DE19628281A1 - Warnfunkeinrichtung für Rettungsfahrzeuge - Google Patents
Warnfunkeinrichtung für RettungsfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung bewegt sich im technischen Bereich der Aus
sendung und des Empfangs von Funksignalen, wobei sie unter
Anwendung bekannter Verfahren zu dem bisher nicht bekannten
Ergebnis führt, daß der Fahrer eines am Verkehr teilnehmen
de Fahrzeugs durch ein akustisches und/oder optisches Signal
eines in seinem Fahrzeug eingebauten Empfangsgeräts auf die
Annäherung z. B. eines Krankenwagens oder eines sonstigen
Einsatzfahrzeugs aufmerksam gemacht wird.
Es gibt bereits handelsübliche Verkehrsfunksysteme mit in
einzelnen Kraftfahrzeugen eingebauten Empfängern, welche den
Fahrer vor Staus, gefährlichen Kreuzungen und anderen mög
licherweise auf der Fahrstrecke vorhandenen Hindernissen
warnen. Es gibt jedoch noch keinerlei Einrichtungen, welche
es ermöglichen, den Fahrer vor der Annäherung eines Rettungs-
oder sonstigen Einsatzfahrzeugs zu warnen.
Die Erfindung schafft eine Einrichtung, welche diese Lücke
füllt, und trägt somit dazu bei, Verkehrsunfälle mit Ret
tungs- und anderen Einsatzfahrzeugen zu vermeiden und ein
schnell es und sicheres Durchkommen solcher Fahrzeuge zu
unterstützen.
Bisher sind Rettungs- und sonstige Einsatzfahrzeuge mit
akustischen Warneinrichtungen, z. B. Sirenen, sowie mit op
tischen Warneinrichtungen (z. B. Rundumleuchten) versehen.
Die damit erzeugten Warnsignale werden jedoch häufig nicht
rechtzeitig von allen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen, so
daß die Durchfahrt für die Einsatzfahrzeuge nicht schnell
genug freigemacht wird.
Im Inneren eines Fahrzeugs ist es aus verschiedenen Gründen.
z. B. Radioempfang, Unterhaltung mit einem Beifahrer usw.
zuweilen schwierig, den Ton einer Sirene zu hören. Besonders
davon betroffen sind auch Schwerhörige oder Fehlhörige.
Daraus ergeben sich, wie auch die Statistik zeigt, zahl
reiche und zuweilen sogar tödliche Unfälle mit Einsatzfahr
zeugen.
Ein Ziel der Erfindung ist die Beseitigung dieser Gefahren
durch die Schaffung einer Einrichtung, welche in der Lage
ist, den Fahrer eines Fahrzeugs rechtzeitig auf die Annähe
rung eines Rettungs- oder sonstigen Einsatzfahrzeugs auf
merksam zu machen.
Dieses Ziel ist gemäß der Erfindung erreicht durch eine
Warnfunkeinrichtung mit den in den Ansprüchen genannten
Merkmalen.
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an
hand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematisierte Darstellung einer Warnfunkein
richtung für den Einbau in mehreren Einsatzfahrzeugen
und in einer Anzahl von Fahrzeugen anderer Verkehrs
teilnehmer, von denen lediglich eines dargestellt ist
und
Fig. 2 ein Blockschaltbild eines der in Fig. 1 dargestellten
Sende- und Empfangsgeräte für den Einbau in einem
Einsatzfahrzeug.
Die in Fig. 1 insgesamt dargestellte Warnfunkeinrichtung
bildet vorzugsweise eine Ergänzung für die in Rettungs- und
Einsatzfahrzeugen, z. B. Krankenwagen, Polizei- und Feuer
wehrfahrzeugen vorhandenen Warneinrichtungen und umfaßt im
wesentlichen eine Anzahl von elektronischen Sende- und
Empfangsgeräten für den Einbau in verschiedenen Einsatzfahr
zeugen sowie eine Vielzahl von Empfangsgeräten für den Ein
bau in anderen am Verkehr teilnehmenden Fahrzeugen. In Fig. 1
sind drei mit A1, A2 und A3 bezeichnete Senden- und Empfangs
geräte dargestellt, während die Vielzahl von Empfangsgeräten
durch ein einziges Empfangsgerät B repräsentiert ist. Wie
bereits bemerkt, sind die Sende- und Empfangsgeräte A1, A2
und A3 für den Einbau in (nicht dargestellte), gegebenen
falls verschiedenartige Einsatzfahrzeuge bestimmt, während
eine Vielzahl von untereinander im wesentlichen gleichen
Empfangsgeräten B für den Einbau in Fahrzeugen anderer Ver
kehrsteilnehmer vorgesehen sind.
Wie nachstehend im einzelnen erläutert, unterscheiden sich
die einzelnen Sende- und Empfangsgeräte A1, A2, A3, vonein
ander durch die Art des jeweils ausgestrahlten Funksignals,
so daß es möglich ist, das jeweils sendende Fahrzeug bzw.
die Art des Fahrzeugs anhand des Funksignals zu identifi
zieren. So können z. B. für den Einbau in Krankenwagen be
stimmte Sende- und Empfangsgeräte A1 ein beispielsweise
binär kodiertes erstes Funksignal ausstrahlen, wobei dann
für Polizeifahrzeuge oder Feuerwehrfahrzeuge bestimmte
Sende- und Empfangsgeräte A2 bzw. A3 jeweils anders kodierte
Signale ausstrahlen können. Auf diese Weise kann den ver
schiedensten Einsatzfahrzeugen jeweils ein eigenes Funk
signal zugeordnet werden.
Damit ermöglicht dann der Empfangsteil des jeweiligen Sende-
und Empfangsgeräts A1, A2, A3 der Besatzung des jeweiligen
Einsatzfahrzeugs die Feststellung sowohl der Anzahl als auch
der Art von anderen sich einem Einsatzort nähernden Einsatz
fahrzeugen.
Das Sende- und Empfangs gerät kann in bekannter Weise derart
ausgebildet sein, daß es automatisch zusammen mit der Sirene
und/oder der Rundumleuchte des Einsatzfahrzeugs oder auch
unabhängig davon betätigbar ist, wobei das Empfangsteil des
Geräts vorzugsweise automatisch beim Anlassen des Fahrzeug
motors eingeschaltet wird.
Die von den Sende- und Empfangsgeräten A1, A2, A3 der ver
schiedenen Einsatzfahrzeuge ausgestrahlten kodierten Funk
signale werden von einer Antenne 3 jedes mit dem Empfangs
gerät B ausgerüsteten Fahrzeugs aufgefangen und einem in an
sich bekannter Weise mit einem Dekoder kombinierten elektro
nischen Empfangsteil 5 zugeleitet, welches seinerseits eine
im jeweiligen Fahrzeug installierte akustische und/oder op
tische Warnanzeige 4 speist.
Das Empfangsgerät B ist vorzugsweise so ausgebildet, daß es
beim Anlassen des Fahrzeugmotors automatisch eingeschaltet
wird, so daß es dann ein akustisches und/oder optisches
Warnsignal erzeugt, sobald die Antenne 3 wenigstens ein von
einem Einsatzfahrzeug ausgestrahltes kodiertes Funksignal
auffängt.
Die Sende- und Empfangsgeräte A1, A2, A3 sowie die Empfangs
geräte B sind vorzugsweise jeweils mit einer Spannung von
12V gespeist, mit einer Leistung von ca. 1,5 W, wobei die
Arbeitsfrequenz beispielsweise ca. 43 MHz betragen kann.
Das Empfangsteil der Sende- und Empfangsgeräte A1, A2,
A3 und die Empfangsgeräte B weisen im wesentlichen gleiche
elektronische Schaltungsanordnungen auf, jeweils mit einem
Dekoder, einer akustischen und/oder optischen Warnanzeige
und einer Antenne, und sind im übrigen von bekannter Aus
führung.
Das von Einsatzfahrzeugen ausgestrahlte Warnsignal sollte
von mit dem Empfangsgerät B ausgerüsteten Fahrzeugen auf
eine Entfernung von ca. 1 km zu empfangen sein, so daß aus
reichend Zeit verbleibt, die Straße freizumachen, um die
Einsatzfahrzeuge durchzulassen.
Im folgenden sei anhand von Fig. 2 eine bevorzugte Ausfüh
rungsform der Sende- und Empfangsgeräte A1, A2, A3 im ein
zelnen beschrieben. Jedes Gerät weist zunächst eine Kodier
schaltung 6 auf, welche ein mit einer Antenne 8 verbindbares
Sendeteil 7 steuert. Die Antenne 8 ist außerdem mit dem Ein
gang eines Empfangsteils 9 verbindbar, dessen Ausgang über
eine Dekodierschaltung 10 eine Anzahl von Warnanzeigen 11
steuert, beispielsweise im jeweiligen Einsatzfahrzeug ein
gebaute optische und/oder akustische Anzeigeelemente. Das
Sendeteil 7 und das Empfangsteil 9 haben jeweils einen
Steuereingang 12 bzw. 13, welcher von einem Oszillator 14
od. dergl. mit einem Taktsignal, z. B. in Form eines Recht
eckimpulses gespeist ist. In an sich bekannter Weise defi
niert der Rechteckimpuls aufeinander folgende Perioden von
beispielsweise jeweils weniger als 1 sec Dauer, während
welcher das Sendeteil 7 und das Empfangsteil 9 abwechselnd
aktiviert sind. Dabei arbeitet die Antenne 8 abwechselnd als
Sende- und Empfangsantenne für die kodierten Funksignale, so
daß sich das Sendeteil und das im selben Fahrzeug eingebaute
Empfangsteil nicht gegenseitig stören können.
Solange also der Oszillator 14 das Sendeteil 7 ansteuert,
sendet dieses über die Antenne 8 ein von der Kodierschaltung
6 vorgegebenes Funksignal aus. Wie bereits erwähnt, sind die
von den einzelnen Geräten A1, A2, A3 über die jeweiligen
Antennen 8 ausgestrahlten Funksignale vorzugsweise jeweils
in einem eigenen binären Kode kodiert, welcher es so ermög
licht, die einzelnen Einsatzfahrzeuge zu identifizieren.
Solange der Oszillator 14 dagegen das Empfangsteil 9 an
steuert, speist dieses die zugeordnete Dekodierschaltung 10
mit gegebenenfalls von anderen Fahrzeugen ausgestrahlten und
von der Antenne 8 aufgefangenen kodierten Funksignalen. Ab
hängig von der Kodierung der aufgefangenen Signale speist
die Dekodierschaltung 10 dann die jeweils zugeordnete Warn
anzeige 11. Bei den in Fig. 2 dargestellten Warnanzeigen 11
handelt es sich um z. B. mit Leuchtdioden arbeitende optische
Anzeigeelemente, welche zur Identifizierung verschiedener
Einsatzfahrzeuge farb- form- oder sonstwie kodiert sind. So
sind beispielsweise die dem Sende- und Empfangsgerät A1 zu
geordneten Warnanzeigen 11 entsprechend den von den Sende-
und Empfangsräten A2 und A3 ausgestrahlten Funksignalen
kodiert, so daß der Empfang eines solchen Funksignals die
dem jeweiligen Fahrzeug entsprechende Anzeige aktiviert.
Diese Zuordnung der einzelnen Kodierungen ist in schemati
sierter Form in Fig. 1 dargestellt.
Bei Verwendung der beschriebenen Warnfunkeinrichtung wird
somit der Fahrer jedes mit dem Empfangsgerät B ausgerüsteten
Fahrzeugs frühzeitig auf die Annäherung wenigstens eines mit
einem Gerät A1, A2 oder A3 ausgerüsteten Einsatzfahrzeugs
aufmerksam gemacht, so daß er in zweckmäßiger Weise reagie
ren kann, um den Einsatz nicht zu behindern.
Darüber hinaus wird jedes mit einem Gerät A1, A2 oder A3
ausgerüstete Einsatzfahrzeug nicht nur über die Annäherung
anderer Einsatzfahrzeuge informiert, sondern auch über die
Art dieser Fahrzeuge, z. B. Krankenwagen, Feuerwehr, Polizei
usw., so daß der Fahrer in geeigneter Weise reagieren und
gegebene Prioritäten erkennen kann.
Auf diese Weise ist es möglich, den Einsatz von verschiede
nen Einsatzfahrzeugen zu koordinieren und dafür zu sorgen,
daß der Einsatz nicht durch andere Fahrzeuge behindert wird.
Sämtliche aus der Beschreibung, den Ansprüchen und der
Zeichnung hervorgehenden Merkmale und Vorteile der Erfindung,
einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anord
nungen und Verfahrensschritten, können sowohl für sich als
auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
Claims (5)
1. Warnfunkeinrichtung, gekennzeichnet durch eine Anzahl
von jeweils in einem Rettungsfahrzeug od. dergl. eingebauten
Sende- und Empfangsgeräten (A1, A2, A3) für die Ausstrahlung
eines jeweiligen kodierten Funksignals, und durch eine Viel
zahl von in Fahrzeugen anderer Verkehrsteilnehmer eingebau
ten Empfangsgeräten (B) für die Aktivierung jeweils zugeord
neter Warnanzeigen (4), wobei die Warnanzeigen (4) jedes
Empfangsgeräts (B) bei Empfang wenigstens eines der von den
Sende- und Empfangeräten (A1, A2, A3) ausgestrahlten kodierten
Funksignale zur Anzeige der Annäherung des jeweiligen Ret
tungsfahrzeugs od. dergl. aktivierbar sind.
2. Warnfunkeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß mittels des Empfangsteils jedes in einem Ein
satzfahrzeug eingebauten Sende- und Empfangsgeräts (A1, A2,
A3) bei Empfang von kodierten Funksignalen von in anderen
Einsatzfahrzeugen eingebauten Sende- und Empfangsgeräten
A1, A2, A3) jeweils wenigstens eine von mehreren kodierten
Warnanzeigen (11) aktivierbar ist, anhand welcher die Funk
signale ausstrahlenden Fahrzeuge identifizierbar sind.
3. Warnfunkeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Sende- und Empfangsgerät (A1, A2,
A3) eine einzige Empfangs- und Sendeantenne (8) aufweist,
mit welcher ein Sendeteil (7) und ein Empfangsteil (9)
abwechselnd unter Steuerung durch einen Taktgeber (14)
verbindbar sind.
4. Warnfunkeinrichtung nach einem der vorstehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes in einem Einsatz
fahrzeug eingebaute Sende- und Empfangsgerät (A1, A2, A3)
gleichzeitig mit herkömmlichen Warneinrichtungen des Fahr
zeugs, z. B. einer Sirene oder Rundumleuchte, aktivierbar ist.
5. Warnfunkeinrichtung nach einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Empfangsgerät
(B) gleichzeitig mit dem Anlassen des jeweiligen Fahrzeug
motors aktivierbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT95PN000039A ITPN950039A1 (it) | 1995-07-24 | 1995-07-24 | Sistema di radiosegnalazione costituito da apparecchi trasmettitori-ricevitori installati sui mezzi di soccorso |
Publications (1)
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Family
ID=11395047
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996128281 Withdrawn DE19628281A1 (de) | 1995-07-24 | 1996-07-12 | Warnfunkeinrichtung für Rettungsfahrzeuge |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19628281A1 (de) |
| IT (1) | ITPN950039A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19827088A1 (de) * | 1998-06-18 | 1999-12-23 | Bernd Grunwald | Funkgesteuerter Signalhornverstärker |
| DE19917792A1 (de) * | 1999-03-15 | 2000-09-28 | Bernhard Diehl | Vorrichtung zur Information von Verkehrsteilnehmern |
| DE102006012122A1 (de) * | 2006-03-08 | 2007-09-13 | Romeo Mehnert | Sende- und Empfangsmodule zur Frühwahrnehmung von Sondersignalen im Straßenverkehr |
| DE102006060562A1 (de) * | 2006-12-21 | 2008-06-26 | Dönhoff, Lutz | Warnsystem |
-
1995
- 1995-07-24 IT IT95PN000039A patent/ITPN950039A1/it active IP Right Grant
-
1996
- 1996-07-12 DE DE1996128281 patent/DE19628281A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19827088A1 (de) * | 1998-06-18 | 1999-12-23 | Bernd Grunwald | Funkgesteuerter Signalhornverstärker |
| DE19917792A1 (de) * | 1999-03-15 | 2000-09-28 | Bernhard Diehl | Vorrichtung zur Information von Verkehrsteilnehmern |
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| DE102006060562A1 (de) * | 2006-12-21 | 2008-06-26 | Dönhoff, Lutz | Warnsystem |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ITPN950039A0 (it) | 1995-07-24 |
| ITPN950039A1 (it) | 1997-01-24 |
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Legal Events
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