DE19608800A1 - Trommel, insbesondere Schlagzeugtrommel - Google Patents
Trommel, insbesondere SchlagzeugtrommelInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Trommel, insbesondere Schlagzeugtrommel,
mit einem Trommelkessel, mit je einem an den beiden ober- und unterseitigen
Kesselenden aufgespannten Trommelfell und mit einer Spannvorrichtung mit
Spannelementen für die Trommelfelle, welche den Trommelkessel umgibt und
mittels welcher über je einen Spannring die beiden Trommelfelle an einem ver
stärkten Außenrand über die Kesselenden spannbar sind, gemäß Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine solche Trommel eine vom
Trommelkessel weitgehend entkoppelte Trommelfell-Spannvorrichtung zu
schaffen, welche stabil ist, so daß sich an ihr auch Zusatzgeräte montieren las
sen, und welche leicht zu montieren und zu demontieren sowie zu spannen ist,
und zwar von der Trommeloberseite her, was wegen des Stimmens der Trommel
und der Notwendigkeit, von Zeit zu Zeit die Trommelfelle auszutauschen oder
zu erneuern, von besonderer Bedeutung ist.
Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe bei einer Trommel gemäß Oberbe
griff des Anspruchs 1 durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst, nämlich dadurch, daß die Spannvorrichtung nach Art eines
Käfigs ausgebildet ist und trommel-achsparallele Käfigstreben mit dem untersei
tigen Spannring einstückig sind und die einen Spannabstand zum oberseitigen
Spannring aufweisenden freien Enden der Käfigstreben mittels der Spannelemen
te zur Erzielung der definierten Vorspannung der Trommelfelle in Richtung auf
den anliegenden Spannring ziehbar sind.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Ansprüchen 2 bis 9 angegeben. Die mit
der Erfindung erzielbaren Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß das
Trommelfell über den Trommelkessel gespannt werden kann, ohne dabei den
Kessel durch das Anbringen von Spannböckchen, Snare-Teppichspannvorrich
tungen oder Trommelhalterungen (die an den Käfigstreben befestigt werden) in
seinem Schwingungsverhalten zu beeinträchtigen. Da der Trommelkessel frei
zwischen den beiden Fellen "hängt" bzw. eingespannt ist, kann die Trommel
wesentlich dynamischer angeschlagen werden (die Kraft des Anschlags überträgt
sich aufgrund der Beweglichkeit des Kessels zwischen den Fellen vom Schlag
fell direkt auf das Resonanzfell). Für die Herstellung bzw. den Vertrieb ergibt
sich der Vorteil, daß die Bespannvorrichtung (Strebenkonstruktion) getrennt vom
Trommelkessel hergestellt, gelagert und versandt werden kann. Da die qualitati
ven (und demzufolge) klanglichen Unterschiede verschiedener Schlagzeug-
Serien eines Herstellers zum großen Teil von der Materialqualität, Verarbeitung
und Wandstärke der Trommel abhängig sind, kann mit der Trommel nach der
Erfindung universell die komplette Angebotspalette abgedeckt werden. Dabei
kann mit ein und derselben Bespannvorrichtung das Schlagzeug in verschiede
nen Qualitätsstufen und auch Farben ausgeliefert werden.
Durch die Konstruktion nach der Erfindung wird erreicht, daß die Stimmbarkeit
der Trommel wesentlich vereinfacht wird. Die gesamte Stimmung der Trommel
kann durch die Spannung nur des oberen (Schlag-) Felles verändert werden. Das
Resonanzfell erhält stets die gleiche Spannung, da diese durch den an der Käfig
konstruktion nicht direkt fixierten Kessel vom Schlagfell auf das Resonanzfell
übertragen wird.
Aufbau und Wirkungsweise der Erfindung werden im folgenden anhand mehre
rer Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung dargestellt sind, noch näher er
läutert. In der Zeichnung zeigt in z. T. vereinfachter, schematischer Darstellung
Fig. 1 perspektivisch eine Trommel nach der Erfindung mit Fellbespan
nung, wobei zur besseren Übersicht ein Viertel der Trommel her
ausgeschnitten ist,
Fig. 2 die Details 11a, 11b aus Fig. 1, vergrößert herausgezeichnet,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel, bei dem der obere Spannring
durch eine Kombination aus Spannreifen und Stützring ersetzt ist,
im Aufriß und Ausschnitt,
Fig. 4 eine Abwicklung des Trommelmantels zum Beispiel nach Fig. 3 im
Ausschnitt mit einer Schnellspannvorrichtung,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Trommeloberseite mit Spannring, Spann
elementen und Schnellspannvorrichtungen und
Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel des Trommelkäfigs, versehen mit
einem Snare-Teppich oder Snare-Band und der zugehörigen Be
festigungseinrichtung.
Bei der Trommel T1 nach Fig. 1 und Fig. 2 handelt es sich insbesondere um eine
Schlagzeugtrommel. Diese hat einen vorzugsweise aus laminiertem Holz gewic
kelten Trommelkessel 1 (Resonanzkörper) und die beiden oberseitigen bzw.
unterseitigen Trommelfelle 2, 3, welche auf die Kesselenden 1a, 1b mittels der
Spannvorrichtung 4 und ihrer Spannelemente 5 stimmbar aufgespannt sind. Die
Spannvorrichtung 4 umgibt den Trommelkessel 1 an seinem Außenumfang und
weist ober- und unterseitige Spannringe 60, 61 auf, mit denen die beiden Trom
melfelle 2, 3 an einem verstärkten Außenrand 2.1 bzw. 3.1 jeweils über die
Kesselenden 1a bzw. 1b spannbar sind.
Erfindungsgemäß ist die Spannvorrichtung 4 nach Art eines Käfigs 70 ausgebil
det und sind die trommel-achsparallelen Käfigstreben 7 mit dem unterseitigen
Spannring 61 einstückig, wobei die einen Spannabstand a1 zum oberseitigen
Spannring 60 aufweisenden freien Enden 7. 1 der Käfigstreben 7 mittels der
Spannelemente 5 zur Erzielung der definierten Vorspannung der Trommelfelle 2,
3 in Richtung auf den anliegenden Spannring 60 ziehbar sind. Die Spannelemen
te 5 sind insbesondere als Spannschrauben ausgebildet, welche mit ihrem Kopf
5a am oberen Spannring 5a und mit ihrem Schaft 5b über ein Außengewinde 5c
an der zugehörigen Käfigstrebe 7 angreifen. Letztere bilden mit Abwinkelungen
7.2 jeweils ein Widerlager für die zugehörige Spannschraube 5. Die Spann
schraube kann mit ihrem Außengewinde 5c direkt in ein Innengewinde der Ab
winkelungen 7.2 geschraubt sein. Eine vorteilhaftere Ausführung ist die in Fig. 2
dargestellte, bei der eine Gewindebüchse 8 in ein Innengewinde der Abwinke
lung 7.2 eingeschraubt und durch eine Kontermutter 9 absicherbar ist. Die
Spannschraube 5 ist mit ihrem Außengewinde 5c in die Gewindebüchse 8 einge
schraubt, und zwar mit definierter Vorspannung für die Trommelfelle 2, 3. Die
Spannschrauben 5 können mit ihren Köpfen 5a über einen kugeligen Sitz oder
eine sogenannte schwimmende Scheibe am Spannring 60 angreifen (nicht dar
gestellt), was bewirkt, daß auch bei geringfügigem Schiefstellen der Spann
schrauben 5 auf den Spannring 60 immer achsparallele Kräfte ausgeübt werden
und so der Spannring 60 über seinen Umfang immer gleichmäßig beansprucht
wird.
Im zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und Fig. 4 setzt sich der obere
Spannring 60 zusammen aus einem oberseitigen Spannreifen 6a und einem un
terseitigen Stützring 6b. Der Spannreifen 6a hat im wesentlichen das gleiche
winkelringförmige Profil wie der Spannring 60 nach Fig. 1 und 2, also etwa das
Profil eines spiegelbildlichen L oder Z, jedoch hat er eine Durchgangsöffnung 10
für den Kopf 5a der Spannschraube 5. Die Spannschraube 5 ist deshalb am un
terseitigen Stützring 6b verankert, den sie mit ihrem Schaft 5b mit Spiel durch
dringt. Die Spannschraube 5 ist wie im Beispiel nach Fig. 1 und 2 mit ihrem
Gewinde 5c in die Gewindebüchse 8 eingeschraubt, und letztere ist wiederum in
eine Gewindebohrung in der Abwinkelung 7.2 der Käfigstrebe 7 eingeschraubt.
Der Schaft 5b der Spannschraube 5 wird umgeben von einer Schraubendruckfe
der (Spiralfeder) 11, die sich zwischen Stützring 6b und Abwinkelung 7.2 ab
stützt. Der Spannreifen 6a ist nun mit dem Stützring 6b mittels über den Umfang
von (6a) und (6b) verteilter Schnellspannvorrichtungen 12 zusammenklammer
bar, von denen eine aus Fig. 4 ersichtlich ist. Zweckmäßigerweise wechseln in
Umfangsrichtung gesehen Käfigstreben 7 mit Spannschrauben 5 einerseits und
Schnellspannvorrichtungen 12 andererseits einander ab. Sind (6a) und (6b) durch
(12) zusammengeklammert, kann mit den Spannschrauben 5 die definierte
Fellspannung für die Felle 2 und 3 eingestellt werden. Dies entspricht wieder
einem definierten Abstand a1 zwischen dem Stützring 6b und der Abwinkelung 7.2.
Will man das Trommelfell 2 auswechseln oder erneuern, dann braucht man
nur die Totpunkthebel 12.1 der Spannvorrichtungen in ihre Öffnungsstellung
umzulegen; der Spannreifen ist damit vom Stützring entriegelt und kann abgeho
ben werden. Im Bedarfsfalle könnte dann auch der Käfig 70 nach unten abge
nommen werden, so daß auch das untere Trommelfell 3 ausgewechselt oder er
neuert werden könnte. Da bei der geschilderten Demontage der definierte Ab
stand a1 erhalten bleibt, werden bei der Montage (Spannen der Spannvorrich
tungen 12 bei positioniertem Käfig 70 und positionierten Spannringen 60, 61)
die verstärkten Außenränder 2.1, 3.1 der Trommelfelle 2, 3 auf die durch die
Einstellung des Stützringes 6b vorgegebene Fellspannung wieder niedergedrückt
bzw. fixiert.
Die Schnellspannvorrichtung 12 hat einen federelastischen Bügel 12.2, der an
einem Ende in einem Schwenklager 13 am Spannreifen 6a und am anderen Ende
an einem Schwenklager 14 an der Unterseite des Totpunkthebels 12.1 gelagert
ist. Der Totpunkthebel 12.1 selbst ist an einem zungenartigen, nach unten wei
senden Ansatz 15 des Stützrings 6b bei 16 schwenkbar gelagert. Solche
Schnellspannvorrichtungen sind an sich z. B. bei PkW-Dachgepäckboxen (sog.
Jetbags) oder als Staubsauger-Gehäuseverschlüsse bekannt. Für die Trommel
nach der Erfindung sind sie sehr vorteilhaft.
Fig. 5 zeigt die verkleinerte Draufsicht auf eine Trommel, die gemäß Fig. 3 und
4 ausgebildet ist. Fig. 6 zeigt, daß an zwei einander diametral gegenüberliegen
de Käfigstreben 7a, 7b ein Verankerungselement 17 bzw. ein Einstell- und
Schnellspannelement 18 für die beiden Enden 19a, 19b eines dem unteren
Trommelfell 3 zugeordneten Snare-Teppichs bzw. Snare-Bandes 19 befestigt
sind. Ein (18) entsprechendes Schnellspannelement ist z. B. in der DE 43 21 745
A1 beschrieben, weshalb von einer näheren Erläuterung hier abgesehen werden
kann. Wesentlich im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist, daß bedingt durch
die an beiden Enden starr verankerten Käfigstreben 7a, 7b, praktisch keine Bie
gemomente auf die Stützringe 60, 61 ausgeübt werden können, und auch die
Rückwirkung der Snare-Band-Spannung auf die Trommelfellspannung kann klein
gehalten bzw. kompensiert werden. - An den aus Fig. 6 ersichtlichen Käfigstre
ben 7, vorzugsweise an zwei einander benachbarten, könnte mit Vorteil ein
Trommel-Halteelement (nicht dargestellt) befestigt werden.
Claims (9)
1. Trommel, insbesondere Schlagzeugtrommel, mit einem Trommelkessel, mit je einem an
den beiden ober- und unterseitigen Kesselenden aufgespannten Trommelfell und mit einer
Spannvorrichtung mit Spannelementen für die Trommelfelle, welche den Trommelkessel um
gibt und mittels welcher über je einen Spannring die beiden Trommelfelle an einem verstärk
ten Außenrand über die Kesselenden spannbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtung nach Art eines Käfigs (70) ausgebil
det ist und trommel-achsparallele Käfigstreben (7) mit dem unterseitigen Spannring (61) ein
stückig sind und die einen Spannabstand (a1) zum oberseitigen Spannring (60) aufweisenden
freien Enden (7.1) der Käfigstreben (7) mittels der Spannelemente (5) zur Erzielung der defi
nierten Vorspannung der Trommelfelle (2, 3) in Richtung auf den anliegenden Spannring (60)
ziehbar sind.
2. Trommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannelemente (5) als
Spannschrauben ausgebildet sind, welche mit ihrem Kopf (5a) am oberen Spannring (60) und
mit ihrem Schaft (5b) über ein Gewinde (5c) an der zugehörigen Käfigstrebe (7) angreifen.
3. Trommel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Käfigstreben (7) mit Abwin
kelungen (7.2) jeweils ein Widerlager für die zugehörige Spannschraube (5) bilden.
4. Trommel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannschrauben (5)
mit ihren Köpfen (5a) über einen kugeligen Sitz oder über eine sogenannte schwimmende
Scheibe an ihrem Spannring (60) angreifen.
5. Trommel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die Abwin
kelungen (7.2) der Käfigstreben (7) jeweils mit einem Gewinde für die Spannschrauben (5)
versehen sind.
6. Trommel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abwinke
lungen (7.2) als Widerlager oder Lager für eine das Gewinde-Ende der Spannschraube (5)
umgreifende Mutter bzw. Gewindebüchse (8) vorgesehen sind.
7. Trommel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an mindestens
einer der Käfigstreben (7), vorzugsweise an mindestens zwei, ein Trommel-Halteelement be
festigt ist.
8. Trommel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an zwei einan
der diametral gegenüberliegende Käfigstreben (7a, 7b) ein Verankerungselement (17) und ein
Einstell- sowie Schnellspannelement (18) für die beiden Enden (19a, 19b) eines dem unteren
Trommelfell zugeordneten Snare-Teppichs bzw. Snare-Bandes befestigt sind.
9. Trommel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der obere
Spannring (60) sich zusammensetzt aus einem oberseitigen Spannreifen (6a) und einem unter
seitigen Stützring (6b), daß am Stützring (6b) die Spannelemente, insbesondere Spannschrau
ben (5), verankert sind, mit welchen der Abstand (a1) zu den freien Enden (7.1) der Käfig
streben (7) und damit die Trommelfellspannung einstellbar sind, und daß der Spannreifen (6a)
mit dem Stützring (6b) mittels über den Umfang verteilter Schnellspannvorrichtungen (12)
zusammenklammerbar ist, so daß der verstärkte Trommelfell-Außenrand (2.1, 3.1) vom
Spannreifen (6a) auf die durch die Stützring-Einstellung vorgegebene Fellspannung nieder
drückbar und fixierbar ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19608800A DE19608800A1 (de) | 1995-06-12 | 1996-03-07 | Trommel, insbesondere Schlagzeugtrommel |
Applications Claiming Priority (2)
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| DE19521375 | 1995-06-12 | ||
| DE19608800A DE19608800A1 (de) | 1995-06-12 | 1996-03-07 | Trommel, insbesondere Schlagzeugtrommel |
Publications (1)
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| DE19608800A1 true DE19608800A1 (de) | 1997-02-27 |
Family
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Family Applications (2)
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1996
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- 1996-06-12 DE DE29610189U patent/DE29610189U1/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE29610189U1 (de) | 1996-10-17 |
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