DE1963775C - Schaltungsanordnung für matrizenförmig aufgebaute Schalteinrichtungen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, mit kreuzfeldartigen Steuereinrichtungen - Google Patents
Schaltungsanordnung für matrizenförmig aufgebaute Schalteinrichtungen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, mit kreuzfeldartigen SteuereinrichtungenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung schriebenen Art in ihrer Wirkung jeweils auf an
für matrizenförmig aufgebaute Schalteinrichtungen jeweils demselben Kreuzpunkt liegende Empfangsin
Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechver- schaltmittel zu begrenzen. Diese Aufgabe löst sich
mittlungsanlagen, mit kreuzfeldartigen Steuereinrieb- hinsichtlich der Strompfadunterbrechung bei allen
tungen, in welchen stromrichtungsabhängige Wider- 5 Kreu7,feldern der betrachteten Art von selbst. Dies
stände, z. B. Dioden, zur Entkopplung der an Kreuz- gilt jedoch nicht hinsichtlich eines inneren Kurzpunkten
von Zeilenzuleitungen und Spaltenzuleitun- Schlusses. In bekannten Schaltungsanordnungen,
gen jeweils einzeln zwischen diese geschalteten Emp- z. B. solchen gemäß der deutschen Auslegeschrift
fangsschaltmittel, z. B. Koppelrelais, diesen in Reihe 1162 883, bildet sich nämlich über die angeschaltete
vorgeschaltet sind und in welchen an diese Zeilen- m Zeilenzuleitung, die Spaltenzuleitung, an der der
Zuleitungen und Spaltenzuleitungen einerseits eine defekte stromrichtungsabhängige Widerstand liegt,
alle stromrichtungsabhängigen Widerstände in Sperr- über das am Kreuzpunkt dieser Zeilenzuleitung mit
richtung beanspruchende Hilfsspannung über söge- dieser Spaltenzuleitung liegende Empfangsschaltnannte
Formierwiderstände angelegt und andererseits mittel und den in Durchlaßrichtung beanspruchten
wahlweise eine entgegengesetzt gerichtete Steuer- 15 stromrichtungsabhängipen Widerstand, ferner über
spannung niederohmig anschaltbar ist, welche die die Zeilenzuleitung, an der der defekte stromrien-Empfangsschaltmittel
an den Kreuzpunkten des tungsabhängige Widerstand liegt, und über das mit Kreuzfeldes wirksam beeinflußt, und deren Pole diesem in Reihe geschaltete Empfangsschaltmittel,
gegenüber den gleichnamigen Polen der Hilfsspan- ferner über die eingeschaltete Spaltenzuleitung und
nungsquelle Potentiale aufweisen, die innerhalb des 30 über das am Kreuzpunkt dieser Spaltenzuleitung mit
Potentialbereiches der Hilfsspannung liegen. der letztgenannten Zeilenzuleitung liegende Emp-
Eine derartige Schaltungsanordnung ist bereits fangsschaltmittel und den mit ihm in Reihe ge-
durch die deutsche Auslegescnrift 1 162 883 bekannt. schalteten, in Durchlaßrichtung beanspruchten strom-
Durch die Maßnahme, daß also der negative — bzw. richtungsabhängigen Widerstand ein Stromkreis au>,
positive — Pol der Hilfsspannungsquelle negativer 35 in welchem also außer mit dem defekten strom-
— bzw. positiver — als der negative — bzw. posi- richtungsabhängigen Widerstand in Reihe geschalte-
tive — Pol '.'er Steuerspannungsquelle ist, sind bei ten Empfangsschaltmittel weitere Empfangsschalt-
Anschaitung je einer Zeilenzuleitung und Spalten- mittel liegen, die unter Umständen fälschlich wirksam
zuleitung an die Steuerspaunungsquelle nicht nur beeinflußt werden, was jedoch vermieden werden soll,
die an den Kreuzpunkten der nicht angeschalteten 30 Die genannte Aufgabe hat besondere Bedeutung
Zeilen- und Spaltenzuleitungen, sondern auch sowohl für Schaltungsanordnungen, wie sie z. B. durch die
die an den Kreuzpunkten der angeschalteten Zeilen- deutsche Patentschrift 1296 214 bekannt sind, die
zuleitung und aller nicht angeschalteten Spalten- mehrere getrennte Koppelvielfache — jedes mit
Zuleitungen als auch an den Kreuzpunkten der kreuzfeldartig aufgebauten Steuerfeldern ähnlich der
angeschalteten Spaltenzuleitung und aller nicht 35 eingangs beschriebenen Art - wiederum in Koordi-
angeschalteten Zeilenzuleitungen mit ihrem Koppel- natenform aufweisen, wobei die Zeilenzuleitungen
relais in Reihe geschalteten Entkoppel-Dioden in — bzw. Spaltenzuleitungen — mehrerer in jeweils
Spcrrichtung beansprucht. einer den Zeilen — bzw. Spalten — parallelen Reihe
Dadurch wird verhindert, daß die über die Dioden angeordneten Koppelvielfache denselben gemeinsam
an den Kreuzpunkten aller nicht angeschalteten 4« zugeordnet sind. In diesem Falle macht der Kurz-
Zcilcnzuleitungcn und aller nicht angeschalteten schlußdefekt eines stromrichtungsabhängigen Wider-
Spaltcnzuleitungen fließenden Sperrstrüme pro Zeile Standes nicht nur die beiden über den zugeordneten
bzw. Spalte gesammelt jeweils über ein nicht ange- Koppelpunkt zusammenschaltbaren Koordsnaten-
steuertes Koppelrelais fließen, das am Kreuzpunkt leitungen des einen einzigen Koppelvielfaches unbe-
mit der betreffenden angeschalteten Zeilenzuleitung 45 nutzbar, sondern auch alle entsprechenden Koordi-
b/w. Spaltenzuleitung liegt. Dieser Sperrsummen- natenleitungen in den anderen Koppelvielfachcn in
strom kann fUr ein solches Koppclrelais infolge der der gleichen, den Zeilenzuleitungen und in der
Summen wirkung bei entsprechender Größe eines gleichen, den Spaltenzuleitungen entsprechenden
Kreuzfeldes in Schaltungsanordnungen, in denen Reihe von Koppelvielfachen.
diese Mußnahmen gemäß der deutschen Auslege- 50 Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst,
schrift 1162 883 nicht getroffen sind, Werte an- daß die Potentialdifferenz einerseits zwischen dem
nehmen, die den Fehlstromwert der Koppelrelais mit den Zeilenzuleitungen verbundenen (positiven) Pol
überschreiten. Dieser unerwünschte Effekt ist durch der Hilfsspannungsquelle und dem an die Spaltenden
Gegenstand der genannten Auslegeschrift be- Zuleitungen ansciialtbaren gleichnamigen Pol der
scitigt. 55 Steuerspannungsquelle und andererseits zwischen
Bin anderes Problem in derartigen Kreuzfeldern dem mit den Spalltenzuleitungett verbundenen (nega*
besteht in dem Umfang der Auswirkung von Schal- tiven) Pol der Hilfsspannungsquelle und dem an die
tungsfchlern, namentlich solchen, die während des Zeilenzuleitungen anschaltbaren gleichnamigen Pol
Iktricbes auftreten, Hierunter fallen insbesondere der Steuerspannungsquelle gleich oder größer ist als
Fehler durch Defekte von Entkoppel-Dioden. Solche 60 der bei Kurzschluß eines stromrichtungsabhängigen
Defekte bestehen in der Regel aus einer völligen Widerstandes an dem entsprechenden Formier-
Strompfadunterbrcehung oder aus einem völligen widerstand einerseits der betreffenden Zeilenzuleitung
inneren Kurzschluß. Im letzteren Falle ist der Innen- und andererseits der betreffenden Spaltenzuleitung
widerstand in beiden Stromrichtungen praktisch sich einstellende jeweilige Spannungsabfall,
gleich oder fast gleich Null. 65 Dies bewirkt, daß auch bei Markierung eines
Bs besteht nun die Aufgabe, derartige Defekte Kreuzpunktes und bei Defekt eines der der
von der Entkopplung dienenden stromriclitungs- Entkopplung dienenden stromrichtungsabhängigen
abhängigen Widerständen In Kreuzfeldern der be- Widerstände an einem anderen Kreuzpunkt auch die
3 4
mit denjenigen Empfangsschaltmitteln in Reihe ge- Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung
schalteten stromrichtungsabhängigen Widerstände ist ferner vorgesehen, daß parallel zur Ruhekontaktweiter
in Sperrichtung beansprucht werden, die seitc jedes der Umsi-haltekontukte jl· ein zusätzlicher
jeweils an den Kreuzpunkten der an die Steuer- Hilfsformierwiderstand geschaltet ist.
Spannungsquelle angeschalteten (also markierten) 5 Durch diesen Hilfsformierwiderstand wird gcwalir-Zeilenzuleitung
bzw. Spaltenzuleitung mit derjenigen leistet, daß auch während der Kontaktumsehlagzeit
(nicht markierten) Spalte bzw. Zeile liegen, an deren eines in der beschriebenen Weise als UmschaUc-Kreuzpunkt
der defekte stromrichtungsabhängige kontakt ausgebildeten Markierkontaktes die Hills-Widerstand
liegt. Damit ist der Defekt eines strom- spannung zur Formierung der stromrichlungsrichtungsabhängigen
Widerstandes in seiner Aus- io abhängigen Widerstände an der betrelTenden Zeilenwirkung
begrenzt auf das mit ihm unmittelbar in zuleitung und der betreffenden Spaltenzuleitiiiiü
Reihe geschaltete Empfangsschaltmiitel, z. B. Koppel- wirksam ist.
relais. Der Formierwiderstand kann relativ niederohmig
Gleichricluerdefekte werden bei Einsatz der Er- sein, wenn der Hilfsformierwiderstand relativ hnchfiiidung
für die Steuerung von Relaiskoppelviel- i5 ohmig ist. ·· ι ·
fachen bei der Wegesuche in einem mehrstufigen In der Zeichnung ist nur in zum Verständnis der
Koppelfeld dahingehend berücksichtigt, daß der Erfindung wesentlichen Teilen ein Ausführungsbetrefiende
Koppelpunkt und die ihm zugeordnete beispiel von ihr dargestellt, worauf sie jedoch keines-Zeilen-
und/oder Spaltenleitung (das sind z. B. die wegs beschränkt ist.
über Koppelrelaiskontakte miteinander verbindbaren 20 Das Ausführungsbeispiel weist zwei Varianten
Sprech- und Signalstromkreise) als besetzt gewertet auf, welche durch Punktlinien und eine Steuerwerden.
Dies ist jedoch bsi einer Anordnung von Spannungsquelle -*-«, -u einerseits und durch strichgemeinsamen
Zeilenzuleitungen und Spaltenzuleitun- lierte Linien und Widerstände WX. Wl andererseits
gen zugleich für mehrere Koppelvielfache gemäß der unterschieden werden.
bereits genannten deutschen Patentschrift 1 296 214 25 Zunächst sei die erstgenannte Variante unter Wegauf
das jeweils von dem Gleichrichterduekt be- fall der Strichlinien und d:r Widerstände WX, W-troffene
Koppelvielfach beschränkt. beschrieben.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist Es ist eine Anzahl von Zeilenzuleitungen Y\
vorgesehen, daß das Größenverhältnis des Innen- Yn und eine Anzahl von Spaltenzuleitungen X1 ...
Widerstandes jedes der Empfangsschaltmittel zu dem 3° Xm gezeigt. Die Zeilenzuleitungen — bzw Spalten-Widerstandswert
jedes der mit den Zeilenzuleitungen Zuleitungen — werden über die Kontakte
>· 1 ... y/1
— bzw. Spaltenzuleitungen — verbundenen Formier- — bzw. rl ... xm — individuell alternativ an die
widerstände mindestens so groß ist, wie das Größen- Steuerspannungsquelle u angeschaltet. Im Ruheverhältnis
der Steuerspannung zu der Potential- zustand sind in bekannter Weise die EntkoppeldifTerenz
zwischen dem mit den Zeilenzulcitungcn 35 Dioden oder -Gleichrichter aller Koppelrelais in
— b-w. Spaltenzuleitunpen — verbundenen Pol eier Sperrichtung beansprucht, d. h. also formiert. Durch
Hilfsspannungsquelle und dem an die Spalten Anschaltung der Steuerspannungsquelle υ an eine
Zuleitungen — bzw. Zeilenzuleitungen — anschalt- Zeilenzuleitung, z. B. Yl durch Kontakt y2 und
baren jeweils gleichnamigen Pol der Ste-ierspan- eine Spaltenzuleitung, z.B. Xl durch Kontakt.τ2,
nungsquelle. 40 wird ein Koppelrelais, z. B. RIl, in bekannter Weise
Nach diesen Angaben ist es möglich, die Formier- erregt. Die Spannung der Steuerspannungsquelle 11.
widerstände gleichartig so zu bemessen, daß einer- über welche, wie zuvor beschrieben, das Koppclseits
die beschriebene Wirkungsweise gemäß der relais R 22 erregt wird, ist geringer als die Spannung
Erfindung gewährleistet wird und daß andererseits der Hilfsspannungsquelle U, an welche die Formicrder
Strom in einem Formieiwiderstand an einer 45 widerstände Rx\ ... Rx m, RyI ... Ry η fest angeangeschalteten
(markierten) Zeilenzuleitung bzw. schaltet sind. Ferner sind die Potentiale der beiden
Spaltenzuleitung einen geringstmöglichen Wert auf- Spannungsquellen +1/, -V und L 11. u in folgenweist.
Letzteres ist nämlich dann der Fall, wenn die der Reihenfolge abgestuft: genannten beiden Größenverhäitnisse gleich oder
nahezu gleich sind. 50 1. \-U,+ti,—u,-U.
nahezu gleich sind. 50 1. \-U,+ti,—u,-U.
Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung
ist vorgesehen, daß zur Anschaltung der Steuer- Bei Erregung eines Koppelrelais. wie z. B. K22.
spannung an die Zeilenzuleitung und die Spalten- sind die Gleichrichter der Koppelrelais an den
Zuleitungen Umschaltekontakte dienen und daß Kreuzpi .lktcn der mcht eingeschalteten Zeilen- und
deren Arbeitskontaktfeder jeweils mit dem betreffen- 55 Spaltenzuleitungen in bekannter Weise über die
den Pol der Steuerungsquelle, deren Ruhekontakt- Formierwiderstände, z.B. RxIl, Kt 13 . Rxii'U
feder übet den zugeordneten Formierwiderstand mit RyI, RyS ... RyIn m Spernchtung beansprucht,
dem betreffenden Pol der Hilfsspannungsquelle und Zum Beispiel ist der Gleichrichter Ο43 Über folgenderen jeweils der Ruhe- und Arbeitsseite gemeinsame den Stromkreis in Sperrichtung beansprucht:
Kontaktfeder,mit der jeweiligen Zeilenzuleitung bzw. 60 _., χ4 4
an die die Steuerspannung angeschaltet wird. Dies Darüber hinaus sind auch die Gleichrichter aller
ermöglicht, -tat Anlegung der Formierspannung 6S Koppelrelais formiert, welche an K«u2punk««i'cmc
Widerstände mit einer geringeren Belastbarkeit zu eingeschalteten Ze.lenzuleitung ^Jfe a^EC'
h d hlhih Af tg) mit den nicht eingeschalteten Spa '™'tun
verwenden, wodurch der schaltungstechnische Auf- tung) mit den nicht eingeschalteten p
wand erheblich eingeschränkt wird. gen (bzw. Zeilenzuleitungen) liegen. Be. Betätigung
der Markierkontaktc.t2 und yl ist ζ. B. der Gleichrichter
C/M2 über folgenden Stromkreis formiert:
?43. an
3. ti. (f>). y2. K2, G32. Ä32.
/7.
.r3.
Im folgenden tci das Ausführungsbeispiel in seiner
/weiten Variante betrachtet:
Dabtfi entfällt die besondere Stouerspannungsi|uellc
' η. κ. und die Punkte a. h sind über die
Widerstände H7I. IVl an die gleiche Spannung*-
quölle ■ I'. U angeschlossen wie die Formierwiderstünde
Rx 1 . . . Rxin, Ryi . . Ryn. Im Ruhezustand
sind in bekannter Weise alle Gleichrichter G... formiert. Im Arbeiiszustand sind
fbenfalls alle Gleichrichter G. . mit Ausnahme
dessen, über welchen ein Koppelrelais R . . . wirksam
erregt wird, in gleicher Weise formiert, wie es zuvor für das Ausfiihrungsbeispiel in der ersten
Variante beschrieben ist. Die erforderlichen Spannungsstufen, welche bei der ersten Variante durch
Verwendung einer besonderen Steuerspannungsquelle 111. 11 mit geringerer Spannung zur Verfügung
stehen, werden im AusfUhrungsbeispiel bei
der zweiten Variante durch Vorwiderstände im Ansprechstromkreis des jeweils wirksam erregten as
Relais an diesen hervorgerufen. Die Wirkungsweise ist im übrigen die gleiche wie für das Ausführungsbeispiel bei der ersten Variante. Ein besonderer Vorteil
der zweiten Variante liegt darin, daß an Stelle einer besonderen Steuerspannungsquelle · 11. u der
Spannungsabfall ausgenutzt wird, welcher an den Vorwiderständen Kl. Wl bei wirksamer Erregung
eines bestimmten Koppelrelais auftritt.
Anschließend wird besonders auf die gemäß der
Erfindung erzielten Eigenheiten des beschriebenen Ausfühningslvispicls eingegangen.
In Matrixanordnungen der beschriebenen Art. in denen mit Gleichrichtern einzeln in Reihe geschaltete
Koppelrelais an den Kreuzpunkten von Zeilenzuleitungen und Spaltenzuleitungen jeweils zwischen
diese beiden geschaltet sind, treten gelegentlich technische Störungen auf. Hierzu gehören G'cichrichterdefekte.
die sowohl in einer völligen Strompfadunterbrechung als auch in einem \olligen inneren
Kurzschluß für beide Stromrichtungen bestehen können. Für den Fall solcher Störungen es es wichtig,
daß ihre Auswirkungen so eng wie möglich örtlich beschränkt bleiben. Die Auswirkung eines Gleichrichterdefektes
auf das mit dem betreffenden Gleichrichter direkt in Reihe geschaltete Relais ist grundsätzlich
unvermeidbar. Es ist aber wichtig, daß die störende Auswirkung hierauf auch beschränkt ist.
Diese Forderung ist im Ausfiihrungsbeispiel nicht nur von selbst für eine völlige Strompfadunterbrechung,
sondern infolge der in dei gezeigten Schallungsanordnung verwirklichten Erfindung auch
für einen völligen inneren Kurzschluß eines Entkoppel-Gleichrichters erfüllt.
Hierzu ist vorgesehen, daß die PotentialdifTerenz
einerseits zwischen dem mit den Zcilcnzuleitungen
verbundenen (positiven) Pol der Hilfsspannungsquelle
U und dem an die Spaltenzuleitungen anschaltbarcn
gleichnamigen Pol der Steuerspannunusquelle //
und andererseits zwischen dem mit den Spaltenzuleitungen verbundenen (negalhen) Pol der llilfs- «5
spannungsquclk· und dem :in die Zcilcn/uleitiingcn
Mischaltbaren gleichnamigen Pol der Sfcueispanlungsqucl.'c
gleich oder größer ist al·· der hei Kur/-Schluß
eines Entkoppel-Gleichrichters, z. B. G43. an den entsprechenden Formierwiderstiinden, z. B.
Ry 12) und RxIA. einerseits der betreffenden Zeilenzuleitung,
z.B. Y 3. und andererseits der betreffenden Spaltenzuleitung, z. B. X4. sich einstellende,
jeweilige Spannungsabfall.
Hierbei ist durch eine geeignete Bemessung sowohl der Spannungswerte der Spanungsquellen als auch
der Widerstandswerte der Relaiswicklungen und der 'Formierwiderstände dafür gesorgt, daß das Größenverhältnis
des Innenwiderstandes jedes der Empfangsschaltmittel zu dem Widerstandswert jedes der
mit den Zeilenzuleitungen — bzw. Spaltenzuleitun gen — verbundenen Formierwiderstände mindestens
so groß wie das Größenverhilltnis der Steuerspannung
zu der PotentialdifTerenz zwischen dem mit den Zeilenzuleitungen — bzw. Spaltenzuleitungen — verbundenen
Pol der Hilfsspannungsquelle L und dem an die Spaltenzuleitungen — bzw. Zeilenzuleitungen
— anschaltbaren jeweils gleichnamigen Pol der Steuerspannungsquelle 1/.
Tritt in einem Entkoppel-GIeichrichter, z. B. (743, ein innerer Kurzschluß auf. so bleibt dieser Defekt
auf das mit diesem Gleichrichter in Reihe geschaltete Relais R 43 beschränkt. Zunächst sei der Betriebsfall betrachtet, daß alle Markierkontakte in Ruhe
sind. Durch den Gleichrichterdefekt kommt folgender Stromkreis zustande:
4 · V. Ry 13. ν3, Y3. G43. R4i. A4. r4.
RxU. U.
Das Relais Ä43 spricht an. (Es wird hierbei vorausgesetzt,
daß die Relais stromrichturig-unabhängig sind; jedoch ist die Erfindung keineswegs auf eine
Verwendung von stromrichtungsunabhatigigen Rekii«
beschränkt.) Im Stromkreis 4 fällt an den Formierwiderständen Ry 13 und Rxl4 jeweils eine Spannung
ab, die auf Grund der genannten eeeigrieten Bemessung
der Formierwiderstände und der Relaiswicklungen kleiner ist als die Potentiakhfferenz zwischen
den positiven — bzw. negati\en Pol der Hilfsspanr ungsquelle und dem jeweils gleichnamigen
positiven — bzw. negativen — Pol der Steuerspanmingsque'le
u.
Werden nun die Markierkontakte χ 2 und ν 2. wie beschrieben, betätigt, und spricht infoUedes.-Ti das
Relais R 22. wie beschrieben, an. so ist m dem <*uvor
beschriebenen Stöningsfall auf Ci mn J ifes am
Formierwiderstand Ry 13 abfallenden Spjninmc die
(nicht markierte) Zeilenzuleitung V3 ivsimtr .Js die
(markierte) Spaltenzuleitung X2 und .iuf ϋιιπκΙ der
am Fonnierwiderstand Rx 14 abfallenden Spannung die (nicht markierte) Spaltenzuleitung X 4 negati\er
als die (markierte) Zeilenzuleitung )'2. Folclieh werden
die Entkoppel-GIeichrichter G 23 und G 42 trotz des defekten Gleichrichters G43 weiter in Sperrrichtung
beansprucht. Die Relais R 23 und R 42 können folglich nicht fälschlich betätigt werden.
Es ist möglich, einerseits die Ruheseiten der Zeiienmarfcierkontakte yl bis yn und andererseits
die Ruheseiten der Spaltenmarkierkontakte rl bis
λ in unmittelbar zusammenzuschließen und sie über je einen den Zeilenmarkierkontakten und den Spaltenmarkicrkontakten
gemeinsamen Formierwiderstand an den betreffenden Pol der Hilfsspannuncs-'.(iicllc
f an/usch:ilien. Diese gemeinsamen Formierwiderstäiide
sind in die cm Falle ebenso bemessen wie die dargestellten Formierwidcrsliimlc.
1700
Unter der Voraussetzung, daß — wie vorher beschrieben
— für alle Zeilunzuleitimgen und Spaltenzuleitungen
einzelne Formierwiderstündc verwendet werden, ist es auch möglich, die Markierkontaktc als
Arbeitskontakte auszubilden. In diesem Falle sind Jie Formierwiderstände, z. B. Rxl4 und /?y 13, nicht
über die Ruheseite von Umschaltekontakten, sondern direkt mit den Spaltenzuleitungen, i. B. X 4, und den
Zeilenzuleitungen, z.B. V3, verbunden. In diesem falle sind die Formierwiderstände für die im
Markierzeitpunkt auftretende Belastung ausreichend groß bemessen.
Ferner sei auch noch auf die Hilfsformierwiderttändeft.vl
bis Rx m und Ry \ bis Ry η hingewiesen.
Der Einsatz dieser Hilfsformienviderstände geht von
einer Ausbildung der Markierkontakte als Umschaltekontakte — wie in der Zeichnung dargestellt — aus.
Diese Hilfsformierwiderstände dienen dazu, daß auch Hoch während der Umschlagszeit der als Umschaltekontakte
ausgebildeten Markierkontakte bei ihrer Betätigung die betreffende Zeilenzuleitung und die
betreffende Spaltenzuleitung ein definiertes Formieripannungspotential
aufweisen.
Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß Gleichrichterdefekte der beschriebenen Art durch
nicht gezeigte schaltungstechnische Vorkehrungen hinsichtlich ihres Lageortes im Koppelfeld ermittc1'
Werden, in einer Speichereinrichtung, z. B. einem Wegebesetztspeicher, festgehalten werden und bei
Wegesuchvorgängen dahingehend berücksichtigt werden, daß der betreffende Koppelpunkt und die ihm
zugeordnete Zeilen- und/oder Spaltenleitung (dao.
Sind z. B. die über Koppelrelaiskontakte wahlweise miteinander verbindbaren Sprech- und Signalstromkreise)
als besetzt gewertet werden. Dies ist jedoch bei einer Anordnung von gemeinsamen Zeilenzi'leitungen
und Spaltenzuleitungen zugleich für mehrere Koppelvielfache gemäß der deutschen Patentschrift 1296 214 auf das jeweils von dem
Gleichrichterdefekt betroffene Koppelvielfach beschränkt.
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung für matrizenförmig aufgebaute Schalteinrichtungen in Fernmeldeanlagen,
insbesondere Fernsprechvermittlun^sanlagen,
mir kreuzfeldartigen Steuereinrichtungen, in weichen stromrichtungsabhängige Widerstände,
t. B. Dioden, zur Entkopplung der an Kreuzpunkten
von Zeilenzuleitungen und Spalteniuleitungen jeweils einzeln zwischen diese geschalteten
Empfangsschaltmittel, z. B. Koppelrelais, diesen in Reihe vorgeschaltet sind und in
welchen an diese Zeilenzuleitungen und Spalten-Zuleitungen einerseits eine alle stromrichtungs-•bhängigen
Widerstände in Sperrichtung beanspruchende Hilfsspannung über sogenannte
Formierwiderstände angelegt und andererseits wahlweise eine entgegengesetzt gerichtete Steuerspannung
niederohmig anschaltbar ist, welche die Empfangsschaltmittel an den Kreuzpunkten
des Kreuzfeldes wirksam beeinflußt, und deren Pole gegenüber den gleichnamigen Polen der
Hilfsspannungsquelle Potentiale aufweisen, die innerhalb des Potentialbereiches der Hilfsspannung
liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Potentialdifferenz einerseits zwischen dem mit den Zeilenzuleitungen (Y 3) verbundenen
(positiven) Pol ( t U) der Hilfsspannungsquelle und dem an die Spaltenzuleitimgen (X 2)
anschaltbaren gleichnamigen Pol ( ■ u) der Steuerspannungsquelle und andererseits zwischen
dem mit den Spaltenzuleitungen (X 4) verbundenen (negativen) Pol ( - U) der Hilfsspannungsquelle
und dem an die Zeilenzuleitungen (Y2) anschaltbaren gleichnamigen Pol ( u) der
Steuerspannungsquelle gleich oder größer ist als der bei Kurzschluß eines stromrichtungsabhängigen
Widerstandes (G 43) an dem entsprechenden Formierwiderstand (Ry 13 bzw. Rx 14) einerseits
der betreffenden Zeilenzuleitung (Y3) und andererseits der betreffenden Spaltenzuleitung
(X 4) sich einstellende jeweilige Spannungsabfall.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Größenverhältnis
des Innenwiderstandes jedes der Empfangsschaltmittel zu dem Widerstandswert jedes der
mit den Zeilenzuleitungen — bzw. Spaltenzuleitungen — verbundenen Formierwiderstände mindestens
so groß ist wie das Größenverhältnis der Steuerspannung («) zu der Potentialdifferenz
zwischen dem mit den Zeilenzuleitungen — bzw. Spaltenzuleitungen — verbundenen Pol der Hilfsspannungsquelle
(U) und dem an die Spaltenzuleitungen — bzw. Zeilenzuleitung?n — anschaltbaren
jeweils gleichnamigen Pol der Steuerspannungsquelle («).
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anschaltung der
Steuerspannung an die Zeilenzuleitungen und die Spaltenzuleitungen Umschaltekontakte dienen
und daß deren Arbeitskontaktfeder jeweils mil dem betreffenden Pol der Steuerspannungsquelle,
deren Ruhekontaktfeder über den zugeordneter Formierwiderstand mit dem betreffenden Pol dei
Hilfsspannungsquelle und deren jeweils der Ruhe- und Arbeitsseite gemeinsame Kontaktfeder mil
der jeweiligen Zeilenzuleitung bzw. Spaltenzuleitung verbunden ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Ruhekontaktseite
jedes der Umschaltekontakte je eir zusätzlicher Hilfsfonnierwiderstand geschaltet ist
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Formierwider
stände jeweils für mehrere, vorzugsweise alle Zeilenzuleitungen bzw. für alle Spaltenzuieitun
gen gemeinsam vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 109 644/27'
1700
Priority Applications (13)
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|---|---|---|---|
| DE19691963775 DE1963775C (de) | 1969-12-19 | Schaltungsanordnung für matrizenförmig aufgebaute Schalteinrichtungen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, mit kreuzfeldartigen Steuereinrichtungen | |
| NL7017971A NL7017971A (de) | 1969-12-19 | 1970-12-09 | |
| FR7044943A FR2075012A5 (de) | 1969-12-19 | 1970-12-14 | |
| CH1850770A CH521667A (de) | 1969-12-19 | 1970-12-14 | Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, mit kreuzfeldartigen Steuereinrichtungen |
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| AT1139270A AT312058B (de) | 1969-12-19 | 1970-12-17 | Schaltungsanordnung für matrizenförmig aufgebaute Schalteinrichtungen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen |
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