DE19616572A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Vermessen eines Brillengestells oder eines Brillenglases oder einer Formscheibe - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Vermessen eines Brillengestells oder eines Brillenglases oder einer FormscheibeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Vermessen einer Facettennut in einer Brillenglasöffnung eines
Brillengestells oder eines eine vorbestimmte, unrunde Form
aufweisenden Brillenglases oder einer Formscheibe in einer
CNC-gesteuerten Brillenglasrandschleifmaschine mit wenigstens
einer Schleifscheibe sowie einer drehbaren, relativ zu der
Schleifscheibe radial und axial verstellbaren
Brillenglashaltewelle.
In der europäischen Patentanmeldung 0 143 168 ist eine
Vorrichtung zum Vermessen eines Brillengestells beschrieben, die
einen Brillengestellhalter im Bereich einer
Brillenglashaltewelle und einen Tastkopf an der
Brillenglashaltewelle aufweist. Das Brillengestell steht fest,
während sich der Tastkopf mit der Brillenglashaltewelle dreht.
Dementsprechend ist der Tastkopf bezüglich der Drehachse der
Brillenglashaltewelle radial verschiebbar.
Des weiteren ist in dieser Druckschrift beschrieben, daß das
Brillenglas nach dem Vorschliff und/oder nach dem Fertigschliff
hinsichtlich seiner Radiuswerte vermessen wird, diese gemessenen
Radiuswerte mit in einem Rechner zum Steuern der
Brillenglasrandschleifmaschine gespeicherten Soll-Werten
verglichen werden und ggf. ein Korrekturschliff durchgeführt
wird, wenn das formgeschliffene Brillenglas noch zu groß ist.
Die zum Vermessen des vorgeschliffenen Brillenglases verwendete
Vorrichtung ist ein Tastkopf, der an einem Arm für die
Brillenglashaltwelle schwenkbar angelenkt ist. Mit diesem
Tastkopf lassen sich auch die Raumkurven der Vorderkante und der
Hinterkante des formgeschliffenen Brillenglases vermessen.
Aufgrund der Anordnung und Gestaltung dieser bekannten
Vorrichtungen zum Abtasten eines Brillengestells und zum
Vermessen eines vorgeschliffenen Brillenglases sind sie
Vorrichtungen mit ihren Meßwertaufnehmern vollkommen unabhängig
von der Steuerung zum Formschleifen eines Brillenglases der
Brillenglasrandschleifmaschine und daher sehr kompliziert
aufgebaut und zu bedienen.
In der US-Patentschrift 4 217 736 ist eine
Brillenglasrandschleifmaschine in Verbindung mit einer
Abtastvorrichtung für ein Brillengestell beschrieben, bei der
das in einer Halterung eingespannte Brillengestell in
Antriebsverbindung mit einer Brillenglashaltewelle steht und mit
dieser gedreht wird. Ein in der Facettennut des Brillengestells
geführter Taststift überträgt seine durch die Form der
Brillenglasöffnung im Brillengestell während der Drehung
bewirkte Auslenkung auf einen Schreibstift, der die Kontur der
Facettennut auf eine an der Brillenglashaltewelle angeordneten
Unterlage, die sich mit der Brillenglashaltewelle dreht,
überträgt. Die auf die Unterlage gezeichnete Kontur der
Brillengestellöffnung wird anschließend opto-elektronisch
abgetastet und zum Steuern des Formschleifens des in die
Brillenglashaltewelle eingespannten Brillenglases verwendet.
Des weiteren sind auch Verfahren und Vorrichtungen bekannt
geworden, mit denen geprüft wird, ob ein kreisförmiger
Brillenglasrohling eines vorgegebenen Durchmessers geeignet ist,
in die Form eines einem ausgewählten Brillengestell
entsprechenden Brillenglases geschliffen zu werden.
Bei den in den europäischen Patentanmeldungen 0 206 860 und 0
363 281 beschriebenen Vorrichtungen handelt es sich um
Vorrichtungen zum Zentrieren eines Brillenglasrohlings und zum
Befestigen eines Blocks oder Saugers auf dem Brillenglasrohling.
Bei der Vorrichtung gemäß der europäischen Patentanmeldung 0 206
860 wird auf einen flachen Bildschirm das einem ausgewählten
Brillengestell entsprechend zu schleifende Brillenglas
einschließlich der Dezentrationswerte des Brillenträgers
abgebildet. Danach wird der kreisrunde, einen ausgewählten
Durchmesser aufweisende Brillenglasrohling auf den Bildschirm so
aufgelegt, daß sein optischer Mittelpunkt mit dem optischen
Mittelpunkt des zu schleifenden Brillenglases übereinstimmt. Es
wird geprüft, ob das Bild des zu schleifenden Brillenglases an
keiner Stelle über den Umfang des Brillenglasrohlings übersteht
und, wenn dies nicht der Fall ist, wird ein Block oder Sauger
auf dem Brillenglasrohling befestigt. Danach wird der
Brillenglasrohling mittels des Saugers in einer
Brillenglashaltewelle einer Brillenglasrandschleifmaschine
eingespannt und in die vorgegebene, einem ausgewählten
Brillengestell entsprechende Form geschliffen.
In der europäischen Patentanmeldung 0 363 281 ist demgegenüber
eine Vorrichtung zum Zentrieren und Anbringen eines Blocks oder
Saugers auf einem Brillenglasrohling beschrieben, die einen
Bildschirm aufweist, auf dem sich ein kreisförmiger
Brillenglasrohling mit einem ausgewählten Durchmesser und ein
entsprechend der Form eines ausgewählten Brillengestell zu
schleifendes Brillenglas mit den Dezentrationswerten des
Brillenträgers ggf. der Achsenlage eines prismatischen oder
zylindrischen Schliffs und/oder der Werte der Lage eines
Nahteils überlagert darstellen lassen, so daß eine Beurteilung
möglich ist, ob der Durchmesser des ausgewählten
Brillenglasrohlings für die Form des einem ausgewählten
Brillengestell entsprechend zu schleifenden Brillenglases
ausreicht.
Bei dieser Vorrichtung wird der Brillenglasrohling auf einen
Träger aufgelegt und entsprechend den Dezentrationswerten des
Brillenträgers, ggf. der Achsenlage eines prismatischen oder
zylindrischen Schliffs und/oder der Lage eines Nahteils
ausgerichtet und mit einem Block oder Sauger versehen, um
anschließend in einer Brillenglasrandschleifmaschine
umfangsbearbeitet zu werden.
Mit einer in der europäischen Patentanmeldung 0 160 985
beschriebenen, CNC-gesteuerten Brillenglasrandschleifmaschine
wird die Prüfung, ob ein einen bestimmten Durchmesser
aufweisender kreisrunder Brillenglasrohling in die Form eines
ausgewählten Brillengestells geschliffen werden kann, an einem
in eine Brillenglashaltewelle der Brillenglasrandschleifmaschine
eingespannten Brillenglasrohling in der Weise durchgeführt, daß
eine Tastvorrichtung auf den eingespannten Brillenglasrohling
abgesenkt und auf diese Weise der Radius des eingespannten
Brillenglasrohlings gemessen wird. Dieser gemessene Radius des
Brillenglasrohlings wird mit in die Steuerung der
Brillenglasrandschleifmaschine eingegebenen Daten des dem
ausgewählten Brillengestell entsprechend zu schleifenden
Brillenglases einschließlich der Dezentrationswerte des
Brillenträgers, ggf. der Achsenlage eines prismatischen oder
zylindrischen Schliffs und/oder der Werte der Lage eines
Nahteils verglichen und geprüft, ob der Radius des
Brillenglasrohlings bei jedem Winkelwert mindestens gleich dem
entsprechenden Radius des zu schleifenden Brillenglases ist. Ist
diese Prüfung positiv, wird das Schleifen des
Brillenglasrohlings in die ausgewählte Form, ohne den
Brillenglasrohling auszuspannen, durchgeführt.
Bei einer aus der europäischen Patentanmeldung 0 603 074
bekannten Vorrichtung wird die Prüfung, ob der Durchmesser eines
Brillenglasrohlings ausreicht, um in die Form eines
Brillenglases für ein ausgewähltes Brillengestell
umfangsgeschliffen zu werden, in der Weise durchgeführt, daß der
Brillenglasrohling in eine Brillenglashaltewelle einer
Brillenglasrandschleifmaschine eingespannt und auf eine
stillstehende, jedoch frei drehbare Schleifscheibe der
Brillenglasrandschleifmaschine aufgesetzt wird. An einem freien
Ende der Brillenglashaltewelle befindet sich eine Formscheibe,
die die Umfangskontur des einem ausgewählten Brillengestell
entsprechend zu schleifenden Brillenglases aufweist, und diese
Formscheibe kommt mit einem Kontaktschuh in Berührung, wenn der
Radius der Formscheibe in einer bestimmten Winkellage gleich
oder größer als der Radius des in die Brillenglashaltewelle
eingespannten und auf der Schleifscheibe aufliegenden
Brillenglasrohlings ist. Hierdurch wird ein elektrischer Kontakt
geschlossen, der ein Signal auslöst, so daß sich durch eine
langsame Umdrehung des Brillenglasrohlings und der Formscheibe
feststellen läßt, ob und wo die Formscheibe den Kontaktschuh
berührt und sich anhand dieses Signals beurteilen läßt, ob der
Durchmesser des Brillenglasrohlings zum Schleifen in eine
vorgegebene Form ausreicht.
In der Praxis hat sich gezeigt, daß die Vorrichtungen zum
Abtasten von Brillengestellen, um damit eine Datenmenge zu
gewinnen, die zum Steuern des Formschleifens eines Brillenglases
verwendbar sind, kompliziert aufgebaut sind, selbst wenn es sich
nicht um von der Brillenglasrandschleifmaschine getrennte
Vorrichtungen, sondern um in die Brillenglasrandschleifmaschine
integrierte Vorrichtungen handelt. Dies gilt auch, wenn anstelle
eines Brillengestells eine Formscheibe, die bereits die Form des
formzuschleifenden Brillenglases aufweist, abgetastet werden
soll.
Ein weiteres Problem hat in der Praxis ebenfalls eine große
Bedeutung, das häufig vorkommt. Wenn nämlich ein Brillenträger
aus rein ästhetischen Gründen das Brillengestell wechseln will,
ist es wünschenswert, - wenn sich die optischen Werte der für
den Brillenträger erforderlichen Brillengläser nicht verändert
haben -, die Brillengläser des alten Brillengestells im neuen
Brillengestell zu verwenden. Ebenso kommt es häufig vor, daß ein
beschädigtes Brillengestell oder ein beschädigtes Brillenglas in
einem Brillengestell zum Anlaß genommen wird, ein anderes
Brillengestell auszuwählen, die Brillengläser des beschädigten
Brillengestells oder das unbeschädigte Brillenglas aus dem alten
Brillengestell jedoch wieder zu verwenden.
Bereits in eine vorbestimmte, unrunde Form geschliffene
Brillengläser für ein ausgewähltes Brillenglas wieder verwenden
zu können, hat jedoch zur Voraussetzung, daß der Radius des
vorhandenen Brillenglases für jeden Winkelwert mindestens gleich
dem entsprechenden Radius des zu schleifenden Brillenglases ist
und daß eine Möglichkeit für eine derartige Prüfung vorhanden
ist.
Der Erfindung liegt somit das Problem zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Vermessen einer Facettennut in einer
Brillenglasöffnung eines Brillengestells oder eines eine
vorbestimmte, unrunde Form aufweisenden Brillenglases oder einer
Formscheibe zu schaffen und ggf. zu prüfen, ob dieses
Brillenglas zum Umschleifen in die Form eines einem
ausgewählten, anderen Brillengestell entsprechenden
Brillenglases geeignet ist, mit denen sich diese Messungen
schnell, einfach und ohne komplizierte Zusatzeinrichtungen
durchführen lassen.
Ausgehend von dieser Problemstellung wird ein Verfahren
vorgeschlagen, das aus folgenden Schritten besteht:
- - Einspannen des Brillengestells in eine mit der Brillenglashaltewelle drehgekuppelte, bezüglich der Brillenglashaltewelle feststehende Halterung oder Einspannen des Brillenglases oder der Formscheibe in die Brillenglashaltewelle,
- - Einsetzen eines mit einer Lagerung für die Schleifscheibe weitgehend starr verbundenen, bezüglich der Schleifscheibe feststehenden Tastkopfs in die Facettennut des Brillengestells oder Aufsetzen des Brillenglases oder der Formscheibe auf einen mit der Lagerung für die Schleifscheibe weitgehend starr verbundenen, bezüglich der Schleifscheibe feststehenden Meßschuh,
- - Drehen des Brillengestells oder des Brillenglases oder der Formscheibe mittels der Brillenglashaltewelle,
- - Aufnehmen der Wertepaare Radius rn der Facettennut oder des Brillenglases oder der Formscheibe und Drehwinkel (ρn) der Brillenglashaltewelle mittels eines Weggebers an einer Lagerung für die Brillenglashaltewelle oder an der Lagerung für die Schleifscheibe und eines Winkelgebers an der Brillenglashaltewelle und
- - Übertragen der Wertepaare in die Steuerung der Brillenglasrandschleifmaschine.
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß an einer
CNC-gesteuerten Brillenglasrandschleifmaschine alle Elemente zum
Aufnehmen der Meßwerte, zum Speichern dieser Meßwerte, zum
Verarbeiten der Meßwerte sowie zum Steuern des Formschleifens
eines Brillenglases vorhanden sind und sich daher die Messungen
besonders einfach und schnell und ohne zusätzlichen Aufwand
durchführen lassen.
Da das Schleifen einer Dachfacette an einem formgeschliffenen
Brillenglas mittels einer CNC-gesteuerten
Brillenglasrandschleifmaschine in der Weise erfolgt, daß der
Verlauf der Raumkurve der Dachfacette durch eine gesteuerte
Verlagerung des Brillenglases in Achsrichtung mit Bezug auf die
Schleifscheibe erfolgt, läßt sich auch der räumliche Verlauf der
Facettennut oder einer Dachfacette auf dem Umfang eines zu
vermessenden Brillenglases mittels eines eine
Parallelverschiebung der Brillenglashaltewelle gegenüber der
Schleifscheibe aufnehmenden Weggebers für jeden Drehwinkel
aufnehmen und an die Steuerung der
Brillenglasrandschleifmaschine übertragen.
Um eine Verformung des Brillengestells beim Messen und/oder eine
Beschädigung des zu vermessenden Brillenglases oder der
Formscheibe beim Vermessen zu vermeiden, kann die Auflagekraft
des Tastkopfs in der Facettennut oder des zu vermessenden
Brillenglases oder der Formscheibe auf den Meßschuh während des
Meßvorgangs gegenüber der Auflagekraft während des
Formschleifvorgangs vermindert werden.
Um andererseits den Meßvorgang zu beschleunigen, kann die
Drehzahl der Brillenglashaltewelle während des Meßvorgangs höher
als während des Formschleifens sein.
Das Verfahren zum Vermessen eines eine vorbestimmte, unrunde
Form aufweisenden Brillenglases zum Prüfen, ob dieses
Brillenglas zum Umschleifen in die Form eines einem
ausgewählten, anderen Brillengestell entsprechenden
Brillenglases geeignet ist, kann aus den Schritten bestehen:
- - Eingeben der Daten eines einem ausgewählten Brillengestell entsprechend zu schleifenden Brillenglases, der Dezentrationswerte des Brillenträgers, ggf. der Achsenlage eines prismatischen oder zylindrischen Schliffs und/oder der Werte der Lage eines Nahteils in die Steuerung der CNC-gesteuerten Brillenglasrandschleifmaschine,
- - Einspannen des zu vermessenden Brillenglases in die Brillenglashaltewelle der Brillenglasrandschleifmaschine,
- - Aufsetzen des eingespannten Brillenglases auf den Meßschuh,
- - Drehen des Brillenglases,
- - Aufnehmen der Wertepaare Radius rn und Drehwinkel ρn und ggf. auch der Parallelverschiebung zn beim Drehen des Brillenglases mittels der Weg- und Winkelgeber,
- - Übertragen der Werte in die Steuerung der Brillenglasrandschleifmaschine,
- - Vergleichen dieser Wertepaare mit den in die Steuerung eingegebenen Daten und Werten,
- - Prüfen, ob die Radiuswerte rn des vermessenen Brillenglases an keiner Stelle des Umfangs kleiner als die entsprechenden Radiuswerte des eingegebenen Brillenglases sind und
- - Umschleifen des Brillenglases in die vorgegebene Form, wenn keiner der Radiuswerte rn kleiner als die entsprechenden Radiuswerte des eingegebenen Brillenglases sind.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren gelingt es, diese
Überprüfung schnellstens unter Verwendung der an einer
CNC-gesteuerten Brillenglasrandschleifmaschine ohnehin
vorhandenen Steuerung und Sensoren durchzuführen, ohne daß das
zu vermessende Brillenglas, falls es geeignet ist, manipuliert
zu werden braucht.
Vorzugsweise kann ein Bild des eingegebenen Brillenglases und
des vermessenen Brillenglases auf einem Bildschirm überlagert
dargestellt und anhand dieser Darstellung die Überprüfung
vorgenommen werden.
Ebenso ist es möglich, daß der Rechner ein akustisches oder
optisches Warnsignal abgibt, wenn das vermessene Brillenglas
nicht geeignet ist, in die Form eines einem ausgewählten
Brillengestell entsprechenden Brillenglases umgeschliffen zu
werden.
Schließlich lassen sich die Daten des vermessenen und des zu
schleifenden Brillenglases numerisch anzeigen und
gegenüberstellen, so daß anhand dieser numerischen Werte eine
Beurteilung möglich ist, ob das vermessene Brillenglas geeignet
ist, in die Form eines einem ausgewählten Brillengestell
entsprechenden Brillenglases umgeschliffen zu werden.
Je nach Art des Rechnerprogramms für die CNC-Steuerung kann das
zu vermessende Brillenglas beispielsweise mittels eines
einfachen Handhabungsgeräts ohne Block oder Sauger zwischen die
Brillenglashaltwelle eingesetzt und dort eingespannt werden,
ohne daß es darauf ankommt, das zu vermessende Brillenglas genau
im optischen Mittelpunkt anzuordnen. Beim Vermessen des
Brillenglases kann nämlich der Rechner aus den Meßwerten die
Lage des Brillenglases erkennen und mit den eingegebenen Daten
für ein anderes, aus dem zu vermessenden Brillenglas
umzuschleifenden Brillenglases vergleichen und das Umschleifen
entsprechend der Lage des zu vermessenden Brillenglases
lagegenau steuern, nachdem der Rechner festgestellt hat, daß das
zu vermessende Brillenglas zum Umschleifen geeignet ist.
Es ist jedoch auch möglich, das zu vermessende Brillenglas im
optischen Mittelpunkt in die Brillenglashaltewelle einzuspannen,
so daß die Dezentrationswerte des Brillenträgers, ggf. die
Achsenlage eines prismatischen oder zylindrischen Schliffs
und/oder die Werte der Lage eines Nahteils rechnerisch
berücksichtigt werden.
Ebenso ist es möglich, das zu vermessende Brillenglas
dezentriert entsprechend den Dezentrationswerten des
Brillenträgers, ggf. der Achsenlage eines prismatischen oder
zylindrischen Schliffs und/oder den Werten der Lage eines
Nahteils in die Brillenglashaltewelle einzuspannen, so daß die
gemessenen Radiuswerte rn und Winkelwerte ρn direkt zur
Darstellung des vermessenen Brillenglases auf dem Bildschirm
geeignet sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch geeignet, ein die
Maßgenauigkeit des formgeschliffenen Brillenglases im Anschluß
an den Formschleifvorgang überprüfenden Meßvorgang
durchzuführen, indem das formgeschliffene Brillenglas erneut auf
dem Auflager vermessen und, falls es noch zu groß ist, einem
weiteren Feinschliff unterzogen wird.
Ausgehend von der vorstehend erwähnten Problemstellung wird des
weiteren eine Vorrichtung zum Vermessen einer Facettennut in
einer Brillenglasöffnung eines Brillengestells oder eines eine
vorbestimmte, unrunde Form aufweisenden Brillenglases oder einer
Formscheibe in einer Brillenglasrandschleifmaschine mit
wenigstens einer Schleifscheibe, einer drehbaren, relativ zu der
Schleifscheibe radial und axial verstellbaren
Brillenglashaltewelle, einer mit der Brillenglashaltewelle
drehgekuppelten, bezüglich der Brillenglashaltewelle
feststehenden Halterung für das Brillengestell, einem mit einer
Lagerung für die Schleifscheibe weitgehend starr verbundenen,
bezüglich der Schleifscheibe feststehenden, zum Eingriff in die
Facettennut bringbaren Tastkopf zum Vermessen der Facettennut
bezüglich ihres Radiuswertes und ggf. ihres Axialwertes und/oder
wenigstens einem axial versetzt neben der Schleifscheibe
angeordneten, bezüglich der Schleifscheibe feststehenden,
berührend mit einem umfangskonturgeschliffenen Brillenglas
zusammenwirkenden Meßschuh zum Vermessen einer Formscheibe oder
der Brillenglaskontur des Brillenglases bezüglich ihres
Radiuswertes und ggf. des Axialwertes einer Dachfacette am
Brillenglas, einem Weggeber zum Aufnehmen der Radiuswerte der
Facettennut des Brillengestells oder des Brillenglases oder der
Formscheibe an der Lagerung für die Schleifscheibe oder die
Brillenglashaltewelle, einem Winkelgeber zum Aufnehmen der
Drehwinkel der Brillenglashaltewelle, ggf. einem Weggeber zum
Aufnehmen der Axialwerte der Facettennut oder der Dachfacette,
einem Rechner zum Speichern der Meßwerte und zum Steuern der
Brillenglasrandschleifmaschine vorgeschlagen.
Die einzige Veränderung an einer CNC-gesteuerten
Brillenglasrandschleifmaschine, die erforderlich ist, um die
erfindungsgemäße Vorrichtung verwenden zu können, besteht somit
darin, eine drehbare Halterung für das Brillengestell
vorzusehen, die mit der Brillenglashaltewelle drehgekuppelt,
jedoch bezüglich der Brillenglashaltewelle feststehend ist, und
an einer Lagerung für die Schleifscheibe einen bezüglich der
Schleifscheibe feststehenden, zum Eingriff in die Facettennut
des Brillengestells bringbaren Tastkopf anzuordnen. Das
Vermessen der Facettennut in der Brillenglasöffnung eines
Brillengestells läßt sich dann unter Verwendung der an einer
CNC-gesteuerten Brillenglasrandschleifmaschine ohnehin
vorhandenen Weg- und Winkelgeber sowie des Rechners auf einfache
Weise und schnell durchführen.
Noch einfacher lassen sich ein eine vorbestimmte, unrunde Form
aufweisendes Brillenglas oder eine Formscheibe vermessen, da es
genügt, diese in die Brillenglashaltewelle einzuspannen, auf
einen axial versetzt neben der Schleifscheibe angeordneten,
bezüglich der Schleifscheibe feststehenden, berührend mit dem
Brillenglas zusammenwirkenden Meßschuh zu setzen, um die Messung
in gleicher Weise wie beim Brillengestell durchzuführen.
Wenn die Antriebe zum axialen und radialen Verstellen der
Brillenglashaltewelle relativ zu der Schleifscheibe sowie zum
Drehen der Brillenglashaltewelle aus Schrittmotoren bestehen,
können diese gleichzeitig die Funktion von Weggebern und
Winkelgebern erfüllen.
Ebenso ist es möglich, von den Antrieben zum radialen und
axialen Verstellen der Brillenglashaltewelle relativ zu der
Schleifscheibe sowie zum Drehen der Brillenglashaltewelle
unabhängige Weggeber und Winkelgeber vorzusehen.
Die Halterung für das Brillengestell kann vorzugsweise aus einem
drehbar an einer bezüglich der Brillenglashaltewelle
feststehenden Konsole achsparallel zur Brillenglashaltewelle und
der Schleifscheibe angeordneten Tragring mit einer zentralen
Öffnung bestehen, durch die eine mit der Lagerung für die
Schleifscheibe und bezüglich dieser feststehende Tastspitze in
die Facettennut des am Tragring gehaltenen Brillengestells
eingreift.
Ein besonders einfacher Aufbau der Vorrichtung läßt sich
erreichen, wenn der Tragring koaxial zur Brillenglashaltewelle
und die Tastspitze an einem Arm angeordnet sind, wobei der Arm
in einen Zwischenraum zwischen der Konsole und der Lagerung für
die Schleifscheibe ragt.
Um eine Verformung des zu vermessenden Brillengestells oder
Schleifspuren auf dem zu vermessenden Brillenglas und eine
daraus folgende Verfälschung der Meßergebnisse zu vermeiden,
kann eine mit dem Antrieb zusammenwirkende und bezüglich ihres
übertragbaren Drehmoments einstellbare Kupplung und eine die
Kupplung bezüglich ihres Drehmoments zum Aufnehmen der
Radius- und Winkelwerte des Brillengestells oder des Brillenglases oder
der Formscheibe umschaltende Vorrichtung vorgesehen sein.
Wenn die Schleifscheibe mit ihrem Antrieb verschiebbar auf einem
Kreuzschlitten relativ zur drehbar im Maschinengestell
angeordneten Glashaltewelle angeordnet ist, lassen sich die
Weggeber so anordnen, daß sie die Verschiebung des
Kreuzschlittens im Maschinengestell mit Bezug auf die Kontur der
Facettennut oder des umfangskonturgeschliffenen Brillenglases
oder der Formscheibe messen.
Da der Kreuzschlitten im Maschinengestell außerhalb einer
Kühlflüssigkeit und den Schleifabrieb auffangenden Wanne
angeordnet ist, werden die Wegaufnehmer auch nicht durch die im
Bereich der Schleifscheiben des zu schleifenden Brillenglases
herrschende Atmosphäre negativ beeinflußt.
Analog lassen sich die Meßwertaufnehmer auch bezüglich der
Glashaltewelle anordnen, wenn diese am Maschinengestell relativ
zur sich nur drehenden Schleifscheibe axial und radial beweglich
gelagert ist, um die Daten des Brillengestells oder des
Brillenglases oder der Formscheibe zu messen. Vorzugsweise läßt
sich ein Digitalmeßwertaufnehmer verwenden, dessen Meßwerte
direkt zum Rechner geleitet und dort verarbeitet werden.
Ausgehend von der vorstehend erwähnten Problemstellung wird des
weiteren eine Vorrichtung zum Vermessen eines eine vorbestimmte
unrunde Form aufweisenden Brillenglases an einer
Brillenglasrandschleifmaschine mit wenigstens einer
Schleifscheibe, einer drehbaren, relativ zu der Schleifscheibe
radial und axial verstellbaren Brillenglashaltewelle
vorgeschlagen, die wenigstens einen axial versetzt neben der
Schleifscheibe angeordneten bezüglich der Schleifscheibe
feststehenden, berührend mit einem umfangskonturgeschliffenen
Brillenglas zusammenwirkenden Meßschuh zum Vermessen der
Brillenglaskontur eines Brillenglases bezüglich der Radiuswerte
rn und ggf. der Axialwerte zn einer Dachfacette an dem
Brillenglas aufweist, wobei die Brillenglasrandschleifmaschine
mindestens einen Rechner mit einer Vorrichtung zum Steuern der
axialen Lage der Brillenglashaltwelle mit dem Brillenglas
relativ zur Schleifscheibe entsprechend dem axialen Verlauf der
Brillenglaskontur und zum Umsetzen des Brillenglases auf den
Meßschuh, eine Eingabevorrichtung zum Eingeben der Daten eines
einem ausgewählten Brillengestell entsprechend zu schleifenden
Brillenglases, der Dezentrationswerte des Brillenträgers, ggf.
der Achsenlage eines prismatischen oder zylindrischen Schliffs
und/oder der Werte der Lage des Nahteils mit einem Speicher und
einen Weggeber zum Aufnehmen der Radiuswerte rn und ggf. einen
Weggeber zum Aufnehmen der Axialwerte zn des Brillenglases
aufweist und der Rechner in ihm gespeicherte Soll-Werte der
Radiuswerte des zu schleifenden Brillenglases mit den gemessenen
Ist-Radiuswerten rn des Brillenglases vergleicht und nur dann
einen Schleifvorgang auslöst, wenn die Radiuswerte rn des
vermessenen Brillenglases an keiner Stelle kleiner als die
entsprechenden Radiuswerte des eingegebenen, zu schleifenden
Brillenglases sind.
Vorzugsweise kann der Meßschuh neben der Schleifscheibe auf
einem Lagerhals für die Welle angeordnet sein und einen
zylindrischen Kreisabschnitt und ggf. eine Facettennut als
Auflager mit einem dem Durchmesser der Schleifscheibe
entsprechenden Durchmesser aufweisen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren erläutert. In der
Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Vorderansicht einer
erfindungsgemäßen Brillenglasrandschleifmaschine
mit Schnittdarstellung einer Vorrichtung zum
Vermessen der Facettennut in der
Brillenglasöffnung eines Brillengestells,
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht, teilweise im
Schnitt, der Brillenglasrandschleifmaschine
gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Schnittansicht einer
erfindungsgemäßen Brillenglasrandschleifmaschine
mit Darstellung ihres Meßschuhs und
Meßwertaufnehmers,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines die
Schleifscheiben der Maschine umgebenden
Spritzschutzes mit Meßschuh und davor
angeordneter Brillenglashaltewelle mit einem zu
vermessenden Brillenglas und
Fig. 5 einen mit einem Rechner verbundenen Bildschirm
mit Darstellung eines zu vermessenden und eines
zu schleifenden Brillenglases.
Die in Fig. 1 dargestellte Brillenglasrandschleifmaschine weist
ein Gehäuse 13 mit einer Schleifkammer 38 auf, in der eine auf
einer Welle 10 angeordnete Vorschleifscheibe 11 mit
zylindrischem Umfang und zwei Facettenschleifscheiben 12 mit
Facettennuten angeordnet sind. Parallelachsig zur Welle 10 mit
den Schleifscheiben 11, 12 ist eine Brillenglashaltewelle aus
zwei Hälften 14, 14a angeordnet, von denen sich die Halbwelle 14
mittels einer Handhabe 37 axial verschieben läßt, um einen
Brillenglasrohling 35 einzuklemmen. An der Halbwelle 14 ist ein
Haltekopf 36 angeordnet, der z. B. aus Gummi bestehen kann, um
den Brillenglasrohling 35 beim Schleifen gegen Verdrehen und
Verschieben gesichert festzuhalten. Die Schleifkammer 38 ist
während des Schleifvorgangs mittels eines nicht dargestellten
Klappdeckels verschlossen.
Zum Schleifen wird die Welle 10 mit den Schleifscheiben 11, 12
in eine schnelle Drehung versetzt, während sich der von der
Brillenglashaltewelle 14, 14a gehaltene Brillenglasrohling 35
langsam dreht. Der Abstand der Brillenglashaltewelle 14, 14a von
der Welle 10 mit den Schleifscheiben 11, 12 wird durch einen
Rechner 16 gesteuert, indem Steuerdaten zum Schleifen des
Brillenglasrohlings 35 entsprechend der Form eines ausgewählten
Brillengestells gespeichert sind. Am Gehäuse 13 sind noch eine
Eingabetastatur 39 und ein Bildschirm 40 angeordnet. Mittels der
Eingabetastatur 39 lassen sich in bekannter Weise gespeicherte
Brillenglaskonturen aufrufen und zur Brillenglasbearbeitung an
die Steuerung der Brillenglasrandschleifmaschine leiten.
Des weiteren ist es möglich, mittels der Eingabetastatur 39
persönliche Daten des Brillenträgers eingeben, z. B. der
Pupillenabstand, die Achsenlage eines zylindrischen oder
prismatischen Schliffs des Brillenglases oder die Lage eines
Nahteils.
Der Bildschirm 31 dient dazu, die eingegebenen Daten
einzuzeigen. Des weiteren lassen sich auf dem Bildschirm 31 der
kreisförmige Brillenglasrohling 35 und/oder ein entsprechend den
eingegebenen Daten formgeschliffenes Brillenglas 24, 25
darstellen.
Seitlich am Gehäuse 13 ist eine geschnitten dargestellte Konsole
41 befestigt, die als Träger für einen drehbaren
Brillengestelltragring 45 dient. Am Brillengestelltragring 45
läßt sich ein Brillengestell 51 mittels Klammern 46, die sich
mittels Rändelmuttern 47 spannen lassen, befestigen. Eine
Öffnung 42 im Brillengestell 45 erlaubt es, eine an einem Arm 43
befestigte Tastspitze 44 bis zu einer Facettennut 52 in einer
Brillenglasöffnung 53 des Brillengestells 51 zu führen, um diese
Facettennut 52 abzutasten, wie dies mit Bezug auf Fig. 2 im
einzelnen beschrieben ist.
Der Brillengestelltragring 45 wird über ein Zahnrad 48, das auf
einer Welle 49 angeordnet ist, über eine Antriebsverbindung 50,
die z. B. aus einem Zahnriemen bestehen kann, von der Haltewelle
14a in Drehung versetzt, so daß eine eindeutige Beziehung
zwischen der von einem Winkelgeber 15 aufgenommenen
Winkelstellung der Brillenglashaltewelle 14, 14a und der
Winkelstellung des Brillengestells des Tragrings 45 besteht.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 2 ist erkennbar, daß an einem
Maschinengestell 1 ein Kreuzschlitten angeordnet ist, dessen
Schlittenteil 3 Führungsstangen 4 aufweist, die in Bohrungen 5
von Ansätzen 6 eines Schlittenteils 7 radial zu der
Brillenglashaltewelle 14, 14a mit einem davon gehaltenen, zu
vermessenden Brillenglas 25 verschiebbar gelagert sind.
Das Schlittenteil 7 ist über Führungsschienen 8 am
Maschinengestell 1 in einer Richtung parallel zur
Brillenglashaltewelle 14 und einer Welle 10 für eine
Vorschleifscheibe 11 und einer dazu koaxial angeordnete
Fertig- und/oder Facettenschleifscheibe 12 verschiebbar angeordnet.
Die Welle 10 ist mittels Lagerstützen 9 am Schlittenteil 3
gelagert. Die Schleifscheiben 11, 12 mit ihrer Welle 10 und die
Brillenglashaltewelle 14, 14a sind von dem Gehäuse 13 umgeben,
das unten eine im einzelnen nicht dargestellte Wanne aufweist,
die verhindert, daß Kühlflüssigkeit und Schleifabrieb aus der
Schleifkammer 38 in den Bereich des Kreuzschlittens 2 gelangt.
Ein Weggeber 17 ist am Schlittenteil 7 angeordnet und nimmt die
Radialverschiebung des Schlittenteils 3 bezüglich der
Brillenglashaltewelle 14, 14a auf. Dieser Weggeber 17 ist mit
dem Rechner 16 verbunden.
Die Radialverschiebung des Schlittenteils 3 wird durch einen vom
Rechner 16 über Steuerungsleitungen 21 angesteuerten
Antriebsmotor 18 bewirkt, der mit den Führungsstangen 4 über
eine elektromagnetische Kupplung 19 in Antriebsverbindung steht.
In einen Soll-Wert-Speicher 20 lassen sich Umfangskonturwerte
für die verschiedensten Brillenglasformen als Polarkoordinaten
eingeben und speichern.
Zum Schleifen einer vorgebbaren Brillenglasumfangskontur 24 wird
ein kreisförmiger Brillenglasrohling 35 in die
Brillenglashaltewelle 14, 14a eingespannt und mit der
Vorschleifscheibe 11 in Berührung gebracht. Der dabei
auftretende Anpreßdruck ergibt sich aus der Einstellung der
elektromagnetischen Kupplung 19 und ist in Abhängigkeit von
verschiedenen Parametern unterschiedlich einstellbar, z. B. für
Brillengläser aus Kunststoff oder Silikatglas oder entsprechend
der von den optischen Werten des Brillenglases 25 abhängigen
Randdicke des Brillenglases.
Das Brillenglas 25 wird mit seiner Welle 14, 14a in bekannter
Weise in Drehung versetzt, wobei die Drehgeschwindigkeit
üblicherweise bei 10 bis 13 U/min beträgt. Der Winkelgeber 15
übermittelt dem Rechner 16 in gleichen Winkelabständen, z. B. in
Inkrementen von je 6° einen Impuls, wodurch der Rechner 16
veranlaßt wird, den dazugehörigen, zu schleifenden Radius der
Umfangskontur 24 über den Antriebsmotor 18 einzustellen. Während
des Schleifens der Umfangskontur 24 auf der Vorschleifscheibe 11
werden das Schlittenteil 7 und damit die Schleifscheibe 11 in
eine oszillierende Bewegung parallel zur Drehachse des
Brillenglases 25 versetzt, die jeweils am Rand der
Vorschleifscheibe 11 in die entgegengesetzte Richtung
umgesteuert wird. Diese Bewegung wird durch einen nicht
dargestellten Antrieb für den Schlittenteil 7 gesteuert, der
ebenfalls mit dem Rechner 16 in Verbindung steht.
Beiderseits der Vorschleifscheibe 11 sind Ringsegmente 23
angeordnet, die an einem die Vorschleifscheibe 11 und die
Fertigschleifscheibe 12 eng umgreifenden Spritzschutz 22, der
nur im Berührungsbereich mit dem Brillenglas 24 offen ist,
befestigt sind. Die Ringsegmente 23 bilden einen Tastkopf und
sind mit einem schematisch in Fig. 4 dargestellten Sensor 26
verbunden, der seinerseits über eine Steuerleitung 27 mit dem
Rechner 16 verbunden ist. Die oszillierenden Bewegungen des
Schlittenteils 7 und damit der Schleifscheiben 11, 12 und des
sie umgebenden Spitzschutzes 22 werden in der in der deutschen
Patentschrift 38 42 601 beschriebenen Weise durch den Sensor 26
gesteuert und dienen gleichzeitig dazu, die Umfangskontur 24
hinsichtlich der Raumkurve der Vorder- und Rückseite und der
Glasdicke zu vermessen. Diese Meßwerte dienen dazu, mittels der
Fertigschleifscheibe 12 eine Facette an das
umfangskonturgeschliffene Brillenglas anzuschleifen, deren
Verlauf mittels des Rechners 16 steuerbar ist.
Die Axialbewegung der Schleifscheiben 11, 12 wird von dem
Schlittenteil 7 mittels eines Weggebers 54 erfaßt und an den
Rechner 16 geleitet.
Bevor das Schleifen in dieser Weise durchgeführt wird, wird
zunächst die Kontur einer Brillenglasöffnung 53 in einem
Brillengestell 51 ermittelt, indem dieses mittels der Klammern
46 und den Rändelmuttern 47 am Brillengestelltragring 45
befestigt wird. Der Arm 43 mit der Tastspitze 44 ist an einem
Lagerhals 28 für die Welle 10 an der Lagerstütze 9 befestigt und
daher mit der Lagerstütze 9 sowohl in Richtung der
Führungsstangen 4, d. h. in X-Richtung als auch in Richtung der
Führungsschienen 8, d. h. in Z-Richtung beweglich und folgt
daher der Facettennut 33, wenn das Brillengestell 51 mit dem
Brillengestelltragring 47 gedreht wird. Diese Drehung wird, wie
bereits erwähnt, über die Antriebsverbindung 50, die Welle 49
und das Zahnrad 48 von der Brillenglashaltewelle 14, 14a
übertragen, so daß sich bei einem einmaligen Umlauf des
Brillengestells 51 eine Datenmenge rn, zn und ρn ergibt, die
die Raumkurve der Facettennut 52 der Brillenglasöffnung 53 im
Brillengestell 51 wiedergibt. Die von den Weggeber 17, 54 und
dem Winkelgeber 15 aufgenommenen Werte gelangen zum Rechner 16,
werden dort gespeichert und lassen sich zum durch den Rechner
gesteuerten Schleifen eines Brillenglasrohlings 35 entsprechend
der Brillengestellform verwenden.
Bevor dieses Formschleifen durchgeführt wird, wird
selbstverständlich das Brillengestell vom Brillengestelltragring
45 gelöst, um den Schleifvorgang nicht zu behindern.
Beim Formschleifen eines Brillenglases werden dieselben Weggeber
17, 54 und der Winkelgeber 15 dazu benutzt, die Antriebe für die
entsprechenden Bewegungen der Schleifscheibe 11, 12 und der
Drehung der Brillenglashaltewelle 14, 14a entsprechend den
aufgenommenen Daten zu steuern.
Falls statt der Schleifscheibe 11, 12 die Brillenglashaltewelle
14, 14a radial und axial verschiebbar gelagert ist, läuft der
Meßvorgang in der gleichen Weise ab, nur befinden sich die
Weg- und Winkelgeber dann an den Führungen für die
Brillenglashaltewelle 14, 14a.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß der Brillengestelltragring 45
koaxial zur Brillenglashaltewelle 14, 14a angeordnet ist. Da
zwischen der Brillenglashaltewelle 14, 14a und dem
Brillengestelltragring 45 ohnehin eine Antriebsverbindung
erforderlich ist, kann der Brillengestelltragring 45 auch an
anderer Stelle, z. B. koaxial zur Welle 10 der Schleifscheiben
11, 12 angeordnet sein oder an irgendeiner Stelle zwischen der
Brillenglashaltewelle 14, 14a und der Welle 10, jedoch muß der
Brillengestelltragring 45 mit der Konsole 41 stets mit Bezug auf
die Brillenglashaltewelle 14, 14a feststehen.
Sollen ein vorgeschliffenes Brillenglas 25 oder eine Formscheibe
vermessen werden, werden sie zwischen den Halbwellen 14, 14a
eingespannt und auf einen Meßschuh 29 aufgesetzt, der mittels
Befestigungsschrauben 30 an einem Lagerhals 28 der Lagerstütze 9
befestigt ist und eine zylindrische Meßfläche mit dem Radius 11,
12 aufweist.
Um den räumlichen Verlauf einer Dachfacette 34 am Brillenglas 25
durch Aufnahme der Axialverschiebung der Brillenglashaltewelle
14, 14a bestimmen zu können, weist der Meßschuh 29 eine
Facettennut 33 auf, in die sich die Dachfacette 34 spielfrei
einsetzen läßt. Beim Drehen der Brillenglashaltewelle 14, 14a
mit dem Brillenglas 25 werden somit die Radiuswerte rn, die
Axialwerte zn sowie die entsprechenden Winkelwerte ρn durch
die Wegaufnehmer 17, 54 und den Winkelgeber 15 aufgenommen und
in den Rechner eingegeben.
Mit diesen Daten lassen sich anschließend Brillengläser mit der
gleichen Form schleifen oder läßt sich das vermessene
Brillenglas 25 auf eine in den Rechner eingegebene, einem
ausgewählten Brillengestell entsprechend zu schleifende
Brillenglaskontur umschleifen.
Um prüfen zu können, ob dieses Umschleifen möglich ist, erfolgt
aufgrund dieser Daten die Darstellung der Umfangskontur des
gemessenen Brillenglases 25 auf einem mit dem Rechner 16
verbundenen Bildschirm 31, der des weiteren (gestrichelt
dargestellt) ein Bild der eingegebenen Umfangskontur 24, die im
Soll-Wert-Speicher 20 gespeichert ist und dem vermessenen
Brillenglas 25 überlagert ist, zeigt. Auf dem Bildschirm 31 sind
ein Koordinatensystem aus X-Achse und Y-Achse, der optische
Mittelpunkt 32 des vermessenen Brillenglases 25 sowie des zu
schleifenden Brillenglases 24 und die Dezentrationswerte ex, ey
mit Bezug auf die X-Achse und die Y-Achse dargestellt. Aus der
Darstellung auf dem Bildschirm 31 ist sofort erkennbar, ob der
Radius des zu schleifenden Brillenglases 24 an irgendeiner
Stelle den Radius des vermessenen Brillenglases 25 überschreitet
oder nicht. Im dargestellten Beispiel ist dies im Bereich des
rechten oberen und unteren Quadranten der Fall, so daß sich
ergibt, daß das vorhandene Brillenglas 25 nicht geeignet ist, in
eine andere Form umgeschliffen zu werden.
Ergibt sich andererseits aus dieser Darstellung, daß sich die
gesamte Umfangskontur des zu schleifenden Brillenglases 24
innerhalb der Umfangskontur des vermessenen Brillenglases 25
befindet, kann der Schleifvorgang eingeleitet werden, indem das
vermessene Brillenglas 25 zunächst auf die Vorschleifscheibe 11
umgesetzt und dort in eine Umfangskontur entsprechend dem zu
schleifenden Brillenglas 24 umgeschliffen wird.
Das zu vermessende Brillenglas 25 kann hinsichtlich seines
optischen Mittelpunkts 32 zentriert in die Brillenglashaltewelle
14 eingespannt werden, wenn die Dezentrationswerte durch den
Rechner 16 rechnerisch berücksichtigt werden. Ebenso ist es
möglich, das zu vermessende Brillenglas 25 bereits mit den
Dezentrationswerten ex, ey in die Brillenglashaltewelle 14
einzuspannen. In beiden Fällen erscheint das Bild des
vermessenen Brillenglases 25 in der gleichen Weise dezentriert
auf dem Bildschirm 31 wie das Bild des zu schleifenden
Brillenglases 24, das mit sämtlichen Daten, einschließlich der
Dezentrationswerte des Brillenträgers ggf. der Achsenlage eines
prismatischen oder zylindrischen Schliffs und/oder der Werte der
Lage eines Nahteils in den Rechner 16 eingegeben wurde.
Selbst wenn das Brillenglas 25 verhältnismäßig ungenau in die
Brillenglashaltewelle 14, 14a eingespannt ist, ist der Rechner
16 aufgrund der aufgenommenen Meßwerte in der Lage, eine
Zuordnung der gemessenen Daten zu den gespeicherten Daten
vorzunehmen und die Bilder auf dem Bildschirm winkelgenau
darzustellen.
Die Entscheidung, ob sich ein eine vorbestimmte, unrunde Form
aufweisendes Brillenglas in die Form eines einem ausgewählten
Brillengestell entsprechend zu schleifenden Brillenglases
umschleifen läßt, kann auch ohne Darstellung auf einem
Bildschirm durch ein Signal erfolgen, das akustisch oder optisch
einen Hinweis gibt, ob das Nachschleifen möglich ist oder nicht.
Des weiteren ist es möglich, anstelle oder zusätzlich zur
Bildschirmdarstellung die Werte und die Winkellage derjenigen
Radiusbereiche des zu schleifende Brillenglases 24 numerisch
anzugeben, die über die Umfangskontur des vermessenen
Brillenglases 25 hinausreichen, um entscheiden zu können, ob
durch eine geringfügige Veränderung der Dezentrationswerte ex,
ey noch ein Nachschleifen ermöglicht wird.
Nachdem mittels der Vorschleifscheibe 11 die
Brillenglasumfangskontur entsprechend der Darstellung in Fig. 1
geschliffen wurde, wird das Brillenglas automatisch auf die
Fertigschleifscheibe 12 umgesetzt und lagegenau bezüglich der
Facettennut positioniert. Das Brillenglas weist für den
Fertigschliff eine ausreichende Bearbeitungszugabe auf.
Nach dem Fertigschliff wird das auf die Umfangskontur 24
umgeschliffene Brillenglas, gesteuert durch den Rechner 16,
wieder lagegenau auf den Meßschuh 29 aufgesetzt. Welcher Punkt
des Brillenglases 24 aufgesetzt wird, bestimmt der Rechner 16
anhand eingegebener Befehle. Im einfachsten Fall genügt es, eine
einzige Abstandsmessung vorzunehmen, für diesen Punkt die
Abweichung des Ist-Werts zu dem entsprechenden Soll-Wert, der im
Soll-Wert-Speicher 20 gespeichert ist, festzustellen und durch
den Rechner 16 bei Überschreiten einer vorgebbaren Abweichung
einen erneuten Feinschliff mit Korrektur dieser Abweichung
durchzuführen. Dieses Verfahren mit Erfassen nur eines
Meßpunktes setzt voraus, daß die Abweichungen auf der gesamten
Umfangskontur überall im wesentlichen gleich sind.
Genauer ist eine über eine vollständige Umdrehung des
Brillenglases 24 mit Anlage am Meßschuh 29 durchgeführte
Nachmessung. Die Abstandswerte des auf die Umfangskontur 24
umgeschliffenen Brillenglases werden mittels des
Meßwertaufnehmers 17 aufgenommen und in den Rechner 16 geleitet,
wo der Vergleich mit den Soll-Werten vorgenommen wird.
Die genaueste Messung ergibt sich, wenn die Dachfacette nach dem
Fertigschliff in die Facettennut 53 im Meßschuh 29 eingesetzt
wird, das dann auch die durch den räumlichen Verlauf der
Dachfacette bedingte Axialkomponente zn gemessen wird.
Ergibt sich aus dem Vergleich der Ist-Werte mit den Soll-Werten
eine unzulässige Abweichung auf der Brillenglasumfangskontur, so
kann der Rechner 16 entweder diese Abweichung über den Umfang
mitteln und einen Korrekturschliff entsprechend diesem
Mittelwert einstellen oder die Abweichungen werden Punkt für
Punkt registriert, mit den entsprechenden Soll-Werten
verglichen, worauf der Korrekturschliff nur dort durchgeführt
wird, wo tatsächlich eine Abweichung aufgetreten ist.
Selbstverständlich kann das Nachmessen der Umfangskontur 24 des
umgeschliffenen Brillenglases bereits nach dem Vorschliff auf
der Vorschleifscheibe 11 erfolgen. Dies ist vorteilhaft, wenn
sich die Vorschleifscheibe 11 schneller abnutzt als die
Feinschleifscheibe 13. Ggf. kann dann auf ein erneutes
Nachmessen der Umfangskontur nach dem Fertigschliff ganz
verzichtet werden. Jedoch können auch nach dem Fertigschliff
nochmals ein Nachmessen der Umfangskontur und ggf. ein
Korrekturschliff erfolgen.
Die erfindungsgemäße Maschine ist eine vollautomatisch
CNC-gesteuerte Brillenglasrandschleifmaschine. Bei diesen
Brillenglasrandschleifmaschinen dienen die gespeicherten
Soll-Werte der Umfangskontur dazu, den die Schleifscheiben 11
und 12 tragenden Kreuzschlitten 2 so anzusteuern, daß direkt die
geforderte Brillenglasumfangskontur 24 entsteht.
Beim Vermessen eines Brillengestells 51 oder des Brillenglases
25 vor dem Schleifen bzw. nach dem Schleifen der eingegebenen
Umfangskontur 24 läßt sich die Drehzahl der
Brillenglashaltewelle 14 erhöhen, um die Messung beschleunigt
durchführen zu können. Dabei kann über den Rechner 16 ein
Steuerungsbefehl an die Kupplung 19 gegeben werden, der den
Anpreßdruck beim Messen gegenüber dem Schleifdruck vermindert,
so daß eine Verformung des Brillengestells 51 oder eine
Abnutzung oder Riefenbildung auf dem Meßschuh 29 bzw. am
Brillenglasumfang vermieden werden.
Selbstverständlich läßt sich die Erfindung in analoger Weise
auch mit einer Brillenglasrandschleifmaschine verwenden, bei der
sich die Schleifscheiben nur drehen, sonst aber feststehen,
während die Brillenglashaltewelle radial und axial beweglich
bezüglich der Schleifscheiben gelagert ist.
Claims (20)
1. Verfahren zum Vermessen einer Facettennut in einer
Brillenglasöffnung eines Brillengestells oder eines eine
vorbestimmte, unrunde Form aufweisenden Brillenglases oder
einer Formscheibe in einer CNC-gesteuerten
Brillenglasrandschleifmaschine mit wenigstens einer
Schleifscheibe, einer drehbaren, relativ zu der
Schleifscheibe radial und axial verstellbaren
Brillenglashaltewelle mit den Schritten:
- - Einspannen des Brillengestells in eine mit der Brillenglashaltewelle drehgekuppelte, bezüglich der Brillenglashaltewelle feststehende Halterung oder Einspannen des Brillenglases oder der Formscheibe in die Brillenglashaltewelle,
- - Einsetzen eines mit einer Lagerung für die Schleifscheibe weitgehend starr verbundenen, bezüglich der Schleifscheibe feststehenden Tastkopfs in die Facettennut des Brillengestells oder Aufsetzen des Brillenglases oder der Formscheibe auf einen mit der Lagerung für die Schleifscheibe weitgehend starr verbundenen, bezüglich der Schleifscheibe feststehenden Meßschuh,
- - Drehen des Brillengestells oder des Brillenglases oder der Formscheibe mittels der Brillenglashaltewelle,
- - Aufnehmen der Wertepaare Radius (rn) der Facettennut oder den Brillenglases oder der Formscheibe und Drehwinkel (ρn) der Brillenglashaltewelle mittels eines Weggebers an einer Lagerung für die Brillenglashaltewelle oder an der Lagerung für die Schleifscheibe und eines Winkelgebers an der Brillenglashaltewelle und
- - Übertragen der Wertepaare in die Steuerung der Brillenglasrandschleifmaschine.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zusätzlich zum Wertepaar (rn) und (ρn) auch der räumliche
Verlauf der Facettennut oder einer Dachfacette auf dem Umfang
des Brillenglases mittels eines eine Parallelverschiebung
(zn) der Brillenglashaltewelle gegenüber der Schleifscheibe
aufnehmenden Weggebers für jeden Drehwinkel (ρn) aufgenommen
und an die Steuerung der Brillenglasrandschleifmaschine
übertragen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Auflagekraft des Tastkopf s in der Facettennut oder des zu
vermessenden Brillenglases oder der Formscheibe auf dem
Meßschuh während des Meßvorgangs gegenüber der Auflagekraft
während des Formschleifvorgangs vermindert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehzahl der Brillenglashaltewelle während des
Meßvorgangs höher als während des Formschleifvorgangs ist.
5. Verfahren insbesondere nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 4 mit den Schritten:
- - Eingeben der Daten eines einem ausgewählten Brillengestell entsprechend zu schleifenden Brillenglases, der Dezentrationswerte des Brillenträgers, ggf. der Achsenlage eines prismatischen oder zylindrischen Schliffs und/oder der Werte der Lage eines Nahteils in die Steuerung der CNC-gesteuerten Brillenglasrandschleifmaschine,
- - Einspannen des zu vermessenden Brillenglases in die Brillenglashaltewelle der Brillenglasrandschleifmaschine,
- - Aufsetzen des eingespannten Brillenglases auf den Meßschuh,
- - Drehen des Brillenglases,
- - Aufnehmen der Wertepaare Radius (rn) und Drehwinkel (ϕn) und ggf. auch der Parallelverschiebung (zn) beim Drehen des Brillenglases mittels der Weg- und Winkelgeber,
- - Übertragen der Werte in die Steuerung der Brillenglasrandschleifmaschine,
- - Vergleichen dieser Wertepaare mit den in die Steuerung eingegebenen Daten und Werten,
- - Prüfen, ob die Radiuswerte (rn) des vermessenen Brillenglases an keiner Stelle des Umfangs kleiner als die entsprechenden Radiuswerte des eingegebenen Brillenglases sind und
- - Umschleifen des Brillenglases in die vorgegebene Form, wenn keiner der Radiuswerte (rn) kleiner als die entsprechenden Radiuswerte des eingegebenen Brillenglases sind.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Bild des eingegebenen Brillenglases und des vermessenen
Brillenglases auf einem Bildschirm überlagert dargestellt und
anhand dieser Abbildung die Überprüfung vorgenommen wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das zu vermessende Brillenglas im
optischen Mittelpunkt in die Brillenglashaltewelle
eingespannt wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das zu vermessende Brillenglas
dezentriert entsprechend den Dezentrationswerten des
Brillenträgers, ggf. der Achsenlage eines prismatischen oder
zylindrischen Schliffs und/oder den Werten der Lage eines
Nahteils in die Brillenglashaltewelle eingespannt wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Brillenglas nach Abschluß des
Formschleifvorgangs erneut auf dem Auflager vermessen wird
und ggf. einem weiteren Feinschliff unterzogen wird.
10. Vorrichtung zum Vermessen einer Facettennut in einer
Brillenglasöffnung eines Brillengestells oder eines eine
vorbestimmte, unrunde Form aufweisenden Brillenglases oder
einer Formscheibe in einer Brillenglasrandschleifmaschine mit
- - wenigstens einer Schleifscheibe (11; 12),
- - einer drehbaren, relativ zu der Schleifscheibe (11; 12) radial und axial verstellbaren Brillenglashaltewelle (14, 14a),
- - einer mit der Brillenglashaltewelle (14, 14a) drehgekuppelten, bezüglich der Brillenglashaltewelle (14, 14a) feststehenden Halterung (45, 46, 47) für das Brillengestell (51),
- - einem mit einer Lagerung (9, 28) für die Schleifscheibe (11, 12) weitgehend starr verbundenen, bezüglich der Schleifscheibe (11, 12) feststehenden zum Eingriff in die Facettennut (52) bringbaren Tastkopf (43, 44) zum Vermessen der Facettennut (52) bezüglich ihres Radiuswertes (rn) und ggf. ihres Axialwertes (zn) und/oder wenigstens einem axial versetzt neben der Schleifscheibe (11; 12) angeordneten, bezüglich der Schleifscheibe (11; 12) feststehenden, berührend mit einem umfangskonturgeschliffenen Brillenglas (25) zusammenwirkenden Meßschuh (29) zum Vermessen einer Formscheibe oder der Brillenglaskontur des Brillenglases (25) bezüglich ihres Radiuswertes (rn) und ggf. des Axialwertes (zn) einer Dachfacette (34) am Brillenglas (25),
- - einem Weggeber (17) zum Aufnehmen der Radiuswerte (rn) der Facettennut (52) des Brillengestells (51) oder des Brillenglases (25) oder der Formscheibe an der Lagerung (9, 28) für die Schleifscheibe (11, 12) oder die Brillenglashaltewelle (14, 14a),
- - einem Winkelgeber (15) zum Aufnehmen der Drehwinkel (ρn) der Brillenglashaltewelle (14, 14a),
- - ggf. einem Weggeber (54) zum Aufnehmen der Axialwerte (zn) der Facettennut (52) oder der Dachfacette (34),
- - einem Rechner (16) zum Speichern der Meßwerte (rn, zn, ρn) und zum Steuern der Brillenglasrandschleifmaschine.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebe zum radialen und axialen Verstellen der
Brillenglashaltewelle (14, 14a) relativ zu der Schleifscheibe
(11, 12) sowie zum Drehen der Brillenglashaltewelle (14, 14a)
aus Schrittmotoren bestehen, die gleichzeitig die Funktion
von Weggebern und Winkelgebern erfüllen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß von
den Antrieben zum radialen und axialen Verstellen der
Brillenglashaltewelle (14, 14a) relativ zu der Schleifscheibe
(11, 12) sowie zum Drehen der Brillenglashaltewelle (14, 14a)
unabhängige Weggeber (17, 54) und Winkelgeber (15) vorgesehen
sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10, 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halterung (45, 46, 47) aus einem
drehbar an einer bezüglich der Brillenglashaltewelle (14,
14a) feststehenden Konsole (41) achsparallel zur
Brillenglashaltewelle (14, 14a) und der Schleifscheibe (11,
12) angeordneten Tragring (45) mit einer zentralen Öffnung
(42) besteht, durch die eine mit der Lagerung (9, 28) für die
Schleifscheibe (11, 12) und bezüglich dieser feststehenden
Tastspitze (44) in die Facettennut (52) des am Tragring (45)
gehaltenen Brillengestells (51) eingreift.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Tragring (45) koaxial zur Brillenglashaltewelle (14, 14a) und
die Tastspitze (44) an einem Arm (43) angeordnet sind, der in
einen Zwischenraum zwischen der Konsole (41) und der Lagerung
(9, 28) für die Schleifscheibe (11, 12) ragt.
15. Vorrichtung mit einem Antrieb (18) für die Radialverstellung
der Schleifscheibe (11; 12) relativ zur Brillenglashaltwelle
(14) nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 14,
gekennzeichnet durch eine mit dem Antrieb (18)
zusammenwirkende und bezüglich ihres übertragbaren
Drehmoments einstellbare Kupplung (19) und eine die Kupplung
(19) bezüglich ihres Drehmoments beim Aufnehmen der Werte
(rn, ρn) des Brillengestells (51) oder des Brillenglases
(25) oder der Formscheibe umschaltende Vorrichtung.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 15,
bei der die Schleifscheibe (11; 12) mit ihrem Antrieb
verschiebbar auf einem Kreuzschlitten (2) relativ zur drehbar
im Maschinengestell (1) angeordneten Brillenglashaltewelle
(14) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Weggeber
(17, 54) die Radius- und Axialwerte (rn, zn) des
Brillengestells (51) oder des Brillenglases (25) über die
Verschiebung des Kreuzschlittens (2) im Maschinengestell (1)
messen.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die Weggeber (17, 54)
Digital-Meßwertaufnehmer sind.
18. Vorrichtung zum Vermessen eines eine vorbestimmte, unrunde
Form aufweisenden Brillenglases in einer
Brillenglasrandschleifmaschine, insbesondere nach einem oder
mehreren der Ansprüche 10 bis 17 mit
- - wenigstens einer Schleifscheibe (11; 12),
- - einer drehbaren, relativ zu der Schleifscheibe (11; 12) radial und axial verstellbaren Brillenglashaltewelle (14),
- - wenigstens einem axial versetzt neben der Schleifscheibe (11; 12) angeordneten, bezüglich der Schleifscheibe (11; 12) feststehenden, berührend mit einem umfangskonturgeschliffenen Brillenglas (25) zusammenwirkenden Meßschuh (29) zum Vermessen der Brillenglaskontur des Brillenglases (25) bezüglich ihres Radiuswertes (rn) und ggf. der Axialwerte (zn) einer Dachfacette (34) an dem Brillenglas (25),
- - wenigstens einem Rechner (16) mit einer Vorrichtung zum Steuern der axialen Lage der Brillenglashaltewelle (14) mit dem Brillenglas (25) relativ zur Schleifscheibe (11; 12) entsprechend dem axialen Verlauf der Brillenglaskontur (24) und zum Umsetzen des Brillenglases (25) auf den Meßschuh (29),
- - einer Eingabevorrichtung (39) zum Eingeben der Daten eines einem ausgewählten Brillengestell entsprechend zu schleifenden Brillenglases (24), der Dezentrationswerte (ex, ey) des Brillenträgers, ggf. der Achsenlage eines prismatischen oder zylindrischen Schliffs und/oder der Werte der Lage eines Nahteils mit einem Speicher (20),
- - einem Weggeber (17) zum Aufnehmen der Radiuswerte (rn) und ggf. einem Weggeber (54) zum Aufnehmen der Axialwerte (zn) des Brillenglases (25), wobei
- - der Rechner (16) in ihm gespeicherte Sollwerte der Radiuswerte des zu schleifenden Brillenglases (24) mit den gemessenen Ist-Radiuswerten des Brillenglases (25) vergleicht und nur dann einen Schleifvorgang auslöst, wenn die Radiuswerte (rn) des vermessenen Brillenglases (25) an keiner Stelle kleiner als die entsprechenden Radiuswerte des eingegebenen zu schleifenden Brillenglases (24) sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der
Meßschuh (29) neben der Schleifscheibe (11; 12) auf einem
Lagerhals (28) für die Welle (10) angeordnet ist und einen
zylindrischen Kreisabschnitt und ggf. eine Facettennut (33)
als Auflager mit einem dem Durchmesser der Schleifscheibe
(11) oder (12) entsprechenden Durchmesser aufweist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, gekennzeichnet durch
einen mit dem Rechner (16) verbundenen Bildschirm (31) mit
einer überlagerten Anzeige des vermessenen Brillenglases (25)
und des zu schleifenden Brillenglases (24).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19616572A DE19616572C2 (de) | 1995-08-26 | 1996-04-25 | Verfahren und Vorrichtung zum Vermessen eines Brillengestells oder eines Brillenglases oder einer Formscheibe |
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