DE19610644A1 - Tintenleiter für ein Tintenschreibgerät, insbesondere einen Tintenkugelschreiber - Google Patents
Tintenleiter für ein Tintenschreibgerät, insbesondere einen TintenkugelschreiberInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Tintenzuführer für ein
Tintenschreibgerät insbesondere einen Tintenkugelschreiber, in
Form eines keine materialbedingten Tintenleitkapillaren auf
weisenden, länglichen Zuführkörpers, mit mindestens einem sich
vom vorderen Ende nach hinten erstreckenden, kapillaren Tintenzu
führkanal, wobei der vordere Endabschnitt des Zuführkörpers, an
den nach vorn ein Spitzenabschnitt anschließt, einen geringeren
Durchmesser hat als der an ihn nach hinten anschließende
Zwischenabschnitt, der mindestens einen Luftführungskanal
aufweist und der in einen gegenüber dem Zwischenabschnitt
veränderten Durchmesser aufweisenden weiteren Abschnitt übergeht,
sowie auf ein Tintenschreibgerät mit einem derartigen Tintenzu
führer.
Ein bekannter Tintenzuführer dieser Art (DE-PS 26 09 668) hat in
seinem Zwischenabschnitt eine längliche Nut, die einen Luftleit
kanal bildet und die bei zur Bildung eines Tintenschreibgerätes
in einen Halterschaft eingesetztem Tintenzuführer mit ihrem
vorderen Ende über eine Querbohrung im Halterschaft mit der
Umgebungsluft verbunden ist und mit ihrem hinteren Ende über eine
Querbohrung in Verbindung mit dem sich nach hinten erstreckenden
Druckausgleichssystem des Tintenschreibgerätes steht, während
sich der kapillare Tintenzuführkanal an der dem Einschnitt
gegenüberliegenden Seite des Tintenzuführers über dessen gesamte
axiale Länge erstreckt und am vorderen Ende des Druckausgleichs
systems mit diesem in Verbindung steht. An den Zwischenabschnitt
des Tintenzuführers schließt nach vorn ein vorderer Endabschnitt
an, der geringeren Durchmesser als der Zwischenabschnitt haben
kann und der am vorderen Ende in einen Spitzenabschnitt ver
ringerten Durchmessers übergeht, der beispielsweise die in
Berührung mit der Zeichen- oder Schreibunterlage kommende
Schreibspitze bilden kann oder der mit seinem vorderen Ende
benachbart zu einer in einem Sitz gehalterten Schreibkugel liegt.
Die freie Tinte, die beispielsweise auch Mikro-Farbpartikel
enthalten kann, wird aus einem hinteren Vorratsraum für freie
Tinte durch den kapillaren Tintenzuführkanal des Tintenzuführers
nach vorn transportiert, um sie durch Berührung einer Schreib
spitze mit der Schreib- oder Zeichenunterlage auf diese auf
zutragen.
Dieser bekannte Tintenzuführer und das mit ihm ausgestattete
Tintenschreibgerät arbeiten zufriedenstellend, wenn das Tinten
schreibgerät mit verhältnismäßig geringer Ziehgeschwindigkeit
benutzt wird, so daß über den kapillaren Tintenzuführkanal immer
eine ausreichende Menge an Tinte aus dem Vorratsraum an der
Schreibspitze zur Verfügung gestellt wird. Schwierigkeiten durch
Unterbrechung beim Tintenauftrag oder in Form von unkontrolliert
verringerter Linienbreite können jedoch bei erhöhter Ziehge
schwindigkeit auftreten, da dann die an der Schreibspitze zur
Verfügung gestellte Tintenmenge häufig nicht ausreichend ist.
Dies kann auch nicht einfach dadurch vergrößert werden, daß man
den Querschnitt des Tintenzuführkanals vergrößert, weil dann die
Gefahr des Tropfens des Schreibgerätes besteht.
Um eine ausreichende Tintenzufuhr zur Schreibspitze sicherzustel
len, hat man auch bereits Tintenzuführer verwendet, die aus
unterschiedlichen Materialien zusammengesetzt sind, so daß ein
vorderer Endabschnitt auf seiner Außenfläche achsparallel
verlaufende Tintenzuführkapillaren bildet, während an ihn ein
Abschnitt aus Faserbündeln anschließt, der mit dem Tintenspeicher
verbunden ist (DE-PS 30 00 214). Abgesehen davon, daß bei diesem
bekannten Aufbau der Tintenspeicher die Form eines Faserelementes
hat, also nicht aus einem freie Tinte enthaltenden Vorratsraum
besteht, erfordert der Aufbau des bekannten Tintenzuführers die
Verarbeitung unterschiedlicher Materialien und ist daher
aufwendig in der Herstellung.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Tintenzuführer zu schaffen,
der auch bei gelegentlich vorkommenden sehr hohen Ziehgeschwin
digkeiten des ihn enthaltenden Tintenschreibgerätes an der
Schreibspitze eine ausreichende Tintenmenge zur Verfügung stellt.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Tintenzuführer der eingangs
erwähnten Art erfindungsgemäß derart ausgestaltet, daß der
vordere Endabschnitt und/oder der Spitzenabschnitt mindestens
eine mit dem Tintenzuführkanal in Verbindung stehende, kapillare
Tintenaufnahmevertiefung aufweist und daß der Luftführungskanal
des Zwischenabschnittes mit einem im weiteren Abschnitt ausgebil
deten Luftführungskanal in Verbindung steht. Vorzugsweise sind
dabei im vorderen Endabschnitt und/oder im Spitzenabschnitt
mehrere, in axialem Abstand voneinander liegende, ringförmige
Tintenaufnahmevertiefungen vorhanden, die alle in Verbindung mit
dem kapillaren Tintenzuführkanal stehen.
Durch das Vorsehen der mindestens einen kapillaren Tinten
aufnahmevertiefung im vorderen Endabschnitt und/oder im Spitzen
abschnitt wird erreicht, daß bei vom Vorratsraum her befülltem,
kapillaren Tintenzuführkanal Tinte aus diesem in die mindestens
eine kapillare Tintenaufnahmevertiefung eintritt. Diese Tinten
aufnahmevertiefung bzw. diese Tintenaufnahmevertiefungen bilden
somit in der Nähe des vorderen Endes des Tintenleiters einen oder
mehrere Vorratsräume für Tinte, aus denen durch Kapillarkräfte
Tinte in den Tintenzuführkanal und zur Schreibspitze befördert
werden kann, so daß also bei erhöhten Ziehgeschwindigkeiten
zusätzlich zu der vom Tintenzuführkanal aus dem Vorratsraum nach
vorn beförderten Tinte weitere Tinte zur Verfügung steht.
Durch das Vorsehen mindestens einer mit dem kapillaren Tintenzu
führkanal in Verbindung stehende kapillare Aufnahmevertiefung,
vorzugsweise mehrere, in axialem Abstand voneinander liegende,
ringförmige Tintenaufnahmevertiefungen im Spitzenabschnitt, die
alle in Verbindung mit dem kapillaren Tintenzuführkanal stehen
und die die gleiche Wirkung entfalten, wie mindestens eine
Tintenaufnahmevertiefung im vorderen Endabschnitt des Tintenzu
führers, wird zusätzlich erreicht, daß selbst dann, wenn der
Benutzer das entsprechende Tintenschreibgerät mit nach oben
gerichteter Schreibspitze mehrfach auf eine Unterlage stößt,
weiterhin Tinte nahe der Schreibspitze festgehalten wird. Dadurch
schreibt das Schreibgerät auch nach einer derartigen Manipulation
durch den Benutzer immer sofort an.
Die Luftführungskanäle von Zwischenabschnitt und weiterem
Abschnitt erleichtern das Befüllen des kapillaren Tintenzuführ
kanals und insbesondere der mindestens einen kapillaren Tinten
aufnahmevertiefung aus dem Vorratsraum für freie Tinte, indem sie
die beim ersten Befüllen des Tintenschreibgerätes im vorderen
Bereich vorhandene Luft nach hinten ableiten und so Raum für den
Eintritt der Tinte schaffen.
Zur Bildung von kapillaren Luftführungskanälen können der
Zwischenabschnitt und der weitere Abschnitt abgeflacht sein,
wobei die Abflachungen von Zwischenabschnitt und weiterem
Abschnitt vorzugsweise auf der gleichen, dem kapillaren Tintenzu
führkanal abgewandten Seite des Zuführkörpers vorgesehen sind.
Zusätzlich oder alternativ kann jedoch auch der radial außen
liegende Bereich des kapillaren Tintenzuführkanals im vorderen
Endabschnitt, im Zwischenabschnitt und im weiteren Abschnitt zur
Bildung eines Luftführungskanals erweitert sein.
Insbesondere wenn sowohl Luftführungskanäle durch Abflachung als
auch ein Luftführungskanal durch Erweiterung des radial außen
liegenden Bereichs des kapillaren Tintenzuführkanals gebildet
werden, wird eine schnelle und zuverlässige Luftabfuhr aus dem
vorderen Bereich des Tintenschreibgerätes sichergestellt und eine
schnelle Füllung dieses Bereiches mit Tinte erreicht.
Um die Tintenzufuhr vom Vorratsraum zur Schreibspitze noch weiter
zu verbessern, kann sich der kapillare Tintenzuführkanal des
Tintenleiters durchgehend und achsparallel im Spitzenabschnitt,
im vorderen Endabschnitt, im Zwischenabschnitt und im weiteren
Abschnitt des Zuführkörpers erstrecken und parallele Seitenwände
haben, wobei die Bodenfläche des kapillaren Tintenzuführkanals
mit einer seiner Seitenwände einen spitzen Winkel bildend geneigt
ist. Vorzugsweise ist die Bodenfläche eben, und der spitze Winkel
beträgt 30° bis 60°, insbesondere 45°.
Durch die Neigung der Bodenfläche des kapillaren Tintenzuführ
kanals werden im Bereich des gebildeten spitzen Winkels,
verglichen zu einem kapillaren Tintenzuführkanal rechteckförmigen
Querschnittes, erhöhte Kapillarkräfte erzeugt, die dazu beitra
gen, daß Tinte aus dem Vorratsraum in Richtung auf die Schreib
spitze gesaugt wird.
Die Erfindung betrifft ferner ein Tintenschreibgerät mit einem
hülsenförmigen Halterschaft, einem Vorratsraum für freie Tinte
und einem in den Halterschaft eingesetzten, mit seinem hinteren
Ende mit dem Vorratsraum in Verbindung stehenden Tintenzuführer
mit dem erfindungsgemäßen Aufbau, wobei das Tintenschreibgerät
vorzugsweise zwischen Halterschaft und Tintenzuführer ein Druck
ausgleichssystem aufweist, dessen vorderes Ende mit der Umge
bungsluft und dessen hinteres Ende mit dem Vorratsraum in Ver
bindung steht, jedoch im übrigen gegenüber dem Tintenzuführer
abgedichtet ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der ein Ausführungsbei
spiel zeigenden Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in einem Schnitt den vorderen Teil eines Schreib
gerätes.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie II-II aus
Fig. 1.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt entlang der Linie III-III aus
Fig. 1.
Fig. 4 zeigt im Schnitt den Zuführkörper des Schreibgerätes
gemäß Fig. 1 bis 3.
Fig. 5 zeigt eine Ansicht des Zuführkörpers aus Fig. 4.
Fig. 6 zeigt einen Schnitt entlang der Linie VI-VI aus
Fig. 4.
Fig. 7 zeigt einen Schnitt entlang der Linie VII-VII aus
Fig. 4.
Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Schreibgerät hat einen
Halterschaft 1, in dessen vorderem Ende ein Vorderteil 2 im
Gebrauch unlösbar, etwa durch Ultraschallschweißung befestigt
ist. In den Halterschaft ist ein Lamellenkörper 5 eingesetzt, der
in üblicher Weise durch Querlamellen 7 gebildete Tintenaufnahme
räume 8 hat, wobei die Querlamellen 7 von einem axial ver
laufenden Druckausgleichskanal 9 durchschnitten sind, der am
hinteren Ende mit dem im Halterschaft gebildeten Vorratsraum 18
für freie Tinte in Verbindung steht. Das vordere Ende des
Lamellenkörpers 5 steht über axial verlaufende Nuten 6 mit der
Umgebungsluft in Verbindung steht. Das so gebildete Druckaus
gleichssystem ist somit in üblicher Weise aufgebaut und bewirkt
bei Verbrauch von Tinte aus dem Vorratsraum 18 den Eintritt von
Luft über die axialen Nuten 6 und den Druckausgleichskanal 9, um
eine Druckabsenkung im Vorratsraum zu verhindern, durch den die
Abgabe von Tinte behindert würde. Wenn etwa infolge Temperatur
erhöhung im Vorratsraum 18 ein Überdruck entsteht, tritt Tinte
in den Druckausgleichskanal 9 ein und verteilt sich in den
zwischen den Querlamellen 7 gebildeten Aufnahmekanälen 8, so daß
auf diese Weise der Überdruck abgebaut wird. Diese Tinte wird bei
Druckverringerung im Vorratsraum 18 wieder in diesen zurückge
saugt.
In den rohrförmigen Innenraum des Lamellenkörpers 5 ist von vorn
ein Zuführkörper 20 eingesetzt, der durch einen von vorn in den
Lamellenkörper 5 eingepreßten Hülsenabschnitt 12 positioniert
ist. Im vorderen Ende des Hülsenabschnittes 12 ist eine aus
Metall bestehende Fassung 13 mit einer die Schreibspitze
bildenden Schreibkugel 14 befestigt, benachbart zu der sich das
vordere Ende des Spitzenabschnittes 21 des Zuführkörpers 20
befindet, um in der zu beschreibenden Weise der Schreibkugel 14
die erforderliche Tinte zuzuführen.
Der in das Schreibgerät gemäß Fig. 1 bis 3 eingesetzte
Zuführkörper 20 hat eine im wesentlichen glatte Oberfläche, so
daß in ihn keine Tinte eindringt und gegebenenfalls durch
Kapillarwirkung transportiert wird, sondern der Tintentransport
wird allein durch in den Zuführkörper eingeformte Kanäle u.ä. in
Zusammenwirkung mit der Umhüllung durch die innere Wandung von
Lamellenkörper 5, Hülsenabschnitt 12 und Fassung 13 bewirkt.
Wie dargestellt, hat der Zuführkörper 20 einen Spitzenab
schnitt 21, dessen vorderes Ende im montierten Zustand benachbart
zur Schreibkugel 14 liegt, einen nach hinten an den Spitzenab
schnitt 21 anschließenden vorderen Endabschnitt 22 vergrößerten
Durchmessers und einen vom vorderen Endabschnitt 22 nach hinten
verlaufenden Zwischenabschnitt 23, dessen Durchmesser wiederum
größer als der Durchmesser des vorderen Endabschnittes 22 ist.
An das hintere Ende des Zwischenabschnittes 23 schließt ein
weiterer Abschnitt 24 an, der sich im montierten Zustand bis in
den Vorratsraum 18 des Schreibgerätes erstreckt. Vom hinteren
Abschnitt 24 verläuft achsparallel ein nach außen offener,
kapillarer Tintenzuführkanal 25 durchgehend nach vorn bis zum
vorderen Ende des Spitzenabschnittes 21. Der Tintenzuführkanal 25
hat parallele Seitenwände und eine ebene, zu den Seitenwänden
geneigte Bodenwand 26, die mit einer Seitenwand einen spitzen
Winkel einschließt, der in dem dargestellten Ausführungsbei
spiel 45° beträgt. Durch diesen spitzwinkligen Bereich ergibt
sich eine Erhöhung der auf die im Tintenzuführkanal 25 befindli
che Tinte wirkenden Kapillarkräfte, so daß die Förderung von
Tinte vom Vorratsraum 18 zur Schreibkugel 14 verbessert wird. Der
vordere Endabschnitt weist drei ringförmige, kapillare Tinten
aufnahmevertiefungen 32 auf, die mit dem Tintenzuführkanal 25 in
Verbindung stehen, und auch auf dem Spitzenabschnitt 21 sind
entsprechend zwei ringförmige, kapillare Tintenaufnahmever
tiefungen 33 ausgebildet, die mit dem Tintenzuführkanal 25
verbunden sind.
Der Tintenzuführkanal 25 ist im Bereich von vorderem Endab
schnitt 22, Zwischenabschnitt 23 und weiterem Abschnitt 24 in
seinem radial äußeren Bereich zur Bildung eines Luftführungs
kanals 27 erweitert. Ferner sind der Zwischenabschnitt 23 und der
weitere Abschnitt 24 an der dem Tintenzuführkanal 25 gegenüber
liegenden Seite abgeflacht, so daß ihre Abflachungen 28, 30 bei
montiertem Zuführkörper 20 zusammen mit der benachbarten Wandung
des Lamellenkörpers 5 Luftführungskanäle 29 und 31 bilden, die
miteinander verbunden sind und ebenso wie der Luftführungs
kanal 27 mit dem Vorratsraum 18 in Verbindung stehen.
Wird das montierte Schreibgerät gemäß Fig. 1 bis 3 zum ersten
Mal mit Tinte befüllt, so wird diese Tinte aus dem Vorratsraum 18
durch Kapillarkraft im Tintenzuführkanal 25 nach vorn in Richtung
der Schreibkugel 14 befördert. Die im vorderen Bereich zwischen
Zuführkörper 20 und umgebender Wandung des Lamellenkörpers 5
vorhandene Luft kann bei diesem Füllvorgang einerseits entlang
dem Luftführungskanal 27 aus dem Bereich des vorderen End
abschnittes 22 nach hinten entweichen, und zusätzlich wird diese
Luftabfuhr durch die Luftführungskanäle 29 und 31 unterstützt,
die insbesondere dazu beitragen, daß Luft, die sich in dem durch
den Übergang von Zwischenabschnitt 23 und weiterem Abschnitt 24
des Zuführkörpers 20 gebildeten Hohlraum 15 abtransportiert wird,
wobei sich die Luftführungskanäle mit Tinte füllen. Die äußerst
wirksame Abfuhr der Luft durch die vorhandenen Luftführungskanäle
ermöglicht ein schnelles und vollständiges Befüllen des Tintenzu
führkanals 25 bis zum vorderen Ende des Spitzenabschnittes 21 des
Zuführkörpers 20. Dabei tritt aus dem Tintenzuführkanal 25 auch
Tinte in die ringförmigen kapillaren Tintenaufnahmevertiefun
gen 32 des vorderen Endabschnittes 22 und 33 des Spitzenabschnit
tes 21 ein. Diese mit Tinte befüllten Tintenaufnahmevertiefun
gen 32 und 33 stellen in unmittelbarer Nachbarschaft zum vorderen
Ende des Spitzenabschnittes 21 des Zuführkörpers 20 liegende
Tintenvorratsräume dar, die über den Tintenzuführkanal 25 mit dem
vorderen Ende des Spitzenabschnittes 21 in Verbindung stehen.
Wird daher, insbesondere bei hoher Ziehgeschwindigkeit, eine
größere Tintenmenge benötigt, um mit der Schreibkugel 14 einen
gleichförmigen Tintenauftrag zu erreichen, so kann über den
Tintenzuführkanal 25 die erforderliche Tintenmenge, die für eine
hohe Ziehgeschwindigkeit nicht allein durch die Verbindung des
Tintenzuführkanals 25 mit dem Vorratsraum 18 zur Verfügung
gestellt werden kann, sofort aus den Tintenaufnahmevertiefun
gen 32 und 33 an die Schreibkugel 14 geliefert werden. Auf diese
Weise kann über eine längere Zeit eine sehr hohe Ziehgeschwindig
keit aufrechterhalten bleiben, ohne daß es zu einem ungleichför
migen oder verringerten Tintenauftrag käme.
Es sei erwähnt, daß die Luftführungskanäle 27, 29 und 31 und die
Tintenaufnahmevertiefungen 32 und 33 keinen Teil des Druckaus
gleichssystems bilden, sondern allein zur Versorgung der
Schreibspitze mit Tinte beitragen.
Claims (9)
1. Tintenzuführer für ein Tintenschreibgerät, insbesondere
einen Tintenkugelschreiber, in Form eines keine materialbe
dingten Tintenleitkapillaren aufweisenden, länglichen Zu
führkörpers (20), mit mindestens einem sich vom vorderen
Ende nach hinten erstreckenden, kapillaren Tintenzuführ
kanal (25), wobei der vordere Endabschnitt (22) des Zuführ
körpers (20), an den nach vorn ein Spitzenabschnitt (21) an
schließt, einen geringeren Durchmesser hat als der an ihn
nach hinten anschließende Zwischenabschnitt (23), der
mindestens einen Luftführungskanal (27; 29) aufweist und der
in einen gegenüber dem Zwischenabschnitt (23) veränderten
Durchmesser aufweisenden weiteren Abschnitt (24) übergeht,
dadurch gekennzeichnet,
daß der vordere Endabschnitt (22) und/oder der Spitzen
abschnitt (21) mindestens eine mit dem Tintenzuführkanal in
Verbindung stehende, kapillare Tintenaufnahmevertiefung (32;
33) aufweist und daß der Luftführungskanal (29) des Zwi
schenabschnittes (23) mit einem im weiteren Abschnitt (24)
ausgebildeten Luftführungskanal (31) in Verbindung steht.
2. Tintenzuführer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Endabschnitt (22) mehrere, in axialem Abstand vonein
ander liegende, ringförmige Tintenaufnahmevertiefungen (32)
aufweist, die alle in Verbindung mit dem kapillaren Tinten
zuführkanal (25) stehen.
3. Tintenzuführer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Spitzenabschnitt (21) mehrere, in axialem
Abstand voneinander liegende, ringförmige Tintenaufnahmever
tiefungen (33) aufweist, die alle in Verbindung mit dem
kapillaren Tintenzuführkanal (25) stehen.
4. Tintenzuführer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zwischenabschnitt (23) und der
weitere Abschnitt (24) zur Bildung von kapillaren Luftfüh
rungskanäle (29, 31) abgeflacht sind.
5. Tintenzuführer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abflachungen (28; 30) von Zwischenabschnitt (23) und
weiterem Abschnitt (24) auf der gleichen, dem kapillaren
Tintenzuführkanal (25) abgewandten Seite des Zuführkör
pers (20) vorgesehen sind.
6. Tintenzuführer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß der radial außen liegende Bereich des ka
pillaren Tintenzuführkanals (25) im vorderen Endab
schnitt (22), im Zwischenabschnitt (23) und im weiteren
Abschnitt (24) zur Bildung eines Luftführungskanals (27)
erweitert ist.
7. Tintenzuführer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der kapillare Tintenzuführkanal (25) sich
durchgehend und achsparallel im Spitzenabschnitt (21), im
vorderen Endabschnitt (22), im Zwischenabschnitt (23) und im
weiteren Abschnitt (24) des Zuführkörpers (20) erstreckt und
parallele Seitenwände hat und daß die Bodenfläche (26) des
kapillaren Tintenzuführkanals (25) mit einer seiner Seiten
wände einen spitzen Winkel bildend geneigt ist.
8. Tintenzuführer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bodenfläche (26) eben ist und der spitze Winkel 30° bis
60°, vorzugsweise 45° beträgt.
9. Tintenschreibgerät mit einem hülsenförmigen Halterschaft (1,
2), einem Vorratsraum (18) für freie Tinte und einem in den
Halterschaft eingesetzten (1, 2), mit seinem hinteren Ende
mit dem Vorratsraum (18) in Verbindung stehenden Tintenzu
führer gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwischen Halterschaft (1, 2) und Tintenzu
führer (20) ein Druckausgleichssystem (5, 6, 7, 8, 9)
vorgesehen ist, dessen vorderes Ende mit der Umgebungsluft
und dessen hinteres Ende mit dem Vorratsraum (18) in
Verbindung steht und im übrigen gegenüber dem Tintenzu
führer (20) abgedichtet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996110644 DE19610644A1 (de) | 1996-03-07 | 1996-03-07 | Tintenleiter für ein Tintenschreibgerät, insbesondere einen Tintenkugelschreiber |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1996110644 DE19610644A1 (de) | 1996-03-07 | 1996-03-07 | Tintenleiter für ein Tintenschreibgerät, insbesondere einen Tintenkugelschreiber |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19610644A1 true DE19610644A1 (de) | 1997-09-11 |
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| DE1996110644 Ceased DE19610644A1 (de) | 1996-03-07 | 1996-03-07 | Tintenleiter für ein Tintenschreibgerät, insbesondere einen Tintenkugelschreiber |
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