DE19615624A1 - Impulssprengverfahren mittels Flüssigkeiten oder Gasen - Google Patents
Impulssprengverfahren mittels Flüssigkeiten oder GasenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Impulssprengverfahren mittels Flüssigkeiten oder Gasen zum
umweltschonenden, erschütterungs- und lärmfreien Zerstören von Festkörpern, vorzugs
weise Gestein, Mineral, armierten und nicht armierten Beton oder Mauerwerk sowie
zum gezielten Herauslösen von Blöcken aus einer großen Festkörpermasse oder einem
Verband auf geometrisch vorgegebenen Trennflächen gemäß den Merkmalen im
Obergriff des Patentanspruches 1.
Zum Zerstören von Festkörpern, vorzugsweise Gestein, Mineral, Beton oder Mauerwerk
bzw. zum gezielten Herauslösen von Blöcken aus großen Festkörpermassen oder
Verbänden wird gegenwärtig zum überwiegenden Teil das Sprengverfahren angewandt,
bei dem schädliche Gase entstehen und zusätzliche Umweltbelästigungen durch
Erschütterungen und Lärm erfolgen. Außerdem sind beim Sprengverfahren aus
sicherheitstechnischen Gründen mehr oder weniger große Bereiche um den
Anwendungsort herum abzusperren, wodurch eine zum Teil ganz erhebliche
Beeinträchtigung der normalen Abläufe, beispielsweise des Verkehrs oder der Arbeiten
in gewerblichen Betrieben, erfolgt. Mit wachsendem Umweltbewußtsein und der
Verschärfung entsprechender gesetzlicher Vorgaben bzw. Rahmenbedingungen wird die
Anwendung des Sprengverfahrens in oder in der Nähe von Wohngebieten und Gewerbe
betrieben immer schwieriger, dadurch kostenaufwendiger und in zunehmendem Maße
eingeschränkt.
Zum Zerstören von Festkörpern bzw. zum Herauslösen von Blöcken aus größeren
Verbänden werden auch spanende Verfahren, wie das Lösen mit speziell zu diesem
Zweck entwickelten Gewinnungswerkzeugen, oder quetschende Verfahren mittels
Rollen- oder Diskenmeißeln sowie in Beton und Mauerwerk das Sägen oder Bohren
angewandt. Alle diese Verfahren haben jedoch den Nachteil, daß sie einen sehr hohen
spezifischen Energieaufwand erfordern und zu ganz erheblichem Verschleiß der
Werkzeuge führen, weil die eingespeiste Energie mit einem sehr schlechten
Wirkungsgrad von den Werkzeugspitzen auf das zu zerstörende oder zu lösende
Material übertragen wird. Daher sind die Löseverfahren mit spanend oder quetschend
arbeitenden Werkzeugen wesentlich kostenaufwendiger als das Sprengen und bei weitem
nicht so leistungsfähig, was die zerstörte bzw. gelöste Menge Material je Zeiteinheit
anbetrifft.
Bei den spanend und quetschend arbeitenden Verfahren wird das zu zerstörende bzw. zu
lösende Material beim Eindringen der Werkzeuge zunächst auf Druck und später auf
Biegung oder Scherung beansprucht. Die Druckfestigkeit bei Gestein, Mineral, Beton
und Mauerwerk ist allerdings um den Faktor 20 bis 200 höher als die Zugfestigkeit.
Beim Sprengen erfolgt die Zerstörung der Festkörper bzw. das Herauslösen von Blöcken
über einen dynamischen plötzlichen Aufbau von Zugspannungen, die auf einem
wesentlich geringeren Niveau zur Rißbildung führen. Ein neues zu entwickelndes
Verfahren, das die sich aus den vorgeschilderten Zusammenhängen ergebende
Bedarfslücke schließt, sollte daher Gestein, Mineral, Beton oder Mauerwerk - ähnlich
wie das Sprengverfahren - in möglichst weitgehendem Maße über die
zerstörungsfördernden Zugbelastungen zerkleinern.
In Verfolgung dieser Gedankengänge wurden daher bereits vor etlichen Jahrzehnten
Verfahren vorgeschlagen und zum Einsatz gebracht, bei denen - ähnlich wie beim
Sprengen - Bohrlöcher in einer bestimmten geometrischen Anordnung zueinander
hergestellt und in diese Bohrlöcher keilförmige oder zylinderförmige Sonden eingeführt
werden. Bei den keilförmigen Sonden handelt es sich um Systeme, die aus zwei oder
drei spitzen aneinanderliegenden, in ihrem Querschnitt weitgehend der Bohrlochkontur
angepaßten Keilen bestehen, welche durch einen außerhalb des Bohrlochs angeordneten
Hydraulikzylinder axial gegeneinander verschoben werden können, wodurch hohe
radiale Kräfte auf die Bohrlochwandung ausgeübt werden. Die zylindrischen Sonden,
die nur bei größeren Bohrlochdurchmessern zum Einsatz kommen können, bestehen aus
zylinderförmigen Körpern, in denen quer zur Achse hydraulisch ausfahrbare Kolben
angeordnet sind. Durch das Ausfahren dieser Kolben wird der die Sonden umgebende
Festkörperverband hohen Zugbelastungen ausgesetzt, die schließlich zur Rißbildung und
Zerstörung führen. Die Verfahren sind zwar umweltschonend, erschütterungs- und
lärmfrei, sie verfügen jedoch nur über eine außerordentliche geringe Leistungsfähigkeit,
was die gelösten Mengen je Zeiteinheit anbetrifft, und sind zudem sehr
kostenaufwendig, so daß sie lediglich in Sonderfällen angewandt werden und die beste
hende Bedarfslücke nicht ausfüllen können. Zur Zerstörung von stahlarmierten Beton
sind diese Verfahren nur in sehr begrenztem Maße anwendbar.
Ausgehend von diesem Stand der Technik hat sich die Erfindung gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1 die Aufgabe gestellt, ein erschütterungs- und
lärmfreies Impulssprengverfahren zu entwickeln, bei dem das Entstehen schädlicher
Gase oder Schwaden vermieden wird. Das Verfahren soll zum Lösen von in situ
anstehendem Gestein oder Mineral aus dem Lagerstättenverband, zum Zerkleinern von
Gesteins- oder Mineralbrocken, zum Zerstören von Bauwerken aus Beton oder
Mauerwerk und zum gezielten schonenden Herauslösen von Blöcken aus Gesteins- oder
Minerallagerstätten dienen, wobei zunächst Bohrlöcher hergestellt und anschließend
unter Verwendung von Flüssigkeiten oder Gasen als Druckmedien Impulsschläge in
diesen Bohrlöchern zur Wirkung gebracht werden.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in den im kennzeichnenden Teil
des Patentanspruchs 1 aufgeführten Merkmalen. Danach werden in dem zu gewinnenden
in situ anstehenden Gestein oder Mineral, in den zu zerstörenden Bauwerken aus Beton
oder Mauerwerk und an den zu erzeugenden Trennflächen von Blöcken, die aus dem
Lagerstättenverband herausgelöst werden sollen, zunächst Bohrlöcher hergestellt, die mit
Dichteinrichtungen verschlossen und mit druckloser Flüssigkeit oder drucklosem Gas
gefüllt werden. Über diese Dichteinrichtungen durchstoßende Druckzuführungsleitungen
werden ein oder mehrere aufeinander folgende Impulsschläge hoher Energiedichte in die
Bohrlöcher eingeleitet.
Im Gegensatz zu anderen Verfahren der hydraulischen Gesteinsbearbeitung, bei denen
die Zerstörungs- bzw. Lösearbeit durch Abbremsung einer Wassermasse und
Umwandlung der kinetischen Energie dieser Masse in Druckenergie erfolgt, wird bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren der umgekehrte Weg beschritten, indem in der
Flüssigkeit oder in dem als Arbeitsmedium verwendeten Gas erzeugte bzw. gespeicherte
Druckenergie in kinetische Bewegungsenergie umgewandelt wird.
In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens können an den Bohrlochwandungen
einer oder mehrere achsparallele Bohrlochschlitze hergestellt werden. In einer besonders
vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden die seitlich an den
Bohrlochwandungen angebrachten Schlitze mittels Höchstdruckwasserstrahlen
hergestellt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und den dazugehörigen technischen
Einrichtungen wird die benötigte Energie vorzugsweise jedoch nicht ausschließlich über
Pumpen oder Kompressoren in das System eingebracht, in Energie-Akkumulatoren oder
Druckkesseln gespeichert und durch das Brechen von Berstscheiben bzw. das schnelle
Öffnen von Ventilen in Impulsschläge umgewandelt, die über Druckzuführungsleitungen
in die Bohrlöcher eingeleitet werden. In weiterer Ausgestaltung des
Erfindungsgedankens können mehrere Bohrlöcher über mehrere Druckzuführungs
leitungen mit einer Berstscheibe bzw. einem Ventil verbunden werden, wobei
Formgebungen mit geringen Strömungswiderständen gewählt werden. Die Klemm- und
Dichteinrichtungen an den freien Enden der Bohrlöcher bestehen aus Elastomeren
vorzugsweise aus Gummi; sie können durch außerhalb des Bohrloches angeordnete
Spannmuttern oder durch Manipulatoren, welche durch Hydraulikzylinder bewegt
werden, angedrückt und zur Dichtwirkung gebracht werden.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist der
lichte Durchmesser der Druckzuführungsleitung nur geringfügig kleiner als der
Durchmesser des Bohrloches, um die Impulsschläge möglichst ungeschwächt zur
Wirkung bringen zu können. Dabei können die Impulsschläge nicht nur durch
Berstscheiben, sondern auch durch Druckbegrenzungsventile und gesteuerte Ventile
ausgelöst werden, die sehr schnell öffnen und einen großen Strömungsquerschnitt
freigeben.
Eine weitere vorteilhafte Anwendung der Erfindung ergibt sich dadurch, daß die Energie
für mehrere Impulsschläge, die in mehreren Bohrlöchern gleichzeitig oder nach einem
vorgegebenen zeitlichen Ablauf erfolgen, durch nur eine Höchstdruckpumpe erzeugt, in
nur einem Energie-Akkumulator gespeichert und über Verbindungsleitungen und
Druckzuführungsleitungen in die Bohrlöcher weitergeleitet wird. Dabei kann in einer
besonderen Ausführungsform das Auslösen der Impulsschläge in den einzelnen
Druckzuführungsleitungen durch Berstscheiben mit geringfügig unterschiedlichem
Platzdruck und Drosselrückschlagventile erfolgen. Zwischen den Berstscheiben und den
Drosselrückschlagventilen werden in weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens
Energie-Akkumulatoren angeordnet.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung geht davon aus, daß das
Platzen der Berstscheiben durch Druckübersetzer ausgelöst wird, die über einen
Servokreislauf und 3/3-Wegeventile beaufschlagt werden. Weiterhin können die
Impulsschläge für mehrere einander zugeordnete Bohrlöcher durch schnell öffnende
ansteuerbare Ventile ausgelöst werden, die einzeln über einen Servokreislauf und
Steuergeräte betätigt werden.
In einer besonders vorteilhaften erfindungsgemäßen Einrichtung kann auf die
Höchstdruckpumpe verzichtet werden, indem zwei in einem Gehäuse miteinander
verbundene Druckübersetzer den Impulsschlag auslösen, von denen der erste mit einem
Ölhydraulikkreislauf verbunden ist, und sich zwischen den beiden Druckübersetzern ein
Gasvolumen als Energiespeicher befindet.
Weiterhin kann erfindungsgemaß Kraftstoff, Brennstoff, Explosivstoff oder Gas zur
Erzeugung des Impulsschlages mit oder ohne Einschaltung von Berstscheiben benutzt
werden.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung wird der
Explosivstoff in einer Kartusche mit Zündhütchen angeordnet, die zum Zwecke der
Erzeugung des Impulsschlages leicht auswechselbar in einen Kartuschenlager eingelegt
werden kann. Dabei besteht die Möglichkeit die Zündung elektrisch oder durch einen
Schlagbolzen vorzunehmen.
Das erfindungsgemäße Impulssprengverfahren mittels Flüssigkeiten oder Gasen zum
Zerstören von Gestein, Mineral, Beton oder Mauerwerk bzw. zum gezielten
Herauslösen von Blöcken aus größeren Verbänden der vorerwähnten Stoffe läßt sich
überall dort vorteilhaft einsetzen, wo das Sprengverfahren wegen seiner
Umweltbelastung durch die Sprenggase, wegen der beim Sprengen auftretenden
Erschütterungen, wegen der Lärmbelästigung oder aus Sicherheitsgründen nicht oder nur
in sehr eingeschränktem Maße und mit zusätzlichen kostenaufwendigen behördlichen
Auflagen eingesetzt werden kann. Dies gilt einmal für Steinbruch- oder Mine
ralgewinnungsbetriebe in der Nähe von Wohngebieten oder gewerblichen Einrichtungen
und zum anderen auch für die Zerstörung bzw. den Abbruch von Bauwerken aus Beton
oder Mauerwerk in ähnlichen Lagen. Weiterhin kann das erfindungsgemäße Verfahren
mit dazugehöriger maschineller Einrichtung in ganz besonders vorteilhafter Weise beim
Herauslösen von Gesteins- oder Mineralblöcken aus dem Verband der Lagerstätte zur
sog. Werksteingewinnung eingesetzt werden. In diesen Lösevorgang müssen je nach
Zusammensetzung und Festigkeit des Gesteins oder Minerals ganz erhebliche Kräfte und
Energien eingebracht werden, wobei jedoch der abzutrennende Block wegen der späte
ren Weiterverarbeitung außerordentlich schonend behandelt werden muß, damit keine
Risse entstehen, die eine Weiterverarbeitung einschränken oder gar unmöglich machen
würden. Das Verfahren eignet sich auch hervorragend zur Zerstörung von
stahlarmiertem Beton, weil die sich durch den Impuls beim Brechen der Berstscheibe
ergebenden Schläge, Druckstöße und Stoßwellen zu einer räumlich sehr begrenzten
dynamischen Beanspruchung mit extrem hoher Energiedichte führen. Die sich daraus
ergebende, ebenfalls extrem hohe Beschleunigung der Festkörperteile an der
entsprechenden Trennfläche führt zum Zerreißen der Stahlarmierungsstäbe. Bei
Verwendung von Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, zum Impulssprengen ist die
Energieumwandlung wegen der geringen Kompressibilität bereits nach sehr kurzen
Trennwegen abgeschlossen, was sich in hohem Maße lärm- und erschütterungsmindernd
auswirkt. Stellt man an der Bohrlochwandung einen oder mehrere Schlitze in einer dem
jeweiligen Anwendungsfall entsprechenden Anordnung her, so wird zum einen die
wirksame Fläche und damit die Wirksamkeit des gesamten Verfahrens ganz erheblich
vergrößert, zum anderen die Rißausbreitungsrichtung vorgegeben, was insbesondere
beim Lösen von Blöcken zur Werksteingewinnung aus dem Lagerstättenverband und bei
der Zerstörung von armiertem Beton große Vorteile mit sich bringt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausfüh
rungsvorschlägen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 den schematischen Aufbau einer Impulssprengeinrichtung mittels
Druckflüssigkeit einschließlich der Druckerzeugungsanlage und der
hydraulischen Energie-Akkumulatoren;
Fig. 2 den schematischen Aufbau einer hydraulischen Impulssprengeinrichtung für
die gleichzeitige Beaufschlagung von drei Bohrlöchern über eine
Berstscheibe;
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel für die dichtende und klemmende Verbindung
zwischen der Zufuhrleitung des Druckmittels und der Bohrlochwandung am
freien Bohrlochende;
Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel für die dichtende und klemmende
Verbindung zwischen der Zufuhrleitung des Druckmittels und der
Bohrlochwandung, die mittels eines Manipulators angedrückt wird;
Fig. 5 verschiedene Anordnungen von seitlichen Schlitzen an der Bohrlochwandung
zur Erhöhung der wirksamen Flächen;
Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel für die Herstellung der seitlichen Bohrlochschlitze
mittels Höchstdruckwasserstrahlen;
Fig. 7 eine schematische Darstellung für die Impulsauslösung mittels Druckbegren
zungsventil;
Fig. 8 eine schematische Darstellung für die Impulsauslösung mittels angesteuertem
Ventil;
Fig. 9 eine hydraulische Folgeschaltung mittels entgegen der Strömungsrichtung
eingebauter Drossel-Rückschlagventile;
Fig. 10 eine hydraulische Folgeschaltung zur zeitlichen Aneinanderreihung der
Impulsschläge für mehrere Bohrlöcher;
Fig. 11 eine weitere hydraulische Folgeschaltung mit sequentieller Impulsauslösung;
Fig. 12 eine Ausführungsvariante unter Benutzung eines Druckübersetzers an Stelle
der Hydraulikpumpe;
Fig. 13 eine schematische Darstellung für eine Verfahrensvariante, bei der Kraft
bzw. Explosivstoff mittelbar über einen Kolben zur Erzeugung des
Hydraulikimpulses benutzt wird;
Fig. 14 eine schematische Verfahrensvariante, bei der Kraft- bzw. Explosivstoff
unmittelbar zur Erzeugung des Hydraulikimpulses benutzt wird;
Fig. 15 eine besonders vorteilhafte Ausführungsvariante, bei der auf Druckspeicher
verzichtet werden kann weil die Energie für den Impulsschlag durch eine
mit Explosivstoff gefüllte Kartusche erzeugt wird;
Fig. 16 eine schematische Darstellung einer Verfahrensvariante für die Verwendung
von Gas als Druckmedium;
Fig. 17 die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Block- bzw.
Werksteingewinnung.
Fig. 1 zeigt die schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für die Anwen
dung des erfindungsgemäßen Impulssprengverfahrens und der dazugehörigen
technischen Einrichtung, bei welcher in dem Gestein, Mineral, Beton oder Mauerwerk
(1) ein Bohrloch (2) hergestellt worden ist. Über eine Klemm- und Dichteinrichtung (3),
für die in Fig. 3 und 4 Ausführungsbeispiele dargestellt werden, ist die
Druckzuführungsleitung (4) im Bohrloch (2) in der Nähe des freien Bohrlochendes (5)
dichtend verspannt. Das Bauteil (6) enthält eine leicht auswechselbare Berstscheibe (6a).
Diese Berstscheibe (6a) wird durch einen speziellen konischen Haltering (6d), der in
Fig. 1 nicht erkennbar ist, dichtend in dem aus den Verschraubungskomponenten (6e
und 6f) bestehenden Bauteil (6) fixiert. Über die Verbindungsleitung (7) ist das die
Berstscheibe (6a) enthaltende Bauteil (6) hydraulisch mit einem hydraulischen Energie-
Akkumulator (8), vorzugsweise einem Kolben- oder Blasenspeicher (8) sowie mit einer
Hoch- oder Höchstdruckpumpe (9) verbunden, welcher die Flüssigkeit aus dem Tank
(10) zugeführt wird.
Verfahren und Einrichtung arbeiten nach dem sog. offenen System, d. h. die verbrauchte
Druckflüssigkeit wird nicht in den Tank zurückgeführt. Zur Durchführung des hydrauli
schen Impulssprengverfahrens werden das Bohrloch (2) und die Druckzuführungsleitung
(4) bis hin zur Berstscheibe (6a) mit Druckflüssigkeit, vorzugsweise Wasser, gefüllt
(vgl. Fig. 3). Hierbei verhindert die Klemm- und Dichteinrichtung (3), daß
Druckflüssigkeit aus dem Bohrloch austreten kann. Anschließend wird über die
Höchstdruckpumpe (9) der Druck in der Verbindungsleitung (7) und im hydraulischen
Energie-Akkumulator (8) bis zu dem Punkt erhöht, an dem die Berstscheibe (6a) platzt.
Durch geeignete Gestaltung und Werkstoffauswahl der Berstscheibe (6a) kann der für
den jeweiligen Anwendungsfall erforderliche Höchstdruck eingestellt werden. Auch der
hydraulische Energie-Akkumulator (8) wird danach bemessen, welche Energie für die
Durchführung des Verfahrens bei der jeweiligen Anwendung benötigt wird,
vorzugsweise danach, ob das hydraulische Impulssprengen in einem oder in mehreren
Bohrlöchern gleichzeitig erfolgt.
Mit dem Platzen der Berstscheibe (6a) wird auf die in der Druckzuführungsleitung (4)
und im Bohrloch (2) anstehende Flüssigkeit ein Impulsschlag ausgeübt, der zu einer
außerordentlich hohen dynamischen Beanspruchung des das Bohrloch umgebenden
Gesteins, Minerals, Betons oder Mauerwerks führt und der über Zugbelastungen ein
Reißen bzw. eine Zerstörung bewirkt. Je nach Platzdruck der Berstscheibe (6a),
Bohrlochgeometrie und Speicherkapazität können dabei auch Stoßwellen in der
Druckflüssigkeit auftreten, durch welche die Zerstörungswirkung nochmals ganz
erheblich erhöht wird.
Unmittelbar nach dem Entstehen der Risse im zu zerstörenden Material bricht der Druck
im System zusammen, wobei die Druckflüssigkeit über die Rißöffnungen abfließt. Im
Gegensatz zum Sprengen tritt keine weitere Expansion und damit verbundene
Beschleunigung der durch den Impulsschlag voneinander getrennten Teile auf.
Hierdurch werden Erschütterungen und Lärm vermieden und Absperrungen - von
Sonderfällen abgesehen - überflüssig.
Auf Fig. 2 ist eine Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt,
bei der das Impulssprengen gleichzeitig in drei Bohrlöchern (2a, 2b und 2c) erfolgt, die
über ebenfalls drei Druckzuführungsleitungen (4a, 4b und 4c) mit in diesem Falle nur
einer Berstscheibe (6a) verbunden sind. Je nach Anwendungsfall können auch noch mehr
Bohrlöcher mit einer Berstscheibe verbunden werden. Es ist aber auch möglich, gemäß
Fig. 1, jedem Bohrloch eine eigene Berstscheibe (6a) zuzuordnen. Weiterhin ist es
möglich, mit dem erfindungsgemäßen System gemäß Fig. 9 bis 11 durch Druckdiffe
renzen oder gesteuerte Ventile ein in zeitlicher Abfolge vorgegebenes, nacheinander er
folgendes Platzen der Berstscheiben (6a) zu erreichen. Das kann insbesondere beim Be
tonsprengen und bei der Block- bzw. Werksteingewinnung zu ganz erheblichen
betrieblichen Vorteilen führen.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist ein Anwendungsfall dargestellt, bei dem die
drei Bohrlöcher (2a, 2b und 2c) in einer Ebene liegen und mit relativ kurzen, ebenfalls
in dieser Ebene liegenden seitlichen Bohrlochschlitzen (11a, 11b, 11c) versehen sind,
die zwar zur Vergrößerung der aktiven Bohrlochfläche noch nicht viel beitragen, die
jedoch infolge ihrer geometrischen Anordnung die Rißausbreitungsrichtung vorgeben
und als Kerben eine zusätzliche Schwachstelle im zu zerstörenden Festkörper bilden.
Die seitlichen Bohrlochschlitze (11a bis 11c) können sowohl mit mechanisch wirkenden
spanenden Werkzeugen als auch mittels Höchstdruckwasserstrahlen hergestellt werden.
Die letztgenannte Ausführungsvariante wird in Fig. 5 und Fig. 6 beschrieben.
Unabhängig davon, ob die Bohrlochschlitze (11a bis 11c) breiter oder weniger breit
sind, muß an den Stellen (12a bis 12c) ein hinreichender Sicherheitsabstand zwischen
den Schlitzen und den Klemm- und Dichteinrichtungen (3a bis 3c) vorhanden sein. Die
Druckzuführungsleitungen (4a, 4b und 4c) werden kurz vor dem die Berstscheibe
enthaltenden Bauteil (6) in einer solchen Weise zusammengeführt, daß die
Abwinkelungen so gering wie möglich sind und dadurch der Energieverlust im Bereich
der Auffächerung bei der Fortleitung des Impulsschlages bzw. der Stoßwellen relativ
klein bleibt. Das Bauteil (6), in welchem die Berstscheibe (6a) angeordnet ist, entspricht
vom prinzipiellen Aufbau her gesehen der Anordnung gemäß Figur I. Die
Höchstdruckpumpe (9) und der hydraulische Energie-Akkumulator (8) sind auf Fig. 2
nicht dargestellt.
Fig. 3 gibt aus der Vielzahl der Möglichkeiten ein Ausführungsbeispiel für die Klemm-
und Dichteinrichtung (3) wieder. Über diese Vorrichtung wird die
Druckzuführungsleitung (4) in der Nähe des freien Bohrlochendes (5) im Bohrloch (2)
justiert und verspannt sowie der Bohrlochraum (2) gegenüber der Umgebung
abgedichtet. Die Klemm- und Dichteinrichtung kann in einer besonders vorteilhaften
Alternativlösung auch so ausgeführt sein, daß sie die Berstscheibe enthält. Ein aus einem
Elastomer, vorzugsweise Gummi, bestehender Dichtring (13) wird auf der einen Seite
durch den auf der Druckzuführungsleitung (4) befestigten Ring (14) abgestützt und auf
der anderen Seite durch die verschiebbare Hülse (15) mit einer Kraft beaufschlagt, die
ihn an die Wandung des Bohrloches (2) drückt. Die Justierung der Druckzufüh
rungsleitung (4) im Bohrloch (2) erfolgt durch den Ring (14) und die dem Dichtring
(13) zugewandte Seite der verschiebbaren Hülse (15). Die Funktionen Dichten und
haftendes Verspannen übernimmt der durch die Hülse (15) zusammengepreßte Dichtring
(13). Die Axialkraft zur Verschiebung der Hülse (15) wird durch die Spannmutter (16)
erzeugt, die sich auf der ebenfalls an der Druckzuführungsleitung (4) befestigten
Gewindehülse (17) abstützt. Zur Befüllung des Bohrloches (2) und der
Druckzuführungsleitung (4) mit Wasser dienen die Fülleitung (18) und das Absperrventil
(19). Die Fülleitung (18) hat gegenüber der Druckzuführungsleitung (4) einen
außerordentlich geringen Durchmesser und ist an der Stelle (20) spitzwinklig an
gebracht, um beim Brechen der Berstscheibe (6a) zu vermeiden, daß der hydraulische
Impulsschlag bzw. die Stoßwellen eine Rückwirkung auf die Fülleitung (18) und das
Absperrventil (19) haben.
Ein besonders vorteilhaftes Ausführungsbeispiel für die klemmende und dichtende
Verbindung zwischen der Druckzuführungsleitung (4) und der Bohrlochwandung ist auf
Fig. 4 dargestellt. Hier wird ein ebenfalls aus einem Elastomer, vorzugsweise Gummi,
bestehender Dichtring (21) gegen die Oberfläche des zu zerstörenden Gesteins,
Minerals, Betons oder Mauerwerks (1) gedrückt. Der Dichtring (21) ist in einer
flanschartigen Erweiterung (22) der Druckzuführungsleitung (4) angeordnet. Diese
Ausführungsform hat den außerordentlichen verfahrenstechnischen Vorteil, daß der
Durchmesser der Druckzuführungsleitung (4) nur geringfügig kleiner zu sein braucht als
der Durchmesser des Bohrloches (2), so daß der Impulsschlag verlustarm von der
Druckzuführungsleitung (4) in das Bohrloch (2) weitergeleitet wird. Die
Druckzuführungsleitung (4) und die flanschartige Erweiterung (22) mit dem Dichtring
(21) werden über einen durch Hydraulikzylinder (23a und 23b) aktivierten Manipulator
(24) an die Oberfläche des zu zerstörenden Körpers gedrückt. Hierdurch wird eine
wirtschaftlich sehr vorteilhafte Mechanisierung der Vorbereitungsarbeiten für das hy
draulische Impulssprengen erreicht.
Fig. 5 zeigt beispielhaft eine Auswahl verschiedener möglicher Anordnungen von
seitlichen Schlitzen an der Wandung des Bohrloches (2), die zunächst den Vorteil haben,
die wirksame Fläche beim Impulssprengen zu erhöhen und die Rißentstehung durch
Kerbwirkung ganz erheblich zu verstärken. Darüber hinaus wird durch die seitlichen
Schlitze die Rißausbreitungsrichtung vorgegeben, so daß beim Zusammenwirken
mehrerer Bohrlöcher mit seitlichem Schlitzen eine gute und glatte Ausbildung der
Trennflächen erreicht werden kann. Die Schlitze (25) sind mit mechanischen
Werkzeugen hergestellt worden.
Bei Verwendung von Höchstdruckwasserstrahlen lassen sich gemäß der in Fig. 6 be
schriebenen Verfahrenstechnik Schlitze (26) herstellen, deren wirksame Fläche zehnmal
so groß ist wie die wirksame Fläche des Bohrloches (2). Für bestimmte
Anwendungszwecke, beispielsweise bei der Block- oder Werksteingewinnung (vgl.
Fig. 7) oder beim gezielten Zerstören von armiertem Beton oder Mauerwerk, können
die seitlichen Schlitze (27) in einer dem jeweiligen Verfahren entsprechenden Weise
angeordnet und den Spitzen der nicht dargestellten Nachbarbohrlöcher zugeordnet
werden. Will man anstehendes Gestein oder Mineral, Beton oder Mauerwerk lediglich
zerstören, so können die Schlitze (28) strahlenförmig um ein Bohrloch (2) herum
angeordnet werden.
Aus Fig. 6 ist ein Ausführungsbeispiel für die Herstellung der seitlichen
Bohrlochschlitze mittels Höchstdruckwasserstrahlen ersichtlich. In das Bohrloch (2) wird
zur Herstellung des Schlitzes (26) eine Kerblanze (29) eingeführt, die über eine Leitung
(30) mit einer nicht dargestellten Hochdruckpumpe verbunden ist und die an ihrem
freien Ende eine nicht erkennbare seitlich angeordnete Düse extrem kleinen
Durchmessers trägt, durch die der Höchstdruckwasserstrahl (29a) austritt. Durch ein-
oder mehrfaches axiales Hin- und Herbewegen der Kerblanze (29) wird der seitliche
Schlitz (26) erzeugt. Zur gleichzeitigen Herstellung mehrerer Schlitze können bei
entsprechender Leistungsfähigkeit der Hochdruckpumpe an der Kerblanze (29) auch
mehrere Düsen angeordnet werden.
Fig. 7 zeigt ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ein
richtung für das hydraulische Impulssprengen, bei dem die Impulsauslösung durch ein
speziell für derartige Zwecke konzipiertes Druckbegrenzungsventil (31) erfolgt.
Entsprechend den beim Strebausbau des untertägigen Steinkohlenbergbaus in
Druckbereichen bis 500 bar bereits bewährten Gebirgsschlagventilen ist das
Druckbegrenzungsventil (31) so aufgebaut, daß nach dem Öffnen in extrem kurzer Zeit
ein sehr großer Durchflußquerschnitt freigegeben wird, damit die im Energie-
Akkumulator (8) gespeicherte Energie schlagartig frei werden und über die
Druckzuführungsleitung (4) in das Bohrloch (2) geleitet werden kann. Diese
Arbeitsweise des Druckbegrenzungsventils (31) wird dadurch erreicht, daß über eine
Drossel (31a) Druck in dem kleinen Raum (31b) auf der Rückseite des Ventilkörpers
(31c) aufgebaut wird, der einen Ventilsitz (31d) mit großem Öffnungsquerschnitt
verschließt. Steigt der Druck bis zum gewünschten Öffnungsdruck an, so öffnen die
Vorsteuerventile (31e) und lassen den Gegendruck im Druckraum (31b) sehr schnell
zusammenbrechen. Dadurch wird der Ventilkörper (31c) außerordentlich schnell
beschleunigt und am Ventilsitz (31d) kurzzeitig ein großer Durchströmungsquerschnitt
freigegeben. Der Öffnungsdruck des Druckbegrenzungsventils (31) wird - ähnlich wie
der Berstdruck der in Fig. 1 bis 4 dargestellten Berstscheibe (6a) - entsprechend den
verfahrenstechnischen Anforderungen festgelegt. Beim gleichzeitigen oder kurz
hintereinander erfolgenden Impulssprengen in mehreren Bohrlöchern können die
Öffnungsdrücke der jeweiligen Druckbegrenzungsventile (31) leicht unterschiedlich
gestaffelt aufeinander abgestimmt werden. Dann müssen allerdings zusätzliche
Sperrventile eingebaut werden.
Das ebenfalls sehr vorteilhafte Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 zeigt ein
angesteuertes Hydraulikventil, durch welches die hydraulischen Impulsschläge ausgelöst
werden. Insbesondere dann, wenn die hydraulischen Impulsschläge in einer ganzen
Reihe von Bohrlöchern gleichzeitig oder in einer genau vorgegebenen zeitlichen Abfolge
erfolgen sollen, können derartig angesteuerte Ventile parallel geschaltet und mit Erfolg
eingesetzt werden. Über die Verbindungsleitung (7) ist das Ventil mit dem nicht
dargestellten Energie-Akkumulator (8) und der ebenfalls nicht dargestellten
Höchstdruckpumpe (9) (vgl. Fig. 1) verbunden, während die Druckzuführungsleitung
(4) in das ebenfalls nicht dargestellte Bohrloch (2) führt (vgl. Fig. 1). Der Ventilkörper
(32) wird vor dem Druckaufbau in der Verbindungsleitung (7) durch die in Kraft und
Federkennlinie genau auf die Arbeitsweise des angesteuerten Ventils abgestimmte Feder
(33) auf den Ventilsitz (34) gedrückt. Bei Aufbau des Druckes in der
Verbindungsleitung (7) erhöht sich die Andruckkraft zwischen dem Ventilkörper (32)
und dem Ventilsitz (34) in einer solchen Weise, daß auch bei höchsten Drücken die
Dichtheit des Ventils gewährleistet ist. Das schlagartige Abheben des Ventilkörpers (32)
und Freigeben eines großen Durchströmungsquerschnittes erfolgt durch einen
hydraulischen Servokreislauf, der aus der Pumpe (35), dem Tank (36) dem zusätzlichen
Hydraulikspeicher (37) und dem 3/3-Wegeventil (38) besteht. Das 3/3-Wegeventil (38)
wird durch Federn (39a und 39b) in der geschlossenen Normalstellung gehalten. Bei
Betätigen des Stellmagneten (40) wird das 3/3-Wegeventil (38) in die Schaltstellung (41)
bewegt und der Kolben (42) auf seiner Ringfläche schlagartig mit Druck beaufschlagt,
so daß der Ventilkörper (32) sehr schnell vom Ventilsitz (34) abhebt und einen großen
Durchströmungsquerschnitt freigibt. Hierbei sind die den Andruck des Ventilkörpers
(32) bewirkende Fläche und die Ringfläche des Kolbens (42) so aufeinander abgestimmt,
daß der Druck der Pumpe (35) mit Unterstützung durch den Hydraulikspeicher (37) in
der Lage ist, das Öffnen des Ventilkörpers (32) auch bei dem sehr hohen in der
Verbindungsleitung (7) herrschenden Druck schnell und effektvoll herbeizuführen. Die
Schaltstellung (41) des 3/3-Wegeventils (38) dient dazu, das servogesteuerte Ventil bei
druckloser Verbindungsleitung (7) wieder zu schließen.
Auf Fig. 9 ist als ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung eine ebenfalls sehr
vorteilhafte hydraulische Folgeschaltung dargestellt, die es mittels entgegen der
Strömungsrichtung eingebauter Drosselrückschlagventile (43a, 43b und 43c) erlaubt, die
Berstscheiben (6a, 6b und 6c) zum Platzen zu bringen. Dabei haben die Berstscheiben
(6a, 6b und 6c) leicht unterschiedliche, aufeinander abgestimmte oder durch
Fertigungstoleranzen bedingte Berstdrücke. In der Verbindungsleitung (7) wird durch
die nicht dargestellte Höchstdruckpumpe (9) der Druck aufgebaut. Die Drosseln in den
Rückschlagventilen (43a, 43b und 43c) bewirken, daß sich der Druckaufbau bis zu den
Berstscheiben (6a, 6b und 6c) fortsetzen kann. Die Energie-Akkumulatoren (8a, 8b und
8c) können dabei sowohl in der auf Fig. 9 dargestellten Weise als auch in den Ab
schnitten (7a, 7b und 7c) der Verbindungsleitung (7) angeordnet werden. Die
Drosselrückschlagventile sind so gestaltet, daß sich ihr Schließverhalten in stärkerem
Maße an der Strömungsgeschwindigkeit als an der Druckdifferenz orientiert.
Platzt beispielsweise die Berstscheibe (6a), dann wird der Impulsschlag in das entspre
chende Bohrloch weitergeleitet. Unmittelbar danach wird die Strömungsgeschwindigkeit
im Drosselrückschlagventil (43a) sehr groß, und das Ventil schließt. Die im Energie-
Akkumulator (8a) gespeicherte Energie ist für den Impulsschlag verbraucht worden. Die
im Drosselrückschlagventil (43a) eingebaute Drossel läßt lediglich einen Volumenstrom
über die entspannte Zuführungsleitung (4a) abfließen, der weit mehr als eine
Zehnerpotenz unter dem Volumenstrom der nicht dargestellten Höchstdruckpumpe (9)
liegt. Die in den Energie-Akkumulatoren (8b und 8c) gespeicherte Energie steht damit
unvermindert für die Impulsschläge der beiden anderen Bohrlöcher zur Verfügung, zu
denen die Druckzuführungsleitungen (4b und 4c) führen.
Bei weiterem Ansteigen des Druckes in der Verbindungsleitung (7) platzt dann zunächst
die Berstscheibe (6b), die aufgrund ihres konstruktiven Aufbaus und ihres Werkstoffes
einen geringfügig höheren Platzdruck als die Berstscheibe (6a) hat. Anschließend
wiederholt sich am Drosselrückschlagventil (43b), beim Energie-Akkumulator (8b) und
in der Druckzuführungsleitung (4b) der gleiche Vorgang. Bei weiterem Ansteigen des
Druckes in der Verbindungsleitung (7) wiederholt sich der Vorgang mit dem Platzen der
Berstscheibe (6c) dann auch beim Drosselrückschlagventil (43c), beim Energie-
Akkumulator (8c) und in der Druckzuführungsleitung (4c). Das dargestellte System
kann verständlicherweise auch bei mehr als drei Bohrlöchern eingesetzt werden.
Sind der oder die Energie-Akkumulatoren (8, 8a, 8b oder 8c) in der Verbindungsleitung
(7) oder in deren Abschnitten (7a, 7b, 7c) angeordnet, dann werden als Drossel
rückschlagventile (43a, 43b und 43c) Ventile mit einer trägen Schließcharakteristik
benutzt, die so bemessen ist, daß beim Platzen einer der Berstscheiben (6a, 6b oder 6c)
der hydraulische Impulsschlag unbeeinflußt durch die Ventile hindurchgeleitet werden
kann und ein Schließen erst dann erfolgt, wenn der Druck im dazugehörigen Bohrloch
und in der entsprechenden Druckzuführungsleitung (4a, 4b oder 4c) in Folge der
Rißentstehung, d. h. Zerstörung des Festkörpers, zusammenbricht. Es besteht
selbstverständlich auch die Möglichkeit, Druckspeicher sowohl in der in Fig. 9
dargestellten Weise als zusätzlich auch noch in der Verbindungsleitung (7) oder den
Verzweigungsabschnitten (7a, 7b und 7c) anzuordnen.
Auf Fig. 10 ist eine weitere vorteilhafte Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen
Verfahrens und der dazugehörigen Einrichtung für das hydraulische Impulssprengen mit
vorgegebener zeitlicher Abfolge in mehreren Bohrlöchern dargestellt. In
Strömungsrichtung eingebaute Rückschlagventile (44a, 44b und 44c) sind in den
Abschnitten (7a, 7b, 7c) der Verbindungsleitung (7) eingebaut. Außerdem befindet sich
zwischen der Verbindungsleitung (7) und den Abschnitten (7a, 7b und 7c) ein
Absperrventil (45), durch das die Verbindung zwischen der nicht dargestellten
Höchstdruckpumpe (9) und den Abschnitten (7a, 7b und 7c) vor Beginn des
hydraulischen Impulssprengens unterbrochen wird. Die jeweils durch das Platzen der
Berstscheiben (6a, 6b und 6c) von den Druckzuführungsleitungen (4a, 4b und 4c) in die
dazugehörigen nicht dargestellten Bohrlöcher übertragenen hydraulischen Impulsschläge
werden dadurch ausgelöst, daß drei hydraulische, durch die Pumpe (46) gespeiste Servo
kreisläufe die Druckübersetzer (47a, 47b und 47c) auf der Primärseite mit Druck beauf
schlagen. Das Flächenverhältnis dieser Druckübersetzer zwischen Primär- und
Sekundärseite ist so bemessen, daß sich die Kolben der Sekundärseite in die Druckräume
hineinbewegen, die auf der einen Seite durch die Rückschlagventile (44a, 44b und 44c)
und auf der anderen Seite durch die Berstscheiben (6a, 6b und 6c) abgesperrt sind. Das
Ansteuern der Druckübersetzer (47a, 47b und 47c) erfolgt durch magnetbetätigte 4/3-
Wegeventile (48a, 48b und 48c), die in der Neutralstellung - wie in Fig. 10
dargestellt - auf drucklosen Umlauf geschaltet sind und die vorzugsweise durch
elektrische Steuerimpulse betätigt werden. Diese Steuerimpulse können in ihrer
zeitlichen Abfolge über ein vorgegebenes Programm oder durch eine oder mehrere,
genau aufeinander abgestimmte Zeitschaltuhren (49a, 49b und 49c) ausgelöst werden.
Wird beispielsweise das 4/3-Wegeventil (48a) durch die Zeitschaltuhr (49a) betätigt,
dann bewegt sich der Druckübersetzer (47a) in den Druckraum zwischen der
Berstscheibe (6a) und dem Rückschlagventil (44a) hinein. Hierdurch wird der Druck bis
zum Platzen der Berstscheibe (6a) erhöht, wobei die im Energie-Akkumulator (8a)
gespeicherte Hydraulikenergie den hydraulischen Impulsschlag freisetzt.
In Fig. 11 ist eine weitere vorteilhafte Systemvariante dargestellt, bei der ein zeitlich
abgestaffeltes hydraulisches Impulssprengen über eine elektrohydraulische sequentielle
Impulsauslösung erfolgt. Die Abschnitte (7a, 7b und 7c) der Verbindungsleitung (7) sind
mit dem nicht dargestellten Energie-Akkumulator (8) und der ebenfalls nicht
dargestellten Höchstdruckpumpe (9) verbunden. Die ansteuerbaren Ventile (50a, 50b
und 50c) entsprechen in Aufbau und Arbeitsweise genau den in Fig. 8 dargestellten
Ventilen. Sie werden über einen hydraulischen Servokreislauf betätigt, der von der
Pumpe (46) gespeist wird. Die elektromagnetisch betätigten 3/3-Wegeventile (38a, 38b
und 38c) entsprechen in Aufbau und Arbeitsweise dem 3/3-Wegeventil (38) in Fig. 8.
Durch die Federn werden sie in der Neutralstellung geschlossen gehalten. Der erste
Impuls wird über die elektrische Signalleitung (51) ausgelöst, durch welche das Ventil
(38a) in die Schaltstellung (41a) gebracht wird. Durch die Pumpenleistung und die im
Hydraulikspeicher (37) gespeicherte Energie wird der Kolben (42a) des Ventils (50a)
außerordentlich schnell an seinen Anschlag bewegt und der Ventilkörper (32a) in
gleicher Weise vom Ventilsitz (34a) abgehoben. Hierdurch wird der hydraulische
Impulsschlag mit der im nicht dargestellten hydraulischen Energie-Akkumulator (8)
gespeicherten Energie über die Druckzuführungsleitung (4a) auf das erste Bohrloch
weitergeleitet. Die daraus resultierende Druckerhöhung in der Druckzuführungsleitung
(4a) wird von dem elektrischen Drucksensor (52a) registriert, in einen Steuerbefehl um
gewandelt und zur Betätigung des 3/3-Wegeventils (38b) benutzt. Direkt oder mit einer
geringen zeitlichen Verzögerung wird über den gleichen Impuls des elektrischen Druck
sensors (52a) das 3/3-Wegeventil (38a) zunächst in die Schaltstellung (43a) und danach
wieder in seine geschlossene Neutralstellung zurückbewegt. Mit dem Öffnen des
gesteuerten Wegeventils (50b) erfolgt der hydraulische Impulsschlag in der
Druckzuführungsleitung (4b), und der elektrische Sensor (52b) gibt den Schaltimpuls auf
das 3/3-Wegeventil (38c) weiter und löst direkt oder mit außerordentlich geringer
zeitlicher Verzögerung den Schließimpuls für das 3/3-Wegeventil (38b) aus. Über den
hieraus resultierenden dritten Impulsschlag in der Druckzuführungsleitung (4c) spricht
der elektrische Sensor (52c) an, der die nächste Sequenz in einer nicht dargestellten
vierten Druckzuführungsleitung auslösen würde. Die Zahl der elektrohydraulischen
Sequenzen kann dem jeweiligen Anwendungsfall entsprechend beliebig erhöht werden.
Eine besonders interessante und effektvolle Systemvariante stellt die in Fig. 12
dargestellte Konzeption dar, bei der ein Druckübersetzer (53) anstelle der
Höchstdruckpumpe (9) benutzt wird, welche den auf Fig. 1 bis 11 dargestellten
Ausführungsvarianten der Erfindung zugrundeliegt. Mit dieser Ausführungsvariante
lassen sich hydraulische Impulsschläge mit Drücken realisieren, die in der
Größenordnung von 10.000 bar liegen. Auf der Primärseite (54) ist der Druckübersetzer
(53) an einen konventionellen Ölhydraulikkreislauf angeschlossen, dessen Betriebsdruck
bei etwa 300 bar liegt. Das Übersetzungsverhältnis der Kolbenfläche (54) zur
Kolbenfläche (55) auf der Sekundärseite liegt bei etwa 1 : 4 oder 1 : 5, so daß sich in dem
von den beiden Kolben (55) und (56) eingeschlossenen Gasvolumen (57) ein Druck von
etwa 1200 bis 1500 bar einstellt. Der Druck im Ringraum (58), der mit Druckmedium,
vorzugsweise Wasser, gefüllt ist, liegt um das Kolben-Ringflächen-Verhältnis des
Kolbens (56) höher als der Gasdruck im Raum (57). Das Druckbegrenzungsventil (31)
(vgl. Fig. 7) öffnet bei einem vorgegebenen Druck und gibt schlagartig einen großen
Querschnitt frei, so daß das unter Höchstdruck stehende Gasvolumen (57) den Kolben
(56) in extrem kurzer Zeit beschleunigen und in Richtung auf den Anschlag (59)
vorwärtstreiben kann. Hierbei ergibt sich in Folge des Flächenverhältnisses zwischen
den Kolbenseiten (56) und (60) eine weitere Druckerhöhung, die bewirkt, daß der
Impulsschlag, der vom Druckraum (61) auf die Druckzuführungsleitung (4) gegeben
wird, die Größenordnung von 10.000 bar erreichen kann. Das Druckbegrenzungsventil
(31) schließt rechtzeitig genug, so daß im Ringraum (58) eine Restmenge
Druckflüssigkeit verbleibt, die ein Polster beim Auftreffen des Kolbens (56) auf den
Anschlag (59) bildet.
Die technische Einrichtung für eine weitere, ebenfalls sehr vorteilhafte Systemvariante
des hydraulischen Impulssprengens ist auf Fig. 13 dargestellt. Auch bei dieser
Systemvariante können Impulsschläge bis zur Größenordnung von 10.000 bar in die
Druckzuführungsleitung (4) und damit in das nicht dargestellte Bohrloch eingeleitet
werden. In einem außerordentlich starkwandigen Zylinder (62) befindet sich ein Kolben
mit den Kolbenflächen (63) und (64), die ein Übersetzungsverhältnis von etwa 1 : 4 oder
1 : 5 haben. Auf der Primärseite, d. h. unter der Kolbenfläche (63) wird Kraftstoff,
Brennstoff oder Explosivstoff gezündet, der zuvor durch die Öffnung (65) zugeführt
worden ist. Unter dem Explosionsdruck des Kraft-, Brenn- oder Explosivstoffes wird
der Kolben blitzschnell gegen seinen Anschlag (66) bewegt und dabei durch die
Kolbenfläche (64) der hydraulische Impulsschlag ausgelöst, der über die Druckzu
führungsleitung (4) in das nicht dargestellte Bohrloch weitergeleitet wird. Das erneute
Befüllen der Impulseinrichtung erfolgt durch die Zuleitung (67), die durch das
Absperrventil (68) verschlossen werden kann. Das System arbeitet sowohl mit als auch
ohne Berstscheibe sehr vorteilhaft.
Fig. 14 zeigt die gleiche Impulsschlageinrichtung (62), jedoch ohne den Kolben gemäß
Fig. 13, dessen zu beschleunigende Masse auch bei noch so impulsgerechter Bauweise
eine gewisse, wenn auch sehr kleine Verzögerung in das dynamische System des Impuls
schlaggerätes (62) bringt. Durch die Öffnung (65) wird Explosivstoff in den mit
Hydraulikmedium, vorzugsweise Wasser, gefüllten Raum (69) eingeführt. Hierbei kann
sich ein nicht dargestellter Trennspiegel zwischen den Explosivgasen und dem
Druckmedium befinden. Nach dem Zünden des Explosivstoffs bildet sich ein schnell
expandierendes Gasvolumen und eine Druckwelle im Raum (69) aus, die das
Druckmittel in Form eines hydraulischen Impulsschlages mit extrem hohem Druck über
die Druckzuführungsleitung (4) in das nicht dargestellte Bohrloch treibt. Die erneute
Befüllung nach erfolgtem Impulsschlag geschieht über die Zuleitung (67), die nach dem
Füllen durch das Absperrventil (68) verschlossen werden kann. Der Explosivstoff kann
auch in Form einer Kartusche in die Öffnung (65) einschoben werden (vgl. Fig. 15).
Auch mit dieser Einrichtung lassen sich Impulsschläge in der Größenordnung von etwa
10.000 bar realisieren.
Auch in Fig. 15 ist eine besonders vorteilhafte Ausführungsvariante zur Durchführung
des Impulssprengverfahrens dargestellt, bei der die Druckenergie nicht durch eine
Pumpe sondern durch eine mit Explosivstoff gefüllte Kartusche (82) mit Zündplättchen
(83) erzeugt wird, die elektrisch oder durch einen Schlagbolzen gezündet werden kann.
Die Kartusche ist schnell auswechselbar in einem für diese Zwecke besonders
ausgebildeten Kartuschenlager (84) angeordnet, das über eine Flanschverbindung (85)
am Vorratsgefaß (86) befestigt ist, welches die primärseitig vor der Berstscheibe (6a)
mit Druck zu beaufschlagende Flüssigkeitsmenge (87) enthält. Die Energieladung des
Explosivstoffs in der Kartusche (82) und das mit Druck zu beaufschlagende
Flüssigkeitsvolumen (87) können verändert und dem jeweiligen Anwendungsfall optimal
angepaßt werden. Zwischen dem Kartuschenlager (84) und der mit Druck zu
beaufschlagenden Flüssigkeitsmenge (87) kann ein Trennspiegel (88) angeordnet sein,
der die Explosivgase von der nach dem Platzen der Berstscheibe (6a) auszutreibenden
Flüssigkeitsmenge (87) trennt.
Das Kartuschenlager (84) und das Rohr (86) sind über die Flansche (89) mit der
Klemm- und Dichteinrichtung (3) verbunden, in der die Berstscheibe (6a) leicht
austauschbar angeordnet ist.
Nach Zünden des Explosivstoffs in der Kartusche (82) wird die Flüssigkeitsmenge (87)
durch die Explosivgase mit extrem hohem Druck beaufschlagt, der bei Verwendung von
Wasser zu einer Kompression führt. Beim Platzen der Berstscheibe (6a) entsteht der
Impulsschlag im vorzugsweise mit Flüssigkeit gefüllten Raum (2) des Bohrloches und
anschließend wird das Flüssigkeitsvolumen (87) in das Bohrloch (2) hineingetrieben.
Eine Ausführungsvariante, bei der Gas als Druckmedium benutzt wird, zeigt Fig. 16.
Ein Höchstdruckkompressor (70), an dessen Stelle auch eine Gasflasche (71) treten
kann, saugt über einen Filter (72) Luft an. Diese wird komprimiert und über die
Verbindungsleitung (7) in den dickwandigen Druckkessel (73) gepumpt. Auch bei
Verwendung einer Gasflasche (71) wird der Druckkessel (73) benötigt, um beim Platzen
der Berstscheibe (6a) schlagartig ein hinreichend großes Gasvolumen zur Verfügung
stellen und über die Druckzuführungsleitung (4) in das Bohrloch (2) drücken zu können.
Bei Verwendung einer Gasflasche (71) können auch andere Gase als Luft benutzt
werden, z. B. Inertgase wie CO₂. Das Verwenden von Gasen zum Impulssprengen hat
den Nachteil, daß durch das nach der Rißentstehung expandierende Gas eine gewisse
Lärmbelästigung entsteht.
Fig. 17 zeigt ein Ausführungsbeispiel, wie das hydraulische Impulssprengverfahren mit
seitlich geschlitzten Bohrlöchern zur Block- bzw. Werksteingewinnung benutzt werden
kann. Der Block (74) ist durch die Bohrlöcher (75, 76, 77, 78 und 79) mit seitlichen
Schlitzen sowie weitere nicht dargestellte Bohrlöcher in den Ebenen (80 und 81) für das
hydraulische Impulssprengverfahren vorbereitet worden. Mittels der in Fig. 1 bis 15
dargestellten Varianten des Impulssprengverfahrens und der dazugehörigen
Ausführungsformen für die Einrichtungen kann das Absprengen durch gleichzeitiges
Auslösen der Impulsschläge für alle Bohrlöcher oder durch eine sequentielle Folge mit
extrem kurzen Zeitunterschieden der Impulsschläge erfolgen. Insbesondere bei dem
hydraulischen Impulssprengverfahren erfolgt das Lösen außerordentlich schonend und
ohne Rißbildung in dem abzusprengenden Block bzw. Werkstein.
Dem jeweiligen Verfahren angepaßt, kann das Impulssprengverfahren auch in
Steinbruch- und Mineralgewinnungsbetrieben, beim Zerstören von armierten Beton und
Mauerwerk sowie beim Vortreiben von untertägigen Strecken benutzt werden, wobei
sich die Bohrlochanordnung und Schlitzung sowie die Energieladung der Schlagimpulse
und das benutzte Sprengsystem nach dem jeweiligen Anwendungsfall richten.
Claims (20)
1. Erschütterungs- und lärmfreies Impulssprengverfahren, bei dem das Entstehen
schädlicher Gase oder Schwaden vermieden wird, zum Lösen von in situ
anstehendem Gestein oder Mineral aus dem Lagerstättenverband, zum Zerkleinern
von Gesteins- oder Mineralbrocken, zum Zerstören von Bauwerken aus Beton oder
Mauerwerk und zum gezielten, schonenden Herauslösen von Blöcken aus Gesteins-
oder Minerallagerstätten, bei dem zunächst Bohrlöcher hergestellt und anschließend
unter Verwendung von Flüssigkeiten oder Gasen als Druckmedien Impulsschläge in
diesen Bohrlöchern zur Wirkung gebracht werden, dadurch
gekennzeichnet, daß in die durch Klemm- und Dichteinrichtungen (3)
verschlossenen und mit druckloser Flüssigkeit oder drucklosem Gas gefüllten
Bohrlöcher (2) über Druckzuführungsleitungen (4, 4a, 4b, 4c) ein Impulsschlag oder
mehrere aufeinander folgende Impulsschläge hoher Energiedichte eingeleitet werden.
2. Verfahren und Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Impulsschlag bzw. die Impulsschläge aus einer steilen Wellenfront bestehen,
welche durch Umwandlung von vorzugsweise gespeicherter potentieller
Druckenergie in kinetische Bewegungsenergie entsteht.
3. Verfahren und Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bohrlöcher (2) an der Bohrlochwandung mit einem
oder mehreren achsparallelen Bohrlochschlitzen (11a, 11b, 11c, 25, 26, 27, 28)
versehen sind.
4. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die an den Bohrlochwandungen seitlich angebrachten
Schlitze durch Höchstsdruckwasserstrahlen hergestellt werden.
5. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 4, , dadurch gekenn
zeichnet, daß die durch Pumpen (9 oder 35) erzeugte und in Energie-
Akkumulatoren (8) oder Druckkesseln (73) gespeicherte Energie durch das Brechen
von Berstscheiben (6a, 6b, 6c) bzw. das schnelle Öffnen von Ventilen (31, 43a, 43b,
43c, 50a, 50b, 50c) in Impulsschläge umgewandelt und über
Druckzuführungsleitungen (4, 4a, 4b, 4c) in die Bohrlöcher (2) eingeleitet wird.
6. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Bohrlöcher (2a, 2b, 2c) über
Druckzuführungsleitungen (4a, 4b, 4c) mit geringen Strömungswiderständen mit
einer Berstscheibe (6a) bzw. einem Ventil verbunden sind.
7. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Klemm- und Dichteinrichtung (3) durch einen
Dichtring (13) aus Elastomer, vorzugsweise Gummi, gebildet wird, der über eine
außerhalb des Bohrloches angeordnete Spannmutter (16) und Gewindehülse (17)
gegen die Wandung des Bohrloches (2) gepreßt wird.
8. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dichtung an der Oberfläche des zu zerstörenden
Gesteins, Minerals, Betons oder Mauerwerks über einen Dichtring (21) erfolgt, der
mittels einer flanschartigen Erweiterung (22) zentrisch zur Bohrlochachse und zur
Druckzuführungsleitung (4) über einen Manipulator (24) und entsprechende
Hydraulikzylinder (23a, 23b) angepreßt wird.
9. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der lichte Durchmesser der Druckzuführungsleitung (4,
4a, 4b, 4c) nur geringfügig kleiner ist als der Durchmesser des Bohrloches (2).
10. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Druckbegrenzungsventil (31) oder ein gesteuertes
Wegeventil (50) den Impulsschlag durch schnelles Freigeben eines großen
Strömungsquerschnittes auslöst.
11. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Energie für mehrere Impulsschläge, die in mehreren
Bohrlöchern (2) gleichzeitig oder nach einem vorgegebenen zeitlichen Ablauf
erfolgen, durch nur eine Höchstdruckpumpe (9) erzeugt, in nur einem Energie-
Akkumulator (8) gespeichert und über Verbindungsleitungen (7a, 7b, 7c) und
Druckzuführungsleitungen (4a, 4b, 4c) in die Bohrlöcher (2) weitergeleitet wird.
12. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Auslösen der Impulsschläge in den einzelnen
Druckzuführungsleitungen (4a, 4b, 4c) durch Berstscheiben (6a, 6b, 6c) mit
geringfügig unterschiedlichem Berstdruck und Drosselrückschlagventile (43a, 43b,
43c) erfolgt.
13. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwischen den Berstscheiben (6a, 6b, 6c) und den
Drosselrückschlagventilen (43a, 43b, 43c) Energie-Akkumulatoren (8a, 8b, 8c)
angeordnet sind.
14. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Platzen der Berstscheiben (6a, 6b, 6c) durch Druckübersetzer
(47a, 47b, 47c) ausgelöst wird, die einzeln über einen Servokreislauf und 3/3-Wege
ventile (48a, 48b, 48c) beaufschlagt werden.
15. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Impulsschläge für die einzelnen Bohrlöcher (2) durch schnell
öffnende, ansteuerbare Ventile ausgelöst werden, die einzeln über einen
Servokreislauf und Steuergeräte (38a, 38b, 38c) betätigt werden.
16. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Impulsschlag durch zwei in einem Gehäuse miteinander
verbundene Druckübersetzer erzeugt wird, deren erster auf der Kolbenfläche (54)
der Primärseite mit einem normalen Ölhydraulikkreislauf verbunden ist, der auf der
Kolbenfläche (55) der Sekundärseite ein Gasvolumen (57) komprimiert, das beim
Ansprechen eines Überdruckventils den Kolben (56) des zweiten Druckübersetzers
kurzzeitig beschleunigt, der mit seiner Sekundärkolbenseite (60) den Impulsschlag
auslöst.
17. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß Sprengstoff zur Erzeugung des Impulsschlages benutzt wird.
18. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich der Explosivstoff in einer Kartusche (82) mit Zündplättchen
(83) befindet, die leicht auswechselbar in einem Kartuschenlager (84) angeordnet ist,
wobei die Zündung elektrisch oder durch Schlagbolzen erfolgen kann.
19. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß Brenn- oder Sprengstoff auf der Primärseite (63) eines
Druckübersetzers gezündet wird, dessen Sekundärseite (64) den Impulsschlag auf das
Druckmedium ausübt und direkt oder über eine oder mehrere Berstscheiben (6, 6a,
6b, 6c) in das oder in die Bohrlöcher weiterleitet.
20. Verfahren und Einrichtung nach Ansprüchen 1 bis 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß Gas zur Erzeugung des Impulsschlages direkt oder über eine oder
mehrere Berstscheiben (6, 6a, 6b, 6c) benutzt wird.
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|---|---|---|---|
| DE1996115624 DE19615624A1 (de) | 1996-04-19 | 1996-04-19 | Impulssprengverfahren mittels Flüssigkeiten oder Gasen |
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| DE (1) | DE19615624A1 (de) |
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