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DE19629787A1 - Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine - Google Patents

Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine

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Publication number
DE19629787A1
DE19629787A1 DE1996129787 DE19629787A DE19629787A1 DE 19629787 A1 DE19629787 A1 DE 19629787A1 DE 1996129787 DE1996129787 DE 1996129787 DE 19629787 A DE19629787 A DE 19629787A DE 19629787 A1 DE19629787 A1 DE 19629787A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ring
spindle
spinning
twisting machine
machine according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1996129787
Other languages
English (en)
Inventor
Gerd Stahlecker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novibra GmbH
Original Assignee
Novibra GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Novibra GmbH filed Critical Novibra GmbH
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Publication of DE19629787A1 publication Critical patent/DE19629787A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H7/00Spinning or twisting arrangements
    • D01H7/92Spinning or twisting arrangements for imparting transient twist, i.e. false twist
    • D01H7/923Spinning or twisting arrangements for imparting transient twist, i.e. false twist by means of rotating devices
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H9/00Arrangements for replacing or removing bobbins, cores, receptacles, or completed packages at paying-out or take-up stations ; Combination of spinning-winding machine
    • D01H9/02Arrangements for replacing or removing bobbins, cores, receptacles, or completed packages at paying-out or take-up stations ; Combination of spinning-winding machine for removing completed take-up packages and replacing by bobbins, cores, or receptacles at take-up stations; Transferring material between adjacent full and empty take-up elements
    • D01H9/14Arrangements for replacing or removing bobbins, cores, receptacles, or completed packages at paying-out or take-up stations ; Combination of spinning-winding machine for removing completed take-up packages and replacing by bobbins, cores, or receptacles at take-up stations; Transferring material between adjacent full and empty take-up elements for preparing machines for doffing of yarns, e.g. raising cops prior to removal

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine mit mehreren Spinn- oder Zwirnstellen, die jeweils eine Spindel, einen Spinn- oder Zwirnring, eine Liefereinrichtung zum Liefern eines zu verdrehenden Faserverbandes zu der Spindel sowie eine Dralleinrichtung enthalten, die der Spindel in einer ihr ange­ näherten Position vorgeordnet ist.
Derartige Dralleinrichtungen sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Sie können beispielsweise starr oder frei beweglich auf der Spindelspitze angeordnet sein, unabhängig von der Spindel drehbare Drehkörper aufweisen oder in sonstiger Weise, zum Beispiel pneumatisch, arbeiten. Sie dienen dazu, dem Faserverband gleich nach dem Verlassen der Liefereinrichtung eine Drehung zu erteilen. Hierdurch wird die Zugfestigkeit in dem Bereich zwi­ schen der Liefereinrichtung und der Dralleinrichtung erhöht. Außerdem wird die Zugspannung in diesem Bereich verringert, da die Dralleinrichtung den Zugkräften, die von dem Spinn- oder Zwirnring und gegebenenfalls von einem Fadenballon ausgehen, einen Widerstand entgegensetzt. Dies führt dazu, daß die Anzahl der Fadenbrüche herabgesetzt und die Umdrehungsgeschwindigkeit der Spindel erhöht werden kann. Allerdings bringen solche Drall­ einrichtungen Probleme mit sich, wenn die Spulen gewechselt werden sollen.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift Nr. 22 35 165 ist eine Dralleinrichtung bekannt, die an der Spitze der Spindel ange­ bracht ist und die Gestalt eines sogenannten Spinnfingers hat. Er wird von der rotierenden Spindel mitgenommen und dient als Drehkörper für den laufenden Faserverband. Da sich die Drallein­ richtung in unmittelbarer Nähe der Spindel in deren axialer Verlängerung befindet, wird ein reduzierter Fadenballon gebildet. Dies wirkt sich günstig auf die Fadenspannung aus. Zum Spulen­ wechsel wird der Faserverband von dem Spinnfinger freigelegt. Dies geschieht durch gesteuertes Vor- und Rückdrehen der Spindel und durch den Einsatz eines Fadenfängers.
Aus der GB-PS 972 478 ist eine Dralleinrichtung bekannt, die als Spindelaufsatz frei drehbar auf der Spindelspitze angeordnet ist. Sie ist auf der Umfangsseite mit einer wendelartig verlaufenden Nut versehen, durch die der Faserverband geführt ist. Durch diese Ausbildung soll vermieden werden, daß nach einem Spulenwechsel der Faden neu aufgefädelt werden muß.
Aus der CH-PS 505 921 ist eine Dralleinrichtung bekannt, die einen unabhängig von der Spindel angetriebenen Drehkörper auf­ weist. Die Dralleinrichtung ist in einigem Abstand von der Spindelspitze angeordnet. Hierdurch soll unter anderem vermieden werden, daß der Drehkörper das Auswechseln der Spule behindert. Um diesen Zweck zu erreichen, muß die genannte Dralleinrichtung einen Mindestabstand zu der Spindel aufweisen.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, bei einer Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine eine Dralleinrichtung in der Nähe der Spindel derart auszubilden und anzuordnen, daß der Spulenwechsel einfach durchgeführt werden kann. Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Dralleinrichtung unter Mitnahme des Faserverbandes in eine von der Spindel entfernte Position bewegbar ist.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß die Spindel für einen Spulenwechsel, insbesondere für automatisch arbeitende Ein­ richtungen, frei zugänglich wird. Die Dralleinrichtung braucht nicht einen Mindestabstand zu der Spindel zu haben. Für ihre Anordnung kann deshalb die spinntechnisch günstigste Stelle gewählt werden. Das umständliche Abfädeln von der Dralleinrich­ tung entfällt. Der Faserverband verbleibt vielmehr während des Spulenwechsels in der Dralleinrichtung und wird zusammen mit ihr aus dem Bereich der Spindel wegbewegt. Nach dem Spulenwechsel wird der Faserverband zusammen mit der Dralleinrichtung wieder in die der Spindel angenäherte Position bewegt. Ein Wiedereinlegen des Faserverbandes in die Dralleinrichtung ist nicht erforder­ lich.
Als Dralleinrichtungen im Sinne der vorliegenden Erfindung kommen die verschiedensten Ausführungen in Betracht. Es muß allerdings sichergestellt sein, daß die Dralleinrichtung nicht durch die Spindel am Wegbewegen in die entfernte Position gehindert wird.
Da die Erfindung sich auf Ringspinn- oder Ringzwirnmaschinen bezieht, kommen als Liefereinrichtungen die Ausgangswalzen von Streckwerken sowie die Lieferwerke von Zwirneinrichtungen in Betracht. Unter Faserverbänden werden verstreckte Faserbänder oder Vorgarne, Fäden und alle sonstigen Faserverbände verstanden, die versponnen oder verzwirnt werden können.
Die Dralleinrichtung ist so ausgebildet, daß der Faserverband beim Wegbewegen nicht aus der Dralleinrichtung herausgelangen kann. Sie kann Führungsflächen aufweisen, gegen die der Faser­ verband sowohl während seines Laufes zu der Spindel als auch beim Wegbewegen der Dralleinrichtung anliegt. Zur Drehungserteilung kann auf den Faserverband während seines Laufes entlang der Führungsflächen eingewirkt werden, beispielsweise durch pneuma­ tische Mittel oder durch Drehen der Führungsfläche.
In vorteilhafter Ausgestaltung weist die Dralleinrichtung einen Drehkörper mit einer Führungsfläche auf, über die der Faserver­ band führbar ist.
Es ist hierbei vorteilhaft, wenn der Drehkörper im Abstand zu der Spindel angeordnet ist, ohne sie zu berühren. Hierdurch wird das Wegbewegen der Dralleinrichtung von der Spindel erleichtert.
In vorteilhafter Ausgestaltung ist der Drehkörper unabhängig von der Spindel antreibbar.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist der Drehkör­ per von der sich drehenden Spindel mitnehmbar.
Dies kann vorteilhaft in der Weise geschehen, daß die Spindel und der Drehkörper jeweils gegenpolige Magnete aufweisen, durch die die Drehbewegung der Spindel auf den Drehkörper übertragbar ist.
Es ist hierbei vorteilhaft, wenn die Magnete als Permanentmagnete ausgebildet sind.
In vorteilhafter Weiterbildung weisen die Spindel und der Dreh­ körper Anlaufflächen zum Schutz bei unbeabsichtigtem gegen­ seitigem Berühren auf. Die Gefahr des gegenseitigen Berührens ist groß, da die Magnete der Spindel und des Drehkörpers einander sehr nahe gegenüberliegen müssen. Es kommt hinzu, daß die sich drehende Spindel Kreiselbewegungen durchführt und auch axiale Bewegungen der Spindel nicht ausgeschlossen sind.
In vorteilhafter Ausgestaltung ist die Dralleinrichtung mit einem Fadenführer gemeinsam gehalten. Die Dralleinrichtung kann dann im Falle eines Spulenwechsels gemeinsam mit dem Fadenführer wegbe­ wegt werden.
In vorteilhafter Ausgestaltung ist die Dralleinrichtung quer zur Längsrichtung der Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine bewegbar, vorzugsweise verschwenkbar.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist die Dralleinrichtung an einer in Längsrichtung der Ringspinn- oder -zwirnmaschine verlaufenden Stange gehalten. Es kann hierbei in zweckmäßiger Weise vorgesehen werden, die Dralleinrichtung einzeln um die Stange zu verschwenken oder sie durch Verdrehen der Stange, gegebenenfalls zusammen mit benachbarten Dralleinrichtungen, zu verschwenken.
Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus den zu den Figuren beschriebenen Ausführungsbeispielen.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt aus einer in Vorderansicht dargestellten Ringspinnmaschine mit mehreren Spinnstellen mit einer ersten Ausführungsform von Dralleinrichtungen,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer Spinnstelle der Ringspinnma­ schine der Fig. 1, wobei die Dralleinrichtung in einer der Spindel angenäherten Position ist,
Fig. 3 die Spinnstelle der Fig. 2, wobei die Dralleinrichtung in einer von der Spindel entfernten Position ist,
Fig. 4 eine vergrößerte, teilweise geschnittene Darstellung einer Dralleinrichtung der Fig. 2,
Fig. 5 eine zweite Ausführungsform einer Dralleinrichtung ähnlich der Darstellung in Fig. 4,
Fig. 6 eine vergrößerte, teilweise geschnittene Darstellung einer dritten Ausführungsform einer Dralleinrichtung.
In Fig. 1 ist eine Längsseite einer Ringspinnmaschine 1 aus­ schnittsweise dargestellt. Die Ringspinnmaschine 1 enthält eine Vielzahl von baugleichen Spinnstellen 2, 3, die in Längsrichtung der Ringspinnmaschine 1 jeweils benachbart zueinander angeordnet sind. Die nachfolgende Beschreibung der Spinnstelle 3 gilt auch für die übrigen Spinnstellen 2 der Ringspinnmaschine 1.
Jede Spinnstelle 3 enthält ein Streckwerk 4 und eine zu Dreh­ bewegungen angetriebene Spindel 5, auf deren Schaft 6 eine Garn­ hülse 7 aufgesteckt werden kann. Während des Spinnbetriebes wird ein Vorgarn 8 oder ein Faserband in dem Streckwerk 4 auf die gewünschte Feinheit verzogen. Das aus dem Streckwerk 4 austre­ tende, verstreckte Vorgarn oder Faserband wird als Faserverband 9 zu der Spindel 5 geliefert. Hierbei dienen zwei Ausgangswalzen 10, 11 des Streckwerkes 4 als Liefereinrichtung 12. Der Faser­ verband 9 wird in weiter unten noch zu beschreibender Weise einer Drehung unterworfen. Er wird schließlich als Garn 13 auf die Garnhülse 7 aufgewunden.
Zwischen dem Streckwerk 4 und der Garnhülse 7 wird der Faserver­ band 9 durch einen Fadenführer 14, eine Dralleinrichtung 15 und einen um einen Spinnring 16 umlaufenden Läufer 17 geführt. Er wird hierbei von der rotierenden Spindel 5 und dem Läufer 17 gezogen.
Die Spindel 5 ist mit ihrem Spindelgehäuse 18 an einer Spindel­ bank 19 angeschraubt, die sich auf einer Maschinenlängsseite in Längsrichtung der Ringspinnmaschine 1 erstreckt und an der auch die Spindeln benachbarter Spinnstellen 2 in entsprechender Weise befestigt sind. Die Spindelbank 19, die auf einer Maschinen­ längsseite in mehrere Teilstücke unterteilt sein kann, ist in nicht dargestellter Weise starr an einem Maschinenrahmen der Ringspinnmaschine 1 befestigt.
Der Spinnring 16 ist an einer Ringschiene 20, der Fadenführer 14 an einer Stange 21 und die unmittelbar über der Spindel 5 be­ findliche Dralleinrichtung 15 an einer Stange 22 befestigt. Die Ringschiene 20, die Stange 21 und die Stange 22 erstrecken sich auf einer Maschinenlängsseite jeweils in Längsrichtung der Ringspinnmaschine 1. Sie tragen auch die Spinnringe, die Faden­ führer und die Dralleinrichtungen der übrigen Spinnstellen 2 einer Maschinenlängsseite.
Die Ringschiene 20 und die Stange 21 sind mit einer nicht dar­ gestellten Hubeinrichtung der Ringspinnmaschine 1 verbunden. Die genannte Hubeinrichtung ermöglicht ein Heben und Senken der Ringschiene 20 und der Stange 21 in Richtung der Pfeile A bzw. B. Die Stange 22 kann nicht gehoben und gesenkt werden.
Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, können die Stange 21 und die Stange 22 jeweils in Richtung der Pfeile C und D verdreht werden. Bei einer Drehung werden der Fadenführer 14 und die Dralleinrichtung 15 in radialer Richtung von der verlängerten Achse 23 der Spindel 5 wegbewegt.
In Fig. 2 und 3 ist die Spinnstelle 3 in jeweils unterschied­ lichen Betriebspositionen gezeigt. Bei der in Fig. 2 darge­ stellten Betriebsposition wird das Garn 13 während eines Spinn­ vorgangs auf die zum Teil befüllte Garnhülse 7 aufgewunden. Bei der in Fig. 3 dargestellten Betriebsposition ist der Spinnvor­ gang abgeschlossen und der Spinnring 16 zum Bilden von Unter­ windungen in einen Unterwindebereich 24 abgesenkt. In dieser letztgenannten Betriebsposition, die weiter unten noch näher erläutert wird, kann ein Spulenwechsel durchgeführt werden.
Während des Spinnvorgangs (Fig. 2) befindet sich die Drall­ einrichtung 15, die einen Drehkörper 25 (vergleiche auch Fig. 4) aufweist, in einer der Spindel 5 angenäherten Position 15′. Der Fadenführer 14 befindet sich in der Position 14′, d. h. im Bereich der verlängerten Achse 23 der Spindel 5. Der Drehkörper 25, durch den der Faserverband 9 hindurchgeführt ist, wird in der gleichen Richtung gedreht wie die Spindel 5, wobei seine Drehachse der verlängerten Achse 23 der Spindel 5 entspricht. Hierdurch erhält der Faserverband 9 eine Drehung in dem Bereich zwischen der Dralleinrichtung 15 und dem Streckwerk 4. Da die Dralleinrichtung 15 in unmittelbarer Nähe der Spindel 5 angeordnet ist, wird ein nur kleiner Fadenballon 26 gebildet. Die erwähnte Drehung des Faserverbandes 9 und der reduzierte Fadenballon 26 wirken sich, wie eingangs bereits erläutert wurde, günstig auf die Fadenspan­ nung aus.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, ist der Drehkörper 25 in einem Wälzlager 27 drehbar gelagert. Das Wälzlager 27 ist über einen Haltearm 28 mit der Stange 22 verbunden.
Der Drehkörper 25 enthält einen axial durchgehenden Kanal 29, durch den der Faserverband 9 hindurchgeführt wird. Der Kanal 29 verläuft, auf der dem Streckwerk 4 zugewandten Seite des Dreh­ körpers 25 beginnend, zunächst koaxial zur Achse 23 der Spindel 5. Er verläuft sodann nach einer Krümmung radial schräg nach unten und mündet etwa in Höhe der Spindelspitze in geringem Abstand von der Umfangsseite des Schaftes 6 der Spindel 5. Die Umfangsfläche des in Umfangsrichtung geschlossenen Kanals 29 bildet eine Führungsfläche 30 für den laufenden Faserverband 9.
Der Schaft 6 endet an der Spindelspitze mit einem Außenkonus 31. Dem Außenkonus 31 liegt mit geringem Abstand ein Innenkonus 32 des Drehkörpers 25 gegenüber, so daß ein enger Ringspalt 33 zwischen dem Schaft 6 und dem Drehkörper 25 gebildet wird. An dem Außenkonus 31 sind in Umfangsrichtung verteilt mehrere Permanent­ magnete 34 angebracht. An dem Innenkonus 32 sind ebenfalls in Umfangsrichtung verteilt mehrere Permanentmagnete 35 angebracht, die gegenpolig zu den Permanentmagneten 34 sind und diesen gegenüberliegen. Außerdem sind an dem Innenkonus 32 wenigstens zwei einander gegenüberliegende Anlaufflächen 36 angebracht, die in den Ringspalt 33 hineinragen.
Wenn der Schaft 6 der Spindel 5 rotiert, wird der Drehkörper 25 durch die von den Permanentmagneten 34 und 35 ausgeübte Magnet­ kraft in der Drehbewegung mitgenommen. Die Umdrehungszahl des Drehkörpers 25 ist hierbei wenigstens annähernd gleich wie die Umdrehungszahl des Schaftes 6.
Die in Fig. 2 dargestellte angenäherte Position 15′ der Drall­ einrichtung 15 wird während des gesamten Spinnvorgangs beibehal­ ten. Der Drehkörper 25 wird somit während des gesamten Spinnvor­ gangs von dem Schaft 6 der Spindel 5 in der Drehbewegung mitge­ nommen, so daß der Faserverband 9 die gewünschte Drehung erhält.
Die beschriebene Anordnung hat den Vorteil, daß zwischen den Ausgangswalzen 10, 11 und der Dralleinrichtung 15 bereits die Drehung erteilt wird und daß die Fadenspannung, die durch den Fadenballon 26 und den Läufer 17 hervorgerufen wird, nicht in die Zone der Drehungserteilung gelangt. Erst nach der Drehungsertei­ lung wird das bereits fertige Garn 13 mit der beim Ringspinnen unvermeidbaren Fadenspannung beaufschlagt.
Nach Beendigung des Spinnvorganges (Fig. 3) wird der Spinnring 16 bei allen Spinnstellen 2, 3 der Ringspinnmaschine 1 in die Höhe des Unterwindebereichs 24 abgesenkt. Die Stangen 21 und 22 werden in Richtung der Pfeile C und D verdreht, so daß bei jeder Spinn­ stelle 2,3 der Fadenführer 14 und die Dralleinrichtung 15 aus dem Bereich der verlängerten Achse 23 der Spindel 5 herausgeschwenkt werden. Die Dralleinrichtung 15 befindet sich nun in einer von der Spindel 5 entfernten Position 15′′. Der Fadenführer 14 befindet sich in der Position 14′′. Der Faserverband 9 erstreckt sich nun von dem Streckwerk 4 durch den abgeschwenkten Faden­ führer 14, die abgeschwenkte Dralleinrichtung 15 und den mit dem Spinnring 16 abgesenkten Läufer 17 hindurch zu dem Unterwinde­ bereich 24 der Spindel 5. Die mit Garn 13 befüllte Garnhülse 7 kann ohne Behinderung, auch mittels einer automatischen Doffeinrichtung, in Richtung des Pfeils B abgezogen und durch eine leere Garnhülse ersetzt werden. Nach dem Aufsetzen der leeren Garnhülse auf den Schaft 6 der Spindel 5 können der Fadenführer 14 und die Dralleinrichtung 15 wieder in die in Fig. 2 dargestellten Positionen 14′ und 15′ zurückgeschwenkt werden. Der Spinnvorgang kann nun von neuem beginnen.
Die in Fig. 5 dargestellte zweite Ausführungsform einer Drall­ einrichtung 37 unterscheidet sich von der Dralleinrichtung 15 der Fig. 1 bis 4 im wesentlichen dadurch, daß Permanentmagnete 38 und 39 in einer anderen Position angebracht sind. Die Permanent­ magnete 38 des Schaftes 6 sind an dessen äußerer Umfangsseite angeordnet. In entsprechender Weise sind die gegenpoligen Per­ manentmagnete 39 an dem Innenumfang des Drehkörpers 40 der Dralleinrichtung 37 angeordnet.
Bei der in Fig. 6 dargestellten dritten Ausführungsform ist eine Dralleinrichtung 41 mit einem Fadenführer 42 über einen gemein­ samen Halter 43 mit einer drehbaren Stange 44 verbunden. Die Dralleinrichtung 41 enthält einen drehbar gelagerten Drehkörper 45, der durch nicht näher dargestellte Antriebsmittel, bei­ spielsweise einen Elektromotor oder Riemen, in Drehung versetzt werden kann. Der Drehkörper 45 ist von einem Kanal 46 durchdrungen, der in axialer Richtung des Drehkörpers 45 wendelförmig verläuft. Der unabhängige Antrieb macht es möglich, den Drehkörper 45 langsamer oder schneller als die Spindel 5 laufen zu lassen, um die Drehung den spinntechnischen Gegeben­ heiten anzupassen. In der Regel ist eine höhere Geschwindigkeit des Drehkörpers 45 günstig, wodurch dem Faserverband 9 vorüberge­ hend ein geringer Falschdrall überlagert wird.
Die Dralleinrichtung 41 und der Fadenführer 42 sind aus dem Bereich der verlängerten Achse 23 der Spindel 5 wegbewegbar, so daß diese für einen Doffvorgang zugänglich wird.
Bei allen hier beschriebenen Ausführungsformen können die Drall­ einrichtungen 15, 37 und 41 auch unabhängig von einer Drehbewegung der sie haltenden Stangen 22, 44 in die von der Spindel 5 ent­ fernte Position 15′′ verschwenkt werden. Entsprechendes gilt auch für die Fadenführer 14, 42. Ein solches unabhängiges Verschwenken ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn nur an einer einzelnen Spinnstelle 2 oder 3 ein Spulenwechsel durchgeführt werden soll, beispielsweise beim Beheben eines Fadenbruches.

Claims (11)

1. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine mit mehreren Spinn- oder Zwirnstellen, die jeweils eine Spindel, einen Spinn- oder Zwirn­ ring, eine Liefereinrichtung zum Liefern eines zu verdrehenden Faserverbandes zu der Spindel sowie eine Dralleinrichtung ent­ halten, die der Spindel in einer ihr angenäherten Position vorgeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Dralleinrichtung (15; 37; 41) unter Mitnahme des Faserverbandes (9) in eine von der Spindel (5) entfernte Position (15′′) bewegbar ist.
2. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dralleinrichtung (15; 37; 41) einen Dreh­ körper (25; 40; 45) mit einer Führungsfläche (30) aufweist, über die der Faserverband (9) führbar ist.
3. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkörper (25; 40; 45) ohne Berührung der Spindel (5) im Abstand zu ihr angeordnet ist.
4. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkörper (45) unabhängig von der Spindel (5) antreibbar ist.
5. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkörper (25; 40) durch die drehende Spindel (5) antreibbar ist.
6. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (5) und der Drehkörper (25; 40) jeweils gegenpolige Magnete (34, 35; 38, 39) aufweisen, durch die die Drehbewegung der Spindel (5) auf den Drehkörper (25; 40) übertragbar ist.
7. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete als Permanentmagnete (34, 35; 38, 39) ausgebildet sind.
8. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (5) und der Drehkörper (25) Anlaufflächen (36) zum Schutz bei unbeabsichtigtem gegen­ seitigem Berühren aufweisen.
9. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dralleinrichtung (41) mit einem Fadenführer (42) gemeinsam gehalten ist.
10. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Dralleinrichtung (15; 37; 41) quer zur Längsrichtung der Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine (1) bewegbar ist.
11. Ringspinn- oder Ringzwirnmaschine nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Dralleinrichtung (15; 37; 41) an einer in Längsrichtung der Ringspinn- oder -zwirnmaschine (1) verlaufenden Stange (22; 44) gehalten ist.
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