DE19616989C1 - Vorrichtung zum Abtrennen und Aufnehmen von Bonbons - Google Patents
Vorrichtung zum Abtrennen und Aufnehmen von BonbonsInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Abtrennen
und Aufnehmen von Bonbons nach der Gattung des Anspruchs 1.
Aus der DE 42 19 631 C2 ist bereits eine derartige
Vorrichtung bekannt. Bei dieser verläuft die Drehachse des
Greiferrads senkrecht zur Förderrichtung des Massestrangs,
wobei am Greiferrad Haltebackenpaare angeordnet sind, die
sich auf einer den Massestrang im Übergabepunkt tangential
berührenden Bahnkurve bewegen. Die in zusätzlichen
Drehachsen gelagerten Haltebackenpaare greifen im
Übergabepunkt das Ende des Massestrangs, worauf anschließend
mittels eines quer und längs zum Massestrang beweglichen
Schneidmessers vom Ende des Massestrangs ein Bonbon
abgetrennt wird. Bei der bekannten Vorrichtung
halten die Haltebacken das Ende des Massestrangs bereits
während des Abtrennvorgangs an den Seitenflächen der Bonbons.
Dadurch, daß die Haltebacken aufgrund ihrer Lagerung
in den zusätzlichen Drehachsen im Übergabebereich in ihrer
Bewegung zwar verzögert werden, jedoch bis zum vollständigen
Abt rennen des Bonbons vom Massestrang eine Drehbewegung in
bezug auf die Seitenflächen des Bonbons ausführen, können an
den Seitenflächen insbesondere weicher Bonbons
Beschädigungen durch die Haltebacken auftreten. Im übrigen führt
das Schneidmesser während des
Abtrennvorgangs eine Längsbewegung in Förderrichtung des
Massestrangs aus. Diese Bewegung ist in der Praxis oft
schwierig mit der Bewegung der Haltebacken abzustimmen.
Deshalb kann es aufgrund des Haltens des Massestrangs durch
die Haltebacken einerseits, und des Nachdrängens des
Schneidmessers andererseits zu Verformungen am Bonbon und
zum Verschmieren des Schneidmessers kommen. Wünschenswert
wäre dagegen eine Vorrichtung, bei der die Bonbons erst nach
dem vollständigen Abtrennen vom Massestrang von einem
Förderrad übernommen werden. Eine derartige Vorrichtung ist
aus der DE 37 34 611 A1 bekannt. Diese Vorrichtung hat einen
aus einem neungliedrigen Koppelgetriebe bestehenden
Einschieber, der die Bonbons in ein schräg zur
Zuführeinrichtung des Massestrangs angeordnetes Greiferrad
einstößt. Das Koppelgetriebe ist entsprechend
aufgebaut und kann eine erhebliche Lärmquelle an
derartigen Vorrichtungen darstellen. Ferner ist es aus der
DE 37 17 146 A1 bekannt, fertig verpackte, als Reihe an
einem Übertragungsrad anstehende Zigarettenpäckchen in eine
nachgeschaltete Fördereinrichtung zu übergeben, wobei die
Drehachse des Übertragungsrades mit den als Reihe
anstehenden Zigarettenpäckchen parallel ausgerichtet ist.
Dadurch, daß an dem Übergaberad kein Greifelemente, sondern
lediglich Aufnahmen für die Zigarettenpäckchen vorgesehen
sind, und da die Zigarettenpäckchen formstabil sind, ist
jedoch keine Beschädigungsgefahr beim Übergeben an die
nachgeschaltete Fördereinrichtung vorhanden.
Aufgabe der
Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Abtrennen von Bonbons
von einem Massestrang und Aufnehmen eines Bonbons mit einem
an einem Übernahmerad schwenkbar angeordneten Greiferpaar
auszubilden, die trotz hoher Produktionsgeschwindigkeit und
ohne große Lärmentwicklung Bonbons keine optischen
Qualitätseinbußen zufügt.
Diese Aufgabe wird mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere
Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Abtrennen und Aufnehmen
von Bonbons ergeben sich aus den Unteransprüchen und der
Beschreibung.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Übernehmen von Bonbons
ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung.
Besonders einfach und sicher läßt sich die Übergabe der
abgetrennten Bonbons an die Halteflächen des Greiferrads
mittels zweier Trommeln und gegebenenfalls eines in
Förderrichtung des Massestrangs beweglichen Schneidmessers
erzielen. Besonders vorteilhaft ist es weiterhin, wenn an
zumindest einer Trommel eine seitliche Führung für den
Massestrang angeordnet ist. Dadurch läßt sich eine sichere
Übergabe des Bonbons an das Greiferrad erzielen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Übernehmen
von Bonbons in einer vereinfachten Seitenansicht,
Fig. 2
eine Vorderansicht der Vorrichtung nach Fig. 1, und
Fig. 3
eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 2.
Der Vorrichtung 10 zum Übernehmen von Bonbons 1 ist eine an
sich bekannte Schneideinrichtung 11 zum Abtrennen von
Bonbons 1 von einem in einem Strangkanal 5 geführten
Massestrang 12 vorgeschaltet. Die Schneideinrichtung 11 hat
eine angetriebene Abstreiftrommel 13 größeren Durchmessers
mit beispielsweise fünf Öffnungen 14 für ein innerhalb der
Abstreiftrommel 13 angeordnetes Messer 15, sowie eine
gegenüber der Abstreiftrommel 13 angeordnete angetriebene
Gegentrommel 17 kleineren Durchmessers mit beispielsweise
einer Öffnung 18. Zwischen der Abstreiftrommel 13 und der
Gegentrommel 17 ist der Massestrang 12 in horizontaler
Förderrichtung X geführt, wobei vom Massestrang 12 durch das
vertikal und horizontal bewegbare Messer 15, dessen im
Gegenuhrzeigersinn verlaufende Bewegungsbahn mit 19
bezeichnet ist, einzelne Bonbons 1 abgetrennt, und eine
gewisse Strecke in Förderrichtung X bis gegen einen in
Förderrichtung X verstellbaren Anschlag 20 weitergeschoben
werden. Sowohl an der Abstreiftrommel 13, als auch an der
Gegentrommel 17 ist an je einer Seitenfläche eine
flanschförmige Führung 21, 22 für den Massestrang 12
angeordnet. Die Führungen 21, 22, die beispielsweise in Form
von Scheiben ausgebildet sind, sind auf unterschiedlichen
Seiten der Abstreiftrommel 13 beziehungsweise der
Gegentrommel 17 angeordnet, sie liegen einander also
gegenüber.
Die Vorrichtung 10 befindet sich im wesentlichen seitlich
versetzt zur Schneideinrichtung 11 auf der der Führung 22
der Gegentrommel 17 zugewandten Seite. Die Vorrichtung 10
hat ein in einer Achse 24 drehbar gelagertes, kontinuierlich
angetriebenes Greiferrad 25. Die Achse 24 verläuft parallel
und in Höhe zur Förderrichtung X des Massestranges 12. Das
Greiferrad 25 weist mehrere, beispielsweise acht in
gleichmäßigen Winkelabständen um die Achse 24 angeordnete
Greiferpaare 26 auf. Die Greiferpaare 26 sind in jeweils
einer zusätzlichen, zur Achse 24 parallelen zweiten Achse 27
schwenkbar gelagert, wobei die zweiten Achsen 27 auf einem
gemeinsamen Teilkreis 28 angeordnet sind. Das Schwenken der
Greiferpaare 26 in den Achsen 27 erfolgt mittels an sich
bekannter Einrichtungen, beispielsweise mittels
Kurvenscheiben o. ä.
Jedes Greiferpaar 26 hat zwei der Form der Bonbons 1
angepaßte bevorzugt ebene Halteflächen 29, 30, zwischen
denen je ein Bonbon 1 klemmbar ist. Dazu sind die
Halteflächen 29, 30 mit Stegen 31, 32 verbunden, zwischen
denen eine Zugfeder 33 zum Schließen der Halteflächen 29, 30
angeordnet ist. Das Öffnen der Halteflächen 29, 30 wird
mittels einer ebenfalls an sich bekannten Einrichtung,
beispielsweise einer weiteren Kurvenscheibe, bewirkt, die im
Innern des Greiferrades 25 angeordnet ist. Die Halteflächen
29, 30 sind derart angeordnet, daß sie sich im Übernahmeort
35 von der Schneideinrichtung 11 auf das Greiferrad 25 ober-
und unterhalb des abgetrennten Bonbons 1, die Ober- 2 und
Unterseite 3 des Bonbons 1 überdeckend, befinden.
Die oben beschriebene Vorrichtung 10 zum Übernehmen von
Bonbons 1 arbeitet wie folgt: Vom kontinuierlich geförderten
Massestrang 12 werden durch das sich auf seiner
Bewegungsbahn 19 bewegende Messer 15 einzelne Bonbons 1
abgetrennt. Dies erfolgt dadurch, daß das Messer 15 zuerst
durch eine Öffnung 14 der Abstreiftrommel 13 durchtritt,
anschließend senkrecht zur Förderrichtung X des Massestrangs
12 in diesen eintritt, und zuletzt beim Eintritt in die
Öffnung 18 der Gegentrommel 17 ein Bonbon 1 vom Massestrang
12 abtrennt. Das vom Massestrang 12 abgeschnittene Bonbon 1
wird anschließend mit Hilfe des Messers 15 zwischen die
geöffneten Halteflächen 29, 30 des jeweiligen Greiferpaares
26 bis zum Anschlag 20 gefördert.
Während des Schneidvorganges des Bonbons 1 wird der
Massestrang 12 und anschließend das abgetrennte Bonbon 1
durch die angetriebene Abstreiftrommel 13 und die ebenfalls
angetriebene Gegentrommel 17 geführt. Die Vorrichtung 10 ist
so mit der Schneideinrichtung 11 synchronisiert, daß, sobald
das Bonbon 1 aus dem Eingriffsbereich der Abstreiftrommel 13
und der Gegentrommel 17 austritt, sich die Halteflächen 29,
30 der Greiferpaare 26 unmittelbar davor befinden, und
dadurch den geförderten Massestrang 12 beziehungsweise das
abgeschnittene Bonbon 1 aufnehmen können. Die Halteflächen
29, 30 sind dabei etwas weiter geöffnet, als es der Dicke
des Bonbons 1 entspricht. Wesentlich ist weiterhin, daß die
Greiferpaare 26 mit den Halteflächen 29, 30 in dem dem
Übernahmeort 35 vorangehenden ersten Bereich 36, der etwa 45
Winkelgrad beträgt, in Drehrichtung des Greiferrads 25, und
in dem dem Übernahmeort 35 nachfolgenden zweiten Bereich 37,
der ebenfalls etwa 45 Winkelgrad hat, entgegen der
Drehrichtung des Greiferrades 25 in den zweiten Achsen 27
geschwenkt werden. Dadurch wird erzielt, daß sich die
Halteflächen 29, 30 der Greiferpaare 26 während der
Übernahme des abgetrennten Bonbons 1 im Übernahmebereich 35
zeitweise in Ruhe befinden, beziehungsweise nur eine geringe
Lageänderung erfahren. Unmittelbar, nachdem das Messer 15
auf seiner Bewegungsbahn 19 den Bereich des abgeschnittenen
Bonbons 1 verlassen hat, schließen sich die Halteflächen 29,
30 der Greiferpaare 26 infolge der Federkraft der Zugfeder
33, wodurch ein Herausfallen des Bonbons 1 auf seinem
weiteren Förderweg vermieden wird.
Im Ausführungsbeispiel ist an der dem Übernahmeort 35
gegenüberliegenden Seite des Greiferrades 25 eine nicht
dargestellte Übernahmeeinrichtung angeordnet, die die
einzelnen Bonbons 1 auf an sich bekannte Art vom Greiferrad
25 übernimmt und weiteren Einrichtungen, beispielsweise
einer Einwickeleinrichtung für die Bonbons 1 zuführt.
Zusätzlich wird angemerkt, daß es bei entsprechenden
geometrischen Gegebenheiten aufgrund der Klemmflächen 29, 30
eventuell nicht möglich ist, eine Führung 22 an der
Gegentrommel 17 anzuordnen. In diesem Fall kann jedoch
beispielsweise die den Klemmflächen 29, 30 gegenüberliegende
Seitenwand des Strangkanals 5 mit einer Zunge verlängert
ausgebildet werden. Diese Zunge kann entsprechend der
Führung 22 den Massestrang 12 führen.
Weiterhin ist es denkbar, daß die Greiferpaare 26 erst im
Übernahmeort 35 und dem nachfolgenden zweiten Bereich 37 in
den zweiten Achsen 27 verschwenkt werden. Hingegen befinden
sich die Greiferpaare 26 in dem ersten Bereich 36 in
Strecklage.
Claims (8)
1. Vorrichtung (10) zum Abtrennen und Aufnehmen von Bonbons
(1), mit einer Einrichtung (11) zum Abtrennen der Bonbons
(1) von einem kontinuierlich in einer Förderrichtung (X)
geförderten Massestrang (12), einem sich an die Einrichtung
(11) anschließenden, in einer Drehachse (24) gelagerten,
kontinuierlich angetriebenen Übernahmerad (25), das
wenigstens ein in einer zusätzlichen, parallel zur Drehachse
(24) schwenkbaren Achse (27) angeordnetes Greiferpaar (26)
aufweist, das zwei zusammenwirkende, zu öffnende und zu
schließende Halteflächen (29, 30) hat, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drehachse (24) des Übernahmerades
(25) parallel zur Förderrichtung (X) des Massestranges (12)
angeordnet ist, daß wenigstens eine der Halteflächen (29,
30) in einem Übergabeort (35) von der Einrichtung (11) auf
das Übernahmerad (25) unterhalb des vollständig abgetrennten
Bonbons (1) eine Auflagefläche für das Bonbon (1) bildet,
und daß eines der Greiferpaare (26) ein Bonbon (1) erst nach
dem vollständigen Abtrennen vom Massestrang (12) übernimmt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Drehachse (24) des Übernahmerads (25) in derselben Höhe
wie der Massestrang (12) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Greiferpaar (26) derart um deren
zusätzliche Achse (27) schwenkbar ist, daß dessen
Halteflächen (29, 30) in einem in Drehrichtung des
Übernahmerads (25) betrachtet dem Übernahmeort (35)
nachfolgenden zweiten Bereich (37) entgegen der Drehrichtung
des Übernahmerads (25) ausgelenkt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Greiferpaar (26) zusätzlich in einem in bezug auf den
Übernahmeort (25) vorangehenden ersten Bereich (36) in
Drehrichtung des Übernahmerads (25) ausgelenkt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Übernahmerad (25) zwei angetriebene
Walzen (13, 17) zum Führen des Massestranges (12)
vorgeschaltet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
an wenigstens einer Walze (13, 17) eine seitliche Führung
(21, 22) für den Massestrang (12) ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung (11) zum Abtrennen der
Bonbons (1) von dem Massestrang (12) ein vertikal und
horizontal verfahrbares Schneidmesser (15) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß fluchtend mit der Förderrichtung (X) des
Massestranges (12) ein Anschlag (20) angeordnet ist.
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