DE19619753A1 - Vorrichtung zum pressenden Aneinanderstoßen von Belagelementen - Google Patents
Vorrichtung zum pressenden Aneinanderstoßen von BelagelementenInfo
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- E04F21/20—Implements for finishing work on buildings for laying flooring
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum pressenden
Aneinanderstoßen von aus einzelnen Belagelementen, z. B.
Parkettstäben, Parkettplatten, Teppichfliesen od. dgl.
gebildeten Belagflächen.
Bekanntlich erfordert eine abstandsfreie Zusammenfügung
von Belagelementen, z. B. Parkettstäben, zur Schaffung
einer zusammenhängenden Belagfläche den Einsatz von Hau
klötzen und Schlagwerkzeugen. Abgesehen davon, daß
Schlagwerkzeuge nur umständlich zu handhaben sind, ist
der Einsatz von Schlagwerkzeugen bei einem ungenügenden
Abstand der Belagelemente zu Wandflächen vielfach nicht
oder nur schwierig durchführbar. Durch die DE-GM 74 39
050 ist eine Anpreßvorrichtung für Belagelemente be
kannt, die mit einer Abwinkelung eines Stahlbandes, z. B.
den Rand einer Parkettafel übergreift und durch Auf
schlagen eines Hammers auf einen auf das andere Ende des
Stahlbandes aufgeschweißten Schlagkörpers über die Ab
winkelung Zugkräfte auf die Parkettafel zur stoßfreien
Anlage derselben an benachbarte Parkettafeln legt. Die
Flexibilität des Stahlbandes führt dabei vielfach zu
einer unsicheren Arbeitsweise und zu einer komplizierten
Handhabung der Anpreßvorrichtung.
Es ist Aufgabe der Erfindung Maßnahmen zum sicheren
pressenden Aneinanderstoßen von Belagelementen und zur
unkomplizierten Handhabung der Anpreßvorrichtung zu
schaffen.
Gemäß der Erfindung ist diese Aufgabe gelöst durch eine
streifenförmige ebene Grundplatte mit einem an einem
stirnseitigen Ende derselben fest angeordneten, sich an
einer Randkante der Belagelemente abstützenden Anlage
körper und einem grundplattenfesten Trägerelement sowie
einem am anderen stirnseitigen Ende der Grundplatte aus
gebildeten Anschlagkörper für einen auf einer am Träger
element und Anschlagkörper festgelegten Führung frei
verschieblichen Schlagkörper. Zweckmäßig ist der Schlag
körper mit einer relativ großen Masse ausgeführt und zur
sicheren Betätigung wahlweise mit einem Griffteil ver
sehen. Zur Handhabung der Vorrichtung wird diese mit
gleichzeitigem Hintergreifen der Randkante des Belagele
ments durch den Anlagekörper auf das Belagelement aufge
legt und durch insbesondere ruckartiges Verschieben des
Schlagkörpers auf der Führung und Auftreffen desselben
auf den grundplattenfesten Anschlagkörper ein Schlagef
fekt auf die Grundplatte ausgeübt, unter dessen Einfluß
das Belagelement an benachbarte Belagelemente pressend
anlegbar ist. Es versteht sich, daß die Vorrichtung bei
Belagelementen beliebiger Art zum Einsatz bringbar ist.
Bevorzugt weist die Grundplatte zum Einsatz bei Belag
elementen aus flexiblen oder nachgebenden Werkstoffen
unterseitig einen mit einer Zahnung, Stiften, Widerhaken
od. dgl. versehenen Plattenkörper abnehmbar auf. Vermit
tels der in das flexible Belagelement mehr oder weniger
weit eingreifenden Zahnung, Stifte od. dgl., ist eine
kraftschlüssige Verbindung zwischen der Vorrichtung und
den Belagelementen herstellbar, durch die bei der Bil
dung von Schlageffekten die Belagelemente pressend an
einanderstoßen.
In Ausgestaltung der Vorrichtung ist vorgesehen, die
Führung für den Schlagkörper durch einen zylindrischen
Stababschnitt zu bilden, der am Trägerelement und am An
schlagkörper durch Klemmittel, z. B. Schrauben, festge
legt ist. Der Schlagkörper selbst kann durch einen hül
senförmigen Zylinder mit kreisringförmiger oder eckiger
Querschnittsform gebildet sein, der eine durchgehende
Aufnahmebohrung für die Führung aufweist.
Weiter ist vorgesehen, das Trägerelement für die Führung
durch eine rechtwinklige Aufbiegung an einem stirnseiti
gen Ende der Grundplatte zu bilden, während der Anlage
körper durch einen streifenförmigen ebenen oder abge
kröpften Formteil bildbar ist, der sich quer zur Längs
achse der Grundplatte erstreckt und mit dem als Träger
element dienenden Teil der Grundplatte fest, z. B. durch
Schweißung oder lösbar fest durch Klemmittel verbunden
ist.
Bei einer vereinfachten Fortbildung der Vorrichtung ist
vorgesehen, das Trägerelement durch einen auf der Grund
platte fest, z. B. durch Schweißen, aufgesetzten u-förm
igen Formteil zu bilden und am Steg des Formteils die
Führung für den Schlagkörper angreifen zu lassen. Eine
besonders einfache Ausgestaltung der Vorrichtung ergibt
sich weiter dadurch, wenn der Anlagekörper durch eine
streifenförmige Abbiegung des Grundplattenendes gebil
det ist. Weiterhin vermeidet eine zusätzliche Anordnung
von Gleitscheiben aus einem flexiblen oder elastischen
Werkstoff, z. B. Filz, an der Unterseite der Grundplatte
Beschädigungen der Belagkörper.
Es versteht sich, daß die Führung für den Schlagkörper
in beliebig anderer Weise ausgebildet sein kann. So ist
es möglich, die Führung durch zwei im Abstand parallel
nebeneinander angeordnete zylindrische Stababschnitte zu
bilden, die gemeinsam am Trägerelement und am Anschlag
körper fest angreifen. Die Anordnung von zwei Stabab
schnitten als Führung verhindert Verkantungen oder Ab
kippungen des Schlagkörpers.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in
den Figuren verdeutlicht. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung im Längsschnitt,
Fig. 2 eine Vorrichtung der Fig. 1 in Draufsicht,
Fig. 3 eine Vorrichtung anderer Ausgestaltung in
Draufsicht,
Fig. 4 eine Vorrichtung gemäß Fig. 3 in Seitenansicht,
Fig. 5 eine Vorrichtung der Fig. 3 in Vorderansicht
und
Fig. 6 einen Teilschnitt einer Grundplatte für eine
Vorrichtung mit Stiftplatte.
In den Fig. ist mit 1 eine ebene trapezförmige Grund
platte bezeichnet, die aus einem Eisenwerkstoff besteht.
An einem stirnseitigen Ende der Grundplatte 1 ist eine
als Anlagekörper dienende Abbiegung 2 vorgesehen, die
unmittelbar oder unter Zwischenfügung eines Steckschuhs
3 an der Stirnseite 4′ eines Belagelements, z. B. Par
kettstabes 4 (gestrichelt dargestellt) abstützbar ist.
Im Bereich der Abbiegung 2 ist auf der Oberseite der
Grundplatte 1 der Fig. 1 und 2 ein u-förmiges Trägerele
ment 5 durch Schweißung fest aufgebracht, während am an
deren Ende der Grundplatte 1 ein als Widerlager dienen
der Anschlagkörper 6 rechtwinkelig aufgebogen ist. Am
Trägerelement 5 und Anschlagkörper 6 greift eine durch
Gewindeschrauben 7 fixierte stabförmige Führung 8 an,
auf der ein Schlagkörper 9 großer Masse frei verschieb
lich aufgebracht ist. Der Schlagkörper 9 ist zur leich
teren Handhabung mit einem Griffteil 10 versehen.
Bei Auflegen der Vorrichtung auf den das Belagelement
bildenden Parkettstab 4 und Hintergreifen der Stirnseite
4′ desselben durch die Abbiegung 2 ist insbesondere
durch ruckartiges Längsbewegen des Schlagkörpers 9 auf
der Führung 8 aus der strichpunktierten Ausgangsstellung
in die voll gezeichnete Stellung und Auftreffen auf den
Anschlagkörper 6 ein Schlageffekt auf die Grundplatte 1
legbar, der über die Abbiegung 2 ein pressendes Aneinan
derstoßen des Parkettstabes 4 an benachbarte Parkettstä
be bewirkt. Die Vorrichtung eignet sich bei in Wandnähe
oder unter Heizkörper od. dgl. zu verlegenden Belagele
menten zum Einsatz zu kommen, ohne daß zusätzliche unab
hängige Schlagwerkzeuge, wie Hammer, Hauklotz od. dgl.,
erforderlich sind. An der Unterseite weist die Grund
platte 1 Gleitscheiben 11 auf, die eine beschädigungs
freie Führung der Vorrichtung auf beliebigen Belagele
menten ermöglicht.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 bis 6 ist die Grund
platte 1 an ihren beiden stirnseitigen Enden mit Auf
biegungen 12,13 versehen. Mit der Aufbiegung 12 ist ein
abgekröpfter Formteil 14 als Anlagekörper durch Gewinde
schrauben 15 verbunden. Der Formteil 14 kann sich mit
dem freien Ende 14′ an stirnseitige Randkanten 4′ von Be
lagelementen, z. B. Parkettstäben 4 abstützen. Der Form
teil 14 und die Aufbiegung 12 halten gemeinsam mit der
Aufbiegung 13 eine stabförmige Führung 8, auf der ein
Schlagkörper 9 großer Masse frei verschiebbar aufge
bracht ist. Durch Anlaufen des Schlagkörpers 9 auf die
Aufbiegung 13 wird wiederum ein Schlageffekt auf die
Grundplatte 1 ausgeübt, der sich über den Formteil 14,
und dem Formteilende 14′ auf das Belagelement zum pres
senden Aneinanderstoßen desselben an benachbarten Belag
elementen überträgt. Der Schlagkörper 9 ist mit oder
ohne Griffteil ausgerüstet.
Die Grundplatte 1 des Ausführungsbeispiels der Fig. 3
und 4 weist Bohrungen 16 auf, die der Aufnahme von Hal
temitteln 17 (Fig. 6) zur Festlegung eines mit einer
Zahnung 18 od. dgl. versehenen Plattenkörpers 19 an der
Grundplatte dienen. Der Plattenkörper 19 greift mit
seiner Zahnung 18, z. B. in Teppichfliesen, zum pressen
den Aneinanderstoßen derselben an benachbarte Teppich
fliesen bei Verlegevorgängen ein.
Claims (11)
1. Vorrichtung zum pressenden Aneinanderstoßen von aus
einzelnen Belagelementen, z. B. Parkettstäben, Parketta
feln, Teppichfliesen od. dgl. gebildeten Belagflächen,
gekennzeichnet durch eine streifenförmige ebene Grund
platte (1) mit einem an einem stirnseitigen Ende dersel
ben fest angeordneten, sich an einer Randkante (4′) der
Belagelemente (4) abstützenden Anlagekörper (2) und
einem grundplattenfesten Trägerelement (5) sowie einem
am anderen stirnseitigen Ende der Grundplatte (1) ausge
bildeten Anschlagkörper (6) für einen auf einer am Trä
gerelement (5) und Anschlagkörper (6) festgelegten Führ
ung (8) frei verschieblichen Schlagkörper (9).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führung (8) für den Schlagkörper (9) durch einen
zylindrischen Stababschnitt gebildet ist, der am Träger
element (5) und dem Anschlagkörper (6) durch Klemmittel,
z. B. Schrauben (7), festgelegt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlagkörper (9) durch einen hülsenförmigen Zy
linder mit kreisringförmiger oder eckiger Querschnitts
form gebildet ist, der eine durchgehende Aufnahmebohrung
für den als Führung (8) dienenden Stababschnitt auf
weist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlagkörper (9) mit einer relativ großen Masse
ausgeführt ist und wahlweise einen Griffteil (10) auf
weist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Trägerelement (5) für die Führung (8) durch eine
rechtwinklige Aufbiegung am stirnseitigen Ende der
Grundplatte (1) gebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anlagekörper (2) durch einen streifenförmigen
ebenen oder abgekröpften Formteil gebildet ist, der sich
quer zur Längsachse der Grundplatte (1) erstreckt und
mit dem als Trägerelement (5) dienenden Teil der Grund
platte (1) fest, z. B. durch Schweißung oder lösbar fest
durch Klemmittel verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Grundplatte (1) unterseitig ein eine Zahnung
(18), Stifte, Widerhaken od. dgl. aufweisender Platten
körper (19) abnehmbar fest angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Trägerelement (5) durch einen auf der Grundplat
te (1) fest, z. B. durch Schweißung aufgesetzten u-förm
igen Formteil gebildet ist und daß am Steg des Formteils
ein Ende der Führung für den Schlagkörper angreift.
(Fig. 1, 2).
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anlagekörper durch eine streifenförmige Abbieg
ung (2) des Endes der Grundplatte (1) gebildet ist.
(Fig. 1, 2)
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Grundplatte (1) unterseitig Gleitscheiben
(11) aus einem flexiblen Werkstoff, z. B. Filz, fest auf
weist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Führung für den Schlagkörper (9) durch
zwei im Abstand parallel nebeneinander angeordnete zy
lindrische Stababschnitte (8) gebildet ist, die gemein
sam am Trägerelement (5) und am Anschlagkörper (6) fest
angreifen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19619753A DE19619753A1 (de) | 1996-05-16 | 1996-05-16 | Vorrichtung zum pressenden Aneinanderstoßen von Belagelementen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19619753A DE19619753A1 (de) | 1996-05-16 | 1996-05-16 | Vorrichtung zum pressenden Aneinanderstoßen von Belagelementen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19619753A1 true DE19619753A1 (de) | 1997-11-20 |
Family
ID=7794478
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19619753A Withdrawn DE19619753A1 (de) | 1996-05-16 | 1996-05-16 | Vorrichtung zum pressenden Aneinanderstoßen von Belagelementen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19619753A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19817894A1 (de) * | 1998-04-22 | 1999-11-04 | Mario Hoppmann | Vorrichtung zum Zusammentreiben einer Nut-Feder-Verbindung mit Anlagefläche |
| DE19849349A1 (de) * | 1998-10-26 | 2000-05-04 | Heinrich Suchy | Verlegewerkzeug |
| WO2003076740A1 (en) * | 2002-03-14 | 2003-09-18 | Itools Aps | Tool for use when laying down floor elements with tongue and groove joints |
| DE202016001252U1 (de) | 2016-02-29 | 2016-04-25 | Sascha René Keiber | Zug-Werkzeug |
-
1996
- 1996-05-16 DE DE19619753A patent/DE19619753A1/de not_active Withdrawn
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19817894A1 (de) * | 1998-04-22 | 1999-11-04 | Mario Hoppmann | Vorrichtung zum Zusammentreiben einer Nut-Feder-Verbindung mit Anlagefläche |
| DE19817894C2 (de) * | 1998-04-22 | 2002-11-14 | Mario Hoppmann | Vorrichtung zum Zusammentreiben einer Nut-Feder-Verbindung |
| DE19849349A1 (de) * | 1998-10-26 | 2000-05-04 | Heinrich Suchy | Verlegewerkzeug |
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| US7121528B2 (en) | 2002-03-14 | 2006-10-17 | Itools Aps | Tool for use when laying down floor elements with tongue and groove joints |
| DE202016001252U1 (de) | 2016-02-29 | 2016-04-25 | Sascha René Keiber | Zug-Werkzeug |
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Legal Events
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