DE60000136T2 - Feuerwaffe mit Auswurf oder Umlenkung der Hülsen in Richtung Waffenvorderseite - Google Patents
Feuerwaffe mit Auswurf oder Umlenkung der Hülsen in Richtung WaffenvorderseiteInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Feuerwaffe mit automatischem bzw. manuellem Kreislauf, mit Auswurf oder Umlenkung der Hülsen in Richtung Waffenvorderseite, bestehend aus einem Gestell, einem auf diesem Gestell befestigten Lauf, versehen mit einer Patronenkammer und Teilen, die beim Rückstoss in Bezug auf das Gestell in Richtung Waffenrückseite beweglich sind, wobei die beweglichen Teile einen Extraktor zum Mitführen der Hülse beim Rückstoss und ein Verschlusselement der Patronenkammer umfassen, und die Feuerwaffe außerdem eine Auswurfvorrichtung mit einem Patronenauswerfer in diesem Verschlussteil sowie Mittel zum Lenken der Hülse besitzt, die den Durchgang der Hülse beim Rückstoss der beweglichen Teile und somit die Abführung ermöglichen, aber die diese Hülse beim Auswurf kippen.
- Die Erfindung betrifft insbesondere sogenannte "bull pup" Waffen, bei denen der Trajekt der beweglichen Teile in den Kolben integriert ist.
- Da der Auswurf der Hülse zur Waffenvorderseite erfolgt und die Hülse mittels eines Umlenkers am Ausgang des Auswurfkanals in die günstigste Richtung erfolgt, besteht kein Risiko, dass der Auswurfweg der Hülse den Schützen und insbesondere dessen Gesicht verletzt.
- Waffen dieser Bauart bieten den Vorteil, dass sie für rechts- wie auch linkshändige Schützen geeignet sind.
- Eine bekannte Feuerwaffe der oben genannten Art wird im europäischen Patent Nr. 0.717.255 beschrieben.
- In dieser Waffe bestehen die Führungsmittel der Auswurfvorrichtung aus einer Auswurfkippvorrichtung, die drehbar um eine Achse befestigt ist und ein mit einem Hülsendurchgang versehenes Führungsteil umfasst, wobei diese Auswurfkippvorrichtung zwischen einer unteren Position, bei der sich der Eingang ihres Durchgangs im Weg der Hülse beim Rückstoss vor den beweglichen Teilen befindet, und einer operen Position hin und her schwenkt, und ein Drücker vorgesehen ist, um die Hülse aus dem Durchgang heraus zu schieben, wenn die Auswurfkippvorrichtung sich der oberen Position nähert, wobei dieser Drücker vorzugsweise aus einem Stück mit einem der beweglichen Teile ist.
- Bei diesen Waffen kommt es vor, dass in dem Moment, wo die Hülse zum Auswerfen zur Waffenvorderseite hin gekippt wird, der Extraktor die Hülse weiterhin an ihrem Hals festhält und so einen normalen Auswurf und eine erneute Zuführung verhindert.
- Ziel der Erfindung ist es, diesen Nachteil zu vermeiden und sicherzustellen, dass der Extraktor die Hülse freigibt, wenn diese gekippt wird.
- Zu diesem Zweck besitzt die Waffe einen Hebel, der seitlich vom Extraktor drehbar auf einem der anderen beweglichen Teile befestigt ist, und dieser Hebel mit einer exzentrischen Nocke versehen ist, die mit dem kippend befestigten Abzieher so zusammenarbeitet, dass bei einer Drehung des Hebels diese Nocke das Kippen des Extraktors und diesen somit zum Freigeben der Hülse veranlassen kann, wobei das Gestell mit mindestens einem Betätigungsanschlag versehen ist, der sich während der Vorwärtsbewegung der beweglichen Teile im Trajekt des Hebels befindet und bei dieser Bewegung die oben erwähnte Drehung des Hebels in dem Moment bewirkt, in dem die Patrone durch den Extraktor freigegeben werden muss.
- Der Hebel kann drehbar auf der Schiene befestigt sein.
- Vorzugsweise sind Mittel vorgesehen, um den Hebel nach der oben erwähnten Drehung in eine Position zurückzubringen, in der die Nocke den Extraktor nach dem Kippen in seine Ausgangsposition zurückkehren lässt.
- Die oben erwähnten Mittel zum Zurückbringen des Hebels können aus einer Rückzugsfeder bestehen, die auf den Hebel wirkt.
- Diese Mittel können ebenfalls einen in Bezug auf das Gestell unbeweglichen Umlenkanschlag umfassen; der sich weiter vorn als der zuvor erwähnte Betätigungsanschlag befindet.
- Der Klarheit halber wird im Folgenden ein nicht einschränkendes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben, wobei auf die als Anlagen beigefügten Zeichnungen verwiesen wird, in denen:
- Bild 1 eine schematische Seitenansicht eines Teils der Waffe gemäß der Erfindung zeigt;
- Bild 2 eine Draufsicht in Richtung des in Bild 1 enthaltenen Pfeils F2 zeigt;
- Bild 3 einen Längsschnitt des in Bild 1 dargestellten Teils der Waffe zeigt, jedoch in einer anderen Position, genauer gesagt zum Zeitpunkt des Auswurfs;
- die Bilder 4 bis 10 Vergrößerungen des in Bild 3 dargestellten Schnitts zeigen, sich jedoch der Reihe nach auf verschiedene Phasen der Extraktion und des Auswurfs der Hülse beziehen.
- Die Abb. 1 bis 3 zeigen einen Teil eines Gasgewehrs mit Drehverriegelung, bestehend aus einem Gestell 1, einem auf diesem Gestell befestigten Lauf 2, der hinten mit einer Patronenkammer 3 und mehreren beweglichen Teilen 4, die sich beim Rückstoss nach hinten bewegen, versehen ist.
- Diese beweglichen Teile 4 umfassen u. a. die Schiene 5, die Verriegelung 6, die vorn mit einem Verschlusselement. 7 versehen ist, die die Kammer 3 beim Abdrücken verschließt, den Extraktor 8 und den Schlagbolzen 9.
- Dieser Extraktor 8 dreht sich auf der Schiene 5 um eine Querachse 8', wobei eine Feder auf das hintere Ende einwirkt und diesen Extraktor 8 in seine in Bild 3 dargestellte Extraktionsposition schiebt.
- Eine auf einem Auslösehebel 12 befestigte Nocke 11 arbeitet zusammen mit dem hinteren Teil dieses Extraktors 8 und kann diesen bei Begegnung mit der Feder 10 drehen lassen.
- Dieser Hebel 12 befindet sich auf der Schiene 5 und umfasst eine Querachse 13, die sich in dieser Schiene 5 dreht. Eine Rückzugsfeder 14, die beispielsweise zwischen einem Teil der Schiene und einem abgeflachten Teil der Achse 13 befestigt ist, übt ein Rückführmoment auf diese Achse 13 bei deren Drehung aus.
- Die Nocke 11 befindet sich an einem Ende der Achse 13.
- Dieser Hebel umfasst einen oberen Arm 15 und einen unteren Arm 16, die einen stumpfen Winkel zueinander bilden und die bei der Bewegung der Schiene 5 mit den Anschlägen zusammenarbeiten, die sich auf dem Gestell 1 befinden, d. h., von vorn nach hinten, einem unteren Rückzugsanschlag 17, einem oberen Betätigungsanschlag 18 und einem Paar Führungsanschlägen 19 und 20.
- Der Extraktor 8 ist von herkömmlicher Bauart, und sein vorderes Ende bildet einen Haken 21, der den Hals einer Hülse 22 einer in der Patronenkammer 3 befindlichen Patrone - abgefeuert oder nicht - ergreifen kann, wie es detailliert in Bild 4 dargestellt ist.
- Diese Anschläge 17 bis 20 sind, so angeordnet, dass, wenn der Extraktor 8 eine zum Auswerfen extrahierte Hülse 22 loslassen muss, der Hebel 12 so gedreht wird, dass die Nocke 11 die Drehung des Extraktors 8 veranlasst, wie es weiter hinten ausführlich beschrieben wird.
- Das oben erwähnte Verschlussteil 7 der Verriegelung 6 weist eine Vorderseite 23 auf in der eine Axialöffnung für den Schlagbolzen 9 angebracht ist.
- Zum Auswerfen ist eine Auswurfvorrichtung vorgesehen, bestehend aus einem Patronenauswerfer, der sich aus einem durch eine Feder 26 betätigten Drücker 25 zusammensetzt und in einer Öffnung 27 im Verschlussteil 7 angebracht ist, wobei die Feder 26 den Drücker 25 nach aussen schiebt.
- Ausser dem oben erwähnten Patronenauswerfer 25, 26 umfasst die Auswurfvorrichtung Führungsmittel, die durch eine Auswurfkippvorrichtung 28 gebildet werden und hinten an der Kammer 3 befestigt sind. Diese Kippvorrichtung 28 dreht sich in Bezug auf das Gestell 1 um eine Querachse 29 zwischen einer in Bild 3 dargestellten unteren Position und einer in Bild 1 dargestellten oberen Position.
- Die Auswurfkippvorrichtung 28 umfasst ein Führungsteil 30, in dem sich ein Durchgang für die Hülse 22 befindet.
- In der unteren Position befindet sich der Eingang des Durchgangs 31, der schräg nach oben gerichtet ist, im Trajekt der Hülse 22 bei der Rückkehr nach vorn der beweglichen Teile 4.
- In der oberen Position befindet sich der Führungsteil 30 über dem Trajekt der Hülse 22, so dass diese Hülse 22 beim Rückstoss und folglich bei der Extraktion der Hülse 22 unter diesem Führungsteil 30 passieren kann.
- In dieser oberen Position mündet der Durchgang 31 in ein Auswurfrohr 32, das auf dem Gestell 1 über dem Lauf 2 befestigt ist.
- Um eine Hülse 22 aus dem Durchgang 31 auswerfen zu können, ist ein Drücker 33 auf der Schiene 5 befestigt.
- Die Extraktion und der Auswurf nach vorn einer Hülse 22 in der zuvor beschriebenen Waffe erfolgen im Prinzip nach einem bekannten Verfahren, wie es beispielsweise im europäischen Patent Nr. 0.717.255 beschrieben ist. Diese Extraktion und der Auswurf werden deshalb im Folgenden nur insoweit beschrieben, wie es zum Verständnis der Erfindung erforderlich ist und folglich insoweit sie von dem bekannten Verfahren abweichen.
- Zum Zeitpunkt des Abfeuerns befinden sich die beweglichen Teile 4 in ihrer vorderen Position, und durch das Abfeuern bewegen sie sich nach hinten.
- Während der Rückstoßbewegung der beweglichen Teile 4 erfasst der Haken 21 des Extraktors 8 den Hals der Hülse 22.
- Durch die in Bezug auf den Extraktor 8 angenäherte Position des Auswerfers 25, 26 übt der Auswerfer 25, 26 kein wesentliches Moment auf die Hülse 22 aus, die auf diese Weise während der gesamten Rückstoßdauer der beweglichen Teile 4 in ihrer Position gegen die Vorderseite 23 des Verschlusselements 7 bleibt.
- Zu Beginn des Rückstoßes ist der obere Arm 15 des Hebels 12 in Kontakt mit dem Umlenkanschlag 17, und der Hebel 12 befindet sich in der in Bild 4 dargestellten Position.
- Die Nocke 11 wirkt nicht auf den Extraktor 8 ein, der in seiner Extraktionsposition bleibt.
- In einem bestimmten Moment kommt der untere Arm 16 in Kontakt mit dem Betätigungsanschlag 18, der sich im Hinblick auf den Umlenkanschlag 17 weiter unten und weiter hinten auf dem Trajekt des Arms 16 befindet, wobei dieser Arm 16 sich nun gezwungenermaßen in die in Bild 5 dargestellte Position drehen muss, un diesen Betätigungsanschlag 18 zu passieren.
- Wenn er diesen Anschlag passiert hat, dreht sich der Hebel 12 unter Einwirkung der Rückzugsfeder 14 in eine Ruheposition.
- Am Ende des Rückstoßes kommt der obere Arm 15 in Kontakt mit dem unteren Führungsanschlag 19 und wird zwischen den Führungsanschlägen 19 und 20 gelenkt. Eventuelle Schwingungen des Hebels 12 werden gestoppt, und der Hebel 12 wird in die in Bild 6 dargestellte Position gezwungen.
- Nach dem Rückstoß kommt die Hülse 22 zurück nach vorn, immer noch mitgenommen durch den Extraktor 8 und die anderen beweglichen Teile 4 und immer noch in der Position, in der sie mit der oben erwähnten Vorderseite 23 in Kontakt ist.
- Sofort nach dem Austritt aus dem durch die Führungsanschläge 19 und 20 gebildeten Trichter kehrt der Hebel 12 unter Einwirkung der Rückzugsfeder 14 in seine Ruheposition zurück.
- Der Trajekt; den das Ende des unteren Arms 16 anschließend bei der oben erwähnten Rückkehrbewegung zurücklegt, kreuzt den Betätigungsanschlag 18, und wenn dieser Arm 16 erneut gegen den Betätigungsanschlag 18 stösst wird der Hebel 12 gezwungen, sich in die Richtung zu drehen, die in den Bildern 7 bis 9 durch den Pfeil 34 gekennzeichnet ist, in dem Maß wie der Hebel 12 mit der Schiene 5 vorwärts bewegt wird.
- Es ist offensichtlich, dass bei der Drehung des Hebels 12 die Nocke 11 eine Kreisbewegung um die Drehachse des Hebels 12 ausführt.
- Während der oben beschriebenen Drehungen, die der Hebel 12 beim Rückstoß sowie zwischen seiner in Bild 6 dargestellten Position und seiner in Bild 7 dargestellten Position ausführt, übt die Nocke keinerlei positive Aktion auf den Extraktor 8 aus.
- Zwischen dem Augenblicki, wo sich der Extraktor 8 und die anderen beweglichen Teile 4 in der in Bild 7 dargestellten Position befinden, und dem Augenblick, wo der Extraktor 8 und diese Teile 4 sich in der in Bild 8 dargestellten Position befinden, tritt die Hülse 22 in den Durchgang 31 der Auswurfkippvorrichtung 28 ein, die sich mittlerweile in ihrer unteren Position befindet, wie sie in Bild 3 dargestellt ist.
- Die Auswurfkippvorrichtung 28 bewirkt eine Drehung der Hülse 22 nach oben, bis die vereinte Aktion, die sich aus den vorderen Geometrien des Extraktors und dem Auswurfdrücker 25 ergibt, normalerweise für die Freigabe der Hülse 22 vom Extraktor 8 sorgt, wie es in Bild 8 dargestellt ist.
- Gleichzeitigt drückt durch die Drehung des Hebels 12 die Nocke 11 den hinteren Teil des Extraktors 8 zurück und verursacht dessen Drehung, wie es in Bild 8 und 9 dargestellt ist.
- Der Extraktor 8 ist bis zum Maximum gedreht worden, wenn sich der Hebel 12 in der in Bild 8 dargestellten Position befindet, so dass sichergestellt ist, dass die oben erwähnte Freigabe der Hülse 22 gewährleistet und vollständig ist.
- Von diesem Moment an wird die Hülse 22 durch die Auswurfkippvorrichtung 28 geführt, die in diesem Augenblick durch die beweglichen Teile 4 in ihre obere Position zurück gebracht wird, woraufhin die Hülse 22 durch den Drücker 33; der durch die beweglichen Teile 4 mitgeführt wird, nach vorn aus dem Durchgang 31 heraus und in das Auswurfrohr 32 geschoben wird.
- Während der Rückkehr der beweglichen Teile 4 nach vorn und folglich dem Hochsteigen und Auswerfen der Hülse 22 erfolgt die Zuführung der nächsten Patrone in der herkömmlichen Weise.
- Bevor diese beweglichen Teile 4 ihre vordere Position erreichen, wird der Hebel 12 erneut entgegengesetzt zu der durch den Pfeil 34 angegebenen Richtung gedreht. Dadurch reduziert sich der Druck der Nocke 11 auf den Extraktor 8, und dieser beginnt seine Rückkehr in die ursprüngliche Extraktionsposition unter Einwirkung der Feder 10.
- Es ist nicht sicher, ob die oben beschriebene Rückkehrdrehung des Hebels 12, nachdem der Betätigungsbolzen 18 passiert worden ist, ausschließlich unter Einwirkung der Rückzugsfeder 14 stattfinden kann.
- Einerseits ist die Drehung infolge der Wirkung des Betätigungsanschlags 18 ziemlich groß, und andererseits kann sich der Hebel 12 verklemmen, da er sich nach der maximalen Drehung des Extraktors noch ein wenig dreht.
- Der Umlenkanschlag 17 dient dazu, die Rückkehr des Hebels 12 in eine Position sicherzustellen, in der die Nocke 11 den Extraktor 8 nicht mehr in gedrehter Position hält.
- Gegen Ende der Rückkehrbewegung der beweglichen Teile 4 stößt der obere Arm 14 gegen den Umlenkanschlag 17, wie es in Bild 10 dargestellt ist.
- Der Umlenkanschlag 17 bewirkt daraufhin die Rückkehr des Hebels 12 in seine in Bild 4 dargestellte Ausgangsposition, in der die Nocke 11 keinen Druck mehr auf den Extraktor 8 ausübt, woraufhin der oben beschriebene Zyklus von vorn beginnen kann.
- Der Hebel 12 sorgt dafür, dass der Extraktor 8 die Hülse 22 auf absolut sichere Weise in dem Moment freigibt, wo diese tatsächlich ausgeworfen werden muss, wie es in den Ansprüchen festgehalten ist.
- Es liegt auf der Hand, dass an dem oben beschriebenen Beispiel zahlreiche Veränderungen vorgenommen werden können, ohne dass dadurch der Rahmen der Erfindung überschritten wird.
- Insbesondere ist es nicht absolut erforderlich, dass der Lauf 2 in Bezug auf das Gestell 1 fixiert ist. Die Erfindung gilt auch z. B. für eine Feuerwaffe mit beweglichem Lauf.
- Die Waffe muss nicht unbedingt mit Führungsanschlägen 19 und 20 versehen sein, und sogar der Umlenkanschlag 17 könnte unter Umständen weggelassen werden, wenn die Rückzugsfeder 14 am Ende der Rückkehr nach vorn der beweglichen Teile 4 die Rückkehr des Hebels 12 in seine Ausgangsposition sicherstellen kann.
Claims (10)
1. Feuerwaffe mit automatischem bzw. manuellem
Zyklus, mit Auswurf oder Umlenkung der Hülse (22)
in Richtung Waffenvorderseite, bestehend aus
einem Gestell (1), einem auf diesem Gestell (1)
befestigten Lauf (2), versehen mit einer
Patronenkammer (3) und beweglichen Teilen (4),
die beim Rückstoss in Bezug auf das Gestell nach
hinten verschiebbar sind, wobei die beweglichen
Teile einen Extraktor (8) zum Mitführen einer
Hülse (22) beim Rückstoss und ein
Verschlusselement (7) der Patronenkammer (3)
umfassen, und die Feuerwaffe außerdem eine
Auswurfvorrichtung mit einem Patronenauswerfer
(25, 26) in diesem Verschlusselement (7) sowie
Mittel zum Lenken der Hülse (22) besitzt, die den
Durchgang der Hülse (22) beim Rückstoss der
beweglichen Teile (4) und somit die Extraktion
ermöglichen, aber die diese Hülse beim Auswurf
kippen, dadurch gekennzeichnet, dass diese Waffe
einen Hebel (12) aufweist, der neben dem
Extraktor (8) drehbar auf einem der anderen
beweglichen Teile (4) befestigt ist, dass dieser
Hebel (12) mit einer exzentrischen Nocke (11)
versehen ist, die mit dem kippend befestigten
Extraktor (8) zusammenarbeitet, so dass bei einer
Drehung des Hebels (12) diese Nocke (11) ein
Kippen des Extraktors (8) bewirken und diesen so
zum Freigeben der Hülse (22) veranlassen kann,
und dass das Gestell (1) mit mindestens einem
Betätigungsanschlag (18) versehen ist; der sich
während der Vorwärtsbewegung der beweglichen
Teile(4) im Trajekt des Hebels (12) befindet und
bei dieser Bewegung die oben beschriebene Drehung
des Hebels (12) in dem Moment veranlasst, wo die
Hülse (22) vom Extraktor (8) freigegeben werden
muss.
2. Feuerwaffe gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass der Hebel (12) drehbar auf
der Schiene (5) befestigt ist.
3. Feuerwaffe gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um
nach der oben erwähnten Drehung den Hebel (12) in
eine Position zu bringen, in der die Nocke (11)
den Extraktor (8) in seine Position vor dem
Kippen zurückkehren lässt.
4. Feuerwaffe gemäß Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die oben erwähnten Mittel
zum Zurückbringen des Hebels (12) eine auf den
Hebel (12) wirkende Rückzugsfeder (14) umfassen.
5. Feuerwaffe gemäß Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, dass die oben erwähnten Mittel
zum Zurückbringen des Hebels (12) einen im
Hinblick auf das Gestell (1) fixierten
Umlenkanschlag (15) umfassen, der sich weiter
vorn als der Betätigungsanschlag (18) befindet.
6. Feuerwaffe gemäß Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass mindestens ein im Hinblick
auf das Gestell (1) fixierter Führungsanschlag
(19, 20) vorgesehen ist, der am Ende des
Rückstoßes der beweglichen Teile (4) mit dem
Hebel (12) zusammenarbeiten kann.
7. Feuerwaffe gemäß Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, dass der Hebel (12) zwei Arme
(15, 16) aufweist, die einen stumpfen Winkel
zueinander bilden, wobei der obere Arm (15) mit
dem Umlenkanschlag (17) und der untere Arm (16)
mit dem Betätigungsanschlag (18)
zusammenarbeitet.
8. Feuerwaffe gemäß irgendeinem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Führungsmittel der Auswurfvorrichtung aus einer
Auswurfkippvorrichtung (28) bestehen, die drehbar
um eine Achse (29) angeordnet ist und ein mit
einem Durchgang (31) für eine Hülse (22)
versehenen Führungsteil umfasst, diese
Auswurfkippvorrichtung (28) zwischen einer
unteren Position, in der sich der Eingang des
Durchgangs (31) bei der Rückkehr nach vorn der
beweglichen Teile (4) im Trajekt der Hülse (22)
befindet, und einer oberen Position hin und her
schwenkt, wobei ein Drücker (33) vorgesehen ist,
um die Hülse (22) aus dem Durchgang (31) heraus
zu schieben, wenn sich die Auswurfvorrichtung
(28) der oberen Position nähert, und dieser
Drücker (33) vorzugsweise aus einem Stück mit
einem der beweglichen Teile (4) ist.
9. Feuerwaffe gemäß irgendeinem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Patronenauswerfer (25, 26) auf dem Verschlussteil
(7) in der Nähe des Extraktors (8) in einer Weise
befestigt ist, dass er kein wesentliches Moment
auf eine vom Extraktor (8) erfasste Hülse (22)
ausübt.
10. Feuerwaffe gemäß Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, dass der Patronenauswerfer (25,
26) einen durch eine Feder (26) betätigten
Drücker (25) umfasst, der in einer Öffnung (27)
im Verschlussteil (7) angebracht ist.
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