DE19817894A1 - Vorrichtung zum Zusammentreiben einer Nut-Feder-Verbindung mit Anlagefläche - Google Patents
Vorrichtung zum Zusammentreiben einer Nut-Feder-Verbindung mit AnlageflächeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zusammentreiben einer Nut-Feder-Verbindung, die mit einer Anlagefläche versehen ist, die an einer freien Stelle des zutreibenden Teils anlegbar ist, vorzugsweise zum Verlegen von segmentartigen Bodenbelägen. DOLLAR A Erfindungsgemäß schließt sich an die Anlagefläche eine im rechten Winkel verlaufende Gleitschiene an, auf der ein festverbundenes Anschlagelement vorgesehen ist, auf das ein Schlagelement wirkt, das gleitend auf der Gleitfläche der Gleitschiene geführt ist. DOLLAR A Auf diese Weise wirkt die auf das Schlagelement eingebrachte Schlagwirkung als Zugkraft auf das anzuschließende Bodenelement, so daß die Stoß- oder Schlagwirkung nicht direkt auf das Bodenelement eingebracht werden muß, wodurch die Anlagefläche und das Bodenelement selbst vor Beschädigung geschützt wird. Gleichzeitig wird die Zugkraft auf eine breite Fläche gleichmäßig verteilt und damit eine gerichtete Bewegung auf das anzuschließende Bodenelement erreicht. Darüber hinaus ist die Vorrichtung sehr leicht zu Handhaben und die Krafteinbringung kann durch kurze Schläge sehr schonend und mit geringem Kraftaufwand auf das Schlagelement aufgebracht werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zusammen
treiben einer Nut-Feder-Verbindung, die mit einer Anla
gefläche versehen ist, die an einer freien Seite des zu
treibenden Teils anlegbar ist, vorzugsweise zum Verlegen
von segmentartigen Bodenbelägen, die in einem Kleberbett
oder schwimmend durch Verkleben der aneinander anstoßen
den Seiten verlegt und über eine Nut-Feder-Verbindung
dicht angeschlossen werden, wie beispielsweise Laminate
oder Parkett.
Beim Verbinden von Elementen, die durch eine Nut-Feder-
Verbindung dicht verschlossen werden, ist zu gewähr
leisten, daß die segmentartigen Elemente nach dem Ver
legen auf der gesamten Länge dicht verschlossen sind, um
einerseits eine fluchtende Verlegung zu erreichen und daß
andererseits ein Eindringen von Feuchtigkeit, beispiels
weise bei der Reinigung, verhindert wird. Ein Eindringen
von Feuchtigkeit in die Stoßbereiche würde zwangsläufig
nach einer gewissen Zeit zum Aufquellen der Stoßkanten
führen, was besonders bei Laminaten zum Ausbrechen der
Stoßkanten führt, so daß die Lebensdauer des Bodenbelages
sehr beeinträchtigt wird.
Um möglichst eine spaltfreie Verbindung von Nut und Feder
ausführen zu können, werden folglich die Federn und die
Nuten mit einer hohen Paßgenauigkeit ausgeführt, so daß
ein dichter Anschluß der Bodensegmente untereinander nur
durch ein Einschlagen der Feder in die Nut oder ein Ver
spannen der bereits verlegten Bodensegmente mit entspre
chenden Hilfsmitteln möglich ist.
Zu diesem Zweck wird die Feder oder auch die Nut eines
Bodensegments in die Nut oder in die Feder bereits ver
legter Bodensegmente mit einem Hammer eingetrieben. Diese
Praxis kann aber trotz größter Sorgfalt zur Beschädigung
der Bodensegmentoberfläche aber zumindest der Seitenflä
chen führen, die mit der Nut oder der Feder ausgebildet
sind. Darüber hinaus besteht selbst bei einem geübten
Fachmann zum Verlegen derartiger Bodenbeläge die Gefahr,
daß beim Einschlagen der Nut-Feder-Verbindung ein an
zuschließendes Bodensegment nicht über seine gesamte
Längs- und Querseite dicht an die angrenzenden Bodense
gmente angrenzt, so das zusätzliche Kontrollen und Kor
rekturen nicht auszuschließen sind, um die Bodensegmente
fluchtend zu verlegen. Vielmehr mögliche Korrekturen
können den sich bereits ausgebildeten Klebefilm zwischen
den verbindenden Flächen zerreißen und die Klebeschicht
für Flüssigkeiten durchlässig machen. Darüber hinaus er
höhen zusätzliche Kontrollen und Korrekturen den für die
Verlegung der Bodenbeläge erforderlichen Zeitaufwand.
Aus der DE 195 14 086 A1 ist eine Spannvorrichtung zum
Verspannen einer aus einzelnen Segmenten bestehenden Bo
denfläche bekannt, mit der die bereits verlegten Boden
beläge mit Spanngurten und einer Spannhebelautomatik ge
geneinander verspannt werden. Eine derartige Spannvor
richtung scheint für die Verlegung von schwimmenden oder
in einem Kleberbett verlegten Bodenbelägen ungeeignet.
Zum einen sind zum Verspannen der Bodensegmente zwei
Spannvorrichtungen notwendig und zwar je eine zum Ver
spannen des Bodenelements über die Längsseite und eine
zum Verspannen über die Querseite, wenn die bereits ver
legten und noch nicht fest verklebten Bodensegmente nicht
belastet werden sollen, was beim Umlegen des Gurts bei
nur einer Spannvorrichtung unvermeidbar ist und zum
anderen ist bzw. sind die Spannautomatiken beim Plazieren
eines neuen Bodensegments auf der bereits verlegten Bo
denfläche abzulegen, wodurch eine Beschädigung der Ober
fläche der verlegten Fläche nicht ausgeschlossen werden
kann. Darüber hinaus besteht auch die Gefahr, daß beim
Verspannen des frisch verlegten Bodensegments sich die
bereits großflächig verlegten Bodenelemente, die durch den
übergreifenden Gurt mit einbezogen werden, sich nach oben
auswölben, und vom Kleberbett abheben bzw. bei schwim
mender Verlegung des Bodenbelags der noch nicht abgebun
dene Klebefilm beschädigt wird. Dadurch kann nicht nur
die Lagestabilität des Bodenbelags sondern auch die
flüssigkeitsdichte Verklebung beeinträchtigt werden.
Aus der DE 196 08 827 A1 ist eine Vorrichtung zum Ver
legen von abschnittsweise zu verlegenden Bodenbelägen
bekannt, bei der ein Trageelement mit einer Anlagefläche
für die Hinterkante des Bodenabschnitts versehen ist, daß
auf der Oberfläche des Bodensegments auflegbar ist und
das mit einem Eingriffselement zum formschlüssigen Ein
griff an der Hinterkante des Bodenelements und mit einem
Handgriff zum manuellen Ergreifen des Trageelements und
des Bodensegments ausgebildet ist, welches gleichzeitig
zum Aufbringen einer Stoßwirkung auf das Trageelement in
Richtung auf die Vorderkante dient.
Mit dieser Vorrichtung kann ein Bodensegment gut ergrif
fen und plaziert werden, jedoch ist eine mit dem Handbal
len aufzubringende Stoßwirkung, infolge der gewünschten
hohen Paßgenauigkeit der Feder-Nut-Ausbildung, sehr hoch,
um das Bodensegment fugendicht ohne weitere Hilfsmittel
an bereits verlegte Bodensegmente anzufügen.
Vielmehr, durch die flächenmäßige Auflage des Bodenseg
ments zu dem Zeitpunkt, wo die Stoßwirkung aufzubringen
ist, bzw. bei schwimmend zu verlegenden Bodenbelägen,
durch den in die Nut eingebrachten Kleber erhöht sich
die aufzubringende Kraft in der Weise, daß es vorteilhaf
ter ist, wieder auf ein Schlagelement, beispielsweise
einen Hammer, zurückzugreifen, weil das Einbringen der
Stoßwirkung auf den Handgriff mit dem Handballen über
eine längere Dauer zu bleibenden Schäden im Handgelenk
führen könnte. Mit dem Aufbringen der Stoßwirkung auf das
Trageelement mit einem Hammer besteht aber wieder die
hohe Wahrscheinlichkeit, daß die Stoßwirkung zum einen
nicht mittig auf das Griffstück aufgebracht wird, so daß
es auf der Länge der beiden zu verbindenden Seiten nicht
zu einer gleichmäßigen Stoßwirkung kommt und somit nicht
zu einer gleichmäßigen Anlage des anzufügenden Bodenseg
ments. Die Folge ist, daß eine Kontrolle und eine mög
liche Korrektur hinsichtlich der fluchtenden Lage des an
zuschließenden Bodensegments nicht ausgeschlossen werden
kann. Aber auch das Ansetzen des Bodensegments an ein
bereits verlegtes Bodensegment in einem größeren Winkel,
wie es nach der DE 196 08 827 A1 empfohlen wird, kann zu
einer ungleichmäßigen Verteilung des Klebers, bei schwim
mender Verlegung im Nutengrund bzw. bei einer Verlegung
im Kleberbett an der am Kleberbett verlaufenden Kante des
Bodensegments führen, so daß entweder der Anstoßdruck
vergrößert werden muß, um eine gleichmäßige Verteilung
und damit sichere Fugenverklebung zu erreichen oder es
kommt auf der Oberfläche zu einer Spaltvergrößerung, die
zusätzlich versiegelt werden muß, um eine flüssigkeits
dichte Spalte zwischen den verbundenen Bodenbelägen aus
zubilden.
Durch die punktartige und möglicherweise auch einseitige
Stoßeinwirkung auf die Anlageleiste bei einer freien
Schlageinwirkung, wie sie beispielsweise mit einem Hammer
ausgeführt wird, die auch unterschiedlich groß sein kann,
kann eine Beschädigung der Seite des Bodenelements nicht
ausgeschlossen werden, die mit der Stoßwirkung beauf
schlagt wird, da es in Abhängigkeit der Schlagwirkung zum
Eindrücken der Anlageleiste auf der Anlageseite des Bo
denelements kommen kann, die unter Umständen das Boden
segment unbrauchbar macht. Diese Wahrscheinlichkeit ist
um so größer je kürzer die Anlageleiste ausgebildet ist,
deren Länge nach der DE 196 08 827 durch das Eingriffs
element begrenzt ist.
Darüber hinaus kann auch durch eine freie Schlagwirkung
die Verletzungsgefahr nicht vollständig ausgeschlossen
werden, da in jedem Fall das Trageelement bzw. das Boden
segment bei der Ausübung der Schlagwirkung mit der ande
ren Hand gehalten bzw. angedrückt werden muß und ein Ab
rutschen mit dem Schlagelement nicht immer vermieden wer
den kann, was unter anderem auch zur Beschädigung des Bo
densegments führen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zu
schaffen, die nach dem Plazieren eines Bodenelements an
bereits verlegte Bodensegmente ein gleichmäßiges dichtes
Zusammentreiben einer Nut-Feder-Verbindung auf der ganzen
Länge der zu verbindenden Bodensegmente gewährleistet,
die einfach in der Handhabung ist und die eine Beschä
digung der Oberfläche und der Anlegeseite für die Anla
gefläche sowie eine Verletzungsgefahr ausschließt, wobei
die Stoßwirkung gerichtet und definiert auf das Boden
element aufgebracht werden kann.
Die Aufgabe wird nach der vorliegenden Erfindung dadurch
gelöst, daß sich an der Anlagefläche eine im rechten
Winkel verlaufende Gleitschiene anschließt, auf der ein
festverbundenes Anschlagelement vorgesehen ist, auf das
ein Schlagelement wirkt, das gleitend auf der Gleitfläche
der Gleitschiene geführt ist.
Mit einer derartigen Vorrichtung kann das anzuschließende
Bodenelement ohne Schlageinwirkung auf die Anlegeseite
der Anlagefläche in die Nut-Feder-Verbindung eingetrieben
werden. Vielmehr durch das auf der Gleitschiene geführte
Schlagelement, das auf das der Anlagefläche gegenüber
liegenden Ende der Gleitschiene befestigte Anschlagele
ment wirkt, wird eine gerichtete Schlagwirkung auf das
Anschlagelement ausgewirkt, die auf die Anlagefläche als
gleichmäßig verteilte Zugkraft übertragen wird. Damit
wird das anzuschließende Bodenelement eindeutig in sei
ner Zugrichtung fixiert und an das bereits verlegte Bo
densegment über die gesamte Länge der zu verbindenden
Seiten gleichmäßig fluchtend angebunden, selbst dann,
wenn die Vorrichtung nicht mittig auf den Bodensegmenten
aufgelegt wird.
Folglich kann auf eine Kontrolle und eine mögliche Kor
rektur zum fluchtenden Ausrichten des angeschlossenen
Bodensegments verzichtet werden. Durch die sich damit
bietende Möglichkeit der korrekturlosen Verlegung der
Bodensegmente kann gewährleistet werden, daß die Klebe
verbindungen bei einer schwimmenden Verlegung bzw. bei
einer Verlegung im Kleberbett unbeschädigt bleiben, wo
durch die Lagestabilität des verlegten Bodens verbessert
und eine flüssigkeitsdichte Verklebung zwischen den ver
legten Bodensegmenten gesichert wird.
Darüber hinaus wird die Schlagwirkung durch das Gewicht
des Schlagelements und die Führungslänge des Schlagele
ments auf der Gleitschiene begrenzt und kann durch meh
rere kurze Stoßwirkungen sehr definiert auf das Anschlag
element und damit als Zugkraft auf die Anlagefläche auf
gebracht werden. Damit ist zum einen eine sehr schonende
und sichere gleichmäßige Anbindung des Bodenelements
möglich und zum anderen kann die Stoßwirkung auch ohne
weitere Schlagelemente verletzungsfrei mit der Hand auf
das Schlagelement aufgebracht werden, so daß mit Sicher
heit eine undefinierte Schlageinwirkung auf irgendeiner
Stelle des Bodensegments ausgeschlossen werden kann, die
zur Beschädigung des Bodensegments führt.
Somit ist es mit der erfinderischen Vorrichtung möglich,
einen Bodenbelag aus abschnittsweise zu verlegenden
Bodensegmenten ohne weitere Hilfsmittel sehr wirtschaft
lich und mit einer hohen Sorgfalt auszuführen, wobei der
aufzuwendende Zeitaufwand pro Quadratmeter durch die ein
fache und wirkungsvolle Anwendung der Vorrichtung gegen
über bereits bekannten Verlegearten mit oder ohne Verle
gehilfe verringert werden konnte.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Er
findung ist die Auflagefläche der Gleitschiene mit einer
Schutzauflage versehen, die sich bevorzugt bis über die
Anlagefläche erstreckt und vorzugsweise aus einer Filz
auflage besteht. Auf diese Weise wird die Oberfläche der
Bodenelemente über die Länge der aufgelegten Gleitschiene
sowie auch die Anlegeseite der Bodenelemente für die An
lagefläche vor einer Beschädigung bei einer möglichen un
sachgemäßen Handhabung einer anderen Verlegehilfe ge
schützt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist
die Anlagefläche mit einer Aussparung versehen, deren
Abmessung mindestens der Abmessung der Feder entspricht.
Auf diese Weise wird erreicht, daß die auf die Anlege
seite aufgebrachte Zugkraft nicht auf die Feder wirkt,
sondern auf die Seitenfläche des Bodenelements. Eine Wir
kung der Zugkraft auf die Feder könnte infolge der Form
der Feder zu einer möglichen Stauchung der Federkante
führen, die den Anschluß des folgenden Bodensegments
beeinträchtigen könnte.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Er
findung weist die Anlagefläche eine Länge auf, die größer
als die Breite der Gleitschiene ist, wobei die Gleit
schiene mittig an der Anlagefläche angeordnet ist, die
vorteilhafterweise mit Streben abgestützt ist, die vor
zugsweise in einem Winkel von 45° gegen die Gleitschiene
gerichtet sind. Mit einer derartigen Ausbildung und
Anordnung der Anlagefläche, kann die Zugkraftverteilung
auf das anzuschließende Bodenelement auf eine Länge ver
teilt werden, die auch dann einen fluchtenden und exakt
ausgerichteten Anschluß des Bodenelements möglich macht,
wenn die Gleitschiene außermittig auf die Oberfläche der
bereits verlegten und des anzuschließenden Bodenelements
aufgelegt wurde. Darüber hinaus wird die Zugkraft auf
eine größere Länge der Seite des Bodensegments verteilt,
so daß selbst bei einem stärkeren Anschlag des Schlagele
ments auf das Anschlagelement eine Beschädigung der Anle
geseite des Bodenelements ausgeschlossen werden kann.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Er
findung ist der Gleitweg des Schlagelements auf der dem
Anschlagelement gegenüberliegenden Seite mit einem Wider
lager begrenzt. Durch das Widerlager ist das Schlagele
ment unverlierbar festgelegt. Darüber hinaus wird beim
Ausführen der Schlagbewegung ein Ausgleiten des Schlag
elements aus der Führung vermieden, so das eine mögliche
Beschädigung des Bodensegments oder eine Verletzungsge
fahr durch ein Ausgleiten des Schlagelements völlig
ausgeschlossen ist.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das
Schlagelement mit einem festverbundenen und vorzugsweise
im Winkel von 60° angeordneten Schiebebolzen versehen,
der mit einem handgerechten Griffstück ausgebildet ist
und bevorzugt mittig auf der Seite des Schlagelements
liegt, die von der Gleitfläche abgewandt ist. Durch die
feste Verbindung und dem bevorzugten Winkel kann die
Kraftübertragung mit der Hand optimal auf das Schlagele
ment aufgebracht werden, ohne das eine körperliche Schä
digung des Benutzers der Vorrichtung befürchtet werden
muß.
Es ist aber auch möglich das Griffstück als Adapter
auszubilden und einen elektrischen oder pneumatischen
Antrieb anzuschließen, der eine geeignete Treibwirkung
auf das Schlagelement auswirkt.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Er
findung ist die Führung zwischen dem Schlagelement und
der Gleitschiene in der Weise ausgebildet, daß das
Schlagelement horizontal gleitend geführt und vertikal in
der Führung unverlierbar ist. Durch eine derartige Füh
rung kann die Vorrichtung als eine in sich geschlossene
Einheit ausgebildet werden, so daß zum Zusammentreiben
einer Nut-Feder-Verbindung von segmentartig zu verlegen
den Bodenbelegen ein in sich geschlossenes Werkzeug
benötigt wird.
Weitere mögliche Ausführungsformen der Erfindung sind in
den weiteren Unteransprüchen angegeben.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden ausführlichen Beschreibung und den beige
fügten Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung beispielsweise veranschaulicht sind.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine schematisch
dargestellte Vorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine schematisch dar
gestellte Vorrichtung,
Fig. 3 bis 6 mögliche Ausführungsformen der
Führung zwischen dem Schlagelement
und der Gleitschiene.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Gleit
schiene 1, einer Anlagefläche 2, einem Anschlagelement 3
und einem Schlagklotz 4.
Die Gleitschiene 1 ist mittig am oberen Bereich der Anla
gefläche 2 in einem Winkel von 90° fest oder auch lösbar
eingebunden und bildet mit der angrenzenden Fläche der
Anlagefläche 2 einen ebenen Übergang aus, wobei sich die
Anlagefläche 2 ausgehend von der Auflagefläche 12 der
Gleitschiene 1 nach unten in einer Breite erstreckt, die
annähernd der Dicke eines Bodensegments entspricht.
Bevorzugt ist die Anlagefläche 2, im Bereich der sich
nach unten erstreckenden Breite, mit einer Aussparung 13
versehen, die sich über die Länge der Anlagefläche 2 aus
dehnt und deren Lage durch die Lage einer Feder in einem
Bodensegment bestimmt wird. Die Tiefe sowie die Breite
der Aussparung 13 entspricht dabei mindestens der Abmes
sung einer Feder. Es kann aber vorteilhaft sein, wenn sie
geringfügig größer ausgebildet werden.
Vorteilhafterweise weist die Anlagefläche an ihrer zur
Gleitschiene 1 zugewandten Seite Streben 9, 9a auf, die
bevorzugt in einem Winkel von 45° mit der Anlagefläche 2
festverbunden sind, die ebenfalls im Winkel von 45° an
den Seitenflächen der Gleitschiene 1 anliegen und mit
dieser fest oder lösbar verbunden sind.
Die Gleitschiene 1 weist auf der Gleitfläche 11 seitlich
angeordnete Führungsschienen 10, 10a auf, die sich über
die Länge der Gleitfläche 11 erstrecken. Am Ende der
Gleitschiene 1, das der Anlagefläche 2 gegenüberliegt,
ist ein Anschlagelement 3 vorgesehen, das den Gleitweg
der Gleitfläche 11 und der Führungsschienen 10, 10a be
grenzt und das mit der Gleitschiene 1 und den Führungs
schienen 10, 10a festverbunden ist.
An dem Ende der Gleitschiene 11 und der Führungsschienen
10, 10a, das dem Anschlagelement 3 gegenüberliegt, ist
ein Widerlager 8 vorgesehen, welches den Gleitweg auf der
Gleitfläche 11 und zwischen den Führungsschienen 10, 10a
in Richtung der Anschlagfläche 2 begrenzt.
Auf der Gleitfläche 11 und zwischen den Führungsschienen
10, 10a ist ein Schlagelement 4 vorgesehen, welches
gleitend zwischen dem Anschlagelement 3 und dem Wider
lager 8 verschiebbar ist.
Auf dem Schlagelement 4 ist mittig ein festverbundener
Schiebebolzen 5 angeordnet, der zu dem Schlagelement 4 in
einem Winkel von 60°, der an seinem oberen Ende mit einem
handlichen Griffstück 6 ausgebildet ist. Die Verbindung
zwischen dem Griffstück 6 und dem Schiebebolzen kann
unlösbar oder lösbar, beispielsweise über eine Gewinde
verbindung 14, erfolgen.
Die Führungsschienen 10, 10a sind mit parallel zu der
Gleitfläche 11 verlaufenden Führungsleisten 15, 15a
ausgebildet, die die Gleitfläche 11 überdecken und sich
bis über das Schlagelement 4 erstecken.
An der Auflage 12, die in Richtung der Bodenelemente
gerichtet ist, ist eine Schutzauflage 7 aufgebracht, die
sich bis über den angrenzenden Bereich der Anlagefläche 2
erstreckt, die bei der Auflage der Vorrichtung die Ober
fläche und die Anlegeseite des Bodenelements auch vor
geringer Beschädigung schützt.
Bei der Benutzung wird die Vorrichtung mit der Auflage
fläche 12 auf das anzuschließende Bodenelement und in
Abhängigkeit der Länge der Gleitschiene 1 auf mindestens
ein bereits verlegtes Bodenelement aufgelegt.
Anschließend wird die Anlagefläche 2 an die Anlageseite
des anzuschließenden Bodensegments bündig angelegt und
das zwischen den Führungsschienen 10, 10a und auf der
Gleitfläche 11 gleitende geführte Schlagelement 4 mit
einem oder mehreren kurzen Schlägen gegen das Anschlag
element 3 geschlagen. Die auf das Anschlagelement 3 ein
wirkende Schlagwirkung wird über die Gleitschiene 1 auf
die Anlagefläche 3 als gleichmäßig verteilte Zugkraft
übertragen.
Diese Zugkraft ist ausreichend, um das anzuschließende
Bodensegment gleichmäßig und dicht in die Nut-Feder-
Verbindung des anzuschließenden und des bereits verlegten
Bodenelements einzutreiben. Anschließend wird die Vor
richtung um 45° gedreht und in gleicher Weise zum Zusam
mentreiben der Nut-Feder-Verbindung mit dem bereits
verlegten Bodensegment auf der Querseite genutzt.
Da beide Vorgänge während einer sehr geringen Zeit mit
dieser Vorrichtung unmittelbar nacheinander erfolgen,
kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, daß der
Prozeß des Abbindens des Klebefilms noch nicht begonnen
hat, so daß eine Beschädigung des Kleberfilms nicht zu
erwarten ist.
In den Fig. 3 bis 6 sind weitere Möglichkeiten der Aus
bildung eines Schlagelements 4a, 4b, 4c mit dazugehörigen
Gleitflächen 11a, 11b, 11c gezeigt. Zusätzlich ist in
Fig. 6 auch eine mögliche Ausführungsform der Führung 16
auf der Gleitschiene 1 dargestellt. Diese Ausführungs
formen sind nur Beispiele und begrenzen nicht den Schutz
umfang der Erfindung.
Selbstverständlich ist die erfindungsgemaße Vorrichtung
nicht nur auf das Zusammentreiben von Nut-Feder-Verbin
dungen bei segmentartig zu verlegenden Bodenbelägen be
grenzt, sondern ist auch für alle anderen Arbeiten nutz
bar, wo eine Nut-Feder-Verbindung zusammengetrieben
werden muß, beispielsweise wie bei Panellen.
Claims (20)
1. Vorrichtung zum Zusammentreiben einer Nut-Feder-
Verbindung, die mit einer Anlagefläche versehen
ist, die an einer freien Seite des zu treibenden
Teils anlegbar ist, vorzugsweise zum Verlegen von
segmentartigen Bodenbelägen, die in einem Kleber
bett oder schwimmend durch Verkleben der aneinan
der anstoßenden Seiten verlegt und über eine Nut-
Feder-Verbindung dicht angeschlossen werden, wie
beispielsweise Laminat oder Parkett, dadurch
gekennzeichnet, daß sich an der Anlagefläche (2)
eine im rechten Winkel verlaufende Gleitschiene
(1) anschließt, auf der ein festverbundenes An
schlagelement (3) vorgesehen ist, auf das ein
Schlagelement (4) wirkt, das gleitend auf der
Gleitfläche (11) der Gleitschiene (1) geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Gleitschiene (1) mit dem Anschlags
element (3) und der Anlagefläche (2) einstückig
ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Verbindungen zwischen der Gleitschie
ne (1) des Anschlagselements (3) und der Anlage
fläche (2) eine unlösbare Verbindung ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Verbindungen zwischen der Gleitschie
ne (1), dem Anschlagselement (3) und der Anlage
fläche (2) eine lösbare Verbindung ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Verbindung zwischen der Gleitschiene
(1) und des Anschlagelements (3) eine unlösbare
Verbindung und die Verbindung zwischen der Gleit
schiene (1) und der Anlagefläche (2) eine lösbare
Verbindung ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Verbindung zwischen der Gleitschiene
(1) und des Anschlagelements (3) eine lösbare Ver
bindung und die Verbindung zwischen der Gleit
schiene (1) und der Anlagefläche (2) eine unlös
bare Verbindung ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (12)
der Gleitschiene (1) mit einer Schutzauflage (7)
versehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß sich die Schutzauflage (7) über die
Auflagefläche (12) und die Anlagefläche (2)
erstreckt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schutzauflage (7) vorzugs
weise eine Filzauflage ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche (2)
mit einer Aussparung (13) versehen ist, deren Ab
messung mindestens der Abmessung der Feder ent
spricht.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche (2) und
die Gleitschiene (1) die gleiche Breite aufweisen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche (2)
eine Länge aufweist, die größer als die Breite
der Gleitschiene (1) ist und die Gleitschiene (1)
mittig an der Anschlagfläche (2) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich
net, daß die Länge der Anlagefläche (2) ein Mehr
faches der Breite der Gleitschiene (1) ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Anlagefläche (2) durch Stre
ben (9, 9a) abgestützt ist, die vorzugsweise in
einem Winkel von 45° gegen die Gleitschiene (1)
gerichtet sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da
durch gekennzeichnet, daß der Gleitweg des Schlag
elements (4) auf der dem Anschlagelement (4) ge
genüberliegenden Seite durch ein Widerlager (8)
begrenzt ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, da
durch gekennzeichnet, daß das Schlagelement (4)
mit einem festverbundenen und vorzugsweise in
einem Winkel von 60° angeordneten Schiebebolzen
(5) versehen ist, der bevorzugt mittig auf der
Seite des Schlagelements (4) liegt, die von der
Gleitfläche (11) abgewandt ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeich
net, daß das Schlagelement (4) und der Schiebebol
zen (5) einstückig ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch ge
kennzeichnet, daß auf dem Schiebebolzen (5) ein
handgerechtes Griffstück fest oder lösbar aufge
setzt ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schiebebolzen (5) als
Adapter für einen elektrischen oder pneumatischen
Antrieb ausgebildet ist, der eine Treibwirkung auf
das Schlagelement auswirkt.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (10) zwi
schen dem Schlagelement (4) und der Gleitschiene
(1) in der Weise ausgebildet ist, daß das Schlag
element (4) horizontal gleitend geführt und ver
tikal in der Führung (10) unverlierbar ist.
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|---|---|---|---|
| DE19817894A DE19817894C2 (de) | 1998-04-22 | 1998-04-22 | Vorrichtung zum Zusammentreiben einer Nut-Feder-Verbindung |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19817894A DE19817894C2 (de) | 1998-04-22 | 1998-04-22 | Vorrichtung zum Zusammentreiben einer Nut-Feder-Verbindung |
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ID=7865387
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19817894A Expired - Fee Related DE19817894C2 (de) | 1998-04-22 | 1998-04-22 | Vorrichtung zum Zusammentreiben einer Nut-Feder-Verbindung |
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|---|---|
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- 1998-04-22 DE DE19817894A patent/DE19817894C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
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| DE19817894C2 (de) | 2002-11-14 |
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