von besonderem
Vorteil ist, daß die erfindungsgemäße Abzugseinrichtung
sehr einfach aufgebaut werden kann, wobei die Anzahl der
Teile nicht größer ist als bei einem herkömmlichen Flin
tenabzug. Trotz der minimalen Teileanzahl ist es möglich,
sowohl den Stecherabzug als auch den Flintenabzug weit
gehend unabhängig voneinander und sehr genau im Abzugs
widerstand zu justieren.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung bei
spielshaft näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt der erfindungsgemäßen
Abzugseinrichtung mit gespanntem Schlag
bolzen in nicht gestochenem Zustand;
Fig. 2 einen Längsschnitt analog zu Fig. 1 nach
der Schußabgabe;
Fig. 3 einen Längsschnitt analog zu Fig. 1, je
doch in gestochenem Zustand;
Fig. 4 einen vergrößerten Ausschnitt von Fig. 3;
und
Fig. 5 einen Längsschnitt einer alternativen Aus
führungsform mit einem drehbar gelagerten
Schlagstück anstelle eines linear
verschiebbaren Schlagbolzens.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, welche die erfindungsgemäße
Abzugseinrichtung in ihrer Flintenabzugsstellung, d. h. in
ihrer nicht eingestochenen Stellung, zeigt, weist die Ab
zugseinrichtung einen zweiarmigen Abzugshebel 1 auf, der
um eine gehäusefeste Schwenkachse 2 drehbar ist. Der unte
re Teil des Abzugshebels 1 ist in bekannter Weise als sog.
Züngel bogenförmig ausgebildet, um eine optimale Betäti
gung mit dem Finger zu gewährleisten. Der obere Teil des
Abzugshebels 1 endet in einer Rastkante 3, die mit der
Unterseite eines einarmigen, schwenkbar gelagerten Abzugs
tollens Zwischenstück 4 in einer später noch näher beschriebenen Weise
zusammenwirkt.
Der Abzugshebel 1 weist zur Aufnahme der Schwenkachse 2
einen als abgewinkeltes Langloch 5 ausgebildeten Durch
bruch auf. Die Form des Langloches 5 kann als die Über
schneidung zweier Langlochabschnitte verschiedener Aus
richtungen angesehen werden, wobei die Mittellängslinie
des ersten Langlochabschnittes mit derjenigen des zweiten
Langlochabschnittes einen Winkel von etwa 120° einschließt
(s. auch Fig. 4). Wie ersichtlich, erstreckt sich der
vordere Langlochabschnitt relativ steil von oben nach
unten, d. h. in einem spitzen Winkel zur Mittellängslinie
des Abzugshebels 1. Der untere bzw. hintere Langlochab
schnitt erstreckt sich dagegen im wesentlichen quer zur
Mittellängslinie des Abzugshebels 1 und steigt nach hinten
leicht an. Das Langloch 5 ist weiterhin derart geformt und
dimensioniert, daß der Abzugshebel 1 relativ zur Schwenk
achse 2 zwischen der Flintenabzugsstellung, in welcher die
Schwenkachse 2 am oberen Ende des vorderen Langlochab
schnittes anliegt, und einer in den Fig. 3 und 4 dar
gestellten eingestochenen Stellung verschoben werden kann,
in welcher die Schwenkachse 2 in der Nähe des hinteren
Endes des hinteren (unteren) Langlochabschnittes positio
niert ist.
Aufgrund der beschriebenen Ausbildung weist das Langloch
5 an seiner Oberseite eine Lochwandung auf, die zwei un
terschiedlich geneigte Gleitflächenabschnitte 7a, 7b bil
den (Fig. 4). An der Stelle, wo sich die beiden Gleitflä
chenabschnitte 7a, 7b treffen, ist eine Kante 6 ausge
bildet. Diese Kante 6 kann mittels eines kleinen, festge
legten Radius abgerundet sein.
In der in Fig. 1 dargestellten Ruhestellung, in welcher
der Abzugshebel 1 am oberen Ende des vorderen Langloch
abschnittes aufliegt, wird der Abzugshebel 1 zusätzlich
von einer Druckfeder 8 gegen eine Einstellschraube 9 ge
drückt. Die Druckfeder 8 greift am oberen Arm des Abzugs
hebels 1 auf dessen Vorderseite an. Die Einstellschraube
9 befindet sich geringfügig oberhalb der Druckfeder 8 auf
der anderen Seite des Abzugshebels 1, ist an ihrem vorde
ren Ende mit einer Wölbung 10 versehen und direkt unter
halb des Zwischenstücks 4 sowie parallel zu diesem an
geordnet.
Das Zwischenstück 4 ist um eine gehäusefeste Achse 11
drehbar gelagert. An seiner Unterseite weist das Zwi
schenstück 4 eine Rastkante 12 auf, die mit der Rastkante
3 des Abzugshebels 1 zusammenwirkt. In der in Fig. 1
gezeigten Stellung, in welcher die Rastkante 3 des Abzugs
hebels 1 die Rastkante 12 des Zwischenstücks 4 von unten
her abstützt, ist die Schwenkbewegung des Zwischenstücks
4 nach unten blockiert.
Die Oberseite des Zwischenstücks 4 weist eine als Fangra
ste 13 ausgebildete Abstufung auf. Durch diese Fangraste
13 wird ein nur andeutungsweise dargestellter Schlagbolzen
14, der an seiner Unterseite ebenfalls mit einer Abstufung
15 versehen ist, daran gehindert, in Richtung des Pfeiles
A vorzuschnellen. Der Schlagbolzen 14 wird in Richtung des
Pfeiles A mit starker Federkraft druckbeaufschlagt.
Wird der Abzugshebel 1 in Abzugsrichtung entgegen dem
Druck der Druckfeder 8 verschwenkt, tritt die Rastkante 3
des Abzugshebels 1 aus der Rastkante 12 des Zwischenstücks
4 heraus und gibt dieses frei. Aufgrund der Kraft der
(nicht dargestellten) Schlagfeder, welche gleichzeitig die
Stecherfeder ist und den Schlagbolzen 14 nach vorne
drückt, wird das Zwischenstück 4 über die Fangraste 13/
Abstufung 15 nach unten entgegen der Kraft einer schwachen
Druckfeder 16 geschwenkt. Es stellt sich der in Figur ge
zeigte Zustand ein. Die Druckfeder 16, welche an der Un
terseite des Zwischenstücks 4 anliegt, hat nur die Aufga
be, das Zwischenstück 4 beim Spannen des Schlagbolzens 14
wieder in seine obere Stellung zurückzuschwenken.
Bei der Betätigung des Abzugshebels 1 aus seiner Flinten
abzugsstellung heraus findet keine Relativverschiebung der
Schwenkachse 2 innerhalb des Langloches 5 statt, sondern
lediglich ein Schwenken um die Schwenkachse 2, wie aus
Fig. 1 und 2 ersichtlich. Wird der Abzugshebel 1 jedoch
von der in Fig. 1 gezeigten Flintenabzugsstellung ent
gegen der Abzugsrichtung nach vorne gedrückt, stellt sich
der in den Fig. 3 und 4 gezeigte Zustand ein. Dieser
Zustand gibt die eingestochene Stellung an. Beim Nach
vornedrücken gleitet der Abzugshebel 1 im abgewinkelten
Langloch 5 soweit nach vorne, bis er an einer Stecherein
stellschraube 17 anschlägt. Gleichzeitig wird er entlang
des schrägen vorderen Gleitflächenabschnittes 7a des Lang
loches 5 nach oben gedrückt, bis die Kante 6 des abgewin
kelten Langloches 5 über der Schwenkachse 2 zu liegen
kommt. Da sich bei diesem Vorgang der gesamte Abzugshebel
1 geringfügig nach oben bewegt, wird auch das Zwischen
stück 4 nach oben gedrückt und zwangsläufig der Schlagbol
zen 14 geringfügig weiter gespannt. Die Kante 6 des Lang
loches 5 verhindert in diesem Zustand, daß sich der Ab
zugshebel 1 von selbst wieder in Abzugsrichtung bewegt, da
sich der Mittelpunkt der Schwenkachse 2 genügend weit
hinter der Kante 6 befindet.
Die Geometrie- und Kraftverhältnisse sind aus Fig. 4 an
hand einer Kraftwirkungslinie 18 und einer Verbindungs
linie 19 ersichtlich. Die Kraftwirkungslinie 18 repräsen
tiert die Druckkraft, die vom Zwischenstück 4 auf den Ab
zugshebel 1 und von diesem auf die Schwenkachse 2 aufge
bracht wird. Die Kraftwirkungslinie 18 erstreckt sich vom
Kontaktpunkt zwischen der Rastkante 12 des Zwischenstücks
4 und der Rastkante 3 des Abzugshebels 1 zur Kante 6 des
Langloches 5. Die Verbindungslinie 19 erstreckt sich vom
Mittelpunkt der Schwenkachse 2 ebenfalls zur Kante 6. Der
von den beiden Linien eingeschlossene Winkel ist mit α
gekennzeichnet. Je größer der Winkel α ist, um so länger
ist der Abzugsweg und um so größer der Abzugswiderstand
des Stecherabzuges, bis der Abzugshebel 1 über die Kante
6 gleitet und die weitere Schußauslösung automatisch er
folgt, wie nachstehend noch beschrieben wird.
Über die Stechereinstellschraube 17 kann die Stellung des
Abzugshebels 1 im eingestochenen Zustand, d. h. der Winkel
α, eingestellt werden.
Bei geringfügigem Druck auf das Züngel in Abzugsrichtung
gleitet die Kante 6 über die Schwenkachse 2, wodurch der
Gleichgewichtszustand von Fig. 3 und 4 aufgehoben wird.
Der Abzugshebel 1 gleitet dann unter dem Druck der Schlag
feder, der über das Zwischenstück 4 auf ihn ausgeübt wird,
automatisch entlang des steil ansteigenden Gleitflächen
abschnittes 7a nach unten und hinten in seine in Fig. 1
gezeigte Ausgangsstellung zurück. Sobald er diese erreicht
hat, schlägt das Langloch 5 mit seinem vorderen oberen
Ende auf der Schwenkachse 2 auf. Die erhebliche noch vor
handene Bewegungsenergie bewirkt nun aufgrund der Massen
trägheit des Abzugshebels 1 eine Weiterbewegung desselben
in Abzugsrichtung. Dadurch wird das Zwischenstück 4 frei
gegeben und der Schuß in bekannter Weise ausgelöst.
Wird bei gestochenem Abzug (Fig. 3 und 4) der Verschluß
geöffnet oder in anderer Weise der Druck von der Rastkante
3 des Abzugshebels 1 genommen (z. B. Sicherung), wird der
Abzugshebel 1 automatisch unter dem Druck der Druckfeder
8 in seine Ruhestellung zurückgeschwenkt. Die Abzugsein
richtung wird also selbständig entstochen.
In Fig. 5 ist eine modifizierte Ausführungsform der Er
findung gezeigt, bei der anstelle eines Abzugsstollens
ein drehbar gelagertes Schlagstück 20 verwendet wird.
Dieses Schlagstück 20 wird über einen Federführungsbolzen
22 mit einer starken Schlagfeder 21 druckbeaufschlagt.
Weiterhin verfügt das Schlagstück 20 ebenfalls über eine
Rastkante 12, die in ganz ähnlicher Weise wie die Rastkan
te 12 der ersten Ausführungsform mit der Rastkante 3 des
Abzugshebels 1 zusammenwirkt. Auch bei dieser Ausführungs
form wird beim Stechvorgang die Schlagfeder 21 noch weiter
gespannt. Die Auslösung der Abzugseinrichtung geschieht in
der oben beschriebenen Weise. Nach Freigabe des Schlag
stückes 20 schlägt dieses auf den lediglich schematisch
dargestellten Schlagbolzen 14a auf, wodurch eine nicht
dargestellte Patrone gezündet wird.
Alternativ zu der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten
Form des Langloches 5 ist es auch möglich, zumindest das
vordere Langlochende nicht radiusförmig, sondern keil-
oder prismenförmig auszubilden. Hierdurch wird erreicht,
daß der Abzugshebel 1 in seiner vorderen Endstellung, die
in den Fig. 1, 2 und 5 gezeigt ist, absolut spielfrei
an der Schwenkachse 2 gehalten wird.
Mit der Erfindung ist erstmals eine Abzugseinrichtung mit
beispielhafter Einfachheit und Robustheit geschaffen wor
den, die dennoch alle Anforderungen in vorbildlicher Weise
erfüllt. Dabei ist zu beachten, daß nicht nur der Stech
abzug über die Stechereinstellschraube 17 einstellbar ist, son
dern auch der Flintenabzug über die Einstellschraube 9
optimal justierbar ist. Besonders vorteilhaft ist ferner,
daß neben dem eigentlichen Abzugshebel 1 kein weiteres
Zwischenteil zum Zwischenstück 4 bzw. Schlagstück 20 er
forderlich ist.
Claims (4)
1. Abzugseinrichtung mit Rückstecher, insbesondere für
Jagdgewehre, bei der ein zweiarmiger, federbeaufschlagter
Abzugshebel (1), der um eine gehäusefeste Schwenkachse (2)
schwenkbar und entgegen der Abzugsrichtung aus einer Flin
tenabzugsstellung in eine eingestochene Stellung bewegbar
ist, mit einem Zwischenstück (4) oder Schlagstück (20)
zusammenwirkt, das mit einem von einer die Stecherfeder
bildenden Schlagfeder beaufschlagten Schlagbolzen (14,
14a) in Wirkverbindung bringbar ist, dadurch gekennzeich
net, daß der Abzugshebel (1) ein die Schwenkachse (2)
aufnehmendes und ein Verschieben des Abzugshebels (1) auf
der Schwenkachse (2) zwischen seiner Flintenabzugsstellung
und seiner eingestochenen Stellung ermöglichendes Langloch
(5) aufweist, welches durch die Überschneidung zweier
Langlochabschnitte unterschiedlicher Ausrichtung gebildet
ist und daß sich der vordere Langlochabschnitt relativ
steil in einem spitzen Winkel zur Mittellängslinie des
Abzugshebels (1) von oben nach unten und der hintere Lang
lochabschnitt sich im wesentlichen quer zur Mittellängs
linie des Abzugshebels (1) nach hinten leicht ansteigend
erstreckt.
2. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Mittellängslinien des ersten und zweiten
Langlochabschnittes miteinander einen stumpfen Winkel von
100° bis 140°, insbesondere von 110° bis 130°, einschlie
ßen.
3. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Langloch (5) eine durch zwei Gleit
flächenabschnitte (7a, 7b) gebildete Gleitfläche aufweist,
die aufgrund einer über das Zwischenstück (4) oder das
Schlagstück (20) auf den Abzugshebel (1) ausgeübten Vor
spannkraft mit der Schwenkachse (2) in Druckkontakt steht
und daß die Übergangsstelle zwischen den Gleitflächen
abschnitten (7a, 7b) des Langloches (5) als leicht abge
rundete Kante (6) ausgebildet ist.
4. Abzugseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest das vordere Ende des
Langloches (5) aufeinander zulaufende geradlinige Ab
schnitte aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996139692 DE19639692C1 (de) | 1996-09-26 | 1996-09-26 | Abzugseinrichtung mit Rückstecher |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996139692 DE19639692C1 (de) | 1996-09-26 | 1996-09-26 | Abzugseinrichtung mit Rückstecher |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19639692C1 true DE19639692C1 (de) | 1998-02-19 |
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| DE1996139692 Expired - Fee Related DE19639692C1 (de) | 1996-09-26 | 1996-09-26 | Abzugseinrichtung mit Rückstecher |
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|---|---|
| DE (1) | DE19639692C1 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2933107C2 (de) * | 1979-08-16 | 1983-01-13 | Johann Ing. Kufstein Kepplinger | Abzugseinrichtung mit Rückstecher |
-
1996
- 1996-09-26 DE DE1996139692 patent/DE19639692C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2933107C2 (de) * | 1979-08-16 | 1983-01-13 | Johann Ing. Kufstein Kepplinger | Abzugseinrichtung mit Rückstecher |
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| Date | Code | Title | Description |
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| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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Effective date: 20140401 |