DE19618792B4 - Radialkolbenmaschine - Google Patents
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Abstract
Radialkolbenmaschine
aufweisend einen von einer Welle getragenen Rotor mit in Radialrichtung
nach außen
gerichteten Kolbenbohrungen zur Aufnahme von vom Arbeitsmittel radial
nach außen
beaufschlagten Kolben, deren äußere Enden
als Lager zur Aufnahme von Abstützrollen
ausgebildet sind, die sich an einem den Rotor umgebenden Hubring
abstützen,
und Einsatzstücke,
von denen jeweils zwei an dem Rotor zur axialen Spielbegrenzung
einer Abstützrolle
im äußeren Bereich einer
jeden Kolbenbohrung befestigt sind, wobei die Längserstreckung der Abstützrolle
kleiner als der Kolbendurchmesser ist und eine der Kolbenbohrungswand
zugekehrte Fläche
an jedem Einsatzstück
dem Radius der Kolbenbohrung als Abstützfläche angepasst ist, während eine
der Abstützrolle
zugekehrte, zu deren axialen Spielbegrenzung dienende Führungsfläche am Einsatzstück eben
ausgebildet ist, wobei die Führungsfläche in jeder
Hublage des Kolbens ausschließlich
mit einer Stirnfläche
der Abstützrolle
in funktioneller Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass
an der der Kolbenbohrung (2a) zugewandten Abstützfläche (27) des Einsatzstückes (24)
eine parallel zur Abstützrollenachse
verlaufende schwalbenschwanzförmige Verlängerung...
Description
- Die Erfindung betrifft eine Radialkolbenmaschine mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Bei einer aus der
DE 40 29 265 A1 bekannten Radialkolbenmaschine werden die zur axialen Spielbegrenzung der Abstützrollen dienenden Einsatzstücke dem Durchmesser der Abstützrollen angepaßt und führen gemeinsam mit diesen die Hubbewegung aus. Um eine Verkantung der Einsatzstücke gegenüber der Kolbenbohrung zu verhindern, werden diese wandseitig mit einer in Hubrichtung des Kolbens verlaufenden Nut versehen, in die ein in die Kolbenbohrungswand von außen eingeschraubter Führungsbolzen oder eine mit der Kolbenbohrungswand verbundene Führungslasche eingreift. - Durch die
DE 40 29 265 A1 ist es auch bekannt, eine Abstützrolle auf der einen Seite durch ein in der Kolbenbohrung liegendes und an der Kolbenbohrungswand mit einer Schraube befestigtes schmalen Einsatzstück axial festzulegen. Gleichzeitig dient das Einsatzstück als Verdrehsicherung für den Kolben. Dieses Einsatzstück erstreckt sich ebenso wie das gegenüberliegende, die Hubbewegung mit der Abstützrolle mitmachende Einsatzstück über den genannten Durchmesser der Abstützrolle und reicht damit auch in einen die Abstützrolle aufnehmenden abgeflachten Teilbereich des Kolbens. Während der Hubbewegung des Kolbens unterliegt die der Abstützrolle zugekehrte Führungsfläche des Einsatzstückes durch den sich hierbei ändernden Flächenbereich an der Stirnseite der Abstützrolle, der mit der Führungsfläche des Einsatzstückes in Berührung kommt, unterschiedlichen Abstützkräften, die zu unterschiedlichem Verschleiß an der Führungsfläche führen. - Aus der
US 4 719 843 ist eine Radialkolbenmaschine bekannt, bei der das axiale Spiel der Abstützrollen auf beiden Seiten durch in der Kolbenbohrung befindliche und an der Kolbenbohrungswand mit einer Schraube befestigte schmale Einsatzstücke begrenzt ist. Die Lager der Kolben zur Aufnahme der Abstützrollen sind kürzer als die Abstützrollen, so daß die Führungsfläche eines Einsatzstückes nur mit der entsprechenden Stirnfläche einer Abstützrolle in Berührung kommt. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Radialkolbenmaschine mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 eine besonders einfache Befestigung der Einsatzstücke an der Kolbenbohrungswand zu ermöglichen.
- Diese Aufgabe wird durch eine Radialkolbenmaschine gelöst, die zusätzlich zu den Merkmalen aus dem Oberbegriff die Merkmale aus dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 aufweist.
- Weiterbildende Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.
- Die Zeichnung veranschaulicht in
-
1 die Ansicht eines Teilausschnittes des Rotors mit Kolben und Hubscheibe einer Radialkolbenmaschine,2 einen Schnitt nach der Linie II-II in1 , -
3 eine Draufsicht auf den Rotor mit Kolben und Abstützrolle und -
4 eine perspektivische Ansicht eines Einsatzstückes im größeren Maßstab. - In den
1 bis3 ist mit1 der ausschnittsweise dargestellte Rotor bezeichnet, der in gleichmäßig über den Umfang verteilten gestuften Kolbenbohrungen mit Kolbenbohrungsabschnitten2a und2b gestufte Kolben3 aufnimmt: Der jeweilige Kolbenteil3a mit dem kleineren Durchmesser weist auf gegenüberliegenden Seiten Abflachungen4 auf, so daß die von den Kolbenteilen3a ,3b eingeschlossenen Arbeitsräume5 ,6 mit einander in Flüssigkeitsverbindung stehen und demgemäß nur eine Steuerbohrung7 zur Zu- und Abführung des Arbeitsmittels in die und aus den Arbeitsräumen erforderlich ist (2 ). Der den größeren Arbeitsraum5 nach außen abschließende Kolbenteil3b ist mit einer umlaufenden Nut8 versehen, in der ein Kolbenring9 angeordnet ist, der einen druckdichten Flüssigkeitsabschluß des Arbeitsraumes5 nach außen sicherstellt. Im äußeren Bereich3c (1 ) weist der Kolbenteil3b eine Ausnehmung10 mit Lagerschale11 zur Aufnahme einer Abstützrolle12 auf. Die Abstützrolle12 stützt sich auf einer sinusförmigen Kurvenbahn13 eines den Rotor umgebenden Hubrings14 ab. Der radiale Abstand zwischen dem unteren und oberen Umkehrpunkt15 ,16 des sinusförmigen Verlaufs der Kurvenbahn ergibt den maximalen Kolbenhub bei Drehung des Rotors infolge Druckbeaufschlagung der Kolben durch das Arbeitsmittel. - In den
1 und2 befindet sich die Abstützrolle12 an dem oberen Umkehrpunkt16 der Kurvenbahn13 , so daß eine weitere Drehung des Rotors durch andere nicht gezeigte Kolben erfolgt, die je nach Drehrichtung sich im linken oder rechten Kurvenabschnitt17 oder18 befinden und in diesem Bereich bei Beaufschlagung durch den Hoch- bzw. Arbeitsdruck ein Drehmoment auf den Rotor und damit auf die mit dem Rotor über eine Verzahnung20 verbundenen Abtriebswelle21 erzeugen. Die Arbeitsräume der Kolben, deren Abstützrollen sich auf dem jeweils anderen Kurvenabschnitt befinden, sind mit dem Niederdruck bzw. mit dem Tank verbunden. Der die Abstützrolle aufnehmende Kolbenbereich3c ist an den beiden Stirnseiten12a ,12b der Abstützrollen abgeflacht, wobei der verbleibende Führungs- bzw. Aufnahmeteil etwas kürzer als die Rollenlänge ist, so daß die Abstützrollen mit ihren Enden über den Führungs- bzw. Aufnahmeteil des Kolbens hinausragen. - An beiden Enden der Abstützrollen sind im oberen Bereich
23 der Kolbenbohrung2a für den Kolbenteil3b im Rotor Einsatzstücke24 zur axialen Spielbegrenzung der Abstützrollen angeordnet. Die Einsatzstücke weisen an ihrer der Abstützrollen zugekehrten Seite eine ebene Führungsfläche25 für die betreffende Stirnseite12a ,12b der Abstützrollen auf. Die der Abstützrolle abgekehrte Abstützfläche27 eines Einsatzstückes ist der Rundung des Kolbenbohrungsabschnitts2a für den Kolbenteil3b angepaßt. An die Abstützfläche27 schließt sich eine schwalbenschwanzförmige Verlängerung28 an, die in eine entsprechend geformte Aussparung29 in der äußeren Kolbenbohrungswand30 des Rotors1 eingreift und damit im Rotor in radialer Richtung festliegt. Die Schmalseite28a der schwalbenschwanzförmigen Verlängerung28 schließt mit dem äußeren Umfang1a des Rotors bündig ab. Die schwalbenschwanzförmige Verlängerung28 ist zu beiden Seiten mit einer Nut31 durchsetzt (3 und4 ), die in entsprechende Vorsprünge33 in der schwalbenschwanzförmigen Aussparung29 in der Kolbenbohrungswand30 unmittelbar am Anschluß an dem Kolbenbohrungsabschnitt2a eingreifen. Die Nuten31 und Vorsprünge33 verlaufen parallel zueinander in Richtung der Kolbenachsen und sichern die Einsatzstücke in Richtung der Rotorachse A. Dadurch ist eine form- und kraftschlüssige Verbindung der Einsatzstücke mit dem Rotor gewährleistet: Die der Rotorachse A zugekehrte Breitseite35 der schwalbenschwanzförmigen Verlängerung28 weist eine tunnelförmige Ausnehmung35a auf, so daß beim Einbau des Einsatzstückes in die dafür vorgesehene Aussparung29 in die Kolbenbohrungswand des Rotors die schwalbenschwanzförmige Verlängerung besser verformbar ist. Das Einsatzstück besteht aus verschleißfestem elastischem Kunststoff, das in einfacher Weise als Spritzteil herzustellen ist. - Der Querschnittsverlauf der mit einer Stirnfläche
12a ,12b der Abstützrollen in funktioneller Verbindung stehenden Führungsfläche25 des Einsatzstückes24 ist so ausgebildet, daß über den gesamten Hubbereich des Kolbens die Führungsfläche25 ausschließlich mit der betreffenden Stirnfläche12a ,12b der Abstützrolle12 in Kraftschluß steht. Die Führungsfläche25 ist in ihrer radialen Erstreckung kürzer als der Radius der Abstützrolle und in ihrer Erstreckung in Drehrichtung des Rotors schmäler als der Durchmesser der Abstützrolle. Dadurch ist sichergestellt, daß die Einsatzstücke ausschließlich der Führung der Abstützrollen in Richtung von deren Drehachsen dienen und nicht zusätzlich als Verdrehsicherung für die Kolben. Die ausschließliche Führung der Abstützrollen in Richtung von deren Drehachsen wird noch zusätzlich dadurch sichergestellt, daß der beidseitig abgeflachte Kolbenbereich3c zur Aufnahme der Abstützrolle kürzer ist als die Länge der Abstützrollen. In diesem Fall kann, wie in1 zu erkennen ist, die Führungsfläche25 des Einsatzstückes im oberen Umkehrpunkt des Kolbenhubes mit ihren der Rotorachse A zugekehrten Eckbereichen25a über die Stirnfläche der Abstützrollen etwas hinausreichen, ohne daß damit eine Berührung mit dem abgeflachten Kolbenbereich3c zu befürchten ist.
Claims (6)
- Radialkolbenmaschine aufweisend einen von einer Welle getragenen Rotor mit in Radialrichtung nach außen gerichteten Kolbenbohrungen zur Aufnahme von vom Arbeitsmittel radial nach außen beaufschlagten Kolben, deren äußere Enden als Lager zur Aufnahme von Abstützrollen ausgebildet sind, die sich an einem den Rotor umgebenden Hubring abstützen, und Einsatzstücke, von denen jeweils zwei an dem Rotor zur axialen Spielbegrenzung einer Abstützrolle im äußeren Bereich einer jeden Kolbenbohrung befestigt sind, wobei die Längserstreckung der Abstützrolle kleiner als der Kolbendurchmesser ist und eine der Kolbenbohrungswand zugekehrte Fläche an jedem Einsatzstück dem Radius der Kolbenbohrung als Abstützfläche angepasst ist, während eine der Abstützrolle zugekehrte, zu deren axialen Spielbegrenzung dienende Führungsfläche am Einsatzstück eben ausgebildet ist, wobei die Führungsfläche in jeder Hublage des Kolbens ausschließlich mit einer Stirnfläche der Abstützrolle in funktioneller Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass an der der Kolbenbohrung (
2a ) zugewandten Abstützfläche (27 ) des Einsatzstückes (24 ) eine parallel zur Abstützrollenachse verlaufende schwalbenschwanzförmige Verlängerung (28 ) am Einsatzstück (24 ) vorgesehen ist, die in eine entsprechende Aussparung (29 ) in der Kolbenbohrungswand des Rotors (1 ) zur Verbindung des Einsatzstückes (24 ) mit dem Rotor eingreift. - Radialkolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (
28 ) parallel zueinander in Richtung der Welle (21 ) verlaufende Nuten (31 ) aufweist, in die entsprechend geformte Vorsprünge (33 ) in der Aussparung (29 ) im äußeren Bereich der Kolbenbohrungswand (30 ) eingreifen, wobei zumindest ein schwalbenschwanzförmiges Teilstück (28a ) der Verlängerung (28 ) zum besseren Einbringen in die Aussparung (29 ) in der Kolbenbohrungswand (30 ) aus elastischem Kunststoff besteht. - Radialkolbenmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die schwalbenschwanzförmige Verlängerung (
28 ) des Einsatzstückes (24 ) auf ihrer der Rotorachse (A) zugekehrten Seite eine Ausnehmung (35a ) aufweist. - Radialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzstück mit dem Außenumfang (
1a ) des Rotors (1 ) bündig abschließt - Radialkolbenmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsfläche (
25 ) des Einsatzstückes (24 ) in ihrer radialen Erstreckung kürzer ist als der Radius der Stirnfläche (12a ,12b ) der Abstützrolle und in ihrer Erstreckung in Drehrichtung des Rotors schmäler ist als der Durchmesser der Stirnfläche (12a ,12b ) der Abstützrolle. - Radialkolbenmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am äußeren Ende eines jeden Kolbens (
3 ) ein beidseitig abgeflachter Kolbenbereich (3c ) zur Aufnahme der Abstützrolle (12 ) vorgesehen ist, der kürzer ist als die Länge der Abstützrolle.
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