DE19632722A1 - Polstermöbel und Verfahren zur Herstellung eines Polstermöbels - Google Patents
Polstermöbel und Verfahren zur Herstellung eines PolstermöbelsInfo
- Publication number
- DE19632722A1 DE19632722A1 DE19632722A DE19632722A DE19632722A1 DE 19632722 A1 DE19632722 A1 DE 19632722A1 DE 19632722 A DE19632722 A DE 19632722A DE 19632722 A DE19632722 A DE 19632722A DE 19632722 A1 DE19632722 A1 DE 19632722A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- upholstered furniture
- support frame
- cover
- furniture according
- metal
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 14
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims abstract description 83
- 239000006260 foam Substances 0.000 claims abstract description 64
- 239000000463 material Substances 0.000 claims abstract description 21
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 claims abstract description 5
- 230000000087 stabilizing effect Effects 0.000 claims description 23
- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 15
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 11
- 239000004745 nonwoven fabric Substances 0.000 claims description 9
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 claims description 8
- 238000003780 insertion Methods 0.000 claims description 7
- 230000037431 insertion Effects 0.000 claims description 7
- 239000004753 textile Substances 0.000 claims description 7
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 claims description 5
- 239000011253 protective coating Substances 0.000 claims description 5
- 239000003292 glue Substances 0.000 claims description 4
- 238000005260 corrosion Methods 0.000 claims description 3
- 239000004033 plastic Substances 0.000 claims description 3
- 230000007797 corrosion Effects 0.000 claims description 2
- 230000002401 inhibitory effect Effects 0.000 claims description 2
- 230000003019 stabilising effect Effects 0.000 abstract 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 6
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 5
- 238000013461 design Methods 0.000 description 5
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 5
- 238000012545 processing Methods 0.000 description 3
- 238000004064 recycling Methods 0.000 description 3
- 238000009958 sewing Methods 0.000 description 3
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 3
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 239000006261 foam material Substances 0.000 description 2
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 2
- 229920005862 polyol Polymers 0.000 description 2
- 150000003077 polyols Chemical class 0.000 description 2
- 229920000742 Cotton Polymers 0.000 description 1
- 229910000639 Spring steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011093 chipboard Substances 0.000 description 1
- 239000000470 constituent Substances 0.000 description 1
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 1
- 238000005034 decoration Methods 0.000 description 1
- 238000011161 development Methods 0.000 description 1
- 230000018109 developmental process Effects 0.000 description 1
- 239000004615 ingredient Substances 0.000 description 1
- 239000004922 lacquer Substances 0.000 description 1
- 239000004816 latex Substances 0.000 description 1
- 229920000126 latex Polymers 0.000 description 1
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 229910001220 stainless steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010935 stainless steel Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47C—CHAIRS; SOFAS; BEDS
- A47C4/00—Foldable, collapsible or dismountable chairs
- A47C4/02—Dismountable chairs
- A47C4/028—Upholstered chairs, e.g. metal, plastic or wooden chairs
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47C—CHAIRS; SOFAS; BEDS
- A47C4/00—Foldable, collapsible or dismountable chairs
- A47C4/02—Dismountable chairs
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47C—CHAIRS; SOFAS; BEDS
- A47C7/00—Parts, details, or accessories of chairs or stools
- A47C7/36—Supports for the head or the back
- A47C7/40—Supports for the head or the back for the back
- A47C7/42—Supports for the head or the back for the back of detachable or loose type
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47C—CHAIRS; SOFAS; BEDS
- A47C7/00—Parts, details, or accessories of chairs or stools
- A47C7/54—Supports for the arms
- A47C7/546—Supports for the arms of detachable type
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)
- Dowels (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Polstermöbel, im wesentlichen
bestehend aus mehreren lösbar miteinander verbundenen
Polstermöbelteilen, und ein Verfahren zur Herstellung eines
Polstermöbels, bestehend aus mehreren Polstermöbelteilen wie
Sitzfläche, Rückenlehnen, Armlehne, und dgl . .
Es ist bisher bekannt, Polstermöbel, insbesondere Sessel und
Sofas oder Liegen, mit einem hölzernen Untergestell und
Rücken- und ggf. Armlehnen des Polstermöbels mit einem
plattenförmigen Holzkern zu versehen, welcher mit dem
Untergestell lösbar verbunden ist, so daß ein Transport des
Polstermöbels bei abgenommenen Lehnen raumsparend erfolgen
kann. Die Montage der Lehnen am Untergestell ist
verhältnismäßig aufwendig. Um die Querkräfte, die auf die
Lehnen ausgeübt werden, abzufangen, sind bei einem hölzernen
Untergestell erhebliche Versteifungen erforderlich. Die
Herstellung der Gestelle ist somit nicht nur zeit- und
kostenintensiv, sondern die Gestelle bzw. das gesamte
Polstermöbel wird auch relativ schwer. Weiterhin ist es, um
eine höhere Stabilität des Untergestells bzw. der Kerne der
Lehnen zu erreichen üblich hierfür Schichtmaterial,
bestehend aus Holz und Leim zu verwenden. Da jedoch stabiles
Leimholz oder Massivholz relativ teuer ist, wird oft nur ein
Rahmen aus diesem Holz hergestellt, welcher dann durch
günstigeres Spanplattenmaterial und dgl. verstärkt und
versteift wird. Zur Befestigung der Kerne der Rücken- bzw.
Armlehnen am Untergestell werden häufig Verbindungselemente
aus Metall verwendet. Zur Polsterung der Kerne wird
üblicherweise Schaumstoff auf die Kerne aufgeklebt oder
genagelt bzw. geklammert (getackert). Anschließend wird ein
Bezugsstoff über den gepolsterten Kern gezogen und
ebenfalls, z. B. mittels Metallklammern, am Untergestell
bzw. am Kern befestigt.
Zur Herstellung eines derartigen Polstermöbels sind also
sehr viele aufeinanderfolgende Arbeitsschritte notwendig.
Außerdem besteht ein derartiges Polstermöbel aus sehr vielen
unterschiedlichen Materialien, die fest miteinander
verbunden sind und bei einer Entsorgung, wenn überhaupt,
dann nur mit sehr großem Zeit- und finanziellem Aufwand
voneinander wieder zu trennen sind.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine wesentlich einfachere
Konstruktion eines Polstermöbels zu offenbaren, welches bei
kostengünstiger Herstellung, äußerst stabilem und
langlebigem Aufbau und hohem Sitzkomfort problemlos montiert
und wieder in sämtliche Einzelteile demontiert werden kann
und welches zudem aus nur sehr wenigen Materialien besteht.
Diese Aufgabe wird durch ein Polstermöbel gemäß Anspruch 1
gelöst.
Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur
Herstellung eines solchen Polstermöbels zu offenbaren.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 25
gelöst.
Die Unteransprüche enthalten besonders vorteilhafte
Weiterbildungen und Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Polstermöbels bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Erfindungsgemäß besteht das Polstermöbel aus mehreren lösbar
miteinander verbundenen Polstermöbelteilen. Diese
Polstermöbelteile bestehen jeweils aus im wesentlichen drei
Bestandteilen mit weitgehend jeweils nur einem Material.
Erster Bestandteil ist ein Metallkern aus einem
stabilisierendem Tragrahmen aus Metall, vorzugsweise aus
Stahl, mit daran bzw. darin angeordneten
Verbindungselementen aus Metall und mit daran angeordneten,
den Tragrahmen überspannenden und als Unterpolsterung
dienenden, meanderförmig verlaufenden Metallfedern aus
gehärtetem Federstahl (NOZZAG®-Federn). Hierbei kann es sich
um äußerst starke Metallfedern handeln, die dementsprechend
auch eine lange Lebensdauer und einen hohen Sitzkomfort des
Polstermöbels gewährleisten, da der Metalltragrahmen stabil
genug ist, um die durch die Metallfedern auftretenden Kräfte
aufzunehmen. Da der Tragrahmen ganz aus Stahl gefertigt ist
kann dieser, im Gegensatz zu einem Holzgestell, relativ dünn
aufgebaut werden, so der Metallrahmen bzw. der Metallkern
insgesamt noch erheblich leichter ist als ein übliches
Holzuntergestell.
Alternativ kann anstelle der NOZZA®-Federn zur Bespannung
ein gummielastisches textiles Breitgewebe verwendet werden.
Dieses Baumwoll-Latexgewebe wird in Form eines vorgefertigten
Schlauches maschinell auf den Metall-Tragrahmen aufgespannt.
Das Material ist z. B. unter dem Namen "telastika®" im
Handel. Diese Bespannung ist automatisch doppelseitig, d. h.
auf beiden Seiten des Tragrahmens, und sehr dünn. Sie bietet
sich insbesondere dort an, wo das äußere Design eine dünne
Bespannung erfordert, d. h. also insbesondere bei
Rückenlehnen- und Armlehnenteilen. Selbstverständlich muß
der elastische Textilschlauch an den entsprechenden Stellen
Ausnehmungen für die Verbindungselemente der
Polstermöbelteile aufweisen.
Zweites Bestandteil ist ein als Polsterung dienendes,
formgebendes Schaumstoffteil, welches verbindungslos an
und/oder auf und/oder um den Metallkern angeordnet ist.
Drittes und letztes Einzelteil ist erfindungsgemäß eine den
Metallkern mit dem Schaumstoffteil paßig aufnehmende, fest
allseitig einfassende und in Form pressende Bezughülle aus
einem beliebigen Bezugsstoff.
Die Bezughülle und/oder das Schaumstoffteil weisen an den
Verbindungsstellen zwischen zwei Polstermöbelteilen
entsprechende Aussparungen für die Verbindungselemente auf.
Zwischen dem Metallkern, dem Schaumstoffteil und der
Bezughülle bestehen keinerlei feste Verbindungen, d. h. es
werden diese Bestandteile weder zusammengeleimt, geklebt,
noch irgendwie geklammert oder sonstwie verbunden. Es ist
daher problemlos möglich, das Polstermöbel wieder in die
kompletten Einzelteile zu zerlegen und getrennt zu entsorgen
oder vorteilhafterweise einem Recycling zuzuführen bzw. je
nach Zustand der Teile wieder direkt zum Aufbau eines neuen
Polstermöbels zu verwenden. Hierzu ist es in den meisten
Fällen sicherlich möglich, die Metallkerne wieder zu
verwenden und mit neuen Schaumstoffteilen und neuen
Bezughüllen zu versehen. Bei einer zu hohen Beanspruchung
der Metallfedern ist auch eine neue Bespannung des
Metallrahmens möglich.
Selbstverständlich besteht auch bei einer Bespannung des
Tragrahmens mit gummielastischem Gewebe keinerlei feste
Verbindung zwischen Tragrahmen, Schaumstoffteilen, etc. und
diesem Material. Zur Trennung muß lediglich der
Textilschlauch entlang des Tragrahmens aufgetrennt werden.
Erfindungsgemäß werden zur Herstellung der einzelnen
Polstermöbelteile die genannten Bestandteile, Metallkern,
Schaumstoffteil und Bezughülle, jeweils in parallelen
Arbeitsschritten vorgefertigt. Diese Fertigung kann direkt
in verschiedenen Zulieferfirmen durchgeführt werden, d. h.
die Metallkerne werden in metallverarbeitenden Betrieben,
die Schaumstoffzuschnitte in schaumstoffverarbeitenden
Betrieben und die Bezughüllen in Nähereien nach vorgegebenen
Maßen gefertigt. An zentraler Stelle werden dann in einem
nachfolgenden Arbeitsschritt die einzelnen Polstermöbelteile
aus ihren Bestandteilen verbindungsmittellos durch
Einbringen des Metallkerns mit den auf und/oder an und/oder
um den Metallkern gelegten Schaumstoffteil bzw.
Schaumstoffteilen zusammengesetzt. In einem letzten
Arbeitsschritt werden zur Endmontage des Polstermöbels die
verschiedenen Polstermöbelteile miteinander verbunden.
Dieses Herstellungsverfahren zeichnet sich durch niedrige
Herstellungskosten aus. Zum Zusammenbau der
Polstermöbelteile an zentraler Stelle wird keinerlei
Fachpersonal mehr benötigt. Auch die Endmontage des
Polstermöbels aus den Polstermöbelteilen kann von einem
Laien durchgeführt werden.
Es ist daher möglich, daß der Zusammenbau der
Polstermöbelteile aus den vorgefertigten Bestandteilen
und/oder die Endmontage des Polstermöbels aus den
Polstermöbelteilen direkt im Ladenlokal des Einzelhandels
oder auch beim Endverbraucher durch Verkaufspersonal oder
sogar durch den Endverbraucher selber durchgeführt wird. Das
erfindungsgemäße Polstermöbel eignet sich daher besonders
zum Verkauf als Bausatz, bei dem Sitzfläche, Rückenlehne,
Armlehnen, Füße und dgl. nach Wunsch einzeln gekauft und
zusammengesteckt werden können; ebenso können verschiedene
Polsterungsarten und Bezughüllen in unterschiedlichen
Dekors, z. B. Stoff, Leder, od. dgl. ausgewählt werden. Auch
die Lagerhaltungskosten des Zwischen- und Einzelhandels sind
somit, selbst bei einer großen Möbelkollektion, relativ
gering.
Hierfür ist es besonders vorteilhaft, wenn die
Verbindungselemente zwischen den Polstermöbelteilen
Steckverbindungen sind, welche aus in einem der beiden
Tragrahmen der zu verbindenden Polstermöbelteile
angeordneten Steckbuchsen und am anderen Tragrahmen an den
entsprechenden Stellen angeordneten, in die Steckbuchsen
einsteckbaren und lösbar fixierbaren Verbindungszapfen
besteht. Vorzugsweise rasten die Verbindungszapfen beim
Einstecken in die Steckbuchsen selbsttätig ein und müssen
zum Auseinanderbau wieder gelöst werden. Vorteilhafterweise
sind dabei die Verbindungselemente in einem festen
vorgegebenen Rastermaß an bzw. in den Tragrahmen angeordnet,
so daß die Polstermöbelteile in Modulbauweise beliebig
austauschbar sind.
Zum Bespannen der Tragrahmen werden die meanderförmig
verlaufenden Metallfedern (NOZZAG®-Federn) mit ihren Enden
unter Spannung in am Tragrahmen angeordnete
Befestigungselemente wie Ösen, Haken, Löcher, od. dgl.,
eingehängt. Um eine durchgehende Spannungsfläche zu bilden
werden vorzugsweise benachbarte, nebeneinander parallel
verlaufende Wellenfedern durch elastische Bänder, wie
Gummibänder oder Kunststoffbänder bzw. Gummi- oder
Kunststoffringe, gegeneinander verspannt.
Zum Schutz der Schaumstoffteile gegenüber dem Metallkern ist
vorgesehen, daß der Metallkern in einem Schutzüberzug aus
Fliesstoff, welcher für die Verbindungselemente
entsprechende Aussparungen aufweist, locker eingelegt ist
und das Schaumstoffteil verbindungsmittellos an und/oder auf
und/oder um den Metallkern mit dem übergezogenen
Schutzüberzug angeordnet ist. Dieser Fliesstoff kann
vorteilhafterweise aus recycelten Textilmaterialien
bestehen. Auch hierbei handelt es sich um einen weiteren
vorgefertigten Bestandteil der Polstermöbelteile, der
ebenfalls in einem separaten Zulieferbetrieb genäht werden
kann.
Der Tragrahmen wird vorzugsweise einer korrosionshemmenden
Behandlung unterzogen, z. B. mit einem Schutzlack versehen
oder nitriergehärtet. In diesem Fall ist sogar eine
Salzwasserbeständigkeit des Metallkern gegeben.
Bei der alternativ möglichen Bespannung wird das elastische
Gewebe als passendes Schlauchmaterial vorgefertigt und dann
maschinell auf den Tragrahmen aufgezogen.
Die als Polsterung dienenden formgebenden Schaumstoffteile
können einzelne Schaumstoffteile mit entsprechendem
Zuschnitt sein. Es können aber auch mehrere Schaumstoff-
Einzelteile unterschiedlicher oder gleicher Härte aus
Schaumstoff-Rohblöcken zugeschnitten werden. Diese
Schaumstoff-Einzelteile können dann mittels wasserlöslichem
Leim miteinander zu einem Schaumstoffteil verbunden werden.
Selbstverständlich wird auch hierbei immer das gleiche
Schaumstoffmaterial verwendet, so daß eine Trennung vor
einer Entsorgung bzw. einem Recyclen nicht unbedingt nötig
ist. Vorzugsweise wird ein Schaumstoff, bestehend aus MDI
und Polyol verwendet, wobei bei gleicher Dichte des
Materials die Härte des Schaumstoffs über das
Mischungsverhältnis MDI zu Polyol einstellbar ist. Ein
derartiger Schaumstoff ist voll recycelbar.
Die äußere, in Form pressende Bezughülle kann aus einem
beliebigen Bezugstoff hergestellt werden. Bei relativ teuren
Bezugsstoffen oder Leder ist es auch möglich, z. B. die
nicht sichtbaren Flächen aus dem gleichen Fliesstoff wie den
Schutzüberzug herzustellen. Dies erhöht den Anteil an
recyceltem Material, ist äußerst kostengünstig und erhöht
andererseits nicht die Gesamtanzahl an unterschiedlichen
Materialien im Polstermöbel. Die Bezughülle weist
vorteilhafterweise einen Reißverschluß, Klettbänder,
Druckknöpfe, od. dgl. auf, um nach dem Überziehen der
Bezughülle über den mit den Schaumstoffteilen belegten
Metallkern die Bezughülle ohne weitere Werkzeuge oder Geräte
zu schließen bzw. beim Bedarf die Bezughülle wieder
abzuziehen, um diese zu reinigen oder gegen eine neue
Bezughülle auszutauschen. Auch der Bezugsstoff ist
vorzugsweise aus recycelfähigem Material hergestellt.
Der Bezugsstoff sollte innen eine rutschfeste, d. h. rauhe
Oberfläche aufweisen, so daß der Bezugsstoff nicht auf den
Schaumstoffteilen verrutschen kann. Alternativ ist
vorgesehen, in die Bezughülle eine dünne Schicht aus
rutschfestem Material mit einzunähen. Hierbei kann es sich
z. B. um eine dünne Schicht aus dem ohnehin verwendeten
Schaumstoffmaterial handeln. Da diese Schicht gleich beim
Nähen der Hülle mit eingenäht wird, ist kein zusätzlicher
Arbeitsgang, außer dem Zuschneiden der inneren Schicht,
erforderlich. Vor einem Entsorgen bzw. Recyceln wird die
Bezughülle im allgemeinen ohnehin aufgetrennt, so daß
automatisch auch die Abtrennung dieser Schicht von dem
Bezugsstoff erfolgt.
Selbstverständlich ist es auch möglich, bei einem
Zusammenbau der Polstermöbelteile aus den vorgefertigten
Bestandteilen zunächst die Schaumstoffteile in die
Bezughülle einzulegen und dann die Bezughülle mit den
Schaumstoffteilen über den Metallkern bzw. über den in dem
Schutzüberzug befindlichen Metallkern überzustreifen.
Weiterhin kann das Polstermöbel selbstverständlich auch
Polstermöbelteile aufweisen welche keinen Metallkern
enthalten. So können z. B. auf die Sitzfläche und/oder gegen
die Lehnen Polsterkissen, bestehend aus mindestens einem
Schaumstoffteil, welches sich in einer dasselbe paßig
aufnehmenden, fest allseitig einfassenden und in Form
pressenden Bezughülle befindet, lose oder lösbar verbunden
aufgelegt oder angelehnt sein. Zur lösbaren Befestigung der
Polsterkissen bietet sich Klettband, Druckknöpfe, od. dgl.,
an.
Insgesamt besteht somit das erfindungsgemäße Polstermöbel
nur aus maximal vier verschiedenen Materialien (Metall,
Fliesstoff, Schaumstoff einer Sorte, Bezugsstoff), welche
bei einer Demontage vollständig getrennt anfallen und
vorzugsweise voll recycelfähig sind oder zum Teil direkt
wiederverwendet werden können. Selbstverständlich ist es
aber auch möglich auf Wunsch weitere Materialien zum Dekor,
wie z. B. Beine aus Massivholz, zu verwenden. Diese Teile
sollten aber ebenfalls lösbar, z. B. auch über
Steckverbindungen mit einem der Metallkerne der
Polstermöbelteile, am Polstermöbel befestigt sein.
Die Erfindung wird im folgenden unter Hinweis auf die
beigefügten Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es stellen dar:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines
erfindungsgemäßen Polstermöbels,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Polstermöbels aus Fig. 1,
mit demontierter (von der Ansichtsseite aus
vorderer) Armlehne,
Fig. 3 eine Frontansicht des Polstermöbels aus Fig. 1,
Fig. 4 eine Explosionszeichnung der Metallkerne des
Polstermöbels aus Fig. 1 bis Fig. 3 von vorne,
Fig. 5 eine Draufsicht auf den Sitzflächen-Metallkern aus
Fig. 4 (die Lage der mäanderförmigen Metallfedern
ist teilweise nur strich-punktiert dargestellt),
Fig. 6 einen Längsschnitt durch ein Sitzflächenteil des
Polstermöbels aus Fig. 1 bis Fig. 4 mit dem
Metallkern gemäß Fig. 5, einer Polsterschicht und
einer Bezughülle,
Fig. 7 einen Schnitt durch den Sitzflächen-Tragrahmen nach
Fig. 5 in Querrichtung mit vergrößerter Darstellung
des vorderen und des hinteren Längsholms und der
Einspannung der Wellenfedern,
Fig. 8 eine Seitenansicht des Rückenlehnen-Metallkerns
gemäß Fig. 4 mit einer Bespannung mit Metallfedern
nach vorne,
Fig. 9 eine Seitenansicht des Rückenlehnen-Metallkerns wie
in Fig. 8 in einer zweiten Ausführungsform mit
einer zusätzlichen hinteren Federbespannung,
Fig. 10 eine vergrößerte Darstellung des oberen Endes des
Rückenlehnen-Metallkerns nach Fig. 8 im Schnitt,
Fig. 11 eine Darstellung wie in Fig. 10, jedoch für ein
Ausführungsbeispiel von Fig. 9,
Fig. 12 eine vergrößerte Darstellung der gegenseitigen
Verspannung zweier benachbarter, nebeneinander
verlaufender Wellenfedern durch ein elastisches
Gummiband,
Fig. 13 einen Schnitt durch das obere Ende einer
Rückenlehne, hier einer vorderseitig und
hintenseitig mit Federn bespannten Rückenlehne
gemäß Fig. 9 und 11,
Fig. 14 eine Ansicht wie in Fig. 13, jedoch bei einem
Ausführungsbeispiel mit einer nur nach vorne mit
Federn bespannten Rückenlehne (gemäß Fig. 8 und 10)
und einem dicken Schaumstoffpolster,
Fig. 15 einen Schnitt wie Fig. 14, jedoch mit einer dünnen
Polsterung,
Fig. 16 eine schematische Explosionsdarstellung eines
Ausführungsbeispiels einer Verriegelung der
Verbindungszapfen in den Steckbuchsen.
Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Polstermöbel (1), welches
aus mehreren lösbar miteinander verbundenen
Polstermöbelteilen (2, 3, 4, 5, 6), im vorliegenden Fall aus
einer Sitzfläche (2), einer Rückenlehne (3) und zwei
Armlehnen (4) mit integrierten stufenförmigen Beinen (5)
sowie auf legbaren Sitzkissen (6) besteht. Hierbei handelt es
sich um ein zweisitziges Sofa. Es ist selbstverständlich
möglich, das erfindungsgemäße Polstermöbel auch als Sessel,
Mehrsitzer oder auch als Polstermöbel mit anders geformter
Rückenlehne, z. B. einseitig schräg abfallender Rückenlehne
mit anders geformten Armlehnen (4), mit separaten Füßen, z. B.
Holzfüßen, mit nur einer Armlehne, ganz ohne Armlehnen
oder auch, z. B. als eine Art gepolsterte Bank ohne
Rückenlehne und ohne Armlehnen herzustellen. Bezüglich des
äußeren Designs bestehen hier nahezu keine Einschränkungen.
Die in Fig. 4 dargestellt, weisen das Sitzflächenteil (2),
das Rückenlehnenteil (3) und die Armlehnenteile (4) (mit den
integrierten Füßen (5)) jeweils einen Metallkern (20, 30,
40) aus einem stabilisierenden Tragrahmen (21, 31, 41) aus
Metall auf. Die Tragrahmen (21, 31, 41) sind jeweils von
meanderförmig verlaufenden Metallfedern (60, 60V, 60H, 601,
60A), sogenannten NOZZAG®-Federn, überspannt. Diese sind mit
ihren Enden unter Spannung in am Tragrahmen (21, 31, 41)
angeordnete Befestigungselemente (61, 62), wie Ösen, Haken
(62), Löcher (61), od. dgl. eingehängt.
Die einzelnen Tragrahmen (21, 31, 41) sind über
Verbindungselemente (50, 51) miteinander verbindbar. Hierbei
handelt es sich um Steckverbindungen (50, 51), wobei in
einem der beiden Tragrahmen (21) der zu verbindenden
Polstermöbelteile (2, 3, 4) Steckbuchsen (50) und am anderen
Tragrahmen (31, 41) an den entsprechenden Stellen in die
Steckbuchsen einsteckbare und lösbar fixierbare
Verbindungszapfen (51) ′angeordnet sind.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel weist das
Sitzflächenteil (2) einen im wesentlichen rechteckigen, im
wesentlichen horizontal liegenden Sitzflächen-Tragrahmen
(21) mit einem vorderen und einem hinteren Längsholm (25V,
25H) auf, welcher endseitig über Querholme (26) miteinander
verbunden sind. Diese Längsholme (25V, 25H) und die
Querholme (26) sind aus Profilrohren, im vorliegenden Fall
aus zur Mitte hin offenen U-Profilen, gefertigt. Zur
Versteifung des U-Profils sind zwischen den Enden der U-
Schenkel an verschiedenen Stellen entlang der Längsholme
(25V, 25H) und/oder der Querholme (26) Stabilisierungsbleche
(27) angebracht. Alternativ können die Längs- und Querholme
(25V, 25H, 26) selbstverständlich auch aus geschlossenem
Vierkantrohr gefertigt werden. Die U-Profile sind jedoch bei
Einhaltung der erforderlichen Stabilität besonders leicht.
An der Oberseite des Sitzflächen-Tragrahmens (21) sind die
sich zwischen dem vorderen und hinteren Längsholm (25V, 25H)
erstreckenden NOZZA®-Federn (60) eingespannt. Hierzu sind
die NOZZAG®-Federn (60) am hinteren Längsholm (25H) in
Löcher (61) und am vorderen Längsholm (25V) in Haken (62)
eingehakt. Durch den stabilen Aufbau des Tragrahmens aus
Stahl-U-Profilen ist die Verwendung von äußerst starken und
somit auch stabilen und langlebigen NOZZA®-Federn (60)
möglich.
Am hinteren Längsholm (25H) des Sitzflächen-Tragrahmens (21)
sind drei Steckbuchsen (50) angeordnet. Diese Steckbuchsen
(50) sind unterhalb von entsprechend von oben in den
Längsholm (25H) eingebohrten Löchern koaxial zu diesen im
Längsholm (25H) eingeschweißt. In die äußeren beiden
Steckbuchsen (50) ist ein bügelartiger Rückenlehnen-
Tragrahmen (31) eines Rückenlehnenteils (3) mit jeweils an
den Bügelenden (35) angeordneten Verbindungszapfen (51)
lösbar eingesteckt und fixiert. Dieser Rückenlehnen-
Tragrahmen (31) weist ein zu einem nach unten offenen U-
förmigen Bügel gebogenes Rohr auf, dessen Enden (31E) als
Verbindungszapfen (51) ausgebildet sind. Zwischen den U-
Schenkeln, im Abstand zu dem Bügelbogen (31B) kurz oberhalb
der Verbindungszapfen (51) befindet sich eine
Stabilisierungsstrebe (35). Zwischen dem Bügelbogen (31B)
und der Stabilisierungsstrebe (35) sind auf der Vorderseite
und aus der Vorderseite nach vorne gewölbte, vertikale
Wellenfedern (60V) eingespannt (siehe Fig. 8 bis 11 und 13
bis 15). Um diese Wölbung zu erreichen, sind die Federn oben
über den Bügelboden (31B) hinweg gezogen und auf der
Rückseite am Bügelbogen (31B) befestigt. Bei einem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9, Fig. 11 und Fig. 13 sind
auch auf der Hinterseite zwischen dem Bügelbogen (31B) und
der Stabilisierungsstrebe (35) des Rückenlehnen-Tragarms
(31) aus der Hinterseite nach hinten gewölbte vertikale
NOZZAG®-Federn (60H) eingespannt. Dadurch ergibt sich ein
besonders voluminöses Design der Rückenlehne (3) auch nach
hinten. Der U-förmige Rohrbügel des Rückenlehen-Tragrahmens
(31) ist von den senkrecht zum Sitzflächen-Tragrahmen (21)
stehenden Verbindungszapfen (51) unter Bildung einer
Rückenlehnenneigung schräg nach oben und hinten abgewinkelt.
Wie in Fig. 4 dargestellt, weist der Rückenlehnen-Tragrahmen
(31) außerdem noch eine vertikale Stabilisierungsstrebe (36)
auf, welche ebenfalls an ihrem unteren Ende einen
Verbindungszapfen (51) trägt, der in die mittlere
Steckbuchse (50) im hinteren Längsholm (25H) des
Sitzflächen-Tragrahmens (21) eingreift. Diese vertikale
Stabilisierungsstrebe (36) ist optional, d. h. bei kleineren
Sofas braucht diese Stabilisierungsstrebe nicht eingebaut zu
werden. Bei längeren Sofas können auch mehrere vertikale
Verbindungsstreben (36) in den Rückenlehnen-Tragrahmen (31)
eingebaut sein. Diese können ebenfalls über
Verbindungszapfen (51) und Steckbuchsen (50) miteinander
verbunden sein. Alternativ ist es natürlich auch möglich,
daß die Stabilisierungsstreben (36) an ihrem unteren Ende
einfach ein nach unten offenes, sich parallel zum hinteren
Längsholm (25H) erstreckendes U-Profil aufweisen, welches
den hinteren Längsholm (25H) des Sitzflächen-Tragrahmens
(21) übergreift.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel nach Fig. 16 erfolgt die
Verbindung der Verbindungszapfen (51) in den Steckbuchsen
(50) über einen Riegelstab (52), welcher im Sitzflächen-
Tragrahmen (21) angeordnet ist. Dieser Riegelstab (52)
durchgreift die Steckbuchsen (50) mit den daran
eingesteckten Verbindungszapfen (51). Die Steckbuchsen (50)
sind hierzu aus Rundrohr gefertigt und weisen
Querausnehmungen (BA) mit einem schmalen Ausläufer (AA) in
Steckrichtung auf. Die Verbindungszapfen (51) haben
Steckerschlitze (SS), die erweitert in Steckerausnehmungen
(SA) enden. Der Riegelstab (52) weist in den die
Steckbuchsen (50) durchsetzenden Abschnitten zur Bildung
eines Riegelstegs (53) abgeflachte Bereiche auf. Die schmale
Stegweite (STW) der Riegelstege (53) entspricht in loser
Passung der Weite (SW) des Steckerschlitzes (SS) und der
Weite (AAW) des Ausläufers (AA). Die größere Stegbreite
(STB) des Riegelstegs (53) entspricht jeweils in loser
Passung der Weite der Querausnehmung (BA) und der
Steckerausnehmung (SA). Die Steckerausnehmung (SA) und die
Querausnehmung (BA) sind rund und der Ausläufer (AA)
vorläuft radial zu der Querausnehmung (DA) gegen die
Steckrichtung. Der Steckerschlitz (SS) verläuft radial zu
der Steckerausnehmung (SA) in Steckrichtung. Zum Einstecken
der Verbindungszapfen (51) in die Steckbuchsen wird der
Riegelstab (52) so gedreht, daß die Riegelstege (53) mit
ihrer schmalen Stegseite (STW) in Einschubrichtung liegen,
daß die Verbindungszapfen (51) mit ihren Steckerschlitzen
über die Riegelstege (53) geschoben werden können. Wenn sich
die Querausnehmungen (DA) der Steckbuchsen (50) mit den
Steckerausnehmungen (SA) der Verbindungszapfen (51)
überdecken, kann der Riegelstab (52) über einen radial am
Riegelstab (52) angeordneten Riegelgriff (54) um seine
eigene Längsachse verdreht werden, so daß anschließend die
größere Stegbreite (STD) quer zur Steckrichtung liegt und
somit die Verbindungszapfen (51) in den Steckbuchsen (50)
blockiert sind. Der Riegelgriff (54) ist vorzugsweise unter
dem Sitzpolster verborgen und von unten zugängig angeordnet.
Er kann auch innerhalb des Polsters angeordnet sein und von
außen, z. B. durch einen Einschnitt in der Bezughülle und
dem Polster, zugängig sein. Vorteilhafterweise wird der
Riegelstab (52) durch eine Rückstellfeder od. dgl. (nicht
dargestellt) in der Verriegelungsposition gehalten, so daß
ein unbeabsichtigtes Lösen der Verbindungszapfen (51) aus
den Steckbuchsen (50) nicht möglich ist.
Alternativ kann auch jeder Steckbuchse ein eigener
Riegelstab zugeordnet sein, welcher jeweils mit einem
eigenen Riegelgriff (54) versehen ist, mit Hilfe dessen der
jeweilige Riegelstab (52) bzw. der Riegelsteg (53) gedreht
werden kann.
Die Armlehnenteile (4) weisen jeweils einen Armlehnen-
Tragrahmen (41) aus einem zu einem nach unten offenen U-
förmigen Bügel gebogenen Rohr und einer zwischen den U-
Schenkeln im Abstand zu den Bügelbogen (41B) verlaufenden
Stabilisierungsstrebe (46) auf. Die Stabilisierungsstrebe
(46) befindet sich ca. in Höhe des Sitzflächen-Tragrahmens
(21). Zwischen dem Bügelbogen (41B) und der
Stabilisierungsstrebe (46) befinden sich auf der Innenseite
zur Sitzflächenseite hin gewölbte vertikale Wellenfedern
(60I) eingespannt. Weiterhin sind zwischen dem Bügelbogen
(41B) und der Stabilisierungsstrebe (46) des Armlehnen-
Tragrahmens (41) auch auf der Außenseite, aus der Außenseite
nach außen gewölbte, vertikale Wellenfedern (60A)
eingespannt. Hierdurch wird ein sehr voluminöses Design der
Armlehnenteile (4) erreicht. Selbstverständlich ist es
natürlich auch möglich, die Wellenfedern (60I, 60A) hier,
oder z. B. auch beim Rückenlehnen-Metallkern (31), sehr
flach einzuspannen, sofern dies gewünscht ist.
An der Stabilisierungsstrebe (46) sind an den U-Schenkeln
des Bügels des Armlehnen-Tragrahmens (41) seitlich
horizontale Verbindungszapfen (51) angeordnet, welche in
außenseitig in den Querholmen (26) des Sitzflächen-
Tragrahmens angeordnete Steckbuchsen (50) eingesteckt sind.
Die Verriegelung dieser Verbindungszapfen (51) in den
Steckbuchsen (50) kann wie bei dem Rückenlehnenteil (3)
erfolgen.
Die U-Schenkel sind unter Bildung von Beinen (5) für das
Polstermöbel (1) über die seitlichen Verbindungszapfen (51)
nach unten hin verlängert und die Enden (41E) der U-Schenkel
sind dann unter Bildung von kufenförmigen Beinen (45) zur
Sitzflächenseite hin vom Boden aus bogenförmig wieder schräg
nach oben unter den Sitzflächen-Tragrahmen (21) hin
abgewinkelt.
Selbstverständlich ist es auch möglich, den Sitzflächen-
Tragrahmen (21) aus Rundrohr zu biegen oder z. B. auch den
Rückenlehnen-Tragrahmen (31) oder die Armlehnen-Tragrahmen
(41) aus Vierkant- oder U-Profilen zu fertigen.
Zur Polsterung der Metallkerne (20, 30, 40) sind diese
zunächst in einen Schutzüberzug aus Fliesstoff (32), welcher
für die Verbindungselemente (50, 51) entsprechende
Aussparungen aufweist, locker eingelegt. Weiterhin sind auf
die Metallkerne (20, 30, 40) jeweils Schaumstoffteile (23,
33, 43) verbindungsmittellos auf- bzw. angelegt.
Wie Fig. 6 zeigt, ist auf den Sitzflächen-Metallkern (20)
einfach eine durchgehende Schaumstoffmatte (23) locker
aufgelegt. Wie Fig. 13 bis Fig. 15 zeigen, ist der
Rückenlehnen-Metallkern (30) jeweils von einem
Schaumstoffteil (33) bzw. mehreren zusammenhängenden
Schaumstoffteilen (33A, 33D), welche z. B. mittels
wasserlöslichem Leim zusammengeklebt sein können, eingefaßt.
Diese Schaumstoffteile (33A, 33B) sind ebenfalls nicht mit
dem Metallkern (30) bzw. mit dem über dem Metallkern (30)
liegenden Schutzüberzug (32) verbunden. In ähnlicher Weise
werden die Seitenlehnenteile (4) mit Schaumstoffteilen
abgepolstert, wobei im vorliegenden Ausführungsbeispiel sich
auch Schaumstoffteile um die unteren Kufen (45) erstrecken.
Über die Metallkerne (20, 30, 40) mit den Schaumstoffteilen
(23, 33, 43) sind jeweils Bezughüllen (24, 34, 44)
übergezogen, welche den Metallkernen (20, 30, 40) mit dem
Schaumstoffteil (23, 33, 43) passig aufnehmen und fest
allseitig einfassen und in Form pressen. Diese Bezughüllen
(24, 34, 44) weisen ebenfalls Aussparungen für die
Verbindungselemente (50, 51) auf und sind durch
Schließmittel in Form von Reißverschlüssen zum Abziehen der
Bezughülle (24, 34, 44) zu öffnen.
Auf die Sitzfläche (2) sind zusätzlich Polsterkissen (6),
bestehend aus jeweils einem Schaumstoffteil, welche sich in
einer dasselbe passig aufnehmenden fest allseitig
einfassenden und in Form pressenden Bezughülle befinden,
lose aufgelegt. Derartige Polsterkissen (6) können
selbstverständlich auch gegen die Rückenlehne (3) oder die
Armlehnen (4) gelehnt werden und auch, z. B. mittels
Klettbändern, Druckknöpfen, od. dgl., lösbar mit dem
Sitzflächenteil (2), dem Rückenlehnenteil (3) oder den
Armlehnenteilen (4) verbunden sein.
Ebenso können zur Stabilisierung auch die Armlehnenteile (4)
mit dem Rückenlehnenteil (3) an den angrenzenden Ecken
mittels z. B. am Dezugsstoff angenähten Reißverschlüssen
verbunden sein. Die Bezughülle (44) der Armlehnenteile (4)
ist derart ausgeformt, daß die Kufen (45) mit eingefaßt
werden und dadurch gepolsterte Füße (5) entstehen.
Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Polstermöbels werden
zunächst in parallelen Arbeitsschritten für die einzelnen
Polstermöbelteile (2, 3, 4) jeweils vorgefertigte
Bestandteile (20, 30, 40, 23, 33, 43, 24, 34, 44) in
verschiedenen Zulieferbetrieben gefertigt. Im einzelnen wird
in einem stahlverarbeitenden Betrieb ein Metallrahmen aus
rostfreiem Stahl gefertigt bzw. es wird ein Stahlrahmen
gefertigt und einer korrosionshemmenden Behandlung
unterzogen. Dieser Metall-Tragrahmen (20, 30, 40) kann dann
vor Ort oder in einem weiteren Betrieb mit den
meanderförmigen Metallwellenfedern bespannt werden. In einem
schaumstoffverarbeitenden Betrieb werden aus Schaumstoff-
Rohblöcken die einzelnen Schaumstoffteile (23, 33A, 33B, 331
43) zugeschnitten. Die Bezughülle (24, 34, 44) kann
gleichzeitig in einer Näherei gefertigt werden; ebenso
können hier auch die Schutzüberzüge (32) aus dem Recycling-
Fliesstoff gefertigt werden. Selbstverständlich können alle
diese Arbeitsschritte auch in einer Firma in verschiedenen
Abteilungen durchgeführt werden. An einem zentralen Ort
kommen dann die einzelnen vorgefertigten Bestandteile (20,
30, 40, 23, 33, 43, 24, 34, 44) zusammen und werden dort
verbindungsmittellos durch Einbringen des Metallkern (20,
30, 40) mit dem Schutzüberzug (32) und den jeweiligen
Schaumstoffteilen (23, 33, 43) in die Bezughülle (24, 34,
44) zusammengesetzt und die Bezughülle (24, 34, 44) durch
die Reißverschlüsse geschlossen. Hierzu ist keinerlei
Fachpersonal notwendig.
In einem letzten Arbeitsschritt werden schließlich zur
Endmontage des Polstermöbels (1) die verschiedenen
Polstermöbelteile (2, 3, 4) miteinander verbunden und die
Sitzkissen (6) aufgelegt. Diese Endmontage kann
vorteilhafterweise auch direkt in der Wohnung des
Endverbrauchers durch den Endverbraucher selbst geschehen.
Auf diese Weise können auch sperrige Polstermöbel (1)
problemlos, auch durch enge Treppenhäuser und Flure in die
gewünschte Wohnung gebracht werden.
Claims (36)
1. Polstermöbel (1), im wesentlichen bestehend aus
mehreren lösbar miteinander verbundenen Polstermöbelteilen
(2, 3, 4, 5, 6), dadurch gekennzeichnet, daß die
Polstermöbelteile (2, 3, 4, 5, 6) jeweils
- - einen Metallkern (20, 30, 40) aus einem stabilisierenden Tragrahmen (21, 31, 41) aus Metall mit daran und/oder darin angeordneten Verbindungselementen (50, 51) aus Metall und mit einer daran angeordneten, den Tragrahmen (21, 31, 41) überspannenden, grob formgebenden und als Unterpolsterung dienenden Bespannung (60, 60V, 60H, 60I, 60A)
- - mindestens ein als Polsterung dienendes, formgebendes Schaumstoffteil (23, 33, 43), welches verbindungslos an und/oder auf und/oder um den Metallkern (20, 30, 40) angeordnet ist,
- - und eine den Metallkern (20, 30, 40) mit dem Schaumstoffteil (23, 33, 43) passig aufnehmende, fest allseitig einfassende und in Form pressende Bezughülle (24, 34, 44) aus Bezugstoff aufweisen,
wobei die Bezughülle (24, 34, 44) und/oder das
Schaumstoffteil (23, 33, 43) an den Verbindungsstellen
zwischen zwei Polstermöbelteilen (2, 3, 4) entsprechende
Aussparungen für die Verbindungselemente (50, 51) aufweisen
und wobei zwischen dem Metallkern (20, 30, 40), dem
Schaumstoffteil (23, 33, 43) und der Bezughülle (24, 34, 44)
keine feste Verbindung besteht.
2. Polstermöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bespannung (60, 60V, 60H, 60I, 60A) des Tragrahmens
(21, 31, 41) mindestens eines Polstermöbelteils (2, 3, 4)
aus im bzw. am Tragrahmen (21, 31, 41) eingespannten
meanderförmig verlaufenden Metallfedern (60, 60V, 60H, 60I,
60A) besteht.
3. Polstermöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bespannung des Tragrahmens
mindestens eines Polstermöbelteils aus einem über den
Tragrahmen gespannten Schlauch aus gummielastischem textilen
Gewebe besteht.
4. Polstermöbel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Metallkern (20, 30, 40) mit den Metallfedern (60,
60V, 60H, 60I, 60A) in einen Schutzüberzug aus Fliesstoff
(32), welcher für die Verbindungselemente (50, 51)
entsprechende Aussparungen aufweist, locker eingelegt ist
und das Schaumstoffteil (23, 33, 43) verbindungsmittellos an
und/oder auf und/oder um den Metallkern (20, 30, 40) mit dem
übergezogenen Schutzüberzug (32) angeordnet ist.
5. Polstermöbel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fliesstoff (32) aus recycelten Textilmaterialien
besteht.
6. Polstermöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dezughülle (24, 34, 44) durch
Schließmittel in Form von Reißverschlüssen, Klettbändern,
Knöpfen, od. dgl. zum Abziehen der Bezughülle (24, 34, 44)
vom Metallkern (20, 30, 40) und dem Schaumstoffteil (23, 33,
43) zu öffnen ist.
7. Polstermöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bezugstoff innen für das
Schaumstoffteil (23, 33, 43) eine rutschfeste Oberfläche
aufweist oder daß in die Bezughülle (24, 34, 44) eine
Schicht aus rutschfestem Material eingenäht ist.
8. Polstermöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (50, 51) zum
Verbinden der Polstermöbelteile (2, 3, 4) Steckverbindungen
(50, 51) mit in einem der beiden Tragrahmen (21) der zu
verbindenden Polstermöbelteile (2, 3, 4) angeordneten
Steckbuchsen (50) und am anderen Tragrahmen (31, 41) an den
entsprechenden Stellen angeordneten, in die Steckbuchsen
(50) einsteckbaren und lösbar fixierbaren Verbindungszapfen
(50) sind.
9. Polstermöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (50, 51) in
einem festen, vorgebbaren Rastermaß an und/oder in den
Tragrahmen (21, 31, 41) angeordnet sind.
10. Polstermöbel nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem die Steckbuchsen (50)
aufweisenden Tragrahmen (21) mindestens ein Riegelstab (52)
angeordnet ist, welcher mindestens eine Steckbuchse (50) und
einen darin eingesteckten Verbindungszapfen (51) verriegelnd
durchgreift.
11. Polstermöbel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckbuchsen (50) aus Rundrohr bestehen und
Querausnehmungen (DA) mit einem schmaleren Ausläufer (AA) in
der Steckrichtung aufweisen und die Verbindungszapfen (51)
Steckerschlitze (SS) haben, die erweitert in
Steckerausnehmungen (SA) enden, und der Riegelstab (52)
zumindest in den die Steckbuchsen (50) durchsetzenden
Abschnitten Riegelstege (53) aufweist, deren schmale
Stegweite (STW) in loser Passung der Weite (SW) des
Steckerschlitzes (SS) und der Weite (AAW) des Ausläufers
(AA) entspricht und deren größere Stegbreite (STD) in loser
Passung der Weite der Querausnehmung (DA) und der
Steckerausnehmungen (SA) entspricht.
12. Polstermöbel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steckerausnehmung (SA) und die Querausnehmung (DA)
rund sind und der Ausläufer (AA) radial zu der
Querausnehmung (DA) gegen die Steckrichtung und der
Steckerschlitz (SS) radial zu der Steckerausnehmung (SA) in
Steckrichtung angeordnet sind und daß der Riegelstab (52)
ein dazu passender, zumindest teilweise zur Bildung des
Riegelstegs (53) abgeflachter Rundstab oder ein abgeflachtes
Rohr ist.
13. Polstermöbel nach einem der vorstehenden Ansprüche 10
bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Riegelstab (52)
ein radialer Riegelgriff (54) angeordnet ist, der im/unter
dem Polster verborgen von außen/unten zugänglich angeordnet
ist.
14. Polstermöbel nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe ein
Sitzflächenteil (2) mit einem im wesentlichen rechteckigen,
im wesentlichen horizontal liegenden Sitzflächen-Tragrahmen
(21) mit einem vorderen und einem hinteren Längsholm (25V,
25H), welche endseitig über Querholme (26) miteinander
verbunden sind, und mit daran lösbar angeordneten
Möbelbeinen aufweist, in oder an dessen hinteren Längsholm
(25H) mindestens zwei Steckbuchsen (50) angeordnet sind, in
denen ein bügelartiger Rückenlehnen-Tragrahmen (31) eines
Rückenlehnenteils (3) mit mindestens jeweils an den
Bügelenden (35) angeordneten Verbindungszapfen (51) lösbar
eingesteckt und fixiert ist.
15. Polstermöbel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsholme (25V, 25H) und die Querholme (26) des
Sitzflächen-Tragrahmens (21) aus Profilrohren, vorzugsweise
in Form von Vierkantrohren oder U-Profilen bestehen, und daß
an der Oberseite des Sitzflächen-Tragrahmens (21) sich
zwischen dem vorderen und hinteren Längsholm (25V, 25H)
erstreckende Wellenfedern (60) eingespannt sind.
16. Polstermöbel nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rückenlehnen-Tragrahmen (31) ein zu einem nach unten
offenen U-förmigen Bügel gebogenes Rohr aufweist, dessen
Enden (31E) als Verbindungszapfen (51) ausgebildet sind,
wobei zwischen den U-Schenkeln im Abstand zu dem Bügelbogen
(31D) eine Stabilisierungsstrebe (35) verläuft und zwischen
dem Bügelbogen (31D) und der Stabilisierungsstrebe (35) auf
der Vorderseite und aus der Vorderseite nach vorne gewölbte,
vertikale Wellenfedern (60V) eingespannt sind.
17. Polstermöbel nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der U-förmige Rohrbügel des Rückenlehnen-Tragrahmens
(31) von den senkrecht zum Sitzflächen-Tragrahmen (21)
stehenden Verbindungszapfen (51) unter Bildung einer
Rückenlehnenneigung schräg nach oben und hinten abgewinkelt
ist.
18. Polstermöbel nach Anspruch 16 oder 17, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Bügelbogen (31B) und der
Stabilisierungsstrebe (35) des Rückenlehnen-Tragrahmens (31)
auf der Hinterseite und aus der Hinterseite nach hinten
gewölbte, vertikale Wellenfedern (60H) eingespannt sind.
19. Polstermöbel nach einem oder mehreren der Ansprüche 14
bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe mindestens eine
mittels Verbindungszapfen (51) in Buchsen (50) in den
Querholmen (26) des Sitzflächen-Tragrahmens (21)
einsteckbare Armlehne (4) aufweist, deren Armlehnen-
Tragrahmen (41) aus einem zu einem nach unten offenen U-
förmigen Bügel gebogenen Rohr und einem zwischen den U-
Schenkeln im Abstand zu dem Bügelbogen (41D) verlaufenden
Stabilisierungsstrebe (46) besteht, wobei zwischen dem
Bügelbogen (41D) und der Stabilisierungsstrebe (46) auf der
zur Sitzfläche (2) gewandten Innenseite der Armlehne (4) und
aus der Innenseite zur Sitzflächenseite hin gewölbte
vertikale Wellenfedern (60I) eingespannt sind.
20. Polstermöbel nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Bügelbogen (41D) und der
Stabilisierungsstrebe (46) des Armlehnen-Tragrahmens (41)
auf der Außenseite und aus der Außenseite nach außen
gewölbte, vertikale Wellenfedern (60A) eingespannt sind.
21. Polstermöbel nach Anspruch 19 oder 20, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Stabilisierungsstrebe (46) oder
an den U-Schenkeln des Bügels des Armlehnen-Tragrahmens (41)
seitlich im wesentlichen horizontale Verbindungszapfen (51)
angeordnet sind, welche in außenseitlich in den Querholmen
(26) des Sitzflächen-Tragrahmens (21) angeordnete
Steckbuchsen (50) eingesteckt sind.
22. Polstermöbel nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet,
daß die U-Schenkel unter Bildung von Beinen für das
Polstermöbel (1) über die seitlichen Verbindungszapfen (51)
nach unten hin verlängert sind.
23. Polstermöbel nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden (41E) der über die Verbindungszapfen (51)
hinweg nach unten verlängerten U-Schenkel des Armlehnen-
Tragrahmens (41) unter Bildung von kufenförmigen Beinen
(Kufen) (45) zur Sitzflächenseite hin vom Boden aus
bogenförmig wieder schräg nach oben unter die Sitzfläche (2)
hin bis an das Sitzflächenteil (2) oder bis zu einem Abstand
von dem Sitzflächenteil (2) verlaufend abgewinkelt sind.
24. Polstermöbel nach Anspruch 22 oder 23, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bezughülle (44) und die/das
Schaumstoffteil(e) (43) der Armlehne (4) derart geformt
sind, daß die Beine oder Kufen (45) von der Bezughülle (44)
und den/dem Schaumstoffteil(en) (43) mit eingefaßt sind.
25. Polstermöbel nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte,
nebeneinander verlaufende Wellenfedern (60, 60V, 60H, 60I,
60A) durch elastische Bänder (70), wie Gummibänder oder
Kunststoffbänder, gegeneinander verspannt sind.
26. Polstermöbel nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Sitzfläche
(2) und/oder gegen die Lehnen (3, 4) Polsterkissen (6),
bestehend aus mindestens einem Schaumstoffteil, in einer
daßelbe passig aufnehmenden, fest allseitig einfassenden
und in Form pressenden Bezughülle, lose oder lösbar
verbunden aufgelegt und/oder angelehnt sind.
27. Verfahren zur Herstellung eines Polstermöbels (1),
bestehend aus mehreren Polstermöbelteilen (2, 3, 4, 5, 6),
wie Sitzfläche (2), Rückenlehne (3), Armlehnen (4), usw.,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - in parallelen Arbeitsschritten für die einzelnen Polstermöbelteile (2, 3, 4) jeweils als vorgefertigte Bestandteile (20, 30, 40; 23, 33, 43; 24, 34, 44)
- - ein Metallkern mit einem Tragrahmen (20, 30, 40) aus Metall gefertigt und anschließend bespannt wird
- - (ein) Schaumstoffteil(e) (23, 33, 43) aus Schaumstoff- Rohblöcken zugeschnitten wird/werden
- - eine Bezughülle (24, 34, 44) gefertigt wird
- - und in einem nachfolgenden Arbeitsschritt die einzelnen Polstermöbelteile aus ihren Bestandteilen (20, 30, 40; 23, 33, 43; 24, 34, 44) verbindungsmittellos durch Einbringen des Metallkerns (20, 30, 40) mit den auf und/oder an und/oder um den Metallkern (20, 30, 40) gelegten/gelegtem Schaumstoffteil(en) (23, 33, 43) in die Bezughülle (24, 34, 44) zusammengesetzt werden,
- - und in einem letzten Arbeitsschritt als Endmontage des Polstermöbels (1) die verschiedenen Polstermöbelteile (2, 3, 4) miteinander verbunden werden.
28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragrahmen mindestens eines Polstermöbelteils (2, 3,
4) mit meanderförmig verlaufenden Metallfedern ((60, 60V,
60H, 601, 60A) bespannt wird.
29. Verfahren nach Anspruch 27 oder 28, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tragrahmen mindestens eines
Polstermöbelteils (2, 3, 4) mit einem vorgefertigten
Schlauch aus gummielastischem textilen Gewebe bespannt wird.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zusammenbau der Polstermöbelteile
(2, 3, 4) aus den vorgefertigten Bestandteilen (20, 30, 40;
23, 33, 43; 24, 34, 44) und/oder die Endmontage des
Polstermöbels (1) aus den Polstermöbelteilen (2, 3, 4) beim
und/oder durch den Endverbraucher erfolgt.
31. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 30, dadurch
gekennzeichnet, daß die Polstermöbelteile (2, 3, 4) mittels
lösbarer Steckverbindungen (50, 51) miteinander verbunden
werden.
32. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 31, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Schaumstoff-Einzelteile (33A,
33B) unterschiedlicher oder gleicher Härte aus Schaumstoff-
Rohblöcken zugeschnitten werden und mittels wasserlöslichem
Leim miteinander zu einem Schaumstoffteil (33) verbunden
werden.
33. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 32, dadurch
gekennzeichnet, daß als ein weiterer vorgefertigter
Bestandteil eines Polstermöbelteils (2, 3, 4) ein
Schutzüberzug (32) aus Fliesstoff genäht wird und bei einem
Zusammenbau der Polstermöbelteile (2, 3, 4) aus den
vorgefertigten Bestandteilen (20, 30, 40; 23, 33, 43; 24,
34, 44) dieser Schutzüberzug (32) direkt auf den Metallkern
(20, 30, 40) mit den Metallfedern (60, 60V, 60H, 601, 60A)
aufgezogen wird.
34. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 33, dadurch
gekennzeichnet, daß zum Bespannen der Tragrahmen (21, 31,
41) die meanderförmig verlaufenden Metallfedern (60, 60V,
60H, 601, 60A) mit ihren Enden unter Spannung in am
Tragrahmen angeordnete Befestigungselemente (61, 62), wie
Ösen, Haken (62), Löcher (61) eingehängt werden.
35. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 34, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (21, 31, 41) einer
korrosionshemmenden Behandlung unterzogen wird.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19632722A DE19632722C2 (de) | 1995-10-12 | 1996-08-14 | Polstermöbel und Verfahren zur Herstellung eines Polstermöbels |
| EP96934577A EP0957718A1 (de) | 1995-10-12 | 1996-10-08 | Polstermöbel und verfahren zur herstellung eines polstermöbels |
| PCT/EP1996/004363 WO1997013434A1 (de) | 1995-10-12 | 1996-10-08 | Polstermöbel und verfahren zur herstellung eines polstermöbels |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29516179U DE29516179U1 (de) | 1995-10-12 | 1995-10-12 | Sitzmöbel mit steckbarer Lehne |
| DE19632722A DE19632722C2 (de) | 1995-10-12 | 1996-08-14 | Polstermöbel und Verfahren zur Herstellung eines Polstermöbels |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19632722A1 true DE19632722A1 (de) | 1997-04-17 |
| DE19632722C2 DE19632722C2 (de) | 2002-09-26 |
Family
ID=8014051
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29516179U Expired - Lifetime DE29516179U1 (de) | 1995-10-12 | 1995-10-12 | Sitzmöbel mit steckbarer Lehne |
| DE19632722A Expired - Fee Related DE19632722C2 (de) | 1995-10-12 | 1996-08-14 | Polstermöbel und Verfahren zur Herstellung eines Polstermöbels |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29516179U Expired - Lifetime DE29516179U1 (de) | 1995-10-12 | 1995-10-12 | Sitzmöbel mit steckbarer Lehne |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE29516179U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20106847U1 (de) | 2001-04-19 | 2001-06-28 | Kabel, Torsten, 09119 Chemnitz | Sitzmöbel |
| DE102016002587A1 (de) * | 2016-03-04 | 2017-09-07 | Seton Autoleather Gmbh | Sitzbezug aus Leder für einen Fahrzeugsitz |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20000656U1 (de) | 2000-01-14 | 2000-04-13 | Sedac-Mecobel N.V.S.A., Wevelgem | Faltliege |
| DE20013696U1 (de) | 2000-08-09 | 2000-11-23 | ARCO-Polstermöbel A. Rädlein GmbH & Co.KG, 96279 Weidhausen | Polstermöbel |
| ES2294880B1 (es) * | 2005-01-12 | 2009-02-16 | Fernando Gonzalez Querencias | Sofa configurable y armable "in situ". |
| DE102006045062A1 (de) * | 2006-09-21 | 2008-04-03 | Konstantinos Delivanis | Weiches Möbelelement |
| DE202012003712U1 (de) | 2012-04-13 | 2012-06-21 | Machalke Polsterwerkstätten GmbH | Polstermöbel |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1880881U (de) * | 1961-03-06 | 1963-10-17 | American Metal Company | Federelement. |
| DE1429333B2 (de) * | 1964-08-24 | 1970-06-11 | Heyland, Case Flint, Orchard Lake, Mich. (V.St.A.) | Polstersitz |
| DE2804534A1 (de) * | 1978-02-03 | 1979-08-09 | Geb Leiss Edeltraud De Lepper | Bettzeug- und kissen-bezugshilfe |
| CH663527A5 (fr) * | 1984-12-28 | 1987-12-31 | Cinna Sa | Canape-lit. |
Family Cites Families (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7401369U (de) * | 1974-04-11 | Kaufeld H | Gepolstertes Sitz- oder Liegemöbel | |
| US3895840A (en) * | 1973-06-28 | 1975-07-22 | Dolores Szurszewski | Chair seat adapter |
| DE9114465U1 (de) * | 1991-11-15 | 1992-03-12 | Mekkiou, Ferhat, Dipl.-Ing., 1000 Berlin | Sitzvorrichtung als Rückenlehne |
| DE9213928U1 (de) * | 1992-10-15 | 1992-12-17 | VIVA Lederpolstermöbel GmbH & Co KG, 4938 Schieder-Schwalenberg | Polster- und/oder Ledermöbel |
| DE9300425U1 (de) * | 1993-01-14 | 1993-03-11 | Franz Wittmann Möbelwerkstätten Ges.m.b.H., Etsdorf am Kamp | Sitz- und/oder Liegemöbel |
| DE4441605C2 (de) * | 1994-03-15 | 1996-03-28 | Heitlinger Karl Leo | Längenverstellbares Tragelement |
| DE29502503U1 (de) * | 1995-02-15 | 1995-04-13 | Brühl & Sippold Inhaber F. R. Meyer-Brühl OHG Carlsgrün, 95138 Bad Steben | Modul-Kombinationsmöbel-System |
-
1995
- 1995-10-12 DE DE29516179U patent/DE29516179U1/de not_active Expired - Lifetime
-
1996
- 1996-08-14 DE DE19632722A patent/DE19632722C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1880881U (de) * | 1961-03-06 | 1963-10-17 | American Metal Company | Federelement. |
| DE1429333B2 (de) * | 1964-08-24 | 1970-06-11 | Heyland, Case Flint, Orchard Lake, Mich. (V.St.A.) | Polstersitz |
| DE2804534A1 (de) * | 1978-02-03 | 1979-08-09 | Geb Leiss Edeltraud De Lepper | Bettzeug- und kissen-bezugshilfe |
| CH663527A5 (fr) * | 1984-12-28 | 1987-12-31 | Cinna Sa | Canape-lit. |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20106847U1 (de) | 2001-04-19 | 2001-06-28 | Kabel, Torsten, 09119 Chemnitz | Sitzmöbel |
| DE102016002587A1 (de) * | 2016-03-04 | 2017-09-07 | Seton Autoleather Gmbh | Sitzbezug aus Leder für einen Fahrzeugsitz |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE29516179U1 (de) | 1996-01-18 |
| DE19632722C2 (de) | 2002-09-26 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2900117A1 (de) | Bauelement-polstermoebel | |
| DE3333554C2 (de) | ||
| DE1262526B (de) | Stapelbarer Stuhl | |
| DE1233990B (de) | Zerlegbares Sitzmoebel | |
| DE19632722C2 (de) | Polstermöbel und Verfahren zur Herstellung eines Polstermöbels | |
| DE68917927T2 (de) | Ineinander passende möbelstücke. | |
| DE29804540U1 (de) | Multifunktions-Polstermöbel | |
| EP0957718A1 (de) | Polstermöbel und verfahren zur herstellung eines polstermöbels | |
| CH535559A (de) | Sitzmöbel | |
| EP1423031A1 (de) | Sitz- und/oder liegemöbel | |
| DE9409748U1 (de) | Sitz- und Liegemöbel | |
| DE7719372U1 (de) | Gestell fuer polstermoebel | |
| DE2062590C3 (de) | Sitzmöbel aus zusammensetzbaren und zerlegbaren Teilen | |
| EP4573970A2 (de) | Modulares sofa | |
| AT212522B (de) | Sitzmöbel aus Metallkanthohlprofilen | |
| DE4428794A1 (de) | Sitzmöbel | |
| DE2836667A1 (de) | Stuetzrahmen fuer schaumstoffsitzmoebel | |
| DE2933748A1 (de) | Sitzmoebel | |
| DE2846750A1 (de) | Sitz- und liegemoebel | |
| EP0346561B1 (de) | Möbelstück mit Sockel-Einschub | |
| DE2363502C3 (de) | Zum Zusammenbau von Einrichtungsgegenständen, insbesondere gepolsterten Sitz- und Liegemöbeln, bestimmte Anbauelemente | |
| DE10259889B4 (de) | Sitz- oder Liegemöbel | |
| DE202004013693U1 (de) | Anordnung zur lösbaren Festlegung von Polstern bzw. Kissen an Sitz- oder Liegemöbeln | |
| EP2222203A1 (de) | Bausatz für ein polstermöbel | |
| DE20213826U1 (de) | Recyclingfähiges Polstermöbel |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: REPOSA POLSTERMOEBELWERK GMBH, 37688 BEVERUNGEN, D |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |