DE19619601A1 - Verfahren zur Steuerung des Schleuderbetriebs einer Waschmaschine - Google Patents
Verfahren zur Steuerung des Schleuderbetriebs einer WaschmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung des
Schleuderbetriebs einer Waschmaschine umfassend ein moto
risch betriebenes mechanisches Programmschaltwerk und eine
mit diesem kommunizierende Elektronikeinrichtung, in der we
nigstens ein Drehzahlzeitprofil ablegt ist, wobei mittels des
Programmschaltwerks ein Drehzahlzeitprofil ausgewählt wird.
Bei bisher bekannten Waschmaschinen, die ein mechanisches
Programmschaltwerk besitzen, sind in der Elektronikeinrich
tung entweder nur ein einziges Zeitprofil zur Auswahl abge
legt, oder aber mehrere Drehzahlzeitprofile, die jedoch starr
sind, so daß der jeweilige Schleuderbetrieb fest und unflexi
bel vorgegeben ist. Infolgedessen ist es nicht möglich, auf
sich aus dem Schleuderprogramm ergebende Nachteile reagieren
zu können, wie beispielsweise eine schlechte Entwässerung in
den Zwischenschleuderschritten oder eine auftretende Schaum
bildung beim Schleudern. Denn es ist insoweit bei diesen me
chanischen Programmschaltwerken nicht möglich, in den Ablauf
einzugreifen, da der Ablauf derart gesteuert wird, daß das
Programmschaltwerk zunächst ein Drehzahlprofil anwählt, wo
nach dieses Drehzahlprofil dadurch abgearbeitet wird, daß das
Programmschaltwerk mittels des Motors angetrieben wandert und
mit jedem hierbei vollzogenen Schritt das entsprechende Dreh
zahlzeitprofil ansteuert und weiterführt. Eine Änderung des
Drehzahlprofils ist infolge der starren Kopplung mit dem Pro
grammschaltwerk hierbei nicht möglich.
Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, ein Verfahren
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem trotz Verwen
dung eines mechanischen Programmschaltwerks eine flexible Ge
staltung des Schleuderbetriebs möglich ist.
Zur Lösung dieses Problems ist bei einem Verfahren der ein
gangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, daß nach er
kannter Auswahl des Drehzahlzeitprofils der Motor des Pro
grammschaltwerks während des Programmlaufs angehalten und
erst nach einer vorbestimmten Zeitdauer und/oder nach Ablauf
oder Erreichen einer vorbestimmten Drehzahl freigegeben wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird also einfachst der
Motor des Programmschaltwerks angehalten, so daß das Dreh
zahlprofil quasi in dem Zustand verbleibt, der mittels des
mechanischen Programmschaltwerks bis zu dessen Anhalten her
beigeführt wurde. Dieser Zustand wird während des Anhaltens
des Schaltwerkmotors beibehalten, da er sich insoweit nicht
ändern kann, als das Programmschaltwerk nicht weiterläuft und
so das Drehzahlprofil weiterführt. Auf diese Weise ist es al
so möglich, eine flexible Gestaltung des Drehzahlprofils und
damit des Schleuderbetriebs zu erhalten, da mit dem erfin
dungsgemäßen Verfahren das Schleudern beliebig gestaltet wer
den kann. Der Motor wird dabei entweder für eine vorbestimmte
Zeitdauer angehalten, oder aber es wird eine drehzahlabhängi
ge Anhaltedauer vorgesehen.
Damit trotz Anhaltens des Motors und der damit erzielten Ver
längerung des Schleuderbetriebs eine endliche Schleuderzeit
erreicht wird, kann in weiterer Erfindungsausgestaltung vor
gesehen sein, daß die Anwahlschrittdauer des Programmschalt
werks zum Anwählen des Drehzahlzeitprofils nur einen Bruch
teil des Drehzahlzeitprofils oder eines Profilzeitinkrements,
während dem der Motor angehalten werden soll, beträgt. Es
soll also auf diese Weise gewährleistet werden, daß trotz al
lem für einen schnellen Programmablauf Sorge getragen ist, da
eben die jeweilige Anwahlschrittdauer des Programmschaltwerks
möglichst klein gehalten werden soll. Als Bezugswert dient
hierbei entweder die Gesamtzeit des Drehzahlzeitprofils, was
insbesondere bei sehr kurzen Profilen als Maß verwendet wer
den kann, oder aber ein einzelnes Profilzeitinkrement bei
spielsweise bei Drehzahlprofilen in Stufenform, während wel
chem der Motor angehalten werden soll.
Wird der Motor nach Ablauf der vorbestimmten Zeitdauer oder
bei Erreichen der Drehzahl wieder freigegeben, kann in weite
rer Erfindungsausgestaltung vorgesehen sein, daß das gewählte
Programm mittels des Programmschaltwerks weitergeführt
und/oder beendet wird, wenn die Restlaufzeit des Programms
länger als die Anwahlschrittdauer des Programmschaltwerks
ist, so daß in diesem Fall das Programmschaltwerk die Pro
grammabarbeitung nur dann weiterführt, wenn das Programm
selbst noch genügend lang andauert. Im anderen Fall wird das
Programm von selbst den Schleuderbetrieb beenden.
In weiterer Erfindungsausgestaltung kann ferner vorgesehen
sein, daß der Motor mehrmals an unterschiedlichen Stellen des
Programms angehalten wird und auf diese Weise an unterschied
lichen Stellen eine Flexibilität des Programms erreicht wird.
Erfindungsgemäß kann der Motor in Abhängigkeit wenigstens ei
nes vorbestimmten Kriteriums angehalten werden, beispielswei
se in Zusammenwirken mit einem Schaumerkennungssensor, so daß
in einer Beruhigungsphase mit konstanter niedriger Drehzahl
dann, wenn Schaum nach wie vor erkannt wird, der Motor ange
halten wird, so daß diese Beruhigungsphase länger andauert
und die Schaumbildung sich verringert. Neben einer derartigen
Kriteriumswahl sind selbstverständlich auch noch-andere Kri
terien denkbar.
Eine erfindungsgemäße Ausführungsform des Verfahrens ist in
der Zeichnung dargestellt.
Gezeigt ist ein Diagramm, bei dem längs der Ordinate die
Schleuderdrehzahl und längs der Abszisse die Zeit aufgetragen
ist. Dargestellt ist der Verlauf eines willkürlichen Dreh
zahlprofils 1, das mittels des Programmschaltwerks ausgewählt
ist. Zunächst steigt die Drehzahl in einem Anfangsbereich 2
kontinuierlich auf einen Wert nse an, wobei während dieser
Schleuderprozedur die Wäscheverteilung erfolgt. Die dabei er
reichte Schleuderdrehzahl wird für eine bestimmte Zeitdauer
gehalten, wonach die Drehzahl auf ca. 200 U/min ansteigt und
dort wiederum für eine bestimmte Zeitdauer gehalten wird
(vgl. Abschnitt 3). Anschließend wird die Drehzahl stufenwei
se, im gezeigten Ausführungsbeispiel um jeweils 25 U/min, in
einem Bereich 4 erhöht, wonach die Drehzahl wiederum auf ca.
200 U/min abgesenkt wird, um eine Beruhigungsphase durchzu
fahren. Wie der Figur zu entnehmen ist, dauert diese Beruhi
gungsphase nach Erreichen der konstanten Drehzahl von 200
U/min im Beispiel 12 Sekunden (Profilabschnitt 5). Diese Beru
higungsphase wird anschließend im Bereich 6 um weitere 8 Se
kunden verlängert, wobei zu diesem Zweck der Motor des Pro
grammschaltwerks für diese Zeitspanne angehalten wird, so daß
das Programm kontinuierlich mit der im Bereich 5 gewählten
Einstellung weiterläuft. Die Dauer des Motorstopps ist in der
Figur mit P1 auf der Abszisse gekennzeichnet. Nach Ablauf der
8 Sekunden, die in diesem Fall die vorbestimmte Zeitdauer
darstellen, wird die Schleuderdrehzahl wieder erhöht, was
mittels des Programmschaltwerks, das nach Ablauf der 8 Sekun
den wieder freigegeben ist, geregelt wird. Nach Durchlauf des
Stufenbereichs 7 wird auf die maximale Schleuderdrehzahl im
Bereich 8 erhöht. Im gezeigten Beispiel dauert das Andrehen
auf die Schleuderdrehzahl ausgehend von der letzten Stufe bei
ca. 500 U/min 48 Sekunden, wonach sich eine konstante Schleu
derdrehzahl von 900 U/min einstellt. Im gezeigten Ausfüh
rungsbeispiels greift auch hier im Bereich 9 wiederum das er
findungsgemäße Verfahren, denn auch hier wird der Motor für
die Zeitdauer P2 angehalten, so daß das Programm nicht wei
tergeführt wird und die erreichte maximale Schleuderdrehzahl
länger als ursprünglich im Programm vorgesehen beibehalten
wird. Nach Ablauf der Zeitdauer P2 wird der Motor auch hier
wieder freigegeben, und er dreht das Programmschaltwerk so
lange weiter, bis dieses das Programm beendet und die Schleu
derdrehzahl auf Null herunterfährt.
Claims (5)
1. Verfahren zur Steuerung des Schleuderbetriebs einer
Waschmaschine umfassend ein motorisch betriebenes mecha
nisches Programmschaltwerk und eine mit diesem kommuni
zierende Elektronikeinrichtung, in der wenigstens ein
Drehzahlzeitprofil abgelegt ist, wobei mittels des Pro
grammschaltwerks ein Drehzahlzeitprofil ausgewählt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß nach erkannter Auswahl des
Drehzahlzeitprofils der Motor des Programmschaltwerks
während des Programmlaufs angehalten und erst nach einer
vorbestimmten Zeitdauer und/oder nach Ablauf oder Errei
chen einer vorbestimmten Drehzahl freigegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anwahlschrittdauer des Programmschaltwerks zum An
wählen des Drehzahlzeitprofils nur einen Bruchteil des
Drehzahlzeitprofils oder eines Profilzeitinkrements,
während dem der Motor angehalten werden soll, beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß nach Freigabe des Motors das gewählte Programm
mittels des Programmschaltwerks weitergeführt und/oder
beendet wird, wenn die Restlaufzeit des Programms länger
als die Anwahlschrittdauer des Programmschaltwerks ist.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Motor mehrmals an unter
schiedlichen Stellen des Programms angehalten wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Motor in Abhängigkeit we
nigstens eines vorbestimmten Kriteriums angehalten wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19619601A DE19619601A1 (de) | 1996-05-15 | 1996-05-15 | Verfahren zur Steuerung des Schleuderbetriebs einer Waschmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19619601A DE19619601A1 (de) | 1996-05-15 | 1996-05-15 | Verfahren zur Steuerung des Schleuderbetriebs einer Waschmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19619601A1 true DE19619601A1 (de) | 1997-11-20 |
Family
ID=7794403
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19619601A Withdrawn DE19619601A1 (de) | 1996-05-15 | 1996-05-15 | Verfahren zur Steuerung des Schleuderbetriebs einer Waschmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19619601A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1036873A3 (de) * | 1999-03-01 | 2000-10-04 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Verfahren zum Schleudern von nasser Wäsche |
| DE102005023557A1 (de) * | 2005-04-13 | 2006-10-19 | Aweco Mechatronics Gmbh | Waschmaschine |
-
1996
- 1996-05-15 DE DE19619601A patent/DE19619601A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1036873A3 (de) * | 1999-03-01 | 2000-10-04 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Verfahren zum Schleudern von nasser Wäsche |
| DE102005023557A1 (de) * | 2005-04-13 | 2006-10-19 | Aweco Mechatronics Gmbh | Waschmaschine |
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Legal Events
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