DE19624858A1 - Integrierte Schaltung mit Testfunktion - Google Patents
Integrierte Schaltung mit TestfunktionInfo
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- G01R31/317—Testing of digital circuits
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Description
Diese Erfindung bezieht sich auf eine integrierte Schaltung mit Datenein-
und -ausgängen und einem Steuereingang, der die integrierte Schaltung
in Abhängigkeit eines Steuersignals zwischen einem Betriebszustand und
einem Testzustand umschalten kann.
Der Hersteller eines ASICs (Application specified integrated circuit, an
wenderspezifische integrierte Schaltung) schreibt bei einer ASIC Entwick
lung einige Tests vor, die das ASIC erfüllen muß. Damit diese Tests durch
geführt werden können, muß das ASIC in einen Testzustand geschaltet
werden, in dem die Tests ausgeführt werden können. Damit das ASIC mög
lichst wenig Anschlüsse nach außen hat, werden Anschluß-Pins für Tests
mit funktionalen Pins kombiniert. Auf diese Weise kann ein funktionaler
Eingangs- oder Ausgangspin die Funktion eines Testeingangs- oder -aus
gangs-Pins haben. Welche Funktion ein Pin hat, wird durch den Zustand
des ASICs bestimmt (Betriebszustand/Testzustand). Im normalen Be
triebszustand darf das ASIC nie ungewollt in den Testzustand geschaltet
werden, deshalb darf der Pin, der das ASIC in den Testzustand schaltet,
nicht gemeinsam verwendet werden. Daher wird diese Umschaltung durch
einen separaten Test-Pin vorgenommen. Dieser Test-Pin wird während des
normalen Betriebszustands auf einen festen logischen Pegel gelegt und
während des Testzustands auf einen anderen. Deshalb ist er für die eigent
liche Funktion des ASICs nicht mehr verwendbar.
Die Fig. 1 zeigt ein ASIC, das für einen RAM-Test und einen NAND-Tree-Test
in einen Testzustand geschaltet werden kann. Bei diesem ASIC sind
alle Dateneingangs-Pins Data (0) bis Data (3) jeweils mit jeweils einem er
sten Eingang eines NANDs eines NAND-Trees 4, einem ersten Logikbau
stein 1 und mit jeweils einem Eingang jeweils eines Multiplexers einer Mul
tiplexer-Schaltung 6 verbunden, deren zweite Eingänge jeweils mit einem
Ausgang des ersten Logikbausteins 1 und dessen Ausgänge jeweils mit ei
nem Eingang eines RAMs 3 verbunden sind. Der jeweilige Ausgang eines
NANDs des NAND-Trees 4, dessen erster Eingang mit einem der Datenein
gangs-Pins verbunden ist, ist jeweils mit dem zweiten Eingang eines weite
ren mit einem Eingangspin verbundenen NANDs des NAND-Trees 4
verbunden. So wie die Dateneingangs-Pins Data (0) bis Data (3) werden
auch alle weiteren Eingänge der integrierten Schaltung an den NAND-Tree
angeschlossen, dessen Ausgang einen separaten Ausgangspin der inte
grierten Schaltung belegt. Der Ausgang Dout des RAMs ist an den Eingang
L2in eines Logikbausteins 2 und an einen Eingang eines Multiplexers 7 an
geschlossen, dessen zweiter Eingang an einen Ausgang L2out des Logik
bausteins 2 und dessen Ausgang an einen Ausgangspin DataO (0) ange
schlossen ist. Die Logikbausteine 1 und 2 werden über Eingangs-Pins Clk
und ResetX mit einem Taktsignal und einem Resetsignal versorgt. Die Mul
tiplexer werden über einen Eingangspin TMin mit einem Signal TMode zur
Umschaltung zwischen dem normalen Betriebszustand und dem Testzu
stand versorgt.
Bei einer so aufgebauten integrierten Schaltung kann sowohl ein
RAM-Test als auch eine NAND-Tree-Test durchgeführt werden. Bei dem
RAM-Test werden durch die in der integrierten Schaltung vorhandenen Multi
plexer alle Ein- und Ausgänge des RAMs direkt an Eingangs- und Aus
gangs-Pins gelegt. Dadurch kann das RAM unabhängig von allen anderen
in der integrierten Schaltung vorhandenen Baugruppen getestet werden,
indem spezielle Testmuster an die Eingänge angelegt werden und der oder
die Ausgänge des RAMs dabei überwacht werden. Mit dem NAND-Tree-Test
kann überprüft werden, ob die mit dem NAND-Tree verbundenen Ein
gangs- oder Ausgangs-Pins auch mit der integrierten Schaltung verbun
den sind. Um einen bestimmten Eingang oder Ausgang zu testen werden
alle an den NAND-Tree angeschlossenen Pins auf ein bestimmtes Potential
gelegt und der zu testende Pin wird von diesem Potential auf ein anderes
Potential umgeschaltet. Diese Umschaltung ist am Ausgang NAND-Treeout
der integrierten Schaltung zu beobachten, wenn der Pin tatsächlich
mit der integrierten Schaltung verbunden ist. Abhängig von dem Ein
gangspegel, bei dem das Ausgangssignal den Pegel ändert, kann so auch
der Ansprechpegel dieses getesteten Pins festgestellt werden.
Hier ist festzustellen, daß zur Durchführung dieser Tests zwei Pins benö
tigt werden, die im Betriebszustand der integrierten Schaltung keine
Funktion haben. Diese sind der Pin TMin zum Umschalten in den Testzu
stand und der Pin NAND-Treeout, mittels dem festgestellt werden kann, ab
welchem Eingangspegel ein bestimmter Pin der integrierten Schaltung an
spricht. Es ist einfach zu erkennen, daß diese beiden Pins nicht entbehr
lich sind, obwohl sie im Betriebszustand der integrierten Schaltung nicht
benötigt werden. Zum einen kann kein anderer Pin die Funktion des Ein
gangs-Pins TMin übernehmen, da alle anderen Eingangs-Pins bereits eine
Funktion aufweisen. Zum anderen kann der Ausgangspin NAND-Treeout
nicht wie zum Beispiel der Ausgangspin DataO (0) gemultiplext werden, da
sonst der Eingangspin TMin für das Umschaltsignal TMode nicht mittels
des NAND-Tree-Tests überprüft werden könnte.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine integrierte Schal
tung anzugeben, die zur Durchführung von Tests keine Pins benötigt, die
nicht auch für den normalen Betriebszustand benötigt werden.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Patentanspruch 1 an
gegeben. Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen des Er
findungsgedankens zum Inhalt.
Erfindungsgemäß ist eine integrierte Schaltung mit Datenein- und -aus
gängen und einem Steuereingang zum Empfang eines ersten Steuer
signals zwecks Umschaltung der integrierten Schaltung zwischen einem
Betriebszustand und einem Testzustand, dadurch gekennzeichnet, daß
die integrierte Schaltung eine mit dem Steuereingang verbundene Erken
nungsschaltung aufweist, die zwischen dem ersten Steuersignal und ei
nem zweiten Steuersignal unterscheidet, und die in Abhängigkeit des er
sten Steuersignals die integrierte Schaltung zwischen Betriebszustand
und Testzustand umschaltet.
Eine so aufgebaute integrierte Schaltung kann ohne zusätzliche Pins in
den Testzustand geschaltet werden und es ist möglich, die Ausgangs-Pins
so zu schalten, daß auch der Ausgang NAND-Treeout, mittels dem festge
stellt werden kann, wie hoch das Eingangspotential eines jeweiligen Ein
gangspins ist, gemultiplext werden kann. Mit einer so aufgebauten inte
grierten Schaltung können alle Pins, die nur zum Testen nötig waren, ein
gespart werden.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen integrierten
Schaltung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Steuereingang ein
Reset-Eingang ist und das zweite Steuersignal Informationen über ein Setzen
und Rücksetzen von Schaltungsblöcken der integrierten Schaltung um
faßt.
Eine auf diese Weise aufgebaute integrierte Schaltung hat den Vorteil, daß
der Testzustand im normalen Betrieb nicht erreicht werden kann, wenn
der Reset-Pin nach einem Reset grundsätzlich auf einem konstanten Po
tential liegt und die Erkennungsschaltung ein Zustandsautomat ist, die
bei einem ganz bestimmten seriellen Bit Muster am Reset-Pin in den Test
zustand schaltet.
Eine noch andere erfindungsgemäße Weiterbildung der integrierten
Schaltung ist dadurch gekennzeichnet, daß der als Erkennungsschaltung
verwendete Zustandsautomat ein Systemtaktsignal empfängt.
Durch die Verwendung eines Systemtaktsignals auch für die jeweiligen
Übergänge des Zustandsautomaten von einem Zustand in einen nächsten
Zustand kann der Ausgang NAND-Treeout gemultiplext werden, da der Zu
standsautomat bei einem konstanten Systemtaktsignal seinen Zustand
auch dann nicht ändert, wenn sich sein Eingangssignal ändert.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand
der Zeichnungen. Es zeigt:
Fig. 1 das Blockschaltbild einer Ausführungsform eines ASICs nach
dem Stand der Technik;
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer beispielhaften Ausführungsform ei
nes ASICs nach der Erfindung;
Fig. 3 ein Zustandsdiagramm eines Zustandsautomaten, der in ei
nem erfindungsgemäßen ASIC eingebaut werden kann;
Fig. 4 einen Schaltplan eines Zustandsautomaten, der nach dem Zu
standsdiagramm der Fig. 3 arbeitet; und
Fig. 5 ein Zeitablaufdiagramm, das die Zustände des Zustandsauto
maten, des Ausgangssignals des Zustandsautomaten und des Zustandes
des restlichen ASICs in Abhängigkeit vom Systemtaktsignal und vom Re
setsignal darstellt.
Das in der Fig. 2 gezeigte nach der Erfindung aufgebaute ASIC weist vier
Dateneingänge Data (0) bis Data (3), einen Systemtakteingang Clk, einen
Reset-Eingang ResetX und zwei Datenausgänge DataO (0). DataO (1) auf.
Obwohl die nach dem Stand der Technik zusätzlich vorhandenen Eingänge
TMin und NAND-Treeout nicht vorhanden sind, können doch der NAND-Tree-Test
und der RAM-Test wie nach dem Stand der Technik durchge
führt werden. Hierzu ist erfindungsgemäß in dem ASIC eine zusätzliche
Schaltung notwendig, durch die in diesem Ausführungsbeispiel ein Zu
standsautomat aufgebaut ist.
Die Dateneingänge Data (0) bis Data (3) sind mit den Eingängen L1in einer
Logikschaltung 1, mit ersten Eingängen einer aus vier Multiplexern beste
henden Multiplexerschaltung 6 und mit vier Eingängen einer aus sechs
NAND-Gattern bestehenden NAND-Tree-Schaltung 4 verbunden. Die Lo
gikschaltung 1 weist vier Ausgänge L1out auf, die mit vier zweiten Eingän
gen der Multiplexerschaltung 6 verbunden sind. Die vier Ausgänge der
Multiplexerschaltung 6 sind mit den Eingängen Adr, Din und R/Wb eines
RAMs 3 verbunden, dessen Ausgang Dout mit dem Eingang L2in einer wei
teren Logikschaltung 2 verbunden ist. Die Ausgänge L2out der weiteren
Logikschaltung 2 sind an die zweiten Eingänge einer weiteren Multiplexer
schaltung 7 angeschlossen, deren Ausgänge an die ASIC-Ausgänge DataO
(1) und DataO (0) angeschlossen sind. Der Eingang für das Systemtakt
signal Clk ist an die Anschlüsse Clk der Logikschaltung 1 und der weiteren
Logikschaltung 2 und an einen fünften Eingang der NAND-Tree-Schaltung
4 angeschlossen. Der Reset-Eingang ist an die Reset-Eingänge der Logik
schaltung 1 und der weiteren Logikschaltung 2 und an einen sechsten Ein
gang der NAND-Tree-Schaltung 4 angeschlossen. Die Eingänge Clk und
TMin des Zustandautomaten 5 sind jeweils an den Eingang für das Sy
stemtaktsignal Clk und an den Reseteingang ResetX angeschlossen. Der
Ausgang TMode des Zustandsautomaten 5 ist jeweils an einen Steuerein
gang der Multiplexerschaltung 6 und der weiteren Multiplexerschaltung 7
angeschlossen.
Die Multiplexerschaltungen 6, 7 sind jeweils so aufgebaut, daß jeweils ei
ner ihrer ersten Eingänge mit einem ersten Eingang eines Multiplexers
und einer ihrer zweiten Eingänge mit einem zweiten Eingang eines Multi
plexers verbunden sind, wobei der Ausgang jedes in der Multiplexerschal
tung 6, 7 enthaltenen Multiplexers jeweils mit einem Ausgang der jeweili
gen Multiplexerschaltung 6, 7 verbunden ist. Ein jeweiliger Steuereingang
der Multiplexer, durch den einer der Eingänge mit dem Ausgang verbun
den werden kann, ist jeweils an einen Steuereingang der jeweiligen Multi
plexerschaltung 6, 7 angeschlossen.
Alle Eingänge der NAND-Tree-Schaltung 4 sind mit einem zweiten Eingang
eines der sechs NAND-Gatter verbunden. Der erste Eingang der NAND-Gatter
der NAND-Tree-Schaltung 4 ist jeweils mit dem Ausgang des davor
liegenden NAND-Gatters verbunden, wobei der erste Eingang des ersten
NAND-Gatters auf eine beliebiges Potential setzbar ist und der Ausgang
des letzten NAND-Gatters mit einem ersten Eingang der weiteren Multiple
xerschaltung 7 verbunden ist. Der Ausgang Dout des RAMs 3 ist auch mit
einem ersten Eingang der weiteren Multiplexerschaltung 7 verbunden. Ab
hängig vom Steuersignal TMode, das von dem Zustandsautomaten 5 er
zeugt und über den jeweiligen Steuereingang an die Multiplexerschaltung
6, 7 angelegt wird, schalten die Multiplexerschaltung 6 und die weitere
Multiplexerschaltung 7 jeweils entweder ihre ersten Eingänge oder ihre
zweiten Eingänge an ihre Ausgänge durch.
In diesem Beispiel wird das ASIC, d. h. die beiden Logikbausteine 1 und 2
des ASICs bei dem logischen Zustand "0" am Reseteingang zurückgesetzt.
Die Aufgabe des Zustandsautomaten ist die Dekodierung einer seriellen
Bitkombination. Ist die Bitkombination erkannt, wechselt der Zustands
automat in den Testzustand und schaltet dadurch das restliche ASIC auch
in den Testzustand. Da der Eingang TMin des Zustandsautomaten hier mit
dem Reseteingang ResetX verbunden ist, wird in diesem Ausführungsbei
spiel die serielle Bitkombination, die am Reseteingang ResetX anliegt, er
kannt.
Der Zustandsautomat beinhaltet die folgenden Eigenschaften:
- - er besitzt keinen asynchronen Reset;
- - er erreicht seinen Zustand S0, wenn das ASIC über den Reset-Pin über mehrere Taktschritte zurückgesetzt wird, nach mindestens N Taktschrit ten;
- - der Übergang in den Testzustand erfolgt nur bei einem aktiven Reset signal;
- - das Verlassen des Testzustands erfolgt nur bei einem aktiven Reset signal;
- - er kann mindestens drei Zustände annehmen.
Weiterhin sollten alle seiner möglichen Zustände definiert sein.
Die Abb. 3 zeigt ein Zustandsdiagramm des Zustandsautomaten für
die Bitkombination "001011010". Hier weist der Zustandsautomat acht
Zustände auf, die mit S0 bis S6 und mit Testmode bezeichnet sind. Er än
dert seinen Zustand immer mit einem ansteigenden Taktsignal.
Befindet sich der Zustandsautomat im Zustand S0 und liegt an seinem
Eingang TMin eine logische "0" an, so gibt er an seinem Ausgang TMode ei
ne logische "0" aus und setzt sich anschließend wieder in den Zustand S0.
Wird in diesem Zustand an den Eingang TMin eine logische "1" angelegt, so
gibt er an seinem Ausgang TMode eine logische "0" aus und setzt sich in
den Zustand S1. Bei einer nun am Eingang TMin des Zustandsautomaten
anliegenden logischen "1" gelangt dieser zurück in den Zustand S0, wäh
rend er bei einer am Eingang TMin anliegenden logischen "0" in den Zu
stand S2 gelangt. Das Ausgangssignal TMode ist dabei jeweils logisch "0".
Vom Zustand S2 gelangt der Zustandsautomat bei dem Anliegen einer logi
schen "0" zurück in den Zustand S0, während er bei einer logischen "1" am
Eingang TMin in den Zustand S3 gelangt. Das Ausgangssignal TMode ist
dabei jeweils logisch "0". Vom Zustand S3 gelangt der Zustandsautomat
bei einer am Eingang TMin anliegenden logischen "0" wieder in den Zu
stand S0, während er bei einer dort anliegenden logischen "1" in den Zu
stand S4 gelangt. Am Ausgang TMode liegt auch für diesen Fall ein logische
"0" vor. Bei einer nun am Eingang TMin anliegenden logischen "1" gelangt
der Zustandsautomat vom Zustand S4 wieder in der Zustand S0, während
er bei einer am Eingang TMin anliegenden logischen "0" in den Zustand S5
gelangt. Das Ausgangssignal TMode des Zustandsautomaten ist auch hier
wieder logisch "0". Wird im Zustand S5 eine logische "0" an den Eingang
TMin angelegt, so gelangt der Zustandsautomat wieder in den Zustand S0,
während er bei einer logischen "1" am Eingang TMin in den Zustand S6 ge
langt. Das Ausgangssignal TMode ist auch für diese Fälle wiederum lo
gisch "0". Wird im Zustand eine logische "1" an den Eingang TMin des Zu
standsautomaten angelegt, so gelangt dieser bei einer logischen "0" an sei
nem Ausgang TMode wieder in den Zustand S0. Wird jedoch im Zustand S6
eine logische "0" an den Eingang TMin des Zustandsautomaten angelegt,
so schaltet dieser seinen Ausgang TMode auf logisch "1" und gelangt in den
Zustand Testmode. Wird nun in diesem Zustand Testmode eine logische
"1" an den Eingang TMin des Zustandsautomaten angelegt, so bleibt der
Ausgang TMode auf logisch "1" und der Zustandsautomat setzt sich zu
rück in den Zustand Testmode. Wird in dem Zustand Testmode jedoch eine
logische "0" an den Eingang TMin des Zustandsautomaten angelegt, so
schaltet dieser seinen Ausgang TMode auf logisch "0" und gelangt wieder in
den Zustand S0.
Aus dieser Beschreibung des Zustandsdiagramms des Zustandsautoma
ten wird deutlich, daß dieser sich nach spätestens zwei Taktschritten bei
einer logischen "0" an seinem Eingang TMin im Zustand S0 befindet. Da
nach wird er durch die Bitkombination "1011010" in den Zustand Testmo
de gesetzt. In dem er bei einer logischen "1" an seinem Eingang TMin gehal
ten wird. Beim Umschalten in den Zustand Testmode wird jeweils eine logi
sche "1" am Ausgang TMode des Zustandsautomaten ausgegeben. Durch
eine logische "0" am Eingang TMin des Zustandsautomaten wird der Zu
stand Testmode wieder verlassen. Für die Bitkombination "001011010"
wird der Zustandsautomat also auf jeden Fall in den Zustand Testmode
umgeschaltet.
Durch die im Zustand Testmode am Ausgang TMode des Zustandsautoma
ten anliegende logische "1" wird durch Umschalten der jeweiligen Multi
plexer der Multiplexerschaltung 6 und der weiteren Multiplexerschaltung
7 das ASIC in den Testzustand umgeschaltet.
Da der Eingang TMin des Zustandsautomaten mit dem Reseteingang Re
setX des ASICs verbunden ist, kann auch kein ungewolltes Umschalten
des Zustandsautomaten in den Testmode und somit ein ungewolltes Um
schalten des ASICs in den Testzustand erfolgen, denn der Reseteingang
befindet sich im Betriebszustand auf dem Pegel logisch "1" und für einen
Reset auf dem Pegel logisch "0".
Weiterhin ist ein Zurücksetzen des ASICs mittels eines am Reseteingang
ResetX anliegenden Resetsignals noch ordnungsgemäß möglich. Durch
den Zustandsautomaten, der das ASIC in den Testzustand schalten kann,
wird also die ursprüngliche Funktion des ASICs nicht behindert.
Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Fig. 4 die Schaltung des Zu
sandsautomaten beschrieben, dessen Zustandsdiagramm in der Fig. 3
dargestellt ist.
Das an den Eingangsanschluß TMin angelegte Eingangssignal wird über
zwei Inverter 11, 12 an einen Eingangsanschluß eines NOR Gatters 13, an
einen Eingangsanschluß eines NAND Gatters 16, an einen Eingangsan
schluß eines exklusiv NOR Gatters 19, an einen Eingangsanschluß eines
NAND Gatters 20 und an einen Eingangsanschluß eines exklusiv NOR Gat
ters 24 angelegt. Der Ausgang des NOR Gatters 13 ist mit einem Eingang
eines NAND Gatters 15 verbunden, dessen Ausgang wiederum mit einem
Eingang eines NAND Gatters 17 verbunden ist. Der Ausgang des NAND
Gatters 17 ist an den Signaleingang eines Flip-Flops 18 angeschlossen,
dessen Ausgang mit einem zweiten Eingang des exklusiv NOR Gatters 19,
mit einem zweiten Eingang des NOR Gatters 13, mit einem Eingang eines
NOR Gatters 14, mit einem zweiten Eingang des NAND Gatters 20 und mit
einem Eingang eines NAND Gatters 25 verbunden ist. Der Ausgang des ex
klusiv NOR Gatters 19 ist mit einem Eingang eines NAND Gatters 21 und
mit einem Eingang eines NAND Gatters 29 verbunden. Der Ausgang des
NAND Gatters 29 ist mit dem Eingang eines Inverters 30 und mit einem
zweiten Eingang des NAND Gatters 17 verbunden. Der Ausgang des Inver
ters 30 ist mit dem Signaleingang eines Flip-Flops 31 und mit einem Ein
gang eines NOR Gatters 27 verbunden. Der Ausgang des NOR Gatters 27 ist
mit einem Signaleingang eines Flip-Flops 28 verbunden, dessen Ausgang
mit einem dritten Eingang des NAND Gatters 29, mit dem Steuereingang
eines Multiplexers 26 und mit einem dritten Eingang des NAND Gatters 20
verbunden ist. Der Ausgang des NAND Gatters 20 ist mit einem Eingang ei
nes NAND Gatters 22 verbunden, dessen Ausgang mit dem Eingang eines
Flip-Flops 23 verbunden ist. Der Ausgang des Flip-Flops 23 ist mit dem
zweiten Eingang des exklusiv NOR Gatters 24, einem dritten Eingang des
NAND Gatters 29, einem zweiten Eingang des NAND Gatters 21, einem
zweiten Eingang des NAND Gatters 15 und einem zweiten Eingang des NOR
Gatters 14 verbunden. Der Ausgang des NOR Gatters 14 ist mit einem zwei
ten Eingang des NAND Gatters 16 verbunden, dessen Ausgang mit einem
dritten Eingang des NAND Gatters 17 und mit einem ersten Eingang des
Multiplexers 26 verbunden ist. Der Ausgang des NAND Gatters 21 ist mit
einem zweiten Eingang des NAND Gatters 22 verbunden. Der Ausgang des
exklusiv NOR Gatters 24 ist mit einem zweiten Eingang des NAND Gatters
25 verbunden, dessen Ausgang mit einem zweiten Eingang des Multiple
xers 26 verbunden ist. Der Ausgang des Multiplexers 26 ist mit einem zwei
ten Eingang des NOR Gatters 27 verbunden. An die Takteingänge der Flip-Flops
18, 23, 28 und 31 wird über den Systemtakteingangspin Clk ein Sy
stemtaktsignal zugeführt. Am Ausgang des Flip-Flops 31 liegt das Aus
gangssignal TMode des Zustandsautomaten an.
In der Fig. 5 ist der Zustand des ASICs, des Zustandsautomaten und des
Ausgangssignals TMode des Zustandsautomaten in Abhängigkeit von dem
am Clk-Pin anliegenden Systemtaktsignal und dem am ResetX-Pin anlie
genden Resetsignal angegeben.
Der Zustandsautomat schaltet immer bei einer ansteigenden Flanke des
Systemtaktsignals Clk. Das bedeutet, daß bei dieser Flanke des System
taktsignals die jeweils für den Zustandsautomaten relevanten Eingänge
auf ihren logischen Zustand hin überprüft werden und dementsprechend
eine Zustandsänderung des Zustandsautomaten stattfinden kann.
Befindet sich zum Zeitpunkt T3, an dem das Systemtaktsignal eine auf
steigende Flanke aufweist, und zum Zeitpunkt T5, an dem das Systemtakt
signal die nächste aufsteigende Flanke aufweist, das Resetsignal auf ei
nem logischen Pegel "0", so schaltet der Zustandsautomat zum Zeitpunkt
T5 in den Zustand S0. Durch einen entsprechenden logischen Zustand des
Resetsignals jeweils zum Zeitpunkt aufeinanderfolgender ansteigender
Flanken des Systemtaktsignals gelangt der Zustandsautomat über die Zu
stände S1 bis S6 in den Zustand Testmode. Hier wird durch die Änderung
des logischen Pegels des TMode-Signals von logisch "0" auf logisch "1" das
ASIC in den Testzustand gesetzt. Dieser wird so lange aufrechterhalten,
wie das Resetsignal auf logisch "1" liegt, oder das Systemtaktsignal Clk
keine aufsteigende Flanke aufweist. Weist das Resetsignal bei einer auf
steigenden Flanke des Systemtaktsignals den logischen Zustand "0" auf,
so schaltet sich der Zustandsautomat wieder in den Zustand S0, wobei das
Ausgangssignal TMode des Zustandsautomaten auf logisch "0" wechselt,
wodurch der Zustand des ASICs vom Testzustand in den Rücksetzzustand
wechselt. Bei einem Resetsignal mit dem logischen Pegel "1" wird der Zu
stand des ASICs in den Betriebszustand geschaltet und der Zustand des
Zustandsautomaten wechselt bei jeder aufsteigenden Flanke des System
taktsignals von dem Zustand S0 in den Zustand S1 oder umgekehrt.
Auf diese Weise kann durch die Verwendung eines funktionalen Pins, an
dem aufgrund seiner Funktion ein Steuersignal anliegt, zwischen diesem
Steuersignal und einem weiteren Steuersignal unterschieden werden, das
das ASIC in den Testzustand schaltet.
Natürlich können für eine solche Umschaltung durch eine Schaltung, die
zwischen zwei verschiedenartigen Signalen unterscheiden kann, auch Zu
standsautomaten mit anderen Zustandsübergängen und einem anderen
anzulegenden Bitmuster oder andere Erkennungsschaltungen verwendet
werden, die auf nichtdigitale Steuersignale ansprechen.
Claims (17)
1. Integrierte Schaltung, mit
- - Datenein- und -ausgängen (Data(0), Data(1), Data(2), Data(3), Da taO(0), DataO(1)), und
- - einem Steuereingang (ResetX) zum Empfang eines ersten Steuer signals zwecks Umschaltung der integrierten Schaltung zwischen einem Betriebszustand und einem Testzustand,
dadurch gekennzeichnet, daß die integrierte Schaltung eine mit dem Steu
ereingang (ResetX) verbundene Erkennungsschaltung (5) aufweist, die
zwischen dem ersten Steuersignal und einem zweiten Steuersignal unter
scheidet, und die in Abhängigkeit des ersten Steuersignals die integrierte
Schaltung zwischen Betriebszustand und Testzustand umschaltet.
2. Integrierte Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuereingang (ResetX) ein Reset-Eingang ist und das zweite Steu
ersignal Information über ein Setzen und Rücksetzen von Schaltungs
blöcken (1, 2) der integrierten Schaltung umfaßt.
3. Integrierte Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Erkennungsschaltung (5) in Übereinstimmung mit dem ersten
Steuersignal wenigstens einen der Datenausgänge (DataO(0), DataO(1))
mit einem ersten oder zweiten Schaltungsblockausgang (Dout, L2out) ver
bindet.
4. Integrierte Schaltung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Erkennungsschaltung (5) in Übereinstimmung mit dem
ersten Steuersignal die Eingänge (Adr, Din, R/Wb) eines Schaltungs
blocks (3) mit den Ausgängen (L1out) eines anderen Schaltungsblocks (1)
oder mit den Dateneingängen (Data(0), Data(1), Data(2), Data(3)) verbin
det.
5. Integrierte Schaltung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeich
net, daß der erste Schaltungsblockausgang der Ausgang (L2out) einer Lo
gikschaltung (2) und der zweite Schaltungsblockausgang der Ausgang
(Dout) eines Massenspeichers (3) sind.
6. Integrierte Schaltung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der erste Schaltungsblockausgang der Ausgang (L2out) einer
Logikschaltung (2) und der zweite Schaltungsblockausgang der Ausgang
(Nandtreeout) einer wenigstens die Dateneingänge (Data(0), Data(1), Da
ta(2), Data(3)) überprüfenden Logikschaltung (4) sind.
7. Integrierte Schaltung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die wenigstens die Dateneingänge (Data(0), Data(1), Data(2), Data(3))
überprüfende Logikschaltung (4) ein alle Eingänge (Data(0), Data(1), Da
ta(2), Data(3), Clk, ResetX) überprüfender Nandtree ist.
8. Integrierte Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Erkennungsschaltung (5) ein Zustandsautomat ist.
9. Integrierte Schaltung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zustandsautomat (5) ein Systemtaktsignal empfängt.
10. Integrierte Schaltung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeich
net, daß das erste Steuersignal ein mehrere Bits umfassendes Bitmuster
ist.
11. Integrierte Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das zweite Steuersignal ein Ein-Bit-Signal ist.
12. Integrierte Schaltung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zustandsautomat (5) keinen asynchronen Reset
besitzt.
13. Integrierte Schaltung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zustandsautomat (5) wenigstens drei Zustände
annehmen kann.
14. Integrierte Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Test Zustand bei einem aktiven Reset Signal er
reicht wird.
15. Integrierte Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß der Test Zustand bei einem aktiven Reset Signal ver
lassen wird.
16. Integrierte Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß sie eine anwenderspezifische integrierte Schaltung
ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19624858A DE19624858A1 (de) | 1996-06-21 | 1996-06-21 | Integrierte Schaltung mit Testfunktion |
| US08/876,673 US6229328B1 (en) | 1996-06-21 | 1997-06-16 | Integrated circuit with a test function implemented by circuitry which identifies the presence of a control signal |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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