DE19616858C2 - Seitenairbagmodul - Google Patents
SeitenairbagmodulInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Seitenairbagmodul mit
einem aufblasbaren Gassack zum Schutze des Fahrzeugin
sassen im Fall eines Seitenaufpralls.
Es ist bereits bekannt, einen Airbag oder einen Gassack
zum Schutze eines Fahrzeuginsassen dann aufzublasen, wenn
ein seitlicher Schlag oder Stoß auf ein Fahrzeug ausgeübt
wird. Der Airbag wird in einem nicht aufgeblasenen Zu
stand zusammen mit einer Aufblasvorrichtung in dem Fahr
zeugsitz aufbewahrt, auf dem der Insasse sitzt. Im Falle
eines Seitenaufpralls wird die Aufblasvorrichtung betä
tigt und der Airbag wird in eine Position zwischen dem
Fahrzeuginsassen und der benachbarten Seitenstruktur des
Fahrzeugs aufgeblasen. Der Airbag kann dann den Fahrzeu
ginsassen vor einem kräftigen Aufschlag auf Teile der
Fahrzeugseitenstruktur, wie beispielsweise einer Fahr
zeugtür schützen. Der Airbag kann den Fahrzeuginsassen
auch gegenüber Objekten schützen, die während des Seiten
aufpralls durch die Seitenstruktur des Fahrzeugs
eindringen.
Aus der DE-42 23 620 A1 ist ein Seitenairbagmodul bekannt,
bei dem der Gassack in einem gefalteten Zustand in einem
Raum einer Tür oder einer Armlehne seitlich bezüglich ei
nes Fahrzeuginsassen im Fahrgastraum untergebracht ist.
Ein Gasgenerator ist ebenfalls innerhalb des Raums ange
ordnet, um beim Auftreten einer Kollision einen Gasstrom
zu erzeugen und den Gassack seitlich bezüglich des Fahr
zeuginsassen aufzublasen.
Die US-5,251,931 A beschreibt ferner einen Seitenairbag,
der zwischen einer Hüfte eines Fahrzeuginsassen und einer
Fahrzeugtür aufgeblasen wird. Der Airbag befindet sich in
einem nicht aufgeblasenen Zustand an dem Fahrzeugsitz, um
mit diesem bewegt zu werden.
Ferner sei auf die US-5,348,342 A verwiesen, die ein Sei
tenairbagmodul zeigt, das ebenfalls an einem Fahrzeugsitz
angebracht ist. Der Airbag ist an einem rohrförmigen Gas
generator in der Sitzrückenlehne angeordnet, und er
streckt sich bei einer Betätigung des Gasgenerators in
einen Raum zwischen dem Fahrzeuginsassen und einer Sei
tentür.
Bei den bekannten Airbagmodulen ergibt sich das Problem,
daß der Gassack vor dem Aufblasen gegenüber äußeren Ein
flüssen relativ ungeschützt ist und während des Aufbla
sens nicht gezielt in eine Richtung aufgeblasen wird.
Ausgehend von dem oben genannten Stand der Technik liegt
der vorliegenden Erfindung daher die Aufgabe zugrunde,
ein Seitenairbagmodul vorzusehen, daß auf einfache und
kostengünstige Weise den Gassack gegenüber äußeren Ein
flüssen schützt und beim Aufblasen eine Führung desselben
vorsieht, um ihn gezielt in eine Richtung aufzublasen.
Die vorliegende Erfindung sieht ein Seitenairbagmodul ge
mäß Anspruch 1 zum Schutze eines Fahrzeuginsassen vor,
und zwar im Falle eines Seitenaufpralls des Fahrzeugs.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den ab
hängigen Ansprüchen beansprucht. Das Seitenairbagmodul
weist einen aufblasbaren Gassack auf, und zwar mit einem
Körperteil, der in eine Position zwischen dem Fahrzeug
insassen und der Seitenstruktur des Fahrzeugs aufblasbar
ist, um den Fahrzeuginsassen zu schützen. Ferner ist eine
Aufblasvorrichtung vorgesehen, um den aufblasbaren Gas
sack aufzublasen. Ein Träger trägt die Aufblasvorrichtung
und den Gassack am Fahrzeug. Die Aufblasvorrichtung und
der aufblasbare Gassack sind an dem Träger befestigt. Ei
ne Aufnahmevorrichtung bzw. ein Schußkanal ist mit dem
Träger verbunden, um den Gassack aufzunehmen und beim
Aufblasen in eine Position zwischen dem Fahrzeuginsassen
und der Fahrzeugseitenstruktur zu führen. Der aufblasbare
Gassack besitzt einen mit dem Träger verbundenen Mund
teil, und zwar an einer Stelle außerhalb des Schußkanals.
Weitere Vorteile, Ziele und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungsbei
spielen anhand der Zeichnung; in der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Vorderansicht einer erfin
dungsgemäßen Fahrzeugsicherheitsvorrichtung in
einem Fahrzeugsitz;
Fig. 2 eine Vorderansicht der Fahrzeugsicherheitsvor
richtung der Fig. 1;
Fig. 3 einen Teilschnitt der Fahrzeugsicherheitsvor
richtung der Fig. 1;
Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht eines Teils der Fig.
3;
Fig. 5 eine Rückansicht der Fahrzeugsicherheitsvor
richtung der Fig. 1;
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht einer Basisplatte
und eines Trichters bzw. eines Schußkanals, die
einen Teil der Fahrzeugsicherheitsvorrichtung
der Fig. 1 bilden;
Fig. 7 eine Draufsicht eines Diffusors, der einen Teil
der Fahrzeugsicherheitsvorrichtung der Fig. 1
bildet;
Fig. 8 einen Schnitt des Diffusors längs der Linie 8-8
der Fig. 7;
Fig. 9 eine Draufsicht auf einen Befestigungsbügel,
der einen Teil der Sicherheitsvorrichtung gemäß
Fig. 1 bildet;
Fig. 10 eine Endansicht des Befestigungsbügels entlang
der Längslinie 10-10 der Fig. 9.
Es sei nunmehr ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der
Erfindung beschrieben. Die Erfindung bezieht sich auf eine
Fahrzeugsicherheitsvorrichtung, insbesondere bezieht
sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zum Schutz eines
Fahrzeuginsassen im Falle eines seitlichen Aufpralls auf
das Fahrzeug. Die vorliegende Erfindung ist bei verschie
denen Fahrzeugsicherheitsvorrichtungs-Konstruktionen an
wendbar. Repräsentativ für die vorliegende Erfindung ver
anschaulicht die Fig. 1 eine Fahrzeugsicherheits
vorrichtung oder ein Airbagmodul 10.
Das Airbagmodul 10 weist einen aufblasbaren Airbag (Gas
sack) 12 auf (vgl. Fig. 3) und eine Aufblasvorrichtung
bzw. einen Gasgenerator 14. Ein Befestigungsbügel oder
Befestigungselement 16 (Fig. 9-10) und eine Trag- oder
Basisplatte 18 (Fig. 6) befestigen den Airbag 12 und die
Aufblasvorrichtung 14 an einem Sitzrahmenglied 20 (Fig.
1) eines Fahrzeugsitzes 22. Das Airbagmodul 10 weist auch
einen Schußkanal oder Trichter 24 (Fig. 6) auf, und zwar
zum Führen des Airbags 12 beim Aufblasvorgang. Ferner ist
ein Diffusor 26 (Fig. 7-8) und ein Befestigungsglied
bzw. eine Klemmscheibe 28 (Fig. 3) vorgesehen.
Der Fahrzeugsitz 22 (Fig. 1) ist als ein vorderer Passa
giersitz eines Fahrzeugs 40 dargestellt und weist einen
Sitzbodenteil 42 und ein Sitzrückenteil 44 auf. Der Sitz
22 kann auch eine (nicht gezeigte) Kopfstütze aufweisen,
die vom Fahrzeugsitz-Rückenteil 44 getragen wird oder als
ein Teil des Rückenteils 44 ausgebildet ist. Der Sitz
rückenteil 44 besitzte eine innenliegende Seite 46 und
eine außenliegende Seite 48.
Der Sitz 22 wird durch Sitzschienen 50 (Fig. 1) von ei
nem Körperteil 52 des Fahrzeugs 40 getragen. Der Fahr
zeugkörper 52 weist auch eine Seitenstruktur (Seitenbau
teile) auf, die bei 54 gezeigt ist. In der dargestellten
Konfiguration weist die Fahrzeugseitenstruktur 54 eine
Tür 56 und ein Fenster 58 auf, die benachbart zum Fahr
zeugsitz 22 angeordnet sind. Es sei bemerkt, daß die Erfindung
auf Fahrzeuge anwendbar ist, die andere Arten von
Seitenstrukturen verwenden, wie beispielsweise bei einem
Lieferwagen (Van), wo kein Fenster oder keine Tür benach
bart zum Sitz 22 angeordnet sind.
Das Sitzrahmenglied 20 ist am Sitzrückenteil 44 des Fahr
zeugsitzes 22 angebracht. Das Sitzrahmenglied 20 ist
rohrförmig im Querschnitt und von im allgemeinen L-förmi
ger Gestalt. Das Sitzrahmenglied 20 weist einen ersten
Teil 64 auf, der sich im ganzen vertikal im Sitzrücken
teil 44 erstreckt und ein zweiter Teil 66 erstreckt sich
im allgemeinen horizontal im Sitzrücken 44.
Die Basisplatte 18 (Fig. 3, 4 und 6) des Airbagmoduls
10 ist aus Metallblech gestanzt und besitzt eine flache
Form, die aus drei miteinander verbundenen parallelen
Teilen gebildet wird. Die drei parallelen Teile der Ba
sisplatte 18 sind der Hauptkörperteil 80j, ein Zwi
schenteil 82 und ein Mittelteil 84.
Der Hauptkörperteil 80 (Fig. 4) der Basisplatte 18 be
sitzt eine ebene Konfiguration mit parallelen Innen- und
Außenseitenoberflächen 86 und 88. Die Seitenoberflächen
86 und 88 erstrecken sich zwischen einer Außenkantenober
fläche 90 und einer Innenkantenoberfläche 92 des Haupt
körperteils 80. Die Kantenoberflächen 90 und 92 erstrec
ken sich parallel zu und verlaufen konzentrisch mit einer
Achse 94 (Fig. 3 und 6) des Airbagmoduls 10.
Sechs identische Befestigungsschlitze 110 sind in dem
Hauptkörperteil 80 der Basisplatte 18 ausgebildet. Die
Schlitze 110 sind mit gleichem Abstand angeordnet, und
zwar in einer kreisförmigen Anordnung zentriert auf der
Achse 94. Jeder der Schlitze 110 besitzt eine rechteckige
Konfiguration. In jedem Schlitz 110 erstrecken sich die
längeren Seiten des Schlitzes senkrecht zu einer imaginären
geraden Linie, die sich zwischen der Mitte des
Schlitzes und der Achse 94 erstreckt.
Der Zwischenteil 82 (Fig. 4 und 6) der Basisplatte 18
ist einstückig mit dem Hauptkörperteil 80 ausgebildet und
ist radial nach innen gegenüber dem Hauptkörperteil an
gerordnet. Der Zwischenteil 82 besitzt eine ringförmigee
Konfiguration und erstreckt sich parallel zum Hauptkör
perteil 80 in einer Ebene, die axial von der Ebene des
Hauptkörperteils beabstandet ist. Der Zwischenteil 82 der
Basisplatte 18 besitzt parallele sich radial erstreckende
innere und äußere Seitenoberflächen 126, 128 (Fig. 4).
eine Außenkantenoberfläche 130 des Zwischenteil 82 ist
benachbart zu der inneren Kantenoberfläche 92 des Haupt
körperteils angeordnet. Der Zwischenteil 82 der Basis
platte 18 besitzt ebenfalls eine ringförmige Innenkan
tenoberfläche 132.
Der Mittelteil 84 (Fig. 4 und 6) der Basisplatte 18
ist einstückig mit dem Zwischenteil 82 ausgebildet und
erstreckt sich von dem Zwischenteil aus radial nach in
nen. Der Mittelteil 84 besitzt eine ringförmige Konfigu
ration und erstreckt sich parallel zu dem Zwischenteil 82
in einer Ebene, die axial von der Ebene des Zwischenteils
beabstandet ist. Eine äußere Kantenoberfläche 136 des
Mittelteils 84 ist benachbart zur Innenkantenoberfläche
132 des Zwischenteils 82 angeordnet. Eine sich axial er
streckende Innenkantenoberfläche 138 des Mittelteils 84
definiert eine kreisförmige Mittelöffnung 144 im Basi
steil 18. Die Mittelöffnung 144 ist auf der Achse 94 zen
triert.
Die Basisplatte 18 weist vier Befestigungsohren 100, 102,
104 und 106 (Fig. 6) auf. Die Befestigungsohren 100-106
sind koplanar mit und erstrecken sich nach außen von dem
Hauptkörperteil 80 der Basisplatte 18. Jedes (einzelne)
der Befestigungsohren 100-106 weist eine entsprechende
Befestigungsöffnung 100a-106a auf.
Ein Flanschteil 150 (Fig. 6) der Basisplatte 18 ist ko
planar und einstückig mit dem Hauptkörperteil 80 ausge
bildet. Der Flanschteil 150, der eine im ganzen recht
eckige Konfiguration besitzt, erstreckt sich von einer
Kante der Basisplatte 18 nach außen. Der Flanschteil 150
besitzt parallele sich radial erstreckende Innen- und Au
ßenhauptoberflächen 152 (figur 5) und 154 (Fig. 2 und
6).
Der Aufnahmebehälter, Schußkanal oder Trichter 24 (
Fig. 2, 5 und 6) ist ein Metallglied, welches an den
Flanschteil 150 der Basisplatte 18 angeschweißt ist. Der
Schußkanal 24 könnte alternativ einstückig mit der Basis
platte 18 ausgebildet sein. Speziell ist die Basisplatte
18 symmetrisch um bzw. bezüglich einer Imaginärlinie an
geordnet, die sich durch die Achse 94 in einer Richtung
von links nach rechts in Fig. 5 erstreckt. Auf diese
Weise ist der obere Teil (bei Betrachtung der Fig. 5)
der Basisplatte 18 ein Spiegelbild des unteren Teils (bei
Betrachtung der Fig. 5) der Basisplatte. Infolgedessen
kann dann, wenn die Basisplatte 18 und die Achse 94 um
180° verdreht wird, in einem Airbagmodul verwendet wer
den, das dem Airbagmodul 10 gleicht oder ähnlich ist und
das am Fahrersitz des Fahrzeugs 40 und nicht am Beifah
rersitz 22 befestigt ist. Ein Schußkanal, der ein Spie
gelbild des Schußkanals 24 ist, wird in diesem Falle an
den Flansch 150 der Basisplatte 18 geschweißt sein. Es
sei bemerkt, daß der Schußkanal 24 alternativ einstückig
mit der Basisplatte 18 ausgeformt sein kann.
Der Schußkanal 24 besitzt eine langgestreckte rohrförmige
Gestalt und weist eine Innenseitenwand 160 auf, die sich
unter einem Winkel zum Flanschteil 150 der Basisplatte 18
erstreckt. Eine Außenseitenwand 162 des Schußkanals 24
erstreckt sich im allgemeinen parallel zur Innenseiten
wand 160. Zwei gekrümmte oder gekurvte Endwände 164 und
166 des Schußkanals 24 erstrecken sich zwischen und ver
binden die inneren und Seitenwände 160 und 162. Ein ebe
ner oder planarer Befestigungsflanschteil 167 des
Schußkanals 24 ist an den Flanschteil 150 der Basisplatte
18 geschweißt.
Die Wände 160-166 des Schußkanals 24 definieren eine Ein
laßöffnung 170 und eine Auslaßöffnung 172 des
Schußkanals. Eine Kammer oder ein Durchlaß 174 um
schlossen innerhalb und definiert durch die Wände 160-166
erstreckt sich zwischen der Einlaßöffnung 170 und der
Auslaßöffnung 172 des Schußkanals 24.
Der Schußkanal 24 besitzt eine Mittelachse 168, die sich
parallel zu den Schußkanalwänden 160-166 erstreckt. Die
Schußkanalachse 168 erstreckt sich zwischen der Einlaß
öffnung 170 und der Auslaßöffnung 172 unter einem Winkel
zur Ebene des Hauptkörperteils 80 der Basisplatte 18. Die
Schußkanalachse 168 erstreckt sich nicht durch die Aus
laßvorrichtung 14. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
erstreckt sich die Schußkanalachse 168 unter einem Winkel
von ungefähr 48° gegenüber der Ebene des Hauptkörperteils
80 der Basisplatte 18. Es sei bemerkt, daß die
Schußkanalachse 168 und die Wände 160-166 des Schußkanals
24 sich unter einem anderen Winkel als 48° gegenüber der
Ebene des Hauptkörperteils 80 der Basisplatte 18 erstrec
ken könnten, um den Gassack oder Airbag 12 zum Aufblasen
in eine unterschiedliche Richtung zu führen.
Der Diffusor 26 (Fig. 3-4 und 7-8) ist ein einteiliges
oder einstückiges im ganzen schalenförmiges Metallglied
und umfaßt eine zylindrische sich axial erstreckende Sei
tenwand 180, die auf der Achse 94 zentriert ist. Drei be
abstandete Strömungsöffnungen 186, 188 und 190 (Fig. 8)
sind in der Seitenwand des Diffusers 26 ausgebildet oder
ausgeformt. Jede Strömungsöffnung 186-190 besitzt ein
Winkelausmaß oder eine Winkelgröße von annähernd 50°. Die
Strömungsöffnungen 186-190 sind zwischen der Auf
blasvorrichtung 14 und dem Trichter 24 angeordnet, und
zwar auf einem annähernd 180°-Sektor der Seitenwand 180
des Diffusors 26.
Die Diffusorseitenwand 180 wird als ein Teil oder ein
Stück mit der sich radial erstreckenden Endwand 192 (
Fig. 3) ausgebildet. Die Seitenwand 180 und die Endwand
192 des Diffusors 26 definieren eine Diffusorkammer 198
im Diffusor. Ein ringförmiger Befestigungsteil oder Befe
stigungsflansch 200 des Diffusors 26 erstreckt sich radi
al von der Diffusorseitenwand 180 nach außen in einer
Richtung parallel zu Endwand 192. Der Befestigungsflansch
200 besitzt sich parallel erstreckende innere und äußere
Seitenoberflächen 202 und 204 (Fig. 8).
Der Diffusor 26 weist sechs identische Befestigungsan
sätze 210 auf, die axial vom Außenumfang des Befesti
gungsflansches 200 des Diffusors wegragen. Die Befesti
gungsansätze 210 sind in einer Kreisanordnung zentriert
auf der Achse 94 mit gleichem Abstand angeordnet. Jeder
Befestigungsansatz 210 ist im ganzen eben oder planar
ausgebildet und weist eine rechteckige Konfiguration auf,
die derart bemessen ist, daß sie durch die Befestigungs
schlitze 110 in der Basisplatte 18 paßt.
Die Scheibe 28 (Fig. 3-5) ist ein flaches, ringförmi
ges Teil aus Metall mit parallelen sich radial er
streckenden inneren und äußeren Seitenoberflächen 230 und
232 (Fig. 4). Eine ringförmige äußere Umfangskanten
oberfläche 234 der Scheibe 28 erstreckt sich axial zwi
schen den inneren und äußeren Seitenoberflächen 230 und
232. Ein radial innerer Teil 236 der Scheibe 28 definiert
eine kreisförmige Mittelöffnung in der Scheibe.
Sechs identische Befestigungsschlitze 238 sind in der
Scheibe 28 ausgebildet. Die Befestigungsschlitze 238 er
strecken sich axial durch die Scheibe 28, und zwar zwi
schen den inneren und äußeren Seitenoberflächen 230 und
232. Jeder Befestigungsschlitz 238 besitzt eine rechtec
kige Konfiguration ähnlich der Konfiguration der Schlitze
110 in der Basisplatte 18. Die Befestigungsschlitze 238
in der Scheibe 28 sind mit gleichem Abstand in einer
kreisförmigen Anordnung zentriert auf der Achse 94 ange
ordnet, und zwar zur Aufnahme der Befestigungsansätze 210
an dem Diffusor 26.
Der Befestigungsbügel 16 (Fig. 9 und 10) ist ein ein
ziges Teil, das aus Metallblech gestanzt und in eine im
ganzen J-förmigen Konfiguration geformt ist. Der Befesti
gungsbügel 16 ist im ganzen eben oder planar und weist
einen Hauptschenkel 250 und einen Sekundärschenkel 252
auf. Der erste Endteil 254 ragt aus der Ebene des Haupt
schenkels 250 des Befestigungsbügels 16 heraus, und zwar
am Außenende des Hauptschenkels. Eine Befestigungsöffnung
254a ist in dem ersten Endteil 254 des Befestigungsbügels
16 ausgeformt. Ein zweiter Endteil 256 des Befestigungs
bügels 16 ist am Außenende des Sekundärschenkels 252 an
geordnet und ragt aus der Ebene des Sekundärschenkels
heraus. Eine Befestigungsöffnung 256a ist in dem zweiten
Endteil 256 des Befestigungsbügels 16 ausgeformt.
Die Aufblasvorrichtung 14 (Fig. 3 und 4) ist eine be
kannte pyrotechnische Airbag-Aufblasvorrichtung mit einem
zylindrischen Hauptkörperteil 266. Der Hauptkörperteil
266 der Aufblasvorrichtung 14 besitzt eine zylindrische,
sich axial erstreckende Seitenwand 270, die auf der Achse
94 zentriert ist. Eine Vielzahl von Gasauslaßöffnungen
272 (Fig. 3) ist mit gleichem Abstand in einer kreisför
migen Anordnung entlang der Seitenwand 270 der Aufblas
vorrichtung 14 anordnet. Ein sich radial erstreckender
Befestigungsflansch 276 der Aufblasvorrichtung 14 besitzt
parallele innere und äußere Seitenoberflächen 278 und 280
(Fig. 4). Eine ringförmige Außenkantenoberfläche 282 des
Befestigungsflansches 276 erstreckt sich axial zwischen
den inneren und äußeren Seitenoberflächen 278 und 280.
Zuleitungsdrähe 284 (Fig. 3) erstrecken sich vom Haupt
körperteil 266 der Aufblasvorrichtung 14 weg. Die Zulei
tungsdrähte 284 sind mit einer (nicht gezeigten) elektri
schen Schaltung des Fahrzeugs 40 verbunden, und zwar ein
schließlich eines Zusammenstoßsensors und einer Lei
stungsquelle, wie beispielsweise der Fahrzeugbatterie.
Der Airbag 12 (Fig. 3) ist aus einem Stoffmaterial, wie
beispielsweise gewebten oder sonstwie verarbeiteten Ny
lon, hergestellt. Der Airbag 12 besitzt einen rohrförmi
gen Halsteil 300. Der Halsteil 300 weist ein ringförmiges
Mundteil 302 auf, das parallele sich radial erstreckende
innere und äußere Seitenoberflächen 304 und 306 besitzt.
Die Innenseitenoberflächen 304 (Fig. 3) des gesamten
Halsteils 300 des Airbags 12 ist mit einer Schicht 305
aus Neopren überzogen, um den Mundteil des Airbags für
das Aufblasströmungsmittel von der Aufblasvorrichtung 14
undurchdringlich zu machen. Eine Innenkantenoberfläche
307 (Fig. 4) des Mundteils 302 definiert eine kreisför
mige Aufblasöffnung 308 im Halsteil 300 des Luftkissens
12.
Sechs Befestigungsschlitze 310 (Fig. 4) sind im Mundteil
302 des Airbags 12 ausgeformt. Die Befestigungsschlitze
310 sind in einer kreisförmigen Anordnung mit gleichem
Abstand um die Öffnung 308 angeordnet, um die Befesti
gungsansätze 210 des Diffusors 26 aufzunehmen. Der Airbag
12 weist auch einen Körperteil 330 auf, der mit dem Hals
teil 300 in Strömungsverbindung steht. Der Körperteil 330
ist derart konfiguriert, daß er dann, wenn er aufgeblasen
ist, einen auf dem Fahrzeugsitz 12 sitzenden Insassen im
Falle eines Seitenaufpralls schützen kann.
Das Airbagmodul 10 wird dadurch zusammengebaut, daß man
als erstes den Diffusor 26 und die Scheibe 28 durch die
Aufblasvorrichtungsöffnung in den Halsteil 300 des Air
bags 12 schiebt, und zwar in einer Position innerhalb des
Airbags. Der Diffusor 26 steht in Eingriff mit der Schei
be 28, so daß sich die Befestigungsansätze 210 am Diffuso
r durch die Befestigungsschlitze 238 in der Scheibe er
strecken. Der Diffusor 26 und die Scheibe 28 sind inner
halb des Airbags 12 derart positioniert, daß sich die Be
festigungsansätze 210 am Diffusor auch durch die Befesti
gungsschlitze 300 im Mundteil 302 des Airbags erstrecken.
Die Scheibe 28 ist zwischen dem Befestigungsflansch 200
des Diffusors 12 und dem Mundteil 302 des Airbags 12 an
geordnet. Der innere Kantenteil 236 der Scheibe 28 ist
radial nach innen gegenüber der Innenkantenoberfläche 307
des Airbags 12 beabstandet. Die Befestigungsansätze 210
am Diffusor 26 sind, wie in Fig. 8 gezeigt, geradlinig
und noch nicht, wie in den Fig. 2 bis 5 gezeigt, umge
bogen.
Der Hauptkörperteil 266 der Aufblasvorrichtung 14 wird
sodann durch die Aufblasvorrichtungsöffnung in den Airbag
12 eingesetzt, und zwar in eine Position innerhalb der
Seitenwand 180 des Diffusers 26. Die Bewegung der Auf
blasvorrichtung 14 kommt dann zu einem Stopp, wenn der
Befestigungsflansch 276 (Fig. 4) auf der Aufblasvorrich
tung 14 mit der Scheibe 28 in Eingriff kommt. Speziell
steht die Innenseitenoberfläche 278 des Befestigungs
flansches 276 der Aufblasvorrichtung 14 mit der Außen
seitenoberfläche 232 des Innenkantenteils 236 der Scheibe
28 in Eingriff. Die Außenkante 282 des Befestigungsflan
sches 276 der Aufblasvorrichtung 14 ist radial nach innen
gegenüber den Befestigungsschlitzen 238 in der Scheibe 28
beabstandet und ist ebenfalls radial nach innen gegenüber
der Innenkante 307 des Airbags 12 beabstandet.
Die Basisplatte 18 wird als nächstes an dem Airbag 12 und
der Aufblasvorrichtung 14 positioniert, wie man dies in
den Fig. 3 und 4 erkennt, so daß die Befestigungsan
sätze 210 am Diffusor 26 sich durch die Befestigungs
schlitze 110 in der Basisplatte erstrecken. Die Außensei
tenoberfläche 306 des Halsteils 300 des Airbags 12 liegt
über dem Hauptkörperteil 80 der Basisplatte 18. Die Au
ßenseitenoberfläche 280 des Befestigungsflansches 276 der
Aufblasvorrichtung 14 liegt über dem Zwischenteil 82 der
Basisplatte 18. Der Mittelteil 84 der Basisplatte 18 ist
axial gegenüber der Aufblasvorrichtung 14 beabstandet.
Wenn sich die Teile des Airbagmoduls 10 in dieser Positi
on befinden, ragen die Endteile der Befestigungsansätze
210 am Diffusor 26 axial von der Basisplatte 18 weg. Die
vorstehenden Endteile der Befestigungsansätze 210 am Dif
fusor 26 werden sodann radial nach innen gebogen, um so
über der Außenseitenoberfläche 88 des Hauptkörperteils 80
der Basisplatte zu liegen, wie dies in den Fig. 3 und
4 zu erkennen ist. Wenn die Befestigungsansätze 210 radi
al nach innen in dieser Art und Weise gebogen werden,
sind die Endteile der Befestigungsansätze koplanar mit
dem Zwischenteil 82 der Basisplatte 18.
Die Befestigungsansätze 210 am Diffusor 26 klemmen die
Basisplatte 18, den Airbag 12, die Scheibe 28, die Auf
blasvorrichtung 14 und den Diffusor 26 zusammen. Der ra
dial innere Teil 236 der Scheiben 28 klemmt die Aufblas
vorrichtung 14 gegen die Basisplatte 18. Der radial äuße
re Teil der Scheibe 28 klemmt oder befestigt den Halte
teil 300 des Airbags 12 an der Basisplatte 18 an einer
Stelle, beabstandet von und außerhalb des Schußkanals 24.
Der Halsteil 300 des Airbags 12 erstreckt sich um die
Aufblasvorrichtung 14 und den Diffusor 26 herum und ist
herumgewickelt, wie man am besten in Fig. 3 erkennt. Ein
erster Abschnitt 320 des Halsteils 300 des Airbags 12
krümmt sich um die Seitenwand 180 des Diffusors 26 herum.
Der erste Abschnitt 320 vereinigt sich mit einem zweiten
Abschnitt 322, der sich parallel zu und außerhalb der
Endwand 192 des Diffusors 26 erstreckt.
Der Körperteil 330 des Airbags 12 erstreckt sich vom Hal
steil 300 nach außen, und zwar in einer Richtung weg von
der Aufblasvorrichtung 14. Der Körperteil 330 des Airbags
12 ist vorzugsweise nicht beschichtetes, gewebtes Nylon.
Der Körperteil 330 des Airbags 12 ist gefaltet und in dem
Airbagmodul 10 aufbewahrt, und zwar vor der Betätigung
durch die Aufblasvorrichtung 14. Mindestens ein Teil des
Körperteils 330 des Airbags 12, vorzugsweise aber der
ganze Körperteil, ist gefaltet und aufbewahrt in dem
Schußkanal 24, wie man am besten in Fig. 3 erkennt. Ein
Teil des Körperteils 330 kann zwischen dem Schußkanal 24
und dem Diffusor 26 gefaltet und aufbewahrt sein. Vor
zugsweise ragt nur eine minimale Größe oder ein minimaler
Teil des gefalteten Körperteils 330 des Airbags 12, oder
aber gar kein Teil dieses Teils 330, über die Aus
laßöffnung 172 des Schußkanals 24 hinaus.
Um den zusammengebauten Airbagmodul 10 in dem Fahrzeug
sitz-Rückteil 44 zu sichern oder zu befestigen, ist der
Befestigungsbügel 16 zuerst mit dem Sitzrahmenglied 20
verschweißt. Der Hauptschenkel 250 des Befestigungsbügels
16 ist mit dem sich vertikal erstreckenden Teil 64 des
Sitzrahmenglieds 20 verschweißt. Der zweite oder Sekun
därschenkel 252 des Befestigungsbügels 16 ist mit dem
sich horizontal erstreckenden Teil 66 des Sitzrahmen
glieds 20 verschweißt.
Der Basisteil 18 des zusammengebauten Airbagmoduls 10
wird sodann am Befestigungsbügel 16 durch ein Paar von
Bolzen 350 und Muttern 352 (Fig. 2) befestigt. Einer der
Bolzen 350 erstreckt sich durch die Befestigungsöffnung
254a in dem ersten Endteil 254 des Befestigungsbügels 16
und durch die Befestigungsöffnung 102 in dem Befesti
gungsohr 102 an der Basisplatte 18. Der andere Bolzen 350
erstreckt sich durch die Befestigungsöffnung 256a in dem
zweiten Endteil 256 des Befestigungsbügels 16 und durch
die Befestigungsöffnung 100a in dem Befestigungsohr 100
an der Basisplatte 18. Die Muttern 352 werden auf die
Bolzen 350 geschraubt, um den Befestigungsbügel 16 an der
Basisplatte 18 zu befestigen. Infolgedessen sind die Ba
sisplatte 18, die Aufblasvorrichtung 14, der Airbag 12,
der Schußkanal 24, der Diffusor 26 und die Scheibe 28 si
cher am Sitzrahmenglied 20 befestigt.
Das Airbagmodul 10 ist, wenn es am Sitzrahmenglied 20 an
gebracht ist, innerhalb eines Hohlraums 360 (Fig. 3) in
dem Schaummaterial 362 des Fahrzeugsitz-Rückteils 44 an
geordnet. Der Hohlraum 360 ist groß genug, um nicht die
Strömung von Aufblasströmungsmittel von der Aufblasvor
richtung 14 durch den Halsteil 300 des Airbags 12 in den
Körperteil 330 des Airbags zu stören. Der Schußkanal 24
zusammen mit dem Körperteil 330 des Airbags 12 ist von
der Außenseite des Sitzrückteils 44 durch das Schaummate
rial 362 und ein (nicht gezeigtes) Überzugsstoffmaterial
abgedeckt. Das Schaummaterial 362 und der Stoffmate
rialüberzug sind derart ausgewählt und eingebaut, daß das
Aufblasen des Airbags 12 in dem Raum zwischen dem Fahr
zeugsitz 22 und der Fahrzeugseitenstruktur 54 nicht ver
hindert wird. Wenn gewünscht, kann das Airbagmodul 10 in
einem Kunststoffeinwickelmaterial (nicht gezeigt) inner
halb des Hohlraums 360 umschlossen sein.
Im Falle eines Seitenaufpralls am Fahrzeug 40 mit einer
das Aufblasen des Airbags 12 erfordernden Größe schickt
die elektrische, den Zusammenstoßsensor enthaltende Fahr
zeugschaltung, einen elektrischen Strom über die Zulei
tungsdrähte 284 der Aufblasvorrichtung 14. Die Aufblas
vorrichtung 14 wird in bekannter Weise betätigt und lei
tete Aufblasströmungsmittel unter Druck in die Kammer 198
(Fig. 3) im Diffusor 26. Die Wände 180 und 192 des Dif
fusors 26 leiten Aufblasströmungsmittel durch die Strö
mungsöffnungen 186, 188, 190 im Diffuser und in den Hal
steil 300 des Airbags 12. Die Aufblasvorrichtung 14 er
zeugt, da sie eine pyrotechnische Aufblasvorrichtung ist,
bei Betätigung Wärme. Der Diffuser 26 wirkt als ein Wär
meschirm und verhindert, daß der Halsteil 300 des Airbags
12 die Aufblasvorrichtung während und nach dem Aufblasen
des Airbags kontaktiert.
Der Halsteil 300 des Airbags 12 wirkt als ein flexibler
Kanal oder eine flexible Leitung, um das Aufblasströ
mungsmittel vom Diffusor 26 in den Körperteil 330 des
Airbags zu leiten. Wenn das Aufblasströmungsmittel von
der Aufblasvorrichtung 14 in und durch den Halsteil 300
des Airbags 12 strömt, so verhindert der Neopren-Überzug
305 auf der Innenoberfläche 304 des Mundteils des Airbags
die Leckage von Aufblasströmungsmittel von der Innenseite
des Airbags zur Außenseite. Wenn der Halsteil 330 des
Airbags 12 durchlässig wäre, dann würde mit Wahrschein
lichkeit eine gewisse Leckage des Aufblasströmungsmittels
durch den Halsteil des Airbags auftreten und höhere Strö
mungsmitteldrücke wären erforderlich, um eine Kompensa
tion für die Leckage vorzusehen. Da der Halsteil 300 des
Airbags 12 beschichtet und undurchlässig ist, ist ein Me
tallgehäuse der Bauart, wie es üblicherweise in
Seitenairbagmodulen verwendet wird, nicht notwendig, um
diese Funktion auszuführen.
Das Aufblasströmungsmittel fließt vom Halsteil 300 des
Airbags 12 in den Körperteil 330 des Airbags. Der Körper
teil 330 des Airbags 12 bläst sich von dem gefalteten
Aufbewahrungszustand gemäß den Zeichnungen in einen
(nicht gezeigten) aufgeblasenen Zustand auf, und zwar be
nachbart zur Fahrzeugseitenstruktur 54, um so den Fahr
zeuginsassen zu schützen.
Der Schußkanal 24 führt die Bewegung des Airbags 12 beim
Aufblasen, und zwar zusätzlich zur Aufbewahrung des ge
falteten Airbags. Wenn der Airbag 12 sich entfaltet und
aufbläst, führt der Schußkanal 24 das Material des sich
aufblasenden Airbags, um in die Richtung der Schußka
nalachse 168 bewegt zu werden. Auch die Wände 160-166 des
Schußkanals 24 bewirken, daß das Aufblasströmungsmittel,
das durch den Schußkanal strömt, am Durchlaß 174 im
Schußkanal austritt, und zwar in einer Richtung parallel
zur Schußkanalachse 168. Diese Führung des Aufblasströ
mungsmittels leitet weiter den Körperteil 330 des Airbags
12 zum Aufblasen in der Richtung der Schußkanalachse 168.
Diese Richtungsgebung wird derart gewählt, daß sich der
Körperteil 330 des Airbags 12 nach vorne und außen bezüg
lich des Fahrzeugsitz-Rückteils 44 zwischen den Kopf ei
nes Insassen auf dem Fahrzeugsitz 22 und der Seitenstruk
tur 54 des Fahrzeugs 52 aufbläst.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel erstrecken sich
die Schußkanalachse 168 und die Wände 160-166 des
Schußkanals 24 unter einem Winkel von ungefähr 48° gegen
über der Ebene des Hauptkörperteils der Basisplate 18.
Durch Positionierung des Schußkanals 24 mit einem unter
schiedlichen Winkel bezüglich der Basisplatte 18 kann die
Aufblasrichtung des Körperteils 330 des Airbags 12 geän
dert werden. Der bevorzugte Winkel zwischen einer von
vorne nach hinten verlaufenden Achse des Fahrzeugs 40 und
der Schußkanalachse 168 liegt typischerweise zwischen un
gefähr 15° und ungefähr 35°. Der bevorzugte Winkel ist
eine Funktion von (a) des Befestigungswinkels des
Schußkanals an der Basisplatte 18 und (b) des Befesti
gungswinkels der Basisplatte bezüglich der von vorne nach
hinten verlaufenden Fahrzeugachse. Der bevorzugte Winkel
hängt von der Größe des Fahrzeugs ab, von der Form des
Fahrzeugsitzes und von dem Abstand zwischen dem Fahrzeug
sitz und der Fahrzeugseitenstruktur. Beispielsweise ist
in einem relativ großen Fahrzeug der Sitzrahmen des Fahrzeugsitzes
relativ weit von der Fahrzeugtür entfernt. Da
her muß der Winkel zwischen der von vorne nach hinten
verlaufenden Fahrzeugachse und der Schußkanalachse rela
tiv groß sein. Umgekehrt ist bei einem relativ kleinen
Fahrzeug der Sitzrahmen des Fahrzeugsitzes relativ dicht
an der Fahrzeugtür, und daher müßte der Winkel zwischen
der von vorne nach hinten verlaufenden Fahrzeugachse und
der Schußkanalachse kleiner sein.
Claims (9)
1. Seitenairbagmodul (10), das an einem Sitzrahmen (20)
eines Fahrzeugsitzes (22) befestigt ist, mit
einem Gassack (12), einem Gasgenerator (14), einem
aus festem Material bestehenden Schußkanal (24), zur
teilweisen Aufnahme des Gassacks (12) und Führung
desselben beim Aufblasen, und einer Tragplatte (18)
zur Befestigung des Gasgenerators (14) und des
Schußkanals (24) am Sitzrahmen (20), wobei der Gas
sack (12) mit seinem Einblasmund (302) um den Gasge
nerator (14) herumgeführt ist, der Schußkanal (24)
seitlich neben dem Gasgenerator (14) liegt und eine
schräg zur Mittelachse (94) des Gasgenerators (14)
angeordnete Längsachse (168) aufweist.
2. Seitenairbagmodul (10) nach Anspruch 1, wobei das
Airbagmodul im oberen Bereich der Rückenlehne (44)
des Fahrzeugsitzes (22) angeordnet ist.
3. Seitenairbagmodul (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei
die Längsachse (168) des Schußkanals (24) unter ei
nem Winkel von 15° bis 35° zur Fahrzeuglängsachse
angeordnet ist.
4. Seitenairbagmodul (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei die Längsachse (168) des Schußka
nals (24) schräg zu einer Ebene der Tragplatte (18)
verläuft.
5. Seitenairbagmodul (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei der Gasgenerator (14) ein Topfgas
generator ist.
6. Seitenairbagmodul (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, mit einem topfförmigen Diffusor (26), der
an seinem offenen Ende Vorsprünge (216) aufweist,
die sich durch Öffnungen in dem Gassack (12), einer
Klemmscheibe (28) und der Tragplatte (18) erstrecken
und durch Umbördeln diese Bauteile und den Gasgene
rator (14), der mit einem umlaufenden Flansch zwi
schen der Klemmscheibe (28) und der Tragplatte (18)
angeordnet ist, aneinander befestigen.
7. Seitenairbagmodul (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei der Gassack (12) im Bereich zwi
schen dem Einblasmund (302) und dem Schußkanal (24)
gasdicht ausgebildet ist.
8. Seitenairbagmodul (10) nach Anspruch 7, wobei der
Gassack (12) im wesentlichen aus gasdurchlässigem
Gewebe besteht und im Bereich zwischen Einblasmund
(302) und Schußkanal (24) eine gasundurchlässige Be
schichtung (305) aufweist.
9. Seitenairbagmodul (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei der Schußkanal (24) und die Trag
platte (18) einteilig ausgebildet sind.
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