DE19619677A1 - Snowboardstiefel - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen einen
Snowboardstiefel und insbesondere einen Snowboardstiefel
mit einer verbesserten Sohlenkonstruktion.
Die Popularität des Snowboardfahrens steigt jedes Jahr
beträchtlich. Wie die Popularität dieses Sport so ist auch
der Bedarf für eine raffiniertere, hochwertige Ausrüstung
gewachsen. Eines der wichtigsten Teile einer
Snowboardausrüstung ist der Snowboardstiefel, der
komfortabel, leichtgewichtig und solide sein und ein gutes
"Gefühl" für das Board schaffen soll. Das Gefühl oder
Feedback, das der Fahrer von dem Board erhält, während dieses
ein Gelände durchquert, gestattet eine verbesserte Kontrolle
in vielfältigen Fahrzuständen.
Snowboardstiefel gemäß dem Stand der Technik bestehen
üblicherweise aus einer mit Profilen versehenen und mit einem
textilen und/oder ledernen Schaft verbundenen flexiblen
Gummisohle. Auch ist typischerweise ein gutsitzender
Innenbalg oder Innenstiefel als Kälteisolierung vorgesehen.
Ein Nachteil solcher bekannter Snowboardstiefelkonstruktionen
besteht darin, daß die flexible Gummiaußensohle zu einer
Gewichtserhöhung führt. Sofern sie nicht über dicke
Seitenwände verfügt, kann sie auch eine mangelnde
Seitenstabilität aufweisen. Diese Stabilität ist jedoch
wichtig, insbesondere im Fersenbereich, wenn der Fahrer eine
genaue Kontrolle über das Board behalten will. Zusätzlich
erfordert die Gummiaußensohle von Snowboardstiefeln gemäß dem
Stand der Technik eine aus einem weichen Schaummaterial, wie
etwa Urethan, geformte Mittelsohle, die innerhalb der
Seitenwände der Gummiaußensohle nestartig aufgenommen ist.
Diese Anordnung wird typischerweise als "Tassen-Sohlen"-
Design ("cup-sole" design) bezeichnet. Ein Nachteil der
vollständig nestartig aufgenommenen Mittelsohle liegt darin,
daß sie zu weiteren, die Paßfähigkeit des Sitzes
beeinträchtigenden Abweichungen der Innenabmessungen des
Stiefels führen kann, während sie dennoch aus Gründen der
Festigkeit die Verwendung einer Außensohle mit schweren
Seitenwänden erfordert. Diese nestartig aufgenommene
Mittelsohle erfordert zur Verbindung mit der Außensohle auch
ein Vernähen und führt somit zu Wasserleckagen.
Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen
Snowboardstiefel mit einer verbesserten Sohlenkonstruktion zu
schaffen, der unter Beibehaltung der gleichen oder einer
besseren Seitensteifigkeit als bei einem ein Vollgummi
"Tassen-Sohlen-" Stiefel ein geringeres Gewicht besitzt. Der
Stiefel soll solide sein, über eine lange Lebensdauer
verfügen und unter Verwendung von Massenproduktionsverfahren
herstellbar sein.
Ein erfindungsgemäßer Snowboardstiefel überwindet die dem
Stand der Technik anhaftenden Einschränkungen durch
Bereitstellung einer zweiteiligen Sohlenkonstruktion, bei der
die Vorderhälfte des Stiefels durch Verwendung eines weichen,
biegsamen Außensohlenmaterials, wie etwa Gummi, flexibel
bleibt und bei der Außensohlenseitenwände nur in der vorderen
"Zehenhälfte" des Stiefel vorhanden sind. Die hintere Hälfte
des Stiefels ist durch Verwendung einer aus einem Material
wie etwa Ethylen-Vinyl-Acetat (EVA) geformten steiferen
leichtgewichtigen Mittelsohle leichter gemacht. Die
Mittelsohle ist mit integralen Seitenwänden ausgestaltet, die
den Fersenabschnitt umgeben.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
beinhaltet ein Snowboardstiefel einen Schaft und einen mit
dem Schaft verbundenen Sohlenabschnitt. Der Sohlenabschnitt
umfaßt einen Zehenabschnitt und einen Fersenabschnitt. Die
Sohle besitzt eine elastische Außensohle, die sich im
wesentlichen von dem Zehenabschnitt zum Fersenabschnitt
erstreckt. Des weiteren ist eine Mittelsohle vorgesehen.
Diese Mittelsohle ist aus einem halbstarren Polstermaterial
wie etwa Ethylen-Vinyl-Acetat (EVA) aufgebaut. Die
Mittelsohle ist mit der Außensohle verbunden und beinhaltet
Seitenwände, die sich nach oben um den Fersenabschnitt herum
erstrecken und in Eingriff mit dem Schaft stehen.
Die Außensohle weist typischerweise dem Zehenabschnitt
benachbarte Seitenwände auf, die sich ebenfalls nach oben
erstrecken und in Eingriff mit dem Schaft stehen. Die
Seitenwände der Mittelsohle und die Seitenwände der
Außensohle sind entlang einer exponierten Saumlinie, die eine
im wesentlichen kontinuierliche Außenfläche zwischen den
Seitenwänden der Mittelsohle und den Seitenwänden der
Außensohle bildet, miteinander verbunden. Die Saumlinie
befindet sich an dem Mittelpunkt der Sohle. Die Mittelsohle
umfaßt eine abgeflachte Basis zum Stützen des Fußes. Diese
Basis besitzt eine Dicke, die in Richtung von dem
Fersenabschnitt zu dem Zehenabschnitt hin abnimmt. Die
Außensohle kann mit Profilen versehenes Gummi umfassen. Der
Snowboardstiefel gemäß dieser Erfindung ist besonders dazu
ausgelegt mit einem Snowboardbindungssystem in Eingriff zu
treten, das den Schaft und die Sohle in Eingriff nimmt. Um
eine bessere Wasserdichtigkeit zu schaffen, ist gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform die Mittelsohle frei von Nähten.
Ein Verfahren zur Herstellung eines Snowboardstiefels gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt das Bereitstellen
einer elastischen Außensohle, die aus Gummi bestehen kann,
mit Bodenprofilen. Eine aus einem halbstarren
leichtgewichtigen Material wie etwa EVA hergestellte
Mittelsohle wird unter Verwendung von vorzugsweise einem
Klebemittel an die Außensohle angehaftet. Dieser Haftschritt
beinhaltet das Anbringen von zumindestens einem Abschnitt der
Mittelsohle, so daß sich der Abschnitt in der Form von
Seitenwänden von der Außensohle weg nach oben erstreckt.
Diese Seitenwände sind typischerweise an dem Fersenabschnitt
der Sohle angeordnet. Ein Schaft wird an die Außensohle und
die Mittelsohle angehaftet. Die Anhaftung der Mittelsohle an
den Schaft und die Außensohle wird generell frei von Nähten
ausgeführt. Somit wird eine gegen Wasser beständigere
Verbindung gebildet.
Die vorhergehende und andere Aufgaben und Vorteile der
Erfindung werden unter Bezugnahme auf die nachfolgende
detaillierte Beschreibung der durch die Zeichnungen
veranschaulichten bevorzugten Ausführungsformen verständlich
werden.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Perspektivansicht eines Snowboardstiefels
gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine Rückansicht eines Snowboardstiefels gemäß der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Snowboardstiefels gemäß
der vorliegenden Erfindung mit andeutungsweise
dargestellten Innendetails;
Fig. 4 eine seitliche Teilansicht eines Querschnitts des
Snowboardstiefels entlang der Linie 4-4 in Fig. 2;
Fig. 5 eine seitliche, exponierte Teilansicht des
Snowboardstiefels;
Fig. 6 eine rückwärtige Teilansicht eines Querschnitts
entlang der Linie 6-6 in Fig. 5;
Fig. 7 eine rückwärtige Teilansicht eines Querschnitts
entlang der Linie 7-7 in Fig. 5;
Fig. 8 eine rückwärtige Teilansicht eines Querschnitts
entlang der Linie 8-8 in Fig. 5; und
Fig. 9 eine Perspektivansicht der Sohlenkonstruktion eines
Snowboardstiefel gemäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. 1 bis 3 zeigen im allgemeinen einen Snowboardstiefel
20 gemäß der vorliegenden Erfindung. Der Snowboardstiefel 20
ist von der Größe her so ausgelegt und so geformt, daß er an
ein spezielles Bindungssystem angepaßt ist. Ein
konventionelles Snowboard-Bindungssystem 27 ist
andeutungsweise schematisch in Fig. 1 gezeigt. Das
Bindungssystem ist an einer teilweise dargestellten
Snowboardoberseite 25 befestigt. Der Stiefel 20 umfaßt gemäß
dieser Ausführungsform einen Schaft 21, der so konstruiert
ist, daß er sich von der Sohle 23 zu einer Schaftkrempe 24
erstreckt. Der Schaft 21 ist dazu ausgelegt den Fuß und den
Knöchel des Fahrers sicher zu umschließen. Die Außenschale 26
des Schaftes 21 ist üblicherweise aus einer Kombination eines
haltbaren Textilmaterials wie etwa Leinwand oder vorzugsweise
Cordura® hergestellt. Abschnitte des Schaftes 21 sind durch
weitere Lagen von natürlichem/synthetischen Rindsleder, Vinyl
oder Leder verstärkt. Dieses Leder kann aus neuem Bocksleder
(new buck leather) oder Polyurethan "PU"-new buck bestehen.
Die Lederabschnitte 28, 30, 31 und 32 können dort angeordnet
sein, wo zusätzliche Steifigkeit oder Festigkeit gewünscht
ist, wie etwa am Zehenabschnitt 34. Die Tuchabschnitte 29
sind gewöhnlich dort angeordnet, wo Biegung gewünscht ist.
Die exakte Anordnung und Kontur der Leder- und Tuchabschnitte
wird jedoch üblicherweise durch den Geschmack und das Modell
diktiert. Obwohl ein Schaft 21 gemäß der bevorzugten
Ausführungsform gezeigt und beschrieben wurde, kann ein
beliebiger Snowboardstiefelschaft in Verbindung mit der
erfindungsgemäßen Sohle verwendet werden.
Innerhalb der Außenschale 26 ist ein Innenbalg oder
Innenstiefel 36 angeordnet, der im allgemeinen aus einem
Polyurethanschaum geformt ist, mit einer weichen Innenlage 38
und einer wasserdichten Außenlage 40. Der Schaft 21 wird
durch beliebige konventionelle Schnürbänder 42 festsitzend am
Fuß des Fahrers befestigt. Eine gepolsterte Stoffzunge 43
hält den Balg 36 wenn die Schnürbänder 42 strammgezogen sind.
Wie besonders in den Fig. 3 und 4 zu erkennen, greift der
Schaft 21 an dem Zehenabschnitt 34 in die Gummisohle 44 ein.
In der Nähe dieser Stelle ist der Schaft dreilagig
ausgebildet. Wie oben beschrieben, ist die Außenlage 30
üblicherweise aus einem steifen, stabilen Leder- oder
Vinylmaterial zusammengesetzt. An dem Zehenabschnitt 34 ist
das Leder oder Vinyl 30 durch ein Klebemittel an der Sohle 23
fixiert. Das Klebemittel wird in Abhängigkeit seiner
Wasserfestigkeit, Elastizität und Festigkeit gewählt. Bei der
vorliegenden Ausführungsform wird ein Kontaktkleber
verwendet. Das Klebemittel kann einen Klebstoff auf
Polyurethan- oder Metylethylketonbasis, wie zum Beispiel
BargeTM-Zement, umfassen. Es wird gewöhnlich auf beide Teile
aufgetragen, wärmegetrocknet und die Teile anschließend durch
Zusammenpressen miteinander verbunden.
Der Schaft 21 umfaßt des weiteren eine konventionelle innere
Kunststoffaussteifung 46 und eine Inneneinlage aus Tuch oder
Leder 48. Die Kunststoffaussteifung 46 kann um den gesamten
Stiefel herum angeordnet oder dort wahlweise positioniert
sein wo weitere Steifigkeit gewünscht ist. Sie wird aus
flachem Plattenmaterial gebildet, das erwärmt wird, um eine
endgültige Gestalt zu formen.
Wie des weiteren in den Fig. 5 und 9 zu erkennen, umfaßt
die Sohle 23 eine Außensohle 44, die aus einem herkömmlichen
natürlichen oder synthetischen Gummi hergestellt ist. Die
Außensohle 44 umfaßt eine Unterseite 45, die ein Snowboard
(nicht gezeigt) kontaktiert und jeweils Seitenwände 50, 52
und 54 entlang der Seiten und Zehen aufweist. Die Seitenwände
50, 52 und 54 verbessern den seitlichen Halt der Außensohle
44 und bilden auch eine größere Oberfläche, auf die ein
Klebemittel aufgetragen werden kann, um die obere Außenschale
26 mit der Sohle 44 zu verbinden.
Die Seitenwände 50 und 52 der Außensohle 44 enden an dem
ungefähren Mittelpunkt der Sohle 44 in einer Abwärtsschräge
56 und 58. Die Kontur der Schräge wird teilweise nach
ästhetischen Gesichtspunkten gewählt. Die Steilheit der
Schräge und die Lage der Verbindung zwischen EVA und
Gummiabschnitten basiert ebenfalls teilweise auf dem Grad der
gewünschten Durchbiegung an gegebenen Stellen entlang der
Sohle. Die EVA-Seitenwände widerstehen einer Durchbiegung in
einem ungefähren Verhältnis zu ihrer Höhe. Die exakte
Verbindung und Steilheit kann basierend auf einer empirisch
praktischen Methode ausgewählt werden, bei der die Lage
verändert wird bis ein gewünschter Durchbiegungsbetrag an
einer gewünschten Stelle entlang der Sohle erzielt wird.
Gemäß dieser Erfindung ist eine kontinuierliche hochgezogene
Fersenseitenwand 59 an der Mittelsohle 60 vorgesehen. In der
vorliegenden Ausführungsform ist die Mittelsohle aus einem
leichtgewichtigen, halbstarren Material wie etwa Ethylen-
Vinyl-Acetat (EVA) geformt. Das EVA besitzt gemäß dieser
Ausführungsform signifikante Polstereigenschaften, mit einem
Durometer (Durometer) zwischen ungefähr 60 und 65. Das
bevorzugte EVA kann jedoch durch andere halbstarre
Polsterverbindungen wie etwa Polyurethan ersetzt werden. Die
EVA-Mittelsohle 60 umfaßt einen abgeflachten, als Keil
ausgebildeten fußstützenden Basisabschnitt 62, mit einem dem
hinteren Fersenabschnitt 22 benachbarten dicken Abschnitt 63
und einem relativ dünnen Frontabschnitt 64.
Das Profil des Basisabschnitts ist jeweils an einer hinteren
"Fersenposition", einer Mittelposition und einer vorderen
"Zehenposition" in den Fig. 6-8 im Querschnitt
dargestellt. Die Dicke TR der Gummiaußensohlenbasis 66
beträgt ungefähr 1/8 Inch entlang der gesamten Länge des
Stiefels. Die Profile 68 erstrecken sich um weitere 1/8-1/4
Inch unterhalb die Basis 66. An der Ferse (Fig. 6) besitzt
das EVA des Basisabschnitts 62 eine Dicke TB von etwa 1/2
Inch. An dem ungefähren Mittelpunkt (Fig. 7) ist die Dicke
TB1 des EVA auf zirka 1/8 Inch reduziert. An dem
Frontabschnitt (Fig. 8), an dem der Basisabschnitt 62 der
Mittelsohle praktisch keine Seitenwände besitzt, beträgt die
Dicke TB2 ungefähr 3/16 Inch.
Ein signifikantes Merkmal der EVA-Mittelsohle 60 ist, daß sie
eine durchgehende Seitenwand 59 mit linken und rechten
halbstarren Seitenwandabschnitten 70 und 72 definiert, die
dem Fersenabschnitt des Stiefels benachbart sind. Die linken
und rechten Seitenwände 70 und 72 schaffen einen
beträchtlichen seitlichen Halt in dem wichtigen
Fersenabschnitt des Stiefels zum Zwecke einer besseren
Kontrolle. Wie in Fig. 9 im Detail dargestellt, können sie
von dem Frontabschnitt 62 der Sohle zu den maximalen
Hochpunkten 77 und 79 an der Ferse (Fig. 6) allmählich
ansteigende Schrägen 74 und 76 definieren. Sie können wieder
allmählich nach unten abfallen, um die Ferse 22 zu
umschließen, an der sie zusammentreffen. Gemäß der
vorliegenden Ausführungsform haben die linken und rechten
Seitenwände 70 und 72 an ihrer maximalen Höhe (Fig. 6) von
der Gummisohlenbasis 66 aus eine Höhe von ungefähr 1 7/8
Inch. Sie besitzen eine sich verjüngende Dicke T, die
durchschnittlich etwa 1/4 Inch beträgt. Ebenso ist die
Wanddicke T1 auf etwa 1/8 Inch reduziert. Die beträchtliche
Reduzierung der Dicke und Höhe der EVA-Seitenwände an und vor
dem Mittelabschnitt ermöglicht eine höhere Durchbiegung an
der Vorderseite des Stiefels. Die Seitenwände 50 und 52 der
Gummiaußensohle 44 sind, obwohl schwerer, auch wesentlich
flexibler und gestatten es dem Vorderteil des Stiefels sich
einfacher um den Fußballen zu biegen. Folglich ist es
offensichtlich, daß die kombinierte Gummiaußensohle 44 und
Mittelsohle 60 dieser Ausführungsform eine gute Balance
zwischen der an der Ferse benötigten Leichtgewichtigkeit und
Steifheit und dem am Vorderteil gewünschten stabilen
flexiblen Halt schafft.
Da die linken und rechten EVA-Seitenwände 70 und 72 integral
geformt sind, besitzt dieser Aufbau eine beträchtliche
Festigkeit und bietet der Ferse einen sehr guten seitlichen
Halt. Der Herstellungsprozeß der Mittelsohle umfaßt eine
grobe Formgebung des EVA in eine allgemeine Kontur einer
Sohle. Der grob geformte Abschnitt wird anschließend in einer
erwärmten Preßform zu seiner endgültigen Gestalt gepreßt. Der
herkömmliche Preßformprozeß liefert eine Mittelsohle mit
einer Toleranz von etwa ± 2 mm.
Der EVA-Mittelsohlenabschnitt 60 wird so geformt, daß sich
seine endgültige Gestalt der der Gummiaußensohle 44 anpaßt.
Diese Konformität wird in der zwischen den
Gummisohlenseitenwänden 50 und 52 und den linken und rechten
EVA-Seitenwänden 70 und 72 über die Verbindung 81 geformte
kontinuierliche Fläche sichtbar. Mit anderen Worten, die
linken und rechten Verbindungen der Seitenwände 50, 70 und
52, 72 vereinigen sich an jeweiligen Säumen 81 und 83, die
das ungefähre Erscheinungsbild kontinuierlicher Seitenwände
geben. Besonders ist zum Beispiel in den Fig. 6 und 7 der
relativ weiche Übergang an den Säumen 81 und 83 zwischen der
Gummiaußensohle 44 und der EVA-Mittelsohle 60 zu beachten.
Die linken und rechten EVA-Seitenwänden 70 und 72 sind
nämlich im Bereich des Mittelabschnitts des Stiefels (siehe
Fig. 7) in die Seitenwände 50 und 52 der Gummiaußensohle 44
geschachtelt. Diese Anordnung führt infolge der Überlappung
der EVA- und Gummiaußensohle 44 zu einer festen Verbindung
und auch zu einer ästhetisch ansprechenden kontinuierlichen
Flächenform wo die Seitenwände 50 und 52 der Gummiaußensohle
44 allmählich in die linken und rechten Seitenwände 70 und
72 der EVA-Mittelsohle 60 übergehen.
Die Seitenwände 70 und 72 vereinigen sich an dem
Fersenabschnitt 22. Dort wo sie sich vereinigen ist die Höhe
der hinteren Seitenwand 75 reduziert, da die Vielzahl von
überlappenden Lagen lederartigen Materials, die die hintere
Verstärkungslage 32 umfaßt, einen beträchtlichen Rückhalt
schafft. Somit ist eine hohe Seitenwand an dem
Fersenabschnitt 22 nicht zwingend erforderlich, und die
Weglassung der Seitenwand kann einer Gewichtsreduzierung
dienen.
In der vorliegenden Ausführungsform ist die EVA-Mittelsohle
durch ein wasserfestes Klebemittel, vorzugsweise, wie oben
beschrieben, ein Kontaktkleber auf Polyurethan- oder
Methylethylketonbasis, mit der Gummisohle 44 verbunden.
Ebenso sind die EVA-Seitenwände 70 und 72 durch das gleiche
Klebemittel an den seitlichen Lederabschnitten 31 und dem
ledernen Fersenabschnitt 32 mit der Außenschale 26 des
Schaftes 21 verbunden. Diese Ausführungsform erfordert keine
Naht und vermeidet folglich eine potentielle Leckagequelle,
wie sie bei Tassen-Sohlen-Anordnungen gemäß dem Stand der
Technik allgemein bekannt ist.
Auf ähnliche Weise kann das Klebemittel verwendet werden, um,
wie in Fig. 4 im Detail gezeigt, eine Decklage 80 mit der
Oberseite der EVA-Mittelsohle 60 zu verbinden. Die Decklage
kann eine dünne Papp- oder Faserplatte umfassen, die bei
dieser Ausführungsform eine Dicke von ungefähr 3/32 Inch
besitzt. Über dieser Faserplatten-Decklage 80 kann eine aus
Polyurethan oder einem ähnlichen Schaum oder Neopren
hergestellte konventionelle Innensohle 82 vorgesehen sein,
mit einer aus einem herkömmlichen synthetischen
Sockenfuttermaterial (socklining material) gebildeten Einlage
84. Diese Innensohle 82 kann weggelassen werden. Der
Innenstiefel oder -balg 36 kann in einer alternativen
Ausführungsform direkt auf der Decklage 80 gehalten werden.
Das Vorangegangene war eine detaillierte Beschreibung einer
bevorzugten Ausführungsform. Es sind verschiedene
Modifikationen und äquivalente Lösungen möglich, ohne von der
Kernidee und dem Schutzumfang der vorliegenden Erfindung
abzuweichen. Zum Beispiel kann der hier gezeigte Schaft aus
einer Vielzahl von Materialien hergestellt werden, die in
vielfältige Muster geschnitten sind. Das Profildesign kann,
falls erforderlich, verändert werden, um ein besseres Gefühl
für das Board oder bessere Klettereigenschaften zu schaffen.
Ebenso kann das Design und die Gestalt des Innenbalgs
geändert werden. Die vorliegende Beschreibung ist folglich
nur als Beispiel zu verstehen und soll den Schutzumfang der
Erfindung nicht einschränken.
Claims (9)
1. Snowboardstiefel, umfassend
einen Schaft;
einen mit dem Schaft verbundenen Sohlenabschnitt, wobei der Sohlenabschnitt einen Zehenabschnitt und einen Fersenabschnitt besitzt und eine elastische Außensohle beinhaltet, die sich im wesentlichen von dem Zehenabschnitt zu dem Fersenabschnitt erstreckt; und
eine aus einem halbstarren Polstermaterial aufgebaute Mittelsohle, die mit der Außensohle verbunden ist und über Seitenwände verfügt, die sich nach oben um den Fersenabschnitt herum erstrecken und in Eingriff mit dem Schaft stehen.
einen mit dem Schaft verbundenen Sohlenabschnitt, wobei der Sohlenabschnitt einen Zehenabschnitt und einen Fersenabschnitt besitzt und eine elastische Außensohle beinhaltet, die sich im wesentlichen von dem Zehenabschnitt zu dem Fersenabschnitt erstreckt; und
eine aus einem halbstarren Polstermaterial aufgebaute Mittelsohle, die mit der Außensohle verbunden ist und über Seitenwände verfügt, die sich nach oben um den Fersenabschnitt herum erstrecken und in Eingriff mit dem Schaft stehen.
2. Snowboardstiefel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Außensohle dem Zehenabschnitt benachbarte
Seitenwände beinhaltet, die sich nach oben erstrecken
und in Eingriff mit dem Schaft stehen.
3. Snowboardstiefel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Seitenwände der Mittelsohle und die Seitenwände der
Außensohle entlang einer exponierten Saumlinie, die eine
im wesentlichen kontinuierliche Außenfläche zwischen den
Seitenwänden der Mittelsohle und den Seitenwänden der
Außensohle bildet, miteinander verbunden sind.
4. Snowboardstiefel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittelsohle eine Fuß-Stützbasis umfaßt, wobei die
Basis eine Dicke besitzt, die in Richtung von dem
Fersenabschnitt zu dem Zehenabschnitt hin abnimmt.
5. Snowboardstiefel nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein Abschnitt der Seitenwände der Mittelsohle
durch einen Abschnitt der Außensohle umschlossen ist.
6. Snowboardstiefel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittelsohle ein elastisches gummiartiges Material
umfaßt.
7. Snowboardstiefel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittelsohle Ethylen-Vinyl-Acetat umfaßt.
8. Snowboardstiefel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Außensohle eine mit Profilen versehene Außenfläche
besitzt.
9. Snowboardstiefel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittelsohle eine Fuß-Stützbasis beinhaltet, die in
einer von dem Fersenabschnitt zu dem Zehenabschnitt
verlaufenden Richtung in ihrer Dicke variiert, und zwar
von einer Dicke von ungefähr 1/2 Inch zu einer Dicke von
ungefähr 3/16 Inch.
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