DE19613913A1 - Distanzscheibenblock - Google Patents
DistanzscheibenblockInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Distanzscheibenblock zum Tole
ranzausgleich von jeweils zwei miteinander zu verbindenden
Teilen. Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Verwendung
eines derartigen Distanzscheibenblockes zur Montage von Ka
rosserieträgern eines Kraftfahrzeuges.
Um die beispielsweise bei der Montage von miteinander zu ver
schraubenden Karosserieträgern eines Kraftfahrzeuges entste
henden Toleranzen auszugleichen, ist es bekannt, zwischen die
beiden Karosserieträger Distanzscheiben bzw. Distanzringe (im
folgenden zusammenfassend als Distanzscheiben bezeichnet)
entsprechender Wandstärke einzubringen.
Nachteilig ist bei einem derartigen Toleranzausgleich unter
anderem, daß entsprechend den bei der Montage üblicherweise
vorkommenden Toleranzen in der Regel eine relativ große
Anzahl von Distanzscheiben unterschiedlicher Wandstärken
vorgehalten werden müssen. Die Verwendung jeweils mehrerer
Distanzscheiben einheitlicher Wandstärke ist in der Regel
nicht möglich, weil die einzelnen Distanzscheiben bei der
Montage leicht gegeneinander verrutschen und eine Fixierung
der Scheiben in einer vorgegebenen Lage relativ zeitaufwendig
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zur Durchführung
einer Montage eines Fahrzeuges, einer Maschine o. dgl. die
zwecks Toleranzausgleich der miteinander zu verbindenden
Teilen erforderliche Anzahl von Zwischenscheiben mit unter
schiedlichen Wandstärken möglichst gering zu halten. Ferner
soll eine bevorzugte Verwendung des erfindungsgemäßen Di
stanzscheibenblockes angegeben werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß hinsichtlich des Distanz
scheibenblockes durch die Merkmale des Anspruchs 1 und hin
sichtlich der Verwendung des Distanzscheibenblockes durch die
Merkmale des Anspruchs 8 gelöst. Weitere besonders vorteil
hafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteran
sprüche.
Die Erfindung beruht im wesentlichen auf dem Gedanken, zum
Toleranzausgleich nicht einzelne Distanzscheiben mit einer
entsprechenden Wandstärke zu verwenden, sondern einen aus
mehreren Distanzscheiben bestehenden Distanzscheibenblock.
Von diesem Block können dann die für den jeweiligen Tole
ranzausgleich nicht benötigten Scheiben abgerissen werden. Da
die Scheiben des Distanzscheibenblockes miteinander zu einer
Einheit verbunden sind, können sie bei der Montage nicht
gegeneinander verrutschen.
Die einzelnen Distanzscheiben sind vorzugsweise an einer
Blockseite analog einem herkömmlichen Papier-Abreißblock mit
einer Klebefolie verbunden.
Die geometrische Kontur der einzelnen Scheiben des Distanz
scheibenblockes soll in der Regel im wesentlichen der Kontur
des Querschnittes der zu verbindenden Teile entsprechen und
muß gegebenenfalls Ausnehmungen zur Führung von Verbindungs
elementen aufweisen.
Um sowohl den Distanzscheibenblock auf einfache Weise in den
Zwischenraum zwischen die zu verbindenden Teile einzubringen
als auch die nicht benötigten Distanzscheiben schnell von dem
Distanzscheibenblock abreißen zu können, hat es sich als vor
teilhaft erwiesen, die einzelnen Scheiben jeweils mit einer
Anfaßhilfe zu versehen.
Je nach den zu verbindenden Teilen kann es sich bei den Di
stanzscheiben um Blech- oder Kunststoffteile handeln. Im
Falle von Blechteilen sollten zur Vermeidung von Korrosionen
der Metallteile Edelstahlbleche als Distanzscheiben verwendet
werden.
Der Aufbau des Distanzscheibenblockes richtet sich grund
sätzlich nach dem bei der Montage vorkommenden maximalen
Toleranzbereich und der geforderten Genauigkeit. Bei einem
Toleranzbereich von ± 4 mm und bei einer geforderten Genau
igkeit von ± 0,5 mm kann der Distanzscheibenblock z. B. 8
Scheiben mit einer Dicke von je 1 mm und mindestens 1 Scheibe
mit einer Dicke von 0,5 mm aufweisen.
Als vorteilhaft hat es sich in der Praxis erwiesen, wenn die
einzelnen Distanzscheiben eine Wandstärke zwischen 0,5 und 1
mm aufweisen und wenn pro Distanzscheibenblock zwischen 5 und
20 Scheiben vorgesehen sind.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus den folgenden anhand von Figuren erläuterten Ausführungs
beispielen. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungs
beispieles eines erfindungsgemäßen Distanzscheibenblockes,
Fig. 2 die Montage zweier perspektivisch dargestellter Längs
träger einer Kraftfahrzeug-Karosserie unter Verwendung
des in Fig. 1 dargestellten Distanzscheibenblockes und
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungs
beispieles eines erfindungsgemäßen Distanzscheibenblockes.
In den Fig. 1 und 2 ist mit 1 ein Distanzscheibenblock be
zeichnet, der z. B. aus fünf Distanzscheiben 2 gleicher
Wandstärke von 0,5 mm zusammengesetzt ist. Die Kontur der
einzelnen Distanzscheiben 2 entspricht im wesentlichen der
Querschnittskontur der beiden miteinander zu verschraubenden
Trägerteile 3 und 4 einer nicht im einzelnen dargestellten
Kraftfahrzeug-Karosserie. Außerdem sind Bohrungen 5, 6 und
nutenförmige Ausnehmungen 7, 8 vorgesehen, durch welche ent
sprechende Verbindungsschrauben 9-12 zwecks Verbindung der
Trägerteile 3, 4 gesteckt werden können.
Die einzelnen Distanzscheiben 2 sind auf der Unterseite 13
des Distanzscheibenblockes 1 mit einer Klebefolie 14 abreiß
bar verbunden.
Durch Verwendung der nutenförmigen Ausnehmungen 7, 8 anstatt
entsprechender Bohrungen wird erreicht, daß sowohl eine
schnelle Erstmontage als auch ein erneutes Herausziehen des
Distanzscheibenblockes 1 und Verändern der Blockdicke bei
vormontierten Trägerteilen 3, 4 auf einfache Weise möglich
ist. Im letzteren Fall müssen lediglich die zwei Verbindungs
schrauben 11, 12 aus den Bohrungen 5, 6 herausgezogen werden,
um den Distanzscheibenblock 1 herausnehmen zu können und um
gegebenenfalls die Blockdicke durch Abreißen entsprechender
Distanzscheiben 2 zu verringern. Der Distanzscheibenblock 1
wird anschließend wieder in den Spalt zwischen die Trägertei
le 3, 4 eingeführt, derart, daß sich die bereits vormontier
ten Schrauben 9, 10 in den Ausnehmungen 7, 8 befinden. Dann
werden die Verbindungsschrauben 11, 12 durch die Bohrungen 5,
6 des Distanzscheibenblockes 1 geführt und abschließend die
Schrauben 9-12 angezogen.
Generell wird man zur Einbringung des Distanzscheibenblockes
1 zwischen die zu verbindenden Teile 3, 4 häufig wie folgt
vorgehen: Zunächst wird die auszugleichende Distanz z. B. mit
einem Meßschieber gemessen. Dann wird der Distanzscheiben
block 1 aufgefaltet, derart, daß der eine Teil des Blockes
etwa der auszugleichenden Distanz entspricht. Anschließend
wird dieser Blockteil in den entsprechenden Spalt zwischen
die zu verbindenden Teilen 3, 4 eingesetzt. Sofern die Anzahl
der Scheiben 2 des Distanzscheibenblockes 1 der auszuglei
chenden Distanz entspricht, wird der Rest des Blockes 1
abgerissen und der bereits eingesetzte Teil des Blockes
vollkommen in den Spalt eingeschoben und fixiert. Sofern die
Anzahl der Distanzscheiben 2 des Distanzscheibenblockes 1
nicht richtig gewählt wurde, wird der in dem Spalt befind
liche Teil des Distanzscheibenblockes 1 aus diesem herausge
zogen, eine Distanzscheibe hinzu- bzw. weggenommen und der
entsprechende Teil des Distanzscheibenblockes wieder in den
Spalt geschoben etc.
Um sowohl den Distanzscheibenblock 1 auf einfache Weise in
den Zwischenraum zwischen die zu verbindenden Trägerteile 3,
4 einzubringen als auch die einzelnen Distanzscheiben 2
leicht von dem Distanzscheibenblock 1 abreißen zu können,
weisen die Distanzscheiben 2 Anfaßhilfen 15 auf.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das vorstehend
beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. So ist es bei
spielsweise möglich, zwecks Reduzierung des Gewichtes des
Distanzscheibenblockes beispielsweise im mittleren Bereich
des Blockes eine Ausnehmung vorzusehen. Ein entsprechendes
Ausführungsbeispiel ist in Fig. 3 dargestellt.
Dabei sind mit 16 der Distanzscheibenblock, mit 17-20
Ausnehmungen zur Gewichtsreduzierung und mit 21 wiederum eine
Anfaßhilfe bezeichnet. Die einzelnen Distanzscheiben werden
durch eine mit 22 bezeichnete Klebefolie abreißbar verbunden.
Außer der Gewichtsreduzierung weisen die Ausnehmungen den
weiteren Vorteil auf, daß sie zu einem Abfall vermindernden
Beschnitt führen.
Zur Befestigung der einzelnen Distanzscheiben können anstatt
einer Klebefolie selbstverständlich auch andere
Befestigungsmittel (Klebeband, Perforiering etc.) vorgesehen
werden. Wesentlich ist lediglich, daß mindestens ein Teil der
Distanzscheiben von dem Distanzscheibenblock abreißbar
angeordnet ist.
Bezugszeichenliste
1 Distanzscheibenblock
2 Distanzscheibe
3, 4 Teile, Trägerteile
5, 6 Bohrungen
7, 8 nutenförmige Ausnehmungen
9-12 Verbindungsschrauben
13 Blockunterseite
14 Klebefolie
15 Anfaßhilfe
16 Distanzscheibenblock
17-20 Ausnehmungen
21 Anfaßhilfe
22 Klebefolie
2 Distanzscheibe
3, 4 Teile, Trägerteile
5, 6 Bohrungen
7, 8 nutenförmige Ausnehmungen
9-12 Verbindungsschrauben
13 Blockunterseite
14 Klebefolie
15 Anfaßhilfe
16 Distanzscheibenblock
17-20 Ausnehmungen
21 Anfaßhilfe
22 Klebefolie
Claims (11)
1. Distanzscheibenblock zum Toleranzausgleich von jeweils
zwei miteinander zu verbindenden Teilen (3, 4), wobei
- a) der Distanzscheibenblock (1; 16) aus einer vorge gebenen Anzahl einzelner Distanzscheiben (2) be steht und
- b) mindestens ein Teil der Distanzscheiben (2) ab reißbar an dem Distanzscheibenblock (1; 16) an geordnet ist.
2. Distanzscheibenblock nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die geometrische Kontur der einzelnen
Distanzscheiben (2) des Distanzscheibenblockes (1; 16) an
die Kontur der zu verbindenden Teile (3, 4) angepaßt ist.
3. Distanzscheibenblock nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die einzelnen Distanzscheiben (2)
des Distanzscheibenblockes (1; 16) jeweils mit einer An
faßhilfe (15; 21) versehen sind.
4. Distanzscheibenblock nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den Distanz
scheiben (2) um Metallbleche handelt.
5. Distanzscheibenblock nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzscheiben (2) aus
Kunststoff bestehen.
6. Distanzscheibenblock nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Distanzschei
ben (2) eine Wandstärke zwischen 0,5 und 1 mm besitzen.
7. Distanzscheibenblock nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß pro Distanzscheibenblock
(1; 16) zwischen 5 und 20 Distanzscheiben (2) vorgesehen
sind.
8. Distanzscheibenblock nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzscheiben (2) des
Distanzscheibenblockes (1; 16) an einer Klebefolie, einem
Klebeband o. dgl. abreißbar befestigt sind.
9. Distanzscheibenblock nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Distanzschei
ben (2) zwecks Gewichtsreduzierung Ausnehmungen (17-20)
enthalten.
10. Distanzscheibenblock nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß alle Distanzscheiben (2)
abreißbar an dem Distanzscheibenblock (1; 16) angeordnet
sind.
11. Verwendung des Distanzscheibenblockes (1; 16) nach einem
der Ansprüche 1 bis 10 zum Toleranzausgleich bei der
Montage von Karosserie-Trägerteilen (3, 4) eines Kraft
fahrzeuges.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
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Publications (2)
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| DE19613913C2 DE19613913C2 (de) | 1998-07-02 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Also Published As
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|---|---|
| DE19613913C2 (de) | 1998-07-02 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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| D2 | Grant after examination | ||
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