DE19631684C1 - Kettenförderer - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kettenförderer nach dem Oberbegriff des Pa
tentanspruches 1.
Ein derartiger Kettenförderer ist aus der US-PS 993 650 bekannt. Diese
Druckschrift zeigt einen Kettenförderer für Schüttgut, der als Höhenförderer
ausgebildet ist, mit wenigstens zwei Kettensträngen, mehreren die Ketten
stränge verbindenden Schiebern und mit einer das obere Fördertrum unter
stützenden Gleitplatte auf dem Boden einer Förderrinne. Ferner weisen die
dort dargestellten Schieber jeweils einen auf der Gleitplatte zugeführten län
geren Schneidschenkel und einen mit dessen rückwärtigem Ende verbunde
nen aufrechten Mitnehmerschenkel auf, die eine in Förderrichtung offene
Mulde bilden, wobei der Schneidschenkel eine größere Länge besitzt als der
Mitnehmerschenkel und zwischen aufeinanderfolgenden Schiebern ein Ab
stand besteht.
Aus der DE-OS 24 16 832 ist ein Mitnehmer für Doppelkettenförderer be
kannt, der aus einem Kratzeisen und mit dessen beiden Enden verbundenen
Schäkeln zum beidseitigen Anschluß der zugeordneten Kettenglieder beider
Förderketten besteht, wobei die Schäkel jeweils zwei das Kratzeisen über
greifende Befestigungsschenkel aufweisen, und das Kratzeisen einen in För
derrichtung vorgeordneten Kratzschild aufweist und dieser Kratzschild unter
Überdeckung der zugeordneten Befestigungsschenkel der Schäkel bis in die
beiden Endbereiche des Kratzeisens geführt ist.
Aus der DE-PS 6 98 788 ist ein Kratzförderer bekannt, bei dem am Zugmittel
unmittelbar befestigte Kratzer sowie durch Ketten, Seile oder dergleichen
beweglich an ihm befestigte Schrappertröge in der Förderrinne angeordnet
sind.
Aus der DE 36 01 292 A1 ist ein Kratzerförderer zum Aufnehmen und
Abfördern von losem Schüttgut von einer Halde bekannt. Dieser Kratzerför
derer enthält eine Vielzahl, von schaufelartig ausgebildeten Förderelementen
mit je zwei Seitenwänden, von denen wenigstens eine in Gutförderrichtung
diaktieren und unter Bildung einer Gutleitwand angeordnet ist, wobei zwi
schen den Gutleitwänden zwei aufeinanderfolgende Förderelemente eine
Guteinlaßöffnung vorhanden ist.
Schließlich ist aus der US-PS 44 71 868 ein Höhenförderer mit einstellbarer
Steigung bekannt.
Weiterhin ist aus der US-PS 24 00 502 ein Kettenförderer mit zwei einander
gegenüberliegenden Kanälen und einem Förderband mit inneren und äußeren
Verbindungsmittel, die in jedem Kanal angeordnet sind, bekannt.
Kettenförderer, insbesondere die genannten Kratzkettenförderer, werden im
Berg- und Tunnelbau zum Fördern von Gestein, Mineralien bzw. Abraum
eingesetzt. Sie sind sehr robust und im Gegensatz zu Gurt- oder Gummi
bandförderern relativ unempfindlich gegen scharfkantiges Material. Vor al
lem aufgrund ihrer kleinen Umlenk- und Antriebswellendurchmesser können
sie als Einbauten in Vortriebs- und Gewinnungsmaschinen, selbst in solchen
von sehr kleinen Abmessungen, integriert werden. In den meisten dieser
Maschinen arbeiten Kettenförderer in erster Linie als Höhenförderer, indem
sie Abbaumaterial vom Boden aufnehmen und auf eine Verladehöhe von
z. B. 3-5 Metern fördern, wozu sie in Einbaulage üblicherweise bis 30%
Steigung aufweisen.
Nachteilig ist, daß im Betrieb solcher Förderanlagen bei Umgang mit quarz- oder
korundhaltigem, abrasivem Abbaumaterial verhältnismäßig schnell ein
enormer Verschleiß bis hin zur totalen Blockierung der Förderketten eintritt,
da hartes Gestein und hauptsächlich dessen feine Körner und Gesteinsstaub,
besonders in Verbindung mit Wasser, sich zu einer Schmirgelpaste verbin
den und die Ketten und Schieber verschleißen oder sich so zwischen die
Schieber und die Gleitbleche pressen, daß die Ketten blockieren.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kettenförderer der eingangs bezeichne
ten Art dahingehend auszugestalten und zu verbessern, daß zur Vermeidung
von Störungen des Betriebes eine ständige Reinigung der Förderrinne in
einfacher Weise möglich ist, ohne das Einpressen von Sand, feinen Mine
ralkörnern oder dergleichen zwischen Rinne und Schieber zuzulassen.
Es soll ferner vermieden werden, daß der Kettenförderer, wie dies beim
Stand der Technik üblich ist, einen erheblichen Anteil der im Fördergut ent
haltenen feinen Materials vor sich herschiebt. Außerdem sollen die nachtei
ligen Eigenschaften von vergleichbaren Plattenwandförderern vermieden
werden, bei welchen das Einpressen von einem Material zwischen den bei
der Umlenkung sich öffnenden und schließenden Platten nicht auszuschlie
ßen ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch einen Kettenförderer mit
den Merkmalen des Patentanspruches 1.
Mit der erfindungsgemäß vorgesehenen schwenkbaren Schieberbefestigung
an der Kette ist eine ständige Reinigung der Förderrinne in einfacher Weise
möglich.
Die sich zwischen zwei gleichlaufenden, geführten Kettensträngen erstrec
kenden Schieber gemäß der Erfindung entsprechen im Querschnitt einem
Winkelprofil, dessen längerer Schenkel als Schneidschar ausgebildet ist und
auf dem z. B. durch auswechselbare Gleitbleche gebildeten Rinnenboden
gleitend geführt ist. Der dazu im allgemeinen rechtwinklig angeordnete,
meist kürzere Mitnehmerschenkel bildet mit dem Schneidschenkel eine
Auffang- und Sammelmulde, in der während der Förderbewegung von den
Gesteinsbrocken herabfallende sowie bereits auf den Gleitblechen liegende,
mittels der Schneidschar angehobene Abraumteile, feinste Granulate, selbst
Wasser, aufgenommen und bis zur Umlenkstelle gespeichert werden.
Wenn man die aufrechten Mitnehmerschenkel der Schieber bis über ihre et
wa der Kettenhöhe entsprechende Normalhöhe verlängert, kann der Ketten
förderer bei größeren Steigungen bis ca. 60% noch wirtschaftlich eingesetzt
werden, da die Mitnehmerschenkel auch dann das Zurückrollen von Mate
rial verhindern bzw. erschweren. Als wichtiges Merkmal bildet jeder dieser
Tragschieber mit der Schneide eine Keilform, aus der bei der Förderbewe
gung eine selbsttätige Anpressung an den Gleitboden der Förderrinne er
zeugt wird.
Aufgrund einer besonderen Lagerung bestimmter oder sämtlicher Tragschie
ber an den beiden Kettensträngen entsprechend einer erfindungsgemäßen
Ausführungsform wirkt im Förderbereich auf die Schieber ein Kippmoment,
das die Schneide mit zunehmender Zugkraft der Ketten um so stärker auf
das Gleitblech drückt. Dadurch wird das gefürchtete Einkeilen und Einla
gern von kleinsten Gesteinsteilchen zwischen Schieber und Gleitblech ver
hindert, was sonst durch zunehmenden Aufbau von eingelagertem und anhaf
tendem Material ein sog. "Steigen" der Ketten bewirkt. Das erfindungsge
mäß aufgrund des Kippmoments veranlaßte zusätzliche Andrücken des vor
deren Bereiches des Schneidschenkels gegen das Gleitblech führt neben der
stetigen Säuberung der Förderrinne auch zu einem vorteilhaften Selbstschär
fungseffekt an der Schneide. Aufgrund dieser Ausgestaltung erübrigt sich
das übliche Durchwölben der gesamten Förderrinne, mit dem sonst ein ver
stärkter Anpreßeffekt der Schieber auf das Gleitblech erzielt werden kann.
Eine über ihre Länge gerade Rinne ist jedoch leichter und erheblich kosten
günstiger herzustellen als eine gewölbte.
Weitere wirtschaftliche Vorteile resultieren aus dem erfindungsgemäßen
Vorschlag einer Umkehrung der Material- bzw. Härtequalität gegenüber dem
Bekannten. Während die Gleitbleche in der Förderrinne üblicherweise aus
extrem hartem sog. Verschleißmaterial hergestellt sind und periodisch ge
tauscht werden müssen, bestehen die erfindungsgemäßen Tragschieber mit
dem langen aufliegenden Schneidschenkel aus Hartstahl, um mit relativ et
was weicheren Gleitblechen zusammenzuarbeiten, die durch die Tragschie
ber, insbesondere durch deren relativ enge Teilung, einerseits von der Masse
des sich bei herkömmlicher Kratzförderung auf ihnen verschiebenden Ab
baumaterials entlastet sind und andererseits durch die Schieberschneiden
ständig glatt und gereinigt bleiben. Da bei jeder Materialpaarung die harten
Bauteile, nämlich die Tragschieber schneller verschleißen als die weicheren
Bauteile und ein Kettenstrang in einem Bruchteil der Zeit gewechselt werden
kann, die zum Auswechseln der Gleitbleche benötigt wird, entsteht ein er
heblicher Wartungsvorteil.
Die Abstände der Tragschieber voneinander im Kettenstrangpaar entspre
chen erfindungsgemäß ungefähr einer Tragschieberbreite, die offen bleibt bis
der nächste Schieber beginnt. Damit ist weitgehend sichergestellt, daß im
Abwurfbereich und im Rücklaufbereich des Kettenstranges kein Material
zurückgefördert wird.
Der Stand der Technik sowie Ausführungsbeispiele des Kettenförderers
nach der Erfindung sind nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläu
tert. Es zeigen, jeweils schematisch,
Fig. 1 einen Kratzkettenförderer herkömmlicher Bauart im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Querschnitt des Förderers nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Teilschnitt eines Kettenförderers nach der Erfindung mit ei
nem Tragschieber und von Teilen der Förderrinne,
Fig. 4 eine besondere Verbindung zwischen Kette und Tragschieber bei
ähnlicher Darstellung wie in Fig. 3,
Fig. 5 einen waagerechten Längsschnitt durch die Anordnung von Fig. 3
oder 4.
Ein in Fig. 1 und 2 schematisch dargestellter bekannter Kratzkettenförderer
umfaßt eine Tragkonstruktion 1, die meistens mehrteilig und in der Längs
ausdehnung je nach Ladehöhe variabel ist. Speziell bei Tunnellademaschi
nen, bei denen Abbaumaterial vom Boden aufzunehmen ist, wird dies über
einen Ladetisch 2 dem Förderer zugeführt. Der kleine Durchmesser der vor
deren Umlenkwelle 3 erlaubt eine sehr niedere bodennahe Bauweise. Sei
tenwände 4 bilden mit einem Bodenblech 5 die Förderrinne. Auf dem Bo
denblech 5 ist eine Verschleißplatte 6 auswechselbar befestigt, auf der die
mit zwei Kettensträngen 12 verbundenen Schieber 11 gleiten. Der Abstand
dieser herkömmlichen Schieber 11 voneinander beträgt üblicherweise den 8- bis
10fachen Wert einer Schieber-Querschnittsbreite.
Eine Antriebswelle 7 mit Kettenrädern 8 treibt die Ketten 12 und spannt sie
auf der ansteigenden Seite. Wenn das Bodenblech 5 aus einer geraden Platte
besteht, sind beidseitig Ketten-Niederhalter 13 erforderlich. Zur Kettenrück
führung dienen üblicherweise anstatt eines geschlossenen Bodens Rücklauf
leisten 9, auf denen Verschleißleisten 10 angebracht sind.
Ein wesentliches Problem dieser bekannten Kratzkettenförderer besteht
darin, daß beim Arbeiten mit sehr harten Gesteinen und deren feinen Ab
splitterungen zwischen den Schiebern 11 und der Verschleißplatte 6 einer
seits und den Ketten 12 und den Niederhaltern 13 andererseits sich das Ma
terial so aufbaut bzw. einkeilt, daß der Antrieb blockiert bzw. der Ver
schleiß so stark zunimmt, bis die Ketten abreißen.
Tragschieber 14 entsprechend der in Fig. 3 und 5 gezeigten Art erzeugen
aufgrund ihrer durch eine unterbrochene Linie angedeuteten angenäherten
Keilform beim Fördern einen Anpreßdruck auf die auf dem Rinnenboden 5
befestigten Verschleißplatten 6 und aufgrund ihrer Muldenform einen Trag- bzw.
Schöpfeffekt. Dank dieser Wirkungen werden neben kleineren Bruch
stücken vor allein auch die Feinabsplitterungen von üblicherweise gespreng
tem Ladegut abgefördert, in den Mulden temporär gespeichert und dadurch
die unerwünschten Kratz- und Schleifeffekte auf der Gleitplatte weitgehend
vermindert.
Jeder Tragschieber 14 besteht im Querschnitt aus einem längsgerichteten
Schneidschenkel 15 mit vorangehender Schneide 16 und einem rückwärtigen
aufrechten Mitnehmerschenkel 17. Die Muldenform seitlich begrenzende
Seitenplatten 18 enthalten zylindrische Öffnungen 21, an denen der Trag
schieber jeweils über zwei Kettengelenke bildende Schraubbolzen 20 und
Schraubmuttern 24 an die beiden Kettenstränge 12 fest angeschlossen ist.
Die Seitenplatten sind mit den Schenkeln 15, 17 fest verbunden, z. B. ver
schweißt und erstrecken sich bis zur Vorderkante der Schneide 16, wo sie
selbst gemäß Fig. 5 mit einer äußeren senkrechten Schneide 19 versehen
sind. Anstelle dieser aus vier Stehteilen bestehenden Schweißkonstruktion
kann auch ein einheitliches Gußstück aus sog. Hartstahl verwendet werden.
Der in Fig. 3 eingezeichnete Steigungswinkel α des Förderers und der sich
aus der Keilform der Tragschieber ergebende Tragwinkel β stehen zueinan
der in einem engen Verhältnis. Solange der Tragwinkel β größer ist als der
Steigungswinkel α, ist eine optimale Förderung auch von rollendem Material
gewährleistet. Durch Verlängerung des Mitnehmerschenkels 17 kann in den
durch die Bauhöhe des Förderers gegebenen Grenzen dessen Steigungswin
kel α bei Bedarf erhöht werden. Wie aus der Fig. 3 ersichtlich, entspricht
der Freiraum zwischen aufeinanderfolgenden Tragschiebern 14 ungefähr der
Breite eines Tragschiebers.
Fig. 4 und 5 zeigen, wie ein Tragschieber beispielsweise mit handelsübli
chen Rollenketten verbunden ist und wie er zur zusätzlichen Erhöhung der
Anpreßkraft, was gleichbedeutend ist mit dem auf das Verschleißblech aus
geübten Reinigungseffekt, um einen, den in Förderrichtung hinteren Bolzen
20 begrenzt drehbar ist.
Die in Fig. 4 gezeigte Sonderform eines gewissermaßen als Reinigungs
schieber wirkenden Tragschiebers ist um den nahe dem Mitnehmerschenkel
17 angeordneten Schraubbolzen 20 bzw. eine darauf angeordnete Distanz
buchse 23 drehbar. Durch den zweiten vorderen Schraubbolzen 20 wird die
se Drehbeweglichkeit mittels eines nur nach oben erweiterten Langloches 22
in der Seitenwand 18 nach oben parallel zur Kettenzuglinie und nach unten
um den Winkel γ begrenzt.
Die Anzahl der fest und der kippbar an die Ketten angeschlossenen Trag
schieber 14 ist von dem zu fördernden Material, von dessen Größe und
Härte abhängig. Durch den Kettenzug und die Reibung zwischen Schneid
schenkel 17 und der Gleit- oder Verschleißplatte 6 entsteht beim Förderbe
trieb eine Kippkraft mit dem Hebelarm "a", welche die Schneide 16 auf die
Platte 6 drückt.
Bei einer nicht gezeigten Ausführungsform kann ein kippbarer Tragschieber
an seinen Seitenplatten 18 mittels einer einzigen Mitnehmer- und Drehachse
mit den Kettensträngen verbunden sein. Dazu ist an jeweils zwei Kettenge
lenke bildenden Bolzen, z. B. den Schraubbolzen 20 (Fig. 5), neben der
Kettenlasche eine parallele Halteplatte befestigt, die im Abstand zwischen
den beiden Bolzen einen angeformten, eingepreßten oder in einer Öffnung
mit Spiel gehaltenen Gelenkbolzen (Stift, Niet) trägt. Dieser Gelenkbolzen
erstreckt sich durch eine Öffnung in der Seitenplatte 18 des Tragschiebers
14, der mit seinem Schneidschenkel, wie zuvor, normalerweise auf der
Gleitplatte 6 aufliegt und aufgrund des auf ihm lastenden Fördergutes und
der Zugkraft der Ketten mit seiner vorderen Schneide 16 gegen die Gleitplat
te gedrückt wird. Die Größe des zuvor beschriebenen Kippmomentes be
stimmt sich aus der wählbaren Lage der einzigen Öffnung in der Seitenplatte
18.
Claims (8)
1. Kettenförderer für Schüttgut, bei dem zwischen zwei parallelen Ket
tensträngen mit einstellbarem Steigungswinkel (α) mehrere mit Abstand
hintereinander angeordnete Schieber auf jeweils einen auf einer Gleitplatte
(6) unter dem oberen Fördertrum geführten Boden und einen mit dem rück
wärtigen Ende des Bodens verbundenen, diesem gegenüber kürzeren auf
rechten Mitnehmerschenkel (17) aufweisen, die eine durch Seitenplatten
(18) begrenzte, in Förderrichtung offene Mulde bilden,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Boden am vorderen Ende durch eine von seiner Oberseite ausge hende Abschrägung (16) als Schneidschenkel (15) ausgebildet ist,
- - daß die zu einer Kettenlasche des jeweils benachbarten Kettenstranges (12) parallelen Seitenplatten (18) Durchgangsöffnungen für Befestigungsmit tel zum Anschluß an den Kettenstrang enthalten und im Bereich ihres die Abschrägung (16) des Schneidschenkels (15) überdeckenden vorderen En des durch eine von ihrer Innenseite ausgehende Schrägfläche (19) jeweils mit einer äußeren, senkrechten Schneide versehen sind,
und daß der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Schiebern (14) etwa
der Länge des Schieberquerschnittes entspricht.
2. Kettenförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mul
denquerschnitt des Schiebers allgemein einer sich in Förderrichtung verjün
genden Keilform angenähert ist, deren geneigte Keilfläche einer Verbin
dungslinie zwischen dem vorderen Ende des Schneidschenkels (15) und dem
oberen Ende des Mitnehmerschenkels (17) mit einem Tragwinkel (β) zur
unteren Auflagefläche entspricht, der durch geeignete Bemessung der Länge
des Mitnehmerschenkels (17) vorzugsweise größer ist als der Steigungswin
kel (α) des Förderers.
3. Kettenförderer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß jeder Schieber (14) an seinen Seitenplatten (18) mit je
weils zwei Kettengelenke bildenden Bolzen (20) an eine Kettenlasche der
Kettenstränge gelenkig angeschlossen ist.
4. Kettenförderer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die vordere von zwei in Förderrichtung hintereinander
angeordneten und jeweils von einem Bolzen (20) durchsetzten Öffnungen
einer Seitenplatte (18) aus einem etwa senkrecht zur Förderrichtung derart
erweiterten Langloch (22) besteht, daß der Schieber aus seiner etwa mit der
Kettenzugrichtung übereinstimmenden Normalstellung um die jeweils die
hintere Öffnung durchsetzenden Bolzen (20) in einem begrenzten Winkel (γ)
nach unten drehbar/kippbar ist und somit der Schneidschenkel (15), insbe
sondere unter der Last des aufliegenden Fördergutes, mit seinem vorderen
Schneidenende gegen die Gleitplatte (6) angedrückt wird.
5. Kettenförderer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhän
gigkeit von der Art und Beschaffenheit des Fördergutes eine entsprechend
variierende Anzahl von kippbar gelagerten Schiebern (14) in gleichmäßiger
Folge zwischen mit den Kettensträngen fest verbundenen Schiebern vorge
sehen ist.
6. Kettenförderer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die durch den Mitnehmerschenkel (17) bestimmte Ge
samthöhe des Schiebers (14) mindestens der Höhe der Kettenstränge (12)
entspricht, und da dieses Höhenmaß insbesondere bei größeren Steigungs
winkeln (α) des Kettenförderers durch eine vergrößerte Mitnehmerschenkel
länge erhöht ist.
7. Kettenförderer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die auf dem Boden (5) der Förderrinne auswechselbar
befestigte(n) Gleitplatte(n) (6) aus hartem Material besteht bzw. bestehen,
dessen Härte jedoch geringer ist als diejenige des aus Hartstahl bestehenden
Schneidschenkels (15).
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