DE2364016C3 - Impulsentladungslampe, insbesondere Elektronenblitzlichtröhre - Google Patents
Impulsentladungslampe, insbesondere ElektronenblitzlichtröhreInfo
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Description
35
Die Erfindung betrifft eine Impulsentladungslampe, insbesondere eine Elektronenblitzlichtröhre, in deren
etwa zylindrischer Entladungsröhre an jedem Stirnende jeweils eine, einen geringeren Querschnitt (wirksame
Elektrodenfläche) aufweisende und an einem Durchführungsstitt gehaltene Elektrode als Kathode
bzw. Anode derart angeordnet ist. daß allseitig radial ein etwa gleicher Abstand zur Entladungsröhrenwand
vorhanden ist, und auf deren Außenwand unmittelbar eine als Längsdraht, Streifenbelag oder transparenter
Belag ausgebildete, etwa längs des Abstandes der beiden Elektroden (der Entladungsstrecke) angeordnete
und von den beiden Elektroden getrennte Zündelektrode angebracht ist
Bei derartigen Entladungslampen treten bekanntermaßen Zündschwierigkeiten auf, die unter anderem
durch statische Aufladung der Gefäßwand bzw. durch sehr lange Giciictiiiaüungswcgc iici vorgerufen werden.
Aus der DT-OS 22 64 005 ist eine im ersten Absatz beschriebene Impulsentladungslampe, insbesondere
Elektronenblitzlichtröhre, bekannt, bei der eine mn einer der Elektroden verbundene leitende Zündleitungssonde
derart angeordnet ist, daß das freie Sondenende in dem gasförmigen Medium in der Nähe
eines Punktes der inneren Oberfläche der isolierenden Wand des Gehäuses angebracht ist Außerdem ist ein
entlang der äußeren Oberfläche dieser Wand sich von einem Punkt darauf gegenüber diesem Punkt der inne- &S
ren Wandoberfläche erstreckender Leit'ingsweg geschaffen
und mit der anderen Elektrode verbunden. Diese einer zuverlässigen, sehr genau getackteten,
wiederkehrenden Entladung dienende Maßnahme hat iedoch dadurch daß der außen auf der Röhrenwandung
aufgebrachte gemeinsame Leitungsweg ständig mit der einen Elektrode und damit mit der Spannungsquelle
verbunden ist, den Nachteil, daß unter anderem bevorzugt störende Wandaufladungen, insbesondere in der
Umgebung der Elektroden gebildet werden können.
Es ist weiter versucht worden, das jeweilige Elektrodenpotential an die umgebende Entladungsgefäßwand
dadurch heranzubringen, <hß z. B. der eine Elektroden
raum durch Abschuß eines Getters mit einem leitfähigen
mindestens bis zum Ende der Zündelektrode reichenden Belag aus Barium od. dgl., versehen wird. Bei
einer anderen Lösung geschieht die Ausbildung der Elektroden derart daß diese mit ihrem äußeren Rand
die Gefäßwand unmittelbar berühren.
Diese beschriebenen, bisher angewandten Verfahren s:nd b"f. der Herstellung, insbesondere bei der Massenherstellung,
von Impulsentladungslampen technisch unbefriedigend,
da z. B. beim Getterabschuß die Ausbildung des Metallspiegels nur unkontrolliert erfolgt und
außerdem sein Zusammenhang und seine Leitfähigkeit bei der Entgasung der betreffenden Elektroden beeinträchtigt
wird. Aber auch das Einbringen und Einschmelzen von grouflächigen. die Gefäßwand berührenden
Elektroden führt zu Schwierigkeiten bei der Herstellung, da die Elektroden meist in Röhren aus Material
mit hohem schmelzpunkt eingebracht und dabei zum Teil so stark erwärmt werden müssen, daß an der
Gefäßwandung Spannungsrisse oder andere Veränderungen hervorgerufen werden. Außerdem ist die
Bruchgefahr solcher Anordnungen mit am Rand anliegenden Elektroden beträchtlich größer als bei sonst üblichen
Ausführungsformen.
Bei Maßnahmen zur Verringerung der Schwankungsbreite des Zündeinsatzpunktes mit dem Ziei einer
Herabsetzung der Zündspannung die aufgezeigten Schwierigkeiten zu vermeiden und statt dessen eine zuvei
lässig arbeitende Zündhilfe zu schaffen, ist Aufgabe der Erfindung.
Erreicht wird dies bei einer im ersten Absatz besch/iebenen
Impulsentladungslampe, insbesondere Elektronenblitzlichtröhre, nach der Erfindung dadurch,
daß an beiden Elektroden oder deren uurchfuhrungsstift ein Metallband angeordnet oder befestigt und derart
gebogen oder aufgespreizt ist, daß es nach dem Zusammenbau innen an dem mit der Zündelektrode
außen belegten Teil der Encladungsröhrenwand anliegt.
Mit besonderem Vorteil wird am jeweiligen Elektrodenstift
beider Elektroden je ein elastisches Metallband guter Wärmeleitfähigkeit wie z. B. aus Tantal, befestigt
und zumindest nach dem Zusammenbau innen an dem mit der Zündelektrode außen belegten Teil der Entla-
crebracht.
In manchen Fällen kann es vorteilhaft sein, das Metallband
aus magnetischem Material erst nach dem Zusammenbau, z. B. durch einen magnetischen Impuls, in
seine endgültige Betriebslage zu bringen.
Die Erfindung soll an Hand des in der Zeichnung rein
schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels einer Stabelektronenblitzlichtröhre erläutert werden. Teile,
die nicht unbedingt zum Verständnis der Erfindung beitragen, sind darin unbezeichnet oder fortgelassen.
Während F i g. 1 die Ansicht einer stabförniigen
Elektronenblitzlichtröhre. insbesondere für Impulsbetrieb, mit im Schnitt dargestellten Enden wiedergibt, ist
in F i g. 2 in einem Diagramm die Zündwilligkeit im Bereich des Zündeinsatzpunktes in Abhängigkeit von der
Zündspannung dargestellt.
In F i g. 1 ist von einer stabförmigen Elektronenblitzlichtröhre
mit 1 die etwa zylindrische Entladungsröhre bezeichnet, in der an beiden Stirnenden je eine, jeweils
an einem Durchführungsstift 4 befestigte Elektrode 2 und 3 als Kathode und Anode von meist Scheiben- oder
Flaehzylinder-Form für die betreffende Gasentladungsstrecke
angeordnet ist Die Elektroden haben eine geringere radiale Ausdehnung als der Querschnitt der
Entladungsröhre, so daß allseitig etwa ein gleich großer Abstand bis zur Röhrenwand vorhanden ist. Unmittelbar
außen auf der Röhrenwand ist längs des Abstandes der im Innern befindlichen Elektroden als Z" delektrode
ein im wesentlichen längserstrecktes Dr.i,ueebilde,
ein elektrisch gut- oder auch nur halb1 '«en^er Flachstreifen
5 oder ein transparenter Dela>? ^ _- z. B. SnO2,
InO od. dgl. mit einer Zuleitung δ; r- -;ordnet.
Während im Betrieb an de" hc.uei. Elektroden 2 und
3 eine konstante, für die hv'«-'fende Brennspannung
ausreichende Anodenspannung liegt, wird an die Zündelektrode 5 über die Zuleitung 6 gegebenenfalls mit
vorgeschaltetem entsprechend hochohmigem Widerstand von der Sekundärseite eines gesonderten Zündtrafos
ein Zünd-Hochspannungsimpuls gegeben, so daß die vorionisierte Entladungsstrecke (Ionenbahn) zwischen
den Elektroden 2 und 3 gezündet wird. Leider liegt bei dem bisher beschriebenen normalen Aufbau
der Entladungslampe der Zündeinsatzpunkt bei ungünstig hohen Zündspannungswerten und streut außerdem
recht erheblich innerhalb eines größeren Zündwilligkeitsbereiches,
z.B. infolge ungünstiger Beeinflussung durch Wandaufladungen.
Deshalb ist bei der beschriebenen Anordnung zusätzlich sozusagen als Starthilfe an mindestens einer Elektrode,
z. B. an deren Durcnführungsstift, ein Metallbändchen 7 aus z. B. Tantal oder ähnlich gut wärmeleitendem,
elastischem Metall befestigt, das mit seinem Ende den Abstand zwischen der betreffenden Elektrode
und der außen angeordneten Zündelektrode maßgeblich verringert, z. B. derart, daß das Ende innen an
einer Stelle der Entladungsröhrenwand anliegt, an der sich außen der leitende oder halbleitende Belag oder
Draht der Zündelektrode befindet. Durch diese Maßnahme, die mit besonderem Vorteil an beiden Elektroden
erfolgt, wird der Zündweg durch erhöhte kapazitive Kopplung praktisch verkürzt und außerdem d irch
Verminderung des streuenden Einflusses von Wanoaufladungen gemäß F i g. 2 eine wesentlich größere Steilheit
in dem Zündwilligkeitsverlauf 13 und 14 gegenüber einem Verlauf 11, z. B. einer normalen Anordnung ohne
die beschriebene Zündhilfe, erzielt
In dem Diagramm der F i g. 2 sind über der Primär-Zündspannung als Abszisse als Ordinate in Prozent die Zündbereitwilligkeit derart aufget: „igen, daß jeweils das obere Ende einer jeden Kurve de.i 100-Prozent-Wert, d. h. den Zündeinsatzpunkt darstellt, während die Neigung des jeweiligen Kurvenverlaufs die Steilheit,
In dem Diagramm der F i g. 2 sind über der Primär-Zündspannung als Abszisse als Ordinate in Prozent die Zündbereitwilligkeit derart aufget: „igen, daß jeweils das obere Ende einer jeden Kurve de.i 100-Prozent-Wert, d. h. den Zündeinsatzpunkt darstellt, während die Neigung des jeweiligen Kurvenverlaufs die Steilheit,
d. h. die Zündspannungsdifferenz von Anfang und Ende
der Kurve, d. h. den Streubereich Δ der Zündbereitwilligkeit veranschaulicht.
Lediglich durch das Anbringen, z. B. der beiden Tantalbändchen, ist der Zündeinsatzpunkt z. B. um etwa
200 V auf 100 bis 150 V (Kurve 13 und 14) von über 350 V (Kurve 11 und 12) einer normalen Anordnung
verringert und zugleich die Steilheit der Zündbereitwilligkeit zum Teil recht erheblich erhöht worden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Impulsentladungslampe, insbesondere Elektronenblitzlichtröhre, in deren etwa zylindrischer Entladungsröhre
an jedem Stirnende jeweils eine, einen geringeren Querschnitt (wirksamer Clektrodenfläche)
aufweisende und an einem Durchführungsstift gehaltene Elektrode als Kathode bzw. Anode derart
angeordnet ist, daß allseitig radial ein etwa gleicher Abstand zur Entladungsröhrenwand vorhanden ist,
und auf deren Außenwand unmittelbar eine als Längsdraht, Streifenbelag oder transparenter Belag
ausgebildete, etwa längs des Abstandes der beiden Elektroden (der Entladungsstrecke) angeordnete
und von den beiden Elektroden getrennte Zündelektrode angebracht ist, dadurch gekennzeichnet,
daß an beiden Elektroden (2, 3) oder deren Durchführungsstift (4) ein Metallband (7) angeordnet
oder befesv-jt und derart gebogen oder
aufgespreizt ist, daß es, nach dem Zusammenbau innen
an dem mit der Zündelektrode (5) außen belegten Teil der Entladungsröhrenwand (1) anliegt
2. Impulsentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallband (7) aus
einem elastischen Metallband guter Wärmeleitfähigkeit, ζ. Β. aus Tantal, besteht.
3. Impulsentladungslampe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallband (7)
aus magnetischem ' Material erst nach dem Zusammenbau,
z. B. durch einen magnetischen Impuls, in seine endgültige Betriebslage gebracht !ct
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732364016 DE2364016C3 (de) | 1973-12-21 | Impulsentladungslampe, insbesondere Elektronenblitzlichtröhre | |
| GB4647874A GB1476160A (en) | 1973-12-21 | 1974-10-28 | Pulse discharge lamps |
| US05/518,725 US3968392A (en) | 1973-12-21 | 1974-10-29 | Pulse discharge lamp, in particular an electronic flash tube |
| FR7442042A FR2255706B1 (de) | 1973-12-21 | 1974-12-19 | |
| JP49147485A JPS5816299B2 (ja) | 1973-12-21 | 1974-12-20 | パルスホウデントウ |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732364016 DE2364016C3 (de) | 1973-12-21 | Impulsentladungslampe, insbesondere Elektronenblitzlichtröhre |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2364016A1 DE2364016A1 (de) | 1975-07-31 |
| DE2364016B2 DE2364016B2 (de) | 1975-11-27 |
| DE2364016C3 true DE2364016C3 (de) | 1976-07-08 |
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