DE19629601A1 - Schließsicherung für ein Rolltor - Google Patents
Schließsicherung für ein RolltorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schließsicherung für ein Rolltor, wobei
die Schließsicherung im Schlußstab oder der Schlußsektion eingesetzt
ist und mit einem Antrieb zusammenwirkt, der bei Auslösung stillge
setzt oder zumindest für eine kurz Zeit reversiert wird.
Mit Schließsicherungen versehene Rolltore sind bekannt; damit wird
verhindert, daß das Tor schließt, wenn der Torbereich noch nicht
frei ist, wenn sich also noch Fahrzeuge oder Personen im Bereich des
sich schließenden Tores befinden. Bei Auslösung der Schließsicherung
wird daher der Antrieb stillgesetzt oder gar umgesteuert, so daß
sich das Rolltor um eine gewisse Strecke oder bis zu seinem oberen
Anschlag hebt und so eine Gefährdung für die Sache oder die Person
ausgeschlossen wird. Im einfachsten Fall sind an beiden unteren Enden
des Rolltores Endschalter vorgesehen, die beim Auflegen auf ein
Hindernis den Antrieb abschalten. Diese Endschalter können dabei nur
die randnahen Bereiche des Rolltores überwachen, so daß das Tor-
Zentrum ungeschützt bleibt. Weiter sind die Schleppkabel, die die
Endschalter mit der Antriebssteuerung verbinden, gefährdet, da sie
abgerissen werden können, was die Schließsicherung außer Betrieb
setzt. Um auch das Tor-Zentrum mit zu erfassen, ist bekannt, das
untere Ende des Rolltores mit einem Fühler-Schlauch zu versehen, der
abgeschlossen ist und dessen Innendruck mittels eines Druckwächters
überwacht werden kann. Legt sich der Fühler-Schlauch zumindest mit
einem Teil auf ein im Torbereich verbliebenes Hindernis auf, steigt
der Innendruck im Fühler-Schlauch; dieser Druck-Anstieg wird über
Schleppschläuche zu einem Druckwächter übertragen, der diesen Druck
anstieg bemerkt, und der daraufhin den Antrieb abschaltet. Neben den
Problemen der Unsicherheit der Schleppschläuche bestehen hier die
Schwierigkeiten dieser Art der Schließsicherung darin, daß der In
nendruck des Fühler-Schlauches von der Außentemperatur abhängt, und
daß der Fühler-Schlauch am Boden anfrieren und beim Heben abreißen
kann, was zur Unwirksamkeit und zur Zerstörung der Schließsicherung
führt.
Hier setzt die Erfindung an, der die Aufgabe zugrundeliegt, die be
kannte Schließsicherung so weiterzubilden, daß sie den gesamten
Torbereich abdeckt, daß sie sicher eingesetzt sowie wirtschaftlich
und kostengünstig herstell- und anbringbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die in dem Hauptanspruch wiedergegebenen
Kennzeichen gelöst; vorteilhafte Weiterbildungen und bevorzugte Aus
führungsformen beschreiben die Unteransprüche.
Der Schlußstab oder die Schlußsektion des Rolltores weist einen ver
tikal bewegbaren Einsatz mit mindestens einem Fühlerschalter auf.
Dieser vertikal bewegbare Einsatz ist in eine nach unten offene Kam
mer des Schlußstabes oder der Schlußsektion eingesetzt und über die
gesamte Torbreite geführt. Er wird bei Auftreffen auf ein im Torbe
reich noch vorhandenes Hindernis angehoben und betätigt dabei den
ebenfalls in der Kammer untergebrachten Schalter. Die Ein- und Aus
gänge des/der Schalters/Schalter sind seitlich herausgeführt; da
durch kann die Abnahme des Schaltzustandes (Schalter geschlossen -
Schalter geöffnet) über in den seitlichen Führungsprofilen vorge
sehenen Leiterbahnen, die als Überwachungsstromkreis mit der An
triebssteuerung verbunden sind, erfolgen. Die Schalter können dabei
parallel oder in Serie geschaltet sein. Bei Parallelschaltung sind
die Schalter in Ruhe geöffnet; wird ein Schalter beim Anheben des
Einsatzes ausgelöst, wird der Überwachungsstromkreis geschlossen.
Vorteilhaft ist bei mehreren Schaltern eine Serien-Schaltung vorge
sehen; hier sind die Schalter in Ruhe geschlossen; beim Aktivieren
eines Schalters wird der Überwachungsstromkreis geöffnet. Auch bei
einem schiefen Eindrücken des mit mindestens einem Schalter zusam
menwirkenden Einsatzes wird der Überwachungsstromkreis bei einem
Auftreffen der unteren Torkante mit ihrem Einsatz auf ein Hindernis
geöffnet.
Vorteilhaft sind mindestens zwei Fühlerschalter vorgesehen, je einer
nahe den seitlichen Enden des unteren Schlußprofils oder der Schluß
sektion. Besonders bei sehr breiten Toren ist es vorteilhaft, wenn
zusätzlich mindestens ein weiterer Fühlerschalter vorgesehen ist
der mittig im Schlußprofil oder der Schlußsektion bzw. die in regel
mäßigen Abständen von den Enden des unteren Schlußprofils oder der
Schlußsektion und vorzugsweise auch voneinander angeordnet ist/
sind. Diese Anordnungen stellen auch bei solchen Torbreiten, bei de
nen ein Durchbiegen des Einsatzes nicht ausgeschlossen wird, sicher,
daß Hindernisse bemerkt und der Torantrieb sicher abgeschaltet wird.
Die seitlich herausgeführten Ein- und Ausgänge des Fühlerschalters
bzw. der Fühlerschalter sind als federnde, seitlich überstehende
Kontaktstifte ausgebildet. Mit diesen Kontaktstiften wird der Strom
kreis, der den Schaltzustand erkennen läßt, aus dem Torbereich
herausgeführt, so daß die Anschlußstellen in die seitlichen Füh
rungen verlegt werden können. Dazu sind die in den seitlichen
Führungsprofilen vorgesehenen Leiterbahnen vorteilhaft von einer
isolierten Leiterbahn ausgebildet, die in der Tiefe des Führungs
profils angeordnet ist. Diese längsverlaufenden Leiterbahnen werden
vorteilhaft auf in die Führungsprofile eingesetzte Kunststoff-Strei
fen aufgebracht, so daß die Kontaktstifte über den gesamten Tor-Weg
in elektrischem Kontakt mit der zugeordneten Leiterbahn stehen. Da
durch kann auch der Tor-Antrieb, dessen Steuerung mit diesem Über
wachungsstromkreis zusammenwirkt, angesteuert werden.
Dabei sind sowohl die federnden Kontaktstifte als auch die längsver
laufenden Leiterbahnen aus einem abriebarmen und korrosionsbestän
digen Material, vorzugsweise aus einem Edelstahl gebildet. Mit die
ser Ausbildung wird zum einen einer sicheren Kontaktgabe Rechnung
getragen, und zum anderen der Tatsache, daß solche Rolltore häufig
bewegt werden und trotzdem ihre Sicherheitsfunktion behalten müssen.
Um die Reibung zu verringern ist es weiter vorteilhaft, wenn die
Kontaktspitze der Kontaktstifte als Kugelkalotte oder eingesetzte
Rollkugel ausgebildet ist. Mit dieser Ausbildung wird der mit der
Reibung notwendig verbundene Abrieb weitgehend unterdrückt.
Zur Sicherung der Lage und zum einwandfreien Führen der federnd ge
lagerten Kontaktstifte sind diese in Kunststoff-Käfigen gelagert und
geführt. Diese Kunststoff-Käfige sind so ausgebildet, daß sie form
schlüssig in eine Kammer des unteren Schlußstabes oder der Schluß
sektion des Rolltores eingesetzt werden können; diese Ausbildung
dient zum einen der sicheren Funktion der Kontaktstifte, und zum an
deren erlaubt sie eine rationelle Herstellung des Schlußstabes oder
der Schlußsektion.
Das Wesen der Erfindung wird an Hand des in den Fig. 1 und 2 dar
gestellten Ausführungsbeispiels eines Rolladens näher erläutert; da
bei zeigen
Fig. 1 Untere Rolltorkante, Front-Ansicht (teil
geschnitten);
Fig. 2 Einzelheit der Schließsicherung - Explosions-Darstel
lung.
Die Fig. 1 zeigt die Situation am unteren Ende eines teil-geschnit
ten dargestellten Rolltores mit dem Rolltorpanzer 1, der aus einer
Anzahl von Stäben 2 (hier nur einer gezeigt), die über Verbindungs
haken 3 aneinandergefügt sind, gebildet ist. Die Fig. 2 zeigt
vergrößert eine (teilgeschnittene) Situation einer unteren Ecke ei
nes Rolltor-Panzers 1 mit Sicherungsleiste 11, die in die nach unten
offene Kammer 5 eingesetzt ist. Die Anzahl der Stäbe eines Rolltor-
Panzers 1 hängt von der zu überbrückenden Tor-Höhe ab; die Stäbe
werden beim Öffnen in üblicher Weise auf eine Welle aufgewickelt und
beim Schließen von dieser wieder abgewickelt. Der unterste der Stä
be, der Endstab 4 ist so aufgebaut, daß er an den folgenden der Stä
be 2 angehängt wird; nach unten weist er jedoch eine nach unten of
fene Kammer 5 auf, in die ein Sicherungseinsatz 10 eingesetzt wird.
Der Rolltor-Panzer 1 gleitet in seitlichen Führungen 6, die als
Mehrkammerprofile ausgebildet, eine zum Rolltor 1 hin offene Gleit
kammer 7 aufweisen.
In analoger Weise gilt dies auch für Sektionaltore, bei denen die
Sektionen nicht aufgewickelt, sondern flach in eine horizontale Auf
nahme gezogen oder geschoben werden. Hier ist ebenfalls die letzte
der Sektionen mit einer nach unten offenen Kammer versehen, die in
ähnlicher Weise den Sicherungseinsatz 10 aufnimmt. Die Sektionen
sind im vertikalen Teil ebenfalls von seitlichen Führungen geführt,
die eine Gleitkammer aufweisen.
Der Sicherungseinsatz 10 wird im wesentlichen von einer vertikal be
wegbaren Sicherungsleiste 11 gebildet, die in die nach unten offene
Kammer 5 eintaucht, und die ebenfalls als Mehrkammerprofil ausgebil
det ist. Ihr unterer Rand weist ein angeformtes Aufnahmeprofil 12
für eine (Schlauch-)Dichtung (nicht näher dargestellt) auf, während
in eine nach oben offene Kammer dieser Sicherungsleiste 11 die Schal
ter 14 so eingesetzt sind, daß ihre Stößel beim Hochdrücken der Si
cherungsleiste 11 gegen die innere Kammerwand der nach unten offenen
Kammer 5 gedrückt werden und so den Schalter 14 umschalten. Die un
tereinander in Serie verbundenen Schalter 14 sind mit den Anschluß
leitungen 14.1 und 14.2 nach außen geführt und stehen mit den seit
lichen Kontaktstiften 17 in Verbindung. Gesichert wird diese Anord
nung in der nach unten offenen Kammer 5 durch Endeinsätze 15, die
diese Kammer 5 seitlich abschließen, und die mit den Begrenzungsein
sätzen 18 fixiert werden.
Diese Kontaktstifte 17 sind in den Endeinsätzen 15 gelagert, die da
zu mit Bohrungen 16 als Kontaktstift-Führungen versehen sind. Um die
Kontaktstifte 17 nach außen zu drücken, sind Kontaktfedern 17.1 vor
gesehen, die mit einem Ende am Endeinsatz 15 abgestützt sind, wäh
rend sie mit ihrem anderen Ende den Kontaktstift 17 nach außen drüc
ken. Diese nach außen gedrückten Kontaktstifte 17 finden ihr Wider
lager an einem in das Mehrkammerprofil des seitlichen Führungspro
fils 6 als Kontaktstreifen eingesetzten Kunststoff-Streifen 8, der
selbst isolierend mit einer (nicht näher dargestellten) Kontaktbahn
versehen ist. Diese Kontaktbahnen der Kunststoff-Streifen 8 sind über
die Anschlußleitungen 9.1 und 9.2 mit der Steuerung (nicht näher
dargestellt) des (ebenfalls nicht näher dargestellten) Antriebs
motors verbunden, so daß bei einer Änderung des Schaltzustandes die
Steuerung den Antriebsmotor abschaltet oder - zumindest für kurze
Zeit - reversiert, so daß das Rolltor beim Auftreffen auf ein Hin
dernis stillgesetzt oder um eine vorgegebene Strecke wieder ange
hoben wird. Der Schaltzustand der Schalter 14 wird dabei über die
Leitungen 14.1 und 14.2 ausgebenen und von den als Kontaktstreifen
in die seitlichen Führungsprofile 6 eingesetzten Kunststoff-Streifen
8 mit ihren Kontaktbahnen übernommen. Mit diesen Schaltern 14 kann
ein Stromkreis geöffnet werden, wenn diese Schalter 14 in Serie
geschaltet sind; umgekehrt kann auch bei einer Parallelschaltung
dieser Schalter 14 ein Stromkreis geschlossen werden.
Claims (8)
1. Schließsicherung für ein Rolltor, wobei die Schließsiche
rung im Schlußstab oder der Schlußsektion eingesetzt ist
und mit einem Antrieb zusammenwirkt, der bei Auslösung
stillgesetzt oder zumindest für eine kurz Zeit reversiert
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlußstab (4) oder
die Schlußsektion des Rolltores einen Sicherungseinsatz
(10) mit vertikal bewegbarer Sicherungsleiste (11) auf
weist, sowie mindestens einem Schalter (14), wobei die
Ein- und Ausgänge des/der Schalters/Schalter (14), über
Anschlußleitungen (14.1, 14.2) seitlich herausgeführt,
über in den seitlichen Führungsprofilen (6) vorgesehene
Kontaktstreifen mit der Antriebssteuerung als Überwa
chungsstromkreis verbunden sind.
2. Schließsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Schalter (14) in Serie geschaltet sind.
3. Schließsicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei Schalter (14) vorgesehen sind, je ei
ner nahe den seitlichen Enden des unteren Schlußprofils
(4) oder der Schlußsektion.
4. Schließsicherung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich mindestens ein weiterer Schalter (14) vor
gesehen ist, der mittig im Schlußprofil (4) oder der
Schlußsektion bzw. die in regelmäßigen Abständen von den
Enden des unteren Schlußprofils (4) oder der Schlußsektion
und vorzugsweise auch voneinander angeordnet ist/sind.
5. Schließsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die seitlich herausgeführten Ein- und
Ausgänge (14.1, 14.2) des Fühlerschalters bzw. der Fühler
schalter (14) als federnde, seitlich überstehende Kontakt
stifte (17) ausgebildet sind, und daß die in den seitli
chen Führungsprofilen (6) vorgesehenen Kontaktstreifen ge
bildet sind von längs in die Führungsprofile (6) einge
setzten Kunststoff-Streifen (8), versehen mit einer längs
verlaufenden Leiterbahn.
6. Schließsicherung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl die federnden Kontaktstifte (17) als auch die
längsverlaufenden Leiterbahnen der eingesetzten Kunst
stoff-Streifen (8) aus einem abriebarmen und korrosionsbe
ständigen Material, vorzugsweise aus einem Edelstahl ge
bildet sind.
7. Schließsicherung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kontaktspitze der Kontaktstifte (17) als
Kugelkalotte oder eingesetzte Rollkugel ausgebildet ist.
8. Schließsicherung nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kontaktstifte in als Endstücke (15)
vorgesehenen Kunststoff-Käfigen gelagert und geführt sind,
wobei die Kunststoff-Käfige formschlüssig in eine Kammer
des unteren Schlußstabes (4) bzw. der Schlußsektion des
Rolltores (1) eingesetzt sind.
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