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DE19639692C1 - Abzugseinrichtung mit Rückstecher - Google Patents

Abzugseinrichtung mit Rückstecher

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Publication number
DE19639692C1
DE19639692C1 DE1996139692 DE19639692A DE19639692C1 DE 19639692 C1 DE19639692 C1 DE 19639692C1 DE 1996139692 DE1996139692 DE 1996139692 DE 19639692 A DE19639692 A DE 19639692A DE 19639692 C1 DE19639692 C1 DE 19639692C1
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DE
Germany
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trigger
elongated hole
pivot axis
lever
intermediate piece
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Expired - Fee Related
Application number
DE1996139692
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English (en)
Inventor
Peter Fortner
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Individual
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Individual
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A19/00Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
    • F41A19/06Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms
    • F41A19/17Hair-trigger mechanisms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Pencils And Projecting And Retracting Systems Therefor, And Multi-System Writing Instruments (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Abzugseinrichtung mit Rück­ stecher, insbesondere für Jagdgewehre, gemäß dem Ober­ begriff des Patentanspruches 1.
Um bei Jagdwaffen eine exakte Schußabgabe zu ermöglichen, sind diese häufig mit sog. Stecherabzügen ausgestattet. Bei einem Stecher wird die zur Überwindung der Schußaus­ lösung nötige Kraft auf ein Minimum reduziert. Dies wird erreicht, indem die eigentlich nötige Auslösekraft in einer Feder gespeichert wird (der Stecher wird gestochen) Befindet sich der Abzugshebel in der eingestochenen Stel­ lung, muß bei der Schußabgabe nur noch ein geringer Wider­ stand überwunden werden, wodurch die zur Schußauslösung führende Federkraft freigegeben wird.
Stecherabzüge können in Rückstecher und Doppelzüngelste­ cher unterschieden werden. Bei Rückstechern erfolgt der Stechvorgang durch Vordrücken des Abzuges entgegen der Auslöserichtung. Bei Doppelzüngelstechern dient ein zwei­ ter Abzug (Züngel) lediglich dazu, die Stecherfeder zu spannen. Abzugseinrichtungen ohne Stecher werden als Flin­ tenabzüge bzw. als Druckpunktabzüge bezeichnet. Während Flintenabzüge unkompliziert und einfach in der Herstellung sind, sind gute Druckpunktabzüge aufwendig zu fertigen.
Aus der DE 29 33 107 C2 ist eine Abzugseinrichtung mit Rückstecher gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 be­ kannt. Eine derartige Abzugseinrichtung kommt ohne separa­ te Stecherfeder aus, da die Stecherkraft zusätzlich in der Schlagfeder gespeichert wird. Ein Vorteil liegt bei dieser bekannten Abzugseinrichtung darin, daß sie sich selbstän­ dig entstechen kann, sobald der Druck der Schlagfeder weggenommen wird. Das ist in der Regel beim Öffnen des Verschlusses der Fall. Hierdurch können Unfälle vermieden werden, wie sie bei bekannten Stechereinrichtungen vor­ kommen können, welche sich nicht selbsttätig entstechen. Nachteilig ist bei dieser bekannten Abzugseinrichtung jedoch, daß sie relativ kompliziert aufgebaut und eine Einstellung der Abzugseinrichtung auf einen geringen Ab­ zugswiderstand nicht unkritisch ist, da sie empfindlich auf Erschütterungen reagiert.
Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, eine Abzugseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 zu schaffen, die einfach und langlebig aufgebaut ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
Erfindungsgemäß weist der Abzugshebel ein die Schwenkachse aufnehmendes und ein Verschieben des Abzugshebels zwischen seiner Flintenabzugsstellung und seiner eingestochenen Stellung ermöglichendes Langloch auf. Weiterhin weist diejenige Gleitfläche des Langloches, die aufgrund einer über das Zwischenstück auf den Abzugshebel ausgeübten Vorspannkraft mit der Schwenkachse in Druckkontakt ist, unterschiedlich geneigte Gleitflächenabschnitte mit einer Übergangsstelle auf, bis zu der der eingestochene Abzugs­ hebel in seiner eingestochenen Stellung verbleibt. Ein Zu­ rückziehen des eingestochenen Abzugshebels über die Über­ gangsstelle hinaus bewirkt ein selbständiges Weiterver­ schieben und Weiterschwenken des Abzugshebels in eine Stellung, in welcher er außer Eingriff mit dem Zwischen­ stück gelangt.
Bei der erfindungsgemäßen Abzugseinrichtung erfolgt somit im Unterschied zu bekannten Abzugseinrichtungen zunächst eine Relativverschiebung des Abzugshebels relativ zu des­ sen Schwenkachse, wenn das Züngel aus der eingestochenen Stellung nach hinten gezogen wird. Hierbei bestimmt der Verlauf der Gleitfläche des Langloches innerhalb des Ab­ zugshebels den Abzugsweg und -widerstand. Von besonderem Vorteil ist, daß die erfindungsgemäße Abzugseinrichtung sehr einfach aufgebaut werden kann, wobei die Anzahl der Teile nicht größer ist als bei einem herkömmlichen Flin­ tenabzug. Trotz der minimalen Teileanzahl ist es möglich, sowohl den Stecherabzug als auch den Flintenabzug weit­ gehend unabhängig voneinander und sehr genau im Abzugs­ widerstand zu justieren.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung bei­ spielshaft näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt der erfindungsgemäßen Abzugseinrichtung mit gespanntem Schlag­ bolzen in nicht gestochenem Zustand;
Fig. 2 einen Längsschnitt analog zu Fig. 1 nach der Schußabgabe;
Fig. 3 einen Längsschnitt analog zu Fig. 1, je­ doch in gestochenem Zustand;
Fig. 4 einen vergrößerten Ausschnitt von Fig. 3; und
Fig. 5 einen Längsschnitt einer alternativen Aus­ führungsform mit einem drehbar gelagerten Schlagstück anstelle eines linear verschiebbaren Schlagbolzens.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, welche die erfindungsgemäße Abzugseinrichtung in ihrer Flintenabzugsstellung, d. h. in ihrer nicht eingestochenen Stellung, zeigt, weist die Ab­ zugseinrichtung einen zweiarmigen Abzugshebel 1 auf, der um eine gehäusefeste Schwenkachse 2 drehbar ist. Der unte­ re Teil des Abzugshebels 1 ist in bekannter Weise als sog. Züngel bogenförmig ausgebildet, um eine optimale Betäti­ gung mit dem Finger zu gewährleisten. Der obere Teil des Abzugshebels 1 endet in einer Rastkante 3, die mit der Unterseite eines einarmigen, schwenkbar gelagerten Abzugs­ tollens Zwischenstück 4 in einer später noch näher beschriebenen Weise zusammenwirkt.
Der Abzugshebel 1 weist zur Aufnahme der Schwenkachse 2 einen als abgewinkeltes Langloch 5 ausgebildeten Durch­ bruch auf. Die Form des Langloches 5 kann als die Über­ schneidung zweier Langlochabschnitte verschiedener Aus­ richtungen angesehen werden, wobei die Mittellängslinie des ersten Langlochabschnittes mit derjenigen des zweiten Langlochabschnittes einen Winkel von etwa 120° einschließt (s. auch Fig. 4). Wie ersichtlich, erstreckt sich der vordere Langlochabschnitt relativ steil von oben nach unten, d. h. in einem spitzen Winkel zur Mittellängslinie des Abzugshebels 1. Der untere bzw. hintere Langlochab­ schnitt erstreckt sich dagegen im wesentlichen quer zur Mittellängslinie des Abzugshebels 1 und steigt nach hinten leicht an. Das Langloch 5 ist weiterhin derart geformt und dimensioniert, daß der Abzugshebel 1 relativ zur Schwenk­ achse 2 zwischen der Flintenabzugsstellung, in welcher die Schwenkachse 2 am oberen Ende des vorderen Langlochab­ schnittes anliegt, und einer in den Fig. 3 und 4 dar­ gestellten eingestochenen Stellung verschoben werden kann, in welcher die Schwenkachse 2 in der Nähe des hinteren Endes des hinteren (unteren) Langlochabschnittes positio­ niert ist.
Aufgrund der beschriebenen Ausbildung weist das Langloch 5 an seiner Oberseite eine Lochwandung auf, die zwei un­ terschiedlich geneigte Gleitflächenabschnitte 7a, 7b bil­ den (Fig. 4). An der Stelle, wo sich die beiden Gleitflä­ chenabschnitte 7a, 7b treffen, ist eine Kante 6 ausge­ bildet. Diese Kante 6 kann mittels eines kleinen, festge­ legten Radius abgerundet sein.
In der in Fig. 1 dargestellten Ruhestellung, in welcher der Abzugshebel 1 am oberen Ende des vorderen Langloch­ abschnittes aufliegt, wird der Abzugshebel 1 zusätzlich von einer Druckfeder 8 gegen eine Einstellschraube 9 ge­ drückt. Die Druckfeder 8 greift am oberen Arm des Abzugs­ hebels 1 auf dessen Vorderseite an. Die Einstellschraube 9 befindet sich geringfügig oberhalb der Druckfeder 8 auf der anderen Seite des Abzugshebels 1, ist an ihrem vorde­ ren Ende mit einer Wölbung 10 versehen und direkt unter­ halb des Zwischenstücks 4 sowie parallel zu diesem an­ geordnet.
Das Zwischenstück 4 ist um eine gehäusefeste Achse 11 drehbar gelagert. An seiner Unterseite weist das Zwi­ schenstück 4 eine Rastkante 12 auf, die mit der Rastkante 3 des Abzugshebels 1 zusammenwirkt. In der in Fig. 1 gezeigten Stellung, in welcher die Rastkante 3 des Abzugs­ hebels 1 die Rastkante 12 des Zwischenstücks 4 von unten her abstützt, ist die Schwenkbewegung des Zwischenstücks 4 nach unten blockiert.
Die Oberseite des Zwischenstücks 4 weist eine als Fangra­ ste 13 ausgebildete Abstufung auf. Durch diese Fangraste 13 wird ein nur andeutungsweise dargestellter Schlagbolzen 14, der an seiner Unterseite ebenfalls mit einer Abstufung 15 versehen ist, daran gehindert, in Richtung des Pfeiles A vorzuschnellen. Der Schlagbolzen 14 wird in Richtung des Pfeiles A mit starker Federkraft druckbeaufschlagt.
Wird der Abzugshebel 1 in Abzugsrichtung entgegen dem Druck der Druckfeder 8 verschwenkt, tritt die Rastkante 3 des Abzugshebels 1 aus der Rastkante 12 des Zwischenstücks 4 heraus und gibt dieses frei. Aufgrund der Kraft der (nicht dargestellten) Schlagfeder, welche gleichzeitig die Stecherfeder ist und den Schlagbolzen 14 nach vorne drückt, wird das Zwischenstück 4 über die Fangraste 13/ Abstufung 15 nach unten entgegen der Kraft einer schwachen Druckfeder 16 geschwenkt. Es stellt sich der in Figur ge­ zeigte Zustand ein. Die Druckfeder 16, welche an der Un­ terseite des Zwischenstücks 4 anliegt, hat nur die Aufga­ be, das Zwischenstück 4 beim Spannen des Schlagbolzens 14 wieder in seine obere Stellung zurückzuschwenken.
Bei der Betätigung des Abzugshebels 1 aus seiner Flinten­ abzugsstellung heraus findet keine Relativverschiebung der Schwenkachse 2 innerhalb des Langloches 5 statt, sondern lediglich ein Schwenken um die Schwenkachse 2, wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich. Wird der Abzugshebel 1 jedoch von der in Fig. 1 gezeigten Flintenabzugsstellung ent­ gegen der Abzugsrichtung nach vorne gedrückt, stellt sich der in den Fig. 3 und 4 gezeigte Zustand ein. Dieser Zustand gibt die eingestochene Stellung an. Beim Nach­ vornedrücken gleitet der Abzugshebel 1 im abgewinkelten Langloch 5 soweit nach vorne, bis er an einer Stecherein­ stellschraube 17 anschlägt. Gleichzeitig wird er entlang des schrägen vorderen Gleitflächenabschnittes 7a des Lang­ loches 5 nach oben gedrückt, bis die Kante 6 des abgewin­ kelten Langloches 5 über der Schwenkachse 2 zu liegen kommt. Da sich bei diesem Vorgang der gesamte Abzugshebel 1 geringfügig nach oben bewegt, wird auch das Zwischen­ stück 4 nach oben gedrückt und zwangsläufig der Schlagbol­ zen 14 geringfügig weiter gespannt. Die Kante 6 des Lang­ loches 5 verhindert in diesem Zustand, daß sich der Ab­ zugshebel 1 von selbst wieder in Abzugsrichtung bewegt, da sich der Mittelpunkt der Schwenkachse 2 genügend weit hinter der Kante 6 befindet.
Die Geometrie- und Kraftverhältnisse sind aus Fig. 4 an­ hand einer Kraftwirkungslinie 18 und einer Verbindungs­ linie 19 ersichtlich. Die Kraftwirkungslinie 18 repräsen­ tiert die Druckkraft, die vom Zwischenstück 4 auf den Ab­ zugshebel 1 und von diesem auf die Schwenkachse 2 aufge­ bracht wird. Die Kraftwirkungslinie 18 erstreckt sich vom Kontaktpunkt zwischen der Rastkante 12 des Zwischenstücks 4 und der Rastkante 3 des Abzugshebels 1 zur Kante 6 des Langloches 5. Die Verbindungslinie 19 erstreckt sich vom Mittelpunkt der Schwenkachse 2 ebenfalls zur Kante 6. Der von den beiden Linien eingeschlossene Winkel ist mit α gekennzeichnet. Je größer der Winkel α ist, um so länger ist der Abzugsweg und um so größer der Abzugswiderstand des Stecherabzuges, bis der Abzugshebel 1 über die Kante 6 gleitet und die weitere Schußauslösung automatisch er­ folgt, wie nachstehend noch beschrieben wird.
Über die Stechereinstellschraube 17 kann die Stellung des Abzugshebels 1 im eingestochenen Zustand, d. h. der Winkel α, eingestellt werden.
Bei geringfügigem Druck auf das Züngel in Abzugsrichtung gleitet die Kante 6 über die Schwenkachse 2, wodurch der Gleichgewichtszustand von Fig. 3 und 4 aufgehoben wird. Der Abzugshebel 1 gleitet dann unter dem Druck der Schlag­ feder, der über das Zwischenstück 4 auf ihn ausgeübt wird, automatisch entlang des steil ansteigenden Gleitflächen­ abschnittes 7a nach unten und hinten in seine in Fig. 1 gezeigte Ausgangsstellung zurück. Sobald er diese erreicht hat, schlägt das Langloch 5 mit seinem vorderen oberen Ende auf der Schwenkachse 2 auf. Die erhebliche noch vor­ handene Bewegungsenergie bewirkt nun aufgrund der Massen­ trägheit des Abzugshebels 1 eine Weiterbewegung desselben in Abzugsrichtung. Dadurch wird das Zwischenstück 4 frei­ gegeben und der Schuß in bekannter Weise ausgelöst.
Wird bei gestochenem Abzug (Fig. 3 und 4) der Verschluß geöffnet oder in anderer Weise der Druck von der Rastkante 3 des Abzugshebels 1 genommen (z. B. Sicherung), wird der Abzugshebel 1 automatisch unter dem Druck der Druckfeder 8 in seine Ruhestellung zurückgeschwenkt. Die Abzugsein­ richtung wird also selbständig entstochen.
In Fig. 5 ist eine modifizierte Ausführungsform der Er­ findung gezeigt, bei der anstelle eines Abzugsstollens ein drehbar gelagertes Schlagstück 20 verwendet wird. Dieses Schlagstück 20 wird über einen Federführungsbolzen 22 mit einer starken Schlagfeder 21 druckbeaufschlagt. Weiterhin verfügt das Schlagstück 20 ebenfalls über eine Rastkante 12, die in ganz ähnlicher Weise wie die Rastkan­ te 12 der ersten Ausführungsform mit der Rastkante 3 des Abzugshebels 1 zusammenwirkt. Auch bei dieser Ausführungs­ form wird beim Stechvorgang die Schlagfeder 21 noch weiter gespannt. Die Auslösung der Abzugseinrichtung geschieht in der oben beschriebenen Weise. Nach Freigabe des Schlag­ stückes 20 schlägt dieses auf den lediglich schematisch dargestellten Schlagbolzen 14a auf, wodurch eine nicht dargestellte Patrone gezündet wird.
Alternativ zu der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Form des Langloches 5 ist es auch möglich, zumindest das vordere Langlochende nicht radiusförmig, sondern keil- oder prismenförmig auszubilden. Hierdurch wird erreicht, daß der Abzugshebel 1 in seiner vorderen Endstellung, die in den Fig. 1, 2 und 5 gezeigt ist, absolut spielfrei an der Schwenkachse 2 gehalten wird.
Mit der Erfindung ist erstmals eine Abzugseinrichtung mit beispielhafter Einfachheit und Robustheit geschaffen wor­ den, die dennoch alle Anforderungen in vorbildlicher Weise erfüllt. Dabei ist zu beachten, daß nicht nur der Stech­ abzug über die Stechereinstellschraube 17 einstellbar ist, son­ dern auch der Flintenabzug über die Einstellschraube 9 optimal justierbar ist. Besonders vorteilhaft ist ferner, daß neben dem eigentlichen Abzugshebel 1 kein weiteres Zwischenteil zum Zwischenstück 4 bzw. Schlagstück 20 er­ forderlich ist.

Claims (4)

1. Abzugseinrichtung mit Rückstecher, insbesondere für Jagdgewehre, bei der ein zweiarmiger, federbeaufschlagter Abzugshebel (1), der um eine gehäusefeste Schwenkachse (2) schwenkbar und entgegen der Abzugsrichtung aus einer Flin­ tenabzugsstellung in eine eingestochene Stellung bewegbar ist, mit einem Zwischenstück (4) oder Schlagstück (20) zusammenwirkt, das mit einem von einer die Stecherfeder bildenden Schlagfeder beaufschlagten Schlagbolzen (14, 14a) in Wirkverbindung bringbar ist, dadurch gekennzeich­ net, daß der Abzugshebel (1) ein die Schwenkachse (2) aufnehmendes und ein Verschieben des Abzugshebels (1) auf der Schwenkachse (2) zwischen seiner Flintenabzugsstellung und seiner eingestochenen Stellung ermöglichendes Langloch (5) aufweist, welches durch die Überschneidung zweier Langlochabschnitte unterschiedlicher Ausrichtung gebildet ist und daß sich der vordere Langlochabschnitt relativ steil in einem spitzen Winkel zur Mittellängslinie des Abzugshebels (1) von oben nach unten und der hintere Lang­ lochabschnitt sich im wesentlichen quer zur Mittellängs­ linie des Abzugshebels (1) nach hinten leicht ansteigend erstreckt.
2. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Mittellängslinien des ersten und zweiten Langlochabschnittes miteinander einen stumpfen Winkel von 100° bis 140°, insbesondere von 110° bis 130°, einschlie­ ßen.
3. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Langloch (5) eine durch zwei Gleit­ flächenabschnitte (7a, 7b) gebildete Gleitfläche aufweist, die aufgrund einer über das Zwischenstück (4) oder das Schlagstück (20) auf den Abzugshebel (1) ausgeübten Vor­ spannkraft mit der Schwenkachse (2) in Druckkontakt steht und daß die Übergangsstelle zwischen den Gleitflächen­ abschnitten (7a, 7b) des Langloches (5) als leicht abge­ rundete Kante (6) ausgebildet ist.
4. Abzugseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest das vordere Ende des Langloches (5) aufeinander zulaufende geradlinige Ab­ schnitte aufweist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2933107C2 (de) * 1979-08-16 1983-01-13 Johann Ing. Kufstein Kepplinger Abzugseinrichtung mit Rückstecher

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2933107C2 (de) * 1979-08-16 1983-01-13 Johann Ing. Kufstein Kepplinger Abzugseinrichtung mit Rückstecher

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