DE19619085A1 - Mehrzweck-Fertigteilgebäudemodul - Google Patents
Mehrzweck-FertigteilgebäudemodulInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Fertigteilgebäudemodul aus ebe
nen, flächigen Gebäudebauplatten als raumbildende Elemente,
die mit einem Stahlskelett als tragende Konstruktion in Form
von kastenförmigen Hohlprofilen verbunden sind. Diese Tragkon
struktion besteht aus einer Anzahl von vertikalen Stützen, die
je von einem Blockfundament getragen werden, aus einer Anzahl
von horizontalen Riegeln und aus Knotenpunktverbindungen zum
Verbinden der Stützen und Riegel.
Aus dem erfindungsgemäßen Fertigteilgebäudemodul können
bis zu zweigeschoßige Gebäude sowohl zum Wohnen als auch für
die gewerbliche Nutzung, wie beispielsweise als Büro-, Aus
stellungs-, Schul-, Lager-, Ärzte-, Sanatoriums- oder Kranken
hausgebäude sowie als Notunterkünfte errichtet werden. Auch
eine kombinierte Nutzung für Wohn- und gewerbliche Zwecke in
einem Gebäude ist möglich.
Der Fertigteilgebäudemodul eignet sich ebenfalls für die an
bindende Erweiterung bestehender Bausubstanz, insbesondere für
die Aufstockung von Bausubstanz in monolithischer als auch in
Plattenbau-Fertigteilbauweise.
Stahlskelette in Form von kastenförmigen Hohlprofilen als tra
gende Konstruktion für Gebäude mit einer Anzahl von vertikalen
Stützen und horizontalen Riegeln sowie mit Kupplungselementen,
sind bereits bekannt.
In der DE-PS 33 06 890 ist ein modulares Schnellbaugerippe be
schrieben, das aus senkrecht stehenden und im Raster angeord
neten Stützen in Form von Hohlprofilen mit quadratischem Quer
schnitt sowie waagrechten Riegeln besteht. Die Verbindung zwi
schen den Riegeln und Stützen erfolgt durch die an beiden
Enden der Riegel angeschweißten Kupplungselemente in Form von
hohlen Hauptkörpern und darin angeordneten Führungsprofilen,
die in die Hohlräume wenigstens einer Stütze und wenigstens
eines Hauptkörpers an einem anderen Riegel eingreifen. Das
besondere Kennzeichen der in der Hauptanmeldung beschriebenen
Konstruktion besteht darin, daß diese Führungsprofile längs
seitig offen und insbesondere winkelförmig ausgebildet sind.
Dadurch lassen sich Toleranzprobleme auf einfache Weise elimi
nieren und die Schweißnähte zwischen den Führungsprofilen und
den diese aufnehmenden Hauptkörpern so anordnen, daß sie ein
paßgenaues Zusammenstecken der Gerippeteile nicht behindern.
Nachteilig bei dieser bekannten Lösung ist die relativ große
Zahl verschiedenartiger Kupplungselemente und von Schweißnäh
ten, die teilweise nach dem Zusammenbau noch sichtbar sind.
Auch das in der DE-OS 17 84 021 vorgeschlagene "Knotenwinkel-
Stahlbausystem" weist die vorgenannten Nachteile auf.
Die DE-OS 16 58 990 offenbart ein Kupplungselement in Form eines
Kubus mit innen und außen allseitig vorstehenden Rohrstücken,
die mit an den Enden der Riegel und Stützen angeordneten Loch
platten in Eingriff stehen. In Einbaulage erfolgt eine Siche
rung dieser beiden Teile durch ein einschiebbares Endstück.
Vorteilhaft ist hierbei, daß nur ein Kupplungselement erfor
derlich ist. Der Nachteil besteht allerding darin, daß der
Aufbau des Kubus sehr kompliziert ist und eine große Anzahl
von Schweißarbeiten erfordert, so daß mit relativ hohen Her
stellungskosten zu rechnen ist. Die nicht benötigten Anschlüs
se müssen mit Abschlußdeckeln versehen werden, um eine glatte
geschlossene Außenfläche zu erhalten.
Auch das Kupplungselement gemäß der DE-PS 29 52 985, das auf dem
Grundprinzip eines Bajonettverschlusses basiert, ist in der
Herstellung doch recht kostenintensiv.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemä
ßen Fertigteilgebäudemodul mit einer geringen Anzahl von Ein
zelelementen zu schaffen, der bei kostengünstiger Herstellung
und Montage sowohl als Einzelgebäude als auch als Erweite
rungsbau und für eine große Zahl von Nutzungsvarianten Ver
wendung finden kann.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1
genannten Merkmale gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen des
Fertigteilgebäudemoduls sind in den Ansprüchen 2 bis 6 offen
bart.
Abgesehen von den Vorteilen, die Fertigteilgebäuden in Stahls
kelettbauweise eigen sind, wie kostensparende industrielle
Vorfertigung der Einzelelemente, einfache und schnelle Monta
ge, Variierbarkeit, nachträgliche Veränderbarkeit bestehen die
wesentlichen Vorteile der Erfindung darin, daß nur eine gerin
ge Zahl unterschiedlicher Bauelemente erforderlich sind.
Durch den modularen Aufbau sind die Längen der Stützen und
Riegel stets gleich, was eine vereinfachte Lagerhaltung zur
Folge hat. Kostengünstig wirkt sich aus, daß die Gebäudebau
platten sowohl als Außenwände, Innenwände, Dach als auch für
den Fußboden eingesetzt werden.
Es wird nur eine universell einsetzbare Knotenpunktverbindung
benötigt, die eine einfache aber kraft- und formschlüssige
sowie selbstzentrierende Verbindung der Stützen und Riegel
gewährleistet, wobei auch ohne zusätzliche Abdeckelemente die
Schweißnähte und Verbindungselemente nach dem Zusammenfügen
nicht sichtbar sind. Dabei sind die Schweißnähte so angeord
net, daß sie ein paßgenaues Verbinden nicht behindern.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden. In der dazugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1 - eine perspektivische Darstellung des Fertigteilgebäu
demoduls mit teilweise montierten Gebäudebauplatten;
Fig. 2 - zwei übereinander angeordnete Fertigteilgebäudemo
dule im Schnitt;
Fig. 3 - das zweite Verbindungsteil der Knotenpunktverbindung,
teilweise im Schnitt;
Fig. 4 - das erste Verbindungsteil der Knotenpunktverbindung;
Fig. 5 - die Knotenpunktverbindung in Einbaulage im Schnitt;
Fig. 6 - das erste Verbindungsteil in dreidimensionaler
Darstellung;
Fig. 7 - das zweite Verbindungsteil in dreidimensionaler
Darstellung.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, weist der erfindungsgemäße
Mehrzweck-Fertigteilgebäudemodul eine quaderförmige Außenform
mit einer quadratischen Grundfläche auf. An den Ecken dieser
Grundfläche sind vier vertikale Stützen 3 im Raster angeord
net, wobei das Rastermaß in der horizontalen Ebene 6,0 m und
vertikal 3,30 m beträgt. Am unteren Ende jeder Stütze 3 ist
eine Stahlplatte (Fußplatte) zur Justage angeschweißt. Diese
Stahlplatte hat in jeder Ecke eine Durchgangsbohrung zur Auf
nahme eines Gewindebolzens aus einer Konterplatte. Diese Kon
terplatte aus Stahl ist mittels Ankerelementen in das Block
fundament 33 eingegossen. Auf der Konterplatte sind deckungs
gleich zu den Durchgangsbohrungen in der Stahlplatte vier
Gewindebolzen befestigt, um mit jeweils zwei Muttern eine
genaue vertikale Ausrichtung der Stütze 3 zu ermöglichen.
Die vier Stützen 3 sind jeweils am Kopf und am Fuß über Kno
tenpunktverbindungen mittels horizontaler Riegel 4 verbunden.
Sowohl die Stützen 3 als auch die Riegel 4 bestehen aus übli
chen, kastenförmigen Stahlhohlprofilen, wobei das Hohlprofil
der Stützen 3 quadratisch und das der Riegel 4 rechteckig ist.
Die Längs-, Quer- und Dachscheiben sind durch Stahlseile aus
gesteift. Als Außenwand, Innenwand, Dach und Fußboden dienen
ebene, flächige Gebäudebauplatten 32 in den Abmessungen 3,0 ×
1,20 m. Die Gebäudebauplatten 32 bestehen aus einem Schicht
körper mit drei miteinander verklebten Schichten. Dabei weist
die Mittelschicht einen Holzrahmen auf, dessen Hohlräume mit
einem Hartschaumstoff ausgefüllt sind. Dieser Hartschaumstoff
ist aus der Gruppe ausgewählt, die aus Formaldehyd-Harze, Po
lyisocyanurate, Polystyrol, Polyvinylchlorid und Polyurethane
besteht. Vorzugsweise wird Polyurethan-Hartschaumstoff als
Mittelschicht der Gebäudeplatten 32 verwendet.
Als Außen- und Innenschicht dient je eine mehrschichtige
Kunststoffplatte. Dabei ist die Außenplatte eine selbsttragen
de Hochdruck-Schichtstoffplatte, die innen aus mit wärmehär
tenden Kunstharzen imprägnierten Zellulosefasern und außen aus
mit Melamin-Kunstharzen imprägnierten Zellulosefasern besteht.
Die Außen- und Innenschicht der Innenplatte besteht dagegen
aus einem mit Melaminharz imprägnierten Dekorpapier und die
Mittelschicht aus mit Phenolharz imprägnierten Kraftpapieren.
Diese Schichten werden einer kombinierten Druck- und Wärme
einwirkung in speziellen Pressen ausgesetzt, worin die Poly
kondensation der Harze erfolgt.
Die Außenschichten dieser Kunststoffplatten sind mit einem
farblichen Dekor in Finish-Qualität versehen, so daß spätere
Maler-, Fliesenleger- und eventuell Maurerarbeiten nicht er
forderlich sind, was sich äußerst kostengünstig auswirkt.
Die Gebäudeplatten 32 sind an ihren beiden schmalen Längssei
ten mit Nuten zur Verbindung der Platten untereinander ver
sehen. Die Gebäudebauplatten 32 verfügen auch über Quernuten
zum Einrasten in den horizontalen Riegeln 4, wie das in Fig. 1
dargestellt ist. Alle Gebäudeplatten haben die gleichen Ab
messungen von 3,0 × 1,20 m.
Das aus Gebäudebauplatten 32 bestehende Dach ist ohne Gefälle
ausgeführt, wobei zur Abdichtung gegen Wettereinflüsse die
Gebäudebauplatten mit einer Kunststoffolie abgedeckt und am
Rand verschweißt werden.
Es hat sich als äußerst zweckmäßig erwiesen diese Kunst
stoffolie zum Schutz gegen UV-Strahlung, Hagelschlag und/oder
Temperaturschwankungen zusätzlich mit einer Kieselschicht oder
mit einem Gründach zu versehen.
Bedingt durch die verwendeten Gebäudebauplatten 32 stellt das
Dach eine relativ ebene Fläche dar, so daß anstehender Nieder
schlag, der Schwerkraft folgend in seitlich angeordnete Dach
entwässerungsöffnungen abfließen kann und über flexible
Schläuche, die durch den Innenquerschnitt der vertikalen Stüt
zen 3 bzw. der horizontalen Riegel 4 geführt sind, in eine
außerhalb des Gebäudes angeordnete Regenwasserauffangvorrich
tung abgeleitet werden.
Die Fig. 3 bis 7 zeigen die Ausgestaltung der Knotenpunkt
verbindungen, die gemäß der Erfindung aus jeweils zwei plat
tenförmigen Verbindungsteilen 1 und 2 bestehen.
Dabei ist das erste Verbindungsteil 1 an mindestens einer
Seitenfläche der vertikalen Stütze 3 hervorstehend mittels
zweier horizontaler Kehlschweißnähte angebracht. Hingegen ist
das zweite Verbindungsteil 2 an jedem Ende eines horizontalen
Riegels 4 im Innenquerschnitt des Hohlprofils mittels zweier
horizontaler Kehlschweißnähte angeordnet. Die Einbautiefe im
Innenquerschnitt ist so bemessen, daß die Kantenflächen des
Riegels 4 in Einbaulage an der Seitenfläche der vertikalen
Stütze 3 anschlagen.
An der Vorderseite 5 und 6 der Verbindungsteile 1 und 2 sind
in weiterer Ausbildung der Erfindung jeweils zwei vertikal
übereinander angeordnete Vorsprünge 7 und 8 sowie 9 und 10
angeordnet. Diese Vorsprünge 7 und 8 sowie 9 und 10 sind in
der Form etwa schwalbenschwanzförmig und erstrecken sich über
die gesamte Breite der Verbindungsteile 1 und 2. Im wesentli
chen weisen sie auch die gleichen Abmessungen auf.
Diese Vorsprünge 7 und 8 sowie 9 und 10 bestehen je aus einer
Stirnfläche 11, 12 sowie 13, 14, die parallel zur Vorderseite
5 und 6 der Verbindungsteile 1 und 2 verläuft, aus einer
rechtwinkligen Fläche 15, 16 sowie 17, 18 und aus einer ge
neigten Fläche 19, 20 sowie 21, 22. Hierbei ist die geneigte
Fläche 19, 20 sowie 21, 22 in horizontaler Richtung V-förmig
ausgebildet, und zwar bei dem ersten Verbindungsteil 1 nach
innen verlaufend, so daß eine Vertiefung entsteht. Bei dem
zweiten Verbindungsteil 2 verläuft die geneigte Fläche 20 und
21 hingegen erhaben.
Der Scheitelpunkt der geneigten Flächen 19, 20 sowie 21, 22
ist mittig zur Längsachse der Verbindungsteile 1 und 2 ange
ordnet.
Die Verbindungsteile 1 und 2 verfügen über eine rechteckige
Grundfläche, deren Breite geringfügig geringer als die Breite
des Innenquerschnitts der Riegel 4 bemessen ist.
Die Länge des zweiten Verbindungsteiles 2 entspricht etwa der
Länge des Innenquerschnitts des Riegels 4. Die Länge des er
sten Verbindungsteiles 1 ist aber mindestens um die Breite
einer Stirnfläche 11, 12 sowie 13 oder 14 des Vorsprunges 7,
8 und 9, 10 kürzer als die Länge des zweiten Verbindungsteiles
2. Damit wird verhindert, daß der Vorsprung 8 des ersten Ver
bindungsteiles 1 beim Verhaken der beiden Verbindungsteile 1
und 2 nicht gegen die untere Kehlschweißnaht des zweiten Ver
bindungsteiles 2 stößt (Fig. 5).
An der Vorderseite 5 des ersten Verbindungsteiles 1 ist wei
terhin ein quaderförmiger Vorsprung 23 ausgebildet, der über
zwei vertikale Gewindebohrungen 24 zur Aufnahme von zwei
Schrauben 25 verfügt.
Zweckmäßigerweise sind die oberen Breitkanten dieses quader
förmigen Vorsprunges 23 mit je einer Fase 26 und 27 versehen.
Durch diese Fasen 26 und 27 wird vermieden, daß einerseits das
erste Verbindungsteil 1 im Bereich des quaderförmigen Vor
sprunges 23 während des Verhakens gegen die obere Kehlschweiß
naht im zweiten Verbindungsteil 2 und andererseits die obere
Kantenfläche des Riegels gegen die obere Kehlschweißnaht des
ersten Verbindungsteiles 1 stößt.
Weiterhin sind an jedem Ende eines Riegels 4 in der Deckfläche
je zwei Durchgangsbohrungen 28 und 29 ausgebildet, die der
Durchführung und Betätigung der sich auf der oberen rechtwink
ligen Fläche 17 des oberen Vorsprunges 9 vom zweiten Verbin
dungsteil 2 abstützenden Schrauben 25 dienen.
Vorteilhaft ist auch die Ausbildung einer kreisrunden Öffnung
30 und 31 in jedem Verbindungsteil 1 und 2 mittig zwischen dem
oberen Vorsprung 7 und 9 und dem unteren Vorsprung 8 und 10.
Dabei korrespondiert die Öffnung 30 im ersten Verbindungsteil
1 mit einer kongruenten Öffnung in mindestens einer Seiten
fläche der vertikalen Stütze 3.
Diese Öffnungen 30 und 31 ermöglichen eine Führung der Ver
sorgungs- und Entsorgungsleitungen, wie Zu- und Abwasser,
Strom, Kommunikationstechnik, Heizung innerhalb des Innenquer
schnittes der Stützen 3 sowie der Riegel 4 direkt zu der Ver
sorgungs- bzw. Entsorgungsstelle, so daß diese Leitungen gene
rell nicht sichtbar sind.
Die Verbindung der horizontalen Riegel 4 mit den vertikalen
Stützen erfolgt auf folgende Weise:
Das Ende des Riegels 4 mit dem eingeschweißten zweiten Ver
bindungsteil 2 wird über das an einer Seitenfläche der ver
tikalen Stütze 3 angeschweißte erste Verbindungsteil 1 soweit
geschoben, daß die Kantenflächen des Riegels 4 nahezu an der
Seitenfläche der vertikalen Stütze 3 anstoßen. Durch vertika
len Druck nach unten auf den Riegel 4 rasten die Vorsprünge 9
und 10 des zweiten Verbindungsteiles 2 in die Vorsprünge 7 und
8 des ersten Verbindungsteiles 1 hintergreifend und verhakend
ein. Gleichzeitig erfolgt durch die V-förmige Ausbildung der
geneigten Flächen 19, 20 sowie 21, 22 eine Zentrierung zwi
schen dem Riegel 4 und der Stütze 3, wodurch die so herge
stellte Verbindung auch in horizontaler Richtung gesichert
ist. Um auch eine Sicherung in vertikaler Richtung und auch
gegen Torsion zu gewährleisten, werden nun die beiden Schrau
ben 25 soweit angezogen, daß die Kantenflächen des Riegels 4
an der Seitenfläche der Stütze 3 anschlagen.
Dadurch wird eine einfache, aber dennoch sichere Verbindung
zwischen den Stützen 3 und den Riegeln 4 erreicht, wobei an
der Verbindungsstelle weder Schweißnähte noch Verbindungsele
mente, wie Schrauben, Niete u.ä. sichtbar sind.
Claims (6)
1. Mehrzweck-Fertigteilgebäudemodul aus ebenen, flächigen
Gebäudebauplatten mit einem Stahlskelett in Form von kasten
förmigen Hohlprofilen als tragende Konstruktion, bestehend aus
einer Anzahl von vertikalen, von je einem Blockfundament ge
tragenen Stützen, einer Anzahl von horizontalen Riegeln und
aus Knotenpunktverbindungen zum Verbinden der Stützen und
Riegel, dadurch gekennzeichnet, daß die Knotenpunktverbindung
aus jeweils zwei plattenförmigen Verbindungsteilen (1, 2) be
steht, wobei das erste Verbindungsteil (1) an mindestens einer
Seitenfläche einer vertikalen Stütze (3) hervorstehend mittels
zweier horizontaler Kehlschweißnähte befestigt ist und das
zweite Verbindungsteil (2) an jedem Ende eines horizontalen
Riegels (4) im Innenquerschnitt des Hohlprofils mittels zweier
horizontaler Kehlschweißnähte befestigt ist, wobei die Ein
bautiefe des zweiten Verbindungsteiles (2) so bemessen ist,
daß die Kantenflächen des horizontalen Riegels (4) in Einbau
lage an der Seitenfläche der vertikalen Stütze (3) anschlagen,
und daß an der Vorderseite (5, 6) der Verbindungsteile (1, 2)
jeweils zwei vertikal übereinander angeordnete, schwalben
schwanzförmige Vorsprünge (7, 8 und 9, 10) ausgebildet sind, die
sich über die gesamte Breite der Verbindungsteile (1,2) er
strecken und im wesentlichen gleichartig bemessen sind, dabei
umfassen die Vorsprünge (7, 8 und 9, 10) jeweils eine parallel
zur Vorderseite (5, 6) verlaufende Stirnfläche (11, 12 und
13, 14), eine rechtwinklige Fläche (15, 16 und 17, 18) sowie eine
geneigte Fläche (19, 20 und 21, 22), die in horizontaler Rich
tung V-förmig ausgebildet ist, und zwar bei dem ersten Ver
bindungsteil (1) nach innen verlaufend, so daß eine Vertiefung
entsteht und bei dem zweiten Verbindungsteil (2) erhaben ver
laufend, wobei der Scheitelpunkt dieser geneigten Flächen
(19, 20 und 21, 22) mittig zur Längsachse der Verbindungsteile
(1, 2) verläuft, sowie dadurch gekennzeichnet, daß die Vor
sprünge (7, 8 und 9, 10) so gegenseitig angeordnet sind, daß das
erste Verbindungsteile (1) mit dem zweiten Verbindungsteil (2)
in Einbaulage formschlüssig hintergreifbar und verhakbar sowie
zentrierbar im Eingriff steht und daß die Verbindungsteile
(1, 2) eine rechteckige Grundfläche aufweisen, deren Breite
etwas geringer als die Breite des Innenquerschnittes der hori
zontalen Riegel (4) bemessen ist, die Länge des zweiten Ver
bindungsteiles (2) der Länge des Innenquerschnittes des Rie
gels (4) entspricht und die Länge des ersten Verbindungsteiles
(1) mindestens um die Breite einer Stirnfläche (11, 12, 13 oder
14) des Vorsprunges (7, 8 und 9, 10) kürzer ist als die Länge
des zweiten Verbindungsteiles (2) und daß oberhalb des oberen
Vorsprunges (7) an der Vorderseite (5) des ersten Verbindungs
teiles (1) ein quaderförmiger Vorsprung (23) ausgebildet ist,
der zwei vertikale Gewindebohrungen (24) zur Aufnahme von zwei
Schrauben (25) aufweist, wobei die oberen Breitkanten dieses
quaderförmigen Vorsprunges (23) mit je einer Fase (26, 27)
versehen sind und daß an jedem Ende eines Riegels (4) in der
Deckfläche je zwei Durchgangsbohrungen (28, 29) zur Durchfüh
rung der sich auf der oberen rechtwinkligen Fläche (17) des
zweiten Verbindungsteiles (2) abstützenden Schrauben (25)
vorgesehen sind und daß bei jedem Verbindungsteil (1, 2) zwi
schen dem oberen Vorsprung (7, 9) und dem unteren Vorsprung
(8, 10) eine kreisrunde Öffnung (30, 31) vorgesehen ist, wobei
die Öffnung (30) im ersten Verbindungsteil (1) mit einer kon
gruenten Öffnung in mindestens einer Seitenfläche der vertika
len Stütze (3) korrespondiert, sowie dadurch gekennzeichnet,
daß die gleichermaßen die Außenwände, Innenwände, das Dach und
den Fußboden bildenden ebenen, flächigen Gebäudebauplatten
(32) die gleichen Abmessungen aufweisen und aus einem Schicht
körper mit drei, miteinander verklebten Schichten bestehen,
wobei die Mittelschicht einen Holzrahmen umfaßt, dessen Hohl
räume mit einem Hartschaumstoff, ausgewählt aus der Gruppe,
die aus Formaldehyd-Harze, Polyisocyanurate, Polystyrol, Poly
vinylchlorid, Polyurethane besteht, vorzugsweise mit Poly
urethan-Hartschaumstoff verfüllt sind und die Außen- und In
nenschicht durch je eine mehrschichtige Kunststoffplatte ge
bildet wird, wobei die Außenplatte eine selbsttragende Hoch
druck-Schichtstoffplatte ist, die innen aus mit wärmehärtenden
Kunstharzen imprägnierten Zellulosefasern und außen aus mit
Melamin-Kunstharzen imprägnierten Zellulosefasern besteht und
die Innenplatte eine Außen- und Innenschicht aus einem mit
Melaminharz imprägnierten Dekorpapier sowie eine Mittelschicht
aus mit Phenolharz imprägnierten Kraftpapieren aufweist und
die Gebäudebauplatten (32) an ihren beiden schmalen Längssei
ten über Nuten zur Verbindung untereinander und über Quernuten
zum Einrasten in den horizontalen Riegeln (4) verfügen, sowie,
daß das aus Gebäudeplatten (32) bestehende Dach gefällelos
ausgebildet ist, wobei die Gebäudeplatten (32) mit einer, zum
Rand hin verschweißten Kunststoffolie überdeckt sind.
2. Mehrzweck-Fertigteilgebäudemodul nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützen (3) eine quadratisches und die
Riegel (4) ein rechteckiges Hohlprofil aufweisen.
3. Mehrzweck-Fertigteilgebäudemodul nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Längs-, Quer- und Dachscheiben durch
Stahlseile ausgesteift sind.
4. Mehrzweck-Fertigteilgebäudemodul nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß am unteren Ende der vertikalen Stütze (3)
eine Stahlplatte (Fußplatte) angeschweißt ist, an deren Ecken
vier Durchgangsbohrungen zur Aufnahme von vier Gewindebolzen
ausgebildet sind, wobei die Gewindebolzen auf eine deckungs
gleiche Konterplatte aus Stahl aufgeschweißt sind, die mittels
Ankerelementen in das Blockfundament (33) eingegossen ist und
an jedem Gewindebolzen oberhalb und unterhalb der Stahlplatte
je eine Mutter angeordnet ist.
5. Mehrzweck-Fertigteilgebäudemodul nach Anspruch 1, gekenn
zeichnet durch eine quadratische Grundfläche an deren Ecken
vier vertikale Stützen (3) im Raster angeordnet sind.
6. Mehrzweck-Fertigteilgebäudemodul nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Rastermaß in der horizontalen Ebene
6,0 m und vertikal 3,30 m beträgt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996119085 DE19619085C2 (de) | 1996-04-30 | 1996-04-30 | Mehrzweck-Fertigteilgebäudemodul |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996119085 DE19619085C2 (de) | 1996-04-30 | 1996-04-30 | Mehrzweck-Fertigteilgebäudemodul |
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|---|---|
| DE19619085A1 true DE19619085A1 (de) | 1996-10-10 |
| DE19619085C2 DE19619085C2 (de) | 1997-04-30 |
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ID=7794075
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996119085 Expired - Fee Related DE19619085C2 (de) | 1996-04-30 | 1996-04-30 | Mehrzweck-Fertigteilgebäudemodul |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0902133A3 (de) * | 1997-09-11 | 2000-08-23 | OHRA Regalanlagen GmbH | Stahlbaubühne |
| DE202013011756U1 (de) * | 2013-07-03 | 2014-12-05 | Reinhard Pfennig | Kompletter, mehrgeschossiger Neubau ohne traditionelles Fundament, Bodenplatte oder Bodenwanne auf einem vorhandenen Altbau wie beispielsweise Plattenbauten für Wohnzwecke |
| CN109433867A (zh) * | 2018-10-12 | 2019-03-08 | 中信国安建工集团有限公司 | 一种建筑扣件折弯设备及使用方法 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1658990A1 (de) * | 1966-08-03 | 1970-12-10 | Stocker Dipl Bauing Hanspeter | Bauwerk aus vorgefertigten Stahlbauelementen |
| DE1784021A1 (de) * | 1968-06-28 | 1971-07-08 | Heinz Gross | Knotenwinkel-Stahlbausystem |
| DE3306890A1 (de) * | 1983-01-28 | 1984-08-23 | Max Dipl.-Ing. Dr.-Ing. 8700 Würzburg Mengeringhausen | Schnellbaugerippe insbesondere aus stahl als tragende konstruktion fuer decken- und wandplatten eines gebaeudes |
-
1996
- 1996-04-30 DE DE1996119085 patent/DE19619085C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1658990A1 (de) * | 1966-08-03 | 1970-12-10 | Stocker Dipl Bauing Hanspeter | Bauwerk aus vorgefertigten Stahlbauelementen |
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| DE3306890A1 (de) * | 1983-01-28 | 1984-08-23 | Max Dipl.-Ing. Dr.-Ing. 8700 Würzburg Mengeringhausen | Schnellbaugerippe insbesondere aus stahl als tragende konstruktion fuer decken- und wandplatten eines gebaeudes |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0902133A3 (de) * | 1997-09-11 | 2000-08-23 | OHRA Regalanlagen GmbH | Stahlbaubühne |
| DE202013011756U1 (de) * | 2013-07-03 | 2014-12-05 | Reinhard Pfennig | Kompletter, mehrgeschossiger Neubau ohne traditionelles Fundament, Bodenplatte oder Bodenwanne auf einem vorhandenen Altbau wie beispielsweise Plattenbauten für Wohnzwecke |
| CN109433867A (zh) * | 2018-10-12 | 2019-03-08 | 中信国安建工集团有限公司 | 一种建筑扣件折弯设备及使用方法 |
| CN109433867B (zh) * | 2018-10-12 | 2023-08-22 | 中信国安建工集团有限公司 | 一种建筑扣件折弯设备及使用方法 |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19619085C2 (de) | 1997-04-30 |
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