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Die
Erfindung betrifft eine Verteilerstation für ein Heizungssystem, die modular
aus mehreren einheitlichen Rohrelementen aufgebaut ist.
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Aufgrund
lokal unterschiedlicher Vorgaben werden Verteilerstationen für Heizungsanlagen
nach wie vor handwerklich nach Vorgaben eines individuellen Entwurfes
errichtet. Die Anschlußbedingungen sind
von den Fernwärmeversorgern
vorgegeben.
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Die
Verteilerstation als zentrales Element einer Heizungsanlage hat
die Aufgabe, Warmwasser als Wärmeträger mit
der richtigen Temperatur und in der richtigen Menge bereitzustellen,
wobei dies selbstverständlich
mit möglichst
guter Wirtschaftlichkeit erfolgen soll. Dazu muß meist ein aus einem Fernwärmenetz
entnommener Wärmeträger, bspw. Warmwasser,
Heißwasser
oder Dampf, so behandelt werden, daß in dem zu den einzelnen Wärmeverbrauchern
führenden
Vorlauf Warmwasser der gewünschten
Temperatur und mit einem vorgegebenen Druck in der erforderlichen
Menge fließt.
Eine solche Verteilerstation weist neben einer ganzen Anzahl von Sammelleitungen
mit entsprechenden Abzweigen Ventile, Pumpen und aus regelungstechnischer
Sicht erforderliche Sensoren auf, über die eine entsprechende
Steuereinrichtung den gewünschten
Betrieb regulieren. Zur Überwachung
des Prozesses sind zusätzliche
Anzeigeeinrichtungen wie Thermometer, Manometer oder kombinierte
Thermomanometer in größerer Zahl
vorzusehen. Die Nutzung von Fernwärme verlangt regelungstechnische
Vielfalt, um die Fernwärme
optimal auszunutzen, das heißt
den Wärmeträger auszukühlen. Um
in jedem Betriebsfall optimale Kontrolle über den Prozeß zu haben,
sind viele Sensoren erforderlich. Deren Anzahl und Anordnung ist
bei fast jeder Verteilerstation anders.
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Bei
der handwerklichen Errichtung solcher Verteilerstationen werden
diese aus einzeln zugeschnittenen Rohrstücken zusammengeschweißt. An den
Rohrstücken
werden seitliche Öffnungen
zum Anschweißen
von Muffen herausgebohrt. Diese Vorgehensweise ist nicht nur teuer
sondern darüber
hinaus fehlerträchtig.
Nachdem sich der dem Bau zugrundezulegende Plan für Verteilerstationen
meist nur auf die wesentlichen Gesichtspunkte bezieht, bleiben dem
ausführenden
Handwerker Freiheitsgrade in der Anbringung von zuweilen als weniger
wichtig erachteten Elementen, wie bspw. Entlüftern. Er setzt diese meist
einfach an einer geeignet erscheinenden Stelle in das System ein,
die nicht immer wirklich geeignet ist. An falscher Stelle plazierte
Entlüfter
belassen jedoch Luft in dem Heizungssystem, die dann mit dem Warmwasser
im Kreislauf geführt wird.
Neben unerwünschten
Plätschergeräuschen sinkt
dadurch die Wirksamkeit des Heizungssystemes.
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Schließlich sind
auf herkömmliche
Weise errichtete Verteilerstationen und Heizungssysteme häufig aufwendig
und umständlich
in Wartung und Reparatur.
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Aus
der
EP 0458076 A1 ist
eine Rohrverzweigung für
Fußbodenheizungen
oder Brauch- oder Abwassersysteme in Gebäuden beschrieben. Der Verteiler
ist durch ein längliches
Rohrstück
gebildet, das an einer Seite mit Innengewinde und an der gegenüber liegenden
Seite mit Außengewinde
versehen ist. Es weist mehrere, seitlich abgehende Ansätze auf,
die zum Anschluss weiterer Leitungen dienen. Solche Verteiler bilden
im Grunde ein Dreifach-T-Stück.
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Weiter
ist aus der
DE 31 43
497 A1 ein Baukastensystem für eine Heizungsanlage bekannt.
Diese weist einzelne Baugruppen auf, die zueinander passende Anschlussmaße aufweisen.
Die einzelnen Baugruppen sind jeweils individuell so aufgebaut,
wie es der vorgesehenen Funktion entspricht. Beispielsweise ist
eine Pumpenbaugruppe mit Ventilen vorgesehen, die eine elektrische
Pumpe und mehrere Ventile enthält.
Die Rohrverbindungen innerhalb der Baugruppe sind baugruppenspezifisch
erstellt.
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Aus
der
DE 80 34 661 U1 ist
ein Rohrverteiler für
Warmwasserheizungsanlagen bekannt. Der Rohrverteiler wird im Wesentlichen
durch ein längliches
Rohrstück
gebildet, das an einem Ende mit Innengewinde versehen ist und an
dessen anderes Ende eine Rohrverschraubung absetzbar ist. Das Rohrstück weist
eine Reihe seitlicher Abgänge
auf, die zum Anschluss von Leitungen mit Innengewinde versehen sind.
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Ein ähnlicher
Dreifachverteiler ist außerdem aus
der
DE 93 06 257 U1 bekannt.
Der hier veranschaulichte Dreifachverteiler ist wiederum durch ein gerades
Rohrstück
gebildet, das je nach Ausführungsform
zwei oder drei seitliche Abgänge
aufweist. Diese sind mit Außengewinde
versehen. Der Vertei ler dient als Warmwasserverteiler für Heizungsanlagen,
beispielsweise eine Fußbodenheizung.
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Außerdem ist
aus der
DE 92 18 738
U1 eine Pumpenverteilereinrichtung bekannt, die durch mehrere
anschlussgleiche Module gebildet ist. Jedes Modul enthält intern
zwei Stränge,
die durch miteinander verbundene Rohrstücke gebildet ist. Jedoch sind
die Stränge
jeweils durch unterschiedlich lange Rohrstücke mit oder ohne Verzweigung
gebildet.
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Davon
ausgehend ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit
zu schaffen, Heizungssysteme und insbesondere Verteilerstationen
schnell und kostengünstig
auszubauen. Fehlermöglichkeiten sollen
dabei weitgehend reduziert werden. Außerdem wird Wert auf Wartungs-
und Reparaturfreundlichkeit gelegt.
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Diese
Aufgabe wir durch die Verteilerstation nach Patentanspruch 1 gelöst.
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Das
vereinheitlichte oder standardisierte Rohrelement weist einen geraden
Rohrkörper
mit endseitigen Anschluß-
oder Kupplungsmitteln auf, die zueinander komplementär sind.
Dadurch können gleichartige
Rohrelemente aneinandergereiht werden, indem die Rohrelemente mit
ihren Kupplungshälften
bildenden Kupplungsmitteln untereinander verbunden werden. Die Kupplungsmittel
können
sowohl Lötmuffen
als auch anderweitige Kupplungen, wie bspw. Schraubverbindungen,
sein. Letztere sind wegen ihrer einfachen Montage und wegen ihrer nachträglichen
Ausrichtbarkeit von Vorteil.
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Das
Stammrohr des Rohrelementes weist wenigstens zwei, vorzugsweise
drei oder mehrere, seitlich abzweigende Seitenanschlüsse auf,
an denen Rohre, Armaturen, Sensoren, Meßinstrumente und dergleichen
anschließbar
sind. Die Seitenanschlüsse
sind vorzugsweise ebenfalls mit einem entsprechenden Kupplungsmittel,
wie bspw. einem Innengewinde, versehen. Der Nenndurchmesser der Seitenanschlüsse ist
bspw. halb so groß wie
der Nenndurchmesser des Rohrkörpers.
Die Rohrelemente bilden einen endlos verlängerbaren Strang, dessen Rohrelemente
ohne Hilfsmittel dicht und in jede Lage drehbar sind. Durch die feste,
in einem Rastermaß liegende
Länge der
Stammrohre kommt das Rohrsystem in ein Baukastenmaß.
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Das
vereinheitlichte Rohrelement kann unabhängig von der konkreten Auslegung
einer Verteilerstation mit vorgegebenen Maßen in großer Stückzahl vorgefertigt werden.
Aufgrund der Stückzahl
ist die Fertigung automatisierbar, wobei das Rohrelement in Gieß- oder
Preßtechnik,
bspw. aus Messingguß,
hergestellt wird. In einen so hergestellten Rohling sind lediglich
noch an einem Rohrende ein Innengewinde, an dem gegenüberliegenden
Rohrende ein Außengewinde
sowie Innengewinde an den Seitenanschlüssen vorzusehen.
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Zur
Montage werden die Rohrelemente, die bspw. an ihrer mit Außengewinde
versehenen Seite mit einem PTFE-Ring als Dichtung versehen sind,
so zusammengeschraubt, daß jeweils
ein mit Außengewinde
versehenes Ende eines Rohrelementes in das mit Innengewinde versehene
Ende eines anderen Rohrelementes eingeschraubt wird. Ein PTFE-Ring als
Dichtungsmittel gestattet eine beliebige Ausrichtung der Seitenanschlüsse benachbarter
Rohrelemente zueinander. Es können
die Seitenanschlüsse sowohl
in gleicher als auch in entgegengesetzter Richtung als auch im Winkel
zueinander eingestellt werden, ohne daß die Dichtigkeit der Schraubverbindung
zwischen den Rohrelementen darunter leidet. Die Zuverlässigkeit
der so erreichten Einzeldichtungen ist so hoch, daß trotz
der Vielzahl der in einer Verteilerstation vorhandenen Rohrelemente
und Dichtungsstellen insgesamt mit hoher Sicherheit ein dichtes
System erhalten wird. Zusätzlich
können
die Rohrelemente miteinander verklebt werden. Die Verbindung ist
sowohl als reine Muffen-Rohr-Verbindung als auch als verklebte Schraubverbindung
ausführbar.
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Um
eine definierte Anlage des Dichtungsringes zwischen zwei Rohrelementen
zu erhalten, kann an einem Ende des Rohrelementes im Anschluß an das
Außengewinde
eine Dichtschulter vorgesehen sein. Diese dient als Dichtfläche und
kann konisch oder plan ausgebildet sein. An seiner anderen Seite wirkt
der Dichtungsring mit einer Ringfläche zusammen, die die mit Innengewinde
versehene Öffnung des
Rohrelementes umgibt.
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Mit
den vorgefertigten standardisierten Rohrelementen kann eine Verteilerstation
ohne oder nahezu ohne Schweißarbeiten
aufgebaut werden. Entsprechend vorzusehende Rohrstränge werden aus
einzelnen Rohrelementen zusammengeschraubt, wozu keine Zwischenstücke erforderlich sind.
Die so erhaltenen Rohrstränge
weisen eine Vielzahl von Seitenanschlüssen auf, an denen die erforderlichen
Armaturen und Abzweigungen angeschlossen werden können. Auch
nach der Montage können
ohne Schweißarbeiten
jederzeit Änderungen vorgenommen
werden, indem bspw. Stopfen entfernt und zusätzliche Leitungen, Sensoren
oder dergleichen angeschlossen oder vorhandene Öffnungen verschlossen werden.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Position der Seitenanschlüsse und
deren Abstand untereinander so festgelegt ist, daß er auch über die Schraubverbindungen
miteinander verschraubter, benachbarter Rohrelemente hinweg konstant
ist. Damit ist es möglich,
die Seitenanschlüsse
in ein festes Rastermaß zu
legen, das möglichst
auf die Position der Anschlüsse
anzuschließender
Armaturen oder Geräte
abgestimmt ist. Die Länge
des Stammrohres und die Lage der Seitenanschlüsse ist auf andere Armaturen,
insbesondere Ventile oder Strahlpumpen, abgestimmt.
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Ein
entsprechendes Baukastensystem enthält neben einer Anzahl der genannten
Rohrelemente vorteilhafterweise noch eine Auswahl von Blindstopfen,
mit denen das Rohrelement an seinen Enden sowie an seinen Seitenan schlüssen verschließbar ist.
Die Stopfen sind vorzugsweise selbstdichtend ausgeführt, so
daß die
gesamte Verteilerstation in Schraubtechnik herstellbar ist. Eine
vormontierte Verteilerstation kann problemlos in Teile zerlegt werden,
um bspw. den Transport in Gebäuden
oder durch engere Gebäudeöffnungen
zu ermöglichen.
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Durch
den Aufbau einer Verteilerstation nach den Vorgaben des Rastermaßes eines
Baukastensystemes werden Montagefehler, die sich ansonsten durch
Zweifel über
genaue Rohrlängen
und dergleichen einstellen könnten,
ausgeschlossen oder minimiert. Gibt bspw. der Bauplan einer Verteilerstation vor,
daß eine
zu einem Sauganschluß einer
Strahlpumpe führende
Zuführleitung
an dem der Strahlpumpe benachbarten Seitenabzweig eines Rohrelementes
anzuordnen ist, ist die Anschlußposition
des zuführenden
Rohres genau definiert. Auf diese Weise kann bspw. sichergestellt
werden, daß eine
zu einer Entlüftungseinrichtung
gehörige
Entlüftungs- oder
Luftsammelkammer durch ein Rohrelement gebildet und in unmittelbarer
Nachbarschaft des Sauganschlusses der Strahlpumpe angeordnet wird.
Die Anordnung einer Luftsammelkammer dem Sauganschluß der Strahlpumpe
gegenüberliegend,
das heißt in
einem räumlichen
Abstand von weniger als 20 cm, läßt die in
dem Wasser gelöste
sowie in Blasenform mitgeführte
Luft an dieser Stelle ausperlen. Die mit einem Entlüftungsventil
oder einem Entlüfter
versehene Luftsammelkammer nimmt diese auf. Infolge des hier vorhandenen
geringen Drucks und der nicht zu großen Strömungsgeschwindigkeit hat die
Luft genügend
Zeit, aus dem Wasser in die Entlüftungskammer überzutreten,
und sie wird nicht, mitgerissen. Damit wird Luft, die ansonsten
in dem Kreislauf mit umgewälzt
würde,
wirksam entfernt.
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Weitere
Merkmale vorteilhafter Ausführungsformen
der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
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In
der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der
Erfindung dargestellt. Es zeigen:
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1 eine unter Verwendung
standardisierter Rohrelemente aufgebaute Verteilerstation eines Heizungssystemes,
in schematisierter Ansicht,
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2 miteinander verbundene
Rohrelemente der Verteilerstation nach 1 in schematisierter Seitenansicht,
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3 ein standardisiertes Rohrelement
zum Aufbau von Verteilerstationen für Heizungssysteme, in Seitenansicht
und in einem anderen Maßstab,
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4 das vereinheitlichte Rohrelement
nach 3 in längsgeschnittener
Darstellung,
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5 das Rohrelement nach den 3 und 4 in schematisierter Darstellung mit
mehreren Blindstopfen, in einem anderen Maßstab, und
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6 eine unter Verwendung
der vereinheitlichten Rohrelemente nach den 3 bis 5 aufgebaute
Verteilerstation für
ein Warmwasserheizungssystem mit einem warmwasserbeheizten Brauchwasserbehälter.
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Die
in 1 veranschaulichte
Verteilerstation 1 gehört
zu einem nicht weiter dargestellten Warmwasserheizungssystem, das
bei einem Anschluß 01 von
einem Vorlauf VL mit Warmwasser gespeist wird und an dessen Anschluß 02 ausgekühltes Wasser
an einen Rücklauf
RL abgegeben wird. Von der Verteilerstation 1 wird über eine
Vorlaufleitung 5 ein einzelner Heizungskreis mit Warmwasser
der gewünschten
Temperatur und des erforderlichen Drucks in der angemessenen Menge
gespeist. Die Vorlaufleitung 5 ist an einen Anschluß 04 der
Verteilerstation 1 angeschlossen. Der aus dem nicht weiter dargestellten
Heizkreis zurückführende Rücklauf wird
durch eine Rücklaufleitung 6 gebildet,
die zu einem Anschluß 03 der
Verteilerstation 1 führt.
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Herzstück der Verteilerstation 1 ist
eine Strahlpumpe 7, die in einem ersten Strang 8 angeordnet
ist, an dem auch der Anschluß 01 ausgebildet ist
und der an einem nicht weiter dargestellten, an einer Wand hängenden
Gestell oder Gerüst
vertikal gehalten ist. Parallel zu dem Strang 8 ist an
dem Gestell ein weiterer Strang 9 gehalten, der den Anschluß 02 enthält. Beide
an dem Gestell beabstandet zueinander gehaltene Stränge 8, 9 sind
aus miteinander verschraubten, einheitlichen Rohrelementen 11 zusammengesetzt,
die jeweils drei seitliche Stutzen 12, 13, 14 aufweisen.
Ihre Position an den einzelnen Rohrelementen 11 ist so
bemessen, daß sie
zumindest in Vertikalrichtung äquidistant
beabstandet sind und somit in einem gleichmäßigen Raster liegen.
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Die
Stutzen 12, 13, 14 dienen dem Anschluß von abzweigenden
Leitungen, wie bspw. einer Saugleitung 16, die die Stränge 8 und 9 untereinander
verbindet. Mit entsprechenden Winkelstücken 17, 18 verbindet
die Saug leitung 16 den untersten Stutzen 14 des
in dem Strang 9 obersten Rohrelementes 11 mit
dem untersten Stutzen 14 des in Strang 8 obersten
Rohrelementes 11. Die anderen Stutzen 12, 13 der
beiden oberen Rohrelemente 11 der Stränge 8 und 9 sind
durch selbstdichtende Blindstopfen verschlossen.
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Die
mittels eines Stellmotores 19 regulierte Strahlpumpe 7 ist
mit ihrem Sauganschluß 21 mittels zweier Überwurfmuttern
und einem Verbindungsstück 22 an
das untere Ende des im Strang 8 oben angeordneten Rohrelementes 11 angeschlossen.
In das gegenüberliegende,
obere Ende des Rohrelementes 11 ist ein Entlüftungsventil 23 eingeschraubt. Dies
kann handbetätigt
oder ein automatischer Entlüfter
sein.
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Mit
ihrem Treibmittelanschluß 24 ist
die Strahlpumpe 7 über
ein weiteres Verbindungsstück 25 an
ein weiteres, in dem Strang 8 vertikal unterhalb der Strahlpumpe 7 angeordnetes
Rohrelement 11 angeschlossen, dessen Stutzen 12, 13 mit
selbstdichtenden Blindstopfen verschlossen sind.
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In
den Stutzen 14 ist eine abzweigende Rohrleitung 26 eingeschraubt,
die über
ein elektrisch gesteuertes Ventil 27 zu dem Anschluß 14 eines
in dem Strang 9 angeordneten Rohrelementes führt. Die
anderen beiden Stutzen 12, 13 dieses Rohrelementes 11 sind
durch selbstdichtende Blindstopfen verschlossen, was im übrigen für alle Stutzen
der Rohrelemente 11 gilt, die nicht weiter benötigt werden.
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Die
Stränge 8, 9 enthalten
Meß- und
Anzeigeelemente 28, wie bspw. Manometer und Thermometer,
die, wie erforderlich, an entsprechenden Stutzen der Rohrelemente 11 der
Stränge 8, 9 vorgesehen
sind. Außerdem
sind an den Stutzen eine Vielzahl unterschiedlicher Sensoren angeord net,
die mit der Steuereinrichtung verbunden sind. Durch die insgesamt
große
Zahl vorhandener Stutzen können
die Sensoren innerhalb eines Rasters an jeder erforderlichen Stelle
angebracht werden. Dabei können
so viele Sensoren gesetzt werden, wie die Kunden wollen.
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Ein
von der Strahlpumpe 7 abzweigender Ausgang 29 trägt an seinem
von der Strahlpumpe 7 abliegenden Ende Außengewinde.
Auf dieses ist ein Rohrelement 11 aufgeschraubt, dessen
Stutzen 12 nach oben weisen. Die Vorlaufleitung 5 ist
in diesen Stutzen eingeschraubt, während der Stutzen 13 mit einem
Blindstopfen verschlossen ist. Der Stutzen 14 ist mit einem
die Vorlauftemperatur und den Vorlaufdruck anzeigenden Meßinstrument 31 versehen. Endseitig
ist das betreffende Rohrelement 11 mit einem Sensor 32 verschlossen,
der an die nicht weiter dargestellte Steuerungseinrichtung angeschlossen ist.
Der Sensor sitzt in einer entsprechenden Schraubkappe 33,
die direkt auf das Ende des Rohrelementes 11 aufgeschraubt
ist.
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Zur
weiteren Steuerung des an die Verteilerstation 1 angeschlossenen
Heizungskreislaufes ist zwischen der Rücklaufleitung 6 und
dem Strang 9 ein elektrisch betätigtes Strangregulierventil 34 angeordnet,
das von der Steuereinrichtung geführt wird. Zusätzlich oder
ersatzweise kann es handbetrieben sein.
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In
den 3 und 4 ist das in Massenfertigung
präzise
und mit einheitlicher Qualität
hergestellte Rohrelement 11 gesondert dargestellt. Es ist
einstückig,
bspw. aus Messing, ausgebildet und besteht vorzugsweise aus dem
gleichen Material wie die an der Verteilerstation 1 vorhandenen
Armaturen und die Strahlpumpe 7. Dies ermöglicht ohne
aufwendige Materialsortierung eine sortenreine Metallerfassung, wenn
die Verteilerstation 1 ausgedient hat.
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Das
in Gieß-
oder Preßtechnik
vorgeformte Rohrelement 11 weist einen rohrförmigen Grundkörper 51 oder
ein Stammrohr auf, der bzw. das von einem längs durchführenden Kanal 52 durchsetzt
ist. An einem in 4 unteren
Ende ist der Grundkörper 51 mit
einem Außengewinde 53 versehen,
das grundkörperseitig
von einer Ringfläche 54 begrenzt wird.
Diese kann sowohl plan als auch konisch ausgebildet sein. Auf dem
Außengewinde 53 sitzt
ein Dichtungsring 55, der bspw. aus PTFE gebildet ist und
einen rechteckigen Querschnitt aufweist. Der Querschnitt der Rohrelemente 11 ist
dem Leistungsbedarf entsprechend ausgelegt und beträgt 1'', 1½'', 2'' usw.
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An
dem gegenüberliegenden
Ende ist der Grundkörper 51 mit
einem Innengewinde 57 versehen, das zu dem Außengewinde 53 des
anderen Endes paßt.
Das Außengewinde 53 und
das Innengewinde 57 bilden somit zueinander komplementäre oder
zusammengehörige
Kupplungsmittel, die der Verbindung der Rohrelemente 11 untereinander
dienen. Alternativ kann der Dichtungsring 55 in dem mit Innengewinde 57 versehenen
Abschnitt des Rohrelementes 51 sitzen.
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An
dem in 4 oberen Ende
des Grundkörpers 51 ist
dieser außen
mit einem Sechskantprofil 58 versehen, um das Ansetzen
eines Schraubenschlüssels
passender Nennweite und somit das gezielte Verdrehen des Rohrelementes
und das Festziehen der Schraubverbindung zu einem benachbarten Rohrelement
zu gestatten. Das Sechskantprofil kann auch an einer anderen Stelle
ausgebildet sein.
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An
dem Grundkörper 51 sind
die seitlichen Stutzen 12, 13, 14 einstückig ausgebildet,
deren jeweilige Öffnungen 61, 62, 63 in
den Kanal 52 führen. Jede Öffnung 61, 62, 63 ist
von einer Planfläche 64 umgeben,
die bedarfsweise als Dichtungsfläche
dienen kann. Jeder Stutzen 12, 13, 14 ist
jeweils mit einem Innengewinde 66, 67, 68 versehen.
Die Nennweite der Öffnungen 61, 62, 63 bzw.
der Gewinde 66, 67, 68 ist vorzugsweise
halb so groß wie
die Nennweite des Innengewindes 57. Bspw. kann das Innengewinde 57 zöllig und
das jeweilige Innengewinde 66, 67, 68 eines
Stutzens 12, 13, 14 halbzöllig sein.
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Die Öffnungen 61, 62, 63 weisen
solche Öffnungsrichtungen
auf, daß die
Mittelachsen 71, 72, 73 in einer gemeinsamen
Ebene liegen. Die Abstände
A und B zwischen den Mittelachsen 71, 72 sowie 72 und 73 stimmen
miteinander überein.
Die Abstände A,
B stimmen außerdem
mit der Summe aus dem Abstand C der Mittelachse 71 von
einer an dem oberen Ende vorgesehenen, auch als Dichtungsfläche dienenden,
ringförmigen
Planfläche 74 und
dem Abstand D überein,
der von der Mittelachse 73 bis zu der Planfläche 54 zuzüglich einer
Zugabe für
den Dichtungsring 55 gemessen ist. Die Maßzugabe
für den
Dichtungsring 55 entspricht dem komprimierten Dichtungsring 55,
wenn die Rohrelemente 11 wie in 2 dargestellt miteinander verschraubt
sind. Wie ersichtlich, liegen die Stutzen 12, 13, 14 hier
in einem gleichmäßigen, äquidistanten
Raster. Damit bilden die Rohrelemente 11 ein Baukastensystem,
mit dem sich die Verteilerstation 1 zusammenschrauben läßt, ohne
daß Schweißarbeiten
erforderlich wären.
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Das
Baukastensystem wird, wie in 5 veranschaulicht,
durch einen Satz Blindstopfen 81, 82, 83 ergänzt, mit
denen nicht benötigte Öffnungen wahlweise
verschließbar
sind. Die Blindstopfen 81, 82 für die mit
Innengewinde versehenen Öffnungen tragen
einen Dichtungsring sowie Außengewinde. Der
Blindstopfen 83 ist als Schraubkappe ausgebildet. Bei Verwendung
von Dichtungsringen als Dichtungselement und bei Anzug der Blindstopfen
mit festgelegtem Drehmoment (30 Nm) sind diese zuverlässig dicht.
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Zusätzlich können zu
dem Baukastensystem weitere Rohrelemente gehören, deren Anschlüsse doppelt-
oder halb so groß wie
die Anschlüsse
der Rohrelemente 11 sind.
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Zu
dem Baukastensystem können
außerdem
vorgefertigte Isolierstücke 84 gehören, die
zweischalig ausgebildet sind und eine Ausnehmung 85 zur
Aufnahme eines Rohrelementes 11 aufweisen. Die Ausnehmungen 85 der
beiden Schalenhälften
ergeben die Außenkontur
des Rohrelementes 11.
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Die
Montage der in 1 schematisch
veranschaulichten Verteilerstation erfolgt folgendermaßen:
An
einem bspw. an einer Raumwand befestigten Tragschienengerüst werden
aus einzelnen Rohrelementen 11 zusammengeschraubte Stränge 8, 9 befestigt.
Nach bedarfsweiser Ausrichtung der Rohrelemente untereinander werden
an den Stutzen 12, 13, 14 die entsprechenden
Verbindungsleitungen 16, 26 sowie die Meß- und Anzeigeelemente 28 sowie
sonstige Armaturen befestigt. Die verbleibenden Stutzen 12, 13, 14 werden
mit Blindstopfen geschlossen. Ebenfalls angeschraubt werden die
Anschlüsse 01, 02, 03 und 04.
Nach einer bedarfsweisen Isolierung mit Isolierstücken 84 und
dem elektrischen Anschluß entsprechender
Elemente ist die Verteilerstation 1 fertig montiert. wenn
keine groben Montagefehler vorliegen, sind die einzelnen Elemente
der Verteilerstation 1 an der jeweils richtigen Stelle
positioniert. Dies gilt insbesondere für die von dem oberen Rohrelement 11 in
Strang 8 gebildete Entgasungskammer. Diese wird zwangsläufig dadurch
ausgebildet, daß die
Saugleitung 16 wie vorgesehen an die unteren Stutzen 14 der
jeweiligen Rohrelemente 11 in unmittelbarer Nachbarschaft
zu dem Sauganschluß 21 der Strahlpumpe 7 angeschlossen
wird.
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Bei
der Montage wird, unabhängig
davon, ob der Vorlauf rechts oder links angeordnet werden soll, immer
auf die Elemente des Baukastensystems zurückgegriffen. Damit kann Vor-
und Rücklauf
von links und rechts getauscht werden, ohne daß an den Fertigungseinrichtungen
etwas geändert
werden muß.
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Die
insoweit beschriebene Verteilerstation 1 arbeitet wie folgt:
An
dem Anschluß 01 des
Warmwasservorlaufes wird Warmwasser mit hoher Temperatur und hohem Druck
angeboten. Entsprechend dem Wärmebedarf in
dem nachgeschalteten Heizungssystem stellt die nicht weiter dargestellte
Steuereinrichtung die Strahlpumpe 19 so ein, daß das in
dem Strang 8 aufsteigende heiße Warmwasser mit einer entsprechenden Menge
ausgekühlten
Rücklaufwassers
vermischt wird. Dieses wird über
die Saugleitung 16 herangeführt. Vorlaufwasser mit entsprechendem
Druck und entsprechender Temperatur wird über die Vorlaufleitung 5 abgegeben.
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In
dem Bereich des Stutzens 14, das heißt in unmittelbarer Nähe des Sauganschlusses 21 der Strahlpumpe 7,
ist ein geringer Druck vorhanden, wobei das Rücklaufwasser hier relativ ruhig
fließt.
In Wasser gelöste
Luft kann deshalb ausperlen und mitgeführte Gasblasen können aufsteigen
und sich in dem Rohrelement 11 sammeln. Ein selbsttätiger Entlüfter oder
das Entlüfungsventil 23 gestatten
es, die Luft auszulassen. Die Anordnung der durch das Rohrelement 11 gebildeten
Entgasungskammer erfolgt somit nicht an der höchsten Stelle des gesamten Heizungssystems,
sondern bei dem dafür
besser geeigneten Sauganschluß der
Strahlpumpe 7.
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Die
Rohrleitung 26 dient der direkten Überleitung von Wasser aus dem
Vorlauf in den Rücklauf
bei geringem und geringstem Leistungsbedarf.
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In 6 ist eine abgewandelte
Ausführungsform
einer Verteilerstation 1' veranschaulicht.
Diese enthält
neben dem Strang 8 zwei an Rückläufe 6a, 6b angeschlossene
Stränge 9a, 9b,
die ebenfalls aus standardisierten Rohrelementen 11 ausgebildet
sind und bedarfsweise in unterschiedlichen Ebenen angeordnet sein
können.
Die Rohrelemente 11 und die Stutzen 12, 13, 14 können somit
in einem räumlichen Raster
angeordnet sein. Die Verteilerstation 1' dient der Versorgung zweier voneinander
unabhängiger Heizkreise über entsprechende
Vorlaufleitungen 5a, 5b. Bspw. kann der eine Heizkreis
Heizkörper
und der andere Heizkreis Brauchwassererwärmungsmittel enthalten. Abweichend
von der vorstehend beschriebenen Verteilerstation 1 ist
in der Verteilerstation 1' in
dem Strang 9a eine weitere Strahlpumpe 7' angeordnet,
die über
eine Leitung 91 und ein entsprechendes Anschlußelement 92 mit
Warmwasser als Treibmittel versorgt ist. Das in dem Strang 9a vertikal
unterhalb der Strahlpumpe 7' angeordnete Rohrelement 11 ist
an seiner Oberseite mit einem Blindstopfen verschlossen.
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Etwas
nach hinten versetzt, das heißt
in 1 in die Zeichenebene
hinein, ist der Strang 9b angeordnet, der mit einer Saugleitung 16' mit dem Strang 9a verbunden
ist. Die Saugleitung 16' ist
in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Sauganschluß 21' der Saugpumpe 7' angeordnet.
Eine zweite Übertrittsmöglichkeit
von Rücklaufwasser
aus dem Strang 9b in den Strang 9a bildet eine
Leitung 93, die die in den Strängen 9a, 9b jeweils
unten angeordneten Rohrelemente 11 an ihren Stutzen 14 miteinander verbindet.
Der Strang 9b ist an seiner Unterseite mit dem Blindstopfen 83 verschlossen.
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Ansonsten
gilt die Beschreibung der Verteilerstation 1, mit Ausnahme
der Ausführungen
zu der Entlüftungs-
oder Entgasungskammer, entsprechend.
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Insbesondere
zum Aufbau von Verteilerstationen für Warmwasserheizungssysteme
ist ein standardisiertes Rohrelement 11 vorgesehen, dessen Länge und
Anschlußmaße vorzugsweise
auf häufig verwendete,
in Verteilerstationen vorkommende Armaturen, wie bspw. Strahlpumpen
oder Ventile, abgestimmt ist oder mit diesem übereinstimmt. Das Rohrelement
ist ein gerades durchgängiges
Rohrstück,
das an einem Ende mit Innengewinde und an seinem gegenüberliegenden
Ende mit Außengewinde
versehen ist. Seitlich abzweigend sind mehrere, vorzugsweise drei,
Stutzen angeordnet, die mit Innengewinde versehen sind. An dem ansonsten
einstückig
ausgebildeten Rohrelement 11 ist ein Dichtungselement,
vorzugsweise ein PTFE-Ring 54, angeordnet, der die Rohrelemente 11 fluiddicht
abdichtet, wenn sie miteinander verschraubt sind.
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Die
Rohrelemente 11 werden vorzugsweise in einer vorgegebenen
Größenabstufung
vorgefertigt, was den Aufbau sehr unterschiedlicher Verteilerstationen
in einem breiten Leistungsspektrum ermöglicht. Blindstopfen 81, 82, 83 und
Isolierelemente 84 ergänzen
die Rohrelemente zu einem Baukastensystem, mit dem Verteilerstationen 1 mit
wenig zusätzlichen
Rohrelementen rein in Schraub- und/oder Klebetechnik aufbaubar sind.