DE19610755A1 - Verfahren und Heizvorrichtung zum Vorerwärmen von Vliesen aus Spänen oder Fasern - Google Patents
Verfahren und Heizvorrichtung zum Vorerwärmen von Vliesen aus Spänen oder FasernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vorerwärmen von Vliesen aus Spänen
oder Fasern bei der Herstellung von Span- und Faserplatten oder Formteilen, so
wie eine Heizvorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens.
Zur Herstellung von Span- und Faserplatten oder Formteilen werden zu Spänen
oder Fasern verarbeitete Rohstoffe, wie vor allem Holz, aber auch Stroh und an
dere Einjahrespflanzen, in einer Beleimungsanlage mit einem Bindemittel benetzt
und zu einem Vlies aufgestreut. Die Herstellung der fertigen Span- und Faser
platte oder des Formteils erfolgt durch Einbringen des Vlieses in eine Warmpres
se, welche das Vlies verdichtet und erwärmt und dem Endprodukt dadurch die
vorgesehene Form und Festigkeit verleiht.
Probleme ergeben sich beim Warmpressen, wenn die herzustellenden Endpro
dukte eine Dicke von mehreren Zentimetern aufweisen sollen. In diesem Fall
sind unvertretbar lange Preßzeiten nötig, um die Kerntemperatur der Platte oder
des Formteils auf den zur Aushärtung des Bindemittels erforderlichen Wert zu
erhöhen. Eine beheizte Vorpresse vor der eigentlichen Warmpresse war in sol
chen Fällen bislang unumgänglich.
Auch bei Vliesen aus land- und forstwirtschaftlichen Abfällen, wie insbesondere
Stroh, ergeben sich Probleme beim Warmpressen, da solche Vliese besonders vo
luminös ausfallen. Hier behalf man sich bislang mit einer der Warmpresse vorge
schalteten Rollenpresse zum Vorverdichten des Vlieses.
usgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, ein Verfahren und eine Heizvorrichtung zum Vorerwärmen von Vliesen
aus Spänen oder Fasern vorzuschlagen, welche ein Vorpressen vor der Warm
presse erübrigen und den Wirkungsgrad der Warmpresse optimieren.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß das Vlies zunächst auf einer gasdurchlässigen Vliesunterlage in ein
Gehäuse mit einem Lufteinlaß und einem Luftauslaß eingebracht und so positio
niert wird, daß der Lufteinlaß oberhalb des Vlieses und der Luftauslaß unterhalb
der Vliesunterlage liegen, wobei das Vlies den Gehäuseinnenraum im wesentli
chen zweiteilt. Danach wird der Luftdruck unterhalb des Vlieses durch Absau
gen von Luft über den Luftauslaß abgesenkt, so daß Luft vom Gehäuseinnen
raum oberhalb des Vlieses durch das Vlies und die Vliesunterlage hindurch in
den Gehäuseinnenraum unterhalb des Vlieses strömt. Die durch den Lufteinlaß
in den Gehäuseinnenraum nachströmende Luft wird zuvor erwärmt.
Die Aufgabe wird ferner gelöst durch eine Heizvorrichtung zur Durchführung
dieses Verfahrens, die ein Gehäuse mit einem obenliegenden Lufteinlaß und ei
nem untenliegenden Luftauslaß aufweist. Es ist eine gasdurchlässige Vliesunter
lage vorgesehen, die im Gehäuse so zwischen dem Lufteinlaß und dem Luftaus
laß positioniert ist, daß sie den Gehäuseinnenraum im wesentlichen in eine Un
terdruckkammer und eine Nachströmkammer teilt. Die Heizvorrichtung weist
außerdem eine stromabwärts des Luftauslasses angeordnete Absaugeinrichtung
zum Absenken des Luftdrucks in der Unterdruckkammer sowie eine Luftstrom
heizung stromaufwärts des Lufteinlasses auf.
Nach dem vorgeschlagenen Verfahren wird also das locker aufgestreute Vlies
von Heißluft durchströmt, wodurch die Kerntemperatur des Vlieses innerhalb ei
nes Bruchteils der Heizzeit der Warmpresse, unter Umständen innerhalb weniger
Sekunden auf die zur Aushärtung des Bindemittels notwendige Temperatur er
höht wird. Dabei ergibt sich der besondere Vorteil, daß - im Unterschied zum
Kontakterwärmen in der Warmpresse - kein Temperaturgradient innerhalb des
Vlieses entsteht, sondern daß die Temperatur innerhalb des Vliesvolumens über
all gleich ist. Außerdem verringert sich die Bearbeitungszeit in der dann nachge
schalteten Warmpresse erheblich.
Erfindungsgemäß wird die Heißluft mittels Unterdruck unterhalb der Vliesunter
lage durch das Vlies hindurch gesaugt. Dies bietet den Vorteil, daß die einzelnen
Fasern des Vlieses nicht durch Luftturbulenzen an der Vliesoberfläche aufgewir
belt werden. Denn durch den Unterdruck bildet sich eine Luftströmung aus, die
an jedem Punkt des Vlieses nach unten zur Vliesunterlage hin gerichtet ist.
Neben der schnellen und gleichmäßigen Vorerwärmung hat das Verfahren den
weiteren Effekt, daß der sich im Vlies ausbildende Druckgradient eine Vorver
dichtung des Vlieses bewirkt.
Um den Verdichtungseffekt zu erhöhen, kann das Verfahren dadurch erweitert
werden, daß auf die Oberseite des Vlieses zumindest zeitweise eine luftundurch
lässige Abdeckung aufgelegt wird. In diesem Fall wirkt die aus der Druckdiffe
renz zwischen der Oberseite des Vlieses und der Unterseite der Vliesunterlage
resultierende Kraft auf das ganze Vliesvolumen, wodurch sich eine stärkere Ver
dichtung ergibt.
Zur Einbindung in einen kontinuierlichen Produktionsprozeß ist es zweckmäßig,
wenn das ohnehin vorhandene Förderband für die Vliese gasdurchlässig ausge
bildet ist und als Vliesunterlage durch das Gehäuse geführt wird. Dabei kann das
Absenken des Luftdrucks unterhalb des Vlieses im Taktbetrieb erfolgen, wobei
das Gehäuse vorübergehend gegenüber dem Förderband abgedichtet wird. Die
temporäre Abdichtung des Gehäuses gewährleistet, daß keine kalte Außenluft,
sondern nur durch den Lufteinlaß strömende Heißluft durch das Vlies gesaugt
wird. Beispielsweise können seitlich zwei taktsynchron verschließbare Öffnun
gen in der Gehäusewand vorgesehen werden.
Aus Energieeinsparungsgründen ist es vorteilhaft, wenn die durch den Luftaus
laß abgesaugte Luft in einem Kreislauf dem Lufteinlaß wieder zugeführt wird.
Besondere Vorteile ergeben sich bei der Verfahrensvariante, bei der als Vliesun
terlage ein gasdurchlässiges Förderband durch das Gehäuse geführt und das
Durchsaugen der im Kreislauf umlaufenden Heißluft durch das Vlies im Taktbe
trieb erfolgt, dadurch, daß bei abgedichtetem Gehäuse der Lufteinlaß und der
Luftauslaß geöffnet werden, wobei der Luftstrom durch das Gehäuse strömt, und
daß bei offenem Gehäuse der Lufteinlaß und der Luftauslaß geschlossen werden,
wobei der Luftstrom dann die Gehäuseaußenwand umströmt. Die Umströmung
der Außenwand des Gehäuses mit der umlaufenden Heißluft bewirkt, daß das
Gehäuse beim Beschicken und beim Entnehmen des Vlieses nicht abkühlt. Au
ßerdem wird durch das Schließen des Luftauslasses bei geöffnetem Gehäuse kei
ne kalte Außenluft in das Gehäuse eingesaugt. Beide Effekte bewirken Einspa
rungen sowohl beim Energieeinsatz als auch bei der zur Vorerwärmung notwen
digen Zeit. Schließlich entsteht bei dieser Verfahrensweise beim Beschicken des
Gehäuses keine Luftströmung, die ein Aufwirbeln von Fasern verursachen könn
te.
Die erfindungsgemäße Heizvorrichtung wird vorzugsweise so weitergebildet,
daß der Luftauslaß zur Ausbildung eines Luftkreislaufs auch außerhalb des Ge
häuses mit dem Lufteinlaß verbunden ist.
Besonders bevorzugt wird eine Weiterbildung der Heizvorrichtung mit einer
Lufteinlaßklappe am Lufteinlaß und einer Luftauslaßklappe am Luftauslaß des
Gehäuses, welche zur zeitweisen Umlenkung des umlaufenden Luftstroms in
mindestens einen, das Gehäuse umgebenden Umströmungskanal synchron betä
tigt werden können. Dies ermöglicht einen problemlosen Taktbetrieb der Heiz
vorrichtung, da der umlaufende Heißluftstrom beim Beschicken durch Schließen
der Lufteinlaßklappe und der Luftauslaßklappe nicht durch das Gehäuse, son
dern um das Gehäuse herum strömt. Durch den Kontakt mit dem Heißluftstrom
bleibt das Gehäuse auf der gewünschten Temperatur und beim Beschicken der
Heizvorrichtung entsteht keine störende Strömung. Diese Effekte können, vor
ausgesetzt, daß das Gehäuse ausreichend ab gedichtet ist, auch schon bei stets
offenem Luftauslaß mit nur einer Lufteinlaßklappe am Lufteinlaß erreicht wer
den.
Das Gehäuse und der Umströmungskanal der Heizvorrichtung sind vorzugswei
se von einer wärmeisolierten Ummantelung umgeben. Dies verbessert den Wir
kungsgrad der Heizvorrichtung weiter. Dabei können auch die Absaugeinrich
tung und die Luftstromheizung innerhalb dieser Ummantelung angeordnet sein.
Zur Einbindung der Heizvorrichtung in eine kontinuierlich arbeitende Anlage
kann die Vliesunterlage ein gasdurchlässiges Förderband sein, wobei das Gehäu
se und gegebenenfalls die Ummantelung der Heizvorrichtung eine Einlaßöff
nung und eine Auslaßöffnung zur Durchführung des Förderbandes aufweisen.
Bei einer Heizvorrichtung mit einer Lufteinlaßklappe und einer Luftauslaßklap
pe sowie einem Umströmungskanal ist es dabei vorteilhaft, wenn die Einlaßöff
nung und die Auslaßöffnung für das gasdurchlässige Förderband im Zusammen
hang mit der Betätigung der Lufteinlaßklappe und der Luftauslaßklappe abdicht
bar sind. Eine solche Heizvorrichtung kann ohne Probleme im Taktbetrieb gefah
ren werden.
Eine weitere bevorzugte Weiterbildung der Heizvorrichtung weist zumindest
zwischen der Vliesunterlage und dem Luftauslaß einen Staubfilter auf. Insbeson
dere bei der Verwendung von Holzmehlvliesen ist ein solcher Staubfilter beson
ders wichtig, da Holzstaub, der vom Holzmehlvlies an den Luftstrom abgegeben
wird, wegen der Gefahr einer Verpuffung zurückgehalten werden muß. Vorteil
haft ist es dabei, wenn ein Filterband verwendet wird, das die Vliesunterlage an
mindestens vier Seiten umgibt.
Die Vliesunterlage kann aus einem flexiblen Metallgewebenetz bestehen, welches
gasdurchlässig und gleichzeitig so stabil ist, daß es auch als Förderband Verwen
dung finden kann.
Im folgenden werden zwei Versuchsergebnisse, die mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren erzielt wurden, beschrieben.
Ein Holzmehlvlies wurde mit einer Dicke von 35 mm auf ein flexibles Metallge
webenetz aufgestreut. Die Ausgangstemperatur betrug 20° bis 22°C. Unterhalb
der Vliesunterlage wurde der Luftdruck um 7.300 Pa abgesenkt und die nach
strömende Luft wurde auf 95 bis 97°C aufgeheizt. Bei einer Heizzeit von etwa 25
Sekunden wurde eine Vorerwärmung des Holzmehlvlieses in seinem gesamten
Volumen auf 70 bis 80°C erreicht.
Ein Stroh-Späne-Fasergemisch wurde mit einer Dicke von 120 mm auf ein flexi
bles Metallgewebenetz aufgestreut. Die Ausgangstemperatur des Vlieses betrug
ca. 20°C. Bei Erniedrigen des Luftdrucks unterhalb der Vliesunterlage um
1.200 Pa und einer Aufheizung der nachströmenden Luft auf ca. 95°C wurde das
Vlies neben der Vorerwärmung soweit vorverdichtet, daß seine Dicke um 20 mm
abnahm. Diese Verdichtung konnte durch Auflegen einer luftundurchlässigen
Abdeckung soweit gesteigert werden, daß die Dicke des Vlieses um 45 mm dau
erhaft verringert wurde.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Heizvorrichtung wird im fol
genden anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein vereinfachtes Schnittbild einer Heizvorrichtung von vor
ne;
Fig. 2 die Heizvorrichtung von Fig. 1 in einem anderen Betriebs
zustand;
Fig. 3 eine Seitenansicht der Heizvorrichtung aus Fig. 1.
Die in Fig. 1 dargestellte Heizvorrichtung besteht aus einem Gehäuse 1 mit ei
nem Lufteinlaß 2 und einem Luftauslaß 3, welches zusammen mit der Absaug
einrichtung 4 und der Luftstromheizung 5 in einer wärmeisolierten Ummante
lung 6 sitzt. Im Gehäuse 1 befindet sich ein Vlies 7, das auf eine gasdurchlässige
Vliesunterlage 8 aufgestreut ist und mit dieser zusammen den Gehäuseinnen
raum 9 in eine untenliegende Unterdruckkammer 10 und eine obenliegende
Nachströmkammer 11 unterteilt. Das Vlies 7 auf der Vliesunterlage 8 ist von ei
nem gasdurchlässigen Filterband 12 umgeben. Das Gehäuse 1 weist an seinem
Lufteinlaß 2 eine Lufteinlaßklappe 13 sowie an seinem Luftauslaß 3 eine Luftaus
laßklappe 14 auf. Um das Gehäuse herum ist ein Umströmungskanal 15 geführt,
welcher sich im Rückführungskanal 16 fortsetzt. Außerhalb der Ummantelung 6
sind ein Sockel 17 sowie ein Elektromotor 18 für die als Ventilator ausgebildete
Absaugeinrichtung 4 dargestellt.
Wie in Fig. 1 mit Pfeilen verdeutlicht, wird durch die Absaugeinrichtung 4 über
den Rückführungskanal 16 Luft aus dem Gehäuse 1 durch den Luftauslaß 3 abge
saugt. Dadurch wird ein Unterdruck in der Unterdruckkammer 10 erzeugt, was
zur Folge hat, daß aus der Nachströmkammer 11 Luft durch das Vlies 7 und die
Vliesunterlage 8 gesaugt wird. Über den Lufteinlaß 2 des Gehäuses 1 strömt von
der Absaugeinrichtung 4 her Luft in die Nachströmkammer 11 nach, wobei sie
von der Luftstromheizung 5 erwärmt wird. Es ergibt sich ein geschlossener
Kreislauf für die Heißluft innerhalb der wärmeisolierten Ummantelung 6.
Fig. 2 zeigt dieselbe Heizvorrichtung wie Fig. 1, wobei hier jedoch die Luft
einlaßklappe 13 und die Luftauslaßklappe 14 des Gehäuses 1 geschlossen sind.
Obwohl die Absaugeinrichtung 4 weiterläuft, ist nun der Gehäuseinnenraum 9
vom Luftkreislauf abgekoppelt. Die von der Luftstromheizung 5 erwärmte Luft
strömt nicht mehr durch das Gehäuse 1 hindurch, sondern im Umströmungska
nal 15 an der Außenwandung des Gehäuses 1 entlang und über den Rückfüh
rungskanal 16 wieder in die Absaugeinrichtung 4. Das Gehäuse 1 kann nun ohne
Entstehung einer störenden Luftströmung geöffnet werden, wobei eine Abküh
lung des Gehäuses 1 aufgrund der Heißluftumströmung vermieden wird.
Die Heizvorrichtung kann taktweise im Wechsel zwischen dem in Fig. 1 darge
stellten Betriebszustand, in dem eine Vorerwärmung des Vlieses erfolgt, und
dem in Fig. 2 dargestellten Betriebszustand, in dem ein Beschicken der Heiz
vorrichtung möglich ist, betrieben werden.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die gasdurchlässige Vliesunterlage 8 als Förder
band ausgebildet ist. Zur Durchführung dieses Förderbands weisen die Umman
telung 6 und das Gehäuse 1 eine Einlaßöffnung 19 und eine Auslaßöffnung 20
auf. Sowohl die Einlaßöffnung 19 als auch die Auslaßöffnung 20 können taktwei
se abgedichtet werden.
Bezugszeichenliste
1 Gehäuse
2 Lufteinlaß
3 Luftauslaß
4 Absaugeinrichtung
5 Luftstromheizung
6 Ummantelung
7 Vlies
8 Vliesunterlage
9 Gehäuseinnenraum
10 Unterdruckkammer
11 Nachströmkammer
12 Filterband
13 Lufteinlaßklappe
14 Luftauslaßklappe
15 Umströmungskanal
16 Rückführungskanal
17 Sockel
18 Elektromotor
19 Einlaßöffnung
20 Auslaßöffnung
2 Lufteinlaß
3 Luftauslaß
4 Absaugeinrichtung
5 Luftstromheizung
6 Ummantelung
7 Vlies
8 Vliesunterlage
9 Gehäuseinnenraum
10 Unterdruckkammer
11 Nachströmkammer
12 Filterband
13 Lufteinlaßklappe
14 Luftauslaßklappe
15 Umströmungskanal
16 Rückführungskanal
17 Sockel
18 Elektromotor
19 Einlaßöffnung
20 Auslaßöffnung
Claims (16)
1. Verfahren zum Vorerwärmen von Vliesen aus Spänen oder Fasern bei der Her
stellung von Span- und Faserplatten oder Formteilen, mit folgenden Verfahrens
schritten:
- - das Vlies wird auf einer gasdurchlässigen Vliesunterlage in ein Gehäuse mit einem Lufteinlaß und einem Luftauslaß eingebracht und so positioniert, daß der Lufteinlaß oberhalb des Vlieses und der Luftauslaß unterhalb der Vliesun terlage liegt, wobei das Vlies den Gehäuseinnenraum im wesentlichen zwei teilt,
- - der Luftdruck unterhalb des Vlieses wird durch Absaugen von Luft über den Luftauslaß abgesenkt, so daß Luft vom Gehäuseinnenraum oberhalb des Vlie ses durch das Vlies und die Vliesunterlage hindurch in den Gehäuseinnen raum unterhalb des Vlieses strömt,
- - die durch den Lufteinlaß in den Gehäuseinnenraum nachströmende Luft wird erwärmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die
Oberseite des Vlieses zumindest zeitweise eine luftundurchlässige Abdeckung
aufgelegt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Vliesunterlage ein gasdurchlässiges Förderband durch das
Gehäuse geführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Absen
ken des Luftdrucks unterhalb des Vlieses im Taktbetrieb erfolgt, wobei das Ge
häuse vorübergehend abgedichtet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich
net, daß die durch den Luftauslaß abgesaugte Luft im Kreislauf dem Lufteinlaß
wieder zugeführt wird.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß bei abgedichtetem Gehäuse der Lufteinlaß und der Luftauslaß geöffnet wer
den, wobei der umlaufende Luftstrom durch das Gehäuse fließt, und daß bei of
fenem Gehäuse der Lufteinlaß und der Luftauslaß geschlossen werden, wobei
der umlaufende Luftstrom die Gehäuseaußenwand umströmt.
7. Heizvorrichtung zum Vorerwärmen von Vliesen aus Spänen oder Fasern bei
der Herstellung von Span- und Faserplatten oder Formteilen, umfassend:
- - ein Gehäuse (1) mit einem obenliegenden Lufteinlaß (2) und einem untenlie genden Luftauslaß (3),
- - eine gasdurchlässige Vliesunterlage (8), die so zwischen dem Lufteinlaß (2) und dem Luftauslaß (3) positioniert ist, daß sie den Gehäuseinnenraum (9) im wesentlichen in eine Unterdruckkammer (10) und eine Nachströmkammer (11) teilt,
- - eine stromabwärts des Luftauslasses (3) angeordnete Absaugeinrichtung (4) zum Absenken des Luftdrucks in der Unterdruckkammer (10), sowie
- - eine Luftstromheizung (5) stromaufwärts des Lufteinlasses (2).
8. Heizvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Luftauslaß (3) zur Ausbildung eines Luftkreislaufs mit dem Lufteinlaß (2) ver
bunden ist.
9. Heizvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß am
Lufteinlaß (2) eine Lufteinlaßklappe (13) zur zeitweisen Umlenkung des umlau
fenden Luftstroms in mindestens einen, das Gehäuse (1) umgebenden Um
strömungskanal (15) angeordnet ist.
10. Heizvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß am
Lufteinlaß (2) eine Lufteinlaßklappe (13) und am Luftauslaß (3) eine Luftauslaß
klappe (14) zur zeitweisen Umlenkung des umlaufenden Luftstroms in minde
stens einen, das Gehäuse (1) umgebenden Umströmungskanal (15) angeordnet
sind.
11. Heizvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest das Gehäuse (1) und der Umströmungskanal (15) von einer wärmeiso
lierten Ummantelung (6) umgeben sind.
12. Heizvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Vliesunterlage (8) ein gasdurchlässiges Förderband ist und
das Gehäuse (1) eine Einlaßöffnung (19) und eine Auslaßöffnung (20) zur Durch
führung des Förderbandes aufweist.
13. Heizvorrichtung nach den Ansprüchen 10 und 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einlaßöffnung (19) und die Auslaßöffnung (20) im Zusam
menhang mit der Betätigung der Lufteinlaßklappe (13) und der Luftauslaßklappe
(14) abdichtbar sind.
14. Heizvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß zumindest zwischen der Vliesunterlage (8) und dem Luftaus
laß (3) ein Staubfilter angeordnet ist.
15. Heizvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Filterband (12) das Vlies (7) und die Vliesunterlage (8) an mindestens vier
Seiten umgibt.
16. Heizvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß die gasdurchlässige Vliesunterlage (8) ein flexibles Metallge
webenetz ist.
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| DE19740338A1 (de) * | 1997-09-13 | 1999-03-18 | Truetzschler Gmbh & Co Kg | Vorrichtung zum Herstellen eines Faservlieses, z. B. aus Baumwolle, Chemiefasern, Fasermischungen u. dgl. |
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| DE10230191B4 (de) * | 2002-07-05 | 2004-09-02 | Herbert Georg Nopper | Verfahren und Vorrichtung zum Verpressen von Vliesen aus Streugut |
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