DE19631188A1 - Entladungslampenanordnung - Google Patents
EntladungslampenanordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Entladungslampenanordnung mit einem Lampenkolben, in dem ein
Edelgas eingeschlossen ist, mit zwei im Lampenkolben angeordneten Innenelektroden und mit
einer Zündhilfselektrode, die außerhalb des Lampenkolbens und sich an diesem längs erstrec
kend eng an dessen Oberfläche angeordnet ist.
Derartige Anordnungen sind beispielsweise aus der EP 0 049 466 A2 bekannt. Hier werden die
für den Betrieb der Entladungslampen notwendigen Zündhilfselektroden als längs der Entla
dungslampe angeordnete Leiter ausgebildet, die entweder mit Hilfe von Klammern an entge
gengesetzten Enden der Entladungslampe gehaltert ist oder die Zündhilfselektrode ist an der
Lampenfassung gehaltert und als Draht längs des Lampenkolbens geführt. Desweiteren wer
den Zündhilfselektroden erläutert, die spiralförmig oder maschenartig um den Lampenkolben
herumgeschlungen sind. Diese Anordnungen sind in ihrer Herstellung relativ aufwendig, bei
spielsweise durch die notwendige komplizierte Sockelgestaltung oder durch die aufwendige An
ordnung der Zündhilfselektrode direkt am Lampenkolben. Die beschriebenen Anordnungen nei
gen dazu, bedingt durch die während des Betriebes der Entladungslampe entstehenden elek
tromagnetischen Kräfte, um den Lampenkolben herum zu wandern, so daß die während des
Betriebes der Entladungslampe sich in der Nähe der Zündhilfselektrode bildenden Ablagerun
gen nicht auf eine geringe Zone des Lampenkolbens beschränkt sind, sondern allmählich am
gesamten Umfang mehr oder weniger starke Eintrübungen hervorrufen, so daß die Nutzungs
dauer der Entladungslampen stark begrenzt wird. Dies verteuert den Betrieb dieser Entladungs
lampen, zusammen mit der in der Herstellung aufwendigen Anordnung der Zündhilfselektroden
erheblich.
Ähnliche Anordnungen sind in DE 37 18 216 A1 offenbart. Derartige Anordnungen werden mit
einer Edelgasfüllung (z. B. Xenon) auch als Stroboskoplampen eingesetzt. Hier wird die längs
des Lampenkolbens verlaufende Zündhilfselektrode als Leiterbahn direkt auf die äußere Ober
fläche des Lampenkolbens aufgebracht. Eine solche Anordnung ist hohen thermomechani
schen Belastungen unterworfen. Unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten von Leiterbahn
und Lampenkolben können eine Schädigung der Zündhilfselektrode zur Folge haben.
Ausgehend von dem vorstehend beschriebenen Stand der Technik liegt der Erfindung die Auf
gabe zugrunde, eine Entladungslampenanordnung mit einer derartigen Zündhilfselektrode aus
zubilden, die zum einen kostengünstig herstellbar ist und zum anderen zuverlässig eine hohe
Nutzungsdauer der Entladungslampe gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß am Lampenkolben Erhebungen an
geordnet sind, an denen die Zündhilfselektrode anliegt. Insbesondere können diese Erhebun
gen aus dem gleichen Material wie der Lampenkolben bestehen. Derartige Anordnungen sind
sehr leicht realisierbar. Durch die Erhebungen kann die Hilfselektrode fixiert werden, so daß sie
nicht über dem Umfang des Lampenkolbens wandert. Aufwendige Vorkehrungen, die ein straf
fes anliegen der Zündhilfselektrode am Lampenkolben sichern sollen, entfallen auch bei einem
Einsatz als Stroboskoplampe.
Vorzugsweise sind die Erhebungen jeweils paarweise ausgebildet und auf beiden Seiten der
Zündhilfselektrode angeordnet. Dabei kann beispielsweise bei einem maschenartigen Um
schlingen des Lampenkolbens jeweils ein Maschenknoten von zwei Erhebungen fixiert sein, die
die Masche zwischen sich einschließen. Die Erhebungen können auch alternierend auf beiden
Seiten der Zündhilfselektrode angeordnet sein.
Es ist auch möglich, daß mindestens eine Erhebung vorgesehen ist, die sich von der Oberflä
che des Lampenkolbens hinweg erstreckt und an ihrem dem Lampenkolben abgewandten En
de eine Verdickung gegenüber dem Erhebungsansatz am Lampenkolben aufweist, wobei die
Zündhilfselektrode mindestens einfach um den Erhebungsansatz herumgewickelt ist. Eine sol
che Erhebung weist die Form eines Pilzes auf. Die Anordnung hat den Vorteil, daß die Zünd
hilfselektrode nicht um den Umfang des Lampenkolbens herum befestigt werden muß; es ge
nügt eine gradlinige Ausbildung längs des Lampenkolbens, da ein sicheres Anliegen am Lam
penkolben durch die Pilzform der Erhebung gewährleistet ist.
In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist der Lampenkolben in einem Lampengehäu
se angeordnet, wobei die Zündhilfselektrode an dem Lampengehäuse gehaltert ist. Das Lam
pengehäuse (auch Leuchtenkörper genannt) weist eine festinstallierte Zündhilfselektrode auf.
Diese wird einmal installiert und bleibt auch während eines Lampenwechsels erhalten. Das
heißt, die Entladungslampe selbst kann wesentlich einfacher und damit kostengünstiger ausge
führt sein und die Fixierung der Zündhilfselektrode an dem Lampengehäuse sichert eine feste
Stellung relativ zum Lampenkolben, so daß die obengenannten Ablagerungserscheinungen auf
eine geringe Fläche begrenzt bleiben. Darüberhinaus wird bei einer derartigen Anordnung eine
sicherere Kontaktierung der Zündhilfselektrode gewährleistet.
Zweckmäßigerweise kann die Zündhilfselektrode als federnder Metallbügel ausgebildet sein,
der durch die Federkraft an dem Lampenkolben an liegen kann. Während des Betriebes der
Entladungslampenanordnung auftretende Vibrationen des Lampenkolbens werden durch die
Federeigenschaft kompensiert. Es ist auch möglich, daß das Lampengehäuse einen sich längs
des Lampenkolbens erstreckenden Reflektor aufweist, der eine metallische Zone aufweist, die
als Zündhilfselektrode ausgebildet ist. Insbesondere kann der Reflektor auch aus einem Metall
blech gebildet sein oder eine dem Lampenkolben zugewandte metallische Beschichtung auf
weisen. Vorzugsweise weist der Reflektor längs des Lampenkolbens eine als Zündhilfselektro
de dienende Ausformung auf, die in Richtung zu dem Lampenkolben weisend ausgebildet ist.
Eine derartige Ausformung kann als Steg, Wulst oder Sicke ausgebildet sein. Solche Anordnun
gen sind sehr einfach herzustellen und im Betrieb sehr sicher. Außerdem weist eine derartige
Anordnung den Vorteil auf, daß die Entladungslampe selbst vom Bedienpersonal in einer nahe
zu beliebigen Weise montiert werden kann, ohne daß auf eine bestimmte Lage der Zündhilfse
lektrode geachtet zu werden braucht.
Zweckmäßigerweise ist der Abstand zwischen Zündhilfselektrode und Lampenkolben in derarti
gen Anordnungen etwa 0,1 bis 0,2 mm groß, um bei feststehenden Reflektoren, die auch als
Zündhilfselektrode dienen, zu verhindern, daß durch Vibration des Lampenkolbens Abrieb an
dem Reflektor entsteht.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Befestigung der Hilfselektrode am Lampenkolben mit paarweisen Erhebungen,
Fig. 2 eine Befestigung der Hilfselektrode am Lampenkolben mit alternierend
angeordneten Erhebungen,
Fig. 3 eine Befestigung der Zündhilfselektrode am Lampenkolben mit einer oder
mehreren pilzförmigen Erhebung,
Fig. 4 eine Entladungslampenanordnung mit einer am Lampengehäuse angeordneten
federnden Zündhilfselektrode,
Fig. 5 eine Entladungslampenanordnung, bei der der Reflektor als Zündhilfselektrode
ausgebildet ist,
Fig. 6 eine Ausbildung der Zündhilfselektrode am Reflektor als Sicke (a), als Wulst (b)
oder als Steg (c).
Beispielsweise aus dem beschriebenen Stand der Technik sind maschenartig um den Lampen
kolben herum gewundene Zündhilfselektroden bekannt. Diese können leicht durch die in den
Fig. 1 und 2 gezeigten Anordnungen fixiert werden. Die um den Lampenkolben 1 herum
gewundene Zündhilfselektrode 2 ist an ihren Maschenknoten 3 durch Erhebungen 4 fixiert. Die
se Erhebungen 4 sind aus dem gleichen Material wie der Lampenkolben 1, also aus Glas. Die
Befestigungsschellen 5 der Zündhilfselektrode 2 dienen gleichzeitig als Kontaktierung, wobei
nur eine Befestigungsschelle 5 kontaktiert wird. Der entsprechende Kontakt ist in dem Lampen
gehäuse angeordnet und wird bei Anschluß der Lampenelektroden 6 an das Lampengehäuse
durch Federkraft an die entsprechende Befestigungsschelle 5 angepreßt. Die Lampenelektro
den 6 sind durch die Wand des Lampenkolbens 1 geführt und bilden dort die Innenelektroden
10.
Fig. 2 zeigt eine ähnliche Ausbildung. Allerdings sind die Erhebungen 3 alternierend, in der
Zeichnung oberhalb bzw. unterhalb der Zündhilfselektrode 2 angeordnet, so daß die Zündhilf
selektrode 2 sich auch in dieser Anführung nicht um den Lampenkolben 1 herum verschieben
kann.
Fig. 3 zeigt eine etwas andere Ausbildung. Am Lampenkolben 1 sind zwei pilzförmige Erhebun
gen 4 angeordnet. Um diese herum ist die Zündhilfselektrode 2 gewickelt. An ihren Enden ist
sie mit Befestigungsschellen 5 in bekannter Weise arretiert. Auch diese Zündhilfselektrode 2
kann sich in ihrer relativen Lage zum Lampenkolben 1 nicht oder nur unwesentlich verändern.
Fig. 4 zeigt eine andere Möglichkeit, die Zündhilfselektrode 2 anzuordnen. Die Entladungslam
pe ist mit ihren Lampenelektroden 6 an dem Lampengehäuse 7 befestigt. Das Lampengehäuse
7 trägt auch die Zündhilfselektrode 2, die mit dem Lampengehäuse 7 fest kontaktiert ist und da
mit auch bei einem Austausch der Entladungslampe selbst in der Lampenanordnung verbleibt
und nicht mit ausgetauscht wird. Die Entladungslampe kann damit wesentlich einfacher und ko
stengünstiger aufgebaut sein. In Fig. 5 ist eine weitere Möglichkeit der Anordnung dargestellt.
Hier ist die Entladungslampe mit ihren Lampenelektroden 6 ebenfalls an dem Lampengehäuse
7 befestigt. Der Boden des Lampengehäuses 7 ist als Reflektor 8 ausgebildet. Der Reflektor 8
kann entweder als Metallblech ausgebildet sein oder an seiner dem Lampenkolben 1 zuge
wandten Seite mit einer Metallschicht versehen sein. Er ist über einen Kontakt 9 mit der Schal
tungsanordnung verbunden. Die Schaltungsanordnung ist in üblicher und bekannter Weise aus
gelegt und beispielsweise in dem bereits beschriebenen Stand der Technik erläutert.
Eine konkrete Ausbildung der Zündhilfselektrode 2 als Bestandteil des Reflektors 8 ist in Fig. 6
gezeigt. Die Zündhilfselektrode 2 ist als Sicke (Fig. 6a), als Wulst (Fig. 6b) oder als Steg (Fig.
6c) ausgebildet und unmittelbar am Reflektor 8 angeordnet. Auch hier verläuft die Zündhilfse
lektrode 2 längs des Lampenkolbens 1, sich zwischen den beiden Innenelektroden 10 erstrec
kend. Der Abstand zwischen Zündhilfselektrode 2 und Lampenkolben 1 beträgt etwa 0,1 bis 0,2
mm, um bei Vibrationen des Lampenkolbens 1 während des Betriebes Abriebstellen am Reflek
tor 8 zu verhindern. Eine Weiterführung der Zündhilfselektrode 2 im gleichen Abstand auch
über die Elektroden 10 hinaus ist nicht sinnvoll, da in solchen Fällen Spannungsdurchschläge
zwischen den Innenelektroden 10 und der Zündhilfselektrode 2 zu erwarten sind.
Claims (12)
1. Entladungslampenanordnung mit einem Lampenkolben, in dem ein Edelgas eingeschlos
sen ist, mit zwei im Lampenkolben angeordneten Innenelektroden und mit einer Zünd
hilfselektrode, die außerhalb des Lampenkolbens und sich an diesem längs erstreckend
eng an dessen Oberfläche angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß am Lampenkol
ben (1) Erhebungen (4) angeordnet sind, an denen die Zündhilfselektrode (2) anliegt.
2. Entladungslampenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhe
bungen (4) aus dem gleichen Material wie der Lampenkolben (1) bestehen.
3. Entladungslampenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Erhebungen (4) jeweils paarweise ausgebildet und auf beiden Seiten der
Zündhilfselektrode (2) angeordnet sind.
4. Entladungslampenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Erhebungen (4) alternierend auf beiden Seiten der Zündhilfselektrode (2) angeordnet
sind.
5. Entladungslampenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine Erhebung (4) vorgesehen ist, die sich von der Oberfläche des Lampen
kolbens (1) hinweg erstreckt und an ihrem dem Lampenkolben (1) abgewandten Ende
eine Verdickung gegenüber dem Erhebungsansatz am Lampenkolben (1) aufweist und
daß die Zündhilfselektrode (2) mindestens einfach um den Erhebungsansatz herumge
wickelt ist.
6. Entladungslampenanordnung mit einem Lampenkolben, in dem ein Edelgas eingeschlos
sen ist, mit zwei in Lampenkolben angeordneten Innenelektroden und mit einer Zündhilf
selektrode, die außerhalb des Lampenkolbens und sich an diesem längs erstreckend eng
an dessen Oberfläche angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Lampenkolben
(1) in einem Lampengehäuse (7) angeordnet ist und daß die Zündhilfselektrode (2) an
dem Lampengehäuse (7) gehaltert ist.
7. Entladungslampenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zünd
hilfselektrode (2) als federnder Metallbügel ausgebildet ist.
8. Entladungslampenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Lam
pengehäuse (7) einen sich längs des Lampenkolbens (1) erstreckenden Reflektor (8) auf
weist, der eine metallische Zone aufweist, die als Zündhilfselektrode (2) ausgebildet ist.
9. Entladungslampenanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflek
tor (8) aus einem Metallblech gebildet ist oder eine dem Lampenkolben (1) zugewandte
metallische Beschichtung aufweist.
10. Entladungslampenanordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Reflektor (8) längs des Lampenkolbens (1) als Zündhilfselektrode (2) eine Ausformung
aufweist, die in Richtung zu dem Lampenkolben (1) weisend ausgebildet ist.
11. Entladungslampenanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Aus
formung als Steg, Wulst oder als Sicke ausgebildet ist.
12. Entladungslampenanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeich
net, daß der Abstand zwischen Zündhilfselektrode (2) und Lampenkolben (1) etwa 0,1 bis
0,2 mm beträgt.
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