DE19756203A1 - Naßpartie und Verfahren zur Herstellung einer Faserstoffbahn - Google Patents
Naßpartie und Verfahren zur Herstellung einer FaserstoffbahnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Naßpartie einer Maschine zur Her
stellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier- oder
Kartonbahn, mit zwei Bändern, die in einem Doppelbandabschnitt
parallel zueinander geführt werden, wobei eine Faserstoffsuspen
sion in den Doppelbandabschnitt eingeführt wird und wobei die
zwei Bänder wenigstens mit einem Teil des Doppelbandabschnittes
um eine Formierwalze geschlungen sind, der Mittel zur Entwässe
rung der Faserstoffsuspension zugeordnet sind.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung
einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier- oder Karton
bahn, wobei zwei Bänder in einem Doppelbandabschnitt parallel
zueinander geführt werden, wobei eine Faserstoffsuspension in
den Doppelbandabschnitt eingeführt wird und wobei die zwei Bän
der wenigstens mit einem Teil des Doppelbandabschnittes um eine
Formierwalze geschlungen werden, der Mittel zur Entwässerung
der Faserstoffsuspension zugeordnet sind.
Eine solche Naßpartie sowie ein derartiges Verfahren zum Her
stellen einer Faserstoffbahn sind allgemein bekannt, beispiels
weise aus der WO 97/13030, der EP-A-0 607 549 oder der
EP-B-0 489 094.
Unter einer Naßpartie soll im vorliegenden Zusammenhang der vor
der Trockenpartie liegende Abschnitt einer Papier- oder Karton
maschine verstanden werden, also üblicherweise die Anordnung
aus Stoffauflauf, Siebpartie und Pressenpartie. Es versteht
sich dabei, daß insbesondere die Siebpartie und die Pressen
partie nicht notwendigerweise sequentiell hintereinander liegen
müssen. So können beispielsweise pressende Elemente in der
eigentlichen Siebpartie enthalten sein.
Der Naßpartie kommt bei der Herstellung von Papier besondere
Bedeutung zu. In der Naßpartie findet die Immobilisierung der
flüssig zugeführten Faserstoffsuspension statt. Vor oder wäh
rend der Immobilisierung auftretende Ungleichmäßigkeiten lassen
sich durch nachfolgende Partien der Papiermaschine nicht wieder
ausgleichen.
Die Konstruktion einer solchen Naßpartie ist gewöhnlich ein
Kompromiß zwischen verschiedenen, konkurrierenden Anforderun
gen, einschließlich Bahnlaufgeschwindigkeit, Bahnbreite, Bahn
querprofil, Oberflächengüte, Kompaktheit, Preis, Sauberkeit,
etc.
Doppelbandabschnitte werden in Naßpartien in sogenannten
Gap-Formern als auch in sogenannten Hybrid-Formern eingesetzt.
Dabei werden zwei - in der Regel endlose - Bänder über einen
Abschnitt, den Doppelbandabschnitt, parallel zueinander
geführt.
Bei Gap-Formern werden die zwei Bänder über eine Formierwalze
als Stützkörper geführt, wobei die Faserstoffsuspension aus
einem Stoffauflauf in einen nahe an der Formierwalze liegenden,
von den Bändern gebildeten Spalt eingeführt wird.
Bei den bekannten Naßpartien werden gewöhnlich zwei Siebe ver
wendet. Die zwei Siebe werden dabei in aller Regel im Anschluß
an die Umschlingung um die Formierwalze über einen weiteren
Abschnitt parallel zueinander geführt, wobei in diesem weiteren
Abschnitt üblicherweise Formierleisten oder ähnliches angeord
net sind, um die Entwässerung der Faserstoffsuspension auch in
diesem Bereich zu unterstützen. Im Anschluß hieran wird die
zwischen den zwei Sieben gebildete Faserstoffbahn in eine Pres
senpartie überführt.
Eine solche Naßpartie ist aus den bereits erwähnten WO 97/13030
und EP-B-0 489 094 bekannt. Diese Naßpartien bauen jedoch sehr
lang und weisen eine Vielzahl von Einzelelementen auf.
Ferner ist eine Naßpartie in der deutschen Patentanmeldung
196 34 995.8 (PA 10364) offenbart, die einen Stand der Technik
gemäß § 3 (2) Patentgesetz bildet.
Bei dieser Naßpartie werden - wie in der EP-A-0 607 549 - ein
Obersieb und ein Untersieb um eine Formierwalze geschlungen und
hiernach parallel zu einer weiteren Walze geführt. Die weitere
Walze weist einen Saugabschnitt auf, mittels dessen die gebil
dete Faserstoffbahn weiter entwässert und auf dem Untersieb
gehalten wird, wohingegen das Obersieb von der Faserstoffbahn
abgehoben wird. Dem der Formierwalze abgewandten Untersieb ist
eine Reihe von Druckelementen in Form von elastisch nachgiebi
gen Leisten zugeordnet, um die Entwässerung im Bereich der For
mierwalze zu unterstützen. Die Druckelemente sind als schmale
Formationsleisten ausgebildet.
Ausgehend von dem Stand der Technik gemäß der oben erwähnten
WO 97/13030 besteht das der Erfindung zugrundeliegende Problem
darin, eine Naßpartie mit einer verringerten Anzahl an Bändern
und damit einer geringeren Anzahl von Leitwalzen anzugeben.
Dieses Problem wird bei der eingangs erwähnten Naßpartie da
durch gelöst, daß an dem der Formierwalze abgewandten Außenband
wenigstens eine Langspalt-Preßeinrichtung angeordnet ist, die
gemeinsam mit der Formierwalze einen in Bandlaufrichtung ver
längerten Preßspalt bereitstellt, durch den die zwei Bänder mit
der dazwischen befindlichen Faserstoffsuspension oder -bahn
verlaufen, und daß wenigstens eines der Bänder ein Filz ist.
Das obige Problem wird ferner bei dem eingangs genannten Her
stellungsverfahren dadurch gelöst, daß an dem der Formierwalze
abgewandten Außenband wenigstens eine Langspalt-Preßeinrichtung
angeordnet wird, die gemeinsam mit der Formierwalze einen in
Bandlaufrichtung verlängerten Preßspalt bereitstellt, durch den
die zwei Bänder mit der dazwischen befindlichen Faserstoff
suspension oder -bahn verlaufen, und daß wenigstens eines der
Bänder ein Filz ist.
Das der Erfindung zugrundeliegende Problem wird auf diese Weise
vollkommen gelöst.
Durch die Maßnahme, bereits an der Formierwalze einen Preßspalt
vorzusehen, kann die von der Formierwalze ablaufende Faser
stoffbahn einen sehr viel höheren Trockengehalt haben. Somit
ist es ausreichend, die von der Formierwalze ablaufende Faser
stoffbahn durch keine oder nur eine weitere Presse laufen zu
lassen, um einen für den Eintritt in die Trockenpartie hin
reichend hohen Trockengehalt zu erzielen.
Die Formierwalze übernimmt die Funktion der Gegenwalze der
Langspalt-Preßeinrichtung, so daß bereits hierdurch eine Walze
eingespart wird. Da die Faserstoffbahn in der Regel nur durch
eine weitere Presse geführt werden muß, ergibt sich ein hohes
Einsparungspotential an Leitwalzen, Saugwalzen, etc. für sonst
übliche Übernahmebänder von der Siebpartie in die klassische
Pressenpartie.
Ferner wird durch die Maßnahme, daß wenigstens eines der Bänder
des Doppelbandabschnittes ein Filz ist, eine hohe Oberflächen
qualität der Faserstoffbahn erzielt. Ferner kann genau dieser
Filz dazu verwendet werden, um die Faserstoffbahn durch eine
weitere Presse zu führen. Somit kann eine Naßpartie mit nur
zwei Bändern und entsprechend wenig Leit- und Saugwalzen aufge
baut werden. Durch das Einsparen von Saugwalzen ergibt sich
wiederum eine Verminderung des Energiebedarfes der Naßpartie,
da der Vakuumbedarf geringer ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Langspalt-
Preßeinrichtung eine Schuhpreßwalze, deren Gegenwalze die For
mierwalze ist.
Eine Schuhpreßwalze eignet sich insbesondere deswegen, weil
einerseits der ausgeübte Druck einstellbar ist und andererseits
die Reibungsverluste gering sind, da der Mantel der Schuhpreß
walze entsprechend der Bandgeschwindigkeit mitumläuft.
Es ist ferner bevorzugt, wenn die Langspalt-Preßeinrichtung so
angeordnet und so angesteuert ist, daß der Trockengehalt der
Faserstoffbahn hinter der Langspalt-Preßeinrichtung etwa 10%
bis 40% otro, vorzugsweise 20% bis 30% otro beträgt.
Ein solcher Trockengehalt ist hinreichend, um mittels eines
einzelnen weiteren Preßvorganges einen Trockengehalt der Faser
stoffbahn zu erzielen, der als Eingangstrockengehalt für die
Trockenpartie hinreichend ist.
Dabei ist es bevorzugt, wenn die Langspalt-Preßeinrichtung eine
Linienkraft von 10 bis 200 kN/m aufbringt.
Es hat sich gezeigt, daß solche Linienkräfte hinreichend sind,
um den gewünschten Trockengehalt der Faserstoffbahn zu erzie
len.
Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispieles ist die
Formierwalze mit wenigstens einem Entwässerungssaugabschnitt
versehen, um die Faserstoffsuspension oder -bahn zur Formier
walze hin zu entwässern.
Hierdurch kann die Faserstoffsuspension oder -bahn bereits vor
dem Eintritt in den durch die Langspalt-Preßeinrichtung
gebildeten Langspalt soweit entwässert werden, daß der
gewünschte Trockengehalt hinter der Langspalt-Preßeinrichtung
ohne Aufbringung zu hoher Linienkräfte erzielbar ist. Das
Aufbringen relativ niedriger Linienkräfte in der Langspalt-
Preßeinrichtung ermöglicht eine gleichmäßigere Formation der
Faserstoffsuspension und somit eine höhere Qualität der
hergestellten Faserstoffbahn.
Es ist weiterhin bevorzugt, wenn der Mantel der Formierwalze
als Wasserspeicher ausgebildet ist, indem man in der Außen
fläche des Mantels z. B. Rillen oder Sackbohrungen vorsieht.
Hierdurch ist es möglich, das aus der Faserstoffsuspension oder
-bahn zur Formierwalze hin entnommene Wasser im Mantel der For
mierwalze zu speichern. Daher müssen innerhalb der Formierwalze
keine besonderen Maßnahmen zum Abführen des entnommenen Wassers
vorgesehen werden. Das in dem Mantel gespeicherte Wasser kann
nach dem Ablauf der Bänder durch die Fliehkraft wieder abge
schleudert werden.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die For
mierwalze im Ablaufbereich der Bänder mit einem Trennsaug
abschnitt versehen und das der Formierwalze abgewandte Außen
band wird im Ablaufbereich von der Faserstoffbahn abgehoben, so
daß die Faserstoffbahn auf dem der Formierwalze zugewandten
Innenband verbleibt.
Besonders bevorzugt ist es, wenn die Faserstoffbahn auf einem
Filz von der Formierwalze abläuft.
Hierdurch kann die Faserstoffbahn auf dem Filz direkt in eine
weitere Presse geführt werden, ohne die Bahn auf einen separa
ten Filz überführen zu müssen. Somit ergibt sich eine besonders
hohe Zahl an eingesparten Leit- und Saugwalzen.
Es ist ferner bevorzugt, wenn die zwei Bänder am Auflaufbereich
auf die Formierwalze einen Spalt bilden, in den die Faserstoff
suspension mittels eines Stoffauflaufes eingeführt wird.
Die erfindungsgemäße Naßpartie kann insbesondere dann, wenn sie
so als Gap-Former ausgebildet ist, kompakt ausgebildet werden.
Dabei ist es bevorzugt, wenn der Stoffauflauf über die Breite
der Naßpartie stoffdichtegeregelt ist.
Hierdurch kann das Querprofil der gebildeten Faserstoffbahn auf
ideale Weise eingestellt werden, beispielsweise wenn sich Wal
zen aufgrund hoher Bandspannungen durchbiegen und es somit zu
Unregelmäßigkeiten im Querprofil kommen kann.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Naß
partie eine weitere Langspalt-Preßeinrichtung und besonders
bevorzugt darüber hinaus keine weitere Preßeinrichtung auf.
Bei dieser Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Naßpartie mit
nur einer Formierwalze und zwei Langspaltpressen ist es mög
lich, am Ausgang der Naßpartie eine Faserstoffbahn mit einem
hinreichend hohen Trockengehalt für die Trockenpartie bereitzu
stellen.
Da zudem die Formierwalze zumindest eine Gegenwalze für die
eine Langspaltpresse bildet, läßt sich die Naßpartie mit einer
minimalen Anzahl an Walzen bilden.
Dabei ist es bevorzugt, wenn die weitere Langspalt-Preßeinrich
tung eine Schuhpreßwalze ist, deren Gegenwalze - ebenfalls -
die Formierwalze ist, wobei die weitere Langspalt-Preßeinrich
tung der einen Langspalt-Preßeinrichtung nachgeordnet ist.
Bei dieser besonders bevorzugten Ausführungsform sind also am
Außenband der Formierwalze zwei Schuhpreßwalzen angeordnet, wo
bei die Formierwalze die Gegenwalze für beide Schuhpreßwalzen
bildet. Am Ablaufbereich der Formierwalze hat die gebildete
Faserstoffbahn aufgrund der zwei Langspalt-Preßeinrichtungen
einen hinreichend hohen Trockengehalt, um der Trockenpartie zu
geführt zu werden. Die Naßpartie ist in dieser besonderen Aus
gestaltung mit einer minimalen Anzahl funktionaler Walzen, näm
lich einer Formierwalze und zwei Schuhpreßwalzen, ausgestattet.
Die Naßpartie kann daher besonders kompakt und kostengünstig
aufgebaut werden und besitzt im Betrieb einen geringen Energie
bedarf.
Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die weitere Langspalt-
Preßeinrichtung direkt vor dem Ablaufbereich der zwei Bänder
von der Formierwalze angeordnet ist.
Hierdurch wird erreicht, daß die weitere Langspalt-Preßeinrich
tung sozusagen zum spätestmöglichen Zeitpunkt ansetzt, also
dann, wenn die Faserstoffbahn aufgrund der Formierwalze, etwaig
zugeordneter Entwässerungseinrichtungen, sowie der vorgeschal
teten einen Langspalt-Preßeinrichtung bereits weitgehend ent
wässert ist.
Gemäß einer alternativen bevorzugten Ausführungsform ist die
weitere Langspalt-Preßeinrichtung der Formierwalze nachge
ordnet.
Bei dieser Ausführungsform wird zwar wenigstens eine Walze mehr
benötigt, nämlich in der Regel eine Gegenwalze, die bei der zu
vor genannten bevorzugten Ausführungsform durch die Formier
walze gebildet ist. Andererseits wird bei dieser alternativen
bevorzugten Ausführungsform eine hohe Variabilität bzgl. der
Anordnung der weiteren Langspaltpresse, der Art der der Lang
spaltpresse zugeführten Bänder etc. erreicht.
Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die weitere Langspalt-
Preßeinrichtung in dem Doppelbandabschnitt angeordnet ist, so
daß die zwei Bänder mit der hierzwischen befindlichen Faser
stoffbahn durch die weitere Langspalt-Preßeinrichtung ver
laufen.
Bei dieser Ausführungsform ist die Naßpartie mit einer minima
len Anzahl von Bändern gebildet. Am Auslaufbereich der weiteren
Langspalt-Preßeinrichtung kann die Faserstoffbahn von einem der
zwei Bänder der Naßpartie übernommen werden.
Bei einer alternativen bevorzugten Ausführungsform verläuft nur
eines der zwei Bänder gemeinsam mit der darauf befindlichen
Faserstoffbahn durch die weitere Langspalt-Preßeinrichtung.
Hierdurch wird eine höhere Variabilität des Aufbaus der Naß
partie erzielt. Weiterhin kann das eine, nicht durch die wei
tere Langspalt-Preßeinrichtung verlaufende Band kürzer gehalten
werden, so daß für dieses Band weniger Leitwalzen erforderlich
sind.
Schließlich ist es hierdurch auch möglich, die Art der zwei
Bänder zu variieren. Das eine, durch die weitere Langspalt-
Preßeinrichtung geführte Band wird in aller Regel aus Ober
flächenqualitätsgründen ein Filz sein. Das andere Band kann bei
dieser Ausführungsform jedoch auch ein Sieb sein, um die Ent
wässerungsleistung im Bereich der Formierwalze zu erhöhen.
Dabei ist es bevorzugt, wenn ein drittes Band zusammen mit dem
einen der Bänder durch die weitere Langspalt-Preßeinrichtung
geführt wird, wobei sich die Faserstoffbahn zwischen dem einen
und dem dritten Band befindet.
Bei dieser Ausführungsform kann eine besonders hohe Ober
flächenqualität auf beiden Seiten der gebildeten Faserstoffbahn
erzielt werden. Das zweite Band kann in diesem Fall, wie oben
erwähnt, ein Sieb sein, um die Entwässerungsleistung im Bereich
der Formierwalze zu erhöhen.
Bei einer alternativen bevorzugten Ausführungsform wird aus
schließlich das eine Band mit der darauf befindlichen Faser
stoffbahn durch die weitere Langspalt-Preßeinrichtung geführt.
Bei dieser alternativen Ausführungsform wird das dritte Band -
mit den hierzu notwendigen Leitwalzen - eingespart. Diese Aus
führungsform wird insbesondere dann Anwendung finden, wenn die
Oberflächenqualität auf nur einer Seite der Faserstoffbahn von
Bedeutung ist.
Vorzugsweise ist die weitere Langspalt-Preßeinrichtung aus
einer Schuhpreßwalze und einer Gegenwalze gebildet, wobei die
Gegenwalze vorzugsweise beheizt ist.
Derartige Langspalt-Preßeinrichtungen sind an sich bekannt. Sie
eignen sich für den vorliegenden Fall insbesondere deswegen,
weil die Linienkraft in weiten Bereichen und dennoch sehr genau
einstellbar ist. Dies ist bei einer kompakten wie der erfin
dungsgemäßen Naßpartie von besonderer Bedeutung, da die erfin
dungsgemäß erzielte Integration von Siebpartie und Pressen
partie im Betrieb dann besonders gut funktioniert, wenn die
einzelnen Betriebsparameter genau einstellbar sind.
Durch eine beheizte Gegenwalze, z. B. ein Tissue-Zylinder, er
höht die Trocknungsleistung der weiteren Langspalt-Preßeinrich
tung.
Besonders bevorzugt ist es, wenn die weitere Langspalt-Preßein
richtung eine Linienkraft von 600 bis 1400 kN/m, vorzugsweise
800 bis 1200 kN/m aufbringt.
Da die Faserstoffbahn beim Eintritt in die weitere Langspalt-
Preßeinrichtung bereits weit mehr entwässert ist als beim Ein
tritt in die eine, an der Formierwalze angeordnete Langspalt-
Preßeinrichtung, kann eine sehr viel höhere Linienkraft
aufgebracht werden. Die Qualität der Faserstoffbahn wird hier
durch nicht beeinträchtigt. Der Trockengehalt der Faser
stoffbahn kann durch die höhere Linienkraft der weiteren
Langspalt-Preßeinrichtung hinreichend erhöht werden, um die
Faserstoffbahn anschließend direkt in die Trockenpartie zu
überführen.
Somit ist es von besonderem Vorzug, wenn die Faserstoffbahn
nach der weiteren Langspalt-Preßeinrichtung mittels einer
Abnahmewalze in eine Trockenpartie der Maschine übergeben wird.
Schließlich ist es von Vorteil, wenn nach der einen und/oder
nach der weiteren Langspalt-Preßeinrichtung jeweils wenigstens
ein Auffangkasten angeordnet ist, um abgeschleudertes Wasser
aufzufangen.
Hierdurch kann die Naßpartie mit konstruktiv vergleichsweise
einfachen Mitteln im sogenannten "Clean Design" ausgeführt wer
den. Ferner wird durch diese Maßnahme Vakuumleistung einge
spart, so daß die Naßpartie einen besonders geringen Energie
bedarf hat.
Der Begriff des Filzes soll im Rahmen der vorliegenden Anmel
dung nicht nur Filze im herkömmlichen Sinn sondern auch solche
Gewebe umfassen, die beflort oder mit einer feinen Deckschicht
versehen sind.
Ferner ist es möglich, die eine (erste) der Formierwalze zuge
ordnete Schuhspaltpresse durch eine Walze zu ersetzen.
Weiterhin versteht sich, daß insbesondere im Bereich des Dop
pelbandabschnittes weitere, die Entwässerung unterstützende
Elemente vorgesehen sein können, wie beispielsweise Saug- oder
Blaselemente.
Es versteht sich ferner, daß die vorstehend genannten und die
nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der je
weils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombina
tionen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen
der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung darge
stellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher er
läutert.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsge
mäßen Naßpartie in schematischer Seitenansicht;
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsge
mäßen Naßpartie in schematischer Seitenansicht;
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Naßpartie in schematischer Seitenansicht;
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Naßpartie in schematischer Seitenansicht;
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Naßpartie in schematischer Seitenansicht; und
Fig. 6 zeigt schematisch einen für die Naßpartie geeigneten
Stoffauflauf.
Eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Naßpartie ist
in Fig. 1 generell mit 10 bezeichnet.
Die Naßpartie 10 umfaßt den gesamten Abschnitt einer Papier-
oder Kartonmaschine vor einer Trockenpartie 12.
Die Naßpartie 10 umfaßt ein Unterband 14 und ein Oberband 16,
die in diesem Fall beide als Filz ausgebildet sind.
Die zwei Bänder 14, 16 umschlingen eine Formierwalze 18 ge
meinsam um etwa 180° und bilden in diesem Umschlingungsbereich
einen Doppelbandabschnitt 17.
Mittels nicht näher bezeichneter Leitwalzen werden die zwei
Bänder 14, 16 der Formierwalze 18 so zugeführt, daß ein Ein
laufspalt 20 gebildet wird. Eine nicht näher bezeichnete Faser
stoffsuspension wird mittels eines Stoffauflaufes 22 in den
Einlaufspalt 20 eingeführt. Der Stoffauflauf 22 kann ein sekti
onsweise stoffdichtegeregelter Stoffauflauf sein, wie er nach
stehend noch beschrieben wird.
Im Auslaufbereich der zwei Bänder 14, 16 von der Formierwalze
wird das Oberband 16 von der gebildeten Faserstoffbahn abge
hoben. Um zu gewährleisten, daß die Faserstoffbahn auf dem
Unterband 14 verbleibt, ist ein Trennsaugabschnitt 26 im Aus
laufbereich der Formierwalze 18 angeordnet.
Die Faserstoffbahn wird vom Auslaufbereich auf dem Unterband 14
weitergeführt und dann ohne weitere Umlenkung von einer Abnah
mewalze 28 der Trockenpartie 12 abgenommen.
Vom Einlaufspalt 20 bis zum Trennsaugabschnitt 26 weist die
Formierwalze 18 zwei Entwässerungssaugabschnitte 30, 32 auf,
die für eine Entwässerung der Faserstoffsuspension bzw. -bahn
in Richtung zur Formierwalze sorgen.
Die Formierwalze 18 weist einen sich mit den zwei Bändern 14,
16 mitlaufenden Mantel auf, der vorzugsweise als Speicher auf
gebaut ist. Das von den Saugabschnitten 30, 32, 26 in den Spei
cher gesaugte Wasser wird nach dem Trennsaugabschnitt 26 auf
grund der Fliehkräfte wieder aus dem Mantel der Formierwalze 18
abgeschleudert.
Etwa auf der Hälfte des Doppelbandabschnittes 17 ist eine erste
Schuhpreßwalze 34 so angeordnet, daß die zwei Bänder 14, 16
durch einen von der Schuhpreßwalze 34 und der Formierwalze 18
gebildeten Langspalt verlaufen.
Die Schuhpreßwalze 34 bringt auf die zwischen den zwei Bändern
14, 16 befindliche Faserstoffsuspension bzw. -bahn einen rela
tiv geringen Liniendruck im Bereich von 10 bis 200 kN/m auf und
kann daher entsprechend klein dimensioniert werden. Der relativ
niedrige Liniendruck sorgt einerseits dafür, daß die Formation
der Faserstoffbahn nicht nachteilig beeinflußt wird. Anderer
seits ist der von der Schuhpreßwalze 34 aufgebrachte Druck auf
die Faserstoffsuspension oder -bahn größer als bei herkömmli
chen Entwässerungselementen wie elastisch nachgiebigen Forma
tionsleisten, Saugkästen oder ähnliches.
Daher kann durch die Schuhpreßwalze 34, die gemeinsam mit der
Formierleiste 18 eine Langspalt-Preßeinrichtung bildet,
erreicht werden, daß die Faserstoffbahn am Austritt aus der
Langspalt-Preßeinrichtung einen Trockengehalt von 20 bis 30
otro besitzt.
Kurz vor dem Ablaufbereich der zwei Bänder 14, 16 von der For
mierwalze 18 ist an dem Oberband 16 eine zweite, größere
Schuhpreßwalze 36 angeordnet.
Funktional entspricht die zweite Schuhpreßwalze 36 der ersten
Schuhpreßwalze 34, bringt jedoch eine sehr viel höhere Linien
kraft auf die Faserstoffbahn zwischen den zwei Bändern 14, 16
auf, etwa in der Größenordnung von 100 bis 1200 kN/m, insbeson
dere 1000 kN/m.
Die zweite Schuhpreßwalze 36, die gemeinsam mit der Formier
walze 18 eine zweite Langspalt-Preßeinrichtung bildet, erzeugt
aufgrund des relativ hohen Liniendruckes einen derart hohen
Trockengehalt der Faserstoffbahn, daß die Faserstoffbahn an
schließend direkt mittels der Abnahmewalze 28 in die Trocken
partie 12 überführt werden kann.
Die zweite Schuhpreßwalze 36 kann ebenfalls mit einem als Was
serspeicher ausgebildeten Mantel versehen sein.
Das in den Mänteln der Formierwalze 18 und Schuhpreßwalze 36
gespeicherte Wasser wird in zwei Auffangkästen 38, 40 abge
schleudert, die jeweils oberbandseitig und unterbandseitig der
Schuhpreßwalze 36 bzw. der Formierwalze 18 zugeordnet sind. Die
Auffangkästen 38, 40 weisen nicht näher bezeichnete Leitbleche
auf, um einen möglichst großen Teil des aus den Walzen 18, 36
abgeschleuderten Wassers auffangen zu können. Hierdurch kann
die Naßpartie 10 im Betrieb besonders sauber gehalten werden.
In dem Doppelbandabschnitt 17 können insbesondere vor der
ersten Schuhpreßwalze 34 weitere Entwässerungselemente vorhan
den sein, wie es schematisch bei 42 angedeutet ist. Das Entwäs
serungselement 42 kann bspw. durch eine Reihe von elastisch
nachgiebigen Formationsleisten gebildet sein.
Die Naßpartie 10 ist somit aus lediglich drei "funktionalen"
Walzen aufgebaut, nämlich der Formierwalze 18, der Schuhpreß
walze 34 und der Schuhpreßwalze 36. Alle anderen Walzen der
Naßpartie 10 sind nicht näher bezeichnete Leitwalzen für die
zwei Endlosbänder 14, 16.
Es versteht sich, daß die Leitwalzen zur Einstellung der
Bandspannung verstellbar sein können.
Die Trockenpartie 12 kann eine herkömmliche Trockenpartie mit
einer herkömmlichen Abnahmewalze 28 sein.
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Naßpartie, die generell mit 50 bezeichnet ist.
Elemente der Naßpartie 50, die gleich denen der Naßpartie 10
sind, sind mit denselben Bezugsziffern bezeichnet.
Eine Formierwalze 52 kann wie die Formierwalze 18 aufgebaut
sein, kann jedoch auch unbesaugt ausgebildet sein.
Die zwei Bänder bzw. Filze 14, 16 umschlingen die Formierwalze
52 um nahezu 180°. Im Ablaufbereich der zwei Bänder 14, 16 ist
eine erste Schuhpreßwalze 54 angeordnet, deren Funktion der der
ersten Schuhpreßwalze 34 der Naßpartie 10 entspricht.
Da bei der Naßpartie 50 keine weitere Schuhpreßwalze im Bereich
der Formierwalze 52 vorhanden ist, kann die erste Schuhpreß
walze 54 näher am Ablaufbereich der zwei Bänder 14, 16 von der
Formierwalze 52 angeordnet sein und dementsprechend einen etwas
höheren Liniendruck erzeugen als die Schuhpreßwalze 34.
Die zwei Bänder 14, 16 werden vom Ablaufbereich von der For
mierwalze 52 in dem Doppelbandabschnitt 17 parallel zueinander
zu einer weiteren Langspalt-Preßeinrichtung geführt, die durch
eine zweite Schuhpreßwalze 56 und eine Gegenwalze 58 gebildet
ist.
Die zwei Bänder 14, 16 durchlaufen mit der dazwischen befind
lichen Faserstoffbahn den durch die Langspalt-Preßeinrichtung
56, 58 gebildeten Langspalt.
Im Ablaufbereich der zwei Bänder 14, 16 von der Langspalt-
Preßeinrichtung 56, 58 sind jeweils oberbandseitig und unter
bandseitig zwei Auffangkästen 60, 62 angeordnet, deren Funktion
der der Auffangkästen 38, 40 entspricht.
Vom Ablaufbereich von der Langspalt-Preßeinrichtung 56, 58 wer
den die zwei Bänder 14, 16 zunächst noch über eine Strecke par
allel zueinander geführt. Dann wird das Oberband 16 mittels
einer nicht näher bezeichneten Walze von der Faserstoffbahn
abgehoben. Direkt im Anschluß hieran wird die Faserstoffbahn
von dem Unterband 14 mittels der Aufnahmewalze 28 der Trocken
partie 12 abgenommen.
Sowohl bei der Naßpartie 10 als auch bei der Naßpartie 50 wird
die Faserstoffbahn zwischen dem Unterband 14 und dem Oberband
16 gebildet, die beide als Filze ausgebildet sind. Daher kann
die Faserstoffbahn eine ausgesprochen hohe Oberflächenqualität
haben.
Im Gegensatz zu der Naßpartie 10 ist bei der Naßpartie 50 eine
Gegenwalze 58 für die zweite Langspalt-Preßeinrichtung notwen
dig.
Dadurch, daß die Langspalt-Preßeinrichtung 56, 58 der Formier
walze 52 nachgeschaltet ist, kann jedoch ein etwas höherer
Trockengehalt am Ende der Naßpartie 50 bereitgestellt werden
als am Ende der Naßpartie 10.
Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Naßpartie
ist in Fig. 3 generell mit 70 bezeichnet.
Der generelle Aufbau entspricht weitgehend dem der Naßpartie
50, so daß vorliegend nur auf die Unterschiede eingegangen
wird.
Bei der Naßpartie 70 ist das Oberband 72 durch ein Sieb gebil
det. Das Unterband 14 ist ein Filz.
Das Oberband 72 wird im Anschluß an die Formierwalze 52 mittels
einer nicht näher bezeichneten Walze von der Faserstoffbahn
abgenommen. Im Anschluß hieran wird ein als Filz ausgebildetes
Band 76 so geführt, daß die Faserstoffbahn zwischen dem Unter
band 14 und dem Filz 76 in die Langspalt-Preßeinrichtung 56, 58
eingeführt wird.
An der Formierwalze 52 ist oberbandseitig ein Saugkasten 74
angeordnet, so daß vor der Schuhpreßwalze 54 eine stärkere Ent
wässerung durch das als Sieb ausgebildete Oberband 72 stattfin
den kann. Die Entwässerung mittels des Saugkastens 74 kann
durch elastisch nachgiebige Leisten unterstützt werden, was je
doch in Fig. 3 nicht näher gezeigt ist.
Die Faserstoffbahn wird von der Naßpartie 70 mittels einer
besaugten Abnahmewalze 78 abgenommen, die gegenüber einer Leit
walze für das Unterband 14 angeordnet ist.
In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Naßpartie generell mit 80 bezeichnet.
Bei der Naßpartie 80 ist das Unterband 82 als Sieb ausgebildet.
Zwischen dem Einlaufspalt 20 und der ersten Schuhpreßwalze 54
ist ein Blaskasten 84 gezeigt, mittels dessen die Entwässerung
durch das Sieb 82 hin zur Formierwalze 52 unterstützt wird. Al
ternativ hierzu oder zusätzlich hierzu kann die Formierwalze 52
auch mit Entwässerungssaugabschnitten versehen sein.
Das Sieb 82 wird um einen größeren Winkelbereich um die For
mierwalze 52 geschlungen als das als Filz ausgebildete Oberband
16. Die gebildete Faserstoffbahn verbleibt somit am Ablauf
bereich der Formierwalze 52 an der Unterseite des Oberbandes
16. Das Oberband 16 wird gemeinsam mit einem weiteren Filz 86
und der hierzwischen befindlichen Faserstoffbahn durch die
Langspalt-Preßeinrichtung 56, 58 geführt.
Am Ablaufbereich der Langspalt-Preßeinrichtung 56, 58 verbleibt
die Faserstoffbahn auf dem Filz 86 und wird von diesem mittels
der Abnahmewalze 78 abgenommen.
Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Naßpartie
ist in Fig. 5 generell mit 90 bezeichnet.
Die Faserstoffbahn wird vom Ablaufbereich von der Formierwalze
52 zunächst zwischen den zwei als Filzen ausgebildeten Bändern
14, 16 bis zu einer besaugten Abnahmewalze 92 geführt, um die
das Oberband 16 geschlungen ist, um die Faserstoffbahn von dem
Unterband 14 abzunehmen. Das Oberband 16 mit der darunter
befindlichen Faserstoffbahn wird direkt, also ohne weiteren
Filz in eine zweite Langspalt-Preßeinrichtung geleitet, die
durch eine Schuhpreßwalze 94 und eine Gegenwalze 96 gebildet
ist.
Am Auslaufbereich des hierdurch gebildeten Langspaltes ver
bleibt die Faserstoffbahn auf der Gegenwalze und wird direkt
von dieser mittels einer Abnahmewalze 98 der Trockenpartie
abgenommen.
Es versteht sich, daß die Formierwalzen 18, 52 jeweils mit
einem festen Kern und einem umlaufenden, ggf. als Speicher aus
gebildeten Mantel versehen sein können. Dabei kann sich der
Mantel an dem festen Kern über einen Schuh oder über Kolben
abstützen.
Die Schuhpreßwalzen 34, 36, 56, 94 können als sogenannte
Nipco-Flex-Walzen ausgebildet sein.
Fig. 6 zeigt schematisch einen für die vorstehend beschriebenen
Naßpartien geeigneten, sektionsweise stoffdichtegeregelten
Stoffauflauf 22.
Bei dem Stoffauflauf 22 wird eine Faserstoffsuspension mittels
einer Vielzahl von über die Maschinenbreite verteilt angeordne
ten Verdünnungswasser-Steuerventilen in sektionsweise regel
baren Verdünnungen zugeführt. Die Mischerstruktur ist dabei
vorzugsweise so ausgelegt, daß jeder der sektionalen Volumen
ströme bei einer örtlichen Änderung der Verdünnung konstant
bleibt, siehe Patent DE 40 19 593.
Mit einem solchen Stoffauflauf 22 ist es möglich, das Quer
profil verschiedener Eigenschaften der Faserstoffbahn zu beein
flussen, insbesondere das Flächengewichts- und das Faserorien
tierungs-Querprofil.
Claims (23)
1. Naßpartie (10; 50; 70; 80; 90) einer Maschine zur Herstel
lung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier- oder
Kartonbahn, mit zwei Bändern (14, 16; 14, 72; 82, 16), die
in einem Doppelbandabschnitt (17) parallel zueinander
geführt werden, wobei eine Faserstoffsuspension in den
Doppelbandabschnitt (17) eingeführt wird und wobei die
zwei Bänder (14, 16; 14, 72; 82, 16) wenigstens mit einem
Teil des Doppelbandabschnittes (17) um eine Formierwalze
(18; 52) geschlungen sind, der Mittel (42, 34, 36; 54; 74,
54; 84, 54) zur Entwässerung der Faserstoffsuspension zu
geordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß an dem der For
mierwalze (18; 52) abgewandten Außenband (16; 72) wenig
stens eine Langspalt-Preßeinrichtung (34, 36; 54) angeord
net ist, die gemeinsam mit der Formierwalze (18; 52) einen
in Bandlaufrichtung verlängerten Preßspalt bereitstellt,
durch den die zwei Bänder (14, 16; 14, 72; 82, 16) mit der
dazwischen befindlichen Faserstoffsuspension oder -bahn
verlaufen, und daß wenigstens eines (14, 16) der Bänder
ein Filz ist.
2. Naßpartie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Langspalt-Preßeinrichtung (34; 54) eine Schuhpreßwalze
(34; 54) ist, deren Gegenwalze die Formierwalze (18; 52)
ist.
3. Naßpartie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Langspalt-Preßeinrichtung (34; 54) so angeordnet
und so angesteuert ist, daß der Trockengehalt der Faser
stoffbahn hinter der Langspalt-Preßeinrichtung (34; 54)
etwa 10%-40% otro, vorzugsweise 20%-30% otro beträgt.
4. Naßpartie nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Langspalt-Preßeinrichtung (34; 54) eine Linienkraft von 10
bis 200 kN/m aufbringt.
5. Naßpartie nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Formierwalze (18; 52) mit wenigstens
einem Entwässerungssaugabschnitt (30, 32) versehen ist, um
die Faserstoffsuspension oder -bahn zur Formierwalze (18;
52) hin zu entwässern.
6. Naßpartie nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Mantel der Formierwalze (18; 52) als
Wasserspeicher ausgebildet ist.
7. Naßpartie nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Formierwalze (18) im Ablaufbereich der
Bänder (14, 16) mit einem Trennsaugabschnitt (26) versehen
ist und daß das der Formierwalze (18) abgewandte Außenband
(16) im Ablaufbereich von der Faserstoffbahn abgehoben
wird, so daß die Faserstoffbahn auf dem der Formierwalze
(18) zugewandten Innenband (14) verbleibt.
8. Naßpartie nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Faserstoffbahn auf dem Filz (14; 16) von
der Formierwalze (18; 52) abläuft.
9. Naßpartie nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zwei Bänder (14, 16; 14, 72; 82, 16) am
Auflaufbereich auf die Formierwalze (18; 52) einen Spalt
(20) bilden, in den die Faserstoffsuspension mittels eines
Stoffauflaufes (22) eingeführt wird.
10. Naßpartie nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Stoffauflauf (22) über die Breite der Naßpartie (10; 50;
70; 80; 90) stoffdichtegeregelt ist.
11. Naßpartie nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Naßpartie (10; 50; 70; 80; 90) eine wei
tere Langspalt-Preßeinrichtung (36; 56, 58; 94, 96) und
vorzugsweise darüber hinaus keine weitere Preßeinrichtung
aufweist.
12. Naßpartie nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die weitere Langspalt-Preßeinrichtung (36) eine Schuhpreß
walze (36) ist, deren Gegenwalze die Formierwalze (18)
ist, wobei die weitere Langspalt-Preßeinrichtung (36) der
einen Langspalt-Preßeinrichtung (34) nachgeordnet ist.
13. Naßpartie nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die weitere Langspalt-Preßeinrichtung (36) direkt vor dem
Ablaufbereich der zwei Bänder (14, 16) von der Formier
walze (18) angeordnet ist.
14. Naßpartie nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die weitere Langspalt-Preßeinrichtung (56, 58; 94, 96) der
Formierwalze (52) nachgeordnet ist.
15. Naßpartie nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die weitere Langspalt-Preßeinrichtung (56, 58) in dem Dop
pelbandabschnitt (17) angeordnet ist, so daß die zwei Bän
der (14, 16) mit der hierzwischen befindlichen Faserstoff
bahn durch die weitere Langspalt-Preßeinrichtung (56, 58)
verlaufen.
16. Naßpartie nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
nur eines (14; 16) der Bänder (14, 72; 82; 16; 14, 16) ge
meinsam mit der darauf befindlichen Faserstoffbahn durch
die weitere Langspalt-Preßeinrichtung (56, 58; 94, 96)
verläuft.
17. Naßpartie nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
ein drittes Band (76; 86) zusammen mit dem einen (14, 16)
der Bänder (14, 72; 82, 16; 14, 16) durch die weitere
Langspalt-Preßeinrichtung (56, 58) geführt wird, wobei
sich die Faserstoffbahn zwischen dem einen und dem dritten
Band (14, 76; 16, 86) befindet.
18. Naßpartie nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
ausschließlich das eine Band (16) mit der darauf befindli
chen Faserstoffbahn durch die weitere Langspalt-Preß
einrichtung (94, 96) geführt wird.
19. Naßpartie nach einem der Ansprüche 14-18, dadurch ge
kennzeichnet, daß die weitere Langspalt-Preßeinrichtung
(56, 58; 94, 96) aus einer Schuhpreßwalze (56; 94) und
einer Gegenwalze (58; 96) besteht, wobei die Gegenwalze
(58; 96) vorzugsweise beheizt ist.
20. Naßpartie nach einem der Ansprüche 11-19, dadurch ge
kennzeichnet, daß die weitere Langspalt-Preßeinrichtung
(36; 56, 58; 94, 96) eine Linienkraft von 600-1400
kN/m, vorzugsweise 800-1200 kN/m aufbringt.
21. Naßpartie nach einem der Ansprüche 11-20, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Faserstoffbahn nach der weiteren
Langspalt-Preßeinrichtung (36; 56, 58; 94, 96) mittels
einer Abnahmewalze (28; 78; 98) in eine Trockenpartie (12)
der Maschine übergeben wird.
22. Naßpartie nach einem der Ansprüche 1-21, dadurch gekenn
zeichnet, daß nach der einen und/oder nach der weiteren
Langspalt-Preßeinrichtung (34; 54; 36; 56, 58; 94, 96) je
weils wenigstens ein Auffangkasten (38, 40; 60, 62) ange
ordnet ist, um abgeschleudertes Wasser aufzufangen.
23. Verfahren zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbeson
dere einer Papier- oder Kartonbahn, wobei zwei Bänder (14,
16; 14, 72; 82, 16) in einem Doppelbandabschnitt (17) par
allel zueinander geführt werden, wobei eine Faserstoff
suspension in den Doppelbandabschnitt (17) eingeführt wird
und wobei die zwei Bänder (14, 16; 14, 72; 82, 16) wenig
stens mit einem Teil des Doppelbandabschnittes (17) um
eine Formierwalze (18; 52) geschlungen werden, der Mittel
(42, 34, 36; 54; 74; 54; 84, 54) zur Entwässerung der
Faserstoffsuspension zugeordnet sind, dadurch gekennzeich
net, daß an dem der Formierwalze (18; 52) abgewandten
Außenband (16; 72) wenigstens eine Langspalt-Preßein
richtung (34, 36; 54) angeordnet ist, die gemeinsam mit
der Formierwalze (18; 52) einen in Bandlaufrichtung
verlängerten Preßspalt bereitstellt, durch den die zwei
Bänder (14, 16; 14, 72; 82, 16) mit der dazwischen befind
lichen Faserstoffsuspension oder -bahn verlaufen, und daß
wenigstens eines (14, 16) der Bänder ein Filz ist.
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