Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit einem Motor, einem Getriebe und
einem im Drehmomentfluß zwischen Motor und Getriebe angeordneten
Drehmomentübertragungssystem mit einer Aktoreinheit zur Betätigung des
Kupplungsvorganges und des Schalt- und Wählvorganges zur Durchführung
eines automatisierten Gangwechsels.
Die Durchführung eines Gangwechsels bei Kraftfahrzeugen wird teilweise per
Hand durch den Fahrer durchgeführt, wobei dieser Gangwechsel mittels eines
Betätigungshebels, wie Schalthebel, manuell durchgeführt wird.
Weiterhin existieren Automatgetriebe, welche im Vergleich zu einem
Schaltgetriebe, wie Stufengetriebe, einen komplizierteren und aufwendigeren
Aufbau aufweisen, welcher eine erhebliche Verteuerung des Getriebes mit
sich bringt. Diese Automatgetriebe können mittels hydraulischer Ansteuerung
von Bremsen und Kupplungen einen automatischen Gangwechsel vollziehen.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Kraftfahrzeug mit einem
automatisierten Schaltgetriebe zu schaffen, welches auf Befehl des Fahrer
oder vollautomatisch einen Gangwechsel eines Stufengetriebes vornimmt.
Weiterhin lag die Aufgabe zugrunde, die für die manuell betätigten Schaltge
triebe verwendeten Getriebe vorzugsweise mit nur geringen Änderungen oder
ohne Änderungen auch für solche automatisierten Schaltgetriebe einsetzen zu
können.
Weiterhin lag die Aufgabe zugrunde, einen Aktor zur Betätigung des Schalt-,
Wähl- und Kupplungsvorganges zu schaffen, der ein komfortables Gang
wechselverfahren erlaubt und trotzdem im Teilumfang optimiert ist und
kostengünstig produziert werden kann.
Weiterhin lag die Aufgabe zugrunde, einen integrierten Aktor zu schaffen,
welcher die notwendigen Stellmittel und Sensoren im wesentlichen beinhaltet.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß eine Aktoreinheit von einer
Hydraulikeinheit mit Hydraulikpumpe und gegebenenfalls einem Druckspeicher
mit einem druckbeaufschlagten Medium versorgt wird zur gezielten An
steuerung eines Gangwechselvorganges, wobei die Aktoreinheit zumindest
ein Stellglied und die Hydraulikeinheit Ventile und Hydraulikfluidverbindungen
aufweisen, welche zur gesteuerten Betätigung des Schalt- und
Wählvorganges angesteuert werden. Die Hydraulikverbindungen bestehen
insbesondere zwischen Ventilen respektive zwischen Ventilen und den
Stellgliedern.
Dies kann erfindungsgemäß auch dadurch erreicht werden, daß die Aktor-
und Hydraulikeinheit einen ersten Bereich aufweisen, in welchem ein
Proportionalventil einen Fluiddruck zum Schalten mittels eines Stellgliedes
ansteuert und zumindest ein dem Proportionalventil nachgeschaltetes
Ventil die Schaltrichtung ansteuert, und einen zweiten Bereich aufweisen,
in welchem ein Proportionalventil einen Fluiddruck zur Betätigung des
Drehmomentübertragungssystems mittels eines Stellgliedes und
gegebenenfalls zum Wählen mittels eines Stellgliedes ansteuert, wobei zur
Ansteuerung des Wählens zumindest ein dem Proportionalventil
nachgeschaltetes Ventil verwendet wird.
Vorteilhaft kann es sein, wenn die Aktoreinheit und die Hydraulikeinheit eine
Baueinheit bilden, wobei die Hydraulikpumpe und/oder der Druckspeicher
nicht zwingend zu dieser Baueinheit gehören müssen und separat angeordnet
sein können.
Ebenso kann es zweckmäßig sein, wenn die Aktoreinheit und die
Hydraulikeinheit getrennt angeordnet sind und über Fluidverbindungen
miteinander verbunden sind. Somit kann ein Ventilblock separat von einem
Aktorblock mit den Stellgliedern angeordnet sein. Zweckmäßig kann es
weiterhin sein, wenn das Stellglied zur Betätigung der Kupplung nicht in der
Aktoreinheit aufgenommen ist. Die Sensorik kann in der Aktoreinheit oder in
einer Hydraulikeinheit oder an den Stellgliedern aufgenommen oder
angeordnet sein. Das Stellglied zur Kupplungsbetätigung kann direkt mit dem
Ventilblock verbunden sein. Ebenfalls kann ein zwischengeschalteter Kolben
beispielsweise zur Fluidtrennung oder zur Sensierung der Kupplungsbetätigung
zwischen Stellglied und Ventilblock vorhanden sein.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn die Aktoreinheit und/oder eine
Hydraulikeinheit die Stellglieder und Ventile und Hydraulikfluidverbindungen
beinhaltet oder aufweist, welche zur gesteuerten Betätigung des Schalt- und
Wählvorganges angesteuert werden. Entsprechend kann es vorteilhaft sein,
wenn die Aktoreinheit und/oder die Hydraulikeinheit das zumindest eine Ventil
umfaßt, welches zur Ansteuerung des Ausrückvorganges des
Drehmomentübertragungssystems angesteuert wird, wobei zwischen dem im
Raumbereich an der Kupplung angeordneten Kupplungsnehmerzylinder und
dem zumindest einen im Aktor angeordneten Ventil eine Fluidverbindung
vorhanden ist.
Im wesentlichen kann es zweckmäßig sein, wenn in der Aktoreinheit und/oder
die Hydraulikeinheit zumindest eine Sensorikeinheit angeordnet ist, welche
den Kupplungsweg und/oder den Schalt- oder Wählweg detektiert. Dabei
kann die Sensorikeinheit der Aktoreinheit den Schalt- und -Wählvorgang
detektieren und die Sensorikeinheit der Hydraulikeinheit einen
Kupplungsbetätigungsvorgang detektieren.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn in der Aktoreinheit zumindest eine
Sensorikeinheit zur Detektion des Schalt- und des Wählweges angeordnet ist.
Entsprechend kann es zweckmäßig sein, wenn eine erste Sensorikeinheit zur
Detektion des Kupplungsweges und eine zweite Sensorikeinheit zur
gemeinsamen Detektion des Schalt- und des Wählweges innerhalb der
Aktoreinheit und/oder in der Hydraulikeinheit und/oder in einer
Fluidverbindung integriert oder aufgenommen sind. Dabei kann es besonders
zweckmäßig sein, wenn je eine Sensorikeinheit zur Detektion des Kupp
lungsweges in der Hydraulikeinheit und des Schaltweges und des Wählweges
in der Aktoreinheit integriert sind.
Weiterhin kann es bei einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Aktors
vorteilhaft sein, wenn zur Ansteuerung jedes Stellgliedes zum Kuppeln,
Schalten und Wählen jeweils ein Proportionalventil und gegebenenfalls den
Proportionalventilen nachgeschaltete Schaltventile eingesetzt werden.
Erfindungsgemäß kann es vorteilhaft sein, wenn zur Ansteuerung der
Stellglieder zum Kuppeln, Schalten und/oder Wählen zumindest zur
Ansteuerung eines Stellgliedes ein Proportionalventil und gegebenenfalls
nachgeschaltete Schaltventile eingesetzt werden.
Ebenso kann es zweckmäßig sein, wenn zur Ansteuerung der Stellglieder zum
Kuppeln, Schalten und/oder Wählen zumindest zur Ansteuerung eines
Stellgliedes ein Proportionalventil und gegebenenfalls nachgeschaltete
Schaltventile eingesetzt werden und zumindest zur Ansteuerung eines
anderen Stellgliedes zumindest ein Schaltventil verwendet wird.
Insbesondere kann es zweckmäßig sein, wenn zur Ansteuerung jedes
Stellgliedes zum Kuppeln, Schalten und Wählen, zumindest ein
Proportionalventil eingesetzt wird, wobei vorzugsweise ein Proportionalventil
zum Kuppeln und Wählen und ein anderes Proportionalventil zum Schalten
eingesetzt wird und diesen Proportionalventilen gegebenenfalls Schaltventile
nachgeschaltet werden.
Weiterhin kann es zweckmäßig sein, wenn ein Proportionalventil den Druck
zur Ansteuerung des übertragbaren Drehmomentes der Kupplung steuert und
nachdem die Kupplung ausgerückt ist mittels zumindest eines
nachgeschalteten Schaltventiles der Wählvorgang ebenfalls durch den von
dem Proportionalventil angesteuerten Druck gesteuert wird. Die Steuerung
des Wählvorganges weist den Vorteil auf, daß geregelte Ventile für den
Wählvorgang nicht zwingend eingesetzt werden müssen. Durch
getriebeinterne Kraftspeicher und eine daraus resultierende
Kraftbeaufschlagung des Betätigungselementes des Getriebes, wie
beispielsweise zentrale Schaltwelle, kann eine gesteuerte Betätigung durch die
Stellglieder gegen die Kraftbeaufschlagung der Kraftspeicher erfolgen.
Im wesentlich kann es bei einem weiteren Ausführungsbeispiel vorteilhaft
sein, wenn zur Ansteuerung des Wählvorganges ein Proportionalventil den
Druck des Hydraulikfluid steuert und mittels zweier dem Proportionalventil
nachgeschaltete Schaltventile zwei Druckräume eines Differentialzylinders
angesteuert werden.
Nach einem weiteren erfinderischen Gedanken kann es zweckmäßig sein,
wenn die beiden Räume des Differentialzylinders zum Wählen mittels der
beiden Schaltventile derart angesteuert werden, daß entweder beide
Druckräume druckbeauschlagt werden oder keiner der beiden Druckräume
druckbeaufschlagt wird oder der erste Druckraum druckbeauschlagt wird und
der zweite Druckraum im wesentlichen drucklos geschaltet wird oder der
erste Druckraum drucklos geschaltet wird und der zweite Druckraum
druckbeaufschlagt wird.
Vorteilhaft kann es weiterhin sein, wenn mittels der Ansteuerung der zwei
Druckräume eines Differentialzylinders eine mehrstufige Kraftcharakteristik
zum Wählen der Gangstufen erzeugt wird.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn zum Schalten ein Differentialzylinder
mittels eines Proportionalventiles und eines nachgeschalteten Schaltventiles
angesteuert wird. Dabei kann es zweckmäßig sein, wenn das mindestens eine
Proportionalventil mindestens einen Zylinderdruck zum Schalten steuert oder
regelt.
Besonders zweckmäßig kann es sein, wenn zumindest ein Proportionalventil
ein Proportionalwegeventil ist. Ebenso kann es vorteilhaft sein, wenn ein
Proportionalventil ein druckrückgeführtes Proportionaldruckminderventil ist.
In diesem Zusammenhang kann es zweckmäßig sein, wenn der Wählvorgang
oder Schaltvorgang mit einem Proportionaldruckminderventil angesteuert
wird. Ebenso kann es vorteilhaft sein, wenn die Betätigung der Kupplung mit
einem Proportionalwegeventil angesteuert wird. Ein kombinierte Ansteuerung
von Kupplungsbetätigung und Wählvorgang wird vorzugsweise mit einem
Proportionaldruckminderventil durchgeführt.
Im wesentlichen kann es vorteilhaft sein, wenn die beiden Druckräume des
Differentialzylinders zur Ansteuerung des Schaltvorganges derart
druckgeregelt oder druckgesteuert druckbeaufschlagt werden, daß eine
druckgeregelte oder druckgesteuerte Kraft in die eine in die andere Richtung
zum Schalten resultiert. Dabei kann es besonders vorteilhaft sein, wenn die
eine druckgeregelte oder druckgesteuerte Kraft in die eine Richtung
betragsmäßig gleich der anderen druckgeregelten oder druckgesteuerten Kraft
in die andere Richtung ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorteilhaft ausgestaltet, wenn das
Schaltventil zur Ansteuerung des Schaltvorganges des Getriebes entweder
den ersten Druckraum des Differentialzylinders druckbeaufschlagt und den
zweiten Druckraum des Differentialzylinders drucklos schaltet oder beide
Druckräume druckbeaufschlagt schaltet.
Weiterhin kann es besonders vorteilhaft sein, wenn zumindest einer der
Differentialzylinder zum Schalten oder Wählen auf den entgegengesetzten
Seiten des Kolben unterschiedlich große in axialer Richtung wirksame Flächen
aufweist. Dabei kann es weiterhin besonders vorteilhaft sein, wenn zumindest
einer der Differentialzylinder zum Schalten oder Wählen auf den entgegen
gesetzten Seiten des Kolbens unterschiedlich große, in axialer Richtung
wirksame Flächen aufweist, wobei das Flächenverhältnis 2 : 1 beträgt.
Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung kann es besonders
zweckmäßig sein, wenn zumindest eines der Proportionalventile ein druckge
regeltes, insbesondere ein lastdruckrückgeführtes, Proportionalventil ist.
Zweckmäßig kann es sein, wenn zumindest eines der Proportionalventile ein
druckgeregeltes, insbesondere lastdruckrückgeführtes Proportionalventil ist
und zumindest ein weiteres Proportionalventil ein Proportionalwegeventil ist.
Im wesentlichen kann es zweckmäßig sein, wenn zumindest eines der
Proportionalventile, ein Proportionalventil zum Kuppeln und Wählen und ein
Proportionalventil zum Schalten ein druckgeregeltes, insbesondere lastdruck
rückgeführtes Ventil ist.
Weiterhin kann es bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung zweckmäßig
sein, wenn der Kupplungsbetätigungsvorgang weg- und/oder druckgeregelt
oder druckgesteuert wird.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn der Wählvorgang weg- und/oder
druckgeregelt oder druckgesteuert wird.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt in vorteilhafter Weise,
daß der Schaltvorgang weggesteuert oder weggeregelt wird, wobei eine
zusätzliche unterlagerte Drucksteuerung oder Druckregelung, insbesondere in
der Synchronisierphase des Schaltvorganges, durchgeführt wird.
Vorteilhaft ist es, wenn der Schaltvorgang druckgeregelt oder -gesteuert
erfolgt.
Vorteilhaft kann es weiterhin sein, wenn die Differentialzylinder zum Wählen
oder Schalten mittels Schaltventilen angesteuert werden und mittels
vorgeschalteter Proportionalventile der Fluiddruck zum Schalten oder Wählen
gesteuert oder geregelt wird. Die den Schaltventilen im Fluidstrom
vorangestellten Proportionalventile weisen den erfindungsgemäßen Vorteil
auf, daß die Proportionalventile auf einen geringeren Durchfluß ausgelegt sein
müssen und die Schaltventile für einen höheren Volumenstrom ausgelegt sein
müssen. Somit lassen sich relativ kostengünstige Proportionalventile
einsetzen, wobei eventuelle Mehrkosten bei den Schaltventilen diesen Vorteil
nicht aufheben können. Ist hingegen das Proportionalventil im Fluidstrom nach
dem Schaltventil angeordnet, in Richtung auf den Verbraucher betrachtet,
muß das Proportionalventil für den hohen Volumenstrom ausgelegt sein.
Nach einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung ist es zweck
mäßig, wenn der gesteuerte oder geregelte Fluiddruck zur Ansteuerung der
Kupplung ebenfalls zur Ansteuerung des Wählzylinders herangezogen wird.
Weiterhin kann es besonders zweckmäßig sein, wenn der Fluiddruck zum
Ansteuern des Wählvorganges im Hydraulikschema oder in der
Hydraulikeinheit nach dem Proportionalventil zur Kupplungssteuerung
abgegriffen wird.
Zweckmäßig kann es ebenfalls sein, wenn der Fluiddruck zur Ansteuerung
des Wählzylinders, wie zur Ansteuerung des Wählvorganges, durch ein
separates Druckregelventil, insbesondere ein lastdruckrückgeführtes
Regelventil, erzeugt wird.
Nach einem weiteren erfindungsgemäßen Gedanken ist es zweckmäßig, wenn
bei einem Fahrzeug mit einem Motor, einem Getriebe, wie Stufengetriebe, und
mit einem Drehmomentübertragungssystem, wie Kupplung, im Drehmoment
fluß zwischen Motor und Getriebe mit einer zentralen Steuereinheit und mit
einer Hydraulikeinheit mit Hydraulikpumpe und gegebenenfalls mit Druck
speicher und Ventilen und mit einer Aktoreinheit, wie Betätigungseinheit,
welcher Stellglieder und gegebenenfalls Ventile zur Betätigung des Wählens
und des Schaltens einer Gangposition in den Schaltklassen des Getriebes
umfassen kann und ein Stellglied zur Kupplungsansteuerung derart ansteuert,
daß die Ansteuerung der Stellglieder zumindest teilweise seriell erfolgt.
Vorteilhaft kann es sein, wenn die Kupplungsbetätigung (K), der
Schaltvorgang (S) und der Wählvorgang (W) zumindest teilweise seriell
erfolgt. Dabei ist es zweckmäßig, wenn der Vorgang K-S-W-S-K vollständig
seriell erfolgt oder die Betätigungen K-S und/oder S-K, sowie gegebenenfalls
S-W und W-S zumindest teilweise parallel, wie zeitgleich, erfolgen.
Weiterhin kann es besonders zweckmäßig sein, wenn die Hydraulikeinheit
und/oder die Aktoreinheit zur Ansteuerung des Schalt- und Wählvorganges
und zur Ansteuerung der Kupplung als Zusatzvorrichtungen an ein üblicher
weise handgeschaltetes Stufengetriebe angebracht wie angeschlossen
werden kann.
Nach einem weiteren erfinderischen Gedanken ist bei einer Sensorikeinheit
besonders vorteilhaft, wenn diese mit einem bewegbaren Mittel und einem
raumfest angeordneten Mittel ausgestattet ist, wobei das bewegbare Mittel
einen Geber umfaßt und das raumfest angeordnete Mittel die relative Position
des bewegbaren Mittels in bezug auf das raumfeste Mittel detektiert, wobei
die Sensorikeinheit an/in einer Aktoreinheit angeordnet ist und eine Bewegung
eines Elementes eines Getriebes direkt oder indirekt bei einem Wähl- oder
Schaltvorgang detektiert.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn das bewegbare Mittel eindimensional
oder zweidimensional oder dreidimensional bewegbar ist.
Vorzugsweise kann ein Ausführungsbeispiel derart ausgestaltet sein, daß das
bewegbare Mittel in einer Ebene oder auf einer gekrümmten Fläche, wie
beispielsweise Zylindermantelfläche, bewegbar ist.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn das bewegbare Mittel auf einer
geraden oder gekrümmten Bahn bewegbar ist.
Weiterhin kann es besonders vorteilhaft sein, wenn die Sensorikeinheit die
Position des bewegbaren Mittels berührungslos oder mittels Berührung
detektiert.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn das raumfest angeordnete Mittel eine
räumliche Anordnung von Sensoren aufweist, welche in Abhängigkeit der
Position des bewegbaren Mittels Signale erzeugen.
Weiterhin kann es zweckmäßig sein, wenn das raumfest angeordnete Mittel
zumindest ein Sensor umfaßt, der in Abhängigkeit der Position des beweg
baren Mittels ein Signal erzeugt.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn das raumfest angeordnete Mittel eine
räumliche Anordnung von Hall-Sensoren oder anderen berührungslosen
Sensoren umfaßt.
Weiterhin kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung vorteilhaft ausgestaltet
sein, indem das raumfest angeordnete Mittel eine rechteckige oder quadra
tische oder dreieckige oder lineare Anordnung von zumindest zwei Hall-
Sensoren oder anderen berührungslosen Sensoren umfaßt.
Dementsprechend ist es zweckmäßig, wenn das bewegbare Mittel zumindest
einen Magneten oder einen anderen berührungslosen Geber umfaßt.
Zweckmäßig kann es sein, wenn die berührungslosen Sensoren oder Hall-
Sensoren auf einer Ebene oder auf einer gekrümmten Fläche oder auf einer
geraden oder auf einer gekrümmten Bahn angeordnet sind.
Entsprechend kann es zweckmäßig sein, wenn das raumfest angeordnete
Mittel eine Bahn oder eine Fläche eines Potentiometers ist, wobei das
bewegbare Mittel ein Schleifkontakt eines Potentiometers ist.
Zweckmäßig kann es sein, wenn das bewegbare Mittel eine Bahn oder eine
Fläche eines Potentiometers ist und das raumfeste Mittel ein Schleifkontakt
eines Potentiometers ist.
In einer weiteren Variation der Erfindung kann es vorteilhaft sein, wenn die
Steuereinheit mittels der von den Sensoren erzeugten Signale ermittelt, in
welcher Position das bewegbare Mittel im Vergleich zu den raumfesten
Mitteln positioniert ist, insbesondere zur Detektion eines aktuellen Schalt
und/oder Wählzustandes und/oder zur im wesentlichen ständigen Detektion
von zum Schalten und/oder Wählen vorhandenen Mitteln.
Zweckmäßig kann es sein, wenn die Steuereinheit Signale der einzelnen
Sensoren in einer Matrixdarstellung transformiert, wobei die analogen Signale
der Sensoren in digitale Werte umgesetzt werden und jeder einnehmbaren
Position und der Weg des bewegbaren Mittels quasi kontinuierlich durch
Matrixwerte dargestellt wird.
Erfindungsgemäß kann es zweckmäßig sein, wenn die Steuereinheit zu jeder
Position des bewegbaren Mittels einen Matrixwert bildet, der aus
Einzelmeßwerten von Sensorsignalen der einzelnen Sensoren gebildet wird.
Vorteilhaft kann es weiterhin sein, wenn eine zweidimensionale Auflösung der
Sensorikeinheit durch eine räumliche Anordnung von im wesentlichen
eindimensional wirkenden Sensoren durchgeführt wird.
Nach einem weiteren erfindungsgemäßen Gedanken kann es bei einem
Verfahren zum Regeln oder Steuern eines automatisierten Schaltgetriebes die
Stufengetriebe mit einer Steuereinheit, einer Betätigungseinrichtung und
Sensoren zur Detektion des Betriebszustandes vorteilhaft sein, wenn die
Ansteuerung des Kupplungsvorganges und des Wählvorganges seriell erfolgt,
wobei insbesondere ein gemeinsames Druckregelventil verwendet wird.
Weiterhin kann es zweckmäßig sein, wenn die Ansteuerung des Kupplungs-,
Schalt- und Wählvorganges seriell erfolgt.
Zweckmäßig kann es weiterhin sein, wenn die Ansteuerung des Schaltvor
ganges unabhängig von der seriellen Ansteuerung des Kupplungs- und
Wählvorganges erfolgt.
Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn der Schaltvorgang und der serielle
Kupplungs- und Wählvorgang zumindest zeitweise gleichzeitig erfolgt.
Nach einem weiteren erfindungsgemäßen Gedanken ist es vorteilhaft, wenn
bei einem Verfahren zum automatisierten Wechseln von Gangpositionen bei
Stufengetrieben ein Gangwechsel auf Knopfdruck wie manuell eingeleitet wird
oder vollautomatisch erfolgt.
Nach einem weiteren erfindungsgemäßen Gedanken kann es besonders
zweckmäßig sein, wenn ein Gangwechsel je nach Schalterstellung eine
Fahrerwunschschaltung besonders komfortabel oder besonders sportlich
erfolgt.
Zweckmäßig kann es dabei sein, daß bei einem komfortablen Gangwechsel
der Synchronisiervorgang beim Schalten mit geringerer Kraft erfolgt als bei
einem sportlichen Gangwechsel.
Nach einem weiteren erfindungsgemäßen Gedanken ist es zweckmäßig, wenn
ein Fahrzeug mit einem Motor, einem Getriebe und einem zwischen Motor und
Getriebe im Drehmomentfluß angeordneten Drehmomentübertragungssystem,
wie Kupplung, mit einer Hydraulikeinheit, welche über eine Hydraulikpumpe
und zumindest ein Ventil verfügt zur Ansteuerung eines Hydraulikzylinders zur
Steuerung des übertragbaren Drehmoments der Kupplung über einen
Betätigungsweg, wie Ausrückweg, derart ausgestaltet ist, daß der
Ausrückweg der Kupplung mittels einer Vorrichtung detektiert wird, welche
innerhalb der Fluidverbindung zum Stellglied der Kupplung angeordnet ist und
einen Kolben aufweist, der durch seine relative Position zu einem Sensor den
Ausrückweg oder eine Ausrückposition repräsentiert.
Weiterhin kann es zweckmäßig sein, wenn einer Vorrichtung mit einem
Kolben, welcher innerhalb eines Gehäuses axial verlagerbar ist und gegebe
nenfalls zumindest einseitig federbeaufschlagt ist, wobei diese Federn
gegebenenfalls innerhalb des Gehäuses angeordnet sind, wobei in axialer
Richtung betrachtet vor und hinter dem Kolben je ein druckbeaufschlagbarer
Raum vorhanden ist, welcher mit Hydraulikanschlüssen versehen ist und ein
Sensor die axiale Position des Kolbens detektiert, wobei eine angesteuerte
Betätigung der Kupplung eine axiale Verlagerung des Kolbens, wie Sensorkol
bens, bewirkt.
Zweckmäßig kann es weiterhin sein, wenn eine Vorrichtung derart ausgestal
tet ist, daß die Vorrichtung mit einem Gehäuse und einem eingangsseitigen
Druckraum und einem ausgangsseitigen Druckraum ausgebildet ist, wobei ein
axial verlagerbarer Kolben die beiden Druckräume voneinander trennt und die
Vorrichtung in einer Fluidverbindung angeordnet ist und eine Ansteuerung
eines nachgeschalteten Stellgliedes eine axiale Verlagerung des Kolbens
bewirkt und ein am oder im Gehäuse angeordneter Sensor diese Kolbenbewe
gung detektiert.
Zweckmäßig kann es dabei sein, wenn innerhalb des Gehäuses Kraftspeicher
angeordnet sind, welche den Kolben axial beaufschlagen und im drucklosen
Zustand zentrieren.
Vorteilhaft kann es weiterhin sein, wenn eine Schnüffelbohrung zum gezielten
Druckausgleich an dem Gehäuse angebracht ist, wobei die Schnüffelbohrung
mittels einer Fluidverbindung mit dem Sumpf der Hydraulikeinheit verbunden
ist.
Zweckmäßig kann es weiterhin sein, wenn der Sensor zur Detektion der
Kupplungsposition ein berührungsloser Sensor, wie beispielsweise Hall-
Sensor, ist.
Zweckmäßig kann es weiterhin sein, wenn die Auslenkung des Ausrücklagers
einer Kupplung mittels eines elastisch biegbaren Mittels detektiert wird,
welches von außen in die Getriebeglocke hineinragt und sich im wesentlichen
am Ausrücklager axial abstützt, wobei die Biegung des biegbaren Mittels
mittels eines Sensors detektiert wird.
Zweckmäßig kann es dabei sein, wenn das elastisch biegbare Mittel in einer
Grundplatte eingespannt, wie gehalten, ist und diese Grundplatte von außen
an dem Getriebe befestigt wird.
Weiterhin kann es zweckmäßig sein, wenn der Sensor ein Dehnungsmeß
streifen oder ein Piezosensor oder ein anderer berührungsloser Sensor, wie
Hall-Sensor, ist.
Nach einem weiteren erfinderischen Gedanken kann es zweckmäßig sein,
wenn den Schaltventilen zur Ansteuerung des Wählvorganges ein
Drosselventil oder eine Drossel vorgeschaltet ist.
Ebenso kann es zweckmäßig sein, wenn einem Druckspeicher ein
Drosselventil oder eine Drossel nachgeschaltet ist.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn in einer Druckmittelleitung, wie
Hydraulikleitung, ein Drosselventil oder eine Drossel angeordnet ist.
Die Erfindung sei anhand der Fig. 1 bis 29 näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Fahrzeuges,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines automatisierten Schaltge
triebes,
Fig. 2a eine Ansicht des Aktors,
Fig. 3 eine Ansicht des Aktors,
Fig. 4 eine Ansicht des Aktors,
Fig. 5 eine Ansicht des Aktors,
Fig. 6 eine Ansicht des Aktors,
Fig. 7 eine Ansicht des Aktors,
Fig. 8 eine Ansicht des Aktors,
Fig. 9 eine Ansicht eines Stellglieds,
Fig. 10 eine Ansicht eines Stellglieds,
Fig. 11 eine Ansicht einer Sensoranordnung,
Fig. 12 eine Ansicht eines Schaltschemas,
Fig. 13 ein Hydraulikschema,
Fig. 14 ein Hydraulikschema,
Fig. 15 ein Hydraulikschema,
Fig. 16 ein Diagramm,
Fig. 17 ein Hydraulikschema,
Fig. 18 ein Hydraulikschema,
Fig. 19 ein Hydraulikschema,
Fig. 20 ein Hydraulikschema,
Fig. 21a eine Ansicht eines Aktors,
Fig. 21b eine Ansicht eines Aktors,
Fig. 21c eine Ansicht eines Aktors,
Fig. 22 ein Blockdiagramm,
Fig. 23 einen Ausschnitt eines Hydraulikschemas mit Sensorkolben,
Fig. 24 ein Diagramm,
Fig. 25 einen Schnitt einer Getriebeglocke,
Fig. 26 ein Sensor,
Fig. 27 ein Hydraulikschema,
Fig. 28 ein Hydraulikschema und
Fig. 29 einen Aktorblock.
Die Fig. 1 zeigt ein Fahrzeug 1 mit einer Antriebseinheit 2, wie Ver
brennungsmotor, mit einem Drehmomentübertragungssystem 3 und einem
nachgeschalteten Getriebe 4. Die Antriebswelle oder Kardanwelle 5 ist dem
Getriebe 4 nachgeschaltet und über ein Differential 6 mit den Antriebswellen
7 und mit den angetriebenen Rädern 8 verbunden. Das Drehmomentüber
tragungssystem 3 besteht im wesentlichen aus einem Schwungrad 3a, einer
Kupplungsscheibe 3b, einer Tellerfeder 3c, einem Kupplungsdeckel und einem
Ausrückmechanismus 3d. Der Ausrückmechanismus 3d kann aus einem
hydraulischen Zentralausrücker bestehen oder aber durch einen mechanischen
Ausrücker mit mechanischer Betätigung, wie Ausrücker mit Ausrückgabel
gebildet sein, wobei die Ansteuerung des mechanischen Ausrückhebels, wie
Ausrückgabel, mittels eines Nehmerzylinders angesteuert wird. In der Fig. 1
ist ein Ausrücklager 9 dargestellt, welches über eine Ausrückgabel 10 betätigt
wird, wobei die Ausrückgabel 10 von einem Nehmerzylinder 11 angesteuert
wird. Das Drehmomentübertragungssystem 3 kann als dargestellte
Reibungskupplung mit oder ohne eine einen Verschleiß nachstellende
Vorrichtung ausgestaltet sein. Weiterhin kann das Drehmo
mentübertragungssystem als Magnetpulverkupplung oder als Überbrü
ckungskupplung eines hydrodynamischen Drehmomentwandlers ausgebildet
sein.
Das Getriebe 4 ist ein konventionelles Schaltgetriebe, das über getriebeinterne
Schaltelemente verfügt, welche über eine zentrale Schaltwelle 12 oder Schalt
stangen geschaltet wird. Das Getriebe kann als Getriebe mit Zugkraft
unterbrechung ausgebildet sein.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 1 zeigt eine Betätigungseinheit 13, wie
Aktoreinheit, welche einen Hydraulik- oder Hydrostatikblock umfaßt,
gegebenenfalls mit Ventilen und Hydraulikfluidleitungen und Stellzylindern,
welche eine Ansteuerung des Getriebebetätigungselementes 12 durchführen.
Die Betätigungseinheit 13, wie Aktoreinheit, kann auch mit einer Hydraulik
einheit 14 in Verbindung stehen, welche ein Hydraulikaggregat mit einer
Hydraulikpumpe und einem Tank und/oder einem Speicher, wie Druck
speicher, beinhaltet. Die Hydraulikeinheit 14 kann auch in mehrere Unterein
heiten aufgeteilt sein, um entsprechend dem notwendigen Bauraum in dem
Fahrzeug in günstige Positionen eingebaut werden zu können.
Die Hydraulikeinheit 14 kann in Untereinheiten aufgeteilt werden, wobei die
Untereinheit Hydraulikpumpe mit Motor beispielsweise durch eine schon im
Fahrzeug vorhandene Hydraulikpumpe derart ersetzt wird, daß eine gemeinsa
me Hydraulikpumpe mehrere Hydraulikelemente bedient. Eine solche Pumpe
kann beispielsweise eine Lenkhilfpumpe sein.
Ebenso kann die Aktoreinheit 13 mit der Hydraulikeinheit 14 eine Baueinheit
bilden. In diesem Falle können jedoch gegebenenfalls zumindest einzelne
Stellglieder, wie beispielsweise zur Kupplungsbetätigung, und einzelne
Hydraulikelemente, wie beispielsweise eine Pumpe, nicht in der Hydrauli
keinheit integriert sein.
Weiterhin steht eine Steuereinheit 15 mit einer zentralen Computereinheit zur
Verfügung, welche ankommende Signale verarbeitet und Steuerbefehle an die
Betätigungseinrichtung 13 und/ oder die Hydraulikeinheit 14 mit den Stell
gliedern weiterleitet. Die Steuereinheit 15 umfaßt beispielsweise eine zentrale
Computereinheit, welche betriebspunktabhängig die Steuerung der Kupp
lungsbetätigung und die Betätigung des Getriebes, wie des automatisierten
Gangwechsels des Getriebes 4 ansteuert.
Die Steuereinheit 15 steht mit Sensoren in Signalverbindung, wie beispiels
weise mit einem Drosselklappensensor 16, der Drosselklappe 17 des
Antriebsaggregates 2 sowie mit Drehzahlsensoren 18, Tachometersensoren
19 und Gangerkennungssensoren, welche beispielsweise in der Betätigungs
einheit 13 aufgenommen sind. Weiterhin verfügt die Steuereinheit 15 über
eine CAN-Bus Schnittstelle, über welche die Steuereinheit mit anderen
Elektronikeinheiten in Signalverbindung steht, so daß über beispielsweise die
Motorelektronik das Motormoment an die Steuereinheit weiter gegeben
werden kann.
Die Fig. 2 zeigt das Getriebe 4, das Drehmomentübertragungssystem 3, wie
Reibungskupplung, mit einem Schwungrad 3a, der Kupplungsscheibe 3b, der
Tellerfeder 3c, dem Kupplungsdeckel 3e und mit einem hydraulischen
Zentralausrücker 20. Der hydraulische Zentralausrücker 20 wird über eine
Versorgungsleitung 21, wie Druckmittelleitung, mit Hydraulikflüssigkeit und
Fluiddruck versorgt, welche mit der Betätigungseinheit 13 verbunden ist. Die
Betätigungseinheit 13 ist am Getriebe 4 befestigt und nimmt zumindest den
Endbereich der zentralen Schaltwelle des Getriebes auf, so daß die internen
Stellglieder innerhalb der Betätigungseinheit 13 die zentrale Schaltwelle des
Getriebes in axialer Richtung als auch in Umfangsrichtung betätigen können,
so daß die zentrale Schaltwelle entsprechend einem H- oder Doppel-H-
Schaltschema eines Schaltgetriebes bewegt oder betätigt werden kann, um
die jeweiligen Gangpositionen innerhalb des Getriebes einzustellen. Dadurch
kann ein automatisierter Gangwechsel angesteuert werden.
Die Betätigungseinheit 13 steht mit dem Steuergerät 15 über zumindest eine
Datenleitung 21 in Signalverbindung, welche auch als Kabelbaum mit
verschiedenen Datenleitungen oder Stromleitungen ausgestaltet sein kann.
Weiterhin ist die CAN-Bus Schnittstelle 22 dargestellt und eine Stromver
sorgung 23, welche das Steuergerät 15 und die Betätigungseinheit 13 mit
Strom/Spannung versorgt.
Die Hydraulikeinheit, wie sie in der Abb. 1 dargestellt ist, ist in der Fig.
2 in zwei Untereinheiten aufgeteilt, wobei die Untereinheit 24 das Hydraulik
aggregat mit Pumpe 25 und Elektromotor 26 für die Pumpe umfaßt. Als
weiteres Unteraggregat ist die Tank- und Speichereinheit 27 vorgesehen mit
einem Druckspeicher 28 und einem Überdruckventil 29 sowie einem Sensor
30, welcher die Druckverhältnisse im Druckspeicher detektiert, um bei
Unterschreiten eines Grenzwertes die Hydraulikpumpe zu starten, um die
optimalen Druckverhältnisse innerhalb des Druckspeichers wieder zu
gewährleisten, respektive bei Überschreiten eines vorgegebenen Grenzwertes
die Hydraulikpumpe wieder abzuschalten. Die Einheit 27 ist über Hydrauliklei
tungen 31, 32 mit der Betätigungseinheit 13, wie Aktoreinheit, verbunden, so
daß über die in der Betätigungseinheit vorhandenen Ventile und gegebe
nenfalls Stellglieder die Betätigung der Kupplung sowie das Wählen und
Schalten des Getriebes automatisiert vorgenommen werden kann. Die
Ansteuerung erfolgt durch eine gezielte Ansteuerung von Ventilen zur
Druckbeaufschlagung von Stellgliedern mit zumindest einer Kolben-Zylin
dereinheit. Weiterhin zeigt die Fig. 2 die abtriebsseitig angeordnete Kardan
welle 33, über welche die angetriebenen Achsen angetrieben werden.
Die Fig. 2a zeigt eine Ansicht der Betätigungseinheit 13, wie Aktoreinheit,
und des Getriebes 4 von der Position der Kardanwelle aus, wobei der große
Kreisumfang 34a die Umhüllung der Getriebeglocke 34 darstellt. Weiterhin ist
die im wesentlichen rechteckige Kontur 35 durch die Kontur des Getriebes
selbst vorgegeben und die Betätigungseinheit 13 ist im wesentlichen im
Bereich der zentralen Schaltwelle angeflanscht, wie angeschraubt, und
umschließt oder umgibt zumindest teilweise die Kardanwelle 33. Die
Aktoreinheit, wie Betätigungseinheit 13, ist in diesem Ausführungsbeispiel
derart vorteilhaft ausgestaltet, daß die Anordnung in dem Kardantunnel eines
Fahrzeuges möglich ist, wobei bei veränderten gegebenen Platzverhältnissen
eine konstruktive Ausgestaltung der Aktoreinheit 13 auch in anderer Weise
durchgeführt werden kann.
Die Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des Aktors 13, wie der Aktoreinheit, wie
er in Fig. 2a dargestellt ist, wobei die Befestigungsöffnungen 50 in der
Trägerplatte 50a zu erkennen sind, mittels diesen der Aktor am Getriebe
befestigt werden kann. Weiterhin erkennt man den Stecker 51 in einer
Seitenansicht und ein Proportionalventil 52 ebenfalls in der Seitenansicht. Die
zentrale Schaltwelle ragt im zentralen Bereich des Aktors rückseitig in den
Aktor hinein, da sie aus dem Getriebe herausragt. Der Aktor wird ent
sprechend auf das Getriebe aufgesetzt und kann dementsprechend als Add-
On-Lösung ausgestaltet sein, wobei das Getriebe ein herkömmliches
Schaltgetriebe nach dem Stand der Technik ist, bei welchem die Anlenkung
des Schalthebels entfernt oder nicht installiert wurde und der Aktor 13 als
Instrument zur automatisierten Gangwahl aufgenommen wurde. Der Bereich 53
innerhalb des Aktors wird von den Schaltventilen eingenommen, wobei der
Bereich 54 von dem zumindest einen Kupplungswegsensor eingenommen
wird.
Die Betätigungseinheit, wie Aktoreinheit 13, enthält sämtliche Schalt- und
Proportionalventile sowie sämtliche Versorgungsleitungen zwischen den
Ventilen und möglichen Sensoren bzw. den Stellgliedern, wie Stellzylindern,
die ebenfalls in dem Gehäuse der Betätigungseinheit bzw. des Aktors 13
aufgenommen sind. Weiterhin umfaßt der Aktor auch die Sensorik in bezug
auf die Gangstellungserkennung oder Gangerkennung. Gegebenenfalls können
die Stellglieder oder einzelne Stellglieder auch außerhalb der Aktoreinheit
angeordnet sein.
Die Fig. 3 zeigt weiterhin einen Ansatz 55, welcher zu dem Kupplungs
wegsensor mit Sensorkolben gehört. Dieser Kupplungswegsensor ist ein
hydraulisch angesteuerter Sensor, welcher in einem Gehäuse einen Kolben
aufweist und die Stellgliedbewegung mit der Bewegung des Kolbens
gekoppelt ist. Mittels eines berührungslosen Sensors, wie Hall-Sensors, kann
die Bewegung oder die Position des Kolbens detektiert werden. Bezüglich des
Sensorkolbens sei auf Fig. 23 verwiesen.
Die Fig. 4 zeigt den in Fig. 3 dargestellten Aktor in einer Ansicht von der
Seite A. Dabei erkennt man, wie die zentrale Schaltwelle 60 des Getriebes 4
in den Aktor 13 hineinragt. Am unteren Ende der Aktoreinheit 13 sind zwei
Proportionalventile 52a, 52b angeordnet, welche für eine Steuerung oder
Regelung des Fluiddruckes des Hydrauliksystems verantwortlich sind. Im
Bereich 53 sind wiederum Schaltventile angeordnet, wobei in der axialen Ver
längerung 61 der zentralen Schaltwelle ein Stellglied, wie Stellzylinder,
angeordnet ist. Weiterhin erkennt man den Stecker 51 in einer Frontansicht,
wobei der Stecker mittels Schrauben 51a von außen auf das Gehäuse des
Aktors 13 aufgeschraubt wird. In vorteilhafter Weise kann diese Verbindung
auch mittels Nieten oder Schnappverbindungen oder Steckverbindungen
durchgeführt werden. Die kreisförmige Umrandung 62 stellt im Schnitt die
Anordnung des zweiten Stellzylinders 61 dar. Der Stellzylinder 61 im
dargestellten Bereich führt eine axiale Bewegung der zentralen Schaltwelle
durch bzw. kann diese axiale Bewegung ansteuern, wobei der Stellzylinder 62
für eine Drehbewegung der zentralen Schaltwelle um die Achse 63 ver
antwortlich ist bzw. diese ansteuern kann.
Die Bolzen 64 und 65 sind dafür verantwortlich, daß die Welle 66 des Aktors
mit der zentralen Schaltwelle 60 der Getriebeeinheit 4 verbindbar ist und die
Schwinge 67 der Aktoranlenkung des Aktors 62 mit der axial verschieblichen
Welle 66 verbindbar ist.
Die Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch den Aktor, wie er in Fig. 3 dargestellt
ist, wobei die Befestigungsplatte 100 mit den Öffnungen 50 zur Befestigung
des Aktors am Getriebe dargestellt ist. Die zentrale Schaltwelle 60 ist im
Schnitt erkennbar sowie der Stift 64 zur Verbindung der zentralen Schaltwelle
60 mit der Welle 66 des Aktors. Weiterhin erkennt man eine Führungshülse
101, welche mittels des Stellgliedes, wie Stellzylinder 102, in bezug auf die
Achse 103 axial verschieblich ist und um das Gelenk 104 kippbar ist. Dadurch
kann erreicht werden, daß aufgrund der axialen Verstellung des Kolbens 105
des Stellzylinders 102 die Welle 106 axial verstellt wird und die
Führungshülse 101 um die Achse 104 verschwenkt wird, so daß die mit
einem Kugelkopf versehene Verbindung zwischen dem Ansatz 107 der Welle
66 mittels einer Verdrehung der Führungshülse 101 verschwenkt werden
kann. Somit wird gewährleistet, daß aufgrund einer Verstellung der axialen
Position des Kolbens 105 die zentrale Schaltwelle 60 des Getriebes um die
Achse der zentralen Schaltwelle verdrehbar ist. Statt eines Kugelkopfgelenkes
kann auch ein Kardangelenk oder ein Universalgelenk ausgeführt sein.
Die Ansteuerung der axialen Position des Kolbens 105 des Stellgliedes 102
steuert somit den einstellbaren Winkel der zentralen Schaltwelle an.
Auf der Führungshülse 101 ist ein Sensorelement 120, wie Geber oder
Magnet, angeordnet, welcher aufgrund der Verschwenkung des Elementes
101 ebenfalls verschwenkt wird. Direkt oberhalb des Sensorelementes 120 ist
eine Sensoreinheit 121, wie Nehmer, angeordnet, welche mittels des Steckers
122 mit dem Steuergerät in Signalverbindung steht. Das Sensorelement 121
kann beispielsweise eine Mehrzahl von Hallsensoren aufweisen, welche in
definiertem Abstand zueinander angeordnet sind und aufgrund der jeweiligen
Hallspannungen der einzelnen Hallsensorelemente die exakte Position des
Magneten 120 detektierbar ist.
Weiterhin erkennt man ein Proportionalventil 52, welches zur Druckregulie
rung oder Druckregelung oder Drucksteuerung im Hydrauliksystem verwendet
wird. Die in Fig. 4 dargestellten zwei Proportionalventile 52a, 52b sind in der
Darstellung nicht als zwei Ventile zu erkennen, da sie hintereinander liegen.
Das Stellglied 102 weist zwei Druckräume 102a und 102b auf, welche mittels
einer gesteuerten Druckbeaufschlagung gezielt angesteuert werden können,
wobei dadurch der Kolben 105 des Stellgliedes 102 in axialer Richtung Kraft
beaufschlagt wird und somit die zentrale Schaltwelle angesteuert wird.
Das Stellglied kann als Differentialzylinder ausgebildet sein, wobei ein Kolben
mit unterschiedlichen Seitenflächen eingesetzt wird, der die beiden Druck
räume 102a und 102b trennt. Der Differentialzylinder ist derart ausgebildet,
daß die in den beiden Druckräumen bewegbaren Kolben oder Kolbenflächen
eine unterschiedlich wirksame Fläche aufweisen, so daß bei gleicher
Druckbeaufschlagung dieser beiden Druckräume eine unterschiedliche
Kraftwirkung auf die Kolbenflächen wirkt.
Der Differentialzylinder kann auch derart ausgebildet sein, daß in zwei
getrennten Druckräumen jeweils ein eigener Kolben bewegbar angeordnet ist,
wobei diese beiden Kolben beispielsweise über eine Verbindung, wie
Kolbenstangen, miteinander verbunden sind. Die Anlenkung des Elementes
101 kann über eine solche Kolbenstange erfolgen, wobei der Punkt der
Anlenkung axial zwischen den Druckräumen 102a, 102b angeordnet sein
kann.
Durch Feinabstimmung des Flächenverhältnisses der Kolbenflächen oder
durch eine Modulation des Versorgungsdruckes und gegebenenfalls durch
zusätzliche Kraftspeicher, wie Federn in den Stellzylinder, läßt sich die
Betätigungskraft modulieren und den mechanischen Gegebenheiten anpassen.
Vorteilhaft ist eine systembedingte Endlagendämpfung beim Ansteuern von
Betätigungseinrichtungen, da bei gleicher Hydraulikkraft und bei zunehmender
Federkraft die Differenzkraft sinkt, und sich ein Gleichgewichtszustand
zwischen hydraulischer Druckkraft und mechanischer Gegenkraft einstellt,
was zu einem ähnlichen Effekt führt, wie eine Endlagendämpfung.
Der Kolben wird eventuell mit einem konstanten Druck, welcher über ein
Druckregelventil gesteuert wird, beaufschlagt, so daß eine Bewegung des
Kolbens nach rechts oder nach links erfolgt. Dabei fährt der Kolben gegen
eine ansteigende Kraft aufgrund von getriebeintern angeordneten Federn.
Somit fährt der Kolben mit konstanter Druckkraft gegen eine ansteigende
Federkennlinie. Die Differenz dieser Kräfte nimmt ab und die Kräfte kommen
ins Gleichgewicht, d. h. dieses Prinzip wirkt wie eine Endlagendämpfung.
Dadurch kann der Regelalgorithmus einfacher gestaltet werden, wodurch eine
erhöhte Schnelligkeit des Systems erreicht werden kann.
Die Fig. 6 zeigt eine Variante der Anordnung der Fig. 5, wobei sowohl die
zentrale Schaltwelle 60, die Welle 66 des Aktors und die bewegliche
Verbindung mittels des Stiftes 64 als auch das Stellglied 102 mit dem Kolben
105 und der Verbindung mittels der Führungshülse 101 und dem Ansatz 107,
welcher innerhalb der Führungshülse in einem Kugelkopf endet, beibehalten
sind, wobei zwischen der Führungshülse 101 und dem Ansatz 107 ein
Kugelgelenk realisiert ist. Weiterhin ist die Anschlußplatte 100 mit den
Bohrungen 50 zur Befestigung der Vorrichtung dargestellt. Im weiteren
unterscheidet sich die Anordnung der Fig. 6 von der Anordnung der Fig. 5
dadurch, daß der Sensor 150 zur Detektion der Position der axialen
Schaltwelle näher an der Achse der Schaltwelle angeordnet ist und somit eine
direktere Detektion der zentralen Schaltwelle vorhanden ist, weil Spiel und
Ungenauigkeiten und Verschleiß eine geringere Beeinträchtigung darstellen.
Der Sensor besteht weiterhin aus einer Vielzahl von Hallsensoren 151 und aus
einem auf der Welle 66 angeordneten Halterung mit einem Magneten 152.
Die Fig. 7 zeigt die Betätigungsvorrichtung im Schnitt, wobei der obere Teil
der Fig. 4 im Schnitt dargestellt ist und von hinten betrachtet wird. Man
erkennt in der Fig. 7 die zentrale Schaltwelle 60 des Getriebes 4, die Welle
66 mit ihrer Aufnahme 66a des Aktors sowie ein Stellglied 200 mit einem
Kolben 201. Die axiale Verlagerung des Kolbens 201 aufgrund einer
Druckbeaufschlagung der Druckkammern 202 und 203 verursacht eine axiale
Verlagerung der zentralen Schaltwelle 60.
Weiterhin erkennt man in der Fig. 7 die Kugelgelenkverbindung 210
zwischen der Welle 106 des Stellgliedes 102 und der Welle 66, welche
mittels einer schwenkbar gelagerten Führungshülse 101, einem Kugelkopf
211 und einer Führung des Kugelkopfes 212 ausgebildet ist, wobei der
Kugelkopf über den Ansatz 107 mit der Welle 66 verbunden ist.
Der Kugelkopf, welcher mit dem Ansatz 106 an der Welle 66 angeordnet ist,
wird durch eine Aufnahme in dem Element 212 geführt, so daß bei einer
Verdrehung der zentralen Schaltwelle 60 um die Achse 220 das Element 212
innerhalb der Hülse 101 verschiebbar gelagert ist. Weiterhin ist zwischen der
Hülse und dem oberen Ende 212a des Elementes 212 eine Tellerfeder 221
angeordnet. Dieser Kraftspeicher 221 kann auch in einer anderen federnden
Art dargestellt sein. Weiterhin erkennt man in dieser Darstellung den Sensor
121 mit Stecker 122 und der Anordnung der Hallsensoren 151 und mit dem
Magneten 152. Im rechten oberen Bereich sind Ventile, wie Schaltventile 300,
angeordnet.
Die Welle 66 des Aktors führt in den Raumbereich 202 hinein und wird mittels
der Dichtung, wie Ringdichtung 301, abgedichtet.
Die Fig. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel entsprechend der Fig. 7,
wobei der Sensor 121 in einem anderen Raumbereich angeordnet ist, wobei
der Magnet direkt an der Aufnahme 66a der Welle 66 angeordnet ist, wobei
die Aufnahme 66a den Endbereich der zentralen Schaltwelle 60 des Getriebes
4 aufnimmt. Die axiale Verschiebung bzw. die Rotation der zentralen
Schaltwelle um ihre Achse 220 bewirkt somit eine Versetzung des Magneten
oder der Magnete in eine andere Position, welche mittels der Hall-Effektsenso
ren 151 detektiert wird. Statt des Magneten kann auch ein anderer Geber
angeordnet sein.
Das Stellglied 102 der Fig. 5 bis 8 stellt den Wählzylinder dar, da aufgrund
der Ansteuerung der Kolbenposition des Kolbens 105 die zentrale Schaltwelle
in Wählrichtung angesteuert wird. Das Stellglied 200 mit seinem Kolben 201
der Fig. 5 bis 8 stellt den Schaltzylinder dar, da mittels der Ansteuerung
der axialen Position des Kolbens 201 die zentrale Schaltwelle 60 in
Schaltrichtung angesteuert wird.
Bei Getrieben mit einer Vertauschung der Richtungen von Schalten und
Wählen würde sich entsprechend auch einer Vertauschung der Betätigungs
richtungen bzw. der Betätigungen ergeben.
Die Kolben 105 und 201 der Stellglieder 102 und 200 sind als Differentialkol
ben ausgeführt. Dies bedeutet, daß die beaufschlagbare Fläche in axialer
Richtung auf der einen Kolbenseite größer ist als auf der anderen Kolbenseite.
In der Fig. 6 ist die Fläche 105a größer als die Fläche 105b, so daß bei
gleicher Druckbeaufschlagung der beiden Flächen eine Kraft resultieren
würde, welche den Kolben in axialer Richtung nach links betrachtet beauf
schlagen würde. Für den Kolben 201 gilt entsprechend, daß die Fläche 201a
größer ist als die Fläche 201 b, so daß wiederum bei einer Beaufschlagung der
beiden Druckräume 202 und 203 des Stellgliedes eine Kraft resultieren würde,
welche den Kolben 201 in axialer Richtung nach links beaufschlagen würde.
Die Anordnung der unterschiedlich groß ausgebildeten Seitenflächen der
Kolben der Differentialzylinder sei nur beispielhaft.
Bei Getrieben mit Zugkraftunterbrechung können zum Schalten und Wählen
der Getriebeübersetzung unterschiedliche Mechanismen realisiert sein. Bislang
geht das oben ausgeführte Ausführungsbeispiel auf ein Getriebe ein, bei
welchem eine zentrale Schaltwelle axial bewegt wird oder die Schaltwelle in
Umfangsrichtung verdreht wird. Entsprechend sind die Stellglieder mit den
Kolben-Zylindereinheiten angeordnet und an der zentralen Schaltwelle
angelenkt.
Weiterhin existieren Getriebe mit zwei verdrehbaren Wellen, die eine Welle zum
Schalten und zum Wählen. Solche Wellen werden entsprechend dem oben
Dargestellten bezüglich des Wählzylinders angelenkt.
Ebenso existieren Getriebe, bei welchen axial bewegliche Schaltstangen
angeordnet sind, um in den einzelnen Schaltgassen Gänge einzulegen oder zu
schalten. Solche Schaltstangen können mittels oben genannter Stellmittel, wie
beispielsweise für den Schaltzylinder erläutert, angesteuert werden.
Die Fig. 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schaltzylinders 400,
welcher mit einem im wesentlichen gleichflächigen Kolben ausgestattet ist.
Man erkennt weiterhin die Welle 400 mit einer Aufnahme 401 für die
Aufnahme der zentralen Schaltwelle. Am anderen Ende 402 der Welle 400 ist
eine Führungshülse 403 angeordnet, welche einen Kugelkopf 404 aufnimmt,
welcher mit der Welle 405 des Wählzylinders verbunden ist. Im weiteren ist
eine Sensoreinheit 406 mit Hallsensoren 407 und einem Magneten 408
angeordnet.
Die Fig. 10 zeigt eine Anordnung eines Wählzylinders 450 mit einem im
wesentlichen gleichflächigen Kolben, wobei die Druckräume 451 und 452 in
den Endbereichen des Gehäuses vorgesehen sind. Die Druckräume 451,452
sind durch die axial bewegbaren Kolben 454 und 455 begrenzt. Die Kolben
454 und 455 sind durch eine Verbindungsstange, wie Kolbenstange
miteinander gekoppelt oder verbunden. An dieser Kolbenstange erfolgt die
Anlenkung der zentralen Schaltwelle über ein Kugelgelenk oder Univer
salgelenk. Aufgrund der axialen Verlagerung der Verbindungsstange 453
zwischen den Kolben 454 und 455 wird der Kugelkopf 456 des Kugelgelenks,
axial verlagert, so daß die Führungshülse 457 verschwenkt wird. Dadurch
wird die zentrale Schaltwelle 458 ebenfalls um ihre Achse verschwenkt.
Die Fig. 11 zeigt eine Anordnung von Sensoren, wie beispielsweise Hall
sensoren, 500a bis 500d auf einem Träger, wie er beispielsweise in Fig. 9
mit dem Bezugszeichen 410 dargestellt ist. Der Träger 501 kann beispiels
weise als Kunststoff- oder Metallteil vorgesehen sein, welcher in eine Öffnung
des Aktorgehäuses eingesteckt werden kann, so daß die Zuführung der
Leitungen von außen abgegriffen werden kann. Eine solche Sensoreinrichtung
kann sehr leicht eingesetzt und befestigt werden, wobei auch eine Ver
schraubung, Vernietung oder Steckverbindung vorgesehen sein kann,
wodurch eine kostengünstige Realisierung eines ortsaufgelösten Sensors
durchgeführt werden kann. Die Quadrate 502a bis 502g repräsentieren die
Positionen, die von einem Geber, wie Magneten, unterhalb der Hallsensor
anordnung eingenommen werden kann, wobei die Gangpositionen 1, 3 und 5
sowie der Rückwärtsgang in den vorderen Endbereichen der Schaltgassen
angeordnet sind und die Gänge 2, 4 und 6 in den hinteren Endbereichen
angeordnet sind. Das Schaltschema entspricht einer Doppel-H-Anordnung,
wie sie in Fig. 12 vereinfacht dargestellt ist. Die senkrechten Linien zwischen
den Gangpositionen bezeichnen die Schaltgassen, wie beispielsweise die Linie
550 und die horizontal dazu angeordneten Linien 551 entsprechend einem
Wählweg.
Eine Gangpositionserkennung mit Hilfe der Geberanordnung, wie Hallsensor
anordnung, kann nun mittels der elektronischen Steuereinheit derart vor
genommen werden, daß die Hallspannungssignale der einzelnen Sensoren
500a bis 500d ausgewertet werden, wobei Hallsensoren eingesetzt werden
können, welche einen definierten räumlichen Empfindlichkeitsbereich
aufweisen, wie er beispielsweise durch die kreisringförmigen gestrichelten
Linien 503 jeweils um die Hallsensoren dargestellt sind und diese räumlichen
Empfindlichkeitsbereiche deuten an, daß ein Signal bzw. eine Hallspannung
nur dann von dem Sensor erzeugt wird, wenn der Magnet sich innerhalb
dieses Empfindlichkeitsbereiches unterhalb des Sensors befindet. Das
bedeutet, wenn beispielsweise der Sensor in der Position 502g entsprechend
einem Rückwärtsgang angeordnet ist, daß im wesentlichen nur der Sensor 500c
ein Signal erzeugt, welches im wesentlichen von null verschieden ist
und die Sensoren 500a, 500b und 500d jeweils ein Signal erzeugen, welche
im wesentlichen von null nicht verschieden oder zumindest klein sind.
Entsprechend wird bei der Position des ersten Ganges 502a der Sensor 500c
als auch der Sensor 500b ein Signal erzeugen, die beiden anderen Sensoren
500a und 500d werden kein wesentliches Signal erzeugen usw. bis zu der
Gangposition 6 entsprechend 502f, in welcher nur der Sensor 500a ein Signal
erzeugt.
Mittels einer geschickten Anordnung von Hallsensoren, wie sie in Fig. 11
dargestellt ist, wobei dort eine quadratische Anordnung der Hallsensoren
offenbart ist, kann mittels im wesentlichen eindimensionaler Sensoren in
zweidimensionaler Anordnung ein zweidimensionales Feld detektiert werden.
Entsprechend der konstruktiven Gegebenheiten des zu detektierenden
Bauteiles kann es vorzugsweise günstig sein, wenn die Hallsensoren auf ein
Minimum reduziert werden und beispielsweise in Dreiecks-, oder Rechtecks-
oder quadratischer Anordnung auf dem Trägerelement befestigt sind.
Bei der Anordnung eines einzigen Sensors kann dieser nicht detektieren, ob
der Geber beispielsweise rechts oder links von dem Nehmer angeordnet ist.
Der Sensor detektiert praktisch nur den Abstand. Aus diesem Grund detektiert
ein solcher Sensor eine "eindimensionale Größe". Das Zusammenwirken von
mehr als einem solchen Sensor und die vorteilhafte Auswertung der
Sensorsignale sorgt erst für die zwei- oder dreidimensionale Auflösung.
Die Steuereinheit muß dementsprechend die Signale der einzelnen Hall
sensoren dahingehend überprüfen und ermitteln, in welcher Position
beispielsweise die zentrale Schaltwelle angeordnet ist bzw. sie kann
entsprechend den vorhergehenden Figuren auch detektieren, in welcher Lage
bzw. in welchen Positionen die Wellen der Stellglieder, wie Stellzylinder
angeordnet sind. Bei der Welle des Schaltzylinders ist es im wesentlichen
interessant, daß unter anderem detektiert wird, in welcher Stellung der zwei
Endstellungen oder der zentralen Neutralstellung sich die Schaltwelle befindet,
wobei beispielsweise mittels zweier Sensoren, welche zwischen den
jeweiligen Endpositionen bzw. der Mittelposition angeordnet sind, die Stellung
eindeutig detektiert werden kann. In der einen Endposition erzeugt nur ein
Hallsensor bei entsprechendem Empfindlichkeitsbereich ein Hallsignal, wobei
in der anderen Endstellung der andere Hallsensor ein Hallsignal erzeugt und in
der mittigen Neutralstellung beide Sensoren ein Hallsignal erzeugen.
Ein entsprechendes Vorgehen kann auch für die Detektion der Wählwelle
durchgeführt werden, wobei bei dem in Fig. 12 dargestellten Schaltschema
mit 4 Schaltgassen eine Anordnung von 3 oder 4 Hallsensoren günstig ist.
Die Fig. 13 zeigt einen Hydraulikplan für die automatisierte Betätigung der
Schaltkupplung 3 und des Wählens und Schaltens des Getriebes 4. Ausge
hend von einer gemeinsamen Pumpeneinheit 600 mit einem Elektromotor 601
und einem von dem Elektromotor angetriebenen Pumpenvorrichtung 602 wird
über die Leitung 603 ein Druckspeicher 604 mit druckbeaufschlagtem Fluid
versorgt. Der Druckspeicher 604 steht mit einem druckabhängigen Schalter
605a in Verbindung, welcher bei einem Absinken des Druckes unter einen
vorgebbaren Grenzwert die Motoreinheit und somit die Pumpe einschaltet, bis
der Druck in dem Druckspeicher 604 über einen zweiten vorgebbaren Grenz
wert steigt, bei welchem der Schalter 605a die Motoreinheit 601 wieder aus
schaltet. Dem Druckspeicher 604 respektive der Hydraulikleitung 605 sind
über die Leitung 606 und 607 zwei Proportionalventile, wie druckrückgeführte
Proportionalventile, 608 und 609 nachgeordnet. Wie in der Fig. 13 durch die
zwei unterbrochenen Linien zu erkennen ist, teilt sich das Hydraulikschema
bzw. der Hydraulikplan der Fig. 13 in im wesentlichen drei Bereiche.
In einem ersten Bereich A ist die Hydraulik zum Ansteuern der automatisierten
Kupplung dargestellt, wobei in einem Bereich B die Hydraulik zur Ansteuerung
des Wählvorganges des Getriebes dargestellt ist und einem Bereich C die
Hydraulik zur Ansteuerung des Schaltvorganges dargestellt ist. Ausgehend
von dem Druck Pv, welcher in den Leitungen 607 und 606 vorherrscht, wird
mittels des druckrückgeführten Proportionalventils der Druck in der Leitung
610 und in der Leitung 611 gesteuert bzw. geregelt.
Bei einem automatisierten Schaltgetriebe findet die Betätigung von der
Kupplung und dem Schalt- bzw. Wählvorgang in aller Regel in einer wesentli
chen fest vorgegebenen Reihenfolge statt. Vor einem Schalt- oder Wählvor
gang muß die Kupplung zumindest soweit geöffnet werden, daß ein
Herausnehmen des Ganges möglich ist. Somit ist in der Regel der erste Betäti
gungsvorgang das Öffnen der Kupplung. Als zweiten Betätigungsvorgang
kann das Schalten aus der Gangposition angesehen werden, anschließend
kann ein Wählvorgang den Wechsel einer Gasse vornehmen, wobei dies
optional ist und danach wird wieder ein Schaltvorgang in eine Gangposition
durchgeführt und abschließend wird die Kupplung wieder geschlossen bzw.
derart gezielt angesteuert, daß das übertragbare Drehmoment gesteuert wird.
Nach dieser obengenannten Reihenfolge wird zuerst die Kupplung angesteu
ert, das heißt, mit dem druckrückgeführten Proportionalventil 608 wird der
Druck PK im Bereich 610 derart angesteuert, daß der Druck in der Druckkam
mer 613 des Ausrückers gezielt angesteuert wird. Entsprechend der
Seitenfläche 614 AK des Kolbens 615 und dem eingestellten Druck wird das
Ausrücklager 616 mit einer entsprechenden Kraft PK * AK in Ausrückrichtung
beaufschlagt. Die von dem Aktor benötigte Kraft F ist in dem Diagramm 620
in Abhängigkeit des Ausrückweges S dargestellt.
Das Ventil 608 muß entsprechend so gesteuert werden, daß der Druck PK im
Bereich 610 bzw. 613 gezielt veränderbar ist und entsprechend den Vorgaben
des Steuergerätes die Kupplung ein- oder ausrückt oder in einem festgelegten
Einrückzustand hält.
Wenn der Kupplungseinrückzustand bei einem Schaltvorgang derart erreicht
ist, daß ein Gang zumindest herausgenommen werden kann, so wird über das
Ventil 609 der Druck Ps im Bereich der Leitungen 630, 631 gesteuert. Das
Ventil 609 kann ebenfalls wie das Ventil 608 ein druckrückgeführtes
Proportionalventil sein, wobei die Anordnung dieser beiden Ventile 608 und
609 in der Fig. 4 mit den Bezugszeichen 52a und 52b dargestellt ist.
Der im Bereich C der Fig. 13 dargestellte Hydraulikkreislauf zum Schalten
beinhaltet das oben beschriebene druckrückgeführte Proportionalventil 609,
ein Schaltventil 632 sowie die Leitung 633 und einen Differentialzylinder 635.
Die Funktion dieses Abschnittes oder Bereiches C wird in den Fig. 14 und
15 näher beschrieben. Weiterhin findet eine Sensierung des Weges s bzw. der
Position des Kolbens 635 in dem Differentialzylinder, beispielsweise mittels
eines Sensors statt.
Die Verwendung von Differentialzylindern, wie Druckdifferenzkolbensysteme,
weisen weiterhin den Vorteil auf, daß nur eine Stangenabdichtung notwendig
ist.
Die Aussteuerung der Differentialzylinder erfolgt vorzugsweise mittels eines
Proportionaldruckregelventiles zum Modulieren des Betätigungsdruckes. Dies
könnte auch durch einen Versorgungsdruck, der mit einem Druckbegren
zungsventil gesteuert wird, ersetzt werden.
In der Fig. 14 ist das Schaltventil 632 derart geschaltet, daß die Leitung 633
mit dem Ölsumpf 670 verbunden ist, so daß die Leitung 633 im wesentlichen
drucklos geschaltet ist. Wird über das Proportionalventil 609 in der Leitung 630
ein von null verschiedener Druck Ps angesteuert, so wird in der Druck
kammer 650 im wesentlichen der gleiche Druck vorherrschen und aufgrund
der Beaufschlagung der Fläche 651, A₂ wird eine Kraft in axialer Richtung
nach links weisend an dem Kolben 635 angreifen. Somit wird die Kolben
stange 652 in axialer Richtung bewegt, so daß damit beispielsweise die
Schaltwelle in axialer Richtung bewegt werden kann. Der Raumbereich 654
ist drucklos und die Kraftbeaufschlagung auf die Fläche 655, A₁ ist im
wesentlichen null. Somit kann beispielsweise ein Schaltvorgang von der
Neutralstellung N in den Bereich H, das heißt in einen hinteren Bereich der
Schaltgassen, eingeleitet werden bzw. von einem Bereich V, dem vorderen
Bereich in den Schaltgassen, in den Neutralbereich N.
Die Fig. 15 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei welchem das Schaltventil 632
derart geschaltet ist, daß die Leitung 631 mit der Leitung 633 verbunden ist.
Bei einer Druckbeaufschlagung der Leitungen 630 und 633 mittels des
Proportionalventiles 609 wird der Differentialzylinder wie folgt angesteuert: In
dem Druckraum 650 herrscht der gleiche Druck wie in dem Druckraum 654,
das bedeutet, daß die Kraft F auf die Fläche A₂, 651 gleich Ps * A₂ = F₂ ist,
wobei die Kraft auf die Fläche 655, A₁ gleich Ps * A₁ = F₁ ist und da A₁ <
A₂ ist, wird der Kolben mit der Differenzkraft (F₁-F₂) in axialer Richtung nach
rechts beaufschlagt.
Wenn die Flächenverhältnisse der Flächen A₁ und A₂ , bzw. 651 und 655
derart sind, daß die Fläche A₁ doppelt so groß ist wie die Fläche A₂₁ so wird
die Kraftbeaufschlagung des Kolbens nach der Fig. 14 gleich der Kraft
beaufschlagung des Kolbens in der Fig. 15 sein, wobei der einzige Unter
schied die Richtung der Kraftbeaufschlagung ist. In Fig. 14 wird der Kolben
in Richtung auf H beaufschlagt, wobei in Fig. 15 der Kolben in Richtung auf
V beaufschlagt wird.
Durch die Wegmessung, welche durch das Symbol s an dem Kolben 635
angedeutet ist, kann der Weg bzw. die Position des Kolbens 635 und somit
der Weg der internen Schaltelemente des Getriebes 4 in Richtung des
Schaltweges innerhalb der Schaltgassen geregelt oder gesteuert, wie
beispielsweise weggeregelt oder weggesteuert, werden. Bei dem Vorgang der
Synchronisierung des einzulegenden Ganges kann es jedoch vorkommen, daß
der Weg zu null wird und die Druck- oder Kraftbeaufschlagung gesteuert oder
geregelt werden muß, so kann eine Druckregelung in der Synchronisierungs
phase mittels des druckrückgeführten Proportionalventiles 609 durchgeführt
werden.
Die Realisierung der Druck- oder Kraftregelung oder -steuerung beim Schalten
und/ oder beim Wählen der Getriebeübersetzung zeigt einen zentralen Vorteil
der Erfindung gegenüber reinen Wegregelungen oder Wegsteuerungen. Die
Druck- oder Kraftregelung kann auch einer Wegregelung oder -steuerung
unterlagert sein.
Die Druck- oder Kraftregelung oder -steuerung ist vorteilhaft, da durch sie eine
gezielte, dem Betriebspunkt angepaßte Kraft oder ein Druck eingestellt
werden kann. Beispielsweise kann zum Schutz von Synchronisierungen im
Getriebe eine Synchronisierung mit vorgebbarer Kraft erfolgen. Ebenso ist es
möglich, die Kraft oder den Druck fahrerabhängig zu steuern oder zu regeln.
Eine dementsprechende Druckregelung oder Drucksteuerung beim Syn
chronisieren entspricht einer Kraftregelung bzw. Kraftsteuerung beim
Synchronisieren des Ganges, wobei ein komfortables Schalten derart
durchgeführt werden kann bzw. angesteuert werden kann, indem die Kraft
beim Synchronisieren klein ist, wobei bei einem sportlichen Schalten die Kraft
beim Synchronisieren groß ist. Zum Schalten wird neben dem Differentialkol
ben nach den Fig. 13 bis 15 somit nur ein Schaltventil, das einem
Proportionalventil nachgeordnet ist und ein druckrückgeführtes Proportional
ventil, wie beispielsweise Druckminderventil, verwendet. Als Schaltventile
können beispielsweise 3/2-Wege-Kugelsitzventile verwendet werden. Der
Wegregelung oder Wegsteuerung wird beim Synchronisieren somit eine
überlagerte Druckregelung durchgeführt.
Die Fig. 13 zeigt in diesem Zusammenhang einen Kraft-Zeit-Verlauf in dem
Teilschaubild, welches mit 660 gekennzeichnet ist. Wenn mittels der
Ansteuerung des Ventiles 609 und des Ventiles 632 die zentrale Schaltwelle in
der Schaltrichtung im Neutralbereich ist, kann mittels der Hydraulikeinheit im
Bereich B der Fig. 13 ein Gassenwechsel, das heißt ein Wählvorgang,
durchgeführt werden. Zu diesem Wählvorgang wird wiederum ein Differenti
alzylinder 700 mittels zweier Ventile 701 und 702 angesteuert, so daß über
die axiale Bewegung des mit dem Kolben 706 verbundenen Bauteiles 703 die
Wählwelle betätigt werden kann. Gleichzeitig deutet das Symbol s ent
sprechend wie bei dem Kupplungszylinder und dem Schaltzylinder an, daß
eine Wegmessung durchgeführt werden kann bzw. durchgeführt wird, um
eine Regelung oder Steuerung des Weges durchzuführen.
Der Wegregelung oder -steuerung kann eine Druckregelung oder -steuerung
unterlagert sein.
Die Fig. 16 zeigt einen Kraft-Weg-Verlauf bzw. Kraft-Winkel-Verlauf bei dem
Wählvorgang innerhalb des Getriebes. Die zentrale Schaltwelle ist in den
Getrieben nach dem Stand der Technik beispielsweise mittels Federn kraft
beaufschlagt, so daß die zentrale Schaltwelle ohne äußere Kraft in der
Neutralgasse in die Gasse/Position 3/4 beaufschlagt wird. Dies bedeutet, daß
in der Gasse/Position 3/4 die auf die zentrale Schaltwelle angreifende Kraft am
geringsten ist und bei einem Wechsel in die Gasse 1/2 bzw. 5/6 bzw. R eine
jeweils zunehmende Kraft einen selbsttätigen Wechsel der Gassen verhindert.
Bei einem Übergang in die Gasse des Rückwärtsganges R wird wiederum eine
erhöhte Kraft benötigt.
Identifiziert man die Kräfte, die benötigt werden, um die Gassen zu wechseln,
so kann die maximale Kraft PW * A₁ dem Gassenwechsel von der Gasse 3/4
in den Rückwärtsgang R zugeordnet werden, wobei der Wechsel von der
Gasse 3/4 in die Gasse 5/6 einer Kraft PW * A₂ in die entgegengesetzte
Richtung zugeordnet wird. Der Wechsel von der Gasse 3/4 in die Gasse 1/2
ist derart bemessen, daß eine Kraft PW * (A₁-A₂) benötigt wird.
Setzt man nun für die Flächen A₁ und A₂ die Flächen eines Differential
zylinders an, welche im Verhältnis 2 : 1 stehen, das heißt die Fläche A₁ ist
doppelt so groß wie die Fläche A₂, so resultiert, daß bei einer Beaufschlagung
des ersten Druckraumes 705 mit der Fläche A₁ und einer Druckentlastung des
zweiten Druckraumes 704 mit der Fläche A₂ eine Kraft auf den Kolben
resultiert, die PW * A₁ ist. Wird nur der zweite Druckraum 704 mit der Fläche
A₂ mit dem Druck PW beaufschlagt und der erste Druckraum 705 entlastet, so
resultiert eine entgegengesetzte Kraft der Größe PW * A₂ auf den Kolben.
Wird demgegenüber der erste und der zweite Druckraum 705, 704 mit dem
Druck PW beaufschlagt, so resultiert wiederum eine Kraft in entgegengesetzter
Richtung mit der Größe PW * (A₁-A₂), so daß der Kolben des Differential
zylinders in zwei Richtungen mit gleicher Kraft und in eine Richtung mit
doppelter Kraft beaufschlagt werden kann, wobei nur zwei Schaltventile
benötigt werden.
Die Größe des eingestellten Druckes PW ist somit davon abhängig, welche
getriebeinternen oder -externen Kräfte die zentrale Schaltwelle beim Wählen
beaufschlagen. Bei einer vorteilhaften Ausbildung des Differentialkolbens mit
den Flächenverhältnissen 2 : 1 sind die günstigen Verhältnisse gegeben, daß
die beiden Kräfte zum Wählen von der Gasse 3/4 in die Gasse 5/1 bzw. von
der Gasse 3/4 in die Gasse 1/2 gleich groß sind und der Übergang von der
Gasse 3/4 in die Gasse R doppelt so groß ist wie die Kräfte bei einem Gassen
wechsel in die beiden anderen Gassen.
Die Fig. 17 bis 20 deuten diesen Sachverhalt anhand eines Teildiagram
mes an. In der Fig. 17 sind die Ventile 701 und 702 auf Entlastung der
Druckräume 704 und 705 geschaltet. Somit bleibt der Kolben in der
eingestellten Position, wie Ruhestellung, da die Rastierungskraft des Getriebes
bei einem Wechsel überschritten werden muß, bleibt die Wählwelle in der
Neutralgasse in Position 3/4.
In der Fig. 18 wird ein Druck PW in den beiden Zuleitungen 612a und 612b
eingestellt und mittels des Ventiles 701 wird in den Druckraum 704 ein Druck
PW eingespeist, wobei der Druckraum 705 über das Ventil 702 auf Entlastung
geschaltet ist. Es resultiert demzufolge eine Kraftbeaufschlagung der Fläche
A₂ in axialer Richtung nach rechts gerichtet, so daß ein Gassenwechsel von
beispielsweise der 3/4 Gasse in eine 5/6 Gasse erfolgen kann.
In der Fig. 19 wird ein Druck PW in den Hydraulikleitungen 612a und 612b
eingespeist, wobei das Ventil 701 und das Ventil 702 auf Durchlaß geschaltet
sind, so daß in den Druckräumen 705 und 704 der gleiche Druck PW herrscht.
Aufgrund der Flächendifferenz (A₁-A₂) = A₂ kann beispielsweise eine Kraft
A₂ in axialer Richtung flach links hin gerichtet auf den Kolben bzw. den
Zylinder wirken. Streng genommen wirkt eine Kraft PW * (A₁-A₂), wobei die
Wahl von A₁ und A₂ in vorteilhafter Weise dem Getriebe mit seinen
Auslegungen angepaßt werden kann.
Weiterhin zeigt die Fig. 20 eine Beaufschlagung des Raumes 705 mit dem
Druck PW, da das Ventil 701 auf Entspannung oder Entlastung des Druck
raumes 704 geschaltet ist und das Ventil 702 auf Druckbeaufschlagung des
Raumes 705 geschaltet ist. Somit wird der Kolben mit maximaler Kraft
PW * A₁ in axialer Richtung nach links hin beaufschlagt. Dies ist die Kraft, die
benötigt wird, um in die Gasse R zu schalten, wie es die Fig. 16 darstellt. Bei
anderen Gegebenheiten des Getriebes können die Kräfteverhältnisse sich
ändern, so daß beispielsweise die Gasse 1/2 als die Gasse mit der geringsten
Kraftbeaufschlagung ausgebildet ist und für ein Gangwechsel von der Gasse
1/2 in eine andere Gasse eine mehr oder minder große Kraft benötigt wird.
Nach dem in den Fig. 17 bis 20 erläuterten Verfahren zur Ansteuerung
des Wählzylinders 700 wird nach erfolgter Gassenwahl der Schaltvorgang
derart beendet, daß in der geschalteten oder ausgewählten Gasse die zentrale
Schaltwelle in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung V, H gesc 33789 00070 552 001000280000000200012000285913367800040 0002019637001 00004 33670haltet wird, so daß
ein Gang eingelegt wird. Anschließend kann die Kupplung wieder in Schließ
richtung beaufschlagt werden, so daß die Kupplung wieder eingerückt wird.
Die Druckmodulation zur Ansteuerung des Wählvorganges wird mit dem
druckrückgeführten Proportionalventil 608 durchgeführt, wobei der Druck PK
beim Wählvorgang jederzeit so groß sein muß, daß die Kupplung, die
gleichzeitig durch den Druck PK in Ausrückrichtung beaufschlagt wird,
offengehalten wird.
Die beiden druckrückgeführten Proportionalventile 608 und 609 der Fig. 13
sind erfindungsgemäß derart ausgestaltet, daß ein Kuppel- und Wählvorgang
mit einem Ventil 608 und der Schaltvorgang mit dem anderen Ventil 609
angesteuert werden, da Kuppeln und Wählen zwangsweise nacheinander
bzw. seriell durchgeführt werden muß oder sollte, wobei der Schaltvorgang
schon eingeleitet werden kann, obwohl die Kupplung noch nicht vollständig
geöffnet ist, so daß zur Durchführung des Schaltvorganges ein zweites Ventil
609 notwendig ist.
Eine weitere vorteilhafte Möglichkeit kann vorsehen, daß die Ansteuerung des
Schaltvorganges ebenfalls nach Beendigung des Kuppelns beginnt, so kann
die Ansteuerung des Schaltvorganges ebenfalls an das Proportionalventil 608
angeschlossen werden. So kann man erreichen, daß man bei einer sequentiel
len Ansteuerung von Kupplungsvorgang, Schaltvorgang und Wählvorgang nur
ein druckrückgeführten Proportionalventil benötigt und im weiteren nur Schalt
ventile anzusteuern hat. Eine Sequenz würde dann wie folgt aussehen:
Auskuppeln, Schalten von einer Gangposition in neutral, Wählen (optional)
und wieder Schalten in eine Gangposition und danach wieder die Kupplung
schließen. Dieser Zyklus kann sequentiell im Steuergerät abgelegt sein, so daß
ein automatisierter Vorgang einer Ansteuerung des Schaltgetriebes
vorgenommen werden kann, wobei durch die Ansteuerung der Differentialkol
bensysteme die Gangstufen nicht seriell gewählt werden müssen. So kann
beispielsweise durch geschicktes Wählen der Gassen von dem ersten Gang in
einen beliebigen Gang geschaltet werden.
Die Schaltventile 701, 702, 632 sind sogenannte schwarz-weiß-schaltende
Ventile, wobei die Proportionalventile in einen beliebigen einstellbaren Zustand
steuerbar sind. Die Volumenströme zur Ansteuerung des Kupplungsaus
rückers, wie Zentralausrückers, betragen in der Regel Werte im Bereich von 1
bis 10 Liter pro Minute, wobei die Ansteuerung zur Betätigung des Wählvor
ganges Werte im Bereich zwischen 0,1 bis 5 Liter pro Minute benötigen,
vorzugsweise zwischen 0,3 und 1 Liter. Entsprechendes gilt für die
Ansteuerung des Schaltvorganges. Die in der Fig. 13 dargestellte Pumpe
602 kann beispielsweise als Radialkolbenpumpe ausgestaltet sein.
Die Fig. 21a zeigt den Aktor 13, wie die Aktoreinheit, der Fig. 3 in einer
Ansicht, wobei die im Aktor verlaufenden Hydraulikleitungen und im Aktor
angeordneten Ventile dargestellt sind. Die Schaltventile S1, S2 und S3
entsprechen im Hydraulikplan den Ventilen 701, 702 und 632, das heißt, die
Ventile S1 und S2 steuern den Differentialzylinder 700 zur Steuerung des
Wählvorganges und das Schaltventil S3 steuert den Schaltvorgang.
Weiterhin ist ein Proportionalventil 609 zu erkennen. Das Proportionalventil
608 zur Steuerung der Kupplungsbetätigung und des Wählvorganges liegt in
dieser Ansicht hinter dem Ventil 609, so daß es von diesem verdeckt ist.
Die Hydraulikleitung L1, 605 stellt die Verbindung von dem Druckspeicher
604 bzw. von der Pumpe 600 dar, wobei über die Leitung L1 die beiden
Proportionalventile 608 und 609 mit dem Hydraulikversorgungssystem
verbunden sind. Die Hydraulikleitung L2, 612 verbindet das Proportionalventil
608 mit den Schaltventilen 701, S1 und 702, S2. Die Hydraulikleitung L3
verbindet das Schaltventil S1, 701 mit dem Differentialzylinder 700 und die
Hydraulikleitung L4 verbindet das Schaltventil F2, 702 mit dem Differenti
alzylinder 700. Die Hydraulikleitung L7 verbindet das Schaltventil S3, 632 mit
dem Differentialzylinder 635 zum Schalten, wobei die Hydraulikleitung L6, 630
das Proportionalventil 609 mit dem Differentialzylinder 635 zum Schalten
verbindet.
Die Fig. 21b zeigt weiterhin den Aktor in einer weiteren Ansicht, wobei die
Hydraulikleitungen L6 und L7 zur Ansteuerung des Differentialzylinders 635
zum Schalten mittels des Schaltventils S3, 632 und des Proportionalventils
609 dargestellt sind.
Die Fig. 21c zeigt wiederum eine weitere Ansicht des Aktors, wobei die
Leitung L2 und die Leitung L1 dargestellt sind. Weiterhin ist das Proportional
ventil 609 und das Proportionalventil 608 dargestellt.
Weiterhin ist zu erkennen, daß der Sensorkolben 900, welcher in der Fig. 23
schematisch dargestellt ist, in den Aktor mit einbezogen ist. Im Hydraulikplan
auf Seite 13 ist der Sensorkolben somit in die Leitung 610 integriert. Ausgang
des Sensorkolbens 900 ist ein Anschluß der Leitung L₅ an den Zentral
ausrücker ZA der Kupplung.
In der Fig. 22 ist das Steuergerät näher gezeigt, wobei das Steuergerät 800
durch die unterbrochene Linie umrahmt dargestellt ist. Die Steuereinheit 800
umfaßt eine Spannungsversorgung 801, welche die Sensoren und die
Einheiten der Steuereinheit versorgt. Weiterhin kann ein Sensorinterface 802
vorhanden sein, welches digitale Signale verarbeitet. Weiterhin ist ein
Sensorinterface für analoge Signale 803 vorhanden sowie ein CAN-Bus
Interface 804. Die Eingänge des Sensorinterfaces (digital) 802 sind beispiels
weise die Wahl- und Schalteingänge sowie der Druckschalter des Vorrats
druckbehälters. Die Eingänge des Sensorinterfaces (analog) 803 sind
beispielsweise die Gassenerkennung oder die Schaltwegsensierung sowie die
Kupplungswegsensierung.
Die Pfeile der Fig. 22 stellen Signal- oder Versorgungsverbindungen dar.
Das CAN-Bus Interface 804 erhält als Eingänge beispielsweise Signale über
das Fahrpedal bzw. den Fahrpedalsensor sowie über die Motordrehzahl, über
die Raddrehzahlen, über das Motormoment, den Drosselklappenwinkel, die
Bremsen, wie Betriebs- oder Feststellbremse sowie einen beispielsweise von
einem Leerlaufschalter und optional, ob eine Antischlupfregelung aktiv ist oder
nicht, sowie weitere mögliche Signale. Dem CAN-Bus können Signale über die
Ausgänge der Interface-Bausteine ermittelt werden, wie beispielsweise eine
Ganganzeige, eine Kupplungszustandsanzeige, einen Motoreingriff, ein
Anlasserrelais bzw. ein Tempomat. Weiterhin umfaßt die Einheit 800 eine
zentrale Computereinheit 805, wie mikro-controller, welche die Berech
nungsvorgänge zur Steuerung oder Regelung vornimmt, wobei ein flash
eprom vorhanden sein kann.
Weiterhin stehen Diagnose-Interface-Bausteine 806 zur Verfügung, um bei
069spielsweise in der Prototypenphase Signale über Betriebszustände zu
gewinnen. Weiterhin kann eine Iso-Schnittstelle 806a zur Diagnose vorhanden
sein. Die Diagnose-Schnittstellen 806, 806a können auch in den Serviceinter
vallen zur Wartung ausgelesen werden. Weiterhin ist ein Ausgangstreiber 807
für die Schaltventile und ein Ausgangstreiber 808 für die Proportionalventile
vorgesehen, welche die Ventile ansteuern und gleichzeitig Rückmeldungen der
Ventile, wie Positionssignale, aufnehmen können.
Weitere Ansteuerungseinheiten, wie die Steuerung des Motors, der Hydrau
likpumpe, des Hydraulikkreises sind nicht näher dargestellt. Ebenso nicht die
Sensoren, wie Hallsensoren, zur Detektion der Wahl- und Schalteingänge oder
der Gangerkennung oder der Schaltwegserkennung. Diese Signale werden
über die Pfeile (Signalleitungen) an die Steuereinheit übergeben.
Die Fig. 23 zeigt eine Sensorkolben- oder Schwimmkolbeneinrichtung 900
mit einem Schwimmkolben 901, welcher mittels der Federn 902 und 903
innerhalb eines Raumes beaufschlagt wird. Durch die beiden Federn wird der
Kolben in der Stellung "Kupplung geschlossen" fixiert. Dabei sind die Federn
vorzugsweise derart ausgelegt, daß sie gerade die Reibungskräfte des Kolbens
überwinden können, das heißt, daß sie den Kolben im Zylinder bewegen
können, wenn die Bewegung nicht hydraulisch unterbunden wird. Weiterhin
sind Hydraulikleitungen 904 und 905 vorhanden, welche zum einen das
Proportionalventil 906 mit der Kammer 907 verbindet sowie die Kammer 908
mit der Druckkammer 909 des Zentralausrückers 910, welcher über ein
Ausrücklager 911 die Kupplung mittels der Tellerfeder 912, die nur in
Ausschnitten dargestellt ist, ansteuert. Weiterhin ist in die Einrichtung 900
eine Schnüffelöffnung, wie Schnüffelbohrung, 913 eingearbeitet, welche über
eine Hydraulikleitung 914 mit dem Sumpf 915 verbunden ist. Überschreitet
die eine Steuerkante 916 die Schnüffelbohrung, wird ein Druckausgleich der
Volumina der Raumbereiche 907 und 908 gewährleistet. Dies geschieht nur,
wenn die Kupplung vollständig geschlossen ist, das heißt, nur in dieser
Position kann die Schnüffelbohrung geöffnet werden.
Zur Detektion der axialen Stellung des Kolbens 901 ist ein Positionssensor
917 angeordnet, welcher mittels zumindest eines Gebers, wie Magneten, 918
berührungslos die Position des Kolbens detektiert. Das Ausführungsbeispiel
der Fig. 23 sieht als Positionssensor einen Halleffektsensor vor, welcher mit
einem beispielsweise ringförmigen Magneten 918 zusammenwirkt. Der
Ringmagnet 918 kann an einer beliebigen Position des Kolbens angeordnet
sein, so wie er beispielsweise in der Fig. 23 dargestellt ist, wobei der
Ringmagnet jedoch auch an einem Endbereich des Kolbens angeordnet sein
kann.
Im eingerückten Zustand der Kupplung beaufschlagt die Tellerfeder 912 der
Kupplung das Hydrauliksystem derart, daß der Kolben im wesentlichen in der
Stellung "Kupplung geschlossen" fixiert ist. Beim Öffnen der Kupplung
wandert der Kolben abhängig von Ölvolumina und Durchmesser um einen
bestimmten Betrag aus. Dieser Betrag ist zusammen mit der hydraulischen
Übersetzung dem Kupplungsweg proportional. Die Position des Kolbens 901
charakterisiert somit die Einrückposition der Kupplung, so daß mittels der
Position des Kolbens das übertragbare Drehmoment der Kupplung bestimmt
werden kann.
Als Sensoren können vorzugsweise neben den oben erwähnten Hallsensoren
auch andere Sensoren mit ortsauflösendem Charakter zum Einsatz kommen,
wie beispielsweise ein Induktivsensor, wobei mittels einer Induktionsspule das
Eintauchen eines ferromagnetischen Materials in die Spule, welches mit dem
Kolben verbunden oder an diesem angebracht ist, detektiert wird.
Weist der Kolben eine Leckage, das heißt eine Fehlfunktion, auf, wie
beispielsweise ein Fluß des Hydraulikmediums von der Kammer 907 in die
Kammer 908, so wird eine Bewegung des Kolbens 901 relativ zu dem
Gehäuse 920 erfolgen, ohne daß die Einrückposition der Kupplung verändert
wird. Bei geöffneter Kupplung wird der Kolben derart wandern, daß langsam
die "geschlossene Position" eingenommen wird. Dies geschieht aufgrund der
Federn 903 und 902. Wird die Kupplung nun geschlossen, wandert der
Kolben über die als "geschlossene Position" angesehene Position, hinaus, da
er bei noch geöffneter Kupplung bereits auf diese Position zugewandert ist. Er
wandert allerdings nur so weit, bis über die Schnüffelbohrung ein Ausgleich
der Volumina erreicht wird. Der Positionsausgleich, das heißt die Verstellung
des Kolbens zurück in die als "geschlossene Position" angesehene Position
wird durch die Federn unterstützt. Dadurch kann auch bei einer Leckage am
Sensorkolben eine gegebenenfalls eingeschränkte Messung des Kupplungs
weges auch bei Fehlfunktionen aufrechterhalten werden. Der Einsatz einer
Schnüffelbohrung 913 dient zum Ausgleich von Fehlfunktionen, wie
beispielsweise thermischen Effekten. Die Schnüffelbohrung befindet sich im
Bereich einer Endlage des Kolbens und wird in bestimmten Zeitintervallen
geöffnet, wobei die Steuereinheit die Zeitintervalle zum Öffnen der Schnüffel
bohrung in solchen Betriebspunkten ansteuert, in welchen es von der
Betriebssicherheit der Kupplung betrachtet unproblematisch ist. Die Öffnung
der Schnüffelbohrung geschieht durch völliges Schließen der Kupplung.
Dadurch wird ein dem "hydraulischen Reset" ähnlicher Vorgang ausgelöst,
das Ölvolumen in der Kammer 907, 908 gleicht sich aus und das System ist
wieder in der ursprünglichen Position, die ohne eine Leckage oder einer
Fehlfunktion angenommen wird.
Das System des Sensorkolbens oder Schwimmkolbens der Fig. 23 kann
sowohl für die Medientrennung von Geber- und Nehmerseite als auch als
reines Meßsystem ohne medientrennende Wirkung eingesetzt werden. Im
Sinne einer Medientrennung kann auf der einen Seite des Kolbens ein anderes
Druckmedium, wie Fluid, verwendet werden, wie auf der anderen Seite des
Kolbens. Beispielsweise können Bremsflüssigkeit und ein Hydraulikfluid ATF
verwendet werden.
In der Fig. 24 wird ein schematisches Verhalten eines automatisierten
Kuppel-, Schalt- und Wählvorganges in Abhängigkeit der Zeit dargestellt, das
heißt, auf der Ordinate ist jeweils die Geschwindigkeit von beispielsweise den
Kolben der Stellglieder oder aber der Wellen der Stellmittel detektiert. Die
Kurve 1000 stellt die Geschwindigkeit des Geberzylinderkolbens beim Kuppeln
dar, wobei die Kurve 1001 die Geschwindigkeit des Stellgliedes beim Schalten
und die Kurve 1002 die Geschwindigkeit des Stellgliedes beim Wählen in
zeitlichem Verlauf darstellt.
Beginnend bei dem Zeitpunkt t = 0,1003 wird die Kupplung geöffnet, das
heißt, die Geschwindigkeit der Kupplungsaktorik nimmt zu. Bevor die
Kupplung bei dem Zeitpunkt 1004 vollständig geöffnet ist, wird zu dem
Zeitpunkt 1005 bereits der Schaltvorgang eingeleitet. Zum Zeitpunkt 1006
wird der Wählvorgang eingeleitet, welcher bis zu dem Zeitpunkt 1007
abgeschlossen ist. Während des Wählvorganges ist die Geschwindigkeit des
detektierten Elementes der Schaltaktorik nicht auf null abgesunken, das
bedeutet, daß in dieser Phase des Gangwechsels die Schrägschaltfähigkeit
des Getriebes ausgenutzt wird. Dies bedeutet, daß ein Gassenwechsel bereits
in einer Stellung innerhalb der Schaltgasse möglich ist, wobei die Schaltaktorik
noch nicht in der Neutralposition, wie Neutralgasse, ist.
Der Einbruch der Schaltgeschwindigkeit 1001 im Zeitbereich 1008 resultiert
aus dem Synchronisiervorgang des neuen Ganges, wobei im Anschluß daran
der Schaltvorgang bei 1011 beendet wird und ab dem Zeitpunkt 1009 bis
zum Zeitpunkt 1010 die Kupplung wieder eingerückt wird. Die Absenkung der
Geschwindigkeit des Schaltaktors im Zeitbereich 1008 führt dazu, daß in
diesem Bereich der Wegsteuerung oder Wegregelung eine unterlagerte
Druckregelung oder Drucksteuerung durchgeführt werden kann oder muß, da
bei einer Geschwindigkeit gleich null die Steuer- bzw. Regelgröße
verschwindet, wenn nur eine Wegregelung oder Wegsteuerung durchgeführt
wird.
In der Fig. 25 ist schematisch ein Halbschnitt durch eine Getriebeglocke
dargestellt, mit einem Schwungrad 1101, einer Kupplungsscheibe 1102, einer
Druckplatte 1103 sowie einer Tellerfeder 1104 und einem Ausrücklager
1105. Diese Kupplungsbauteile sind koaxial zur Getriebeeingangswelle 1106
angeordnet und mit dieser Kupplung wird das übertragbare Drehmoment
angesteuert. Die Ausrückposition des Ausrücklagers 1105 wird mittels eines
Sensors 1107 detektiert, welcher durch eine Öffnung in der Getriebeglocke in
den Raum der Getriebeglocke eingeführt wird, wobei die Halterung 1108 des
Sensors 1107 von außen auf die Getriebeglocke geschraubt oder gesteckt
wird.
Die Fig. 26 zeigt den Sensor in einer Vergrößerung, wobei ein Biegestab
1200 mit einer Sensorplatte 1201 an der Getriebeglocke befestigt wird und
aufgrund der axialen Bewegung des Ausrücklagers 1105 resultiert eine
Verbiegung des Biegelementes 1200, was mit einem Sensor 1202 detektiert
wird. Dieser Sensor 1202 kann beispielsweise ein Dehnungsmeßstreifen sein
oder ein Piezokristall. Der Sensor besteht somit im wesentlichen aus einem
Biegestab, der an einem Ende fest eingespannt ist und an seinem anderen
Ende eine Auslenkung normal zur Stablängsrichtung erfährt. Durch die
Auslenkung treten an den Randfasern oder Randbereichen Dehnungen und
Stauchungen auf, die mittels eines entsprechenden Sensorprinzips (Dehnungs
meßstreifen, Piezo, usw.) detektiert werden. Die aufbereiteten Ausgangs
signale, welche mittels des Anschlußkabels 1203 an die zentrale Steuereinheit
übermittelt werden, sind eine direkte Referenz für den Auslenkungsweg bzw.
Betätigungsweg bei einer entsprechend hohen Auflösung und
Wiederholgenauigkeit. Zweckmäßig werden die Sensorelemente nahe der
Einspannstelle angebracht. Somit sind die kritischen Teile nicht in dem Bereich
hoher Temperaturen. Ein weiterer Vorteil ist, daß der Sensor in der
Anschraubplatte 1201 integrierbar ist und vor allem in diesem Bereich die
maximalen Dehnungen des Biegestabes 1200 auftreten.
Der in den Fig. 25 und 26 dargestellte Kupplungswegsensor detektiert die
axiale Verlagerung des Ausrücklagers, ohne daß zusätzliche bewegte Teile
nötig sind. Weiterhin sind die temperaturkritischen Bauteile außerhalb des
Kupplungsraumes angeordnet bzw. im Randbereich des Kupplungsraumes
angeordnet. Der Sensor eignet sich zweckmäßigerweise zum Anbau an
bestehende Systeme für den Einsatz als Add-On-Sensor, da außer dem
kleinen, teilweise vorhandenen, Durchbruch in der Wandung des Getriebes
und vorhandenen Befestigungsvorrichtungen keine weiteren Änderungen
vorgenommen werden müssen.
Beim automatisierten Schaltgetriebe sind zwei Bewegungen an der Schalt
stange zu realisieren.
- 1. eine Drehbewegung bei der Gassenwahl und
- 2. eine translatorische beim Schalten (Fahrstufe rausnehmen und einlegen).
Alle Bedingungen, die der Ablauf "Schalten" erfordert, werden durch diesen
Schaltplan bevorzugt beschrieben.
- 1. Verwendung eines Druckdifferenzkolbens, daraus folgt, daß nur eine
Stangenabdichtung notwendig ist,
- 2. hydraulische Verschaltung nach Plan, siehe beispielsweise Fig. 13,
- - das Druckmodulierventil ist vorzugsweise als Proportionaldruck
regelventil zum Modulieren des Schaltdruckes ausgelegt. Der Schalt
druck bestimmt das Synchronisationsmoment und damit die
Synchronisationsgeschwindigkeit und hat somit entscheidenden
Einfluß auf den Schaltkomfort. In dieser Anwendung wird ein
Proportionaldruckminderventil verwendet. Es könnte auch durch
einen Versorgungsdruck, der mit einem Druckbegrenzungsventil
geregelt wird, ersetzt werden.
- - Das Schaltventil ist verantwortlich für die Auswahl der Bewegungs
richtung.
In die rechte Bewegungsrichtung wirkt die Kraft PS * (A₁-A₂) in die linke
Richtung wirkt die Kraft Ps * A₂ . Sind A₁ und A₂ vorzugsweise gleich groß,
daraus folgt eine gleiche Regelverstärkung.
Sind die Ventile gegen den Tank geschaltet, ist die Schaltstange kraftfrei. Dies
ist vorzugsweise in der Position "elektrischer Aktuator stromlos" realisiert.
Die Druckversorgung ist eine an sich bekannte Speicher-Lade-Einheit. Sie stellt
den Systemdruck zur Verfügung.
Vom Systemdruck wird der Kupplungsdruck und der Schaltdruck abgezweigt,
dabei sind hohe dynamische Volumenströme erforderlich. Eine gegenseitige
Beeinflussung der Ventile ist, wenn vorhanden, dann minimal, da der Speicher
eine stark dämpfende Wirkung aufweist.
Vom Kupplungsdruck wird der Versorgungsdruck für das Wählen abgezweigt.
Kuppeln und Schalten sowie Wählen und Schalten können vollkommen un
abhängig voneinander angesteuert werden.
Der Kupplungsdruck, der dann auch Versorgungsdruck für das Wählen ist,
sollte nahezu konstant sein, wenn die Kupplung aus Dynamikgründen leicht
angelegt bleibt.
Ist dies nicht notwendig, kann man den Kupplungsdruck als Versorgungs
druck für das Wählen leicht modulieren, um den Wählvorgang zu optimieren.
Voraussetzung dafür ist aber, daß dieser Druck höher ist, als der für das
Öffnen der Kupplung notwendige Druck ist. Es ist vorteilhaft, wenn die
Kupplung mit Hydraulikdruck geöffnet wird.
Im stromlosen Zustand (z. B. Elektronikausfall) bleibt der momentane
Schaltzustand erhalten, das heißt, der Gang bleibt eingelegt oder in Neutral
stellung.
Für Kupplung gibt es zwei Möglichkeiten:
- 1. Die Kupplung schließt, wenn das Kupplungsdruckminderventil stromlos
gegen den Tank geschaltet ist. Dies ist energetisch besser, da kein
Stromverbrauch bei geschlossener Kupplung anfällt.
- 2. Die Kupplung öffnet, wenn das Kupplungsdruckminderventil stromlos die
Kupplung auf den Systemdruck schaltet. Dieser senkt sich gegebe
nenfalls aufgrund von möglichen Leckagen langsam ab und schließt die
Kupplung langsam. Dieses Verhalten ist im Hinblick auf die Sicherheit
vorzuziehen, obwohl es energetisch ungünstiger ist. Weiterhin kann
dadurch die Parksperrenfunktion erfüllt werden.
Die Fig. 27 zeigt einen Hydraulikplan zur Ansteuerung eines Getriebes, wie
beispielsweise eines mit Zugkraftunterbrechung schaltenden Getriebes und
eines Drehmomentübertragungssystemes, wie Kupplung.
Der Hydraulikschaltplan der Fig. 27 teilt sich im wesentlichen in zwei
Teilbereiche. Der eine Teilbereich mit 1300 bezeichnet entspricht einer
Hydraulikversorgungseinheit und der Teilbereich 1301 entspricht einer
Aktoreinheit, wie Betätigungseinheit. Die Versorgungseinheit 1300 weist
einen Elektromotor 1302 zum Antrieb einer Hydraulikpumpe 1303 auf.
Weiterhin ist ein Rückschlagventil 1304 sowie ein Druckspeicher 1305 zur
Speicherung eines druckbeaufschlagten Druckmittels innerhalb dieser Einheit
vorgesehen. Weiterhin ist ein Sensor 1306 vorgesehen, welcher detektiert, ob
der in dem Druckspeicher vorliegende Hydraulikdruck oberhalb oder unterhalb
eines vorgebbaren Grenzwertes ist. Ist der Druck in dem Druckspeicher 1305
unterhalb eines ersten vorgebbaren Wertes, so wird der Motor der Pumpe
eingeschaltet, bis die Pumpe innerhalb des Speichers eine Druckerhöhung
erreicht hat, so daß der Druck innerhalb des Speichers oberhalb eines zweiten
vorgebbaren Wertes ist.
Ausgehend von der Hydraulikleitung 1307 werden die Stellglieder zur
Betätigung des Drehmomentübertragungssystemes, wie Kupplung, oder von
Betätigungseinheiten zum Schalten und/oder Wählen des Getriebes mittels
Ventilen angesteuert. In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 27 weist jedes
Stellglied einen eigenen unabhängigen Versorgungspfad, wie Hydraulikpfad,
auf. Ausgehend von der Leitung 1307 versorgt die Hydraulikleitung 1308 die
Betätigung der Kupplung, die Hydraulikleitung 1309 die Versorgung des
Wählvorganges und die Hydraulikleitung 1310 den Schaltvorgang.
Das Proportionalventil 1311 kann als Proportionalwegeventil ausgebildet sein,
um den Druck Pk in der Hydraulikleitung 1312 zu steuern oder zu regeln,
welcher innerhalb des Druckraumes 1313 des hydraulischen Kupplungsaus
rückers 1314 die Betätigung der Kupplung steuert.
Das Ventil 1311 kann als Proportionalwegeventil oder
Proportionaldruckminderventil ausgebildet sein. Gleichfalls kann das
Proportionalventil 1311 mit einem internen Druckregelkreis
(Druckminderventil) ausgebildet sein. Solche Proportionalventile sind
Proportionalventile mit speziellen Ausführungen, insbesondere mit einem
zusätzlichen internen Regelkreis. Die Druckregelung kann bei einem solchen
druckrückgeführten Druckminderventil der in dem Druckbereich 312
vorherrschende Lastdruck sein. Dadurch wird in vorteilhafter Weise der zu
steuernde oder zu regelnde Druck als Steuergröße verwendet.
Der Vorsteuerdruck PV in Leitung 1309 wird verwendet, um den Druck PW zur
Ansteuerung des Wählvorganges gezielt auszuwählen. Die Verbindung 1309
direkt von dem Druckspeicher 1305 oder von der Pumpe zu den
Schaltventilen 1320 und 1321 stellt eine vorteilhafte Variante zu dem
Hydraulikschaltplan der Fig. 13 dar, da ein unabhängiger Wählvorgang und
ein unabhängiger Kupplungsvorgang angesteuert werden kann, ohne daß eine
Beeinflussung des einen Vorganges in Abhängigkeit des anderen Vorganges
vorhanden ist. Der Schaltvorgang sowie die Ansteuerung der Ventile 1320
und 1321 entspricht dem in den Fig. 17 bis 20 dargestellten Sachverhalt,
welcher hier nicht noch einmal wiederholt wird. Es sei jedoch auf die
Figurenbeschreibung dieser Figuren verwiesen.
Der Vorsteuerdruck PV im Bereich 1310 wird mittels des Ventiles 1330 in den
Steuerdruck PS zur Ansteuerung des Schaltvorganges gewandelt oder
gesteuert, wobei mittels des Schaltventiles 1331 und des Proportionalventiles
1330, wie Proportionalwegeventil oder druckrückgeführtes
Proportionaldruckminderventil eine Ansteuerung des Druckes PS erfolgt.
Entsprechend sei auf die Figurenbeschreibungen der vorhergehenden Figuren
verwiesen.
Die Fig. 28 zeigt ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel eines
Hydraulikschaltplanes mit einer Hydraulikeinheit mit einem Elektromotor 1302
zum Antrieb einer Pumpe 1303, mit einem Rückschlagventil 1304, einem
Druckspeicher 1305 sowie ein mit einem Sensor 1306, welche den Druck den
Hydraulikfluids innerhalb des Druckspeichers detektiert. Ausgehend von dem
Knoten 1390 werden Hydraulikleitungen 1308, 1309 und 1310 verwendet,
um die Druckmittelansteuerung des Kupplungsvorganges mittels des
Stellgliedes 1314, des Wählvorganges mittels des Stellgliedes 1322 sowie des
Schaltprogrammes mittels des Stellgliedes 1332 anzusteuern. Der Fluiddruck
innerhalb des Stellzylinderdruckraumes 1313 wird mittels des
Proportionalventiles, wie druckrückgeführten Druckminderventiles 1311
angesteuert. Der Fluiddruck innerhalb der Druckräume des Stellgliedes 1332
wird mittels des Proportionalventiles 1330 und des Schaltventiles 1331
angesteuert.
Zur Ansteuerung des Druckes PW zum Wählen wird mittels des
druckrückgeführten Proportionalventiles 1350 ein Steuerdruck zur Verfügung
gestellt, welcher mittels der Ventile 1320 und 1321 gesteuert wird zur
Beaufschlagung der Druckräume des Stellgliedes 1322.
In dem Fluidpfad 1309 kann dem Druckspeicher 1305 ein Drosselventil 1360
oder eine Vordrossel nachgeordnet sein, wobei dieses Drosselventil 1360 den
Schaltventilen 1320 und 1321 zur Ansteuerung des Wählvorganges
vorgeschaltet ist. Das Drosselventil 1360 bewirkt eine Druckreduzierung des
die Schaltventile 1320, 1321 ansteuernden Druckes gegenüber dem Druck im
Speicher 1305. Bei geeignet geringem Vorsteuerdruck Pv im Speicher 1305
kann das Drosselventil auch ausgelassen sein. Ein Drosselventil entsprechend
1360 kann gegebenenfalls auch in den Fluidpfaden 1308 und/oder 1310
angeordnet sein.
Die Fig. 29 zeigt eine Betätigungseinheit, wie Aktoreinheit, 1400 mit einem
ersten Stellglied 1401 zur Betätigung des Schaltvorganges sowie mit einem
zweiten Stellglied 1402 zur Ansteuerung des Wählvorganges. Den Schaltweg
sowie den Wählweg als auch die aktuelle Getriebeposition wird mittels des
Sensors 1403 detektiert, welcher auf der Aktoreinheit 1400 befestigt werden
kann. Die Aufgaben der Stellglieder 1401 und 1402 können auch in
Abhängigkeit des verwendeten oder angesteuerten Getriebes vertauscht sein.
Das Stellglied 1402 weist einen Kolben 1410 in einer Aufnahme 1411 auf,
wobei der Kolben zwei Druckräume 1412 und 1413 voneinander trennt. Die
Kolbenflächen, welche druckmittelbeaufschlagt werden und zu einer axialen
Verlagerung des Kolbens führen, sind als Differentialflächen ausgebildet,
wobei der Kolben somit ein Differentialkolben ist, so daß bei gleicher
Druckbeaufschlagung eine unterschiedliche Kraft in axialer Richtung resultiert.
Das Stellglied 1402 ist derart aufgebaut, daß ein erster Druckraum 1420 mit
einer Kolbenfläche 1421 vorhanden ist und in einem zweiten Raumbereich
1430 innerhalb des Gehäuses ein zweiter Kolben vorhanden ist mit einer
zweiten Kolbenfläche, die über eine Kolbenstange 1422 miteinander
verbunden sind. Durch die Druckbeaufschlagung der Druckräume 1420 erfolgt
eine Verlagerung der Kolbenstange 1422 und somit eine Verschwenkung der
Gabel 1440, so daß die zentrale Schaltwelle 1441 verschwenkt wird.
Dadurch wird auch der Geber 1450 für den Sensor 1403 verlagert, so daß
der Sensor eine veränderte Position detektiert.
Die Aktoreinheit 1400 ist über Hydraulikversorgungsleitungen mit der
Hydraulikeinheit verbunden, so daß in einem zweiten Block beispielsweise die
Ventile angeordnet sind, welche die Ansteuerung der Betätigungseinheit, wie
Aktoreinheit, vornehmen. Weiterhin kann in diesem Block eine
Hydraulikpumpe integriert, wobei diese auch getrennt angeordnet sein kann.
Zur Ansteuerung der Kupplungsbetätigung ist weiterhin ein Stellglied
vorhanden, welches in vorteilhafter Weise direkt an der Kupplung angreift.
Dadurch ist dieses Stellglied nicht in die Aktoreinheit 1400 integriert.
Die mit der Anmeldung eingereichten Patentansprüche sind Formulierungsvor
schläge ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Patentschutzes. Die
Anmelderin behält sich vor, noch weitere, bisher nur in der Beschreibung
und/oder Zeichnungen offenbarte Merkmale zu beanspruchen.
In Unteransprüchen verwendete Rückbeziehungen weisen auf die weitere
Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des
jeweiligen Unteranspruches hin; sie sind nicht als ein Verzicht auf die Erzie
lung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der
rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.
Die Gegenstände dieser Unteransprüche bilden jedoch auch selbständige
Erfindungen, die eine von den Gegenständen der vorhergehenden Unter
ansprüche unabhängige Gestaltung aufweisen.
Die Erfindung ist auch nicht auf die Ausführungsbeispiele der Beschreibung
beschränkt. Vielmehr sind im Rahmen der Erfindung zahlreiche Abänderungen
und Modifikationen möglich, insbesondere solche Varianten, Elemente und
Kombinationen und/oder Materialien, die zum Beispiel durch Kombination oder
Abwandlung von einzelnen in Verbindung mit den in der allgemeinen
Beschreibung und Ausführungsformen sowie den Ansprüchen beschriebenen
und in den Zeichnungen enthaltenen Merkmalen bzw. Elementen oder Verfah
rensschritten erfinderisch sind und durch kombinierbare Merkmale zu einem
neuen Gegenstand oder zu neuen Verfahrensschritten bzw. Verfahrensschritt
folgen führen, auch soweit sie Herstell-, Prüf- und Arbeitsverfahren betreffen.