DE19637556C1 - Fadenliefervorrichtung - Google Patents
FadenliefervorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fadenliefervorrichtung
für fadenverbrauchende Textilmaschinen, insbesondere Rund
strick- oder Rundwirkmaschinen.
Für die positive Zuführung der Fäden zu den Strick
stellen einer Rundstrick- oder Rundwirkmaschine werden
Fadenliefervorrichtungen, sogenannte Fournisseure ver
wendet, von denen eine in der Praxis weit verbreitete
Ausführungsform in der US-PS 4 793 565 beschrieben ist.
Eine solche Fadenliefervorrichtung weist typischerweise
einen gehäuseartigen Halter auf, der mit Befestigungsein
richtungen versehen ist, die es erlauben die Fadenliefer
vorrichtung an einen gemeinsamen Halterungsring des Ma
schinengestelles zu montieren. An dem Halter ist eine
insbesondere als Stabkäfig ausgebildete Fadenliefertrommel
drehbar gelagert, die an der Unterseite des Halters an
geordnet und mit einer in dem Halter drehbar gelagerten
Welle verbunden ist, welche eine Antriebsscheibe trägt,
über die sie von einem für die Fadenliefervorrichtungen
aller Strickstellen der Strickmaschine gemeinsamen, endlo
sen Zahn- oder Lochriemen angetrieben wird, der seiner
seits durch eine Antriebswelle synchron mit der Maschinen
drehzahl in Umdrehung versetzt wird. Der von einer Vor
ratsstelle, in der Regel einer Fadenspule, kommende Faden
wird durch an dem Halter feststehend angeordnete Faden
leiteinrichtungen, bspw. in Gestalt von Fadenleitösen oder
-haken zulaufseitig auf die Fadenliefertrommel geleitet,
die er unter Ausbildung eines einlagigen Fadenwickels
mehrfach umschlingt und von der er über entsprechende,
ebenfalls feststehend an dem Halter vorgesehene Fadenleit
einrichtungen zu der jeweiligen Strickstelle läuft. Auf
der Fadenzulaufseite der Fadenliefertrommel sind an dem
Halter regelmäßig eine die Fadeneinlaufspannung bestimmen
de Fadenbremse und ein sogenannter Einlauffadenfühler
angeordnet, der ebenso wie ein fadenauslaufseitig vorhan
dener Fadenauslauffühler, als Fadenbruchabsteller wirkt,
um die Strickmaschine bei nachlassender Fadenspannung oder
Fadenbruch stillzusetzen. Da der Faden von der Fadenlie
fertrommel im wesentlichen schlupflos gefördert wird, muß
bei betriebsmäßig sich änderndem Fadenverbrauch an den
Strickstellen die Drehzahl der Fadenliefertrommel der
einzelnen Fadenliefervorrichtungen entsprechend nachgere
gelt werden. Beispielsweise bei Rundstrickmaschinen, die
mit sogenannten Ringelapparaten arbeiten, um verschiedene
Mustereffekte in der Strickware zu erzeugen, treten aber
abrupte Änderungen des Fadensverbrauchs auf, wenn bspw. an
einer Strickstelle ein gerade verarbeiteter Faden muster
gemäß ausgelegt und z. B. durch einen andersfarbigen Faden
ersetzt wird.
Das plötzliche Stillsetzen der Fadenliefertrommel
eines solchen Positiv-Fournisseurs ist aber schon mit
Rücksicht auf dessen träge Masse in der Regel nicht mög
lich.
Es sind deshalb schon Fadenliefervorrichtungen be
kannt geworden, bei denen der Faden im Normalbetrieb von
der entsprechend gestalteten Umfangsfläche der Fadenlie
fertrommel reibschlüssig mitgenommen wird und die mit Ein
richtungen versehen sind, die es erlauben, die reibschlüs
sige Kopplung zwischen der Umfangsfläche der Fadenliefer
fläche und dem Faden aufzuheben oder soweit zu verringern,
daß die Förderung des Fadens aufhört. Da die Liefertrommel
bei der Entkopplung des Fadens mit ihrer normalen Drehzahl
weiterläuft, können die Schwungmasse des Antriebs und der
Fadenliefertrommel das Ein- und Ausschalten der Fadenlie
ferung nicht beeinflussen. Beispiele für solche sogenannte
Friktionsfournisseure sind beschrieben in der US-PS 2 658
367, der DE-OS 33 01 450 (GB 2 115 017 A) und der EP-0 321
377 A1.
Bei diesen Fadenliefervorrichtungen ist der Fadenlie
fertrommel wenigstens ein bewegliches Fadenleitorgan meist
in Gestalt einer Fadenöse zugeordnet, das an einem Hebel
arm befestigt um eine Schwenkachse schwenkbar ist, welche
parallel zu der Drehachse der Fadenliefertrommel ausge
richtet ist. Die Schwenkachse kann dabei entweder inner
halb oder außerhalb eines die Fadenliefertrommel umhüllen
den gedachten Zylinders, jeweils parallel zu einer Erzeu
genden dieses Zylinders, verlaufen. Die Anordnung ist
dabei derart getroffen, daß das Fadenleitorgan zwischen
zwei Stellungen verschwenkbar ist, wobei bei in der ersten
Stellung stehendem Fadenleitorgan die Umfangsfläche der
Fadenliefertrommel von dem Faden in einem maximalen Um
schlingungsbereich umschlungen ist und bei in der zweiten
Stellung stehendem Fadenleitorgan der Faden lediglich in
einem wesentlich kleineren Umschlingungsbereich auf der
Umfangsfläche der Fadenliefertrommel aufliegt, so daß in
diesem Falle der Faden nicht mehr mitgenommen wird. Das
wenigstens eine Fadenleitorgan ist typischerweise mit
einer einstellbaren Federkraft auf seine zweite Stellung,
die Nicht-Lieferstellung hin elastisch vorgespannt und
durch die Fadenspannung selbsttätig gesteuert. Praktisch
bedeutet das, daß im Normalbetrieb der unter der normalen
Fadenspannung stehende Faden das Fadenleitorgan in der
ersten Stellung hält, in der der Faden zufolge des großen
Umschlingungsbereiches von dem Umfang der Fadenliefer
trommel reibschlüssig mitgenommen wird. Sowie der Faden
verbrauch an der Strickstelle unterbrochen wird, sinkt die
Fadenspannung rasch ab, mit der Folge, daß das Fadenleit
organ unter der Wirkung seiner Vorspannung in seine zweite
Stellung, die Nicht-Lieferstellung zurückkehrt, in der der
Fadentransport aufhört. Bei wiedereinsetzendem Fadenver
brauch steigt die Fadenspannung augenblicklich an. Das
Fadenleitorgan erlaubt die zur Mitnahme des Fadens erfor
derliche Vergrößerung des Umschlingungsbereiches auf der
Umfangsfläche der Fadenliefertrommel.
Bei diesen Fadenliefervorrichtungen liegt aber bei in
der Nicht-Lieferstellung stehendem Fadenleitorgan der
Faden häufig in einem kleinen Bereich mit geringer Span
nung auf der laufenden Umfangsfläche der Fadenliefertrommel
auf. Das kann bei bestimmten Garnen dazu führen, daß noch
Faden nachgeliefert wird, der wegen fehlender Abnahme an
der Strickstelle der Rundstrickmaschine lose Faden
schlaufen bildet, die sich bei Gelegenheit an der umlau
fenden Fadenliefertrommel fangen und auf diese aufgespult
werden, so daß der Faden abgerissen wird. Außerdem kann
der Faden bei länger andauerndem Fadenstillstand an der
Auflagestelle von der laufenden Umfangsfläche der Faden
liefertrommel durchgescheuert oder beschädigt werden.
Darüber hinaus sind die bekannten Fadenliefervorrichtungen
teilweise kompliziert und wenig wartungsfreundlich, indem
sie bspw. anfällig gegen Ablagerungen von Flusen und
dergleichen sind oder eine sorgfältige Justierung erfor
derlich machen.
Grundsätzlich gleiches gilt auch für eine aus DE-OS 27 36
416 bekannte Fadenliefervorrichtung, die mit einer kegel
stumpfförmigen Fadenliefertrommel arbeitet, welche den
Faden an ihrer Umfangsfläche reibschlüssig mitnimmt. Der
zur fördernde Faden ist mittels eines Paares synchron um
eine quer zu der Drehachse der Fadenliefertrommel ausge
richtete Achse beweglicher Fadenführungsösen U-förmig um
die Fadenliefertrommel herum geführt. Abhängig von der
Fadenzugspannung werden die Fadenführungsösen in Achsrich
tung der konischen Fadenliefertrommel verstellt, um damit
die Fadenliefergeschwindigkeit zu verändern. Unabhängig
von der Stellung der Fadenführungsösen bleibt der Faden
immer in Anlage an der Umfangsfläche der Fadenliefertrom
mel.
Die vollständige Entkopplung des Fadens von der
Umfangsfläche der Fadenliefertrommel erlaubt demgegenüber
eine Fadenliefervorrichtung, die aus der FR-2 401 251 A1
(Fig. 13, 14) bekannt ist und die mit zwei an einem ge
meinsamen U-förmigen Bügel angeordneten Fadenleitorganen
arbeitet. Der Abstand der beiden Fadenleitorgane ist etwas
größer als der Durchmesser der Fadenliefertrommel, so daß
der Bügel, quer zu der Drehachse der Fadenliefertrommel
gerichtet, über diese geschoben werden kann. Zu diesem
Zwecke ist der Bügel in einer Linearführung verschieblich
zwischen einer ersten Stellung, in der der Faden die
Fadenliefertrommel in einem Umschlingungsbereich von etwa
180° umschlingt und einer zweiten Stellung verstellbar
gelagert, in der der Faden im Abstand von der Umfangs
fläche der Fadenliefertrommel steht. Die Verschiebung des
Bügels kann aber nur von Hand erfolgen. Sie dient dazu,
bspw. beim Einstellen oder Einfädeln der Maschine, die
Fadenliefervorrichtung vorübergehend ganz außer Betrieb zu
nehmen. Außerdem sind die feststehenden Fadenleitorgane so
ausgebildet und angeordnet, daß die Fadenspannung bestrebt
ist, den Bügel in seine zweite Stellung zu bewegen, in der
der Faden von der Fadenliefertrommel entkoppelt ist.
Bei einer anderen Fadenliefervorrichtung, die in der
DE-PS 33 16 786 beschrieben ist, ist die Fadenlieferrolle
in einem vorbestimmten Umfangsbereich von einem angetrie
benen endlosen Band umschlungen, das schmäler ist als die
axiale Höhe der Fadenlieferrolle. Im normalen Betriebs
zustand ist der Faden zwischen diesem Band und der ins
besondere als Stabkäfig ausgebildeten Fadenlieferrolle
eingeklemmt, so daß er in der bei diesen sogenannten
Bandfournisseuren gebräuchlichen Weise gefördert wird. Zur
Unterbrechung der Fadenlieferung kann der Faden durch zwei
beidseitig der Drehachse der Fadenlieferrolle und nahe
deren Umfangsfläche angeordnete, zwischen zwei Stellungen
verstellbare und dazu jeweils um eine horizontale Achse
schwenkbar gelagerte Fadenleitorgane für den zu- und
ablaufenden Faden aus dem Umschlingungsbereich unter dem
Band herausgeführt werden. Die quer zu der Drehachse der
Fadenliefertrommel verlaufende Schwenkachse der beiden
Fadenleitorgane ist derart angeordnet, daß bei in der
Nicht-Lieferstellung stehenden Fadenleitorganen die Faden
lieferrolle von dem zwischen diesen verlaufenden Faden
wesentlich weniger weit umschlungen ist, als in der Nor
malbetriebsstellung oder daß der Faden sogar außer Berüh
rung mit der Fadenlieferrolle gehalten ist. Der die beiden
Fadenleitorgane tragende Bügel ist mit einem verhältnis
mäßig langen, einseitig vorragenden Arm versehen, welcher
endseitig eine Fadenöse trägt, durch die der von der
Fadenliefertrommel ablaufende Faden geführt ist, der
zusammen mit einer feststehenden Fadenöse eine Faden
schlaufe bildet. Auf diese Weise kommt eine Hebelüber
setzung zustande, die bei dieser Konstruktion erforderlich
ist, um den Faden sicher aus dem unter dem Band liegenden
Umschlingungsbereich herauszuführen bzw. ihn wieder in
diesen einzubringen.
Der ganze Hebelmechanismus der Fadenleitorgane weist
notwendigerweise eine verhältnismäßig große träge Masse
auf, die ein träges Ansprechverhalten der Fadenliefervor
richtung bei abrupten Änderungen des Fadenverbrauches
bedingt. Außerdem sind bei solchen Bandfournisseuren die
Ein- und Auslegephasen, in denen der Faden unter das Band
gebracht bzw. von dort wieder herausgeführt wird, prinzip
bedingt kritisch und erfahrungsgemäß nicht exakt be
herrschbar. Die Gefahr einer Fadenüberlieferung kann nicht
vollständig beseitigt werden. Davon abgesehen sind die
Handhabung und das Einfädeln verhältnismäßig umständlich,
was übrigens in gleichem Maße auch für die im vorstehenden
beschriebenen Friktionsfournisseure gilt, die mit wenig
stens einem um eine zu der Drehachse der Fadenliefertrom
mel parallele Achse schwenkbar gelagerten Fadenleitorgan
arbeiten. Abhängig von der jeweiligen Konstruktion ist,
nebenbei bemerkt, deren Ansprechsverhalten ebenfalls in
unerwünscht hohem Maße träge.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Fadenliefervorrich
tung für fadenverbrauchende Textilmaschinen, insbesondere
Rundstrick- oder Rundwirkmaschinen, zu schaffen, die sich
als sogenannter Friktionsfournisseur bei einfachem Aufbau
und leichter Handhabung dadurch auszeichnet, daß die Fa
denlieferung schnell, feinfühlig und zuverlässig selbst
tätig ein- und ausschaltbar ist, ohne daß im ausgeschalte
ten oder Nicht-Lieferzustand eine Beschädigung des Fadens
oder eine unerwünschte Nachlieferung von Faden zu befürch
ten wären.
Zur Lösung dieser Aufgabe weist die eingangs genannte
Fadenliefervorrichtung in Kombination die Merkmale des
Patentanspruchs 1 auf.
Da der Faden lediglich durch die verhältnismäßig groß
gestaltbaren Fadenösen oder -haken der feststehenden
Fadenleiteinrichtung und die beweglichen Fadenleitmittel
durchgefädelt werden muß, ist die Handhabung und insbeson
dere das Einfädeln besonders einfach und übersichtlich.
Die Fadenliefervorrichtung ist unabhängig von der
Wickelkörperdrehrichtung einsetzbar, was von erheblicher
praktischer Bedeutung ist, weil es rechts- und linkslau
fende Rundstrickmaschinen gibt. Es brauchen i.a. lediglich
die Fadenzuleitelemente entsprechend umgesetzt zu werden,
ohne daß an dem Grundgerät selbst eine Änderung erforder
lich wäre. Die beweglichen Fadenleitmittel sind quer zu
der Drehachse der Fadenliefertrommel beweglich gelagert.
Die Fadenspannung ist in Form des an den beweglichen
Fadenleitmitteln angreifenden Fadenzuges bestrebt diese in
eine erste Grenzstellung zu ziehen, in der die Umfangs
fläche der Fadenliefertrommel von dem Faden in einem
maximalen Umschlingungsbereich umschlungen ist. Die be
weglichen Fadenleitmittel sind andererseits auf eine
zweite Grenzstellung zu vorgespannt, in der der Faden
zumindest im wesentlichen außer Berührung mit der Umfangs
fläche der Fadenliefertrommel gehalten ist. Die Größe des
jeweiligen Umschlingungsbereiches hängt von der tatsäch
lich auftretenden Fadenspannung ab. Zweckmäßigerweise
weisen die beweglichen Fadenleitmittel ein oder zwei, mit
dem Faden koppelbare(s), bewegliche(s) Fadenleitorgan auf.
Die quer zu der Drehachse der Fadenliefertrommel
gerichtete Beweglichkeit der beweglichen Fadenleitmittel
kann dadurch erreicht werden, daß die Fadenleitmittel in
entsprechenden Führungsmitteln geführt sind, wie sie im
Prinzip bspw. in der FR-2 401 251 A1 beschrieben sind. In
einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform ist die
Anordnung derart getroffen, daß die oder das Fadenleit
organ(e) um eine quer zu der Drehachse der Fadenliefer
trommel verlaufende Schwenkachse schwenkbar gelagert ist
bzw. sind.
Die Schwenkbewegung der Fadenleitorgane um die quer
zu der Drehachse der Fadenliefertrommel verlaufende Achse
bedingt, daß sich die Fadenleitorgane jeweils in einer zu
der Drehachse der Fadenliefertrommel parallelen Ebene auf
einem Kreisbogen bewegen. Im Betrieb führen sie deshalb
wegen der betriebsmäßig auftretenden Fadenspannungsschwan
kungen eine auf- und abgehende Bewegung aus, mit der
Folge, daß die Kontaktstelle zwischen dem Faden und der
den Faden reibschlüssig mitnehmenden Umfangsfläche der
Fadenliefertrommel variiert. Dadurch wird ein Einschneiden
des Fadens in den Reibbelag der Fadenliefertrommel automa
tisch vermieden.
Die neue Fadenliefervorrichtung kann mit Standard
maßen für den Halter, etc. hergestellt werden. Ihre Faden
liefertrommel kann in der üblichen Weise durch einen Loch-
oder Zahnriemen angetrieben werden, so daß sie auf dem
Halterungsring der Rundstrickmaschine, gemischt mit Posi
tiv-Fournisseuren etwa der aus der US-PS 4 793 565 be
kannten eingangs genannten Art, eingesetzt werden kann.
Das steht im Gegensatz zu den Verhältnissen bei Bandfour
nisseuren etwa der aus der DE-PS 33 16 786 bekannten Art,
bei denen der Faden zwischen dem Band und der Fadenliefer
trommel geklemmt wird und die deshalb ein zusätzliches
eigenes, endloses umlaufendes Band erforderlich machen.
Der Faden wird bei nachlassendem Fadenverbrauch bei
der neuen Fadenliefervorrichtung, je nach eingestellter
Fadeneinlaufspannung und Einstellung der elastischen
Vorspannung der beweglichen Fadenleitmittel, exakt voll
ständig oder zumindesten im wesentlichen vollständig von
der Fadenliefertrommel abgehoben. Auch bei längeren Still
standzeiten sind ein Durchscheuern des Fadens oder eine
Schlingenbildung von losem Faden ausgeschlossen.
Bei der Ausführungsform mit zwei beweglichen Faden
leitorganen können beiden Fadenleitorgane auf einer ge
meinsamen Welle gelagert sein, so daß sie gemeinsam be
weglich sind, doch sind auch Ausführungsformen denkbar,
bei denen jedes der beiden beweglichen Fadenleitorgane um
eine eigene Achse schwenkbar gelagert ist. Die Achsen der
beiden Fadenleitorgane werden in der Regel koaxial zuein
ander angeordnet sein, doch ist auch ein Versatz dieser
beiden Achsen denkbar. Die beiden Fadenleitorgane sind in
diesen Fällen zweckmäßigerweise unabhängig voneinander
gelagert. Auch kann jedes der Fadenleitorgane dann eine
eigene, getrennt einstellbare Vorspannung aufweisen. Auf
diese Weise hat jedes der Fadenleitorgane die Möglichkeit
sich entsprechend der an ihm angreifenden Kräfte schnell
zu bewegen. Im Gegensatz dazu erfolgt bei starr mitein
ander gekoppelten Fadenleitorganen deren Bewegung in
Abhängigkeit von der Resultierenden der an beiden Faden
leitorganen angreifenden Kräfte.
Die Vorspannung des oder der Fadenleitorgane(s) kann
im übrigen durch eine Federkraft und/oder eine Gewichts
belastung erzeugt sein, wobei es von Vorteil ist, wenn die
Federkraft einstellbar ist und das bzw. die Fadenleit
organ(e) auf ihre erste Stellung zu degressiv vorgespannt
ist bzw. sind, d. h. je weiter das Fadenleitorgan auf seine
erste, die Eingriffsstellung zu ausgelenkt wird, um so
schwächer wird die rückstellende Federkraft. Im Arbeits
bereich ist damit ein sehr sensibles Ansprechverhalten
gewährleistet, während in dem Ruhebereich, d. h. in der
Nicht-Eingriffsstellung jedes Fadenleitorgan mit etwas
größerer Kraft belastet ist, die bewirkt daß der Faden von
der Umfangsfläche der Fadenliefertrommel sicher abgehoben
ist.
Die ersten und die zweiten feststehenden Leiteinrich
tungen können in einer gemeinsamen Ebene liegen, wobei die
Schwenkachse jedes der beweglichen Fadenleitorgane par
allel zu dieser Ebene verlaufend ausgerichtet ist. Diese
feststehenden Fadenleiteinrichtungen können auch verstell
bar sein, um damit den Fadenlaufweg in optimaler Weise an
die Erfordernisse des jeweiligen Betriebsfalles anpassen
zu können. Die Drehachse der Fadenliefertrommel liegt in
der Regel zwischen der die feststehenden Fadenleiteinrich
tungen enthaltenden Ebene und der Schwenkachse zumindest
eines der beiden beweglichen Fadenleitorgane der Fadenlie
fertrommel, während die Schwenkachse selbst bevorzugt
oberhalb der Fadenliefertrommel verlaufend angeordnet ist.
Grundsätzlich ist auch eine andere Anordnung bspw. un
terhalb der Fadenliefertrommel möglich, worauf der Ordnung
halber hingewiesen sei. Die praktische Erfahrung hat
gezeigt, daß es häufig zweckmäßig ist, die Schwenkachse(n)
der Fadenleitorgane so anzuordnen, daß sie einen die
Fadenliefertrommel umhüllenden gedachten Zylinder schnei
det bzw. schneiden.
Um ein trägheitsarmes Arbeiten der Fadenliefervor
richtung beim Ein- und Auslegen des Fadens zu fördern,
sollen die Fadenleitorgane jeweils an massearmen Hebeln
angeordnet sein. Diese Hebel können als Rohre ausgebildet
sein, welche gegebenenfalls, zumindest bereichsweise,
eingeschobene Verstärkungseinlagen enthalten können.
Schließlich ist es von Vorteil, wenn die Schwenk
achse(n) der Fadenleitorgane zusammen mit diesen zugeord
neten Vorspannmitteln in einem eigenen, an dem Halter
vorgesehenen oder befestigten Gehäuseteil angeordnet und
gemeinsam mit zugeordneten Schwenklagermitteln in diesem
gegen Umwelteinflüsse geschützt, untergebracht sind. Auf
diese Weise wird die Betriebssicherheit der Geräte geför
dert, weil eine Beeinträchtigung durch Flußablagerungen
und dergleichen weitgehend verhindert ist.
Die neue Fadenliefervorrichtung kann mit lediglich
einer Fadenliefertrommel arbeiten, doch gibt es eine Reihe
von Anwendungsfällen, bei denen an einer Strickstelle
mehrere, in der Regel verschiedenfarbige Fäden wechselwei
se zugeführt werden müssen. Dazu ist es bekannt, Fadenlie
fervorrichtungen mit mehreren, koaxial zueinander angeord
neten Fadenliefertrommeln einzusetzen. Für solche Ein
satzfälle eignet sich auch die vorliegende Fadenliefervor
richtung, die so abgewandelt werden kann, daß sie
wenigstens zwei koaxial zueinander angeordnete Fadenlie
fertrommeln aufweist, von denen jeder feststehende Faden
leiteinrichtungen und wenigstens ein bewegliches Faden
leitorgan zugeordnet sind. Die Bewegungswege der Faden
leitorgane sowie die Fadenlaufwege der einzelnen Fadenlie
fertrommeln sind dabei einander nicht kreuzend ausgebil
det. Die Fadenleitorgane der einzelnen Fadenliefertrommeln
können den jeweils gleichen Schwenkradius um ihre Achsen
aufweisen, so daß sich für jede Fadenliefertrommel im
wesentlichen gleiche Bedingungen hinsichtlich des Zusam
menwirkens des Fadens mit der ihn mitnehmenden Umfangs
fläche ergeben. Jede der Fadenliefertrommeln ist im Berei
che ihrer Umfangsfläche so ausgebildet, daß sie den Faden
reibschlüssig fördert. Dazu kann sie einen die Umfangs
fläche bildenden, auswechselbaren Reibungsteil aufweisen,
der bspw. in Gestalt eines leicht auswechselbaren
Schlauchstückes aus einem gummielastischen Material beste
hen kann.
Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der neuen
Fadenliefervorrichtung sind Gegenstand von Unteransprü
chen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des
Gegenstandes der Erfindung dargestellt, es zeigen:
Fig. 1 Eine Fadenliefervorrichtung gemäß der Er
findung in perspektivischer, schematischer
Darstellung,
Fig. 2 die Fadenliefervorrichtung nach Fig. 1 in
einer Seitenansicht,
Fig. 3 die Fadenliefervorrichtung nach Fig. 1 in
einer Ansicht von vorne,
Fig. 4 die Fadenliefervorrichtung nach Fig. 1 in
einer perspektivischen Explosionsdarstel
lung, unter Veranschaulichung ihrer Einzel
teile,
Fig. 5/6 die Fadenliefertrommel der Fadenliefervor
richtung nach Fig. 1 in einer Draufsicht
auf ihre den Faden mitnehmenden Umfangsflä
che in schematischer Darstellung, unter
Veranschaulichung des Fadenlaufweges bei in
der ersten und in der zweiten Stellung ste
henden Fadenleitorganen
Fig. 7 ein Fadenleitorgan der Fadenliefervorrich
tung nach Fig. 1 in perspektivischer Teil
darstellung und in einem anderen Maßstab,
Fig. 8 eine Fadenliefervorrichtung gemäß der Er
findung in einer anderen Ausführungsform
und in einer Seitenansicht und
Fig. 9 die Fadenliefervorrichtung nach Fig. 1 in
einer Schnittdarstellung entsprechend der
Linie IX-IX der Fig. 8, in einer Ansicht
von unten.
Die in den Fig. 1 bis 7 der Zeichnung dargestellte
Fadenliefervorrichtung weist einen etwa quaderförmigen,
gehäuseartigen Halter 1 auf, der an seiner Unterseite mit
einer Befestigungseinrichtung in Gestalt einer querver
laufenden Nut 2 versehen ist, mittels der er auf einen
nicht weiter dargestellten Halterungsring des Maschinenge
stells einer Rundstrickmaschine aufgesetzt werden kann,
auf dem er mittels einer ebenfalls nicht veranschaulichten
Klemmschraube in an sich bekannter Weise fixiert wird. An
dem Halter 1 ist eine vertikale Antriebswelle 3 (Fig. 4)
mittels zweier Kugellager 4, 5 drehbar gelagert, die
einenends längs unter Zwischenlage einer Abstandsbüchse 6
mit einer Zahnriemenscheibe 7 drehfest verbunden ist,
welche auf der Oberseite des Halters 1 angeordnet ist. Auf
der Unterseite des Halters 1 gelegen, sind auf die An
triebswelle 3 eine Abstandshülse 8, eine Ringscheibe 9,
und zwei Fadenliefertrommeln 10 und eine Beilagscheibe 11
aufgesetzt. Die beiden Fadenliefertrommeln 10 sind
jeweils zweiteilig aus zwei scheibenartigen Teilen 10a,
10b aufgebaut, die auf einer auf die Antriebswelle 3
aufgeschobenen Führungsbüchse 12 sitzen. Das Ganze ist
durch eine auf die Antriebswelle aufgeschraubte Gewinde
mutter 13 axial zusammengepreßt und drehfest mit der
Antriebswelle 3 verbunden.
In der Nähe der Fadenliefertrommeln 10 ist an der
Unterseite des Halters 1 ein im wesentlichen V-förmiger
Haltebügel 14 mittels einer umgebogenen Lasche 15 und
einer Schraube 16 festgeschraubt, der auf jedem seiner
Schenkel zwei im Abstand zueinander angeordnete Faden
leitösen 17, 18 trägt. Die Fadenleitösen 17, 18 bilden ge
meinsam mit dem Haltebügel 14 feststehende Fadenleitein
richtungen. Sie liegen in einer gemeinsamen Ebene, die
parallel zu der Drehachse 19 der Antriebswelle 3 ausge
richtet ist, wie dies insbesondere aus Fig. 2 zu entnehmen
ist. Der V-förmige Haltebügel 14 ist symmetrisch zu der
Längsmittelebene 20 (Fig. 3) des Halters 1 angeordnet, die
die Drehachse 19 der Fadenliefertrommeln 10 enthält. Die
paarweise einander jeweils zugeordneten Fadenleitösen 17
bzw. 18 liegen somit im gleichen Abstand von dem Umfang
der oberen bzw. der unteren Fadenliefertrommel 10 und in
gleichen Abständen zu deren Drehachse 19 sowie der Sym
metrieebene 20. Wie insbesondere Fig. 3 erkennen läßt,
ist der Mittenabstand 21 der beiden oberen Fadenleitösen
17 etwas kleiner als der Durchmesser der Umfangsfläche 22
jeder der beiden gleichgestalteten Fadenliefertrommeln 10
wobei die Mittenachsen etwas oberhalb der oberen Stirn
fläche der oberen Fadenliefertrommel 10 liegen oder mit
dieser etwa fluchten.
Der Mittenabstand 23 der beiden unteren Fadenleitösen
ist etwas größer als der Mittenabstand 21 der oberen
Fadenleitösen 17. Er entspricht etwa dem Durchmesser der
Borde 24, die radial über die jeweilige Umfangsfläche 22
vorstehend diese beidseitig begrenzen. Die Mittelachsen
der beiden Fadenleitösen 18 liegen etwa auf der Höhe der
Stirnfläche der unteren Fadenliefertrommel 10 oder gering
fügig über dieser.
Auf die der Antriebsachse 3 benachbarte Stirnseite
des Halters 1 ist ein etwa quaderförmiges Gehäuse 25
aufgesetzt, das aus einem an dem Halter 1 mittels eines
Schraubenbolzens 26 befestigten Sockel 27 und einem Deckel
28 besteht, der mit dem Sockel 27 über zwei Schrauben 29
lösbar verbunden ist.
In entsprechenden Lagerstellen des Gehäuses 25 sind
zwei im wesentlichen U-förmige Bügel 30, 31, jeweils um
eine horizontale Schwenkachse 30a bzw. 31a (Fig. 1)
schwenkbar gelagert, die rechtwinklig zu der Drehachse 19
der beiden Fadenliefertrommeln 10 orientiert ist. Die
beiden Schwenkachsen 30a, 31a liegen, wie aus Fig. 2 zu
ersehen, in einer gemeinsamen Vertikalebene 32 im Abstand
übereinander. Die Vertikalebene 32 ist parallel zu der
Drehachse 19 der beiden Fadenliefertrommeln 10 ausgerich
tet und in einem Abstand von diesen angeordnet, der klei
ner ist als der Radius der zylindrischen Umfangsflächen 22
der Fadenliefertrommel 10. Die Schwenkachsen 30a, 31a
schneiden deshalb einen den Umfangsflächen 22 der Faden
liefertrommeln 10 umschriebenen gedachten Zylinder. Die
Bügel 30, 31 weisen jeweils zwei Schenkel 30b bzw. 31b
auf, die eine gleiche Länge haben und endseitig Fadenleit
organe in Gestalt von Fadenösen 33 tragen. Bei der
Schwenkbewegung um die Schwenkachse 30 bzw. 31a bewegen
sich die dem jeweiligen Bügel 30 bzw. 31 paarweise zu
geordneten Fadenösen 33 auf Kreisbögen 34, 35, die einen
gleichen Radius aufweisen. Die Kreisbögen 34 bzw. 35
liegen beidseitig der Fadenliefertrommeln 10 in gemein
samen vertikalen Ebenen, die parallel zu der Drehachse 19
der Fadenliefertrommeln 10 ausgerichtet sind und nahe bei
diesen verlaufen. Wie Fig. 2 erkennen läßt, sind die
Lager der Schwenkachsen 30a, 31a bezüglich der Fadenlie
fertrommeln 10 und die Länge deren Schenkel 30b, 31b so
gewählt, daß sich der Kreisbogen 34 bzw. 35, den die
jeweilige Fadenöse 33 bei der Schwenkung durchläuft, über
die Höhe der Umfangsfläche 22 der jeweiligen Fadenliefer
trommel 10 erstreckt, wobei der untere Bord 24 der jewei
ligen Fadenliefertrommel 10 mit seiner der Umfangsfläche
22 zugewandten Innenfläche etwa tangential zu dem Kreisbo
gen 34 bzw. 35 sich erstreckt.
Die Schenkel 30b, 31b der beiden Bügel 30, 31 sind,
wie bspw. die Fig. 3, 4 zeigen, bei 30c bzw. 31c stumpf
winklig abgewinkelt, so daß sich die dem einzelnen Bügel
jeweils zugeordneten Fadenösen 33 in der der Umfangsfläche
22 der jeweiligen Fadenliefertrommel 10 zugeordneten Höhe
in der entsprechenden zu der Drehachse 20 der Liefertrom
meln 10 parallelen Ebene frei bewegen können.
Die Bügel 30, 31 sind im übrigen massearm ausgebildet
und möglichst reibungsfrei gelagert. Sie bestehen deshalb
jeweils aus einem dünnen entsprechend gebogenem Metall
röhrchen 36 (Fig. 7), in das ein Verstärkungsdraht 37
eingeschoben ist, der an den besonders biegebeanspruchten
Stellen eine Verstärkung bewirkt. Der Verstärkungsdraht 37
haltert endseitig die aus Keramik hergestellte Fadenöse 33
und ist bei 38 mit dem Röhrchen 36 verlötet. Dadurch daß
die im wesentlichen zylindrische Fadenöse 33 von dem
Verstärkungsdraht 37 außen umschlungen ist, ist eine
einwandfreie Halterung mit gewichtssparenden Mitteln
gewährleistet.
Die Bügel 30, 31 sind jeweils zwischen zwei Stellun
gen schwenkbar gelagert, von denen in Fig. 2 für den Bügel
30 die erste Stellung und für den Bügel 31 die zweite
Stellung dargestellt ist. Bei in der ersten Stellung
stehendem Bügel 30 bzw. 31 stehen seine beiden Fadenösen
33 jeweils in dem Bereich zwischen den feststehenden
Fadenleitösen 17, 18 und der Drehachse 19 der Fadenliefer
trommeln 10 oder mit anderen Worten, die Drehachse 19
verläuft zwischen einer gedachten Verbindungslinie der
beweglichen Fadenösen 33 und der jeweils zugeordneten
Schwenkachse 30a bzw. 31a.
Bei in der zweiten Stellung stehendem Bügel 30 bzw.
31a liegen die zugeordneten Fadenösen 33 auf der anderen
Seite der Drehachse 19 in einem solchen Abstand von die
ser, daß eine die Mittelpunkte der beiden Fadenösen 33 des
jeweiligen Bügels miteinander verbindende gedachte Gerade
von der Umfangsfläche 22 der zugeordneten Fadenliefer
trommel 10 seitlich beabstandet ist oder diese allenfalls
im wesentlichen tangential berührt.
Die beiden Grenzstellungen der Bügel 30, 31 sind in
den Fig. 5, 6 dargestellt, von denen Fig. 5 die erste
Stellung und Fig. 6 die zweite Stellung veranschaulicht.
Jeder der beiden Bügel 30, 31 ist auf seine zweite
Stellung nach Fig. 6 zu einerseits durch das Gewicht
seiner Schenkel 30b bzw. 31b und der Fadenösen 33 und
andererseits durch elastische Vorspannmittel hin vorge
spannt. Diese elastischen Vorspannmittel enthalten jeweils
eine Zugfeder 39 (Fig. 4), die einenends an einem U-förmi
gen Widerlagerbügel 40 verankert ist, welcher in dem
Gehäusedeckel 28 um eine zu der Schwenkachse 30a bzw. 31a
parallele Achse schwenkbar gelagert ist. Andernends ist
die Zugfeder 39 jeweils in eine Abkröpfung 30d bzw. 31d
des jeweiligen Bügels 30 bzw. 31 eingehängt. Zwei seitlich
in den Gehäusedeckel 28 eingeschraubte Stellschrauben 41
stützen jeweils mit einem kegelförmigen Ende 42 den zu
geordneten Widerlagerbügel 40 ab und erlauben es damit,
seine Schwenklage und somit auch die Vorspannung der Feder
39 zu verändern.
Die beschriebene Vorspanneinrichtung wirkt degressiv
auf die erste Bügelstellung hin, d. h. mit zunehmender Ver
schwenkung des Bügels 30 bzw. 31 in seine erste Stellung
nimmt die auf ihn wirkende, rücktreibende Vorspannkraft
ab. Diese Vorspannkraft hat ihren Höchstwert bei der in
der zweiten Stellung stehendem Bügel, so daß der Bügel 30,
31 sicher und exakt in dieser Stellung gehalten bleibt,
während er in der ersten Stellung mit geringerer Kraftein
wirkung verstellbar ist.
In dem Bereich hinter dem Haltebügel 14 ist auf den
Halter ein Trägerteil 43 aufgeschraubt, das eine an ihm
befestigte horizontale, Halteschiene 44 trägt, an der zwei
Fadenbruchabsteller 45 angeordnet sind, von denen jeder
einer der Fadenliefertrommeln 10 zugeordnet ist. Auf den
Gehäusen der Fadenbruchabsteller 45 ist jeweils eine
Einlauf-Fadenbremse 46 angeordnet, der ein Knotenfänger 47
vorgeordnet ist. Die Fadenbremsen 46 sind als übliche ver
stellbare Tellerfadenbremsen ausgebildet. Sie bilden ge
meinsam mit dem Fadenbruchabsteller 45 und dem Knotenfän
ger 47 jeweils eine Baueinheit, die wie bereits erwähnt,
der jeweiligen Fadenliefertrommel 10 zugeordnet ist.
Die insoweit beschriebene Fadenliefervorrichtung
arbeitet wie folgt:
Wie in Fig. 1 für eine der Fadenliefertrommeln 10 gestrichelt angedeutet, läuft der von einer nicht weiter dargestellten Vorratsstelle, bspw. einer Spule, kommende Faden 48 zunächst durch den Knotenfänger 47 und die Faden bremse 46, sowie durch den Fadenbruchabsteller 45, von wo aus er in der insbesondere aus Fig. 2 zu entnehmenden Weise der einlaufseitigen, feststehenden Fadenleitöse 17 zugeleitet wird. Von dieser Fadenleitöse 17 aus verläuft der Fadenlaufweg unmittelbar durch die benachbarte be wegliche Fadenöse 33 des zugeordneten Bügels 30 (bzw. 31), sodann direkt zu der auf der gegenüberliegenden Trommel seite befindlichen zweiten Fadenösen 33 des gleichen Bügels 30 (bzw. 31) und von dort aus unmittelbar zu der auslaufseitigen feststehenden Fadenleitöse 17, von wo aus der Faden zu der Fadenverbrauchsstelle, bspw. einer Strickstelle einer Rundstrickmaschine, läuft.
Wie in Fig. 1 für eine der Fadenliefertrommeln 10 gestrichelt angedeutet, läuft der von einer nicht weiter dargestellten Vorratsstelle, bspw. einer Spule, kommende Faden 48 zunächst durch den Knotenfänger 47 und die Faden bremse 46, sowie durch den Fadenbruchabsteller 45, von wo aus er in der insbesondere aus Fig. 2 zu entnehmenden Weise der einlaufseitigen, feststehenden Fadenleitöse 17 zugeleitet wird. Von dieser Fadenleitöse 17 aus verläuft der Fadenlaufweg unmittelbar durch die benachbarte be wegliche Fadenöse 33 des zugeordneten Bügels 30 (bzw. 31), sodann direkt zu der auf der gegenüberliegenden Trommel seite befindlichen zweiten Fadenösen 33 des gleichen Bügels 30 (bzw. 31) und von dort aus unmittelbar zu der auslaufseitigen feststehenden Fadenleitöse 17, von wo aus der Faden zu der Fadenverbrauchsstelle, bspw. einer Strickstelle einer Rundstrickmaschine, läuft.
Die zylindrische Umfangsfläche der Fadenliefertrommel
10 ist aufgerauht oder mit einem für die reibschlüssige
Mitnahme des Fadens 48 geeigneten Belag versehen. Dies
kann in besonders vorteilhafter Weise dadurch geschehen,
daß auf die Fadenliefertrommel 10 ein aus einem gummiela
stischen Material, bspw. Kunststoff, bestehender Schlauch
100 (Fig. 4) aufgezogen ist, der die mit dem Faden 48 in
Berührung kommende Umfangsfläche 22 trägt. Die Ränder der
Fadenliefertrommeln sind an den Borden 24 jeweils mit
einem entsprechendem Absatz versehen, so daß es keine
vorstehenden Kanten gibt, die den Fadenlauf beeinträchti
gen können. Die Borde 24 führen einen locker werdenden
Faden und verhindern, daß er auf die jeweils benachbarte
Fadenliefertrommel 10 gelangt und sich mit den dort be
findlichen Faden verheddert.
In Normalbetrieb der Rundstrickmaschine steht der von
der Vorratsstelle laufend abgezogene Faden 48 unter seiner
Betriebsspannung, die insbesondere durch die Fadenbremse
46 eingestellt ist. Unter der Wirkung der an den beiden
beweglichen Fadenösen 33 angreifenden Fadenspannung, d. h.
des Fadenzuges, ist der Bügel 30, entgegen der Wirkung der
Vorspannung der zugeordneten Feder 39, in seine erste
Stellung nach Fig. 2 bzw. 5 geschwenkt. In dieser Stellung
liegt der Faden 48, wie aus Fig. 5 zu entnehmen, über
einen Umschlingungsbereich 49 von nahezu 180° an der
Umfangsfläche 22 der Fadenliefertrommel 10 an, gegen die
er durch die Fadenspannung angepreßt ist. Der Faden 48
wird deshalb mit einer von der Drehzahl der Fadenliefer
trommel 10 abhängigen Geschwindigkeit reibschlüssig geför
dert.
Da die Fadenspannung bei diesem Normalbetrieb eine
gewisse höherfrequente Schwankung aufweist, die von Unre
gelmäßigkeiten des Fadens oder den Gegebenheiten des
Strickvorganges abhängt, führt der in der ersten Stellung
stehende Bügel 30 kleine oszillatorische Schwenkbewegungen
um seine Schwenkachse 30a aus. Dies hat zur Folge, daß,
wie anhand von Fig. 2 ohne weiteres verständlich, seine
beiden beweglichen Fadenösen 33 auf den Kreisbögen 34
etwas hin und her bewegt werden, so daß sich keine fest
stehende Berührungslinie des Fadens 48 mit der Umfangs
fläche 22 in dem Berührungsbereich 49 ergibt. Der Faden 48
wird vielmehr auf der Umfangsfläche 22 axial etwas auf und
ab bewegt, so daß er sich nicht in die Umfangsfläche 22
einarbeiten oder diese ungleichmäßig abnutzen kann. Wegen
der geringen Masse des Bügels 30 kann dieser den höher
frequenten Fadenspannungschwankungen unmittelbar folgen.
Bei Unterbrechung des Fadenverbrauchs, bspw. weil der
Ringelapparat der Rundstrickmaschine den Faden ausgelegt
und durch einen anderen Faden ersetzt hat, bricht die
Fadenspannung rasch zusammen. Damit kann die auf den Bügel
30 einwirkende Vorspannung den Bügel 30 in die zweite
Stellung nach Fig. 6 überführen, in der der Faden 48 außer
Berührung mit der Umfangsfläche 22 der Fadenliefertrommel
steht. Die Fadenliefertrommel 10 ist damit wirkungslos; die
Fadenlieferung ist eingestellt. Da der Faden die Umfangs
fläche 22 nicht mehr berührt, sind auch ein Nachliefern
des Fadens und eine dadurch bedingte Schlingenbildung,
ebenso wie ein Durchscheuern des Fadens bei längeren
Stillstandszeiten, ausgeschlossen. In der Praxis, ins
besondere bei unempfindlicheren Garnen, kann die zweite
Bügelstellung auch so gewählt werden, daß das zwischen
seinen beiden beweglichen Fadenösen (33) sich erstreckende
Fadenstück noch etwas an der Umfangsfläche 22 anliegt,
ohne von dieser mitgenommen zu werden, worauf der Ordnung
halber hingewiesen sei.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform kann die
Funktion des Fadenbruchabstellers 45 auch unmittelbar von
den beweglichen Fadenösen 33 mit übernommen werden. Zu
diesem Zwecke können, wie in Fig. 6 mit der Bezeichnung
33′ für die Fadenösen angedeutet, die Fadenösen 33′ in
eine dritte Grenzstellung, in der der Faden 48 von der Um
fangsfläche 22 lediglich abgehoben ist schwenken. In ihrer
zweiten Stellung werden die Fadenösen 33 bei unterbroche
nem Fadenverbrauch von der im stillstehenden Faden noch
vorhandenen Restfadenspannung gehalten. Bei Auftreten
eines Fadenbruchs entfällt diese Restfadenspannung und die
Fadenösen 33 werden von den Federn 39 in die dritte Stel
lung (33′) überführt. Diese dritte Stellung wird durch in
dem Gehäuse 25 angeordnete Sensormittel festgestellt. Sie
geben ein Abstellsignal an die Maschine.
Um zu vermeiden, daß der an sich intakte, stillste
hende Faden seine Restfadenspannung dadurch verliert, daß
Faden von der Zulaufseite her nachgezogen wird, ist eine
Fadenklemme 60 vorgesehen, in der der Faden 48, beim
Übergang aus der zweiten in die dritte Stellung eingeführt
wird, bevor die Sensormittel ansprechen. Ist der Faden
gerissen, so gehen die beweglichen Fadenösen 33 in die
dritte Stellung (33′); ist der Faden bei nachlassender
Restfadenspannung intakt, so werden sie in der durch die
Klemme 60 bestimmten unwirksamen Zwischenstellung gehal
ten, in der die Sensormittel noch nicht ansprechen.
Die massearme Ausbildung des Bügels 30 bzw. 31 und
der beweglichen Fadenleitösen 33 ergeben zusammen mit der
hängenden Anordnung der Fadenösen 33 eine sehr geringe
Ansprechverzögerung der Bügel 30, 31 beim Nachlassen bzw.
Wiederauftreten der Fadenspannung. Diese Eigenschaft wird
noch dadurch gefördert, daß der Fadenlaufweg von den
feststehenden Fadenleitösen 17 bzw. 18 unmittelbar zu bzw.
von der jeweils zugeordneten beweglichen Fadenöse 33 hin
bzw. von dieser wegführt, ohne daß dazwischen noch irgend
welche weiteren Fadenleitorgane lägen, die von dem Faden
bewegt werden müssen. Außerdem sind die Fadenlaufwege der
beiden Fadenliefertrommeln 10 einander nicht kreuzend
ausgebildet.
Durch die erläuterte degressive Wirkung der Vorspann
federn 39 ist einerseits sichergestellt, daß die Fadenösen
33 im Normalbetrieb die bereits erwähnte Changierbewegung
über die axiale Höhe der Umfangsfläche 22 ausführen und
auf längerperiodische Änderungen der Fadenspannung mit
einer entsprechenden Veränderung des Umschlingungsberei
ches 49 und damit der Lieferwirkung reagieren können,
während andererseits, bei entsprechendem Abfallen der
Fadenspannung, der Bügel 30 bzw. 31 mit verhältnismäßig
großer Kraft sicher in seiner zweiten, der Nicht-Liefer
stellung, gehalten ist.
Die im vorstehenden beschriebene Funktion gilt
selbstverständlich für jede der Fadenliefertrommeln 10,
von denen bei dem Ausführungsbeispiel lediglich zwei
dargestellt sind. Es sind auch Ausführungsformen mit bis
zu vier und mehr Fadenliefertrommeln 10 möglich, wie es
andererseits auch Einsatzfälle gibt, bei denen lediglich
mit einer einzigen Fadenliefertrommel 10 gearbeitet wird.
Die Zahl der verwendeten Fadenliefertrommeln 10 hängt von
der Anzahl der für die jeweilige Strickstelle bereitzuhal
tenden wahlweise ein- und auslegbaren Fäden ab.
Bei einer Ausführungsform mit mehr als zwei Fadenlie
fertrommeln 10 kann die praktische Ausführung auch so
sein, daß in Richtung der Drehachse 19 sich an die in Fig.
1 dargestellte untere Fadenliefertrommel 10 wiederum ein
Halter 1 anschließt, durch den die Antriebswelle 3 hin
durchgeht. Auf die nach wie vor mit der Zahnriemenscheibe
7 drehfest verbundene und in dem in Fig. 1 dargestellten
Halter 1 drehbar gelagerte Antriebswelle 3 sind außer den
beiden veranschaulichten Fadenliefertrommeln 10 noch die
weiteren Fadenliefertrommeln 10 drehfest aufgesetzt. Diese
liegen unterhalb des zweiten Halters 1, der über ein
geeignetes Adapterelement mit dem ersten Halter 1 kon
struktiv verbunden ist. Der zweite Halter 1 trägt die
beweglichen Fadenösen 33 für die weiteren Fadenliefer
trommeln 10. Insoweit ist die Konstruktion wie in Fig. 1
bis 3 veranschaulicht.
Bei der beschriebenen Ausführungsform sind außerdem
die beiden, jeder Fadenliefertrommel 10 zugeordneten,
beweglichen Fadenösen 33 an einem gemeinsamen Bügel 30
bzw. 31 befestigt. Es sind auch Ausführungsformen denkbar,
bei denen der Bügel 30 bzw. 31 an seinem Mittelschenkel
aufgeteilt ist, so daß die beiden Fadenösen 33 jeweils um
eine eigene Achse an einer eigenen Lagerstelle schwenkbar
gelagert sind. Dem die jeweilige Fadenöse 33 tragenden
Bügelschenkel 30b bzw. 31b ist dann auch eine eigene
Vorspannfeder 39 zugeordnet, so daß für jede bewegliche
Fadenöse 33 die Vorspannung individuell eingestellt werden
kann. Die unabhängige Lagerung der beweglichen Fadenösen
33 kann in gewissen Fällen ein noch flinkeres Ansprechen
der Fadenliefervorrichtung auf Änderungen der Fadenspan
nung ergeben.
In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß die Schwenk
achsen der einzeln gelagerten beweglichen Fadenösen 33
auch nicht immer zwangsläufig paarweise koaxial zueinander
liegen müssen. Abhängig von den Gegebenheiten des Faden
verbrauchs und der Geometrie des Fadenlaufwegs, können die
Schwenkachsen auch gegeneinander versetzt sein. In diesem
Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, daß auch bei dem be
schriebenen Ausführungsbeispiel die Schwenkachsen 30a, 31a
unter bestimmten Umständen auch außerhalb des den Umfangs
flächen 22 der Fadenliefertrommeln 10 umschriebenen, ge
dachten Zylinders liegen können, wie auch die Länge der
Bügelschenkel verschieden gewählt werden kann.
Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß der V-
förmige Haltebügel 14 für die feststehenden Fadenleitösen
17, 18 auch verstellbar ausgebildet werden kann, derart,
daß der gegenseitige Abstand seiner beiden Schenkel ver
ändert und auf den Durchmesser der Umfangsfläche 22 der
Fadenliefertrommel 10 abgestimmt werden kann. Eine solche
Verstellmöglichkeit kann auch in Richtung der Drehachse 19
der Fadenliefertrommeln 10 vorgesehen werden, um die
Höhenlage der Fadenleitösen 17, 18 bezüglich der Fadenlie
fertrommeln 10 zu verändern.
Außerdem kann auch die Winkellage der die Schenkel
des Haltebügels 14 enthaltenden Ebene bezüglich der Dreh
achse 19 verstellbar gemacht werden.
Die beweglichen Fadenösen 33 könnten auch auf
Führungen quer zu der Drehachse 19 beweglich oder ver
schieblich gelagert sein, wobei die Führungen so angeord
net und ausgebildet sein können, daß der Faden, abhängig
von der Fadenspannung an unterschiedlichen Berührungs
stellen an der Umfangsfläche 22 in dem jeweiligen Um
schlingungsbereich 49 anliegt. Dies könnte zum Beispiel
durch eine Linearführung erreicht werden, die unter einem
von 90° abweichenden Winkel zu der Drehachse verläuft.
Bei der im vorstehenden anhand der Fig. 1 bis 7
erläuterten Ausführungsform der neuen Fadenliefervorrich
tung sind jeder der beiden Fadenliefertrommeln 10 zwei
bewegliche Fadenösen 33 zugeordnet, die jeweils auf einem
Bügel 30 bzw. 31 angeordnet sind und die sich beidseitig
der Fadenliefertrommeln 10 auf Kreisbögen 34 bzw. 35
bewegen.
Diese Fadenliefervorrichtung kann in der Weise abge
wandelt werden, daß die beweglichen Fadenleitmittel pro
Liefertrommel lediglich ein bewegliches Fadenleitorgan in
Gestalt einer Fadenöse 33 aufweisen. Eine solche abgewan
delte Ausführungsform ist in den Fig. 8 und 9 veran
schaulicht. Sie hat grundsätzlich den gleichen Aufbau wie
die Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 7; gleiche
Teile sind deshalb mit gleichen Bezugszeichen versehen und
zur Vermeidung von Wiederholungen nicht nochmals erläu
tert.
Abweichend von der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis
7 sitzen die beiden beweglichen Fadenösen 33 jeweils an
einem Bügelarm 300 bzw. 310, der in dem an der Stirnseite
des Halters 1 befestigten Gehäuse 25 um eine quer zu der
Drehachse 19 der Fadenliefertrommeln 10 verlaufende
Schwenkachse 300a bzw. 310a schwenkbar gelagert ist. Die
Schwenkachsen 300a und 310a liegen wieder in der zu der
Drehachse 19 parallelen Vertikalebene 32 im Abstand über
einander und verlaufen innerhalb eines die Umfangsflächen
22 der beiden Fadenliefertrommeln 10 umschließenden,
gedachten Zylinders (Fig. 8). Jede der beiden Fadenösen
33 bewegt sich deshalb auf einem Kreisbogen um ihre jewei
lige Schwenkachse 300a bzw. 310a, mit der Folge, daß der
Faden 48, bedingt durch die höherfrequenten Anteile der
Fadenspannung, eine vertikale Changierbewegung bezüglich
der entsprechenden Umfangsfläche 22 ausführt. In Fig. 8
sind für die an dem Bügelarm 300 angeordnete Fadenöse 33
die erste Grenzstellung und für die an dem anderen Bügel
arm 310 sitzende Fadenöse 33 die zweite Grenzstellung
dargestellt, zwischen der jede der beiden Fadenösen 33
verschwenkbar ist. Wie aus Fig. 9 zu entnehmen,
umschließt der Faden 48 bei in der ersten Grenzstellung
stehender Fadenöse 33 (hier an dem Bügelarm 300) die
Umfangsfläche 22 seiner zugeordneten Fadenliefertrommel 10
über einen Umschlingungsbereich von mehr als 120°, der
genau gesehen, in zwei Umschlingungs-Teilbereiche aufge
teilt ist, weil die Fadenöse 33 in geringem Abstand von
der Umfangsfläche 22 steht. Die Größe des Umschlingungs
bereiches kann im übrigen durch entsprechende Wahl des
Abstandes der feststehenden Fadenleitösen 17 bzw. 18
zweckentsprechend gewählt werden.
Bei nachlassender Fadenspannung geht der die bewegli
che Fadenöse 33 tragende Bügelarm in die zweite Grenz
stellung, die für den Bügelarm 310 dargestellt ist und in
der die Fadenöse 33 in einem solchen radialen Abstand von
der Drehachse 19 der Fadenliefertrommel 10 steht, daß der
Faden 48 berührungslos an der Umfangsfläche 22 vorbei
geführt oder allenfalls geringfügig im wesentlichen tan
gential an dieser anliegend geleitet ist. Fig. 9 zeigt,
daß sich dabei ein im wesentlichen V-förmiger Fadenlaufweg
ergibt. Den beiden in der die Drehachse 19 enthaltenden,
vertikalen Symmetrieebene 20 der Fadenliefertrommel 10 und
des Halters 1 beweglichen Fadenösen 33 kann ebenfalls eine
dritte Grenzstellung zugeordnet werden, die die jeweilige
Fadenöse 33 bei Fadenbruch einnimmt, wie dies anhand der
Fig. 6 bereits erläutert wurde.
Im übrigen entspricht die Funktion dieser abgeänder
ten Ausführungsform der Fadenliefervorrichtung jener der
Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 7, so daß sich eine
weitere Erläuterung erübrigt.
Bei beiden beschriebenen Ausführungsformen dient jede
der Fadenliefertrommeln 10 dazu, einen eigenen Faden 48 zu
fördern. Es gibt auch Einsatzfälle, bei denen es zweck
mäßig ist, zur Förderung eines Fadens jeweils zwei auf
einer gemeinsamen Welle sitzende Fadenliefertrommel zu
verwenden, um so bspw. die reibschlüssige Fadenmitnahme im
Strickbetrieb zu verstärken. Bei den beschriebenen Faden
liefervorrichtungen kann dies in einfacher Weise dadurch
erreicht werden, daß der Faden 48, wie bspw. in den
Fig. 2, 5 und 6 dargestellt, von einer Fadenvorratsstelle,
in der Regel von einer Spule, kommend über die von dem
Knotenfänger 47, der Fadenbremse 46 und dem Fadenbruch
absteller 45 gebildeten Fadenzuleitmittel zu einer fest
stehenden Fadenleitöse 17, von dieser zu den beweglichen
Fadenleitmitteln in Gestalt der Fadenöse(n) 33 und von da
aus zu der anderen feststehenden Fadenleitöse 17 läuft.
Von dieser Fadenleitöse 17 aus geht er dann nicht unmit
telbar zu dem Fadenverbraucher, sondern zunächst zu der
fadenzulaufseitigen, unteren, feststehenden Fadenleitöse
18, von dieser zu den der zweiten Fadenliefertrommel 10
zugeordneten, beweglichen Fadenleitmitteln in Gestalt
deren beweglicher Fadenöse(n) 33 und erst von dieser aus
durch die fadenablaufseitige feststehende Fadenleitöse 18
zu dem Fadenverbraucher.
Die bewegliche(n) Fadenöse(n) 33 bewegen sich bei der
Fadenliefervorrichtung unter der Wirkung des an ihr bzw.
ihnen angreifenden Fadenzuges zwischen der ersten und der
zweiten Grenzstellung. Die Größe des tatsächlich vorhande
nen Umschlingungsbereiches hängt somit von der im jeweili
gen Betriebszustand vorhandenen Fadenspannung ab.
Claims (31)
1. Fadenliefervorrichtung für fadenverbrauchende
Textilmaschinen, insbesondere Rundstrick- oder Rundwirk
maschinen,
mit einem Befestigungseinrichtungen (2) aufweisenden Halter (1),
mit wenigstens einer an ihrer Umfangsfläche (22) zur reibschlüssigen Fadenmitnahme eingerichteten, an dem Halter (1) drehbar gelagerten Fadenliefertrommel (10),
mit Einrichtungen (7) zur antriebsmäßigen Kopplung der Fadenliefertrommel (10) mit einer Antriebsquelle,
mit feststehenden Fadenleiteinrichtungen (17, 18), die an dem Halter (1) zu beiden Seiten der Drehachse (19) der Fadenliefertrommel (10) auf deren Fadenzu- und Ablauf seite angeordnet sind,
mit nahe der Umfangsfläche (22) der Fadenliefertrom mel (10) angeordneten, in Abhängigkeit von der Fadenspan nung beweglichen Fadenleitmitteln (33) für den der Faden liefertrommel zu und von dieser ablaufenden Faden (48), die quer zu der Drehachse (19) der Fadenliefertrommel (10) zwischen zwei Grenzstellungen beweglich gelagert sind, wobei
die beweglichen Fadenleitmittel (33) auf ihre zweite Grenzstellung zu elastisch vorgespannt sind und der an ihnen angreifende Fadenzug bestrebt ist, sie in ihre erste Grenzstellung zu ziehen,
bei in der ersten Stellung stehenden Fadenleitmitteln (33) die Umfangsfläche (22) der Fadenliefertrommel (10) von dem Faden (48) in einem maximalen Umschlingungsbereich (49) umschlungen ist und bei in der zweiten Grenzstellung stehenden Fadenleitmitteln (33) der Faden (48) zumindest im wesentlichen außer Berührung mit der Umfangsfläche (22) der Fadenliefertrommel gehalten ist und
der Fadenlaufweg von einer ersten feststehenden Fadenleiteinrichtung (17, 18) unmittelbar zu den bewegli chen Fadenleitmitteln (33) und von diesen unmittelbar zu einer zweiten feststehenden Fadenleiteinrichtung (17, 18) verlaufend ausgebildet ist.
mit einem Befestigungseinrichtungen (2) aufweisenden Halter (1),
mit wenigstens einer an ihrer Umfangsfläche (22) zur reibschlüssigen Fadenmitnahme eingerichteten, an dem Halter (1) drehbar gelagerten Fadenliefertrommel (10),
mit Einrichtungen (7) zur antriebsmäßigen Kopplung der Fadenliefertrommel (10) mit einer Antriebsquelle,
mit feststehenden Fadenleiteinrichtungen (17, 18), die an dem Halter (1) zu beiden Seiten der Drehachse (19) der Fadenliefertrommel (10) auf deren Fadenzu- und Ablauf seite angeordnet sind,
mit nahe der Umfangsfläche (22) der Fadenliefertrom mel (10) angeordneten, in Abhängigkeit von der Fadenspan nung beweglichen Fadenleitmitteln (33) für den der Faden liefertrommel zu und von dieser ablaufenden Faden (48), die quer zu der Drehachse (19) der Fadenliefertrommel (10) zwischen zwei Grenzstellungen beweglich gelagert sind, wobei
die beweglichen Fadenleitmittel (33) auf ihre zweite Grenzstellung zu elastisch vorgespannt sind und der an ihnen angreifende Fadenzug bestrebt ist, sie in ihre erste Grenzstellung zu ziehen,
bei in der ersten Stellung stehenden Fadenleitmitteln (33) die Umfangsfläche (22) der Fadenliefertrommel (10) von dem Faden (48) in einem maximalen Umschlingungsbereich (49) umschlungen ist und bei in der zweiten Grenzstellung stehenden Fadenleitmitteln (33) der Faden (48) zumindest im wesentlichen außer Berührung mit der Umfangsfläche (22) der Fadenliefertrommel gehalten ist und
der Fadenlaufweg von einer ersten feststehenden Fadenleiteinrichtung (17, 18) unmittelbar zu den bewegli chen Fadenleitmitteln (33) und von diesen unmittelbar zu einer zweiten feststehenden Fadenleiteinrichtung (17, 18) verlaufend ausgebildet ist.
2. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die beweglichen Fadenleitmittel le
diglich ein mit dem Faden koppelbares, bewegliches Faden
leitorgan (33) aufweisen.
3. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das bewegliche Fadenleitorgan (33) in
einer zwischen der ersten und der zweiten feststehenden
Fadenleiteinrichtung (17, 18) durchlaufenden, die Dreh
achse (9) der Fadenliefertrommel (10) enthaltenden Ebene
(20) beweglich gelagert ist.
4. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die beweglichen Fadenleitmittel zwei
beidseitig der Drehachse der Fadentrommel angeordnete,
bewegliche Fadenleitorgane (33) aufweisen zwischen denen
sich ein Teil des Fadenlaufweges erstreckt.
5. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die beweglichen Fadenleitmittel um
wenigstens eine quer zu der Drehachse (9) der Fadenliefer
trommel (10) verlaufenden Schwenkachse (30a, 31a)
schwenkbar gelagert sind.
6. Fadenliefervorrichtung nach den Ansprüchen 4 und
5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden beweglichen
Fadenleitorgane (33) um eine gemeinsame Schwenkachse (30a,
30b) schwenkbar gelagert sind.
7. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden beweglichen Fadenleitorgane
(33) unabhängig voneinander gelagert sind.
8. Fadenliefervorrichtung nach den Ansprüchen 4 und
5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der beiden bewegli
chen Fadenleitorgane (33) um eine eigene Schwenkachse
schwenkbar gelagert ist.
9. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorspannung durch eine Federkraft
(39) und/oder eine Gewichtsbelastung erzeugt ist.
10. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüchen
2 oder 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Faden
leitorgan (33) eine eigene, getrennt einstellbare Vor
spannung aufweist.
11. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 6 dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden beweglichen Fadenleitorgane
(33) auf einer gemeinsamen Welle oder Achse gelagert sind.
12. Fadenliefervorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten
und die zweiten feststehenden Fadenleiteinrichtungen (17,
18) in einer gemeinsamen Ebene liegen und daß die Schwenk
achse (30a, 31a) der beweglichen Fadenleitmittel parallel
zu dieser Ebene verlaufend ausgerichtet ist.
13. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drehachse (19) der Fadenliefer
trommel (10) zwischen der Ebene und der Schwenkachse(n)
(30a, 31a) zumindest eines der beweglichen Fadenleitmittel
(33) liegt.
14. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 5
bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse(n)
(30a, 31a) der beweglichen Fadenleitmittel (33) oberhalb
der Fadenliefertrommel (10) verlaufend angeordnet sind
bzw. ist.
15. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 5
bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse(n)
der beweglichen Fadenleitmittel (33) einen die Fadenlie
fertrommel (10) umhüllenden, gedachten Zylinder schneidend
angeordnet sind bzw. ist.
16. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 5 dadurch
gekennzeichnet, daß die beweglichen Fadenleitmittel (33)
jeweils an einem massearmen Hebel (30b, 31b) angeordnet
sind.
17. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 16, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Hebel (30b, 31b) als Rohr ausge
bildet ist.
18. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 17, dadurch
gekennzeichnet, daß das Rohr, zumindest bereichsweise,
eine eingeschobene Verstärkungseinlagen (38) enthält.
19. Fadenliefervorrichtung nach einem der Ansprüche 4
bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse(n)
(30a, 31a) der beweglichen Fadenleitmittel zusammen mit
diesen zugeordneten Vorspannmitteln (39) in einem eigenen,
an dem Halter (1) vorgesehenen oder befestigten Gehäuse
(25) gelagert bzw. angeordnet und gemeinsam mit zugeord
neten Schwenklagermitteln in diesem gegen Umwelteinflüsse
geschützt untergebracht sind.
20. Fadenliefervorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die fest
stehenden Fadenleiteinrichtungen (17, 18) verstellbar
ausgebildet sind.
21. Fadenliefervorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie wenig
stens zwei koaxial zueinander angeordnete Fadenliefer
trommeln (10) aufweist, von denen jeder feststehende
Fadenleiteinrichtungen (17, 18) und bewegliche Fadenleit
mittel zugeordnet sind und daß die Bewegungswege der
beweglichen Fadenleitmittel sowie die Fadenlaufwege der
einzelnen Fadenliefertrommeln (10) einander nicht kreuzend
ausgebildet sind.
22. Fadenliefervorrichtung nach den Ansprüche 5 und
21, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Faden
leitmittel der einzelnen Fadenliefertrommeln (10) den
jeweils gleichen Schwenkradius um ihre Achsen (30a, 31a)
aufweisen.
23. Fadenliefervorrichtung nach den Ansprüchen 5 und
21, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Fadenleit
mittel der einzelnen Fadenliefertrommeln (10) zumindest
teilweise unterschiedliche Schwenkradien um ihre Achsen
(30a, 31a) aufweisen.
24. Fadenliefervorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Faden
liefertrommel (10) einen die Umfangsfläche (22) bildenden
auswechselbaren Reibungsteil (100) aufweist.
25. Fadenliefervorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Halter (1) zusätzlich für jede Fadenliefertrommel (10)
wenigstens eine Fadenbremse (46) und ein Fadenbruchabstel
ler (45) angeordnet sind.
26. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 25, dadurch
gekennzeichnet, daß die Fadenbremse (46) und der Faden
bruchabsteller (45) für jede Liefertrommel (10) jeweils zu
einer Montageeinheit zusammengefaßt sind, die im Abstand
von der Fadenliefertrommel (10) angeordnet ist.
27. Fadenliefervorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Faden
liefertrommel (10) beidseitig ihrer für die reibschlüssige
Fadenmitnahme eingerichteten Umfangsfläche (22) jeweils
einen die Umfangsfläche begrenzenden, radial vorstehenden
Bord (24) aufweist.
28. Fadenliefervorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegli
chen Fadenleitmittel auf ihre zweite Stellung zu degressiv
vorgespannt sind.
29. Fadenliefervorrichtung nach einem der vorherge
henden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegli
chen Fadenleitmittel in eine dritte Grenzstellung beweg
lich ausgebildet sind, die von den beweglichen Fadenleit
mittel selbsttätig einnehmbar ist, wenn die Fadenspannung
einen vorbestimmten Minimalwert unterschreitet.
30. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 29, dadurch
gekennzeichnet, daß der dritten Grenzstellung ein von dem
beweglichen Fadenleitmitteln auslösbarer Fadenbruchabstel
ler zugeordnet ist.
31. Fadenliefervorrichtung nach Anspruch 30, dadurch
gekennzeichnet, daß der dritten Grenzstellung Klemmittel
(60) für den Faden (48) vorgeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996137556 DE19637556C1 (de) | 1996-09-14 | 1996-09-14 | Fadenliefervorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996137556 DE19637556C1 (de) | 1996-09-14 | 1996-09-14 | Fadenliefervorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19637556C1 true DE19637556C1 (de) | 1998-01-08 |
Family
ID=7805675
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996137556 Expired - Fee Related DE19637556C1 (de) | 1996-09-14 | 1996-09-14 | Fadenliefervorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19637556C1 (de) |
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-
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- 1996-09-14 DE DE1996137556 patent/DE19637556C1/de not_active Expired - Fee Related
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