DE19631364A1 - Druckventil - Google Patents
DruckventilInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K39/00—Devices for relieving the pressure on the sealing faces
- F16K39/02—Devices for relieving the pressure on the sealing faces for lift valves
- F16K39/022—Devices for relieving the pressure on the sealing faces for lift valves using balancing surfaces
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Description
Die Erfindung betrifft ein Druckventil mit einem Ventilgehäuse und
einem in dem Ventilgehäuse durch Drehung einer Spindel beweglichen
Ventilteller, der an dem einen Ende einer Stange befestigt ist, deren
anderes Ende axial begrenzt verschiebbar in der Spindel aufgenommen
ist.
Derartige Druckventile werden als Absperreinrichtung der Druckaus
gänge von Feuerwehrpumpen verwendet. Durch den relativ zur Spindel
axial begrenzt verschiebbaren Ventilteller haben sie zugleich die
Funktion eines Rückschlagventils. Die Betätigung des Druckventils
erfolgt durch Drehung der Spindel mittels eines Handrads.
Viele Feuerwehrfahrzeuge sind mit Pumpen ausgerüstet, deren
Schließdruck über 16 bar liegt und durch eine automatische Druckregu
lierung konstant gehalten werden kann. Das Schließen des Druckventils
durch Drehen des Handrads erfordert dann eine sehr hohe Kraft.
Durch die Erfindung wird ein Druckventil der eingangs angegebenen
Art dahingehend weitergebildet, daß die zum Schließen erforderliche
Stellkraft an der Spindel erheblich reduziert wird. Gemäß der Erfin
dung ist an den Ventilteller ein Hohlkolben angeschlossen, dessen
Mantel die Stange umgibt; der Hohlkolben ist in einem zylindrischen
Abschnitt des Ventilgehäuses axial verschiebbar sowie druckdicht auf
genommen. Der durch den zylindrischen Abschnitt des Ventilgehäuses und
den Hohlkolben begrenzte Innenraum im Ventilgehäuse ist durch den
Ventilteller hindurch mit der Druckseite des Druckventils verbunden.
Auf den Hohlkolben - und somit auf den Ventilteller - wirkt somit eine
hydraulisch erzeugte Stellkraft, die zum Dichtsitz gerichtet ist. Um
diese hydraulische Stellkraft wird die an der Spindel aufzubringende
Kraft vermindert. Da die hydraulisch erzeugte Stellkraft proportional
zum Wasserdruck ist, bleibt die an der Spindel zum Schließen des
Druckventils aufzubringende Kraft auch bei veränderlichem Druck weit
gehend konstant.
Der zylindrische Abschnitt des Ventilgehäuses kann auch durch
einen in das Ventilgehäuse eingesetzten, an ihm befestigten Zylinder
gebildet sein, so daß das Ventilgehäuse aus mehreren Teilen zusammen
gesetzt ist.
Zur Verminderung der Reibung ist vorzugsweise zwischen der Stange
und dem Kolben ein Kugellager angeordnet.
Bei der bevorzugten Ausführungsform ragt das dem Ventilteller
zugewandte Ende der Spindel axial verschiebbar und druckdicht in den
Innenraum hinein. Durch diese Anordnung wird die axiale Baulänge, die
zur Unterbringung von Kolben und Zylinder im Ventilgehäuse benötigt
wird, gering gehalten, so daß vorhandene Ventilgehäuse - gegebenen
falls leicht modifiziert - verwendet werden können.
Ferner weist der zylindrische Abschnitt an seiner Innenseite am
spindelseitigen Ende einen radial erweiterten Bereich auf, an dessen
Innenseite der Hohlkolben nicht anliegt. In diesen Bereich kann der
Hohlkolben so weit eindringen, daß der Innenraum zu seinem Entleeren
mit dem Ventilausgang in Verbindung steht. Der Hohlkolben liegt somit
nicht mehr abdichtend an der Innenseite an, sondern kann umspült
werden.
Zur Lagerung der Spindel ist eine Spindelführung vorgesehen, die
ein in den Innenraum ragendes freies Ende mit einer Führungsbuchse
aufweist, die an einen Spindelabschnitt angreift, der eine glatte,
zylindrische Außenoberfläche hat. Die Führungsbuchse soll die Spindel
jedoch nur radial grob lagern, da ein gewisses radiales Spiel dem
Ventilteller die Möglichkeit gibt, sich an den Ventilsitz anzupassen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher beschrieben. In den Figuren zeigt:
Fig. 1 einen axialen Längsschnitt durch das erfindungsgemäße
Druckventil in der Schließstellung,
Fig. 2 das in Fig. 1 gezeigte Druckventil in der Rückschlag
ventilstellung, und
Fig. 3 das in Fig. 1 gezeigte Druckventil in der Entleerungs
stellung bei vollständig zurückgefahrenem Hohlkolben.
In Fig. 1 ist ein Druckventil 1 gezeigt, das an dem Druckausgang
einer Feuerwehrpumpe angeschlossen ist. Das Ventilgehäuse 10 weist
einen einem (nicht gezeigten) Ventilsitz zugewandten Druckanschluß 12
und einen abgewinkelten Ventilausgang 14 auf. Eine Spindel 16, an
deren freiem Ende ein Handrad 17 befestigt ist, steht über ein Außen
gewinde mit einem Innengewinde einer in das Ventilgehäuse 10 einge
gossenen Spindenführung 18 in Eingriff und ragt in einen Innenraum 19
des Ventilgehäuses 10 hinein. Der Innenraum 19 ist durch einen Hohl
kolben 20 und einen zylindrischen Abschnitt 21 des Ventilgehäuses 10
begrenzt. Der Abschnitt 21 umgibt die Spindel 16 und den Hohlkolben 20
koaxial, wobei der Hohlkolben 20 axial verschiebbar ist und druckdicht
an der Innenseite des Abschnitts 21 anliegt. Das in den Innenraum 19
des Ventilgehäuses 10 hineinragende Ende 16a der Spindel 16 ist mit
einer axialen Bohrung 22 versehen, in der ein Kolben 23 am einen Ende
einer Stange 24 axial verschiebbar aufgenommen ist. Am anderen Ende
der Stange 24 ist ein Ventilteller 25 angeschlossen. Durch eine in die
Bohrung 22 eingesetzte Druckfeder 26 wird die Stange 24 zur Druckseite
hin vorbelastet.
Die Spindelführung 18 ragt ebenfalls in den Innenraum 19 hinein
und hat ein freies Ende, auf das eine Führungsbuchse 27 aus Kunststoff
aufgepreßt ist. Die Führungsbuchse 27 greift an einem unteren Spindel
abschnitt an, der eine glatte, zylindrische Außenoberfläche hat. Eine
Dichtung 28 wird zwischen der Führungsbuchse 27 und dem freien Ende
der Spindelführung 18 gelagert.
Der Innenraum 19 steht mit der Druckseite über einen den Ventil
teller 25 und die Stange 24 koaxial durchdringenden Kanal und eine
radiale Bohrung 29 in Verbindung. Zwischen der Stange 24 und dem Hohl
kolben 20 ist ein Kugellager 30 angeordnet.
Der Innendurchmesser des Abschnitts 21 ist mit D, der Außendurch
messer des Endes 16a der Spindel 16 mit d bezeichnet. Durch den Was
serdruck auf der Druckseite wirkt somit auf den Hohlkolben 23 - und
folglich auf den Ventilteller 25 - eine hydraulisch erzeugte Druck
kraft F in Richtung der Druckseite, die proportional zum Produkt aus
Wasserdruck und Differenzfläche D² - d² ist. Um diese Kraft F ist die
an der Spindel 16 aufzubringende Stellkraft vermindert, wenn das
Druckventil 1 von einer offenen Stellung, in der der Ventilteller 25
angehoben ist, in die in Fig. 1 gezeigte Schließstellung gebracht
werden soll. Beim Schließen drückt die untere Stirnseite des Hohlkol
bens 20 gegen die Oberseite des Ventiltellers 25.
Aus der Öffnungsstellung, die in Fig. 2 durch einen mit unter
brochenen Linien gezeigten Ventilteller 25 angedeutet ist, kann das
Ventil 1 auch in die Rückschlagventilstellung, die mit durchgezogenen
Linien dargestellt ist, gelangen, da der Ventilteller 25 relativ zur
Spindel 16 axial verschiebbar ist.
In der in Fig. 3 gezeigten Stellung wird der Hohlkolben 20 zum
oberen, spindelseitigen Ende des zylindrischen Abschnitts 21 verscho
ben. Im Bereich des Endes hat der zylindrische Abschnitt 21 an seiner
Innenseite einen radial bezüglich des Hohlkolbens 20 erweiterten Be
reich 31, in dem der Hohlkolben 20 nicht an der Innenseite anliegt, so
daß der Innenraum 19 über den entstehenden Ringspalt mit dem Ventil
ausgang 14 in Verbildung steht und entleert werden kann.
Claims (8)
1. Druckventil mit einem Ventilgehäuse und einem in dem Ventil
gehäuse durch Drehung einer Spindel beweglichen Ventilteller, der an
dem einen Ende einer Stange befestigt ist, deren anderes Ende axial
begrenzt verschiebbar in der Spindel aufgenommen ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß an den Ventilteller (25) ein Hohlkolben (20) angeschlos
sen ist, dessen Mantel die Stange (24) umgibt, daß der Hohlkolben (20)
in einem zylindrischen Abschnitt (21) des Ventilgehäuses (10) axial
verschiebbar sowie druckdicht aufgenommen ist und daß der durch den
zylindrischen Abschnitt (21) des Ventilgehäuses (10) und den Hohlkolben
(20) begrenzte Innenraum (19) im Ventilgehäuse (10) durch den Ventil
teller (25) hindurch mit der Druckseite des Druckventils verbunden
ist.
2. Druckventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
zylindrische Abschnitt (21) durch einen in das Ventilgehäuse (10) ein
gesetzten, an ihm befestigten Zylinder gebildet ist.
3. Druckventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen der Stange (24) und dem Hohlkolben (20) ein Kugellager (30)
angeordnet ist.
4. Druckventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das dem Ventilteller (25) zugewandte Ende (16a) der
Spindel (16) axial verschiebbar und druckdicht in den durch den Ab
schnitt (21) und den Hohlkolben (20) begrenzten Innenraum (19) hinein
ragt.
5. Druckventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der zylindrische Abschnitt (21) an seiner Innen
seite am spindelseitigen Ende einen radial erweiterten Bereich (31)
aufweist, an dessen Innenseite der Hohlkolben (20) nicht anliegt und in
den der Hohlkolben (20) so weit eindringen kann, daß der Innenraum (19)
zu seinem Entleeren mit dem Ventilausgang (14) in Verbindung steht.
6. Druckventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Spindelführung (18) vorgesehen ist, die ein in
den Innenraum (19) ragendes freies Ende mit einer Führungsbuchse (27)
aufweist, die an einem Spindelabschnitt mit einer glatten, zylindri
schen Außenoberfläche angreift.
7. Druckventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungsbuchse (27) durch einen Preßsitz mit dem freien Ende der Spin
delführung (18) verbunden ist und eine Dichtung (28) zwischen sich und
der Spindelführung (18) haltert, die an der Spindel (16) angreift.
8. Druckventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeich
net durch eine in das Ventilgehäuse (10) eingegossene Spindelführung
(18).
Priority Applications (1)
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Effective date: 20150303 |