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DE19616659A1 - Streuautomat - Google Patents

Streuautomat

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DE19616659A1
DE19616659A1 DE19616659A DE19616659A DE19616659A1 DE 19616659 A1 DE19616659 A1 DE 19616659A1 DE 19616659 A DE19616659 A DE 19616659A DE 19616659 A DE19616659 A DE 19616659A DE 19616659 A1 DE19616659 A1 DE 19616659A1
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Karin Gmeiner
Wilhelm Gmeiner
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Wilhelm Gmeiner & Co Gera GmbH
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Wilhelm Gmeiner & Co Gera GmbH
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Description

Die Erfindung betrifft einen Streuautomaten nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Herkömmliche Aufsatz- oder Silo-Streuautomaten, die auf die Ladebrücke eines Träger­ fahrzeuges aufgesetzt sind, und die in einer Vertiefung des Behälterbodens eine in der Längsachse des Trägerfahrzeuges verlaufende Förderschnecke aufweisen, die das Streugut durch eine Öffnung im Auslaufrohr z. B. auf einen Streuteller ausbringen, sind so aufge­ baut, daß das Streu gut aufgrund der laufenden Rotation der Förderschnecke abgebaut wird und durch ein Auslaufrohr dem Streuteller zugeführt wird, so daß das im Behälter befindliche Material entsprechend dem natürlichen Schüttwinkel des Materials selbsttätig zur Förderschnecke rieselt. Da der Schüttwinkel bei derartigen Streugutmaterialien ver­ hältnismäßig groß ist, ist der Behälter bzw. die Schütthöhe im Behälter für derartiges Streugut entsprechend hoch. Dies bringt mit sich, daß der Schwerpunkt des gefüllten Be­ hälters, der auf die Ladebrücke des Trägerfahrzeuges aufgesetzt ist, hoch liegt und damit beim Anfahren und Abbremsen wie auch beim Kurvenfahren hohe Kräfte frei werden, die die Gefahr des Kippens des gesamten Fahrzeuges mit einschließen. Dies gilt umso mehr bei sog. Silo-Streuautomaten, bei denen der Streugutbehälter als Silo ausgeführt ist und der Schwerpunkt besonders hoch liegt.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Streuautomaten mit Streugutbehälter zu schaffen, der bei voller Beladung einen möglichst tiefen Schwerpunkt hat, um die Nachteile bzw. Ge­ fahrenquellen bekannter Streugutbehälter mit hohem Schwerpunkt auszuschalten.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Kennzeichens des An­ spruches 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteran­ sprüche.
Die das Streugut aufnehmende Kammer ist im Falle der Erfindung als kastenförmiger Ein­ kammer-Behälter ausgebildet. Der Rahmen des Behälters ist auf der Ladefläche aufsitzend eben ausgeführt. Im Abstand zum Rahmen ist ein geneigter oder waagrechter Förderbo­ den bzw. Rüttelboden zur Förderschnecke hin schräg nach abwärts verlaufend oder waagrecht vorgesehen, der sich über den wesentlichen Teil der Behälterbodenfläche er­ streckt. Der Förderboden ist mit einem oder mehreren Rüttlern bzw. Vibratoren gekop­ pelt, die am Förderboden angreifen und diesen in Rüttelbewegung versetzen, so daß das auf dem Förderboden befindliche Streugutmaterial aufgrund dieser Rüttelbewegungen zur Förderschnecke und zum Auslauf transportiert wird. Die Förderschnecke wird von außer­ halb des Streugutbehälters über einen aufgesetzten Antriebsmotor angetrieben und konti­ nuierlich in Umlauf gesetzt. Der Förderboden setzt sich an der Förderschnecke in eine Bodenvertiefung, in die die Förderschnecke eingreift, und auf der zum Förderboden ent­ gegengesetzten Seite der Förderschnecke in einen kurzen ansteigenden Abschnitt, von dem das Streugut entweder löse auf die Förderschnecke rieselt oder an der ebenfalls eine Rüttler- bzw. Vibratorvorrichtung angreift, fort. Der Förder- bzw. Rüttelboden, der sich vorzugsweise über die gesamte Länge des Behälters und im wesentlichen von der Förder­ schnecke bis zur Seitenwand des Behälters erstreckt, ist beispielsweise federnd auf dem Rahmen abgestützt oder ist nach Art eines Schwingbodens oder Vibrationsförderers aus­ gebildet. Die Förderbewegung auf dem Rüttelboden erfolgt entsprechend der Schwin­ gungsfrequenz, die von dem Rüttler dem Rüttelboden aufgegeben wird, so daß das Streu­ gutmaterial im Betrieb in kleinen Schritten vom Rüttelboden zur Förderschnecke gefördert wird.
Bei einer abgeänderten Ausführungsform der Erfindung ist der Behälter ebenfalls als Ein­ kammer-Behälter ausgeführt, jedoch ist z. B. auf der Seite des Behälters ein sich parallel zur Förderschnecke erstreckender Flüssigkeitstank, z. B. ein Soletank, angeordnet, der in den Behälter integriert sein kann, der jedoch gegenüber dem Behälter abgeschlossen ist und unabhängig von diesem gefüllt und entleert wird.
Desweiteren wird mit der Erfindung ein Zweikammer-Streuautomat vorgeschlagen, des­ sen eine Kammer mit Förder- bzw. Rüttelboden und Rüttler bzw. Vibrator in der vorbe­ schriebenen Weise ausgebildet ist, und dessen zweite Kammer eine getrennte Förder­ schnecke aufweist, die ähnlich wie die Förderschnecke der ersten Kammer ausgebildet ist. Die zweite Kammer ist zur Aufnahme eines Streugutes anderer Type ausgebildet, ge­ genüber der ersten Kammer vorzugsweise vollständig abgeschlossen bzw. getrennt und unabhängig von dieser betätigbar. Falls erforderlich, kann auch in der zweiten Kammer ein Förder- bzw. Rüttelboden mit Rüttler bzw. Vibrator vorgesehen sein. Die Förder­ schnecken beider Kammern werden jeweils über einen Antriebsmotor oder ein Getriebe unabhängig voneinander angetrieben. Die Förderschnecke der zweiten Kammer ist in entsprechender Weise wie die Förderschnecke der ersten Kammer ausgebildet; das Aus­ laufrohr weist analog der ersten Kammer eine entsprechende Öffnung auf, durch die mit Hilfe der Förderschnecke das Streugutmaterial ausgebracht wird. Beispielsweise kann das unterschiedliche Streugutmaterial aus beiden Kammern auf ein und denselben Streuteller ausgebracht werden, oder aber auf getrennt voneinander angeordnete Streuteller, oder es kann die Förderschnecke der ersten Kammer auf einen Streuteller und die Förderschnec­ ke der zweiten Kammer auf eine andere Ausbringvorrichtung abgegeben werden. Vor­ zugsweise sind beide Förderschnecken unabhängig voneinander angetrieben; es kann jedoch auch ein gemeinsamer Antrieb für beide vorgesehen sein, erforderlichenfalls mit entsprechender Übersetzung oder Untersetzung, um eine Anpassung an unterschiedliche Streugutmaterialien zu erreichen.
Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist es möglich, eine extrem flache Bauweise für den Streugutbehälter zu erzielen, da der natürliche Schüttwinkel des Streugutmaterials oder der Streugutmaterialien hierbei keine Rolle spielt, wenn mit Vibratoren oder Rüttlern gearbeitet wird, die auch eine einwandfreie Förderung in der Horizontalen ermöglichen. Damit wird ein tiefer Schwerpunkt des Behälters mit Ladung erreicht, der besonders vor­ teilhaft für das Anfahren oder Abbremsen des Fahrzeuges ist und ein Schwanken bei Kur­ venfahrten entscheidend reduziert. Desweiteren wird mit der Erfindung erreicht, daß durch die niedrige Bauweise des Behälters die Sicht des Fahrers nach hinten nicht ver­ sperrt ist.
Der Antrieb für die Rüttler bzw. Vibratoren kann hydraulisch, pneumatisch, elektrisch oder auch mechanisch, z. B. durch Exzenterantrieb, erfolgen. Ein Antrieb vom Trägerfahr­ zeug aus ist hierbei ohne weiteres möglich.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, den Förder- oder Rüttelbo­ den so auszugestalten, daß er aus zwei Teilböden besteht, die in der Längsachse der La­ defläche nebeneinander angeordnet sind. Der Übergang zwischen dem Ende des einen Teilbodens und dem Anfang des daran anschließenden Teilbodens wird durch eine in Richtung der Längsachse der Ladefläche durchgehend verlaufende Gummidichtung er­ zielt, so daß die beiden Teilböden gegeneinander freischwingend ausgebildet sind. Einer der beiden Teilböden weist eine Lagerbockanordnung auf, die aus einem oder mehreren parallel und voneinander beabstandet angeordneten Lagerböcken bestehen kann, vor­ zugsweise aus einem linken und einem rechten Lagerbock besteht. Die Lagerböcke dieses Teilbodens weisen Lager auf, in denen eine durchgehende Welle zentrisch gelagert ist. Die Welle ist mit exzentrischen Abschnitten versehen, auf denen Lager sitzen, die jeweils ein Ende einer Schubstange aufnehmen, deren anderes Ende mit dem zweiten Teilboden fest verbunden ist, so daß bei einer exzentrischen Drehung der Welle eine Schwing- bzw. Vibrationsbewegung auf den zweiten Teilboden übertragen wird. Die Teilböden sind mit dem Streurahmen über Schwingmetallpuffer verbunden, so daß die exzentrische bzw. Schwingbewegung, die auf den Förderboden ausgeübt wird, durch die Schwingmetallpuf­ fer abgefedert wird.
Mit einer derartigen Schwingbodenanordnung wird erreicht, daß das Streugut innerhalb des Streubehälters auf einfache und sichere Weise der Förderschnecke dosiert und gleich­ förmig zugeführt wird.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand von Ausfüh­ rungsbeispielen erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Einkammer-Streuautomaten in schematischer Darstellung von hinten, teil­ weise im Schnitt,
Fig. 2 die Anordnung nach Fig. 1 von oben bei geöffnetem Behälter,
Fig. 3 eine abgeänderte Ausführungsform eines Einkammer-Streuautomaten nach der Erfindung von hinten, teilweise im Schnitt,
Fig. 4 eine Aufsicht auf die Darstellung nach Fig. 3 bei geöffnetem Behälter,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform der Erfindung in Form eines Zweikammer-Streuautomaten von hinten, teilweise im Schnitt,
Fig. 6 eine Aufsicht auf die Anordnung nach Fig. 5 bei geöffnetem Behälter,
Fig. 7 eine schematische Gesamtansicht von Trägerfahrzeug und Zweikammer-Streuautomat in Aufsicht,
Fig. 8 eine Schwingbodenanordnung, die aus zwei Teilböden besteht, in seitlicher An­ sicht,
Fig. 9 eine Darstellung der Exzenterwelle mit den jeweiligen Lagern in Vorderansicht, und
Fig. 10 eine vergrößerte Darstellung der Wellen- und Lageranordnung nach Fig. 9 mit den Exzenterabschnitten.
Auf einer Ladefläche 1 eines Trägerfahrzeuges T ist ein Streugutbehälter 2 angeordnet, dessen Rahmen 3 auf der Ladefläche 1 aufsitzt. Der Streugutbehälter 2 ist kastenförmig ausgebildet und besitzt Vorder- und Rückwand 4, 5, eine Abdeckung 6, die zumindest teilweise als abnehmbare Sicherheitsabdeckung ausgebildet ist, sowie Seitenwände 7, 8. Im Behälter 2 ist ein Förderboden bzw. Rüttelboden 9 vorgesehen, der im wesentlichen die gesamte Bodenfläche zwischen Seitenwand 7, Vorder- und Rückwand 4, 5 und För­ derschnecke 11 einnimmt. Der Förderboden 9 wird über einen oder mehrere Rüttler bzw. Vibratoren 10 angetrieben, die entweder hydraulisch, pneumatisch, elektrisch oder auch mechanisch arbeiten und die den zur Förderschnecke 11 hin leicht geneigten oder waag­ rechten Förderboden 9 in Schwingungen bzw. Rüttelbewegungen versetzen, so daß das auf dem Förderboden aufliegende Streugutmaterial in kleinen Schritten in Richtung auf die Förderschnecke 11 zu bewegt wird. Der Boden der Streugutkammer ist durch den Förderboden 9, eine daran anschließende, unterhalb der Förderschnecke 11 verlaufende Vertiefung 12 und eine auf der entgegengesetzten Seite ansteigende, zur Seitenwand 8 anschließende Bodenteilwand 13 gebildet.
Der Förderschnecke 11 ist in der Rückwand 5 ein Auslauf 14 zugeordnet, durch den das von der Förderschnecke 11 geförderte Streugut nach außen und auf ein Streuteil 15 mit Teller gefördert wird. Der Antrieb der Förderschnecke 11 ist mit dem Auslauf 14 gekop­ pelt oder auf der entgegengesetzten Vorderwand 4 angeordnet.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 ist der Behälter 2 analog der Darstellung nach Fig. 1 und Fig. 2 ausgebildet, ebenso die Kammer mit dem Förderboden 9 und der Förderschnecke 11. Die Breite der Kammer 2 ist hierbei jedoch so gewählt, daß sie sich nicht über die gesamte Breite der Ladebrücke erstreckt, sondern daß ein Teil 16 des Be­ hälters 2 zur Aufnahme eines Flüssigkeitstanks 17 vorgesehen ist, z. B. eines Soletanks, der die entsprechende Salzlösung oder dgl. über eine Öffnung 18 und eine nicht darge­ stellte Verteilvorrichtung abgibt, z. B. absprüht. Der Flüssigkeitsbehälter 17 ist vorzugs­ weise im seitlichen Bereich des Behälters 2 links oder rechts angeordnet und vollständig von der Kammer getrennt.
Fig. 5 zeigt eine Zweikammer- bzw. Doppelkammer-Anordnung des Behälters, wobei der Behälter 2 durch eine vertikale Trennwand 19, die parallel zu der Achse der Förder­ schnecke verläuft, in eine größere Kammer 20 und eine kleinere Kammer 21 unterteilt ist. Die Kammer 20 ist ähnlich wie in Fig. 3 ausgebildet und weist einen Förderboden 9 auf, der das in der Kammer 20 befindliche Streugut durch Rüttelbewegungen an den Förderer 11 heranbringt und über den Auslauf 14 an den Streuteller abgibt. Die Kammer 21 weist einen wannenförmigen Boden 22 auf, an den ein mit der Rückwand 5 des Behälters 2 befestigter Auslauf 25 für die Abgabe des Streugutes aus der Kammer 21 auf das Streuteil 15 mit Teller vorgesehen ist, und in dem die Förderschnecke 24 angeordnet ist. Die Bo­ denwand 22 kann ebenfalls als Förder- oder Rüttelboden ausgeführt sein und durch Rütt­ ler oder Vibratoren in Schwingungen versetzt werden. Je nach der Art des in der Kammer 21 vorgesehenen Streugutmaterials ist jedoch ein starrer, d. h. nicht in Schwingungen ver­ setzbarer Boden 22 ausreichend. Die Förderschnecke 24 erhält einen getrennten Antrieb, so daß die beiden Förderschneckenanordnungen 11, 14 und 24, 25 analog ausgebildet sind.
Die Anordnung nach Fig. 7 zeigt eine Gesamtdarstellung des Trägerfahrzeuges T mit auf die Ladefläche 1 aufgesetztem Streugutbehälter 2 eines Doppelkammer-Streuautomaten.
Die beiden Teilböden 26, 27 sind nach Fig. 8 in einer zur Förderschnecke hin geneigten Ebene angeordnet. Auf der Unterseite des Teilbodens 26 sind parallel nebeneinander zwei Lagerböcke 29, 29′ voneinander beabstandet angeordnet. Jeder Lagerbock nimmt ein Lager 30 auf. In den beiden Lagern 30, 30′ ist eine Exzenterwelle 31 gelagert, die den Lagern 30 benachbart zwei exzentrische Wellenabschnitte 31, 31′ aufweist, auf denen Lager 33, 33′ angeordnet sind, die somit exzentrisch (Achse II-II) zu der Achse I-I der Ex­ zenterwelle 31 und den Lagern 30, 30′ arbeiten. Mit den Lagern 33, 33′ sind Schubstan­ gen 34, 34′ fest verbunden, deren entgegengesetzte Enden in Befestigungen 35, 35′ en­ den, welche an voneinander beabstandeten Stellen fest mit dem Teilboden 27 verbunden sind und die exzentrischen Bewegungen der Wellenabschnitte 31, 31′ auf den Teilboden 27 übertragen, der damit eine Relativbewegung zum Teilboden 26 ausführt und durch diese Vibrationsbewegung das auf dem Förderboden 9 befindliche Gut, z. B. Streugut, der Förderschnecke zufördert. Durch die Exzenterbewegungen werden die beiden Teilböden 26, 27 über die Schubstangen 34, 34′ zusammengezogen und nach 180°-Drehung wie­ der auseinandergedrückt, so daß eine Förderbewegung auf beiden Teilböden 26, 27 statt­ findet. Die Teilböden 26, 27 sind in Fig. 8 leicht zur Förderschnecke hin nach abwärts geneigt dargestellt, sie können jedoch auch in einer gemeinsamen horizontalen Ebene angeordnet sein, ohne daß dadurch die Förderbewegung des Materials nachteilig beein­ flußt wird.
Der Förderboden 9 bzw. seine beiden Teilböden 26, 27 liegen auf Schwingmetallpuffern 36 auf, die am Streuerrahmen 37 befestigt sind, so daß durch die exzentrische Bewegung der Wellenabschnitte 31, 31′ die Teilböden 26, 27 in Form eines Schwingbodens in Schwingungen versetzt und die Schwingungen durch die Schwingmetallpuffer 36 abgefe­ dert werden.
Die Welle 32 steht über einen Wellenanschluß 38, der z. B. eine flexible Welle sein kann, mit einem Antriebsmotor 39 in Verbindung, der am Streuerrahmen oder an einer anderen zweckmäßigen Stelle des Streueraufbaues befestigt sein kann.

Claims (15)

1. Streuautomat zum Verteilen von Streugut, z. B. gegen Eis- und Schneeglätte, mit einer Streuvorrichtung mit Streuteller, und mit einem auf die Ladebrücke eines Trägerfahr­ zeuges aufgesetzten, abnehmbaren Streugutbehälter mit über dem Behälterboden in Fahrzeuglängsrichtung angeordneter Förderschnecke, die das Streugut im Behälter einem Auslauf zuführt, durch den es an den Streuteller abgegeben wird, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Boden (9) des auf die Ladebrücke (1) des Trägerfahrzeuges (T) aufgesetzten Streugutbehälters (2) zur Förderschnecke (11; 24) hin waagrecht oder geneigt ausgebildet ist, und daß die waagrechte oder geneigte Bodenfläche (9) als Förder- oder Rüttelboden ausgebildet ist.
2. Streuautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Förder- oder Rüttelboden (9) mindestens eine Rüttel- oder Vibratorvorrichtung (10) in Eingriff steht.
3. Streuautomat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rüttelvorrichtung (10) ein hydraulischer, pneumatischer, elektrischer oder mechanischer Rüttler ist.
4. Streuautomat nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß bei ge­ neigtem Boden der Neigungswinkel des Förderbodens (9) vorzugsweise etwa 5°-15° beträgt.
5. Streuautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Streugutbehälter (2) als Zweikammerbehälter (20, 21) ausgebildet ist, und daß die beiden Kammern zur Aufnahme von unterschiedlichen Streugutmaterialien ausgelegt sind.
6. Streuautomat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (9) minde­ stens der einen Kammer (20) als schräg oder waagrecht angeordneter Förder- oder Rüttelboden ausgebildet ist, auf dessen Unterseite ein Rüttler bzw. Vibrator (10) an­ gekoppelt ist.
7. Streuautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Streugutbehälter (2) als Einkammerbehälter einen zusätzlichen Flüssigkeitstank (17) aufweist, der seitlich links oder rechts am Behälter (2) angeordnet ist.
8. Streuautomat nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Kammer (21) als Flüssigkeitstank ausgebildet ist.
9. Streuautomat nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß der För­ derboden (9) aus zwei Teilböden (26, 27) besteht, die in der Längsachse des Bodens (9) hintereinander angeordnet und mittels Gummidichtung (28) geschlossen sind, daß einer der Teilböden (26) mit einem Schwingantrieb (S) gekoppelt ist und daß eine mechanische Übertragungsvorrichtung (34, 35) vorgesehen ist, die die Schwingungen des Schwingantriebes auf den anderen Teilboden (27) überträgt.
10. Streuautomat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingantrieb ein Motorantrieb mit Antriebswelle (32) und damit integrierter Exzenterwelle (31) ist, und daß die mechanische Übertragungsvorrichtung (34, 35) als Schubstangenanordnung (34) ausgebildet ist, die mit dem anderen Teilboden (27) befestigt ist.
11. Streuautomat nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teilböden (26, 27) frei gegeneinander schwingend angeordnet sind.
12. Streuautomat nach einem der Ansprüche 9-11, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilböden (26, 27) mittels Schwingmetallpuffern (36) mit dem Streuerrahmen (37) verbunden sind.
13. Streuautomat nach einem der Ansprüche 9-12, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenterwelle (31) in Lagern (33) exzentrisch gelagert ist, und daß die Exzenterbewe­ gungen über die Schubstangen (34) auf den Teilboden (27) sowie die Schwingungen über Lager (30) und Lagerböcke (29) auf den Teilboden (26) übertragen werden.
14. Streuautomat nach einem der Ansprüche 9-13, dadurch gekennzeichnet, daß der Motorantrieb (39) für die Antriebswelle ein hydraulischer, pneumatischer oder elek­ trischer Antrieb ist, und daß die Verbindung zwischen Motorantrieb (39) und An­ triebswelle (32) eine Anschlußverbindung in Form eines starren Wellenansatzes (38) oder einer flexiblen Welle, z. B. einer Gelenkwelle, ausgebildet ist.
15. Streuautomat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenterwelle (31) zwei exzentrische Wellenabschnitte (31, 31′) aufweist, auf die die Lager (33, 33′) aufgesetzt sind.
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