DE1900098A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Falschdrallen von Textilfaeden - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Falschdrallen von TextilfaedenInfo
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Description
DR. E. WIEGAND DIPL-ING. W. NIEMANN DR. M. KÖHLER DIPL-ING. C. GERNHARDT
MDNCHEN HAMBURG
telefon: 3953U 2000 HAMBURG 50,JO· DeZ. I968
TELEGRAMME: KARPATENT KDN I GSTRASSE 28 ■
W.14056/68 12/Fl
Moulinage et Retorderie de Chavanoz Chavanoz (Prankreich)·
Vorrichtung und Verfahren zum Falschdrallen von Textilfaden.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Falschdrallen von Textilfaden mittels Reibung.
Es ist übliche Praxis, gebauschte oder sogenannte texturierte
Fäden mit starker, dreidimensionaler Kräuselung durch Drehen bzw. Drallen, Fixieren und Aufdrehen zu erzeugen.
Allgemein wird eine solche Fadenart im Verlauf eines kontinuierlichen Arbeitsvorganges unter Verwendung von Falschdrallspindeln
erhalten, die von Drehröhrchen gebildet sind und mit einem Organ zum Festlegen der Drehung ausgerüstet
sind, beispielsweise einem Stab.
Es ist auch versucht worden, Verfahren zum Falschdrallen mittels Reibung zu entwickeln, gemäß denen der falsche Drall
dem Faden durch ein sich in Bewegung befindendes Organ erteilt wird, beispielsweise durch einen Riemen, der sich in
tangentialer Berührung mit dem Faden befindet, der sich in
einer gegenüber der Bewegungsrichtung der genannten Fläche verschiedenen Richtung verschiebt, allgemein im wesentlichen
rechtwinklig zu dieser.
Solche Verfahren haben, obwohl sie vom Gedanken her sehr anziehend sind, bis heute keine Entwicklung erfahren, die mit
der Entwicklung derjenigen Verfahren vergleichbar ist, welche die traditionelle Falschdrallspindel verwenden.
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Der G-rund iat sicher darin zu sehen, daß diese "Verfahren
Vorrichtungen und/oder Handhabungen oder Bedienungen erfordern, die verhältnismäßig kompliziert sind, oder daß sie
einen ungenügenden Wirkungsgrad haben.
Tatsächlich ist es nicht einfach, eine bewegliche Fläche mit großer Geschwindigkeit anzutreiben. I1Ur diesen Zweck
ist bereits die Verwendung von sieh drehenden Ringkörpern
vorgeschlagen worden, welche den i'aden bei seinem Durchgang
durch die Ringkörper durch Reibung antreiben. Jedoch stößt man dabei auf zwei Schwierigkeiten, von denen'■ die eine in
der Notwendigkeit besteht, eine Berührungsfläche zu schaffen,
die sich mit großer Geschwindigkeit verschiebt, während die
andere in der Notwendigkeit besteht, eine verhältnismäßig einfache Handhabung bzw« Manipulation des Fadens zu haben.
Weiterhin ist es umso leichter, eine schnelle Rotation eines drehbaren Organes zu erhalten, je kleiner sein Raumbedarf,
insbesondere sein Durchmesser ist.
Bei einer Ausführungsform sind ringförmige Reibungsflächen
mit beträchtlichen Umfangsabmessun^en verwendet worden, so
daß sie ein gutes Verhältnis zwischen dem Innendurchmesser des sich drehenden Organes und dem Durchmesser des Fadens
ergeben. Bei dieser Ausführungsform legt sich der gespannte
Fade·:! gegen die innere Umfangsflache des sich drehenden
Organes und durchquert dieses zwangsläufig von Teil zu Teil
unter Richtungsänderung. Dieses Verfahren liefert gute Ergebnisse und ermöglicht, Fäden von geringem Titer mit Geschwindigkeit
en zu texturieren, die größer als die vieschwindigiceiten
der Klassischen Verfahren zum Falschdrallen mittels Spindeln. Indessen ergeben sich zufolge der Tatsache, daß
bei dieser lusführungjform der Faden die spindel durchquert s
komplizierte Vorrichtungen, beispielsweise solche, die von einem beweglichen Ring gebildet sind, der zufolje einer Anordnung
von Roilagern im Inneren eines feststehenden Anders
durch seine .Außenfläche in Drehung versetzt ist, wodurch
ZwangslajfIf ciie Drehgeschwindigkeit dieses üin^es begrenzt
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BAD ORIGINAL
ist. Weiterhin muß "bei einer Handhabung dts Fadens (Reißen,
Einfädeln) das eioh drehende Organ angehalten oder ausgekuppelt werden.
Gemäß der Erfindung ist nunmehr eine Vorrichtung zum
Falschdrallen mittels Reibung geschaffen worden, die einen
Reibungsringkörper von "beträchtlichem Umfangadurchmesser
verwendet und zugleich, eine große Drehgeschwindigkeit des Ringkörpers und große Leichtigkeit der Handhabung des
Fadens ermöglicht.
Diese Vorrichtung zum Falschdrallen mittels Reibung, die
wenigstens eine ringförmige fieibungsfläche aufweist, die
sich üb: eine feste Achse dreht und an wenigstens einer
Stelle mit einem unter Spannung stehenden, eich, bewegenden Faden in Berührung steht, ist gemäß der Erfindung dadurch
gekennzeichnet, daß die Flächen des Eintritts und des Austritts des Fadens in den und aus dem ringförmigen Reibungsrauii;
zusaxmenfallen. In anderen Worten ausgedrückt, tritt
der *aüen auf der gleichen Seite des Ringraumes ein und aus.
Itit "Eingraum" ist das Volumen bezeichnet, das von der
ringförnigen Reibungsfläche bei ihrer drehung umgrenzt wird.
Unter "Fläche des Eintritts des Fadens in den Ringraum" ist die Fläche zu verstehen, die der Faden durohquert, wenn
er uas erste Mal in diesen Ringraum eintritt, während unter "Austrittsfläche" diejenige Fläche zu verstehen ist, die
der üaden durchquert, wenn er das letzte Mal aus diesem
Rin^r&uiii austritt.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung umfaßt in der Praxis Mittel zum Führen des Fadens unter Spannung zu dem
und aus dem ringförmigen Reibungeorgan, wobei diese Mittel mit 3ezug auf die Eintritts- und Austrittsebene des Fadens
auf der gleichen Seite angeordnet sind, und Mittel zum Zwischenfuhren des Fadens, welche es ermöglichen, mit dem
Faden in Eingriff zu treten, ihn in den Ringraum zu führen und ihn im Inneren des hinjrauines in Berührung mit dem
EeibuHcTsorgan zu halten.
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In der Praxis ist weiterhin die ringförmige Reibungsfläche kreisförmig.
Auf einfache Weise ist die Felschdrallspindel durch ein Drehrohr gebildet, das mittels eines Riemens in Drehung versetzt
wird. Dieses Drehrohr weist einen ausgenommenen Endteil auf, der innen durch, einen Ring abgedeckt .ist, welcher
aus einem einen großen Reibungskoeffizienten aufweisenden, jedoch nicht abreibenden Material, beispielsweise aus einem
verstärkten Elastomeren, besteht und das Reibungsorgan darstellt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind
die Mittel zum Zwischenführen des Fadens von einem Organ gebildet, welches zwei mit Bezug aufeinander um einem gewissen
Winkel versetzte ^rme aufweist und an einem feststehenden
Träger schwenkbar gelagert·ist. Jeder ^rm trägt eine Durehgangsöse
für den Faden.
Im Betrieb der Vorrichtung ermöglicht der eine Arm, den
Faden zu ergreifen und in den Ringraum zu führen und ihn im Inneren des Ringraumes in Berührung mit dem Reibungeorgan
zu halten, während der andere ^rm den Austritt des Fadens
aus diesem Ringraum ermöglicht. Im Fall eines Anhaltens bewirkt das Zwisehenführungsorgan duroh Verschwenkung, daß
der erste Arm den Faden aus dem Ringraum herausführt, wobei
der BweiteArm lediglich zum Führen des. Fadens dient.
Gemäß einer anderen Äusführungsform der Erfindung kann
das Zwischenführungsorgan von einem einfachen oder Mehrfacharm gebildet sein, der sich im Inneren des Drehrohres und
insbesondere im inneren des Ringraumes verschiebt.
Eine vorteilhafte Anordnung für die Anwendung der Vorrichtung gemäß der Erfindung umfaßt in Zuordnung zu der genannten
Vorrichting in einer gleichen Anlage Mittel zur Zufuhr des Fadens, wenigstens eine Einrichtung zum Fixieren
der dem Faden erteilten Gestalt bzw. Textur, Mittel zum Führer des Fadens zwischen der Einrichtung zum Fixieren der dem Faden
erteilten Gestalt und der Falschdrallvorrichtung sowie Mittel zur Aufnahme des behandelten Fadens. In dem Fall, in
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I * II
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welchem ein aufgebauschter fixierter faden erhalten werden soll, umfaßt die Anlage zwei zum fixieren der dem faden
erteilten Gestalt dienende Einrichtungen, die beiderseits
der falschdrallvorrichtung gemäß der Erfindung angeordnet sind.
Vorzugsweise ist die Anlage von zwei sich gegenüberstehend angeordneten Gestellen gebildet. Vorteilhaft werden
die fäden von dem einen Gestell zu dem anderen im oberen Teil der Anlage auf einer Höhe geführt, die oberhalb der
Taille eines Menschen und/oder unterhalb eines Zwischenbodens liegt, der am unteren Teil der Anlage'angeordnet ist, ;
wobei Jedoch ein genügender Zwischenraum zwischen dem ι
i Zwischenboden und dem fußboden für den Einbau der genannten
fadenführungselemente belassen ist.
Eine besonders zweckmäßige Einrichtung zum fixieren der dem faden erteilten Gestalt, bzw. Textur ist eine solche,
die von einem offenen Ofen gebildet ist, wie er in der französischen Patentschrift 1 395 038 beschrieben ist.
Weiterhin weisen die Mittel zum führen des fadens zwischen dem -^rhitzungsofen und der falschdrallvorrichtung einen Kanal
auf, der im Querschnitt die form eines Zirkels, d.h. die form eines V hat, dessen Spitze durch einen Kreisbogen mit
einer Öffnung von mehr als 180° ersetzt ist.
Die fadenliefereinrichtung weist beispielswdse eine Spule,
von welcher der faden axial oder radial abgezogen wird, und Abgaberollen an sich bekannter Art auf. Die Aufnähmeeinrichtungen
sind gleichfalls von bekannter ^rt. Sie werden vor- j
teilhaft von Einrichtungen gebildet, die direkt verwendbare j Y/ickel ohne besondere Bearbeitung ergeben, beispielsweise '■
von einer Aufwickeleinrichtung mit großer Laufstrecke und Antrieb durch Reibung. \
Die Erfindung umfaßt gleichfalls ein Verfahren für die durch falschdrallen mittels Eeibung erfolgende Texturierung
eines thermoplastischen Textilfadens, der sich unter Spannung
und in Bewegung befindet, mittels einer ringförmigen Reibungsfläche, die sich um eine feste Achse dreht und an We-
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nigstens einer Stelle mit dem Faden in Berührung steht,
und gemäß der Erfindung ist dieses Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß der Faden den von der in Drehung "befindlichen
Reibungsfläche begrenzten Ringraum 2 η Hale durchqueren gelassen wird, wobei η eine ganze Zahl ist, die auch
gleich Full sein kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird der Faden
stromauf und stromab der Falschdrallvorrichtung in im wesentlichen gleicher Richtung ablaufen gelassen.
Hie Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung
beispielsweise erläutert.
Fig. 1 iat eine schematische insicht einer Falschdrall-"
maschine gemäß der Erfindung.
Fig. 2 ist eine Querschnittansieht des Hiezofens nach
Linie A-A der Fig. 1 .
Fig. 3 ist eine Querschnittsansicht eines Führungselement
es, das stromauf der Falschdrallspindel angeordnet ist.
Fig. 4 ist eine Einzelheiten wiedergebende Ansieht einer Falschdrallspindel gemäß der Erfindung
und der Einrichtung zum Zwischenführen des Fadens in der Spindel.
G-emäß Fig. 1 weist die Maschine ein an einem Gestellt'
angeordnetes Gatter 2 auf, das Spulen 5- trägt, und von jeder
k Spule wird ein Faden 4 axial abgezogen.
Es sei bemerkt, daß die dargestellte Fadenliefereinrichtung
auch durch eine andere Fadenliefereinrichtung ersetzt werden kann.
Der Faden 4 läuft dann durch eine Spanneinrichtung 5»
die von bekannter Aueführung sein kann, beispielsweise eine
' Gitter- οάθτ Seheibenspanneinrichtung und danach zu einer
Führung 6. Der Faden durchquert danaoh den das Gestell 1
von einem zweiten Gestell 7 trennenden Zwischenraum in einer
Höhe, die ausreichend iat, damit der Durchgang einer Bedienungsperson durch den zwischen den beiden Gestellen 1 und
, " 7 gebildeten Flur nicht behindert wird.
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Der Faden 4 tritt in das zweite Gestell 7 über eine
Führung 8 ein und wird von einer Abgabeeinrichtung 9 abgezogen,
wonach er in einen Ofen 10 eintritt.
Der Ofen besteht aus einer Einrichtung, wie sie beispielsweise in der französischen Patentschrift 1 595 058 beschrieben
ist. Der Ofen weist insbesondere einen offenen Querschnitt auf, wie er in Pig. 2 wiedergegeben ist. Der Faden
läuft durch eine Ausnehmung 11 hindurch und kann zu jedem
Zeitpunkt durch eine Öffnung 12 hindurch eingeführt oder herausgezogen werden. Der Ofen 10 ist mit einer Sicherheitseinrichtung
(siehe Fig. 1), die im Falle der ^tromunterbrechung die Verschwenkung eines Deckels 15 bewirkt, und mit einem
offenen Umlenksektor 14 versehen, welcher den Faden von einer Heizplatte 15 entfernt.
Beim Austritt aus dem Ofen 10 gelangt der i"aden 4 in den
offenen Umlenksektor 14 und tritt dann in einen profilierten Metallkanal 17 ein, dessen Quersohnittaform in Fig. 5 wiedergegeben
ist. Die Länge dieses Metallkanala 17 ist ausreichend,
um eine gewisse kühlung des Fadens zu ermöglichen. Die Länge des Kanals 17 liegt vorteilhaft zwischen 0,5 und 1,5 Meter.
Der Faden 4 tritt dann in eine Falschdrallvorrichtung 16 gemäß der Erfindung ein.
Vor dem Eintritt in die Spindel zum Falschdrallen mittels
Reibung gemäß der Erfindung ^Fig. 4) läuft der Faden 4 über
eine Umienkrolle 18.
• Die Spindel weist einen ringförmigen Teil 19 auf, der um eine Achse 20 drehbar ist und mittels eines Riemens 21
angetrieben wird. Die Spindel trägt innen einen Ring 22 aus einem Mtterial, aas einen hohen Reibungskoeffizienten hat,
jedoch nicht abreitend ist, beispielsweise aus einem Polyurethanelastomeren vom Typ "Vulkollan". Die Mittel zum Handhaben
des Fadens, die zum Einführen des Fadens in die Spindel und zum Herausführen des Fadens aus der Spindel dienen, weisen
sinen Träger 23 auf, der einen Doppelarm 24 abstützt,
welcher um eine Achtäe 25 drehbar angeordnet ist. Jeder der
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beiden Arme 26 und 27 ist mit einer öse 28 bzw. 29 für den
Durchgang des Fadens versehen.
Der Doppelarm 24 wird in seiner Arbeitsstellung von einem
Zapfen 30 und in seiner Freigabestellung von einem anderen Zapfen 31 blockiert.
Der Faden läuft dann zu einer zweiten Rolle"32 und wird
aus der Falschdrallvorrichtung 16 von einer zweiten Abgabeeinrichtung 33 abgezogen, welche die Abzugsgeschwindigkeit
in der Spindel steuert. Der Faden durchquert dann erneut
den die beiden Gestelle 1 und 7 trennenden Zwischenraum in einer Höhe, die ausreichend ist, damit der Durohgang einer
Bedienungsperson nicht behindert wird. Der Faden wird in dem Gestell 1 von einer Führungseinrichtung aufgenommen, die eine'
oder mehrere Führungen, wie die Führungen 34 und 35 aufweist. Der Faden wird dann von einer Einrichtung 36 aufgewickelt,
beispielsweise von einem Fadenführer, dem eine Hin- und Herbewegung erteilt wird und der den Faden auf einem
Träger 37 verteilt, der von einer Rolle 38 tangential angetrieben wird. Der Druck des trägers 37 wird in Funktion des
Anwachsens des Umfangs des Wickels mittels eines -^rmes 39
konstant ausgeübt, der sich um eine feste Achse 40 verschwerfet
und sich mit seinem freien Ende an einem feststehenden Arm 41 verschiebt, und zwar aufgrund eines Elementes 42 mit
Feder und exzentrischer Klappe, welches demArm 39 ermöglicht, sich an dem feststehenden Arm 41 lediglich in G-egenuhrzeigerrichtung
zu verschieben.
Der Vorteil einer solchen Aufwickeleinrichtung besteht darin, daß Wickel, wie Parallelwickel, erhalten werden
können, deren Abmessungen und deren Form sie in späteren Vorgängen der Verarbeitung des iadens (wie Weben und Wirken)
direkt verwendbar machen.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung bietet zahlreiche Vorteile gegenüber früheren Vorrichtungen zum Falschdrallen
durch Reibung. Die Tatsache, daß der Faden das Drehrohr nicht axial zu durchqueren braucht, ermöglicht es, sehr
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hohe Produktionsgeschwindigkeiten zu erreichen, wobei der
Antrieb des Drehrohres nicht notwendigerweise über seinen äußeren Umfangsteil erfolgen muß, sondern beispielsweise
auch durch einen mit der Achse des ^rehrohres -verbundenen
Wirtel erfolgen kann. Diese hohen Drehgeschwindigkeiten sind
umso leichter zu erreichen, als diese Vorrichtung keine Kupplung so rg.ane erfordert, auf sehr einfache Weise angeordnet
ist und daher besonders widerstandsfähig ist. Weiterhin ist es im Fall von Stillständen, Handhabungen oder Brüchen des
Fadens nicht erforderlich, die drehbewegung der Spindel anzuhalten,
und es genügt, den Faden durch Verschwenken oder Verschieben des Zwischenführungsorgans außer Eingriff zu
bringen.
In anderen Worten ausgedrückt, zeichnet sich die -Erfindung
gegenüber bisher vorgeschlagenen Losungen durch eine beträchtliche
Erhöhung der tatsächlichen Geschwindigkeiten der Herstellung texturierter Fäden und durch eine beträchtliche
Verringerung der Installationskosten aus.
Zur Veransch-iaulichung dieser Vorteile wird die -Erfindung
nachstehend an Hand von Beispielen erläutert.
Mittels der oben beschriebenen Anlage und unter Verwendung
_eines Drehrohres mit einem .Außendurchmesser von 60 mm
und einem Innendurchmesser von 50 mm, das einen ringförmigen Teil von 30 mm Länge aufwies, der innen mit einem aus einem
Polyurethanelastomer des Typs "Vulkollan" bestehenden Eeib
ungar ing mit einem Auß end ruchmess er von 50 mm und einem
Innendurchmesser von 28 mm vorgesehen war, wurde ein aus 'Polyhexarnethylenadipamid (Polyamid 66) bestehender Faden von
20 den mit 7 Einzelfäden unter verschiedenen Arbeitsbedingungen texturiert, die in der nachstehenden Tabelle zusind»
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Beispiel Fadenabzugsge- Temperatur Drehgeschwin- Fadenabzugs
schwind igke it an der 1. Abgab
ee in richtung in m/min
des^Ofens in 0C
digkeit der Spindel in TJ/min
218
363
363
539
640
730
810
640
730
810
220 240 240 245 245 260
4 7 10 12 15 17
geschwindigkeit an der
2.Abgabeeinrichtung
in m/min
2.Abgabeeinrichtung
in m/min
231
382
580
680
382
580
680
800
925
925
.Aufwickel geschwindigkeit
in m/min
214 355 550
655 750 850
Mittels der gleichen Anlage wurde ein aus Polyäthylenterephthalat
bestehender texturierter Faden von 45 den mit 22 Einzelfäden unter den nachstehenden Arbeitsbedingungen
hergestellt:
Geschwindigkeit der Spindel Temperatur des Ofens Fadenabzugsgeschwindigkeit
an der ersten Abgabeeinrichtung
FaäenabZugsgeschwindigkeit
an der zweiten Abgabeeinrichtung
Aufwicke Ige schwin digkeit-
Aufwicke Ige schwin digkeit-
Die Beispiele zeigen deutlich, daß die -Erfindung es ermöglicht,
für die Herstellung texturierter iUden sehr hohe
Aufwickelgeschwindigkeiten zu erreiche, was industriell sehr
interessant ist.
Weiterhin ist die Handhabung des Fadens sehr einfach, WQS ein wesentliches wirtschaftliches Moment darstellt, umsomehr,
als es nicht erforderlich ist, die doindel auszuschalten,
was es ermöglicht, die spindel aui einfachste Weise
| 3 800 | U/min |
| 230 | 0C |
| 218 | m/min |
| 225 | m/min |
| 210 | m/min |
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• i
» r ·
» r ·
auszuführen· Außerdem kann die Vorrichtung bequem in eine
Anlage eingebaut werden, bei der in einem kleinen Baum alle Mittel zusammengefaßt sind, die zur Bildung eines ablieferfertigen
Wickels notwendig sind, wobei diese Mittel einzeln bequem zugänglich sind und unabhängig voneinander gehandhabt
werden können.
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Claims (7)
1. Vorrichtung zum Falschdrallen eines Textilfadens mittels Reibung, mit wenigstens einer ringßiirmigen Reibungsflache,
die sich um eine feste .Achse dreht und an wenigstens einer ^telle mit einem unter Spannung stehenden sich "bewegenden Faden in Berührung steht, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flächen des Eintritts und des Austritts des Fadens in den und aus dem von der Reibungsfläche umgrenzten Ringraum
zusammenfallen.
2. Vorrichtung nach .Anspruch 1, gekennzeichnet durch
|| eine Einrichtung zum Führen des Badens unter Spannung in
den und aus dem ringförmigen Relbungsorgan, die mit Bezug
auf die Eintritts- und Austrittsebene des Badens auf der gleichen Seite angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach .Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet
durch eine Einrichtung zum Zwischenführen des Fadens, die es ermöglicht, mit dem i'aden in Eingriff zu treten, ihn in
den Ringraum zu führen und ihn im Inneren des Ringraumes in Berührung mit dem Reibungsorgan zu halten.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zum Zwischenführen des Fadens von einem Organ gebildet ist, aas zwei mit Bezug aufeinander um einen
gewissen Winkel versetzte Arme aufweist und an einem fest-
) stehenden Träger schwenkbar gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Zwischenführen des iedens von einem
einfachen Arm oder einem kehrfacharm gebildet ist, der im
Inneren eines Brehrohres, insbesondere im Inneren des Ringraumes
verschiebbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Falschdrallspirdel von einem ^r ehrohr
gebildet und an ihrem Endteil mit einer Ausnehmung versehen ist.
.
7. Vorrichtung räch Anspruch 6, dadurch gejiennzeichnet,
daß der mit einer Ausnehmung versehende Endteil der doindel
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innen durch einen Hing "bedeckt ist, der aus einem Material
gebildet ist, das einen großen Reibungskoeffizienten hat,
jedoch nicht abreibend ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß der Reibungsring aus einem verstärkten Blastomeren
gebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige Reibungsfläche Kreisform
hat.
10. Vorrichtung nach einem der .Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß ihr in einer gleichen Anlage eine Fadenliefereinrichtung,
wenigstens eine Einrichtung zum Fixieren der dem Faden erteilten Gestalt, eine Einrichtung zum Führen
des Fadens zwischen der Einrichtung zum Fixieren der dem Faden erteilten Gestalt und der Falschdrallvorrichtung sowie
eineEinrichtung zum Aufwickeln des behandelten Fadens zugeordnet
sind.
11 ο Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß ihr in der Anlege zwei Einrichtungen zum Fixieren der dem Faden erteilten Gestalt zugeordnet sind, die beiderseits
der Falschdrallvorrichtung angeordnet sind«
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine der ihr in der Anlage zugeordneten Einrichtungeikum
Fixieren der dem Faden erteilten Gestalt von einem offenen Heizofen gebildet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Heizofen und der Falschdrallvorrichtung eine Fadenführungseinrichtung angeordnet ist, die von einem
Kanal gebildet ist, der im Querschnitt die Gestalt eines V
hat, dessen Spitze durch einen Kreisbogen mit einer Öffnung von mehr als 180 ersetzt ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dai3 die ihr in der Anlage zugeordnete
Aufwickeleinrichtung eine solche mit großer Laufstrecke und Antrieb durch Reibung ist.
909830/1349
15o Verfahren für die durch Falschdrallen· mittels Reibung
erfolgende Texturierung eines thermoplastischen Testilfadens,
der sich unter Spannung und in Bewegung befindet, mittels einer ringförmigen Eeibungsfläche, die sich um eine feste
Achse dreht und an wenigstens einer Stelle mit dem -Baden in Berührung steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden den
von der sich drehenden Reibungsfläche begrenzten Ringraum 2 η Male durchqueren gelassen wird, wobei η eine ganze Zahl
ist, die auch gleich UuIl sein. kann.
16. Verfahren nach .Anspruch 15» dadurch gekennzeichnet,
daß der Faden stromauf und stromab der Falschdrallvorrichtung in im wesentlichen gleicher Richtung ablaufen gelassen
wird.
909830/1349
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