DE19620185C2 - Verfahren zur Herstellung eines Kondensators einer Halbleitereinrichtung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Kondensators einer HalbleitereinrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
eines Kondensators einer Halbleitereinrichtung.
Im allgemeinen verringert sich die Kondensatorfläche einer Halbleiter
einrichtung mit größer werdender Packungsdichte von Halbleiterein
richtungen, was zu einer Reduzierung der Kapazität führt. Um dieser
Kapazitätsverringerung entgegenzuwirken, wurde bereits daran gedacht,
die Dicke der dielektrischen Schicht des Kondensators zu verringern. In
diesem Fall besteht jedoch die Gefahr, daß aufgrund von Tunnelungs
prozessen ein Leckstrom erzeugt wird. Dadurch können sich die Betriebs
eigenschaften der Einrichtung erheblich verschlechtern.
Um eine zu starke Verringerung der Dicke der dielektrischen Schicht zu
vermeiden, wurde bereits vorgeschlagen, die Oberfläche des Kondensators
extrem aufzurauhen, um auf diese Weise die wirksame Kondensatorfläche
zu vergrößern. Auch wurden als dielektrische Kondensatorschicht bereits
eine Nitrid-Oxid-Schicht oder eine reoxidierte Nitrid-Oxid-Schicht mit
hoher Dielektrizitätskonstanten verwendet.
Die genannten Verfahren führten jedoch zu Stufen in der Oberfläche der
Einrichtung, was die Durchführung photolithographischer Prozesse
erschwert und die Herstellungskosten vergrößert. Höchstintegrierte Ein
richtungen lassen sich mit den bekannten Verfahren kaum herstellen, z. B.
256M DRAMs.
Eine sehr starke Vergrößerung der Kapazität des Kondensators bei gleich
zeitiger Verringerung der Oberflächenrauhigkeit läßt sich dann erhalten,
wenn als dielektrische Schicht des Kondensators ein Material mit sehr
hoher Dielektrizitätskonstanten zum Einsatz kommt. Diesbezüglich
wurden schon die verschiedensten Untersuchungen angestellt. Ein
Material mit sehr hoher Dielektrizitätskonstanten, das bereits ausführ
lich untersucht wurde, ist z. B. Ta2O5. Seine Verwendung führt zu
mehreren Vorteilen, ermöglicht z. B. die Verringerung der Dicke der
dielektrischen Schicht und eine Verbesserung der Eigenschaften der
Einrichtung. Insofern lassen sich auch die Probleme im Hinblick auf die
Integration der Einrichtung lösen. Allerdings wird auch durch Ta2O5 noch
keine ausreichend große Dielektrizitätskonstante zur Verfügung gestellt,
so daß es nach wie vor schwierig ist, dem Trend immer höher werdender
Packungsdichten folgen zu können.
Von größerem Interesse sind Oxide vom Perovskit-Typ, etwa ferroelektri
sche Materialien, die derzeit intensiv untersucht werden. Zu den Oxiden
vom Perovskit-Typ gehören Pb(Zr, Ti)O3(PZT), (Pb, La), (Zr, Ti) O3(PLZT),
(Ba, Sr)TiO3(BST), BaTiO3 und SrTiO3. Diese Materialien reagieren aller
dings mit Silicium und Siliciden, die Substrate bilden, und sind einer star
ken oxidierenden Umgehung ausgesetzt, wenn es um die Bildung eines
Dünnfilms aus diesen Materialien geht, um die Elektrode des Kondensa
tors zu oxidieren. Gegenwärtig ist man dabei, die hiermit verbundenen
Probleme zu studieren und gegebenenfalls zu lösen.
Wird zur Bildung einer dielektrischen Schicht aus den zuvor erwähnten
ferroelektrischen Materialien z. B. PZT oder BST verwendet, so kann deren
Dicke größer sein als die herkömmlich verwendete Siliciumoxidschicht,
wobei dann eine Kapazität erhalten wird, die fünf- bis zehnmal größer ist
als die der Siliciumoxidschicht. Trotz einer Kondensatorelektrode mit
vergleichsweise geringer Oberflächenrauhigkeit läßt sich somit eine
Kapazität erzielen, die zur Speicherung von Information ausreichend ist.
Wird der zuvor erwähnte ferrodielektrische Dünnfilm als dielektrische
Schicht einer Speichereinrichtung verwendet, läßt sich darüber hinaus
auch eine Elektrode bei der Herstellung des Kondensators zum Einsatz
bringen, die eine einfache Stapelstruktur oder Planarstruktur aufweist.
Ein konventionelles Verfahren zur Herstellung einer Halbleiter
einrichtung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen die Fig. 1a bis 1e
Querschnittsansichten zur Erläuterung des konventionellen
Herstellungsverfahrens des Kondensators.
Gemäß Fig. 1a wird eine Zwischenisolationsschicht 2 auf einem Substrat
1 gebildet, auf dem ein nicht dargestellter Transistor zu liegen kommt.
Diese Zwischenisolationsschicht 2 wird auf photolithographischem Wege
selektiv entfernt, um das Substrat 1 bereichsweise freizulegen. Auf diese
Weise entsteht ein Kontaktloch 3, wie die Fig. 1b zeigt. Es reicht hinab bis
zur Oberfläche des Substrats 1.
Entsprechend der Fig. 1c wird ein Material 4 zur Bildung einer Elektrode
auf die Zwischenisolationsschicht 2 aufgebracht, sowie auf das Kontakt
loch 3, wobei das Kontaktloch 3 vollständig mit Material 4 ausgefüllt wird.
Sodann wird gemäß Fig. 1d das Material 4 selektiv entfernt, um eine untere
Elektrode 4A zu erhalten. Die Elektrode 4A besteht somit aus einem
vertikalen Teil und einem damit verbundenen Horizontalteil, der jedoch
nicht mehr vollständig die Zwischenisolationsschicht 2 bedeckt.
Schließlich wird gemäß Fig. 4e eine dielektrische Schicht 5 auf die untere
Elektrode 4A sowie auf die Zwischenisolationsschicht 2 aufgebracht,
wonach eine obere Elektrode 6 auf der dielektrischen Schicht gebildet
wird.
Bei diesem konventionellen Verfahren treten jedoch einige Probleme auf.
Zunächst wird bei einem Kondensator mit ferrodielektrischem Material im
allgemeinen Pt als Elektrodenmaterial verwendet. Allerdings ist es
schwierig, Pt zu ätzen, während andererseits die Gefahr besteht, das ein
von der Pt-Schicht während ihres Strukturierungsprozesses abgetragener
Teil sich an der Seitenwand eines Photoresistmusters ablagert, was zu
scharfen Vorsprüngen um das Photoresistmuster herum führt. Diese
Vorsprünge sind so dünn, daß sie während nachfolgender Verfahrens
schritte beschädigt werden können, so daß die Gefahr besteht, daß eine
ungleichförmige Kapazität zwischen verschiedenen Kondensatoren
erhalten wird.
Werden die vorspringenden Teile nach Niederschlagung der dielektrischen
Schicht beschädigt, können die obere und die untere Elektrode des
Kondensators miteinander kurzgeschlossen werden. Dies kann zu einem
fehlerhaften Betrieb des gesamten Speichers führen. Auch Teile von
Vorsprüngen, die beschädigt wurden und entfernt werden, können sich an
anderen Teilen eines Wafers anlagern, wodurch weitere Schwierigkeiten
hervorgerufen werden können. Da die zuvor erwähnten Vorsprünge aus
demselben Material bestehen, aus dem auch die untere Elektrode
hergestellt wird, lassen sie sich nur schwer trockenätzen. Vielmehr sind
zur weiteren Gestaltung Prozesse erforderlich, bei denen mechanische
Kräfte wirken müssen.
Nicht zuletzt ist ein separater Strukturierungsprozeß erforderlich, also
ein separater photolithographischer Prozeß, um die Elektrode des
Kondensators zu bilden, was ebenfalls zu einer Erhöhung der
Herstellungskosten führt.
Die US 5,332,685 betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines DRAM-Spei
cherbausteins. Nach der Bildung einer ersten Isolationsschicht auf einer
Struktur, die eine von einer Isolationsschicht abgedeckte Bitleitung mit
Seitenabstandshaltern enthält, erfolgt ein Zurückätzen der Isolations
schicht, bis die die Bitleitung abdeckende Isolationsschicht freigelegt ist.
Auf die so erhaltene Struktur wird eine Photoresistschicht aufgebracht,
die als Maske zur Bildung von Kontaktlöchern benachbart zu den Seiten
abstandhaltern der Bitleitung verwendet wird. Zum Bilden der Kontaktlö
cher wird die erste Isolationsschicht isotrop geätzt, bis eine Seite der Sei
tenabstandshalter freigelegt ist. Nach dem Entfernen der Photoresist
schicht werden auf der gesamten Oberfläche eine leitende Schicht und
darauf wieder eine Photoresistschicht aufgebracht. Die Photoresist
schicht und die leitende Schicht werden dann zurückgeätzt, bis die erste
Isolationsschicht und die die Bitleitung abdeckende Isolationsschicht
vollständig freigelegt sind. Anschließend werden die verbleibende Photo
resistschicht und die erste Isolationsschicht entfernt, um obere und seitli
che Teile der leitenden Schicht zur Bildung von Speicherelektroden freizu
legen. Abschließend werden ein dielektrischer Film und eine weitere lei
tende Schicht auf der Speicherelektrode aufgebracht.
Die US 5,208,180 betrifft ein Verfahren zur Bildung eines Kondensators
auf einem Halbleiterwafer. Nach Bildung einer Maske über einer auf dem
Wafer ausgebildeten isolierenden dielektrischen Schicht wird letztere ei
nem isotropischen Ätzvorgang unterzogen, um eine erste Kontaktöffnung
zu definieren. Danach erfolgt ein anisotropischer Ätzvorgang, um eine
zweite Kontaktöffnung zu definieren, die sich von der Basis der ersten Kon
taktöffnung aus erstreckt. Nach Entfernen der Maske wird eine Polysilizi
umschicht auf der Waferoberfläche aufgebracht, die die erste und zweite
Kontaktöffnung teilweise ausfüllt. Die Polysiliziumschicht wird dann se
lektiv im Bereich der ersten und zweiten Kontaktöffnung maskiert und an
isotrop geätzt, um die Polysiliziumschicht vollständig von der oberen
Oberfläche der isolierenden Schicht zu entfernen. Anschließend wird die
Isolationsschicht isotrop nach unten geätzt, um die Polysiliziumschicht
freizulegen. Abschließend werden eine Siliziumnitridschicht sowie eine
kontinuierlich ausgebildete Polysiliziumschicht aufgebracht.
Die US 5,442,213 betrifft ein Halbleiterbauelement und ein Verfahren zu
dessen Herstellung. Nach Bildung eines Isolationsfilms auf der gesamten
Oberfläche einer Halbleiterstruktur wird in dem Isolationsfilm ein Kon
taktloch gebildet. Anschließend wird ein dotierter Polysiliziumfilm über
der gesamten Oberfläche des Isolationsfilms aufgebracht, bis das Innere
des Kontaktlochs gefüllt ist. Der Polysiliziumfilm wird dann zurückgeätzt,
bis die Oberfläche des Isolationsfilms freiliegt. Es erfolgt dann die Bildung
einer begrabenen leitenden Schicht in dem Kontaktloch, wobei auf der
Oberfläche der begrabenen leitenden Schicht und des Isolationsfilms eine
Diffusionssperrschicht und eine Elektrodenschicht gebildet werden. Um
die Oberfläche der Elektrodenschicht und des Isolationsfilms zu be
decken, werden der Reihe nach ein stark dielektrischer Film und eine obe
re Elektrodenschicht gebildet. Abschließend wird auf die so erhaltene
Struktur ein Isolationsfilm aufgebracht, um den Kondensator zu be
decken.
Die JP 2-219 264 A offenbart eine Halbleiterstruktur, wobei der Reihe nach
eine erste Isolationsschicht, eine Ätzstopschicht und eine zweite Isola
tionsschicht gebildet werden, um auf der gesamten Oberfläche eines Sub
strats eine Vielschicht-Isolationsschicht zu erhalten. Danach werden die
zweite Isolationsschicht, die Ätzstopschicht und die erste Isolations
schicht geätzt, um ein leicht V-förmiges Kontaktloch zu bilden. In dem
Kontaktloch und auf der zweiten Isolationsschicht wird dann ein leitendes
Material aufgebracht. Nach dem Mustern des leitenden Materials zur Bil
dung einer ersten Elektrode wird die zweite Isolationsschicht entfernt, um
die erste Elektrode freizulegen. Abschließend wird eine dielektrische
Schicht nur auf der freigelegten erste Elektrode und ein leitendes Material
auf der gesamten Oberfläche der so erhaltenen Struktur aufgebracht, um
eine zweite Elektrode zu bilden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung
eines Kondensators einer Halbleiterstruktur mit einer vergrößerten wirk
samen Kondensatoroberfläche zur Verfügung zu stellen, bei dem auch
schwer zu ätzendes Material in einfacher Weise zur Bildung der unteren
Elektrode des Kondensators verwendet werden kann.
Die Lösung der gestellten Aufgabe ist dem Anspruch 1 zu entnehmen. Vor
teilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
dargestellt.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1a bis 1e Querschnitte zur Erläuterung eines konventionellen Ver
fahrens zur Herstellung eines Kondensators einer Halbleitereinrichtung;
Fig. 2a bis 2f Querschnitte zur Erläuterung eines ersten Ausführungsbei
spiels mit erfindungsgemäßen Verfahrensschritten zur Herstellung eines
Kondensators einer Halbleitereinrichtung; und
Fig. 3a bis 3f Querschnitte zur Erläuterung eines zweiten Ausführungs
beispiels mit erfindungsgemäßen Verfahrensschritten zur Herstellung ei
nes Kondensators einer Halbleitereinrichtung;
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden
nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im einzelnen
beschrieben.
Entsprechend der Fig. 2a wird zunächst auf einem Substrat 1 eine Zwi
schenisolationsschicht 2 gebildet. Die Zwischenisolationsschicht 2 wird
zu diesem Zeitpunkt dicker als eine konventionelle Zwischenisolations
schicht hergestellt, und zwar mit einer Dicke von etwa 200 nm, wobei die
Zwischenisolationsschicht 2 durch ein LPCVD-Verfahren (chemisches
Dampfphasen-Beschichten bei niedrigem Druck) oder durch ein APCVD-
Verfahren (chemisches Dampfphasen-Beschichten bei Atmosphären
druck) gebildet wird.
Sodann wird die Zwischenisolationsschicht 2 selektiv geätzt, um eine Aus
nehmung 8 und ein Kontaktloch 3 zu erhalten. Dieses Kontaktloch 3 legt
einen vorbestimmten Teil des Substrats 1 frei. Ausnehmung 8 und Kon
taktloch 3 werden auf photolithographischem Wege erhalten. Zu diesem
Zweck wird ein isotroper Ätzvorgang durchgeführt, beispielsweise
Naßätzen und chemisches Trockenätzen, und zwar unter Verwendung
eines vorbestimmten Resistmusters, um unterhalb des Resistmusters ei
ne Unter- bzw. Hinterschneidung zu erhalten. Das Resistmuster kommt
auf der Zwischenisolationsschicht 2 zu liegen und weist eine Öffnung auf,
die die Zwischenisolationsschicht 2 dort freilegt, wo später das Kontakt
loch 3 entstehen soll. Durch den isotropen Ätzeprozeß wird der Bereich der
Zwischenisolationsschicht 2 weggeätzt, der unterhalb des Randbereichs
der Öffnung des Resistmusters liegt. Dadurch wird die Ausnehmung 8 er
halten. Nach Ausbildung der Ausnehmung 8 bzw. der Unterschneidung
wird die Zwischenisolationsschicht 2 geätzt, um das Substrat 1 freizule
gen. Zu diesem Zweck wird ein anisotroper Ätzvorgang durchgeführt, bei
spielsweise ein RIE-Verfahren bzw. reaktives Ionenätzen, um auf diese
Weise das Kontaktloch 3 zu bilden. Dabei liegt nach wie vor das Resistmu
ster auf der Zwischenisolationsschicht 2. Es ist somit möglich, das Kon
taktloch 3 und die Ausnehmung 8 nur durch einen einmaligen photolitho
graphischen Vorgang zu erhalten, wobei die Ausnehmung 8 am oberen En
de des Kontaktlochs 3 liegt und dieses in Richtung zur freien Oberfläche
der Zwischenisolationsschicht 2 erweitert.
Gemäß Fig. 2b wird sodann Polysilicium 9 auf die Zwischenisolations
schicht 2 aufgebracht sowie in die Ausnehmung 8 und das Kontaktloch 3
hinein. Dabei füllt das Polysilicium 9 zumindest das Kontaktloch 3 voll
ständig aus. Anschließend wird das Polysilicium 9 zurückgeätzt, so daß es
nur noch im Kontaktloch 3 verbleibt. Zu dieser Zeit besteht die Poly
siliciumschicht 9 aus phosphordotiertem Polysilicium mit exzellenten
Niederschlagseigenschaften, wobei es nicht mit dem Halbleitersubstrat 1
reagiert.
Sodann wird in einem weiteren Schritt gemäß Fig. 2c das Material Ti auf
die Polysiliciumschicht 9 niedergeschlagen sowie auf die Zwischen
isolationsschicht 2, und zwar mit einer Dicke von etwa 20 nm. Diese erfolgt
durch Sputtern, wonach eine Wärmebehandlung bei einer Temperatur von
etwa 800°C über etwa eine Minute ausgeführt wird, und zwar in einer
Atmosphäre von inertem Gas, das etwa Ar sein kann. Es handelt sich hier
um einen RTP-Schritt (rapid thermal processing), um selektiv Ti-Silicid
nur auf der im Kontaktloch 3 liegenden Polysiliciumschicht 9 zu erhalten.
Sodann wird nach Bildung des Ti-Silicids verbliebenes Ti durch Naßätzen
entfernt. Erneut erfolgt eine Temperaturbehandlung (RTP) bei einer
Temperatur von etwa 800°C über etwa eine Minute in Stickstoff
umgebung, praktisch in einer Umgebung aus N2 und/oder NH3. Auf diese
Weise wird das Ti-Silicid nitrifiziert, um eine TiN-Diffusionsstoppschicht
10 zu erhalten. Sie liegt auf der Polysiliciumschicht 9, und nur dort.
Sodann wird gemäß Fig. 2d Material für eine untere Elektrode 4 auf die
gesamte Oberfläche der so erhaltenen Struktur aufgebracht, und zwar auf
die Zwischenisolationsschicht 2 sowie in die Ausnehmung 8 hinein, so daß
das Material für die untere Elektrode 4 auch auf der Diffusionsstopp
schicht 10 zu liegen kommt. Das Aufbringen des Materials 4 für die untere
Elektrode erfolgt durch Sputtern, wonach das aufgebrachte Material 4
zurückgeätzt wird, so daß es nur noch in der Ausnehmung 8 verbleibt. Hier
kann ein Trockenätzverfahren, ein Naßätzverfahren und/oder ein
chemisch-mechanisches Polieren durchgeführt werden. Auf diese Weise
wird die untere Elektrode 4 in der Ausnehmung 8 erhalten. Die untere
Elektrode 4 kann aus einem Material bestehen, das aus der Gruppe Pt, Ir,
Ru, IrO2, RuO2, SrRuO3, YBa2, Cu3O7 und (La, Sr)CoO3 ausgewählt
ist und welches nicht mit der dielektrischen Schicht reagiert, z. B. mit
(Ba, Sr) TiO3 oder Pb(Zr, Ti)O3.
Schließlich wird gemäß Fig. 2e in einem nächsten Schritt die Zwischeniso
lationsschicht 2 unter Zuhilfenahme eines Resists zurückgeätzt, um den
in der Ausnehmung 8 liegenden oberen Teil der unteren Elektrode 4A
freizulegen. Das Zurückätzen der Zwischenisolationsschicht 2 kann
soweit erfolgen, daß ihre Oberfläche mit dem oberen Bereich des Poly
siliciums 9 im Kontaktloch 3 fluchtet. Sodann wird gemäß Fig. 2f ein
dielektrischer Dünnfilm 5 auf die gesamte Oberfläche der so erhaltenen
Struktur aufgebracht, also auf die Zwischenisolationsschicht 2 sowie auf
sämtliche freiliegenden Bereiche der unteren Elektrode 4A. Danach wird
auf der gesamten Oberfläche des dielektrischen Dünnfilms 5 eine obere
Elektrode 6 gebildet. Beim dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung besteht die untere Elektrode des Kondensators aus einem Mate
rial, das nicht mit einem Material reagiert, welches eine hohe Dielektrizi
tätskonstante aufweist. Polysilicium mit guter Stufenabdeckeigenschaft,
das nicht mit dem Halbleitersubstrat reagiert, befindet sich innerhalb des
Kontaktlochs 3.
Entsprechend der Fig. 3a wird zunächst auf einem Substrat 1 bzw. Halb
leitersubstrat eine Zwischenisolationsschicht 2 gebildet. Diese Zwischen
isolationsschicht 2 wird selektiv weggeätzt, um eine Ausnehmung 8 und
ein Kontaktloch 3 zu erhalten. Das Kontaktloch 3 legt einen vorbestimm
ten Teil des Substrats 1 frei. Ausnehmung 8 und Kontaktloch 3 werden auf
photolithographischem Wege erhalten, wobei sich die Ausnehmung 8 am
oberen Ende des Kontaktlochs 3 befindet und dieses in Richtung zur freien
Oberfläche der Zwischenisolationsschicht 2 erweitert.
Gemäß Fig. 3b werden der Reihe nach übereinanderliegend eine erste
Metallschicht 4, eine Diffusionsstoppschicht 10 und eine Polysilicium
schicht 9 auf die Zwischenisolationsschicht 2 aufgebracht, in der sich die
Ausnehmung 8 und das Kontaktloch 3 befinden. Die Schichten 4, 10 und 9
kommen in dieser Reihenfolge auch auf dem Boden des Substrats 1 inner
halb des Kontaktlochs 3 sowie an den Seitenwänden des Kontaktlochs 3
und der Ausnehmung 8 zu liegen. Das Kontaktloch 3 ist gegenüber der Fig.
3a in Fig. 3b etwas verbreitert dargestellt, um die Verhältnisse deutlicher
zu machen. Die erste Metallschicht 4 kann z. B. aus Pt, Ir, Ru, IrO2, RuO2,
SrRuO3, YBa2Cu3O7, oder aus (La, Sr)CoO3 bestehen und reagiert nicht
mit der dielektrischen Schicht. Die erste Diffusionsstoppschicht 10 ist aus
einem Material gebildet, dessen Hauptkomponenten Titan und Stickstoff
sind, während die Polysiliciumschicht 9 eine Phosphor enthaltende Poly
siliciumschicht ist. Sämtliche Schichten 4, 10 und 9 können durch ein
LPCVD-Verfahren gebildet werden.
Entsprechend der Fig. 3c werden sodann die Polysiliciumschicht 9, die
erste Diffusionsstoppschicht 10 und die erste Metallschicht 4 zurück
geätzt, und zwar soweit, daß die Oberfläche der Zwischenisolationsschicht
2 freigelegt wird. Sodann wird entsprechend der Fig. 3d die Zwischen
isolationsschicht 2 ohne Verwendung eines Resists zurückgeätzt, um den
gesamten Bereich der ersten Metallschicht 4 innerhalb der Ausnehmung 8
sowie einen Teil der ersten Metallschicht 4 innerhalb des Kontaktlochs 3
freizulegen. Mit anderen Worten verbleibt eine dünnere Zwischen
isolationsschicht 2 auf dem Substrat 1, wobei die obere Fläche der
Zwischenisolationsschicht 2 im Abstand unterhalb des Bodens der
Ausnehmung 8 endet.
In einem weiteren Schritt wird gemäß Fig. 3e Material 10a für eine zweite
Diffusionsstoppschicht 10a und Material 4a für eine zweite Metallschicht
nacheinander und aufeinanderliegend auf die gesamte Oberfläche der so
erhaltenen Struktur aufgebracht, und zwar durch schattenwurfartiges
Aufbringen bzw. Sputtern, um sowohl auf der Polysiliciumschicht 9 als
auch auf der Zwischenisolationsschicht 2, allerdings getrennt vonein
ander, die zweite Diffusionsstoppschicht 10a mit jeweils daraufliegender
zweiter Metallschicht 4a zu erhalten. Es besteht zu diesem Zeitpunkt also
keine Verbindung zwischen der Kombination der Schichten 10a, 4a auf der
Zwischenisolationsschicht 2 einerseits und den Schichten 10a, 4a auf der
Oberfläche der Polysiliciumschicht 9 andererseits.
Sodann werden gemäß Fig. 3f die zweite Diffusionsstoppschicht 10a und
die zweite Metallschicht 4a, die sich auf der Zwischenisolationsschicht 2
befinden, entfernt. Es wird somit eine untere Elektrode mit einer Struktur
erhalten, bei der die Polysiliciumschicht 9 durch die Diffusionsstopp
schichten 10a und 10 einerseits sowie durch die Metallschichten 4a und 4
andererseits abgedeckt ist.
Schließlich wird ein dielektrischer Dünnfilm 5 auf die gesamte Oberfläche
der so erhaltenen Struktur aufgebracht, also auf die Zwischenisolations
schicht 2 und auf sämtliche freiliegenden Bereiche der unteren Elektrode,
wonach eine obere Elektrode 6 auf den gesamten Bereich des so gebildeten
dielektrischen Dünnfilms 5 aufgebracht wird. Bei diesem Ausführungs
beispiel der Erfindung wird somit Material, daß nur schwach mit dem
dielektrischen Dünnfilm 5 reagiert, nur auf der Oberfläche der unteren
Elektrode verwendet.
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung
eines Kondensators einer Halbleitereinrichtung führt zu einigen vorteil
haften Effekten. Im Unterschied zur konventionellen Technologie, bei dem
ein schwer zu ätzendes Material wie Pt nicht für einen Kondensator mit
einem Dielektrikum verwendet werden kann, das eine hohe Dielek
trizitätskonstante aufweist, ermöglicht die vorliegende Erfindung eine
einfache Bildung der unteren Elektrode unter Verwendung der leicht
herzustellenden Zwischenisolationsschicht. Deswegen kann selbst
schwer zu ätzendes Edelmetall in einfacher Weise zur Bildung der unteren
Elektrode des Kondensators zum Einsatz kommen.
Darüber hinaus erfordert die Bildung der Elektrode des Kondensators nur
einen photolithographischen Prozeß zur Bildung des Kontaktlochs. Es ist
somit möglich, gegenüber dem Stand der Technik wenigstens einen photo
lithographischen Prozeß einzusparen, was das Herstellungsverfahren ver
einfacht.
Schließlich kann der Bodenbereich der Elektrode als Kondensator
elektrode verwendet werden, was die wirksame Fläche des Kondensators
vergrößert.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung eines Kondensators einer Halbleiter
einrichtung mit folgenden Schritten:
- 1. Aufbringen einer Isolationsschicht (2) auf ein Substrat (1) und anschließendes selektives Entfernen der Isolationsschicht (2) zur Bildung eines Kontaktlochs (3);
- 2. sequentielles Aufbringen einer ersten Metallschicht (4), einer ersten Diffusionsstoppschicht (10) und einer leitenden Halbleiterschicht (9) auf die gesamte Oberfläche der isolierenden Schicht (2) und des Kontaktlochs (3);
- 3. Rückätzen der leitenden Halbleiterschicht (9), der ersten Diffusionsstoppschicht (10) und der ersten Metallschicht (4), so daß sie nur noch im Kontaktloch (3) verbleiben und dort eine erste Elektrode bilden;
- 4. Entfernen der Isolationsschicht (2) über eine vorbestimmte Tiefe;
- 5. sequentielles Aufbringen einer zweiten Diffusionsstoppschicht (10a) und einer zweiten Metallschicht (4a) auf die erste Elektrode; und
- 6. Bildung einer dielektrischen Schicht (5) und einer darauf liegenden zweiten Elektrode (6) auf den freiliegenden Oberflächen der ersten und der zweiten Metallschichten (4, 4a).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Isolationsschicht (2) durch isotropes und anisotropes Ätzen entfernt wird,
so daß das Kontaktloch (3) in seinem oberen Teil eine Ausnehmung (8) auf
weist bzw. erweitert ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallschicht aus einem oder mehreren der nachfolgend genann
ten Materialien besteht: Pt, Ir, Ru, IrO2, RuO2, SrRuO3, YBa2Cu3O7 und
(La, Sr)CoO3.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste und die zweite Diffusionsstoppschicht jeweils aus nitriertem
Metall bestehen, das als Hauptkomponenten Titan und Stickstoff enthält.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die leitende Halbleiterschicht (9) aus Polysilicium
hergestellt ist, das Phosphor enthält.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die leitende Halbleiterschicht (9) durch ein LPCVD-
Verfahren hergestellt wird.
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