DE19621564A1 - Vorrichtung zum vertikalen Stapeln von Druckprodukten - Google Patents
Vorrichtung zum vertikalen Stapeln von DruckproduktenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum im
wesentlichen vertikalen Stapeln von Druckprodukten.
Aus der DE-A-31 26 807 ist ein Stangenstapler für gefalzte
Druckbögen bekannt, bei dem die Druckbögen am Ende einer För
derstrecke in eine Vorstapeleinrichtung abgeworfen werden.
Über dieser Vorstapeleinrichtung ist eine Einrichtung zum
Einlegen von Endplatten vorgesehen. Im unteren Bereich, in
dem der Stapel, d. h. die sogenannte "Stange" ausgebildet
wird, ist eine Absenkeinheit auf- und abverfahrbar, wobei an
dieser Stelle auch eine Preßeinrichtung und eine Bindeein
richtung vorgesehen sind.
Aus der US-A-3 115 090 ist eine Packmaschine bekannt, die
einen Drehtisch verwendet, der von seiner Unterseite be- und
entladen wird. Aus einer Vorstapeleinrichtung wird dabei ein
vorgestapelter Teilstapel auf einen Hubtisch geschoben, der
den Vorstapel nach oben in den Drehtisch fördert. Nach Errei
chen einer vorbestimmten Anzahl von Teilstapeln dreht sich
das Tisch und ein leerer Sammelschacht tritt an die Stelle
des gefüllten. Der gefüllte Sammelschacht wird in eine Preß
station gedreht, in der auch ein manuelles oder automati
sches Binden erfolgen kann.
Aus der DE-A-31 25 370 ist ein Senkrechtstapler bekannt, bei
dem die Vorstapeleinrichtung als Karussell ausgebildet ist.
Hierbei ist der Boden des Stapelkorbes in Form eines Hubti
sches ausgebildet, der hydraulisch angehoben und abgesenkt
werden kann.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum verti
kalen Stapel von Druckprodukten zu schaffen, die bei kompak
tem Aufbau eine rasche und zuverlässige Arbeitsweise gewähr
leistet.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des
Anspruchs 1.
Durch die auf dem Karussell angeordneten Stapelkörbe läßt
sich ein kontinuierliches Bilden von Stapeln, sog. Stangen,
bei höchsten Geschwindigkeiten erzielen. Nach Fertigstellung
einer Stange wird das Karussell verschwenkt und der gefüllte
Stapelkorb befindet sich unter der peripher und stationär an
geordneten Preßgabel, so daß die darin befindliche Stange
gepreßt werden kann. Gleichzeitig befindet sich nun unter
der Vorsammeleinrichtung ein leerer Stapelkorb, der befüllt
werden kann. Erfindungsgemäß wird also nicht im Bereich der
Vorsammeleinrichtung sondern in einer davon getrennt ausge
bildeten Preßstation gepreßt.
Durch die beiden Niederhalteeinrichtungen, die im Bereich
der Vorsammeleinrichtung und auf dem Karussell vorgesehen
sind, läßt sich erfindungsgemäß eine gerade Ausrichtung der
Stange, d. h. der aufeinandergestapelten Druckprodukte, erzie
len. Da die erfindungsgemäße Vorrichtung kein Kreuzlegen der
zu stapelnden Produkte vorsieht, kann ab einer bestimmter
Anzahl von aufeinanderliegender Produkte insbesondere bei
Druckprodukten mit Falz aufgrund des Falzes ein "Hochbiegen"
auftreten, wenn die Oberseite der Stange nicht von oben
gehalten wird. Während des Befüllens des Sammelschachtes der
Vorsammeleinrichtung wird dieses Niederhalten durch die
ständig nachfolgenden Produkte ausgeübt. Wenn in dem in die
Vorsammeleinrichtung eintretenden Produktstrom jedoch eine
Unregelmäßigkeit auftritt, beispielsweise weil die gewünsch
te Stangenhöhe erreicht ist, läßt der Fülldruck nach, da
sich die gebildete Stange weiter absenkt, jedoch von oben
keine weiteren Produkte nachfolgen. Um zu diesem Zeitpunkt
ein Hochbiegen des oberen Stapelbereiches zu vermeiden, d. h.
um eine ebene Oberfläche des Stapels bzw. der Stange auf
rechtzuerhalten, ist erfindungsgemäß die erste Niederhalte
einrichtung vorgesehen, die zu diesem Zeitpunkt auf der
Oberseite der Stange angreift und die obersten Druckprodukte
niederhält. Damit die positive Wirkung dieser ersten Nieder
halteeinrichtung beim Transport der Stange zu der Preßsta
tion nicht verloren geht, ist erfindungsgemäß eine zweite
Niederhalteeinrichtung vorgesehen, die auf dem Karussell
angeordnet ist und die den gebildeten Stapel bzw. die gebil
dete Stange während des Transports zur Preßstation weiterhin
niederhält. Somit kann sich die gestapelte Stange von Anbe
ginn bis hin zum Pressen und dem darauffolgenden Umreifen
nicht ausdehnen oder aufbiegen, wodurch eine vollkommen
gerade Stange geschaffen ist, die bei der späteren Weiter
verarbeitung keinen Ausschuß produziert.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Un
teransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen beschrie
ben.
So kann die erste Niederhalteeinrichtung mehrere Niederhal
ter aufweisen, die an verschiedenen Seiten des Sammelschach
tes angeordnet sind. Hierdurch wird die Oberseite der Stange
gleichmäßig niedergehalten, da an den verschiedenen Seiten
des Sammelschachtes durch die Niederhalter auf die Stangen
oberseite gedrückt wird. Ebenso kann die zweite Niederhalte
einrichtung mehrere Niederhalter aufweisen, die an verschie
denen Seiten der Stapelkörbe angeordnet sind. Auch hierdurch
ergibt sich eine absolut ebene, d. h. horizontale Ausrichtung
der Stangenoberseite und damit eine insgesamt geradlinige
und fluchtende Ausrichtung der Stange.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die
erste Niederhalteeinrichtung im Bereich des Sammelschachtes
und auch über den Sammelschacht hinaus nach unten axial
bewegbar. Hierdurch läßt sich der im Sammelschacht gebildete
Vorstapel sogar dann noch niederhalten, wenn dieser Stapel
den Sammelschacht bzw. die Vorsammeleinrichtung bereits
verlassen hat. Auch ist es vorteilhaft, wenn die erste Nie
derhalteeinrichtung in eine Stellung oberhalb einer Produkt
zuführung bewegbar ist, da dann diese Niederhalteeinrichtung
sehr schnell abgesenkt werden kann, um das oberste Produkt
einer zu bildenden Stange niederzuhalten.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist die zweite
Niederhalteeinrichtung axial bewegbar, wobei sich deren Bewe
gungsbahn mit der axialen Bewegungsbahn der ersten Nieder
halteeinrichtung überlappt. Hierdurch läßt sich die Obersei
te der gebildeten Stange sowohl im Bereich der Vorsammelein
richtung wie auch nach Verlassen der Vorsammeleinrichtung
und während des Weitertransports auf dem Karussell ständig
niederhalten, da die beiden Niederhalteeinrichtungen sich
abwechseln. Hierbei ist zunächst die stationäre erste Nieder
halteeinrichtung wirksam bis die Stange die Vorsammelein
richtung verlassen hat. Im Anschluß daran, kann die zweite,
auf dem Karussell verfahrbare Niederhalteeinrichtung wirksam
werden und die erste Niederhalteeinrichtung kann deaktiviert
werden.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die axiale Bewe
gungsbahn der zweiten Niederhalteeinrichtung über den oberen
Rand der Stapelkörbe hinausgeht, da dann der Überlappungs
bereich zwischen den beiden Niederhalteeinrichtungen in dem
Zwischenraum zwischen der Vorsammeleinrichtung und dem
Stapelkorb gebildet ist.
Nach einer weiteren Ausführung der Erfindung kann eine End
plattenzuführung vorgesehen sein, die oberhalb des unteren
Endpunktes der ersten Niederhalteeinrichtung und vorzugs
weise oberhalb des oberen Endpunktes der zweiten Niederhalte
einrichtung angeordnet ist. Durch eine so angeordnete End
plattenzuführung läßt sich eine obere Endplatte so zuführen,
daß diese zunächst auf der vollständig abgesenkten oberen
Niederhalteeinrichtung aufliegt. Im Anschluß daran kann die
zweite Niederhalteeinrichtung aktiviert werden, so daß diese
gegen die aufgelegte obere Endplatte drückt. Hierauf kann
die erste Niederhalteeinrichtung deaktiviert werden, d. h.
die zugeordneten Niederhalter können aus der Stange entfernt
werden, so daß die Stange nur noch von der zweiten
Niederhalteeinrichtung niedergehalten wird, die nun jedoch
nicht mehr das oberste Produkt sondern die obere Endplatte
berührt.
Die Niederhalteeinrichtungen können als Niederhalter zumin
dest eine seitlich verschwenkbare Platte und zumindest einen
verschwenkbaren Haken aufweisen. Die seitlich verschwenkbare
Platte läßt sich vorteilhaft an den Stellen des Stapels ein
setzen, an denen der Stapel keine zu großen inneren Kräfte
erzeugt, beispielsweise auf der Gegenfalzseite. Umgekehrt
läßt sich ein verschwenkbarer Haken vorteilhaft auf der Falz
seite eines Druckproduktes einsetzen, da dort die auftreten
den Kräfte größer sind und von einem verschwenkbaren Haken
aufgrund der Hebelverhältnisse besser kompensiert werden
können.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist dadurch gegeben,
daß die Einrichtung zum Zuführen von Endplatten eine Endplat
ten-Ausgabeeinrichtung aufweist, die zwischen einer Vorsam
meleinrichtung und einem sich in dem Karussell in Füllposi
tion befindlichen Stapelkorb angeordnet ist. Durch diese
besondere Anordnung ist ein sehr einfaches Einbringen einer
Endplatte möglich, da während des Vorsammelns in der Vor
sammeleinrichtung genügend Zeit verbleibt, um zum einen den
leeren Stapelkorb in Position zu bringen und zum anderen
eine Absenkeinrichtung in ihre Aufnahmeposition hochzufah
ren. Die Endplatten-Ausgabeeinrichtung ist vorteilhafter
weise in der Höhe der oberen Warteposition der Absenkeinrich
tung angeordnet und befindet sich somit unterhalb einer Vor
sammelauflage, die in dem Sammelschacht angeordnet ist. Die
Endplatte kann dadurch ungestört auf einer Absenkeinrichtung
abgelegt werden, während der bereits gebildete Teilstapel
noch von der Vorsammelauflage der Vorsammeleinrichtung gehal
ten wird.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann ein
Andruckband vorgesehen sein, das im wesentlichen über der
Vorsammeleinrichtung angeordnet ist. Hierdurch ist ein beson
ders gutes Ausrichten der Druckprodukte in dem Sammelschacht
gewährleistet, da die einzelnen Druckprodukte nicht ledig
lich in den Vorsammelschacht "hineinfallen", sondern mit
Hilfe des Andruckbandes von der Förderbahn abgezogen werden
und bis an eine Innenwand des Vorsammelschachtes bewegt
werden.
Von Vorteil ist eine Verfahrensweise, bei der die Absenkein
richtung nach oben in die Aufnahmeposition gefahren wird,
unmittelbar nachdem ein gefüllter Stapelkorb die Füllposi
tion verlassen hat, und ihre Aufnahmeposition einnimmt,
gleichzeitig mit oder kurz bevor ein leerer Stapelkorb die
Füllposition erreicht hat. Dabei ist es vorteilhaft, wenn
der Stapelkorb in seiner in Drehrichtung vorderen Seitenwand
im oberen Bereich eine Ausnehmung für den seitlichen Durch
tritt einer Absenkgabel aufweist. Durch eine solche Maßnahme
ist ein schnellerer Befüllungstakt des Stapelkorbes möglich.
Die Absenkgeschwindigkeit der in einer Schienenführung mit
tels eines Kettentriebes auf- und abfahrbaren Absenkgabel
ist vorteilhafterweise in Abhängigkeit von der Produktstrom
geschwindigkeit und dem Funktionsablauf der Vorsammelauflage
variabel steuerbar.
Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung rein beispielhaft
anhand vorteilhafter Ausführungsformen und unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei ausdrück
lich darauf hingewiesen sei, daß einzelne Merkmale der Erfin
dung auch unabhängig von den übrigen Merkmalen vorteilhaft
sein können.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrich
tung zum vertikalen Stapeln von Druckpro
dukten,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Karussell mit den
Stapelkörben,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung der Vorsammel
einrichtung,
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Positionen
der Niederhalter auf einem Stapel von Druck
produkten.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zum Stapeln von in
einem Schuppenstrom 14 angelieferten Druckprodukten weist
eine Einlaufanordnung 2 und daran anschließend, etwas unter
halb angeordnet, eine Vorsammeleinrichtung 4 auf. Vor der
Einlaufanordnung 2 ist eine Verzögerungseinrichtung 13 ange
ordnet, die ablaufgesteuert eine Unregelmäßigkeit in der
Schuppe erzeugt.
Die Vorsammeleinrichtung 4 ist mit einer vertikal verfahr
baren Vorsammelauflage in Form eines Rechens 17 ausge
stattet, der in den Schuppenstrom hineingefahren und aus dem
Fallschacht 18 der Vorsammeleinrichtung 4 herausgezogen
werden kann, wenn er eine unterste Position erreicht hat. Im
oberen Bereich des Vorsammelschachtes 18 ist eine Lagen-Rüt
telvorrichtung 5 angeordnet, die den daran vorbeitranspor
tierten Bereich des Vorsammelstapels ausrichtet.
Die in Fig. 1 dargestellte Stapelvorrichtung besitzt ferner
zwei auf einem Karussell 6 angeordnete Stapelkörbe 7, die
bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel diametral gegen
überliegend angeordnet sind. Mit dem in Füllstellung angeord
neten (rechten) Stapelkorb 7 wirkt eine Absenkeinrichtung 46
zusammen, die eine auf- und abverfahrbare Absenkgabel 24
aufweist. Die Absenkgabel 24 ragt während des Stapelvorgangs
in den Schacht des Stapelkorbs 7 hinein und kann durch den
entsprechend gestalteten Boden 40 des Stapelkorbs nach unten
hindurchtreten.
Auf der der Füllposition gegenüberliegenden Seite befindet
sich der Stapelkorb 7 in seiner Preßposition und wirkt an
dieser Stelle mit einer Preßeinheit 10 zusammen. Der Preß
einheit 10 ist eine Bindeeinheit 11 zugeordnet, mit der nach
dem Zusammenpressen ein Verpackungsband um den Produktstapel
herumgeschlungen wird, der sich in dem (linken) Stapelkorb 7
befindet.
Die Anordnung der Absenkeinrichtung 46, der Preßeinheit 10
und der Bindeeinheit 11 ist stationär und peripher
(satellitenartig) am Rand der Bewegungsbahn der Stapelkörbe
7 außerhalb der Karusselleinrichtung 6 vorgesehen.
Fig. 1 zeigt ferner schematisch einen ebenfalls stationär
angeordneten Endplattenlift 9, der einen wesentlichen Be
standteil einer Einrichtung zum Einlegen von Endplatten
darstellt. Der Endplattenlift ist nach Art eines Paterno
ster-Lifts konstruiert und ist radial hinter der Absenkein
richtung 46 angeordnet. Dabei erstreckt er sich seitlich im
wesentlichen entlang der Höhe des Stapelkorbes 7.
Oberhalb des Plattenliftes 9 ist eine Einrichtung zum Zufüh
ren von Endplatten angeordnet. Im Verhältnis zur Gesamtan
lage befindet sich diese Einrichtung 12 zwischen der Vorsam
meleinrichtung 4 und einem sich in der Karusselleinrichtung
6 in Füllposition befindlichen Stapelkorb 7. Die Endplatten
zuführung 12 ist dabei in Höhe der oberen Position der Ab
senkgabel 24 sowie der Warteposition des Plattenlifts 9
angeordnet und weist eine Förderbandanordnung auf, die sich
von dem Plattenlift 9 über die Absenkmechanik bis zum
Schacht des Stapelkorbes 7 erstreckt. Die Förderbandanord
nung fördert mittels eines Zahnriemens eine Endplatte 23,
die von unten gegen den Zahnriemen gedrückt wird. Dies kann
entweder durch Hintergreifen mittels eines Mitnehmers erfol
gen, oder bei entsprechender Ausgestaltung der dem Platten
stapel zugewandten Seite im Reibschluß über eine Schienen
führung auf die Absenkgabel 24, die sich auf gleicher Höhe
mit der Schienenführung bereits in Warteposition in dem
Stapelkorb 7 befindet.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Stapelkörbe, die sich
auf der Karusselleinrichtung 6 befinden. Ein Stapelkorb ist
dabei im wesentlichen als Schacht mit einem festen Boden 40,
einer verstellbaren Rückwand 38 und verstell- bzw. abklapp
baren Seitenwänden 39 ausgebildet, d. h. der Stapel ist im
Stapelkorb allseitig geführt. Die Seitenwände 39 sind dabei
seitlich abklappbar, um nach erfolgter Umreifung die Stange
seitlich aus dem Stapelkorb herausschieben zu können.
Zur Verstellung der Wände 38, 39 ist jeweils ein manuell
und/oder kraftgetriebener kombinierter Zahnriemen/Zahnstan
genantrieb oder ein Gewindetrieb 38′, 39′ vorgesehen.
Die Verstellung der jeweiligen Rückwände 38 zweier Stapel
körbe 7 bzw. die Verstellung einander zugeordneter Seiten
wände 39 eines Stapelkorbs geschieht jeweils synchron der
art, daß bei Betätigung des entsprechenden Antriebs beide
Rückwände 38 gleichzeitig verschoben werden. Ebenso verhält
es sich bei den Seitenwänden 39, so daß bei Betätigung des
entsprechenden Stelltriebes beide Seitenwände eines Korbs
gleichzeitig einrichtbar sind.
Der Boden 40 eines Stapelkorbs weist eine Durchgangsöffnung
41 für die Absenkgabel 24 auf. Die Durchgangsöffnung 41 ist
dabei so bemessen, daß auch in der Verpackungsstellung ge
nügend Raum vorhanden ist, damit ein Umreifungsband um die
Stange geschlungen werden kann. Auf dem Boden 40 ist ein
Gleitblech verschraubt, das ein leichtes Ausschieben der
Stange aus dem Korb ermöglicht. Unter dem Boden 40 sind
Gleitbahnen angebracht, die im Zusammenwirken mit Führungsor
ganen der Vorrichtung die Drehung des Karussells ermögli
chen.
Wie Fig. 2 zeigt, ist im Bereich der Rückwand ein Führungs
kanal 42 für das Verpackungsband als eine selbständige Ein
heit ausgebildet, die auch bei einer Verschiebung der Rück
wand ihre Position unverändert beibehält. Auf diese Weise
ist gewährleistet, daß die Bindeeinrichtung 11 einen unkom
plizierten Aufbau beibehalten kann, da sie nicht an eine
veränderte Produktgröße angepaßt werden muß.
Die mit dem Stapelkorb 7 in seiner Füllposition zusammenwir
kende Absenkgabel 24 ist in einer Schienenführungsanordnung
mittels eines eigenen Kettentriebes auf- und abverfahrbar.
Bei einer Abwandlung sind Seitenwandausschnitte und Rückwand
ausschnitte vorgesehen, die es ermöglichen, den Stapelkorb
in Füllposition zu drehen, wenn sich die Absenkgabel 24 be
reits in der oberen Warteposition befindet. Es versteht
sich, daß die übrige Ausgestaltung des oberen Bereichs des
Stapelkorbs 7 in entsprechender Weise angepaßt ist.
Die Absenkgeschwindigkeit der Absenkgabel 24 ist in Abhängig
keit der Schuppenstrom-Geschwindigkeit steuerbar, wobei auch
der Funktionsablauf des Vorstapelrechens mit in den Steue
rungsablauf einbezogen ist.
Wie Fig. 1 zeigt, ist im Bereich der Preßeinrichtung 10 die
Bindeeinheit 11 angeordnet, die mit einem Bindekanal 50 ver
sehen ist. Die Bindeeinheit 11 ist verfahrbar und kann mit
ihrem Bindekanal in Eingriff mit dem Führungskanal 42 an der
Rückwand des Stapelkorbs gebracht werden. Der Bindekanal 50
weist eine im wesentlichen C-förmige Führungsbahn auf, die
nach Erreichen der Bindeposition durch den Führungskanal 42
zu einer im wesentlichen geschlossenen O-förmigen Bahn kom
plettiert wird. Das Verpackungsband 41′ wird mittels einer
Rollenanordnung in die O-förmige Bahn eingebracht. Bei einer
alternativen Ausführungsform kann das Verpackungsband 41′
mit Druckluft in die O-förmige Bahn der Bindeeinheit gebla
sen werden.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 3 werden nun die erfin
dungsgemäßen Niederhalteeinrichtungen beschrieben. Die in
den Figuren dargestellte Vorrichtung zum vertikalen Stapeln
von Druckprodukten weist eine erste Niederhalteeinrichtung
im Bereich der Vorsammeleinrichtung 4 sowie eine zweite
Niederhalteeinrichtung auf, die auf dem Karussell 6 im Be
reich der Stapelkörbe 7 angeordnet ist.
Wie Fig. 2 zeigt, besteht die erste Niederhalteeinrichtung
aus insgesamt vier Niederhaltern, die an verschiedenen Sei
ten des Sammelschachtes 18 angeordnet sind. Fig. 4 zeigt
schematisch die Anordnung dieser vier Niederhalter relativ
zum Sammelschacht 18 bzw. relativ zu einem in dem Sammel
schacht befindlichen Produktstapel. Hierbei ist in Fig. 4
beispielhaft eine bestimmte Produktgröße angegeben. Die
Größe dieses Produktes kann jedoch variieren, da die Wände
des Sammelschachtes 18 und mit diesen die Niederhalter 50,
52 verstellbar sind. Auf der in Fig. 4 linken Produktseite,
d. h. auf der in Fig. 3 linken Seite des Sammelschachtes 18
sind symmetrisch zur Mittellinie zwei Niederhalter 50
angeordnet, während an den beiden Schmalseiten zwei
Niederhalter 52 so angeordnet sind, daß sie von den Nieder
haltern 50 den nahezu größtmöglichen Abstand einnehmen.
Wie Fig. 3 zeigt, bestehen die falzseitigen Niederhalter 50
jeweils aus einem im wesentlichen L-förmigen Haken, dessen
vertikal nach oben weisende Seite eben ausgebildet ist und
dessen vertikal nach unten weisende Seite gekrümmt ausgebil
det ist. Der Haken 50 ist mit Hilfe eines Stellzylinders 54
um eine Schwenkachse verschwenkbar und kann von der in
Fig. 3 dargestellten Stellung aus dem Stapelbereich herausge
schwenkt werden. Beide hakenförmigen Niederhalter 50 sind
auf einer Schienenanordnung 56 befestigt und auf dieser ver
tikal, d. h. axial im Sammelschacht bewegbar. Die Bewegungs
bahn reicht dabei von der in Fig. 3 durchgezogen dargestell
ten unteren Stellung bis zu der gestrichelt dargestellten
oberen Stellung.
Die Niederhalter 52 bestehen jeweils aus einer in der Hori
zontalen verschwenkbaren Platte und sind ebenfalls auf einer
Schienenanordnung 58 parallel zu den Niederhaltern 50 verti
kal bzw. axial von der in Fig. 3 durchgezogen dargestellten
unteren Stellung in die gestrichelt dargestellte obere Stel
lung verfahrbar.
Wie aus Fig. 3 zu erkennen ist, befinden sich die Niederhal
ter 50 und 52 der ersten Niederhalteeinrichtung in ihrer
unteren Stellung außerhalb des Sammelschachtes 18 und außer
halb der Vorsammeleinrichtung 4. Außerdem befinden sich
diese Niederhalter unterhalb einer Endplattenzuführung 12,
die Endplatten 23, 23′ aus einem Plattenlift 9 in den Stapel
bereich fördert. In ihrer oberen, in Fig. 3 gestrichelt
dargestellten Stellung befinden sich die Niederhalter 50, 52
der ersten Niederhalteeinrichtung oberhalb der Produktzufüh
rung 2 und im Bereich des Förderbandes 15 bzw. des Andruck
bandes 16. Die beiden plattenartigen Niederhalter 52 sind
aus ihrer Fig. 4 entsprechenden Lage in der Horizontalen
verschwenkbar, so daß diese in ihrer unteren Stellung aus
dem Stapelbereich verschwenkt werden können. Auch können die
Niederhalter 60, 62 zusammen mit den Wänden der Stapelkörbe
7 verfahren werden.
Die zweite Niederhalteeinrichtung, die auf dem Karussell an
geordnet ist, ist bei beiden Stapelkörben 7 gleich ausge
bildet und besteht jeweils aus zwei hakenförmigen Niederhal
tern 60 und zwei plattenartigen Niederhaltern 62, die etwas
versetzt zu den Niederhaltern der ersten Niederhalteeinrich
tung jedoch grundsätzlich ebenfalls so angeordnet sind, wie
dies in Fig. 4 dargestellt ist. Die Konstruktion der Nieder
halter 60 und 62 ist vergleichbar zu derjenigen der Nieder
halter 50 und 52, d. h. auch die Niederhalter 60 sind über
Stellzylinder 64 aus dem Stapelbereich verschwenkbar und
können mit Hilfe einer nicht dargestellten Schienenanordnung
aus der in Fig. 3 dargestellten Stellung vertikal nach unten
verfahren werden. Auch lassen sich die Niederhalter 62 seit
lich aus dem Stapelbereich herausschwenken. Die hakenförmi
gen Niederhalter 60 der zweiten Niederhalteeinrichtung sind
jedoch spiegelsymmetrisch zu den Niederhaltern 50 der ersten
Niederhalteeinrichtung angeordnet, d. h. die ebene Seite der
Niederhalter 60 kommt zur Anlage mit der Stapeloberseite
bzw. der Platte 23′. Es sei nochmals erwähnt, daß die Nieder
halter 60 und 62 sowie deren verschiebbare und verschwenk
bare Befestigung bei beiden Stapelkörben 7 gleich ausgebil
det ist. Wie Fig. 3 zeigt, geht die axiale Bewegungsbahn der
zweiten Niederhalteeinrichtung, d. h. der Niederhalter 60 und
62, über den oberen Rand der Stapelkörbe 7 hinaus und über
lappt die Bewegungsbahn der ersten Niederhalteeinrichtung,
d. h. der Niederhalter 50 und 52.
Nachfolgend wird die Betriebsweise der oben beschriebenen
Vorrichtung erläutert.
Wie in Fig. 1 dargestellt ist, werden die Druckprodukte in
Form eines Schuppenstromes 14 horizontal oder im wesent
lichen horizontal angeliefert und passieren die Verzögerungs
einrichtung 13. Nach der Verzögerungseinrichtung wird die
Schuppe in der Einlaufanordnung 2 mit Hilfe des Förderbandes
15 in die Vorsammeleinrichtung 4 gefördert. In der Vorsammel
einrichtung 4 steht der Rechen 17 in seiner oberen, in den
Fig. 1 und 3 gestrichelt dargestellten Betriebsstellung
bereit, um in eine von der Verzögerungseinrichtung 13 in dem
Schuppenstrom 14 erzeugte Unregelmäßigkeit hineinzufahren.
Von diesem Moment an füllt sich der freie Stapelraum ober
halb des Rechens 17 und unterhalb des Andruckbandes 16 bis
der Produktstrom nicht mehr frei in den Vorsammelkorb 4
hineinfällt sondern von dem Andruckband 16 in den Stapelkorb
hineingezogen wird. Gleichzeitig wird der Rechen 17 von
einem Sensor gesteuert so abgesenkt, daß das Andruckband 16
jedes weitere Produkt auf den Vorstapel aufschiebt. Hierbei
wird das Absenken des Rechens 17 so gesteuert, daß ein mög
lichst geringer Druck auf den Vorstapel ausgeübt wird, um
Verschmierungen zu vermeiden. Während dieses gesamten Füll
vorganges arbeitet die im oberen Bereich der Vorsammelein
richtung vorgesehene Rüttelvorrichtung 5. Da das Andruckband
16 federnd aufgehängt ist, kann dieses vertikal etwas ange
hoben werden, während sich die Vorstapeleinrichtung 4 füllt.
Grundsätzlich erfolgt jedoch die Steuerung so, daß innerhalb
des Sammelschachtes 18 bzw. der Vorsammeleinrichtung 4 die
Übereinanderschichtung der Produkte zwar mit einem bestimm
ten Druck erfolgt. Dieser Druck wird jedoch durch die Steue
rung minimiert, so daß die Produkte zwar horizontal aufein
anderliegen, ohne jedoch gepreßt zu werden.
Der als Positionsfühler ausgebildete Sensor tastet somit die
Lage des oberen Produktes ab und steuert entsprechend und in
Abhängigkeit von der Fördergeschwindigkeit des Produktstro
mes das Absenken des Rechens 17 und auch das Absenken der
unteren Absenkgabel 24. Wenn nämlich der Rechen 17 seine
untere, in den Fig. 1 und 3 durchgezogen dargestellte Stel
lung erreicht hat, wird dieser (in den Figuren nach links)
zurückgefahren und übergibt den Vorstapel an die untere Ab
senkgabel 24, die sich in der in Fig. 1 gestrichelt darge
stellten Position befindet. Zuvor wurde von der Endplatten
ausgabevorrichtung 12 eine Endplatte 23 auf die Absenkgabel
24 aufgelegt.
Der Rechen 17 wird mit Hilfe einer pneumatischen Vorrichtung
wieder nach oben gefahren, wobei während dieser Zeit der
Stangenbildungsprozeß kontinuierlich fort fährt und die Ab
senkgabel 24 kontinuierlich nach unten gefahren wird. Auch
hier erfolgt das Absenken positionsgesteuert so, daß die
einzelnen Prokute in der Stange zwar horizontal aufeinander
liegen jedoch der Preßdruck geringstmöglich gehalten wird.
Nach einer gewünschten Druckproduktanzahl erfolgt durch die
Verzögerungseinrichtung 13 (Fig. 1) ein Eingriff in den
Produktstrom 14 um eine Unregelmäßigkeit bzw. eine Unter
brechung in diesem zu erzeugen. Nachdem das Andruckband 16
das letzte Produkt der zu bildenden Stange in den Sammel
schacht gefördert hat, was von einer Positionserfassung
detektiert wird, wird die erste Niederhalteeinrichtung akti
viert und die Niederhalter 50, 52 werden aus ihrer in Fig. 3
gestrichelt dargestellten, oberen Stellung soweit abgesenkt,
daß sie das oben liegende Produkt berühren und in einer
ebenen, horizontalen Lage halten. Nachdem die Niederhalter
50, 52 den in seiner oberen Position befindlichen Rechen 17
passiert haben, fährt dieser in den Sammelschacht 18 hinein,
um die nachfolgenden Produkte zu sammeln. Gleichzeitig senkt
sich die Absenkgabel synchron mit der ersten Niederhalteein
richtung ab, bis die in den Fig. 1 und 3 durchgezogen darge
stellte Stellung erreicht ist. Hierbei ist durch die erste
Niederhalteeinrichtung verhindert, daß der Stapel an seiner
Oberseite schief wird.
Nachdem sich die gebildete Stange in der in Fig. 3 darge
stellten Stellung befindet, wird von der Endplattenzuführ
einrichtung 12 eine Endplatte 23′ in den Stapelbereich ge
führt, so daß diese auf den Niederhaltern 50, 52 zu liegen
kommt, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Unmittelbar da
rauf wird die zweite Niederhalteeinrichtung des zugeordneten
Stapelkorbes 7 aktiviert, so daß die Niederhalter 60 und 62
auf der Oberseite der Endplatte 23′ aufliegen. Hierauf
können die Niederhalter 50, 52 aus dem Stapelbereich heraus
geschwenkt werden und die untere Absenkgabel 24 kann syn
chron mit der zweiten Niederhalteeinrichtung soweit abge
senkt werden, bis sich der Stapel bzw. die Stange vollstän
dig im Stapelkorb 7 befindet. In dieser Stellung ist die
untere Absenkgabel 24 nach unten aus dem Karussell entfernt
(vgl. Fig. 1). Die Niederhalter 60, 62 der zweiten Nieder
halteeinrichtung bleiben jedoch aktiviert.
Als nächster Schritt wird das Karussell mit hoher Geschwin
digkeit gedreht, so daß ein leerer Stapelkorb 7 an die
Stelle des gefüllten tritt. Bei diesem Verschwenken bleibt
jedoch die Stange im Stapelkorb 7 außerordentlich formsta
bil, da diese allseitig geführt ist und an ihrer Oberseite
von der zweiten Niederhalteeinrichtung gehalten wird. Sobald
der leere Korb 7 in der Füllposition eingetreten ist (und
der gefüllte Stapelkorb sich in der Preßstation befindet)
wird in dem leeren Korb 7 die Absenkgabel 24 wieder nach
oben gefahren, um dann in ihrer Wartestellung nach dem Auf
legen einer Endplatte 23 den Vorstapel in Empfang zu nehmen.
Der beschriebene Vorgang wiederholt sich dann fortwährend.
In der Preß- und Verpackungsposition wird die in dem Stangen
korb 7 befindliche Stange durch Absenken der Preßgabel 47
zusammengepreßt. Hierbei liegen die Preßkräfte in einer Grö
ßenordnung von 6000 N, was weit über den Haltekräften liegt,
die von der zweiten Niederhalteeinrichtung ausgeübt werden
können. Während des Absenkens der Preßgabel 47 werden die
Niederhalter 60, 62 dieses Stapelkorbes 7 deaktiviert, d. h.
aus dem Stapelbereich verschwenkt und nehmen dann eine Stel
lung ein, die in Fig. 1 im rechten Stapelkorb angedeutet
ist. Im Anschluß an das Absenken oder gleichzeitig mit die
sem fährt die Bindeeinrichtung 11 in ihre Funktionsposition,
in der ihr Führungskanal für das Verpackungsband 41′ in
Flucht mit dem Führungskanal 42 an der Rückwand des Stapel
korbs gelangt. Nun wird im zusammengepreßten Zustand ein Ver
packungsband um die Stange herumgeschlungen und die Enden
werden aneinander befestigt. Nach dem Umreifen fährt die
Preßgabel 47 wieder nach oben und gibt somit die Stange
frei. Nun werden die Seitenwände 39 seitlich weggeklappt, so
daß eine Ausstoßvorrichtung die umreifte Stange aus dem
Stapelkorb ausstoßen kann. Die Bindeeinrichtung fährt nun
zurück und der entleerte Stapelkorb wird nach Befüllung des
anderen Korbs wieder in die Füllposition gedreht.
In einer Abwandlung des Ablaufs kann vorgesehen sein, daß im
oberen Bereich des Stapelkorbs die Seitenwände, Rückwände
und andere Bauelemente in einem Höhenbereich, der der Warte
position der nach oben gefahrenen Absenkgabel 24 entspricht,
entfernt sind. Bei einer solchen Vorrichtung ist es möglich,
daß die Absenkgabel 24 unmittelbar nachdem der gefüllte
Stapelkorb die Füllposition verlassen hat, nach oben fährt
und bereits in seiner Warteposition angelangt ist, bevor der
entleerte Stapelkorb in die Füllposition gedreht wird.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird eine
einwandfreie Stange gebildet, die absolut gerade ausgerich
tet ist und somit bei einer Weiterverarbeitung keinen Aus
schuß erzeugt. Da die Stange gerade so gebildet wird, daß
die Produkte eben, jedoch mit geringstmöglichem Druck auf
einanderliegen, ist ein Verschmieren der Druckfarbe beim
Einführen der Produkte in die Vorsammeleinrichtung vermie
den. Da ein wirkliches Pressen des Stapels erst in der Preß
station erfolgt, in welcher der Stapel bereits ordnungsgemäß
ausgerichtet und gehalten ist, ist eine korrekte Stapelbil
dung weiter begünstigt. Auch ist durch das allseitige Führen
des Stapels auf dem Karussell und durch das Niederhalten des
Stapels während des Transports von der Sammelstelle zur Preß
station eine sehr hohe Zyklusgeschwindigkeit möglich, ohne
daß der Stapel seine Form verändert. Schließlich ist eine
sehr hohe Betriebssicherheit gewährleistet, da die Vorrich
tung vollständig gekapselt werden kann, so daß kein manuel
ler Eingriff möglich und nötig ist. Dies verringert die
Verletzungsgefahr.
Claims (12)
1. Vorrichtung zum vertikalen Stapeln von Druckprodukten,
mit
- - einer Vorsammeleinrichtung (4) mit einem Sammelschacht (18) und einer Vorsammelauflage (17),
- - mindestens zwei auf einem Karussell (6) angeordneten Stapelkörben (7),
- - einer peripher und stationär angeordneten Preßgabel (47),
- - einer ersten Niederhalteeinrichtung, die im Bereich der Vorsammeleinrichtung (4) angeordnet ist, und
- - einer zweiten Niederhalteeinrichtung, die auf dem Karussell (6) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Niederhalteeinrichtung mehrere
Niederhalter (50, 52) aufweist, die an verschiedenen
Seiten des Sammelschachtes (18) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Niederhalteeinrichtung mehrere
Niederhalter (60, 62) aufweist, die an verschiedenen
Seiten der Stapelkörbe (7) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Niederhalteeinrichtung zumindest im
Bereich des Sammelschachtes (18) und vorzugsweise nach
unten über den Sammelschacht (18) hinaus axial bewegbar
ist.
5. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Niederhalteeinrichtung in eine Stellung
oberhalb einer Produktzuführung (2) bewegbar ist.
6. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Niederhalteeinrichtung axial bewegbar
ist, wobei sich vorzugsweise deren Bewegungsbahn mit der
axialen Bewegungsbahn der ersten Niederhalteeinrichtung
überlappt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Bewegungsbahn der zweiten
Niederhalteeinrichtung über den oberen Rand der
Stapelkörbe (7) hinausgeht.
8. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden
Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Endplattenzuführung (12) vorgesehen ist, die
oberhalb des unteren Endpunktes der ersten
Niederhalteeinrichtung und vorzugsweise oberhalb des
oberen Endpunktes der zweiten Niederhalteeinrichtung
angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die axialen Bewegungsbahnen der ersten und der
zweiten Niederhalteeinrichtung um zumindest die Dicke
einer Endplatte (23, 23′) überlappen.
10. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Niederhalteeinrichtung als Niederhalter
zumindest eine seitlich verschwenkbare Platte (52) und
zumindest einen verschwenkbaren Haken (50) aufweist.
11. Vorrichtung nach zumindest einem der vorstehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Ansteuerung vorgesehen ist, welche die erste
Niederhalteeinrichtung dann in den Sammelschacht (18)
einbringt, wenn der Stapel seine Sollhöhe erreicht hat,
und/oder wenn der Stapeldruck im Sammelschacht (18)
nachläßt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansteuerung die erste Niederhalteeinrichtung
erst dann deaktiviert, nachdem die zweite
Niederhalteeinrichtung aktiviert worden ist und
vorzugsweise nachdem eine Endplatte (23′) auf die erste
Niederhalteeinrichtung aufgebracht worden ist.
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|---|---|---|---|
| DE19621564A DE19621564A1 (de) | 1996-05-29 | 1996-05-29 | Vorrichtung zum vertikalen Stapeln von Druckprodukten |
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