DE19615226A1 - Trockenpartie - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Trockenpartie einer Ma
schine zur Herstellung einer Materialbahn, insbe
sondere einer Papier- oder Kartonbahn gemäß Ober
begriff des Anspruchs 1.
Trockenpartien der hier angesprochenen Art sind be
kannt. Es hat sich herausgestellt, daß der Trock
nungsgrad und die Materialbahneigenschaften in ei
nigen Fällen nicht optimal eingestellt werden kön
nen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Trocken
partie sowie ein Verfahren zur Trocknung einer Ma
terialbahn innerhalb einer Trockenpartie zu schaf
fen, die diese Nachteile nicht aufweisen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Trockenpartie
vorgeschlagen, die die in Anspruch 1 genannten
Merkmale aufweist. Dadurch, daß innerhalb der Troc
kenpartie wenigstens eine Presseneinrichtung vor
gesehen ist, können der Trocknungsgrad und die Ma
terialbahneigenschaften besser vorherbestimmt wer
den.
Bevorzugt wird eine Trockenpartie, die zwei
Trockengruppen aufweist, zwischen denen eine Pres
seneinrichtung vorgesehen ist. Der Aufbau der
Trockengruppen braucht bei einer derartigen
Ausführungsform nicht verändert zu werden. Das
heißt, bestehende Trockenpartien können, mit rela
tiv wenig Aufwand, umgerüstet werden.
Weitere Ausführungsformen der Trockenpartie ergeben
sich aus den übrigen Unteransprüchen.
Zur Lösung der genannten Aufgabe wird auch ein Ver
fahren vorgeschlagen, daß die in Anspruch 15 ge
nannten Merkmale umfaßt. Dadurch, daß die Material
bahn während des Trocknungsvorgangs wenigstens ei
nem Preßvorgang unterworfen wird, können der Trock
nungsgrad und die Materialbahneigenschaften besser
vorherbestimmt werden.
Besonders bevorzugt wird eine Ausführungsform des
Verfahrens, die sich dadurch auszeichnet, daß die
Materialbahn mehrfach abwechselnd gepreßt und ge
trocknet wird. Der Trocknungsgrad und die Material
bahneigenschaften können so besonders exakt einge
stellt werden.
Weitere Ausführungsformen des Verfahrens ergeben
sich aus den übrigen Unteransprüchen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeich
nung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 bis 3 schematische Darstellungen verschiedener
Ausführungsbeispiele einer Trockenpartie;
Fig. 4 ein Detail aus einer Trockenpartie und
Fig. 5 eine schematische Darstellung eines
weiteren Ausführungsbeispiels einer Troc
kenpartie.
Die im folgenden beschriebene Trockenpartie kann
universell eingesetzt werden im Zusammenhang mit
Maschinen zur Herstellung einer Materialbahn. Rein
beispielhaft wird davon ausgegangen, daß es sich
bei dieser Maschine um eine Papierherstellungsma
schine handelt.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel ei
ner Trockenpartie 1 weist zwei Trockengruppen 3 und
5 auf. Die erste Trockengruppe 3 umfaßt eine Anzahl
von Trockenzylindern 7 bis 13 sowie mehrere Bahn
leitwalzen 15 und 17. Die Materialbahn 19, hier
also die Papierbahn, wird, gemeinsam mit einem hier
nicht im einzelnen darstellten Transportband, das
auch als Sieb beziehungsweise Trockensieb bezeich
net wird, mäanderförmig um die Trockenzylinder und
Bahnleitwalzen geführt. Die Trockenzylinder 7 und 9
sowie 11 und 13 sind in zwei parallelen Ebenen E1
und E2 angeordnet, die in einem Abstand zueinander
liegen. Die Bahnleitwalzen 15 und 17 sind in einer
Ebene E3 angeordnet, die zwischen den beiden Ebenen
E1 und E2 der Trockenzylinder 7, 9 und 11, 13 liegt.
Die Materialbahn 19 wird mäanderförmig um die
Trockenzylinder und Bahnleitwalzen geführt, wobei,
im Bereich der Trockenzylinder 7 und 9, zunächst
die Unterseite und im Bereich der Trockenzylinder
11 und 13 die Oberseite der Materialbahn 19 ge
trocknet wird. Die Bahnleitwalzen 15 und 17 können
als Saugwalzen ausgebildet werden.
Um den Umschlingungswinkel der Materialbahn 19,
also den Anlagebereich an den Trockenzylindern mög
lichst groß werden zu lassen, werden Führungswalzen
21 bis 29 eingesetzt. Die erste Führungswalze 21
wirkt mit dem ersten Trockenzylinder 7, die zweite
Führungswalze 23 mit dem Trockenzylinder 9, die
dritte Führungswalze 25 mit dem Trockenzylinder 11
und die vierte Führungswalze 27 mit dem Trockenzy
linder 13 zusammen.
Die Materialbahn 19 gelangt von einer Pressenein
richtung 31 in die Trockengruppe 3 und von dieser,
über eine zweite Presseneinrichtung 33, in die
zweite Trockengruppe 5, die hier beispielhaft iden
tisch aufgebaut ist, wie die erste Trockengruppe 3.
Es sind hier lediglich die beiden ersten Trockenzy
linder 7 und 9 sowie die Bahnleitwalze 15 darge
stellt.
Die erste Presseneinrichtung 31 weist drei Preßzy
linder 35, 37 und 39 auf. Der erste Preßzylinder 35
bildet mit dem zweiten Preßzylinder 37 einen ersten
Preßspalt. Letzterer bildet mit dem dritten Preßzy
linder 39 einen zweiten Preßspalt. Die Materialbahn
19 durchläuft beide Preßspalten. Der Durchmesser
des Preßzylinders 37 ist wesentlich größer als der
Durchmesser der beiden weiteren Preßzylinder 35 und
39.
Die zweite Presseneinrichtung 33 weist zwei Preßzy
linder 41 und 43 auf. Beispielsweise kann der erste
Preßzylinder 41 eine harte Oberfläche aufweisen,
während der zweite Preßzylinder 43 der zweiten
Presseneinrichtung 33 eine weiche Oberfläche auf
weisen kann. Die Ausgestaltung der Presseneinrich
tungen 31 und 33 ist beliebig wählbar, ebenso die
der Trockengruppen. Es ist also auch möglich, die
Trockengruppen als einreihige Trockengruppen mit
obenliegenden Transportband oder als einreihige
Trockengruppen mit alternierenden Transportband
ausbilden. Weiterhin ist es auch möglich, zwei
reihige Trockengruppen einzusetzen. Schließlich ist
es möglich, die Trockengruppen 3 und 5 verschieden
auszubilden.
Aus dem oben Gesagten wird deutlich, daß die zweite
Presseneinrichtung 33, die hier am Übergangsbereich
zwischen der ersten und zweiten Trockengruppe vor
gesehen ist, auch innerhalb einer Trockengruppe an
geordnet werden kann. Schließlich können innerhalb
einer Trockengruppe mehrere der hier beschriebenen
Presseneinrichtungen vorgesehen werden.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform einer Trocken
partie 10 mit zwei Trockengruppen 30 und 50. Teile,
die mit denen in Fig. 1 übereinstimmen, tragen
gleiche Bezugsziffern, so daß insofern auf deren
Beschreibung verzichtet werden kann.
Die Materialbahn 19 gelangt von der ersten Pressen
einrichtung 31, die wie die in Fig. 1 gezeigte
aufgebaut ist, zur ersten Trockengruppe 30, die
hier als kompakte zweireihige Trockengruppe
ausgebildet ist und in zwei Reihen
übereinanderliegend angeordnete Trockenzylinder 7′
und 11′ aufweist, um die die Materialbahn 19
-gemeinsam mit einem hier nicht dargestellten
Transportband - mäanderförmig herumgeführt wird. Im
Übergangsbereich zwischen den unteren Trockenzylin
dern 11′ zu den oberen Trockenzylindern 7′ sind
Stützwalzen 45 und 47 vorgesehen, die eine freie
Laufstrecke vermeiden. Da die Materialbahn 19 im
Bereich der ersten Trockengruppe 30 lediglich auf
gewärmt wird, bevor sie in die zweite
Presseneinrichtung 33 gelangt, kann hier auf
Ausdampfstrecken verzichtet werden.
Der zweiten Presseneinrichtung 33 ist eine zweite
Trockengruppe 50 nachgeordnet, die rein beispiel
haft als einreihige Trockengruppe ausgebildet ist
und eine Reihe von Trockenzylindern 7′′ umfaßt, die
in einer Reihe angeordnet sind und um die die Mate
rialbahn 19 mäanderförmig herumgeführt wird, wobei
jeweils zwischen zwei Trockenzylindern eine Bahn
leitwalze 11′′ angeordnet ist, die als Saugwalze
ausgebildet sein kann.
Der zweiten Presseneinrichtung 33 sind Führungswal
zen 29 und 29′ vor- und nachgeordnet.
Das in Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel ei
ner Trockenpartie 100 weist, wie anhand der Fig.
1 und 2 erläutert, zwei Presseneinrichtungen 31 und
33 auf. Insoweit wird auf die Beschreibung zu den
Fig. 1 und 2 verwiesen. Zwischen den Pressenein
richtungen ist eine Bedampfungseinrichtung 49 vor
gesehen, die hier beispielhaft auf Rädern 51 gela
gert ist und aus dem Bereich der Trockenpartie 100
herausgefahren werden kann. Sie umfaßt mindestens
einen Dampfblaskasten 53, der die Materialbahn 19
von unten bedampft. Denkbar ist es auch, einen obe
ren Dampfblaskasten 55 vorzusehen, der - zusätzlich
oder anstelle des Dampfblaskastens 53 - die
Materialbahn 19 mit Dampf beaufschlagt. Der zweiten
Presseneinrichtung 33 ist eine Trockengruppe 50
nachgeordnet, die - wie die anhand von Fig. 2
erläuterte Trockengruppe - beispielsweise einreihig
ausgebildet ist.
Die Bedampfungseinrichtung 49 zeichnet sich durch
eine einfache Bedienbarkeit und eine einfache War
tung aus. Sie baut im übrigen kleiner als die Tro
ckengruppen 3 beziehungsweise 30, die anhand der
Fig. 1 und 2 erläutert wurden.
Aus den Erläuterungen zur Fig. 3 ist ersichtlich,
daß die Bedampfungseinrichtung 49 auch mit der
Trockengruppe 50 vertauscht werden kann. Sie kann
auch zusätzlich zu bestehenden Trockengruppen vor
gesehen werden, wie sie anhand der Fig. 1 und 2
erläutert wurden.
Fig. 4 zeigt ein Detail aus einer Trockenpartie,
nämlich einen Dampfblaskasten 57 einer Bedampfungs
einrichtung 49, der - in Förderrichtung der Materi
albahn 19 gesehen - einer Leitwalze 58 nachgeordnet
ist. Er befindet sich vorzugsweise im Bereich des
aufgehenden Nips N hinter der Leitwalze 58, so daß
in der Materialbahn 19 ein Unterdruck erzeugt wird
und der Dampf des Dampfblaskastens 57 in die Mate
rialbahn 19 eingesaugt wird. Bei einer derartigen
Anordnung wirkt die Bedampfungseinrichtung 49 be
sonders intensiv.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß eine Leit
walze, wie sie in Fig. 4 gezeigt wurde, auch mit
einem, oberhalb der Materialbahn 19 liegenden
Dampfblaskasten zusammenwirken kann, sofern die
Leitwalze auf der der Materialbahn 19 gegenüberlie
genden Seite angeordnet ist und der Dampf des
Dampfblaskastens in den aufgehenden Nip hinter der
Leitwalze einwirken kann.
Fig. 5 zeigt schließlich ein weiteres Ausführungs
beispiel einer Trockenpartie 1000, die zwei Pres
seneinrichtungen 31 und 33 aufweist, deren Aufbau
anhand der Fig. 1 und 2 bereits erläutert wurde.
Zwischen den Presseneinrichtungen 31 und 33 ist
hier eine Heizeinrichtung 59 vorgesehen, die auf
einer Seite der Materialbahn 19 oder, wie hier dar
gestellt, vorzugsweise auf beiden Seiten der Mate
rialbahn 19 Einrichtungen aufweist, die der Erwär
mung der Materialbahn dienen. Die Heizeinrichtung
59 kann Elektro- oder Konvektionsstrahler aufwei
sen, die beispielsweise dampfbeheizt sind. Denkbar
ist es auch, Gasstrahler einzusetzen.
Der Heizeinrichtung 59 folgt eine Trockengruppe 50,
die hier beispielhaft als einreihige Trockengruppe
ausgebildet ist und Trockenzylinder 7′′ aufweist,
um die die Materialbahn mit Hilfe von Bahnleitwal
zen 15′ mäanderförmig herumgeführt wird. Die Bahn
leitwalzen können als Saugwalzen ausgebildet sein.
Es ist auch denkbar, anstelle der Bahnleitwalzen
weitere Trockenzylinder einzusetzen.
Im folgenden soll auf die Funktion der Trockenpar
tie beziehungsweise auf das Verfahren zum Trocknen
einer Materialbahn innerhalb einer Trockenpartie
eingegangen werden:
Die Materialbahn wird innerhalb einer Herstellungs maschine durch die Trockenpartie geführt, um einen bestimmten Trocknungsgrad und ein vorgegebenes Ma terialprofil einzustellen. Die Materialbahneigen schaften und der Trocknungsgrad können durch die Kombination von Trocknung und Pressen der Material bahn besonders gut eingestellt werden. Dazu wird innerhalb einer Trockengruppe oder zwischen zwei aufeinanderfolgenden Trockengruppen eine Preßein richtung vorgesehen, die beispielsweise drei Preßzylinder mit zwei Preßspalten aufweist oder die zwei Preßzylinder umfaßt, von denen einer eine nachgiebige Oberfläche aufweisen kann. Denkbar ist es auch, sogenannte Schuhpressen einzusetzen.
Die Materialbahn wird innerhalb einer Herstellungs maschine durch die Trockenpartie geführt, um einen bestimmten Trocknungsgrad und ein vorgegebenes Ma terialprofil einzustellen. Die Materialbahneigen schaften und der Trocknungsgrad können durch die Kombination von Trocknung und Pressen der Material bahn besonders gut eingestellt werden. Dazu wird innerhalb einer Trockengruppe oder zwischen zwei aufeinanderfolgenden Trockengruppen eine Preßein richtung vorgesehen, die beispielsweise drei Preßzylinder mit zwei Preßspalten aufweist oder die zwei Preßzylinder umfaßt, von denen einer eine nachgiebige Oberfläche aufweisen kann. Denkbar ist es auch, sogenannte Schuhpressen einzusetzen.
Durch die Kombination von Trocknungs- beziehungs
weise Heizeinrichtungen, mit deren Hilfe die Mate
rialbahn erwärmt wird, kann die Viskosität der in
der Materialbahn gebundenen Feuchtigkeit herabge
setzt werden, so daß diese in einer nachfolgenden
Presseneinrichtung besonders gut entwässert werden
kann. Wie anhand der Fig. 3 und 4 erläutert ist
es auch möglich, die Materialbahn einer Bedamp
fungseinrichtung zuzuführen, bevor diese eine Pres
seneinrichtung durchläuft. Die Materialbahneigen
schaften können so optimal eingestellt werden.
Es wird deutlich, daß es sehr wohl möglich ist,
eine Presseneinrichtung innerhalb einer Trocken
gruppe oder auch zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Trockengruppen vorzusehen, dies gilt auch für Be
dampfungs- und Heizeinrichtungen, mit denen die
Feuchtigkeit beziehungsweise Temperatur der Materi
albahn auf einen gewünschten Wert einstellbar sind,
bevor die Bahn einer Presseneinrichtung zugeführt
wird.
Durch die besonders gezielte Entwässerung innerhalb
einer Presseneinrichtung kann die Effektivität ei
ner nachfolgenden Trockengruppe gesteigert werden,
so daß die Trockenpartie insgesamt auch kürzer als
herkömmliche Herstellungsmaschinen bauen kann.
Insgesamt wird ersichtlich, daß sich die Trocken
partie beziehungsweise das Verfahren zum Trocknen
einer Materialbahn dadurch auszeichnen, daß durch
die Kombination von Trocknung und Pressung einer
Materialbahn, bei Verwendung von Bedampfungs- und
Heizeinrichtungen, eine optimale Entwässerung mög
lich ist, weil die Viskosität der in der Bahn ge
bundenen Feuchtigkeit sehr genau eingestellt wer
den. Auf diese Weise ist es überdies möglich, die
Eigenschaften beziehungsweise das Profil der Mate
rialbahn genau einzustellen beziehungsweise - sofern
erforderlich - zu korrigieren.
Die Anordnung und Aufeinanderfolge von Trocknungs-,
Heiz- und Bedampfungseinrichtungen sowie Pressen
einrichtungen kann in Abhängigkeit von den Mate
rialeigenschaften der zu trocknenden Bahn gewählt
werden.
Claims (17)
1. Trockenpartie einer Maschine zur Herstellung ei
ner Materialbahn, insbesondere einer Papier- oder
Kartonbahn, mit mindestens einer Trockengruppe, die
eine Anzahl von beheizbaren Trockenzylindern, um
die die Materialbahn mäanderförmig geführt wird,
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der
Trockenpartie (1) wenigstens eine Presseneinrich
tung (31) vorgesehen ist.
2. Trockenpartie nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Presseneinrichtung (31) innerhalb
einer Trockengruppe (3; 5; 30; 50) vorgesehen ist.
3. Trockenpartie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens zwei Trockengruppen
(3, 5; 30, 50) vorgesehen sind und daß zwischen den
Trockengruppen (3, 5; 30, 50) eine Presseneinrichtung
(33) vorgesehen ist.
4. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pressen
einrichtung (31) Preßzylinder (35, 37, 39) aufweist,
zwischen denen die Materialbahn (19) hindurchge
führt wird.
5. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pressen
einrichtung (33) zwei Preßzylinder (41, 43)
aufweist, zwischen denen die Materialbahn (19) hin
durchgeführt wird.
6. Trockenpartie nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
eine Bedampfungseinrichtung (49) vorgesehen ist.
7. Trockenpartie nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bedampfungseinrichtung (49) min
destens einen Dampfblaskasten (53, 55; 57) umfaßt.
8. Trockenpartie nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bedampfungseinrichtung (49)
je eine Presseneinrichtung (31, 33) unmittelbar vor-
und/oder nachgeordnet ist.
9. Trockenpartie nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bedampfungsein
richtung (49) eine Leitwalze (58) vorgeordnet ist.
10. Trockenpartie nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bedampfungsein
richtung (49) im Bereich des sich nach der Leit
walze (58) öffnenden Nips (N) angeordnet ist.
11. Trockenpartie nach einem der vorgehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
eine Heizeinrichtung (59) vorgesehen ist.
12. Trockenpartie nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Heizeinrichtung (59) mindestens
einen Elektro-, Konvektions- und/oder Gasstrahler
umfaßt.
13. Trockenpartie nach einem der Ansprüche 11 oder
12, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung
(59) die Materialbahn (19) ein- oder beidseitig be
heizt.
14. Trockenpartie nach einem der Ansprüche 11 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizeinrichtung
(59) je eine Presseneinrichtung (31, 33) unmittelbar
vor- und/oder nachgeordnet ist.
15. Verfahren zum Trocknen einer Materialbahn in
nerhalb einer Trockenpartie einer Maschine zur Her
stellung einer Materialbahn, insbesondere einer Pa
pier- oder Kartonbahn, dadurch gekennzeichnet, daß
die Materialbahn (19) während des Trocknungsvor
gangs wenigstens einem Preßvorgang unterworfen
wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Materialbahn (19) mehrfach ab
wechselnd gepreßt und getrocknet wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Materialbahn (19) erwärmt
und/oder befeuchtet wird.
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1999
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