DE1962104A1 - Schnittwerkzeuge in Form von rotierenden Rollwerkzeugen - Google Patents
Schnittwerkzeuge in Form von rotierenden RollwerkzeugenInfo
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Classifications
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Description
- It ßchnittwerkzeuge in Form von rotierenden Rollwerkzeugen Die Erfindung bezieht sich auf Schnittwerkzeuge in Form von rotierenden Rollwerkzeugen, welche aus Walzen oder Rollen mit St@@peln und korrespondierenden Matrizen zum Stanzen von Ausnehmungen in st;anzfähigem Material während des Durchlaufs best;ehen, insbes. zur Fertigung von Rolladenstäben.
- Solche Schnittwerkzeuge für sogen. Rollschnitte sind bekannt. Hierzu werden zwei gleich große Walzen oder Rollen, deren Achsen bei horizontalem Naterialdurchlauf senkrecht; übereinander angeordnet sind und welche am Umfang mit beim Rollschnltt; ineinandergreifende Stempel bzw. Matrizen besetzt; sind, verwendet. Hierbei findet; eine große Zahl sol cher Elementenpaare (Stempel und Matrizen) bei verhältnismäßig großen Durchmessern der Walzen oder Rollen über den Umfang verteilt Anwendung. Es wurden bisher große Walzen-bzw. Rollend(ichmesser gewählt, um eine Angleichung der Verhältnisse an das senkrechte Stanzen zu erreichen und mit die Eingriffs- und Schnittverhältnisse überschaubar zu halten. Hierdurch ergibt sich jedoch ein großer Aufwand an Schnittwerkzeugen, welche sehr genau zueinander eingerichtet sein müssen, um eine Berührung der gegenseitigen Schnittkanten zu vermeiden. Auch beim Nachschleifen sind die bekannten Ausführungen dementsprechend aufwendig und teuer.
- Diese Nachteile werden nun u.a. bei den erfindungsgemäßen ßchnittwerkzeugen in Form von rotierenden Rollwerkzeugen dadurch behoben, daß die Stempel der einen Stanzrolle mindestens an ihren vorderen und hinteren Schnittkanten so verkürzt sind, daß diese beim Uberrollen des zwischen beiden Rollen durchlaufenden, stanzfähigen Materials nicht in die zugehörigen Matrizen der anderen Stanzrolle eintauchen.
- Hierbei sind zweckmäßigerweise die Stirnflächen der Stempel ausgebaucht, insbes. in Form einer Kreiszylinderfläche mit gegenüber dem Radius der vorderen und hinteren Schnittkanten v*»kleinertem Radius. Hierdurch kann auch bei verkürzten Schnittkanten ein Auswafea des ausgestanzten Materials aus den Matrizen erfolgen; im anderen Falle können hierzu an sich bekannte Auswerfvrrichtungen eingebaut werden.
- Das bei Rollschnitten leicht auftretende, durch Reibung hervorgerufene Hochgehen des stanzbaren Materials am Einschnitt beim rollenden Herausfahren des Stempels wird durch das erfindungsgemäße Verkürzen der Schnittkanten dr Stempel weitgehend beseitigt. Dies läßt sich erfindungsgemäß noch verbessern durch eine Beschleuniguzig der Rollwerkzeuge beim Rollstanzvorgang, insbes, beim jeweiligen Ausfahren des Stempels aus dem stanzbaren Material, wobei die erhöhte Geschwindigkeit der Rollen mit dem Eintauchen des Folgestempels in das stanzbare Material wieder reduziert wird. Auch kann nur die Stempelrolle eine Beschleunigung beim Rollstanzvorgang erfahren, Schließlich kann das Abbiegen des durchlaufenden, zu stanzenden Materials bei Beginn des Rollstanzvorgangs dadurch vermieden werden, daß die Matrizenrolle gegenüber der Stempelrolle versetzt ist, derart, daß bei in das stanzbare Material eintauchendem Stempel das Material schon der Matrizenrolle anliegt.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung sind sodann an Hand der Zeichnung beschrieben und zwar zeigen: F i g 0 1 bis 7 schematische Ansichten von erfindungsgemäßen Ausführungsformen.
- Beim ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist eine Patrizentolle 1 mit Stempeln 2 dargestellt, welcher eine Natrizenrolle 3 mit Schltzausnehmungen 4 zugeordnet ist. Zwischen beiden Stanzrollen 1,3 läuft der Materialstxifen 5, beispielsweise zur Fertigung von Rolladenstäben, hindurch, wobei Stanzschlitze 6 erzeugt werden. In Figur 1a ist beispielsweise ein Streifenstück 5 mit Stanzschlitz 6 gezeigt.
- Gemäß der Erfindung tauchen nun beim ueberrollen des zwischen beiden Stanzrollen 1 und 3 durchlaufenden Materialstreifens 5 die Stempel 2 der Fatrizenrolle 1 beim Rollenstanzvorgang nicht in die Schlitzausnehmungen 4 der Matrizenrolle 3 ein.
- Hierdurch wird eine zeitraubende Justierung der Stempel 2 bei der Fertigung und beim Nachschliff solcher Patrizenrolletr vermieden und es kann auch keine gegenseitige Beschädigung der Schnittkanten mehr erfolgen, wenn der Gleichlauf beider Stanzrollen 1 und 3 um Kleinigkeiten variiert.
- Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach Figur 2 sind die Stempel 2 an ihren Stirnflächen bei 7 ausgebaucht, insbes.
- in Form einer Kreiszylinderfläche mit gegenüber dem Radius der vorderen und hinteren Schnittkanten verkleinertem Radius.
- Auch hierbei sind die vorderen und hinteren Schnittkanten der Stempel 2 so verkürzt, daß diese beim ueberrollen des zwischen beiden Stanzrollen 1 und 3 durchlaufenden Materials 5 nicht in die zugehörigen Schlitzausnehmungen 4 eingreifen, während die Ausbachungen 7 hierbei eingreifen und dadurch als Auswerfer für das ausgestanzte Material dienen können.
- Beim dritten Aus führungsbeis piel nach Figur 3 ist ein solches Verhältnis vom Abstand a der Stempel 2 zum Durchmesser d der Rollwerkzeuge 1 und 3 gewählt, daß immer nur ein Stempel 2 im Eingriff mit dem stanzbaren Material 5, d.h. zur Anbringung der Schlitzstanzung 6 steht. Hierdurch werden sonst mögliche Verklemmungen, Verschiebungen oder Eindrückungen am Material 5 während des Rollstanzvorgangs vermieden.
- Diese unerwünschten Erscheinungen können auch weitgehend beseitigt werden durch eine Beschleunigung der Rollwerkseuge beim Rollstanzvorgang, inßbes. beim jeweiligen Ausfahren des Stempels aus dem stanzbaren Material, wobei auch nur die Stempelrolle eine Beschl.wiigung erfahren kann. Diese erhöhte Umlauf-Geschwindigkeit der Rollen wird zweckmäßiger weise wieder reduziert mit dem Eintauchen des Folgestempels in das stanzbare Material, d.h. der Abbremseffekt wird vorteilhafterweise gleich in Schnittkaft umgesetzt.
- Beim vierten Ausführungsbeispiel nach Figur 4 ist die Matrizenrolle 3 gegenüber ders Stempelrolle 1 um das Stück b versetzt, so daß bei in das stanzbare Material 5 eintauchendem Stempel 2 das Material 5 schon der Matrizenrolle 3 anliegt, wie dies aus der Zeichnung deutlich wird. Somit wird das Material neben den Stanzsschlitzen nicht, wie sonst üblich, nach unten gedrückt, was unerwünschte Materialverformungen mit sich bringt.
- Beim fünften Ausführungsbeispiel nach Figur 5 ist schließlich eine Patrizenrolle 1 mit Stempeln 8 gezeigt, wobei die Stempelachsen in Durchlaufrichtung um den Winkel g geneigt sind, so daß sich vorzugsweise an der Einlaufseite eine Hinterschneidung der Schnittfläche ergibt, welche ein Wegschieben des Materials 5 beim Beginn des Rollstanzvorgangs verhindert, ie dies aus der Zeichnung verdeutlicht wird.
- In Figur 6 ist sodann gezeigt, wie Stempels 2 und Matrizen 4 mittels Träger 9,10 an den lagerrollen 11 bzw. 12 z.B. durch Verschrauben bei c auswechselbar angebracht sind, wobei die Zahnräder 13,14 für den Gleichlauf sorgen. Hierdurch wird das einfache Auswechseln der Rollwerkzeuge für verschiedene Stanzschnitte oder auch zum Nachschleifen erreicht, ohne daß die Maschine für längere Zeit stillgesetzt werden müßte.
- In Fig. 7 ist schließlich gezeigt, wie das stanzbare Material in Form eines Bandes 15 um die Natrizenrolle 16 läuft, wobei zwei Patrizenrollen 1?,18 mit Stempeln 19,20 vorgesehen sind. Hierdurch lassen sich, wie ersichtlich im überschlagenden Schnitt dichte Schnittfolgen 21 erreichen. Eine solche Ausführung eignet sich allerdings nur für flexibles bzw. biegsames Streifenmaterial 15. Hierbei ergibt sich eine Materialversteifung beim Schnitt sowie eine Verkürzung des Stempeleingriffs beim Stanzvorgang, was an sich beides erwünscht ist.
Claims (9)
- Patentansprüche:Schnittwerkzeuge in Form von rotierenden Rollwerkzeugen, welche aus Walzen oder Rollen mit Stempeln und korrespondierenden Matrizen zum Stanzen von Ausnehmungen in stanzfähigem Material während des Durchlaufs bestehen, insbes. zur Fertigung von Rolladenstäben, dadurch gekennzeichnet, daß die Stempel der einen Stanzrolle mindestens an ihren vorderen und hinteren Schnittkanten so verkürzt sind, daß diese beim Ueberrollen des zwischen beiden Rollen durchlaufenden Materials nicht in die zugehörigen Matrizen der anderen Stanzrolle eintauchen.
- 2. Schnittwerkzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die Stirnflächen der Stempel ausgebaucht sind, insbes. in Form einer Kreiszylinderfläche mit gegenüber dem Radius der vorderen und hinteren Schnittkanten verkleinertem Radius.
- 3. Schnittwerkzeuge, insbes. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein solches Verhältnis vom Stempelabstand zum Durchmesser der Rollewerkzeuge gewählt ist, daß immer nur ein Stempel in Eingriff mit dem stanzbaren Material steht.
- 4. Schnittwerkzeuge, insbes. nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Beschleunigung der Rollwerkzeuge beim Rollstanzvorgang, insbes. beim jeweiligen Ausfahren des Stempels aus dem stanzbaren Material,
- 5. Schnittwerkzeuge nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Stempelrolle eine Beschleunigung beim Roli*anzvorgang erfährt.
- 6. Schnittwerkzeuge nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erhöhte Geschwindigkeit der Rolle(n) mit dem Eintauchen des Folgestempels in das stanzbare Material wieder reduziert wird.
- 7. Schnittwerkzeuge, insbes. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrizenrolle gegenüber der Stempelrolle versetzt ist, derart, daß bei in das stanzbare Material eintauchendem Stempel das Material schon der Natrizenrolle anliegt.
- 8. Schnittwerkzeuge, insbes. nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Neigung der ßtempelachaen in Durchlaufrichtung, derart, daß sich vorzugsweise an der Einlaufseite eine Iiint.rschn.idung der Schnittfläche ergibt.
- 9. Schnittwerkzeuge, insbes, nach einem der vohBrgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stempel und/oder Matrizen an einem auswechselbar an den Rollen befestigbaren Träger sitzen.lOo Schnittwerkzeuge, insbes. nach einem der vohergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das stanzbare Material in Form eines Bandes um die Matrizenrolle läuft und gegebenenfalls eine Matrizenrolle jit mehreren Stempelrollen zusammenarbeitet.Leerseite
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| DE1962104A1 true DE1962104A1 (de) | 1971-06-16 |
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|---|---|
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Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2335966A1 (de) * | 1972-07-17 | 1974-02-07 | Comalco S & S Pty Ltd | Verfahren und vorrichtung zum schlitzen von metallstreifen |
| EP0492428A3 (en) * | 1990-12-22 | 1992-08-26 | Westaflexwerk Gmbh & Co. Kg | Device for punching strips of foils or sheets |
| DE9417564U1 (de) * | 1994-11-02 | 1994-12-22 | Hallabrin, Erwin, 72827 Wannweil | Vorrichtung zum Einbringen von Öffnungen in Bleche |
| EP0976471A3 (de) * | 1998-07-22 | 2003-04-16 | Schuler Pressen GmbH & Co. KG | Rotationsumformmaschine |
| US7661615B2 (en) | 2004-10-20 | 2010-02-16 | TRUMPF Werkzeugmachinen GmbH + Co. KG | Grid cutting device |
-
1969
- 1969-12-11 DE DE19691962104 patent/DE1962104A1/de active Pending
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