DE677178C - Abzugseinrichtung an selbsttaetigen Feuerwaffen - Google Patents
Abzugseinrichtung an selbsttaetigen FeuerwaffenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abzugseinrichtung an selbsttätigen Feuerwaffen mit Vorlaufabfeuerung
und Fernbedienung mittels Bowden- oder Seilzuges, bei welcher der Verschlußkörper
und der durch ein Sperrorgan in der Abzugsstellung gehaltene Abzugshaken in dieser Stellung mit selbstentsperrenid ausgebildeten
Flächen aneinanderliegen.
Bei der bekannten Ausführungsform findet sich der Nachteil, daß das zwecks Abfeuerns
der Waffe angezogene Bowdenkabel beim Loslassen zum Einstellen des Feuerns trotz vorhandener
Gegenfeder nicht mehr ganz oder doch nicht unbedingt sicher zurückgeht, so daß also das von ihm betätigte Sperrorgan
seine Sperrstellung nicht erreichen kann. Das hat zur Folge, daß eine Sperrung nicht zustande
kommt und die Waffe weiterschießt. Außerdem sind die Sperrteile bei ihrem Ineinandergreifen
zu einem Zeitpunkt, in dem ' das durch das Bowdenkabel betätigte Sperrqrgan
noch nicht vollständig zurückgeführt worden ist, starker Abnutzung bzw. sogar Zerstörungen ausgesetzt.
Es ist daher zu erstreben, unabhängig von der erwähnten Trägheit des Bowdenkabels
und von dessen Rückbewegungshub ein Fangen des Verschlußkörpers in der Abzugsstellung und ein Blockieren des Abzugshakens
in der Sperrstellung mit Sicherheit zwangsläufig zu erreichen. Hierbei ist es aber in Anbetracht
der geringen, vom Bowdenzug zu übertragenden Kraft von Wichtigkeit, daß
insbesondere bei großen Feuergeschwindigkeiten das Sperrorgan so ausgebildet ist, daß
es der Auslösung des Verschlußkörpers beim Abziehen keinen namhaften Widerstand entgegensetzt.
Diese Forderungen werden bei der Abzügseinrichtung gemäß der Erfindung erfüllt, und
zwar durch Anordnung einer nach Freigabe der Fernbedienung wirksam werdenden, vom
Verschlußkörper währenddes darauffolgenden Durchlaufens seiner hinteren Wegstrecke angetriebenen
Vorrichtung zum zwangsläufigen Rückführen des Sperrorgans in die Sperrstellung.
Dank dieser Ausbildung bewirkt also nicht mehr das durch Federwirkung zurückgehende
Bowdenkabel die Sperrung des Abzugshakens, sondern der Verschlußkörper selbst, und zwar
infolge seines Zusammenwirkens mit der vorgesehenen Rückführvorrichtung zwangsläufig,
so daß beim Loslassen des Bowdenkabels augenblicklich und mit Sicherheit ein Einstellen
des Feuerns erfolgt, ganz gleichgültig,
ob das Bowdenkabel mehr oder weniger vollständig oder rasch in seine Ausgangsstellung
zurückkehrt.
Die Wirkungsverbindung der Rückführvorrichtung mit dem Verschlußkörper kann so,
ausgebildet sein, daß sie entweder beim Rücklauf des Verschlußkörpers oder nach dessen
Umkehr aus der hinteren Endlage beim Vorlauf entsteht, d. h. also, daß das eigentliche
ίο Sperrorgan entweder beim Vorlauf oder beim Rücklauf des Verschlußkörpers in seine Sperrstellung
bewegt wird.
Zweckmäßig ist dem Auslöseorgan eine ebenfalls mittels Bpwdenzugs zu betätigende
Sicherungsvorrichtung zugeordnet, um zu verhindern, daß durch zufälliges oder ungewolltes
Niederdrücken des Abzugbowdengriffes das Feuern ausgelöst wird. Ferngesteuerte Sicherungsheber
sind bei Schußwaffen bekannt. Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung dargestellt,
und zwar zeigen:
Fig. ι den hinteren längs geschnittenen Teil
einer Maschinenkanone gemäß der ersten Ausführungsform,
Fig. 2 einen Querschnitt, Fig. 3 eine Teilrückansicht mit teilweisem
Schnitt, "
Fig. 4 einen Teil der Abzugseinrichtung in
Draufsicht, ■ ·
Fig. 5 bis 8 einzelne Teile der Einrichtung in verschiedenen Ansichten,
Fig. 9 die zweite Ausführungsform im Längsschnitt,
Fig. 10 einen Querschnitt, Fig. 11 das Sperrorgan und
Fig. 12 ein Sicherungsorgan in Draufsicht. Bei der in Fig. ι bis 8 dargestellten Ausführungsform
ist V das Verschlußgehäuse einer Maschinenkanone. In diesem bewegt sich der Verschlußkörper 1 hin und her, und
zwar unter dem Einfluß der Pulvergase nach dem Schuß in Richtung des Pfeiles A und
unter dem Einfluß der nicht dargestellten Vorholfeder in Richtung des. Pfeiles B, Am
hinteren Ende des Verschlußgehäuses V ist eine Halterbüchse 17 eingebaut, welche zwei
nach vorn ragende Arme iya hat. Jeder dieser
Arme 17 a hat an der Innenseite eine angesetzte
Hülse 17& (Fig. 4), in welcher ein eine Schraubenfeder 19 einschließender Pufferbolzen
18 längs verschiebbar gehalten ist.
Ferner ist in der Halterbüchse 17 in der Mitte zwischen den beiden Armen I7a der
Abzugshaken 3 gelagert. Eine an seinem hinteren Ende angreifende Dämpfungsfeder 16
dient dazu, ein Klappern des Hakens 3 beim Schießen zu verhindern. Der Abzugshaken 3
wirkt mit einer am hinteren Ende des Verschlußkolbens
Γ gelagerten Fangklinke 2 zusammen. Die Sperrflächen dieser beiden
Teile 2, 3 sind in bekannter Weise selbstentsperrend
ausgebildet. .
Die Sperr- und Auslösevorrichtung für den Abzugshaken 3 ist in einem Aufsatz V1 des
Verschlußgehäuses V untergebracht. Auf einer die Wandungen des Aufsatzes V1 durchdringenden
Achse 21 ist ein Pendelhebel 4 gelagert. Dieser besteht aus zwei parallelen,
zu beiden Seiten des Abzugshakens 3 liegenden Armen, welche durch Stege 4S und 4j
miteinander verbunden sind und mit ihren
unteren Enden auf geradlinigen Bahnen des Verschlußkolbens 1 auflaufen.
Außerdem ist auf der Achse 21 ein Sperrorgan
5 gelagert, das mit seinem unteren Teil zwischen die beiden Arme des Pendelhebels 4
hineinragt, während sein oberer Teil durch zwei in gleicher Flucht mit den Armen des
Pendelhebels 4 liegende Arme gebildet wird. Dieses Sperrorgan 5 hat einen nach unten
ragenden, den Abzugshaken 3 sperrenden Sperrnocken 5a und eine nach vorn ragende
N
5j
Im oberen Teil des Sperrorgans 5 ist zwisehen seinen beiden Armen auf einem eingesetzten
Bolzen eine Auslöseklinke 6 verschwenkbar gelagert, welche einen abwärts gerichteten Fortsatz 6a hat, gegen welchen
eine im Sperrorgan 5 eingelegte Schraubenfeder 11 drückt. In der Auslöseklinke 6 ist
mittels eines Bolzens 22 das in diesen eingelötete Ende eines Bowdenkabels 23 befestigt,
welches durch einen Längsschlitz der Klinke hindurch nach hinten läuft.
Hinter der Auslöseklinke 6 ist auf gleicher Höhe auf einem im Aufsatz V1 eingesetzten
Bolzen ein Sicherungshebel 7 gelagert, der in der Sicherungsstellung in eine Rast 6b am
unteren Ende der Äuslöseklinke 6 eingreift und diese sperrt. Auch im Sicherungshebel 7
ist ein Bolzen 24 eingesetzt, in welchen das Ende eines diesen Hebel betätigenden Bowdenkabels
25 eingelötet ist. Zum Durchlassen des Bowdenka'bels 23 ist der Sicherungshebel ebenfalls
längs geschlitzt. Die Bedienungsgriffe der beiden Bowdenzüge kann man sich z.B. am Instrumentenbrett eines Kampfflugzeuges
angebracht denken auf welchem die Maschinenkanone
angeordnet ist, so daß sie der Flugzeugführer stets bedienen kann, ganz
gleichgültig, an welcher Stelle des Flugzeuges die Kanone gelagert ist.
Die Hüllen 23Λ und 25,, beider Bowdenkabel
sind in einem Schieber 15 befestigt, der herausziehbar am rückwärtigen Ende des Aufsatzes
V1 eingesetzt ist. In dem Schieber ist eine Federhülse 12 verschiebbar gelagert, die
durch eine eingelegte Rückführfeder 13 gegen den Sicherungshebel 7 gedrückt wird und
beim Loslassen des Bowdenkabels 25 dessen Rückführung bzw. die Verschwenkung des
Sicherungshebels 7 in seine Sicherungsstellung ■bewirkt.
Der Schieber 15 ist in seitlichen Nuten des Aufsatzes V1 geführt und wird durch einen
seitlich herausziehbaren Aufsatzdeckel 20 gehalten. Dieser Deckel ist in seiner Schließlage
durch einen im Schieber 15 eingesetzten Federbolzen 26 gesichert, welcher durch eine
Bohrung des Deckels 20 hindurchtritt und von außen niedergedrückt werden kann.
An der Innenseite der Vorderwand des Aufsatzes V1 ist in einer Führungshülse 8
senkrecht verschiebbar ein Federbolzen 9 geführt, in welchem eine Schraubenfeder 10 eingelegt
ist, die an einem festen Federteller 14 abgestützt ist. Dieser Federbolzen wird durch
die Feder 10 gegen die Nase 56 des Sperrorgans
S gedrückt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Abzugseinrichtung
ist wie folgt:
Durch Ziehen am unteren Bowdenkabel 25 wird zuerst der Sicherungshebel 7 entgegen
der Wirkung der Feder 13 nach rechts verschwenkt, wodurch die Waffe entsichert wird.
Der Betätigungsgriff des Bowdenkafoels ist in der Entsicherungsstellung gesichert,' so daß
kein unbeabsichtigtes Zurückschnappen des Sicherungshebels 7 erfolgen kann. Die Auslöseklinke
6 ist nun frei zum Abziehen, und die Auslösung des Abfeuerns wird durch
Ziehen des oberen Bowdenkabels 23 bewirkt. Hierdurch wird zunächst der Fortsatz 6a der
Auslöseklinke 6 unter Zusammendrücken der Feder 11 nach rechts verschwenkt, bis sie am
Sperrorgan 5 anstößt, wobei der die Rast 6b tragende Arm der Klinke 6 aus dem Drehbereich
des Steges 4a des Pendelhebels 4 weggeschwenkt
worden ist.
Beim weiteren Anziehen des Bowdenkabels 23 nimmt der Fortsatz 6a das Sperrorgan 5
mit, indem er es im Uhrzeigersinn um die Achse 21 dreht. Hierdurch wird auch der
Nocken 5a nach links gedreht, und es wird
dem Abzugshaken 3 die Abstützung entzogen, so daß er unter der Wirkung der nach oben
gerichteten, auf seine Sperrfläche wirkenden Komponente der Zugkraft der Vorholfeder
den Verschlußkolben 1 freigibt. Dieser läuft nun vor; es kommt zum Schuß, und derRückstoß
der Pulvergase wirft den Verschlußkolben ι wieder zurück. Inzwischen konnte
der Pendelhebel 4 unter der Wirkung der Federn 19 im Uhrzeigersinn schwenken; der
zurückkehrende Verschlußkolben ι ergreift die jetzt untenliegende hintere Auflaufnase des
Pendelhebels 4 und dreht letzteren wieder nach rechts. Solange Dauerfeuer geschossen
wird, pendelt der Hebel 4 in der beschriebenen Weise ständig hin und her, wobei seine
Nase 4a frei an der Auslöseklinke 6 vorbeischwingen
kann.
Beim Freilassen des Bowdenkabels 23 zwecks Einsteilens des Dauerfeuers stößt jedoch
die Nase4a des Pendelhebels an die zurückgeschwenkte Auslöseklinke 6, und so- 65
bald der Pendelhebel 4 durch den zurückkehrenden Verschlußkolben 1 nach rechts geschwenkt
wird, verschwenkt er zwangsläufig das Sperrorgan 5 durch Vermittlung der Klinke 6 in die Sperrstellung, in welcher der 70
Nocken.5a wieder den Abzugshaken 3 ab-. stützt.
Die Klinke 2 des nach der hinteren Umkehr wieder voreilenden Verschlußkolbens 1 trifft
auf den blockierten Abzugshaken 3 und wird festgehalten. Die Waffe ist nun wieder in
Abzugsbereitschaft und in dieser Stellung gesichert, wenn man noch das Bowdenkabel 25
freiläßt, so daß sich der Sicherungshebel 7 gegen die Auslöseklinke 6 legt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 9 bis 12 ist das Verschlußgehäuse V nebst Aufsatz
V1, Einsatzschieber 15 für die Bowdenkabel
23 und 25 genau gleich ausgebildet," wie oben beschrieben. Auch der Abzugshäken 3
ist in gleicher Weise im Gehäuse verschwenkbar gelagert und sperrt den Verschlußkolben 1
mittels der an dessen Ende gelagerten Klinke 2, wobei die Sperrflächen der Klinke und des
Abzugshakens in gleicherweise, wie oben be- go schrieben, selbstentsperrend ausgebildet sind.
Der einzige Unterschied in diesen Teilen besteht darin, daß im Einsatzschieber 15 keine
Rückführfeder für das untere Bowdenkabel 25 gelagert ist.
Im übrigen ist jedoch die Einrichtung wesentlich anders, und dementsprechend ist
auch der Verschlußkolben 1 anders gestaltet. Dieser hat nämlich an der oberen Seite des
ringförmigen Querschnittes zwei Ansätze ia,
in welchen leicht einwärts geneigte Fangklinken 30 um Bolzen 31 verschwenkbar gelagert
sind. Diese Fangklinken liegen in der Fangstellung mit einer Nase 3Oß an einer
Schulter des Verschlußkolbens 1 an und können sich entgegen Federn 32 in eine Vertiefung
hineindrehen.
In den Wänden des Aufsatzes V1 ist ein
Kulissenstein 33 drehbar gelagert, welcher ein Sperrorgan 34 trägt, das als Kulissenkörper
von rechteckiger Grundform ausgebildet ist. Am vorderen Ende hat der Kulissenkörper 34
eine schräg abwärts ragende Sperrnase 34a,
die in der Spannstellung mit den Klinken 30 in Eingriff steht. Am hinteren Ende weist 11g
der Kuliseenkörper 34 eine Federhülse 24i>
auf, in welcher eine am Kulissenstein 33 abgestützte Feder 35 eingelegt ist, die bestrebt
ist, den Kulissenkörper auf dem Stein nach rechts zu ziehen. An der Unterfläche hat der
Kulissenkörper 34 einen Nocken 34C, der mit
einer Nase 3a des Abzugshakens 3 zusammen-
Y.-irkt. Schließlich hat der Kulissenkörper 34
■loch am hinteren Ende einen aufwärts ragenden Fortsatz 34^, in dessen gegabelten oberen
Teil der Befestigungsbolzen 22 des oberen Bowdenkabels 23 bajonettverschlußartig herausnehmbar
eingesetzt ist.
Xn der vorderen Wand des Aufsatzes V1
ist wieder innen die Führungshülse 8 mit Schraubenfeder 10, Federteller 14 und Federbolzen
9 angesetzt, der gegen den Kulissenkörper 34 gedrückt wird. Hinter dem Sperrorgan 34 ist im Aufsatz V1 ein Sicherüngshebel
7 gelagert, in dessen oberem gegabeltem Teil der Bolzen 24 des unteren Bowdenkabels
25 in gleicher Weise wie der Bolzen 22 gelagert ist, so daß beide Bowdenkabel im Bedarfsfalle
durch eine kleine Drehung der Befestigungsbolzen leicht herausgenommen werden können. Der Sicherungshebel 7 hat an
der rechten' Flanke einen in einer Führungshülse 7a gelagerten Federbolzen 12, welcher
bestrebt ist, den Sicherungshebel 7 gegen das Sperrorgan 34 hin zu verschwenken, wobei
der eine' Gabelarm des Sicherungshebels in eine Rast des Fortsatzes 34^ einschnappt.
Die Wirkungsweise dieser zweiten Ausführungsform ist wie folgt:
Es wird zunächst durch Ziehen des unteren Bowdenkabels 25 der Sicherungshebel 7 entgegen
der Wirkung des Federbolzens 12 nach rechts geschwenkt und hierdurch außer Ein-•
griff mit dem Sperrorgan 34 gebracht, so daß die Waffe zum Feuern bereit ist. Durch Ziehen
des oberen Bowdenkabels 23 wird nun zunächst das Sperrorgan 34 im Uhrzeigersinn
entgegen der hierbei sich zusammendrückenden Feder 10 verschwenkt, wobei die Fangnase
34a außer Eingriff mit den Klinken 30
kommt. Nun kann die Feder 35 in Wirkung treten, welche gleichgerichtet mit der Zugrichtung
des Bowdenkabels 23 das Sperrorgan 34 auf dem Kulissenstein 33, nach rechts wirft.
Bei dieser Bewegung wird dem Abzugshaken 3 die Abstützung 34,. entzogen, so daß dieser in
gleicher Weise, wie oben beschrieben, nach oben verschwenkt wind und den Verschlußkolben
ι freigibt, der nun nach vorn läuft und den Schuß auslöst. Währenddes anschließenden
Dauerfeuers sind im Gegensatz zur erst beschriebenen Ausführungsform sämtliche
Teile der Abzugseinrichtung in Ruhe.
Soll das Feuer wieder eingestellt werden, so gibt man das Bowdenkabel 23 frei. Es genügt
hierbei, wenn dieses unter der das Sperrorgan 34 nach unten drehenden Wirkung der
Feder 10 nur eine kurze Wegstrecke vollführt, so daß die Fangnase 34a in die Bewegungsbahn der Fangklinke 30 gerät. Wenn nun
nach der Umkehr in der hinteren Endlage der Verschlußkolben wieder vorläuft, fängt sich
an der Nase 34α die Klinke 30, wodurch das
Sperrorgan 34 entgegen dem Druck der Feder nach links gezogen wird. Dabei schiebt
sich die Abstützung 34C über die Nase 3 a des
Abzugshakens 3, der blockiert wird. Die auf den Abzugshaken 3 auf treffende Sperrklinke 2
fängt sich an dem Haken, und die Weiterbewegung des Verschlußkörpers 1 ist aufgehalten,
der in der Abzugsstellung gesperrt bleibt und bei Freigabe des Bowdenkabels 25
durch den Sicherungshebel 7. gesichert wird.
Anstatt, wie im Ausführungsbeispiel nach
Fig. ι bis 8 beschrieben, die Rückführfeder 11
unmittelbar am Auslöseorgan 6 anzubringen und auf diese . Weise das Bowdenkabel 23
direkt zurückzuziehen, kann das Ende des Bowdenkabels auch an einer Federbüchse festgemacht
werden, die im Schieber 15 unter Federdruck stehend gleitbar gelagert ist. Die
Rückführung des Bowdenkabels erfolgt dann durch diese Feder, und zur Betätigung der
Klinke 6 dient eine an genannter Federbüchse angelenkte kleine Druckstange. Die Federn
wird dann überflüssig.
An dem Wesen der zweiten Ausführung?- form ändert sich nichts, wenn der Arm 34d
statt am Kulissenkörper 34 am Kulissenstein angreift.
Claims (9)
1. Abzugseinrichtung an selbsttätigen Feuerwaffen mit Vorlaufabfeuerung und
Fernbedienung mittels Bowden- oder Seilzuges, bei welcher der Verschlußkörper
und der durch ein Sperrorgan in der Abzugsstellung gehaltene Abzugshaken in dieser Stellung mit selbstentsperrend ausgebildeten
Flächen aneinanderliegen, gekennzeichnet durch die Anordnung einer
nach Freigabe der Fernbedienung wirksam werdenden, vom Verschlußkörper(i) während
des darauffolgenden Durchlaufens seiner hinteren Wegstrecke (beim Rückbzw.
Vorlauf) angetriebenen ·Vorrichtung (4 bzw. 34) zum zwangsläufigen Rückführen des Sperrorgans (S0 bzw. 34C) in
die Sperrstellung.
2. Abzugseinrichtung nach Anspruch i,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrorgan (5) seitlich eine mit einem Rückführfederbolzen
(9) zusammenwirkende Nase (56) und eine nach aufwärts ragende
Armgabel hat, in welcher die als ferngesteuerte Klinke ausgebildete Auslösevorrichtung
(6) verschwenkbar gelagert ist, die über eine Feder (11) mit dem Sperrorgan (5) in Verbindung steht und vorzugsweise
eine Rast (66) für einen ferngesteuerten Sicherungshebel (7) aufweist.
3. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der Schwenkachse (21) des Sperrprgans (5) ein dieses seitlich umfassender Pendelnebel
(4) mit Schulter (4J gelagert ist, der mit seinem unteren Ende auf Laufbahnen
des Verschlußkörpers (1) aufläuft, während in den Bereich der Schulter die
in Ruhelage befindliche Auslöseklinke (6) hineinragt, wobei in einer vorzugsweise
im Verschlußgehäuse (V) eingesetzten, den Abzugshaken (3) tragenden Halterbüchse
(i7j) parallel zu den Laufbahnen liegende
Pufterbolzen (18) angeordnet sind.
4. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1 und 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
bei Fortfall der zwischen Auslösevorrichtung und Sperrorgan befindlichen Feder (11) das Ende des Bowdenzuges (23) an
eine im Gehäuseaufsatz (V1) verschiebbar gelagerte Federbüchse angeschlossen ist,
die durch eine angelenkte Druckstange mit der Auslöseklinke (6) in Verbindung steht.
5. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer
quer im Gehäuseaufsatz (V1) gelagerten, als Kulissenstein ausgebildeten Schwenkachse
(33) ein Kulissenkörper (34) gelagert ist, der einen abwärts ragenden, den Abzugshaken sperrenden Nocken (34C)
und am vorderen Ende eine schräg nach vorn abwärts gerichtete Fangnase (34e)
aufweist, die zusammen mit einem an das Zugmittel (23) angeschlossenen und auf die Schwenkachse (33) drehend einwirkenden
Arm (34rf) die Sperr- und Auslösevorrichtung bildet und mit im Verschlußkörper
(1) schwenkbar gelagerten, federbeeinflußten Fangklinken (30) zusammenwirkt,
wobei ein Federbolzen (9) im Gehäuseaufsatz auf das vordere Ende des Kulissenkörpers drückt.
6. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß am
hinteren Ende des Kulissenkörpers (34-) eine Federhülse (34&) angesetzt ist, deren
am Kulissenstein (33) abgestützte Feder (35) den Kulissenkörper auf dem Stein
nach rückwärts zu verschieben sucht.
7. Abzugseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein
ferngesteuerter Sicherungshebel (7) in den Kabelbefestigungen (34rf) des Kulissenkörpers
eingreift.
8. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwand des Gehäuseauf-
satzes teilweise von einem nach oben herausziehbaren, die Hüllen (23/,, 2ζη) der
Bowdenkabel (23, 25) für die Auslösevorrichtung (6 bzw. 34) und den Sicherungshebel (7) fassenden Schieber (15) gebildet
ist und durch einen den Gehäuseaufsatz oben abschließenden, herausschiebbaren
Deckel (20) gehalten wird, den seinerseits durch einen im Schieber eingesetzten
Federbolzen (26) in der Schließlage gesichert ist.
9. Abzugseinrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bowdenkabel (23, 25) an die Auslöse- und Sicherheitsvorrichtung mittels bajonettverschlußartig
eingesetzter Drehbolzen (22, 24) abnehmbar angeschlossen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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1939
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1940
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