DE1963014B2 - Verfahren zur herstellung von alkanphosphonsaeurediestern - Google Patents
Verfahren zur herstellung von alkanphosphonsaeurediesternInfo
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- C07F9/02—Phosphorus compounds
- C07F9/28—Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
- C07F9/38—Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)]
- C07F9/3804—Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)] not used, see subgroups
- C07F9/3808—Acyclic saturated acids which can have further substituents on alkyl
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Description
Nach den Verfahren der US-Patentschriften 27 24 718 und 29 57 931 können Dialkylphosphite mit
Hilfe von Radikalbildnern oder UV-Lichtbestrahlung an
A-Olefinc unter Bildung von Alkanphosphonsäurcdi- 35 Chemie[1963], Band 12/1,Seite463)
estern angelagert werden. Dabei fallen, wie aus dci
Literatur bekannt ist, die beiden 1- und 2-lsomeren der
Phosphonsäiirccster als Gemische in mäßigen Ausbeuten
an (H ο u b e η - W c y I, Methoden der organischen
(RO)2P(O)H +
Ii
c
(RO)2P(O)
C
CH
CH
(RO)2P(O)
Wird die Anlagerung mit Hilfe von Radikalbildnern durehgeICihrt, so ist die Ausbeute /war etwas besser als
l)ci Verwendung von UV-Licht. Hierbei ist es jedoch so
erforderlich, die Radikalbildner in erheblichen Mengen einzusetzen, welche im allgemeinen zwischen etwa 10
und 20 Mol-% liegen. Ferner sind bei der bekannten Arbeitsweise sehr lange Reaktionszeiten erforderlich,
welche im allgemeinen mindestens 15 Stunden betragen ss
und sich in einigen Fällen sogar auf über 50 Stunden belaufen können. Zur Erzielung einigermaßen befriedigender
Ausbeuten ist es weiterhin unerläßlich, die Dalkylphosphite in einem erheblichen Überschuß
anzuwenden, um die Bildung von Telomerisaten do zurückzudrängen. Dennoch wird aber immer noch in
nicht zu vernachlässigendem Maße die Bildung von Telomerisaten beobachtet, so daß anschließend eine
destillativc Aufarbeitung dann unerläßlich wird, wenn die reinen Alkanphosphonsäuredicster gewonnen wer- fts
den sollen.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man die geschilderten Schwierigkeiten gänzlich vermeiden
und auf sehr einfache und wirtschaftliche Weise Alkanphosphonsäurediester der allgemeinen Formel
C) OR,
I! /
OR,
worin Ri Alkylgruppen mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen
und R2 und Rj Alkylgruppen mit 1 bis 22 Kohlenstoffato
men bedeuten, ohne Telomerenbildung in wesentlich kürzerer Reaktionszeit und in praktisch quantitativer
Ausbeute herstellen kann, wenn man Dialkylphosphilc der allgemeinen Formel
O OR2
II/
H-P
OR,
worin R2 und Ri die vorgenannte Bedeutung besitzen
mit schwefelfreien oder weniger als 0,002% gebundenen Schwefel enthaltenden «-Monoolefinen in Gegenwart
von Radikalbildnern und/oder UV-Licht bei einer Temperatur von 130"—250'C, vorzugsweise von
150" - 195°C, umsetzt.
Es ist weiterhin überraschend, daß beim erfindungsgemäßen
Verfahren die 1-Isomeren der Alkanphosphonsäurediesier
zu mindestens 95% gebildet werden, während die 2-lsomeren nicht oder nur in untergeordnetem
Maße entstehen.
Die beim vorliegenden Verfahren als Ausgangsmaterialien verwendeten Dialkylphosphite sind nach bekannten
Verfahren leicht zugänglich. Dialkylphosphite mit Kettenlängen von mehr als 5 Kohlenstoffatomen
werden dabei vorteilhaft nach dem Verfahren der is DT-OS 16 68 031 hergestellt, da die nach diesem
Verfahren erhaltenen Phosphite über eine ausgezeichnete Reinheit verfugen. Als Dialkylphosphite kommen
/. B. in Betracht:
Dimelhylphosphit. Diäthylphosphii,
Diisopropylphosphit, Di-n-butylphosphit.
Diisobutylphosphit. Di-n-hexylphosphit.
Di-2-äthvi-hexylphosphit, Di-n-hepiylphosphii.
Dccylisobiitylphosphil. Propyl-tetraclecylphosphii. ;s Dioctadecylphosphit. Dieicosylphosphit und
Didoeosylphosphit.
Diisopropylphosphit, Di-n-butylphosphit.
Diisobutylphosphit. Di-n-hexylphosphit.
Di-2-äthvi-hexylphosphit, Di-n-hepiylphosphii.
Dccylisobiitylphosphil. Propyl-tetraclecylphosphii. ;s Dioctadecylphosphit. Dieicosylphosphit und
Didoeosylphosphit.
Die beim vorliegenden Verfahren eingesetzten vOlefine enthalten 4-22 Kohli-nstoffatome. Vorzugs- ig
weise 6-12 Kohlenstoffatome. Beim vorliegenden Verfahren können nicht nur geradkcttige \-Monoolefine
verwendet werden, sondern auch vMonoolefine mit verzweigter Kette. Beispiele für solche Olefine sind
is
Buten-(i) HeXCn-(I)1OcICn-(I). Dodecen-(l),
Tetradeeen-( 1), Hexadecen-( 1). Octadecen-( I).
Heneicosen-(l), Docosen-(l). 2-Methyl-pcnien (1)
und 2-Äthyl-hexen-(l).
Tetradeeen-( 1), Hexadecen-( 1). Octadecen-( I).
Heneicosen-(l), Docosen-(l). 2-Methyl-pcnien (1)
und 2-Äthyl-hexen-(l).
Auch Gemische solcher Olefine können eingesetzt werden.
Für den Erfolg des crfindungsgemäßen Verfahrens ist
es entscheidend, daß das eingesetzte Λ-Monoolcfin
schwefelfrei ist oder weniger als 0,002% an gebundcnem
Schwefel enthält. Es hat sich nämlich überraschenderweise gezeigt, daß bereits Schwcfelmengen von
etwa 0,02% zu starken Ausbeuteminderungen führen.
Beim crfindungsgemäßen Verfahren verwendet man daher vorteilhaft solche Olefine, die aufgrund ihres so
Herstellungsverfahrens von vornherein schwefelfrei sind. Ein solches Verfahren ist beispielsweise das
sogenannte Ziegler- oder Mühlhcimer-Verfahren, bei dem man Äthylen in Gegenwart von Katalysatoren, vor
allem von Aluminiumtriäthyl, zu geradkettigen Λ-Olefi- ss
nen dimcrisiert bzw. oligomcrisiert. Nach der gleichen
Arbeitsweise können auch verzweigte Λ-Olefinc, wie
beispielsweise 2-Mcthyl-pcnten-(l) und 2-Äthyl-he-XCn-(I)
hergestellt werden, indem man beispielsweise Propen oder Isobutylen dimerisiert (vgl. F. A s i η g e r, («
»Chemie und Technologie der Monoolefine« [1957], besonders Seiten 178-180). Die Dimerisierung kann
auch in anderer Weise vorgenommen werden, z. B. durch Katalyse mit Hilfe von Alkalimetallen.
Es können natürlich auch nc-Olefine als Ausgangsver-
<\s bindungen eingesetzt werden, welche nach anderen bekannten Verfahren erhalten worden sind, beispielsweise
durch Cracken von Erdöldestillaten oder Wach-
sen, durch Chlorwasserstoffabspahung von endständig chlorierten Paraffinen oder durch Dehydratisierung von
endständigen Alkoholen. Wesentlich ist lediglich, daß diese Olefine schwefelfrei oder praktisch scliwefelfrei
sind. Anderenfalls muß der Schwefel durch geeignete Maßnahmen, beispielsweise durch katalytische Entschwefelung,
vollständig oder nahezu vollständig entfernt werden.
Als Radikalbildner können beim vorliegenden Verfahren alle bekannten Radikalbildner verwendet werden.
Beispiele hierfür sind
Di-tert.-butylperoxyd. terl.-Butylperoxybenzoat,
2.5-Dimelhyl-bis-.'?.5-(peroxybenzoat).
tert.-Butylhydroperoxyd. Dicumylperoxyd und
Bcnzoylperoxyd.
2.5-Dimelhyl-bis-.'?.5-(peroxybenzoat).
tert.-Butylhydroperoxyd. Dicumylperoxyd und
Bcnzoylperoxyd.
Die Radikalbildner kommen zur Anwendung, indem
sie in der oder den Reakiionskomponente(n) gelöst weiden, die in den Reaktionsraum eingetropft wird
(weruen). Hs kann sich als notwendig erweisen, als
I-ösungsvermittlcr ein inertes Lösungsmittel zusätzlich
einzusetzen. Soll z.B. Dodecen-(t) zu einem Dialkylphosphit getropft und Benzoylperoxyd als Radikalbildner
verwendet werden, so muß ein l.osungsvermiitler
genommen werden, da Benzoylperoxyd sich in Dotlecen-(l)
nur ungenügend löst. In diesem Fall kann Benzol als inertes Lösungsmittel verwendet werden.
F.S kann aber auch der Radikalbildner zwar nicht im Olefin, aber im Dialkylphosphii löslich sein. In diesem
I alle kann ein Teil des gesamten Dialkylphosphits. in dem der Radikalbildner gelöst ist, getrennt neben dem
Olefin eingesetzt werden. Weiterhin kann unter Umständen auch das Dialkylphosphii als Lösungsmitielvcrmittlcr
l'ür den Radikalbildner im Olefin Verwendung finden.
Die Radikalbildner werden in katalviischen Mengen
eingesetzt.
Zweckmäßig verwendet man 0.1 bis 2 MoI-1Mi.
vorzugsweise 0,5—1,2 Mol-%, bezogen auf die eingesetzte
Menge Olefin. Bevorzugt kommt Di-teri.-butylpcroxyd
zur Anwendung.
Verwendet man UV-Licht-Bcstrahlung zur Anregung
der Reaktion, so muß die Reaktionslösung einer direkten Bestrahlung durch eine UV-Lampe ausgesetzt
werden.
Die erfindungsgcmaße Umsetzung wird zweckmäßig
in der Weise durchgeführt, daß in das Dialkylphosphit das Olefin, gegebenenfalls mit katalytischer! Mengen
eines Radikalbildners vermischl, eingetropft wird. Dabei werden niedrigsiedende Olefine vorteilhaft so eingetropft,
daß das Ausflußrohr des Tropftrichters bis unter die Oberfläche des Dialkylphosphits führt. Dialkylphosphil
und Olefin werden dabei vorzugsweise im Molverhältnis von etwa 1 : 1 eingesetzt. Es ist natürlich
auch möglich, einen der Reaktionspariner im Überschuß
zu verwenden. Daraus erwächst jedoch im allgemeinen kein Vorteil bei der Verwendung von
Radikalbildnern. Nur wenn die Umsetzung mit I lilfe von
IJV-Lichtbestrahlung durchgeführt wird, hat sich ein
Überschuß an Dialkylphosphit als zweckmäßig erwiesen. Hierbei ist ein Molverhältnis von 2 — 3 Mol
Dialkylphosphit zu etwa 1 Mol Olefin vorteilhaft.
Die Umsetzung kann auch in Gegenwart von inerten Lösungsmitteln durchgeführt werden. Beispiele hierfür
sind Alkohole, Ester und Kohlenwasserstoffe, wie Benzol. Vorzugsweise wird jedoch in Abwesenheit von
Lösungsmitteln gearbeitet.
Die Umsetzung kann auch unter Inertgasatmosphäre
durchgeführt werden. Als Inertgase kommen vor allem Argon und Stickstoff in Betrecht.
Die Umsetzungsdauer beim vorliegenden Verfahren ist wesentlich kürzer als bei den bisher bekannten
Arbeitsweisen.
Die Umsetzungsdauer beträgt im allgemeinen etwa 1 bis 3 Stunden. In den meisten Fallen liegt sie bei etwa 1
bis 2 Stunden. Nur bei der Verwendung von UV-Lichtbestrahlung ist es zur Erzielung einer hohen
Ausbeute zweckmäßig, die Reaktionszeiten auf etwa 5 bis 8 Stunden auszudehnen.
Die Umsetzung verläufi praktisch quantitativ. D\v
gebildeten Alkanphosphonsäuredicster können durch Umki'istallisation oder Destillation unter vermindertem
Druck gereinigt werden. Sie stellen dann entgegen den Angaben der Literatur die eniständigen Phosphonsäiirediester
zu mindestens 95% dar. In reiner Form erhält
m:in sie dann in meist über 90%iger Ausbeute. Erfolgt
die Reinigung mil Hilfe einer Destillation, so erhalt man — falls bei der Umsetzung stöchiometrische Mengen
angewendet worden sind — die Ausgangsprodukte nur
noch unter 5 Molprozent der eingesetzten Mengen, wenn sie überhaupt noch vorliegen. Die Distillations
rückstände stellen Gemische der Alkanphosphonsäuremonoester und der Alkaiiphosphonsäurcn der gewonnenen
Alkanphosphonsäurediester dar und enthalten keine Telomcrisalionsprodiikte. Daß in untergeordnetem
Maße die Alkanphosphonsäiiremonocster und Alkanphosphonsäiiren anfallen, ist leicht versländlich.
Ils ist bekannt, daß Phosphonsäiiredicster in sie bei
hohen Temperaluren gespalten werden: außerdem scheint die Anwesenheit von Radikalen während der
Reaktion diese Spaltungstcndcnz noch zu verstärken. Die Umsetzung verläuft also ausschließlich in über
95%iger Ausbeute unter Bildung der dem eingesetzten Olefin entsprechenden Alkanphosphonsäuredenvate.
Die verfahrengsgemäß erhaltenen Verbindungen können direkt einer Hydrolyse zur Herstellung der
entsprechenden Alkanphosphonsäuren unterworfen werden, da praktisch ein quantitativer Umsatz in
erwünschter Weise erfolgt ist und eine Destillation der Umset/ungsproduktc in erwünschte und durch Telomerisation
gebildete unerwünschte Produkte so wenig erfolgen muß. wie eine erforderliche Abtrennung der
nicht umgesetzten Ausgangsverbindungen. Die Alkanphosphonsäurestcr
können weiterhin als Färbercihilfsmittel. Korrosionsinhibitoren und Öladditivs verwendet
werden. Sie sind außerdem wertvolle Zwischenprodukte.
Das erfindungsgemäße Verfahren stellt einen erheblichen technischen Fortschritt dar, da nach diesem
Verfahren wirtschaftlich und technisch wichtige Alkanphosphonsä'jreestcr
bzw. die ihnen zu Grunde liegenden Alkanphosphonsäuren in gegenüber den bekannten
Verfahren wesentlich vereinfachter Weise und in wesentlich höherer Ausbeute hergestellt werden können.
278 g Di-n-heptyl-phosphit werden unter reinem Stickstoff auf 1600C erhitzt. Während 1,5 Stunden
werden 84 g He>;en-(1), vermischt mit 2,5 g Di-tert.-butylperoxyd,
eingetropft, wobei das Auslaufrohr des Tropftrichters unter die Oberfläche des Di-n-hebtylphosphits
führt. Die Temperatur wird während der Umsetzung auf 165 - 170r C gehalten. Nach Beendigung
der Umsetzung wird 15 Minuten nachgerührt. Dann
wird unier vermindertem Druck destilliert. Man erhält
bei einer Übergangstcmperatur von 168°C bei 0,4 Torr 327 g Hexanphosphonsäuredi-n-heptylester. Das entspricht
einer Ausbeute von 90,5% der Theorie.
276 g Diäthylphosphit werden unter reinem Stickstoff auf 170-180 C erhitzt, worauf im Verlauf von 2
ίο Stunden unter lebhaftem Rühren 225g Octen-(l).
vermischt mit 2 g Di-tert.-butylperoxyd, eingetropft werden. Das Ausflußrohr des Tropftrichters führt
hierbei unter die Oberfläche des Gemisches. Nach Beendigung der Zugabe wird noch 30 Minuter
is nachgerührt. Man erhält bei der anschließenden Destillation bei einer Übergangstemperatur von 112 C
bei 0.5 Torr 488 i? Oclnnnhosphonsäurediäthvlester. Das
entspricht einer Ausbeute von 971Mi der Theorie.
Vl-i-wendet man 22\) g Dimethylphosphit an Stelle des
^o Diäthv Iphosphits. so erhall man bei entsprechender
Arbeitsweise bei einer Reaktionstemperatur von Ib5 C
in 90'/(MgCr Ausbeute 398 g Ocianphosphonsäuredimethylester.
Kp..Mii m,„:98-99 C.
:-1 B e i s ρ i e I 3
27b g Diäthylphosphit werden unter reinem Stickst«>iI
auf 150-IbOC erhitzt, worauf man innerhalb \<>n 3
Stunden iibiz Dodccen-(l), vermischt mit ig Di-iert.-
;o butylperowd. zutropft. 30 Minuten wird bei dieser
Temperatur nachgerührt. Bei der anschließenden Destillation erhält man bei einer Ubergangsiemperaiur
von I 52 — 1 33 C bei 0.3 Torr 555 g Dodccanphosphonsäurcdiäthylester.
Das entspricht einer Ausbeute von
.VS 90"/(i der Theorie. Der Destillationsrückstand (31 g)
stellt ein Gemisch von Dodecanphosphonsäurcnionoestcr
und Dodecanphosphonsäure dar (etwa 5% eier Theorie).
1
In 288 g Diäthylphosphit werden bei 192 C innerhalb
von 7 Stunden 175 g Dodcccn-(l) unter UV-Liehtbcstrahlung eingetropft. Dann wird 2 Stunden bei dieser
Temperatur nachgerührt. Bei der anschließenden Destination erhält man nach Abdestillalion des überschüssigen
Diäthylphosphits 300 g Dodecanphosphonsäurediäthylcster bei einer Übergangstemperatur um
150"C bei 0.3 Torr. Das entspricht, bezogen auf eingesetztes Dodeccn-(l). einer Ausbeute von 93.5%
so der Theorie.
388,5 g Di-n-butylphosphil werden unter reinem Stickstoff auf 160°C erhitzt. Im Verlauf von 4 Stunden
werden unter lebhaftem Rühren 392 g Telradecen-(l), vermischt mit 4 g Di-tert.-butylperoxyd, eingetropft. 30
Minuten wird bei dieser Temperatur nachgerührt. Bei der anschließenden Destillation erhält man bei einer
Übergangstemperatur von 205-2080C bei 0,4-0,5
<>o Torr 690 g Tetradecanphosphonsäuredibutylester. Das entspricht einer Ausbeute von 88% der Theorie. Der
Destillationsrückstand beträgt 65 g. Er wird mit konzentrierter Salzsäure gekocht. Dann wird im
Wasserstrahlvakuum abdestilliert. Der Rückstand wird
<\s aus Dyclohexan umkristallisiert. Man erhält so die
Tetradecanphosphonsäure (ber. 11,1%, gef. 10,9/11,2%
P). Verwendet man 220 g Dimethylphosphit an Stelle des Dibutylphosphits, so erhält man bei entsprechender
Arbeitsweise in 89%igcr Ausbeute Tetradccanphosphonsäurcdimcthylester;
KIV.,,,,,,: 160-162°C. FP.: 30- 31 "C.
Beis ρ i el 6
220 g Dimethylphosphit werden unter reinem Stickstoff
auf 160"C erhitzt, worauf innerhalb von 4 Stunden unter lebhaftem Rühren 448 g Hexadeccn-(l), vermischt
mil 4 g Di-teri.-butylperoxyd, zugetropft werden. 30
Minuten wird bei dieser Temperatur nachgerührt. Man erhall bei der anschließenden Destillation bei einer
Ubcrgangstemperatur von 180-1830C bei 0,1 Torr
589 g llcxadccanphosphonsäuredimethylestcr vom Schmelzpunkt 40"C. Das entspricht einer Ausbeute von
88,5% der Theorie. Der Destillationsrückstand beträgt is
4b g (etwa 7%).
Verwendet man 27b g Diathylphosphit an Stelle des Dimethylphosphits, so erhält man bei entsprechender
Arbeitsweise in 95%igcr Ausbeute Hexadecanphosphonsäurediäthylcsicr;
Kp.oj mm: 175"C.
Verglcichsbeispiel
220 g Dimethylphosphit werden unter reinem Stickstoff auf 160"C erhitzt. Innerhalb von 4 Stunden werden
dann unter lebhaftem Rühren 406 g eines Gemisches von Tetradccen-(I) und Pcntadecen-(l), erhalten aus
einem Crackprozess mit einem Gehalt von 0,02% Schwefel, vermischt mit 4 g Di-tcrt.-butylperoxyd,
eingetropft. 30 Minuntcn wird bei dieser Temperatur nachgerührt. Man erhält bei der anschließenden
Destillation bei einer Übergangstemperatur von 170—176°C bei 0,3 Torr 213g eines Gemisches von
letra- und Pentadecanphosphonsäuredimethylester. Das entspricht einer Ausbeute von nur 26% der
Theorie.
Außerdem werden 160 g Destillationsrückstand erhalten. Kr besteht vorwiegend aus Tetra- und Pentadc-Liiriphosphonsäuremonoäthyiester
und Tetra- und Pentadecanphosph^nsaure.
40 Beispiel 7
168 g 2-Methylpenten-(1) und 4 g Di-tert.-butylperoxyd
werden unter reinem Stickstoff während 5 Stunden zu 276 g Diathylphosphit bei 170°-1800C
getropft, wobei das Auslaufrohr des Tropftrichters unter die Oberfläche des Diäthylphosphits führt. Nach
Beendigung der Umsetzung wird destilliert. Man erhält bei einer Ubergangstemperalur von 70°C bei 0,35 Torr
390 g 2-Methylpentanphosphonsäurediäthylester. Das entspricht einer Ausbeute von 88% der Theorie.
145 g Di-[4,methylpentyl-(2)]-phosphit werden unter reinem Stickstoff auf 155°C erhitzt. Dazu werden 49 g
Hcxen-(I), vermischt mit 1,5 g Di-tert.-butylperoxyd, im
Verlauf von 1,5 Stunden getropft, wobei das Ausflußrohr des Tropfirichters unter die Oberfläche des
Di-[4-methylpentyl-(2)]-phosphits führt. Nach Beendigung der Umsetzung erhält man 192 g rohen Hexanphosphonsäuredi-[4-mehtylpentyl-(2)]-ester.
Das entspricht einer Ausbeute von 99% der Theorie. Bei einer anschließenden Destillation kann der reine Diester
erhalten werden, Kp.(v, mm:l 15°C.
300 g Di-n-hexadecyl-phosphit werden unter reinem Stickstoff auf 1600C erhitzt. Im Verlauf von 1,5 Stunden
werden dazu 47,5g Hexen-(I), vermischt mit 1,7 g Di-tert.-butylperoxyd, getropft, wobei das Auslaufrohr
des Tropftrichters unter die Oberfläche des Di-n-hexadecylphosphits führt. Die Temperatur wird während der
Umsetzung auf 165° —175° C gehalten. Nach Beendigung
der Umsetzung wird 15 Minuten nachgerührt. Man erhält 345 g rohen Hexanphosphonsäuredi-n-hexadecylestPr.
Das entspricht einer Ausbeute von ca. 100% der Theorie.
Beispiel 10
276 g Diathylphosphit werden unter reinem Stickstoff
auf 170-1800C erhitzt, worauf im Verlauf von 3 Stunden unter lebhaftem Rühren 225 g 2,4,4-TrimethyI-penten-(i)
eingetropft werden. Das Ausflußrohr des Troptrichters führt hierbei unter die Oberfläche des
Gemisches. Nach Beendigung der Zugabe wird noch 30 Minuten nachgerührt. Man erhält bei der anschließenden
Destillation 451 g 2,4,4-Trimethylpentanphosphonsäurediäthylester bei einer Übergangstemperatur von
1020C bei 1,4 Torr. Das entspricht einer Ausbeute von 90% der Theorie.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Alkanphosphonsäurediestern
der allgemeinen Formel
O OR,
R1-P
OR,
worin Ri eine Alkylgruppe mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen
und R2 und R3 Alkylgruppen mit 1 bis 22
Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man Dialkylphosphite der
allgemeinen Formel
O OR2
-P
\
OR,
OR,
worin Rj und Rj die obengenannte Bedeutung
besitzen mit schwefelfreien oder weniger als 0,002% gebundenen Schwefel enthaltenden «-Monoolefinen
Γη Gegenwart von Radikalbildnern und/oder UV-Licht bei einer Temperatur von 130° bis 2500C,
vorzugsweise von 150° -195°C, umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Verwendung von Radikaibildnern
die Umsetzungsteilnehmer in etwa stöchiometrischem Verhältnis einsetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Radikalbildner Di-tert.-butylperoxyd
verwendet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3. dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in
Gegenwart von inerten Lösungsmitteln vornimmt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4. dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung
unter einer Inertgasatmosphäre vornimmt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5. dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsmaterial
,\-Monoolefine mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen verwendet.
Priority Applications (9)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691963014 DE1963014B2 (de) | 1969-12-16 | 1969-12-16 | Verfahren zur herstellung von alkanphosphonsaeurediestern |
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| CH1843770A CH550825A (de) | 1969-12-16 | 1970-12-11 | Verfahren zur herstellung von alkanphosphonsaeurediestern. |
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| GB5930770A GB1334365A (en) | 1969-12-16 | 1970-12-14 | Process for the manufacture of alkane phosphonic acid diesters |
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| FR7045130A FR2073776A5 (de) | 1969-12-16 | 1970-12-15 |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19691963014 DE1963014B2 (de) | 1969-12-16 | 1969-12-16 | Verfahren zur herstellung von alkanphosphonsaeurediestern |
Publications (2)
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| DE1963014A1 DE1963014A1 (de) | 1971-06-24 |
| DE1963014B2 true DE1963014B2 (de) | 1976-11-18 |
Family
ID=5754024
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691963014 Ceased DE1963014B2 (de) | 1969-12-16 | 1969-12-16 | Verfahren zur herstellung von alkanphosphonsaeurediestern |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| JP (1) | JPS544939B1 (de) |
| DE (1) | DE1963014B2 (de) |
| GB (1) | GB1334365A (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2141962C1 (ru) * | 1994-07-29 | 1999-11-27 | Пферси Хеми ГмбХ | Способ получения диэфиров производных фосфонкарбоновых кислот |
Families Citing this family (3)
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| RU2141962C1 (ru) * | 1994-07-29 | 1999-11-27 | Пферси Хеми ГмбХ | Способ получения диэфиров производных фосфонкарбоновых кислот |
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