DE19609487C1 - Flaschenkorken aus Kunststoff - Google Patents
Flaschenkorken aus KunststoffInfo
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Classifications
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Description
Die Erfindung betrifft einen Flaschenkorken aus Kunststoff, in der Form eines
Hohlzylinders mit Boden und mit einem zentralen, an den Boden angeform
ten Kern im Inneren des Hohlzylinders, der eine eingeformte, einer Korken
zieherwendel angepaßte Wendelaufnahme aufweist und über radiale Stegwän
de mit dem Hohlzylinder verbunden ist.
Derartige Flaschenkorken aus Kunststoff sind aus der DE 30 27 995 C1 be
kannt. Sie bieten einerseits gegenüber dem traditionellen, aus Kork herge
stellten Flaschenkorken den Vorteil, daß Flaschen relativ leicht zu öffnen
sind, wenn in die im Flaschenkorken vorgesehene Wendelaufnahme eine ent
sprechende Korkenzieherwendel eines Korkenziehers eingedreht wird. An
dererseits sind Flaschenkorken aus Kunststoff wiederverwendbar, da sie ei
ner entsprechenden Abfallwiederverwertung zugeführt werden können.
Aus Kork hergestellte Flaschenkorken dagegen können beim Öffnen leicht
auseinanderbrechen, so daß der Korkenzieher zum Öffnen der Flasche erneut
angesetzt werden muß. Im ungünstigen Fall läßt sich die Flasche nur öffnen,
wenn der verbleibende Rest des im Flaschenhals vorhandenen Flaschenkor
kens in die Flasche gedrückt wird. Einmal verwendete Flaschenkorken aus
Kork werden im allgemeinen nicht wiederverwendet, sondern müssen als
Abfall entsorgt werden.
Der oben erwähnte Flaschenkorken aus Kunststoff kann aufgrund der kon
struktiven Ausführung nach einer gewissen Lagerdauer der Flasche an Stabili
tät verlieren, so daß die Flasche mit der Zeit undicht wird.
Die DE-PS 6 13 940 zeigt einen Pfropfen zum Verschließen von Flaschen, in
den von der oberen Seite her eine Hülse eingeschraubt ist. In der Hülse wird
ein Pfropfenzieher untergebracht, der einen ausklappbaren Griff besitzt, je
doch bei eingeklapptem Griff vollständig in die Hülse abgesenkt und hier
durch einen oberen Deckel der Hülse festgehalten werden kann. Auf diese
Weise wird also ein Pfropfen mit integriertem Propfenzieher gebildet. Diese
Lösung hat eine Reihe von Nachteilen.
Insbesondere in den am Schluß der Druckschrift angegebenen Materialien
Kork und Gummi wird es kaum möglich sein, eine Hülse so festzulegen, daß
sie in ausreichendem Maße Zug aufnehmen kann. Durch Einschrauben der
Hülse dürfte dies in keinem Falle erreichbar sein. Im übrigen erscheint die
Mechanik des Pfropfenziehers als unnötig kompliziert, da neben der Hülse
eine Druckfeder, ein Pfropfenzieherschaft, ein ausklappbarer Handgriff und
ein Deckel für die Hülse benötigt wird. Als Einwegeinrichtung ist daher die
ses Verschlußsystem sicherlich nicht geeignet.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Flaschenkorken aus Kunststoff zu
schaffen, der eine Flasche auch nach einer langen Lagerdauer dicht ver
schlossen hält, ohne Hilfsmittel aus der Flasche herausgezogen und zum Wie
derverschließen der Flasche verwendet werden kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in der Wendelaufnahme des Flaschen
korkens die Korkenzieherwendel eines Korkenziehers drehbar angeordnet
ist, dessen Knebel sich quer über einen Flaschenhals erstreckt.
Die in die Wendelaufnahme des Flaschenkorkens aus Kunststoff eingedrehte
Korkenzieherwendel des Korkenziehers weist über die gesamte Länge einen
geringfügig größeren Durchmesser auf als die Wendelaufnahme im Flaschen
korken, so daß vom Kern ausgehend, in dem die Wendelaufnahme ausgebildet
ist, gleichmäßig Druck auf die den Kern mit dem Hohlzylinder verbindenden
radialen Stegwände ausübt wird, wenn die Korkenzieherwendel eingedreht
ist. Der Druck wird von den radialen Stegwänden auf den Hohlzylinder über
tragen, dessen Außenfläche gegen die Innenfläche des Flaschenhalses der
Flasche gedrückt wird. Dieser Druck gegen die Innenfläche des Flaschenhal
ses ist also entsprechend höher als bei den herkömmlichen Flaschenkorken
aus Kunststoff, so das eine höhere Stabilität erreicht wird.
Die in die Wendelaufnahme eingedrehte Korkenzieherwendel des Korkenzie
hers ermöglicht das Öffnen einer Flasche ohne Hilfsmittel, auch überall dort,
wo üblicherweise kein normaler Korkenzieher zur Hand ist. Der Knebel des
Korkenziehers, der vollständig auf dem Flaschenhals aufliegt, wenn der Kor
kenzieher in die Wendelaufnahme des Flaschenkorkens eingedreht ist, muß
nur derart herausgedreht werden, daß mit den Fingern unter den Knebel ge
faßt kann. Die Vorspannung des Korkens löst sich beim Herausdrehen des
Korkenziehers, so daß der Flaschenkorken wie gewöhnlich herausgezogen
werden kann.
Ein Vorteil der Erfindung ist es, daß die Flasche mit dem Flaschenkorken aus
Kunststoff wiederverschließbar ist, indem der Flaschenkorken erneut in den
Flaschenhals gedrückt und der Korkenzieher in die Wendelaufnahme gedreht
wird. Die Flasche ist somit dicht verschlossen und der Inhalt für längere Zeit
geschützt.
Der Hohlzylinder weist vorteilhafterweise an seinem oberen Rand eine sich quer zum Flaschen
hals erstreckende, elastische Dichtlippe auf, die auf dem Flaschenhals aufliegt
und beim Eindrücken des Flaschenkorkens in die Flasche als Anschlagbund
dient.
Der Knebel des Korkenziehers, der auf der Dichtlippe aufliegt, wenn der Kor
kenzieher vollständig eingedreht ist, weist zweckmäßigerweise eine Länge auf, die dem Durch
messer der Dichtlippe bzw. dem Durchmesser des Flaschenhalses entspricht,
so daß der Flaschenhals nach einem Abfüllvorgang zusätzlich mit einer kap
penartigen Abdeckung abgedeckt werden kann.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel anhand der Zeich
nung näher erläutert.
Fig. 1 ist ein Axialschnitt durch einen in einem Flaschenhals angeord
neten, erfindungsgemäßen Flaschenkorken mit einem Korken
zieher,
Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den Flaschenkorken mit dem Korkenzie
her.
Fig. 1 und 2 zeigen einen einstückig aus Kunststoff geformten Flaschenkorken
10, der in einem Flaschenhals 12 einer Flasche angeordnet ist. Der Flaschen
korken 10 besteht aus einem Hohlzylinder 14, einem angeformten Boden 16
und einem an den Boden 16 angeformten Kern 18, der über radiale Stegwän
de 20 (Fig. 2) mit der Innenfläche des Hohlzylinders 14 verbunden ist. Im
Kern 18 ist eine von oben zugängliche Wendelaufnahme 22 für einen Korken
zieher 24 ausgebildet, der sich aus einer Korkenzieherwendel 26 und einen
sich quer zur Korkenzieherwendel 26 erstreckenden Knebel 28 zusammen
setzt.
Die Wendelaufnahme 22 besteht aus einem zum Boden 16 konisch verengten
Schacht 30 und einer in die Schachtwand eingelassenen, schräg verlaufen
den Wendelrinne 32, deren Wendelradius zum Boden 16 hin abnimmt.
Die Korkenzieherwendel 26 ist der Form der Wendelaufnahme 22 angepaßt, im
Radius aber geringfügig größer, so daß vom Kern 18 ausgehend gleichmäßig
Druck auf die den Kern 18 mit dem Hohlzylinder 14 verbindenden radialen
Stegwände 20 ausübt wird, wenn der Korkenzieher 24 mit der Korkenzieher
wendel 26 in die Wendelaufnahme 22 eingedreht ist. Der Druck wird von den
radialen Stegwänden 20 auf den Hohlzylinder 14 übertragen, dessen Außen
fläche gegen die Innenfläche des Flaschenhalses 12 der Flasche gedrückt
wird. Dieser Druck gegen die Innenfläche des Flaschenhalses 12 erhöht die Sta
bilität der Verbindung des Flaschenkorkens 10 mit dem Flaschenhals 12, so
daß die Flasche über einen großen Zeitraum hinweg dicht verschlossen bleibt.
Der Hohlzylinder 14 weist an seinem oberen Rand eine sich quer zum Fla
schenhals erstreckende, elastische Dichtlippe 34 auf, die als Anschlagbund
dient und auf dem Kranz des Flaschenhalses 12 aufliegt, wenn der Flaschen
korken 10 im Flaschenhals 12 angeordnet ist.
Wenn der Korkenzieher 24 mittels des Knebels 28 in der in Fig. 1 und 2 an
gedeuteten Drehrichtung aus dem Flaschenkorken 10 herausgedreht wird, löst
sich die Verspannung des Flaschenkorkens und es kann mit den Fingern unter den
Knebel 28 gefaßt, so daß der Flaschenkorken 10 aus dem Flaschenhals 12 her
ausgezogen werden kann.
Die Flasche läßt sich erneut verschließen, indem der Flaschenkorken 10
wieder in den Flaschenhals 12 gedrückt wird. Zur Erleichterung des Wieder
eindrückens weist der Hohlzylinder 14 im Bereich des Bodens 16 eine koni
sche Anschrägung 36 auf. Beim Einführen des Flaschenkorkens 10 in den
Flaschenhals 12 kann die durch das Volumen des Flaschenkorken 10 verdräng
te Luft innerhalb der Flasche nach außen entweichen, da außenseitig im unte
ren Teil des Hohlzylinders 14 Luftaustrittsrillen 38 vorgesehen sind. Die Fla
sche ist dicht verschlossen und der Inhalt für längere Zeit erneut geschützt,
wenn auch der Korkenzieher 24 wieder in die Wendelaufnahme 22 gedreht wird.
Claims (3)
1. Flaschenkorken (10) aus Kunststoff, in der Form eines Hohlzylinders (14)
mit Boden (16) und mit einem zentralen, an den Boden (16) angeformten
Kern (18) im Inneren des Hohlzylinders (14), der eine eingeformte, einer
Korkenzieherwendel (26) angepaßte Wendelaufnahme (22) aufweist und über
radiale Stegwände (20) mit dem Hohlzylinder (14) verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Wendelaufnahme (22) des Flaschenkorkens (10)
die Korkenzieherwendel (26) eines Korkenziehers (24) drehbar angeordnet
ist, dessen Knebel (28) sich quer über einen Flaschenhals (12) erstreckt.
2. Flaschenkorken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hohlzylinder (14) an seinem oberen Rand eine sich quer zum Flaschenhals
(12) erstreckende, elastische Dichtlippe (34) aufweist, die auf dem Flaschen
hals (12) aufliegt.
3. Flaschenkorken nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, das der Knebel (28) des Korkenziehers (24) eine Länge aufweist,
die dem Durchmesser der Dichtlippe (34) entspricht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996109487 DE19609487C1 (de) | 1996-03-12 | 1996-03-12 | Flaschenkorken aus Kunststoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996109487 DE19609487C1 (de) | 1996-03-12 | 1996-03-12 | Flaschenkorken aus Kunststoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19609487C1 true DE19609487C1 (de) | 1997-05-07 |
Family
ID=7787931
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996109487 Expired - Fee Related DE19609487C1 (de) | 1996-03-12 | 1996-03-12 | Flaschenkorken aus Kunststoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19609487C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2003018462A1 (en) * | 2001-08-24 | 2003-03-06 | Stephen James Miiler | Cork extraction device |
| WO2002092450A3 (en) * | 2001-01-12 | 2003-04-03 | William A Gardner | Apparatus for opening a bottle sealed with a cork stopper |
| CN105346827A (zh) * | 2015-11-11 | 2016-02-24 | 无锡万象工业设计有限公司 | 一种可拼接安装的红酒塞 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE613940C (de) * | 1932-11-29 | 1935-05-28 | Carl Sattler | Pfropfen mit eingebautem Pfropfenzieher |
| DE3027995C1 (de) * | 1980-07-24 | 1981-12-17 | Rolf Dieter 3543 Diemelsee Korte | Flaschenkorken aus Kunststoff, insbes. für Weinflaschen |
-
1996
- 1996-03-12 DE DE1996109487 patent/DE19609487C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE613940C (de) * | 1932-11-29 | 1935-05-28 | Carl Sattler | Pfropfen mit eingebautem Pfropfenzieher |
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| CN105346827A (zh) * | 2015-11-11 | 2016-02-24 | 无锡万象工业设计有限公司 | 一种可拼接安装的红酒塞 |
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