DE19613452C2 - Schaltungsanordnung für eine Entmagnetisierungsspule - Google Patents
Schaltungsanordnung für eine EntmagnetisierungsspuleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für eine
an einer Farbbildröhre eines Fernsehempfängers
angebrachte Entmagnetisierungsspule, durch die ein von
einem aufheizbaren ersten PCT-Widerstand (Widerstand mit
positivem Temperaturkoeffizienten (Kaltleiter))
gesteuerter, in Form einer gedämpften Schwingung
abklingender Wechselstrom fließt, wobei im Netzteil des
Fernsehempfängers bereits vorhandene, während des
Betriebs sich erwärmende Bauelemente mit dem ersten
PCT-Widerstand thermisch gekoppelt sind.
Aus der DE-AS 12 82 679 ist es bekannt, einen mit einer
Entmagnetisierungswicklung in Reihe geschalteten
PCT-Widerstand mit einem in dem Fernsehempfänger bereits
vorhandenen, während des Betriebs sich erwärmenden
Widerstand thermisch zu koppeln, beispielsweise mit einem
Siebwiderstand oder mit einem sogenannten Elko- und
Gleichrichter-Schutzwiderstand. Es hat sich jedoch
gezeigt, daß die Heizleistung eines solchen Widerstandes
nicht ausreicht, um den PCT-Widerstand ständig so weit zu
erwärmen, daß der Entmagnetisierungsstrom auf einen
vernachlässigbar kleinen Wert absinkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Schaltungsanordnung der eingangs erwähnten Art anzugeben,
mit der mit einfachen, aber wirkungsvollen Mitteln der
erste PCT-Widerstand während des Betriebs des
Fernsehempfängers - auch im Stand-by-Betrieb - soweit
erwärmt wird, daß der Entmagnetisierungsstrom tatsächlich
auf einen vernachlässigbar kleinen Wert absinkt.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1
dadurch gelöst, daß zum Gleichrichten des
Netzwechselstromes dienende Gleichrichter mit dem ersten
PCT-Widerstand thermisch gekoppelt sind, wobei zwei der
Gleichrichter gemeinsam mit dem ersten PCT-Widerstand
breit flächig auf einer wärmeleitenden Trägerplatte
angeordnet sind, die gleichzeitig die zwei Gleichrichter
und den ersten PCT-Widerstand mit ihrem jeweils einen
Anschluß elektrisch leitend miteinander verbindet,
während die beiden anderen Gleichrichter über eine
weitere wärmeleitende Trägerplatte und ein
wärmeleitendes, elektrisch isolierendes Gießharz
breitflächig mit dem ersten PCT-Widerstand thermisch
gekoppelt und mit ihrem jeweils einen Anschluß über die
weitere Trägerplatte gleichzeitig elektrisch leitend
miteinander verbunden sind.
Um noch andere Wärmequellen ausnutzen zu können, ist nach
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
vorgesehen, daß ein zum Begrenzen des Ladestromes eines
im Netzteil vorhandenen Kondensators dienender
NTC-Widerstand (Widerstand mit negativem
Temperaturkoeffizienten (Heißleiter)) zusätzlich mit dem
ersten PCT-Widerstand thermisch gekoppelt ist, indem
dieser NTC-Widerstand mit seiner einen Anschlußseite
breitflächig an der ersten Trägerplatte angebracht ist.
Zur weiteren Ausnutzung bereits vorhandener Wärmequellen
ist nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, daß die jeweils anderen Anschlüsse der zwei
Gleichrichter über eine dritte wärmeleitende Trägerplatte
breit flächig thermisch und elektrisch miteinander
verbunden sind, die gleichzeitig als breitflächiger
Träger und elektrisch leitende Verbindung für einen als
Anlaufwiderstand für eine Ansteuerschaltung (TDA) eines
Schaltnetzteils dienenden weiteren PCT-Widerstand, für
einen zum Entladen eines Entlastungsnetzwerkes dienenden
Widerstand und für einen zum Entladen des Kondensators
dienenden Widerstand fungiert und über ein
wärmeleitendes, elektrisch isolierendes Gießharz
zusätzlich mit dem ersten PCT-Widerstand thermisch
gekoppelt ist.
Zur besseren Wärmeisolierung gegenüber der Umgebung sind
nach weiteren Ausgestaltungen der Erfindung die
Trägerplatten mit den Gleichrichtern und den Widerständen
mit wärmeleitendem, elektrisch isolierenden Gießharz
vergossen und nach außen mit einer wärmeisolierenden
Materialschicht umgeben oder in einem Gehäuse aus
elektrisch und thermisch isolierendem Material
untergebracht.
Um die Schaltungsanordnung einfacher herstellen zu
können, ist nach einer besonders interessanten
Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß die
verschiedenen Trägerplatten zu einer einzigen
Trägerplatte zusammengefaßt sind, die aus Keramik oder
anderem wärmeleitenden, elektrisch isolierenden Material
besteht, wobei alle Widerstände in Form von Pasten
breitflächig aufgetragen und die Verbindungsleitungen als
Leiterbahnen in Form einer gedruckten Schaltung
aufgebracht sind.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen
insbesondere darin, daß mit einfachen, aber
wirkungsvollen Mitteln der erste PCT-Widerstand während
des Betriebs des Fernsehempfängers - auch im Stand-by-
Betrieb - soweit erwärmt wird, daß der
Entmagnetisierungsstrom tatsächlich auf einen
vernachlässigbar kleinen Wert absinkt.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend näher
beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 ein Schaltbild eines Netzteils eines
Farbfernsehempfängers,
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Anordnung von
Gleichrichtern und Widerständen nach den
Ansprüchen 1 und 2 und
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Anordnung von
Gleichrichtern und Widerständen nach Anspruch 3.
In Fig. 1 ist die Serienschaltung einer
Entmagnetisierungsspule W1 mit einem ersten
PCT-Widerstand (Kaltleiter) R1 an das Wechselstromnetz
angeschlossen. Um diesen Kaltleiter R1 aufzuheizen, ist
er mit zum Gleichrichten des Netzwechselstromes dienenden
Gleichrichtern D1, D2, D3, D4 und mit einem zum Begrenzen
des Ladestromes eines ersten Kondensators C1 dienenden
NTC-Widerstand (Heißleiter) R3 thermisch gekoppelt. Die
hierbei erreichbare Heizleistung beträgt etwa 2,5 Watt.
Um diese Heizleistung weiter zu erhöhen, ist der
Kaltleiter R1 zusätzlich mit dem als Anlaufwiderstand für
die Ansteuerschaltung TDA des Schaltnetzteils dienenden
weiteren Kaltleiter R6, mit einem zum Entladen eines im
Netzteil vorhandenen Entlastungsnetzwerks D5, C3
dienenden Widerstand R4 und mit einem zum Entladen des
Kondensators C1 dienenden Widerstand R5 thermisch
gekoppelt. Diese Widerstände erhöhen die Heizleistung um
weitere etwa vier Watt auf insgesamt etwa 6,5 Watt,
wodurch der erste Kaltleiter R1 schneller und zusätzlich
auf eine höhere Temperatur aufgeheizt wird, so daß der
Reststrom durch die Entmagnetisierungsspule W1 weiter
absinkt.
Die Arbeitsweise der weiteren Bauelemente in Fig. 1 ist
für die vorliegende Erfindung nicht relevant, so daß auf
eine Funktionsbeschreibung verzichtet werden kann.
Nach Fig. 2 sind zwei der Gleichrichter D1, D3 und der
zum Begrenzen des Ladestromes des Kondensators C1
dienende Heißleiter R3 gemeinsam mit dem ersten
Kaltleiter R1 auf einer wärmeleitenden Trägerplatte T1
angeordnet, die gleichzeitig die zwei Gleichrichter D1,
D3 und die zwei Widerstände R1, R3 mit ihrem jeweils
einen Anschluß elektrisch leitend miteinander verbindet,
während die beiden anderen Gleichrichter D2, D4 über eine
weitere wärmeleitende Trägerplatte T2 und ein
wärmeleitendes, elektrisch isolierendes Gießharz H1 mit
dem ersten Kaltleiter R1 thermisch gekoppelt sind. Die
Widerstände R1, R3 bestehen aus je einer zwischen der
ersten Trägerplatte T1 und je einer Anschlußplatte a1, a2
angeordneten Widerstandsschicht.
Nach Fig. 3 sind die jeweils anderen Anschlüsse der zwei
Gleichrichter D1, D2 über eine dritte wärmeleitende
Trägerplatte T3 thermisch und elektrisch miteinander
verbunden. Diese Trägerplatte T3 fungiert gleichzeitig
als Träger und elektrisch leitende Verbindung für den als
Anlaufwiderstand für die Ansteuerschaltung TDA dienenden
weiteren Kaltleiter R6, für den zum Entladen des
Entlastungsnetzwerks D5, C3 dienenden Widerstand R4 und
für den zum Entladen des Kondensators C1 dienenden
Widerstand R5. Ferner ist diese Trägerplatte T3 über ein
wärmeleitendes, elektrisch isolierendes Gießharz H2 mit
dem ersten Kaltleiter R1 thermisch gekoppelt.
Alle Anordnungen nach den Fig. 2 und 3 können
vollständig von Gießharz H1, H2 umgeben sein, um die
Wärmeübertragung zwischen den entsprechenden Bauelementen
zu verbessern. Um eine Wärmeabstrahlung in die Umgebung
zu vermeiden oder wenigstens zu verringern, kann der
ganze Gießharzblock mit einer wärmeisolierenden
Materialschicht umgeben oder in einem Gehäuse aus
elektrisch und thermisch isolierendem Material
untergebracht sein.
Claims (6)
1. Schaltungsanordnung für eine an einer Farbbildröhre
eines Fernsehempfängers angebrachte
Entmagnetisierungsspule (W1), durch die ein von einem
aufheizbaren ersten PCT-Widerstand (R1) (Widerstand
mit positivem Temperaturkoeffizienten (Kaltleiter))
gesteuerter, in Form einer gedämpften Schwingung
abklingender Wechselstrom fließt, wobei im Netzteil
des Fernsehempfängers bereits vorhandene, während des
Betriebs sich erwärmende Bauelemente mit dem ersten
PCT-Widerstand (R1) thermisch gekoppelt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Gleichrichten des
Netzwechselstromes dienende Gleichrichter (D1, D2,
D3, D4) mit dem ersten PCT-Widerstand (R1) thermisch
gekoppelt sind, wobei zwei der Gleichrichter (D1, D3)
gemeinsam mit dem ersten PCT-Widerstand (R1)
breit flächig auf einer wärmeleitenden Trägerplatte
(T1) angeordnet sind, die gleichzeitig die zwei
Gleichrichter (D1, D3) und den ersten PCT-Widerstand
(R1) mit ihrem jeweils einen Anschluß elektrisch
leitend miteinander verbindet, während die beiden
anderen Gleichrichter (D2, D4) über eine weitere
wärmeleitende Trägerplatte (T2) und ein
wärmeleitendes, elektrisch isolierendes Gießharz (H1)
breitflächig mit dem ersten PCT-Widerstand (R1)
thermisch gekoppelt und mit ihrem jeweils einen
Anschluß über die weitere Trägerplatte (T2)
gleichzeitig elektrisch leitend miteinander verbunden
sind.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß ein zum Begrenzen des Ladestromes
eines im Netzteil vorhandenen Kondensators (C1)
dienender NTC-Widerstand (R3) (Widerstand mit
negativem Temperaturkoeffizienten (Heißleiter))
zusätzlich mit dem ersten PCT-Widerstand (R1)
thermisch gekoppelt ist, indem dieser NTC-Widerstand
(R3) mit seiner einen Anschlußseite breitflächig an
der ersten Trägerplatte (T1) angebracht ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die jeweils anderen Anschlüsse
der zwei Gleichrichter (D1, D2) über eine dritte
wärmeleitende Trägerplatte (T3) breitflächig
thermisch und elektrisch miteinander verbunden sind,
die gleichzeitig als breitflächiger Träger und
elektrisch leitende Verbindung für einen als
Anlaufwiderstand für eine Ansteuerschaltung (TDA)
eines Schaltnetzteils dienenden weiteren
PCT-Widerstand (R6), für einen zum Entladen eines
Entlastungsnetzwerkes dienenden Widerstand (R4) und
für einen zum Entladen des Kondensators (C1)
dienenden Widerstand (R5) fungiert und über ein
wärmeleitendes, elektrisch isolierendes Gießharz (H2)
zusätzlich mit dem ersten PCT-Widerstand (R1)
thermisch gekoppelt ist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatten (T1,
T2, T3) mit den Gleichrichtern (D1, D2, D3, D4) und
den Widerständen (R1, R3, R4, R5, R6) mit
wärmeleitendem, elektrisch isolierenden Gießharz (H1,
H2) vergossen und nach außen mit einer
wärmeisolierenden Materialschicht umgeben sind.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatten (T1,
T2, T3) mit den Gleichrichtern (D1, D2, D3, D4) und
den Widerständen (R1, R3, R4, R5, R6) mit
wärmeleitendem, elektrisch isolierenden Gießharz (H1,
H2) vergossen und in einem Gehäuse aus elektrisch und
thermisch isolierendem Material untergebracht sind.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatten (T1,
T2, T3) zu einer einzigen Trägerplatte zusammengefaßt
sind, die aus Keramik oder anderem wärmeleitenden,
elektrisch isolierenden Material besteht, wobei die
Widerstände (R1, R3, R4, R5, R6) in Form von Pasten
breit flächig aufgetragen und die Verbindungsleitungen
als Leiterbahnen in Form einer gedruckten Schaltung
aufgebracht sind.
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| DE-B.: MORGENSTERN, B.: Farbfernsehtechnik, Stuttgart, B.G. Teubner, 1989, S. 68-69 * |
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